DE4108508C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung des Spulenwechsels bei mindestens zwei Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung des Spulenwechsels bei mindestens zwei Streck-FalschdrahtzwirnmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Spulenwechseln, d. h. zum Abnehmen einer vollbewickelten Auf
laufspule und Aufsetzen einer leeren Spule an Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen mittels eines zwei oder mehr
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen zugeordneten Spulen
wechselwagens, sowie eine entsprechende Vorrichtung.
Die JP 64-26744 A zeigt dabei
bereits eine Anlage aus mehreren Streck-Falschdraht
zwirnmaschinen, bei denen eine Spulenwechselanlage
vorgeschlagen wurde, bei der ein Spulenwechselwagen
gemeinsam für eine Reihe von Streck-Falschdraht
zwirnmaschinen angeordnet ist. Der Spulenwechselwagen wird
zu derjenigen Streck-Falschdrahtzwirnmaschine gefahren, die
zum Spulenwechsel bereit ist. Dabei wird im Spulenwechsel
wagen auf das Signal eines notwendigen Spulenwechsels von
einer der Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen hin seiner
Bereitschaftsposition aus zur entsprechenden Stelle an
einer der Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen gefahren.
Der Aufbau eines solchen Spulenwechselwagens ist
beispielsweise in der DE 37 43 948 A1 beschrieben.
Weiterhin zeigt die DE 31 35 333 A1 ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Einsatzsteuern einer Bedienperson oder
einer mobilen Wartungsvorrichtung in einer Spinnereianlage.
Dabei soll diejenige Spinnstelle angesteuert werden, welche
zuerst einer Bedienung bedarf. Zu diesem Zweck werden die
bereits aufgetretenen Bedienfälle in der Rangfolge ihrer
Bedienbedürftigkeit geordnet und der Bedienperson bzw. der
mobilen Wartungseinrichtung mitgeteilt. Es werden also
keine zukünftig zu erwartenden Bedienfälle mit erfaßt, und
die Informationsweitergabe erfolgt immer nur an eine Person
bzw. Wartungsvorrichtung.
Normalerweise sind zwei oder mehr Streck-Falschdrahtzwirnma
schinen in einer Textilfabrik angeordnet. Für diesen Fall
wurde eine Spulenwechselanlage vorgeschlagen, bei der ein
Spulenwechselwagen gemeinsam für eine Reihe von Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen angeordnet ist. Der Spulenwechsel
wagen wird zu derjenigen Streck-Falschdrahtzwirnmaschine
gefahren, die zum Spulenwechsel bereit ist.
Wird der Versuch unternommen, den Spulenwechsel mit einem
einzelnen Spulenwechselwagen gemeinsam an zwei oder mehr
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen, wie bei der Spulenwechsel
anlage für Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen bekannter Art er
läutert, durchzuführen, so überschneiden sich die Spulenwech
selzeiten, wodurch ein Betriebszustand entsteht, in dem der
Spulenwechsel nicht durchführbar ist. Dieser Zustand wird
unter Bezug auf Fig. 4 erläutert. Der hier gezeigte Spulen
wechselintervall der Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen 1 und 2
ist zwölf Stunden, der Spulenwechselinterwall der Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen 3, 4 und 5 beträgt 8 Stunden, und
die Maschinen 1 bis 5 werden jeweils um 2 Stunden zeitver
setzt in Betrieb genommen. Die Spulenwechseldauer der Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen 1 bis 5 beträgt 1,5 Stunden. Wird
den Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen mit kleinerer Nummer
Priorität eingeräumt, so überlappen sich die Spulenwechsel
zeiten, die durch Schraffierung gekennzeichnet sind, wodurch
ein Zustand entsteht, in dem ein Spulenwechsel nicht durch
führbar ist. Wird, wie oben erwähnt, der Versuch unternommen,
diesen Betriebszustand, in dem der Spulenwechsel nicht mög
lich ist, zu beseitigen, so müßte ein zusätzlicher Spulen
wechselwagen vorgesehen werden, wobei das Problem entsteht,
daß mit wachsender Anzahl von Spulenwechselwagen die Be
triebseffizienz absinkt.
Die Erfindung wurde unter Berücksichtigung des vorstehenden
Problems und des Standes der Technik erzielt. Aufgabe der Er
findung ist es, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung für eine Spulen
wechselanlage aufzuzeigen, bei der, wenn ein zukünftiger Spulenwechsel
durch einen für eine Reihe von
zwei oder mehr Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen gemeinsam
vorgesehenen Spulenwechselwagen nicht durchführbar ist, ein
Maschinenwärter beim Spulenwechsel unterstützend mitwirken
kann, um die Betriebseffizienz des Spulenwechselwagens auf
einem hohen Niveau zu halten.
Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Patentansprüchen 1 und 3. Die
Unteransprüche zeigen bevorzugte Ausführungsformen.
Das beanspruchte Verfahren wird im folgenden in Zusammenhang mit der
Beschreibung der Vorrichtung erläutert:
Die Vorrichtung zur Steuerung des Spulenwechsels umfaßt zwei oder mehr Streck-Falsch drahtzwirnmaschinen, einen für eine Reihe der Streck-Falsch drahtzwirnmaschinen gemeinsam vorgesehenen Spulenwechselwa gen, eine Steuereinrichtung zur Vorausberechnung des nächsten Spulenwechselzeitpunktes jeder Streck-Falschdrahtzwirnma schine, um den Lauf des Spulenwechselwagens zu steuern und Maschinen zu unterscheiden, bei denen der Spulenwechsel nicht durchführbar ist, eine zentrale Anzeigeeinrichtung zur An zeige des nächsten Spulenwechselzeitpunktes jeder Streck- Falschdrahtzwirnmaschine und von Maschinen, bei denen der Spulenwechsel nicht durchführbar ist, sowie eine Anzeige einheit zur Anzeige von nicht durchführbarem Spulenwechsel und eine Anzeigeeinheit für den Spulenwechsel, die über den Zeitpunkt des Vollbewicklung einer Spule informiert, falls dies bei einer Maschine auftritt, bei der Spulenwechsel nicht durchführbar ist.
Die Vorrichtung zur Steuerung des Spulenwechsels umfaßt zwei oder mehr Streck-Falsch drahtzwirnmaschinen, einen für eine Reihe der Streck-Falsch drahtzwirnmaschinen gemeinsam vorgesehenen Spulenwechselwa gen, eine Steuereinrichtung zur Vorausberechnung des nächsten Spulenwechselzeitpunktes jeder Streck-Falschdrahtzwirnma schine, um den Lauf des Spulenwechselwagens zu steuern und Maschinen zu unterscheiden, bei denen der Spulenwechsel nicht durchführbar ist, eine zentrale Anzeigeeinrichtung zur An zeige des nächsten Spulenwechselzeitpunktes jeder Streck- Falschdrahtzwirnmaschine und von Maschinen, bei denen der Spulenwechsel nicht durchführbar ist, sowie eine Anzeige einheit zur Anzeige von nicht durchführbarem Spulenwechsel und eine Anzeigeeinheit für den Spulenwechsel, die über den Zeitpunkt des Vollbewicklung einer Spule informiert, falls dies bei einer Maschine auftritt, bei der Spulenwechsel nicht durchführbar ist.
Die an jeder Streck-Falschdrahtzwirnmaschine angeordnete
Anzeigeeinheit zur Anzeige eines nicht durchführbaren Spulen
wechsels informiert einen Maschinenwärter über einen
erforderlichen Spulenwechsel, und die an jeder Streck-
Falschdrahtzwirnmaschine vorgesehene Anzeigeeinheit für eine
vollbewickelte Auflaufspule beeinflußt die Arbeitsge
schwindigkeit eines Maschinenwärters in der Weise, daß sie
konstant bleibt. Zusätzlich zu diesen an verschiedenen Orten
vorgesehenen Anzeigeeinheiten kann der Spulenwechselstatus
aller Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen im voraus durch die
zentrale Anzeigeeinrichtung erfaßt werden.
Nachfolgend wird eine Ausführungsform der Erfindung anhand
der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Spulenwechselanlage für
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen;
Fig. 2 das Beispiel einer Anzeige an einer zentralen
Anzeigeeinheit;
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer herkömmlichen Spulenwech
selanlage;
Fig. 4 ein Zeitdiagramm des Spulenwechsels;
Fig. 5 die Anordnung einer Streck-Falschdrahtzwirnma
schine;
Fig. 6 den Spulenwechsel durch einen Spulenwechselwagen.
In Fig. 5 wird der Aufbau einer bekannten Streck-Falschdrahtzwirnma
schine erläutert. Fig. 5 zeigt einen von einer Ablaufspule
51, die auf einem Spulengatter 50 gehaltert ist, zugeliefer
ten Faden 52, der von einer Rolle 53 und einer zweiten Ab
zugsrolle 54 unter verstreckender Fadenspannung gehalten ist.
Ein Falschdrehorgan 55, beispielsweise ein Klemmriemendreh
werk, ist in Fadenlaufrichtung zwischen diesen beiden Abzugs
rollen 53 und 54 im unteren Bereich angeordnet, und der vor
dem Drehorgan 55 liegende Bereich des Fadens wird von diesem
gedreht. Eine Primärheizung 56 zur thermischen Fixierung ist
in Fadenlaufrichtung vor dem Drehorgan 55 zwischen den beiden
Abzugsrollen 53 und 54 angeordnet, um den gedrehten Faden 52
auf Verstrecktemperatur aufzuheizen. Der zweiten Abzugswalze
54 ist in Fadenlaufrichtung eine dritte Abzugswalze 57 nach
geordnet. Eine zweite Heizeinrichtung 58 zur Wärmenach
behandlung ist zwischen den Rollen 54 und 57 angeordnet. Der
wärmenachbehandelte Faden 52 wird von einer Spuleinrichtung
59 zu einer Auflaufspule 60 aufgewickelt. Bei der vorstehend
beschriebenen Streck-Falschdrahtzwirnmaschine ist die Primär
heizung 56 aufgrund ihrer großen Höhe getrennt von einem
Maschinenkörper 61, der die der Dreheinrichtung 55 nachgeord
neten Einrichtungen aufnimmt, gegenüberliegend angeordnet und
dazwischen ist ein Durchgang 62 vorgesehen, um Wartungsarbei
ten und das Fadenansetzen zu erleichtern. Nachfolgend wird
der Spulenwechsel in der vorstehend beschriebenen Streck-
Falschdrahtzwirnmaschine beschrieben.
An der Seite des Durchgangs 62, an der sich die Primärheizung
56 befindet, ist ein Stiftgatter 64 am Boden befestigt. Am
Stiftgatter 64 sind drei Stifte 65 auf den Durchgang 62 zu
ragend angeordnet. Der Spulenwechselwagen 63 überträgt eine
Auflaufspule 60 aus dem Maschinenkörper 61 auf einen Stift 65
in der Weise, daß die Spule 60 an ihrer Hülse gehalten wird
und aus der Spuleinrichtung 59 entfernt wird, anschließend um
90° gedreht, auf den an der gegenüberliegenden Seite angeord
neten Stift 65 zu bewegt und auf diesen aufgesteckt wird, wo
bei gleichzeitig eine leere Spule bzw. Hülse in die Spulein
richtung eingesetzt wird, um das Fadenansetzen durchzuführen.
Die Spule wird vom Stift 65 des Stiftgatters 64 in geeigneter
Weise von einem Maschinenwärter abgenommen.
Fig. 6 zeigt einen Spulenwechselwagen 63, der entlang dem Maschinengestell bzw. Ma
schinenkörper 61 im Durchgang 62 verfahrbar angeordnet ist.
Eine bekannte Anlage mit mehreren Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen wird
unter Bezug auf Fig. 3 beschrieben. Diese Figur zeigt fünf
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen 1 bis 5 in Parallelanordnung
mit einem einzelnen Spulenwechselwagen 6, der den Spulenwech
sel durchführt. Der in seiner Ausgangsposition dargestellte
Spulenwechselwagen 6 kann auf einem geraden Laufweg 7 hin und
her fahren und in Abzweigwege 7A bis 7E in den Streck-Falsch
drahtzwirnmaschinen 1 bis 5 einfahren. Für dieses Verfahren
des Spulenwechselwagens sind jeweils entsprechend für die
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen 1 bis 5 Leiteinrichtungen 1B
bis 5B, die den Wagen an das richtige Ende der Abzweigwege 7A
bis 7E leiten, Transportwagenwechsler 1A bis 5A, die von ei
nem Transportwagen für den geraden Laufweg 7 auf Transportwa
gen für die Abzweigwege 7A bis 7E umschalten, Positionssenso
ren 1C bis 5C, die zum Erfassen der Position des Spulenwech
selwagens 6 dienen, sowie ein Sensor D zum Erfassen der Aus
gangsposition vorgesehen. Mit einer Steuereinrichtung 9 ist
ein Steuerbus 8 zur Steuerung der Leiteinrichtungen 1B bis 5B
und der Transportwagenwechsler 1A bis 5A und zum Empfang der
Erfassungssignale der Sensoren 1C bis 5C verbunden. Der
Spulenwechselwagen 6 erhält seine Stromversorgung durch einen
Stromabnehmer 10. D.h., daß die Steuereinrichtung 9 den näch
sten Spulenwechselzeitpunkt jeder Streck-Falschdrahtzwirnma
schine vorausberechnet, wenn ein Spulenwechselintervall vom
Beginn des Spulvorgangs bis zum Spulenwechsel, eine Spulen
wechselzeit vom Beginn des Spulenwechsels bis zur Vollendung
des Spulenwechsels sowie eine Startzeit als der Zeitpunkt des
Betriebsbeginns jeder Streck-Falschdrahtzwirnmaschine in die
Steuereinrichtung 9 eingegeben werden. Steht der Zeitpunkt
für den Spulenwechsel beispielsweise für die Streck-Falsch
drahtzwirnmaschine 5 bevor, so läuft der Spulenwechselwagen 6
entlang dem geraden Laufweg 7 und hält einmal vor der Streck-
Falschdrahtzwirnmaschine 5 am Sensor 5C an, um den Transport
wagenwechsler 5A und die Leiteinrichtung 5B zu betätigen und
anschließend zur Ausführung des Spulenwechsels in den Ab
zweigweg 7E einzufahren. Nach Vollenden des Spulenwechsels
kehrt der Spulenwechselwagen in umgekehrtem Ablauf in seine
Ausgangsstellung zurück.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Spulenwechselanlage für
eine Streck-Falschdrahtzwirnmaschine und Fig. 2 ein
Darstellungsbeispiel einer zentralen Anzeigeeinheit. In Fig.
1 sind Teile, die dieselbe Funktion wie die unter Bezug auf
Fig. 3 erläuterten haben, mit denselben Bezugszeichen be
zeichnet und werden nicht weiter erläutert. Diese Ausfüh
rungsform unterscheidet sich von der in Fig. 3 gezeigten her
kömmlichen Anlage dadurch, daß eine zentrale Anzeigeeinheit
11 zur Steuereinrichtung 9 hinzugefügt wurde, sowie weiters
jeweils an den Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen 1 bis 5 An
zeigelampen 1E bis 5E zur Anzeige der Nichtdurchführbarkeit
des Spulenwechsels sowie Anzeigelampen 1F bis 5F zur Anzeige
des Spulenwechsels.
In der Darstellung in Fig. 1 ist die zentrale Anzeigeeinheit
11 in der getrennten Steuereinrichtung 9 angeordnet. Es sei
jedoch angemerkt, daß die Einheit 11 auch als Teil der An
zeige an der Streck-Falschdrahtzwirnmaschine 1 vorgesehen
sein kann. Mit anderen Worten ist die Einheit 11 vorzugsweise
an einer Position anzuordnen, die ein Maschinenwärter häufig
passieren muß. Die zentrale Anzeigeeinheit 11 wird unter Be
zug auf Fig. 2 erläutert. "NO." bei bezeichnet eine der
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen 1 bis 5. Bezüglich "ST",
"RDY", "STP", "NEXT" und "INT" sind in Verbindung mit den
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen 1 bis 5 Markierungen oder
Zahlen angezeigt. "ST" bei , "RDY", bei oder "STP" bei
bezeichnen den Betriebszustand der Streck-Falsch
drahtzwirnmaschinen und des Spulenwechselwagens. "ST" bei
bezeichnet einen gerade ablaufenden Spulenwechselvorgang,
"RDY" bei bezeichnet einen Wartezustand für den nächsten
Spulenwechselvorgang, und "STP" bei bezeichnet einen an
gehaltenen Spulenwechselvorgang. "NEXT" bei bezeichnet
den nächsten Spulenwechselzeitpunkt und "INT" bei be
zeichnet den Spulenwechselintervall. "TIME" bei be
zeichnet die aktuelle Zeitanzeige. D.h., daß in der Darstel
lung in der Figur für die Streck-Falschdrahtzwirnmaschine 1
der Spulenwechselvorgang für 10 Uhr vorgesehen ist und die
aktuelle Zeit 10 Uhr ist, woraus zu ersehen ist, daß der Spu
lenwechselvorgang gerade abläuft (Markierung *). In der
Streck-Falschdrahtzwirnmaschine 2 ist der Spulen
wechselvorgang ab 12 Uhr möglich und in Maschine 4 ist ein
Spulenwechseln ab 15 Uhr möglich (Markierung *). In Maschine
3 ist der Spulenwechsel von 13 Uhr an durchzuführen, wobei
der Unterschied vom Spulenwechselzeitpunkt 12 Uhr von Ma
schine 2 nur 1 Stunde beträgt und somit der Spulenwechselvor
gang nicht durchführbar ist (Schrägschraffierung + *). Der
Spulenwechselwagen ist mit einem Schalter zur Betätigung ei
ner Schneideinrichtung für jedes Spulengewicht an der Streck-
Falschdrahtzwirnmaschine versehen, so daß der Fadenab
schneidevorgang während dem abschließenden Spulenwechsel
durchführbar ist, was bei Maschine 5 der Fall ist und durch
die Markierung F angezeigt ist. In der Spalte "INT" bei
können in der Steuereinrichtung 9 errechnete Werte gemäß den
Betriebsbedingungen und dem eingegebenen Spulendurchmesser
dargestellt werden. Es können aber auch getrennt errechnete
Werte eingegeben werden.
In Fig. 1 angedeutete Anzeigelampen zur Anzeige der
Nichtdurchführbarkeit des Spulenwechsels 1E bis 5E sind als
rote Lampen zu Beleuchtungszwecken ausgeführt, die an der
Decke des Durchgangs auf der den Maschinen 1 bis 5 gegenüber
liegenden Seite angebracht sind. Ist der Spulenwechsel nicht
durchführbar, bleiben diese Lampen eingeschaltet. Die
Spulenwechselanzeigelampen umfassen erste Spulenwechselan
zeigelampen 1F bis 5F, die an den den Streck-Falsch
drahtzwirnmaschinen entsprechenden Positionen angeordnet
sind, und zweite Spulenwechselanzeigelampen G (101G-172G,
201G-373G, 301G-372G, 401G-472G und 501G-572G), die
an jeweils einer Spindelgruppe der Streck-Falschdrahtzwirnma
schinen entsprechenden Positionen angeordnet sind. Die ersten
Spulenwechselanzeigelampen 1F bis 5F sind rotierende bzw.
blinkende gelbe Lampen, die in einer Linie mit den An
zeigelampen 1E bis 5E zur Anzeige der Nichtdurchführbarkeit
des Spulenwechsels angeordnet sind. Wenn an jeder Spindel der
Streck-Falschdrahtzwirnmaschine der Zeitpunkt zum Spu
lenwechsel gekommen ist, so leuchtet die Lampe jedesmal auf,
um die Arbeitsgeschwindigkeit des Maschinenwärters konstant
zu halten. Die Spulenwechsellampen G sind jeweils an der
Seite des Maschinenkörpers 61 an einer Stelle angebracht, wo
der Spulenwechselwagen 63 nicht behindert wird, und zeigen
den Spulenwechselzeitpunkt für jeweils drei vollbewickelte
Spulen 60 an. Unter der Annahme, daß die in Fig. 1 gezeigte
Maschine 1 216 Spindeln aufweist, sind 72 (216/3) zweite
Spulenwechselanzeigelampen 101G-172G angeordnet. D.h., daß
drei Spindeln, an denen Arbeiten durchzuführen sind, sequen
tiell durch Aufleuchten der Lampen angezeigt werden. Dadurch
wird die Arbeitsgeschwindigkeit des Maschinenwärters konstant
gehalten und die Ungleichmäßigkeit der Fadenlänge einer voll
bewickelten Auflaufspule vermindert, womit im wesentlichen
dieselben Bedingungen erzielt werden wie durch die Arbeit des
Spulenwechselwagens 6. Es sei angemerkt, daß nicht immer er
ste und zweite Spulenwechselanzeigelampen erforderlich sind,
sondern eine der beiden Anzeigelampenarten verwendet werden
kann.
Die vorstehend beschriebene zentrale Anzeigeeinheit 11, die
Anzeigelampen 1E bis 5E zur Anzeige der Nichtdurchführkeit
des Spulenwechsels und die ersten und zweiten
Spulenwechselanzeigelampen 1F bis 5F und G unterstützen den
Spulenwechsel durch den Maschinenwärter. Durch das Vorhanden
sein der zentralen Anzeigeeinheit 11 wird es offensichtlich,
welche der Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen zu welchem Zeit
punkt den Zustand der Nichtdurchführbarkeit des Spulenwech
sels erreicht, und wenn ein zum Spulenwechsel erforderlicher
Maschinenwärter nicht da ist, kann im voraus weitere Hilfe
angefordert werden. Diejenige Streck-Falschdrahtzwirnma
schine, an der ein Spulenwechsel von einem Maschinenwärter
durchzuführen ist, ist durch die Anzeigelampen 1E bis 5E für
den nicht durchführbaren Spulenwechsel gekennzeichnet und der
Spulenwechselzeitpunkt wird ebenfalls von den ersten und
zweiten Spulenwechselanzeigelampen 1F bis 5F und G angezeigt,
so daß dadurch der Spulenwechsel von einem Maschinenwärter
höchst effizient durchführbar ist.
Die erfindungsgemäße Spulenwechselanlage für Streck-Falsch
drahtzwirnmaschinen umfaßt zwei oder mehr Streck-Falsch
drahtzwirnmaschinen, einen für eine Reihe der Streck-Falsch
drahtzwirnmaschinen gemeinsam vorgesehenen Spulen
wechselwagen, eine Steuereinrichtung zur Voranzeige des näch
sten Spulenwechselzeitpunktes jeder Streck-Falschdrahtzwirn
maschine, um den Lauf des Spulenwechselwagens zu steuern und
Maschinen zu unterscheiden bzw. festzustellen, an denen der
Spulenwechsel durch den Wagen nicht durchführbar ist, eine
zentrale Anzeigeeinrichtung zur Anzeige des nächsten Spulen
wechselzeitpunktes und der jeweiligen Streck-Falsch
drahtzwirnmaschine, an der der Spulenwechsel nicht durchführ
bar ist, und eine Anzeigeeinheit zur Anzeige der Nichtdurch
führbarkeit des Spulenwechsels sowie eine Anzeigeeinheit zur
Anzeige des Spulenwechsels, die den Zeitpunkt der Vollbewick
lung einer Auflaufspule anzeigt, falls dies an einer Maschine
auftritt, an der Spulenwechsel nicht durchführbar ist. In
dieser Anordnung wird die Notwendigkeit des Spulenwechsels
durch einen Maschinenwärter von einer Anzeigeeinheit für jede
Streck-Falschdrahtzwirnmaschine mitgeteilt und die Arbeitsge
schwindigkeit des Maschinenwärters wird so beeinflußt, daß
sie konstant ist und der Spulenwechselzustand aller Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen kann im voraus von der zentrale An
zeigeeinheit erfaßt werden. Daher können im voraus er
forderliche Maschinenwärter bereitgestellt werden und diese
können im Takt die Maschine bedienen, an der der Spulenwech
sel nicht durchführbar ist. Entsprechend kann die Anzahl der
vorhandenen bzw. eingebauten Spulenwechselwagen möglichst ge
ring gehalten werden, wobei die Betriebseffizienz verbessert
wird.
Claims (5)
1. Verfahren zur Steuerung des Spulenwechsels bei mindestens
zwei Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen, welche einen
gemeinsamen Spulenwechselwagen zur Durchführung des
Spulenwechsels an jeder Streck-Falschdrahtzwirnmaschine,
eine zentrale Steuereinrichtung zur Steuerung des
Spulenwechselwagens, eine zentrale Anzeigeeinrichtung zur
Anzeige des nächsten Spulenwechselzeitpunktes für jede
Streck-Falschdrahtzwirnmaschine, Signaleinrichtungen an
jeder Streck-Falschdrahtzwirnmaschine zur Anzeige einer
Nichtdurchführbarkeit des Spulenwechsels und Spulen
wechselsignaleinrichtungen an jeder Streck-Falschdraht
zwirnmaschine aufweisen, die den Zeitpunkt der
Vollbewicklung einer Spule anzeigen, wenn dies an einer
Streck-Falschdrahtzwirnmaschine auftritt, an der eine
Nichtdurchführbarkeit des Spulenwechsels vorliegt, wobei
die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- - Bestimmen des nächsten Spulenwechselzeitpunktes für jede Streck-Falschdrahtzwirnmaschine durch die zentrale Steuereinrichtung,
- - Anzeigen der bestimmten Spulenwechselzeitpunkte an der zentralen Anzeigeeinrichtung,
- - Einschalten der Signaleinrichtungen an den Streck- Falschdrahtzwirnmaschinen, bei welchen eine Nicht durchführbarkeit eines Spulenwechselvorganges durch den Spulenwechselwagen vorliegt, und
- - Einschalten der Spulenwechselsignaleinrichtung an einer Streck-Falschdrahtzwirnmaschine, bei welcher eine Nichtdurchführbarkeit eines Spulenwechsel vorganges durch den Spulenwechselwagen vorliegt und bei welcher eine vollbewickelte Spule vorhanden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzliche Spulenwechsel-Signaleinrichtungen an jeweils
einer Gruppe von Spindeln entsprechenden Stellen in der
Streck-Falschdraht-Zwirnmaschine angeordnet sind und
sequentiell angeschaltet werden, um den Spulenwechsel
zeitpunkt für jede Spindelgruppe anzuzeigen.
3. Vorrichtung zur Steuerung eines Spulenwechsels, insbesondere
nach Patentanspruch 1 oder 2, bei wenigstens zwei Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen, die einen den Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen (13-5) gemeinsamen
Spulenwechselwagen (6), eine zentrale Steuereinrichtung (9)
zur Bestimmung der Spulenwechselzeitpunkte der Streck-
Falschdrahtzwirnmaschinen (1-5) und zur Steuerung des
Spulenwechselwagens (6), eine zentrale Anzeigeeinrichtung
zur Anzeige der nächsten Spulenwechselzeitpunkte der
Streck-Falschdrahtzwirnmaschinen (1-5), Signaleinrich
tungen (1E-5E) an jeder Streck-Falschdrahtzwirnmaschine
(1-5) zur Anzeige einer Nichtdurchführbarkeit des
Spulenwechsels und schaltbare Spulenwechselanzeige
einrichtungen (1F-5F, G), umfaßt, die den Zeitpunkt der
Vollbewicklung einer Spule anzeigen, wenn dies an einer
Streck-Falschdrahtzwirnmaschine (1-5) auftritt, an der
eine Nichtdurchführbarkeit des Spulenwechsels durch die
Signaleinrichtung (1E-5E) angezeigt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spulenwechsel-Signaleinrichtungen wenigstens erste
Spulenwechsel-Anzeigeeinrichtungen (1F-5F) an jeder
Streck-Falschdrahtzwirnmaschine (1-5) umfassen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spulenwechselanzeigeeinrichtungen (1F-5F, G) zweite
Spulenwechselanzeigeeinrichtungen (101G-172G) an jeder
Spindelgruppe jeder Streck-Falschdrahtzwirnmaschine (1-5)
umfassen.
Applications Claiming Priority (1)
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