DE4134559C2 - Rampe für einen Türeinstieg - Google Patents

Rampe für einen Türeinstieg

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Rampe für einen Türeinstieg, insbesondere von Personenbeförderungsmitteln, der im Oberbegriff des Hauptanspruches angegebenen Art.
Eine derartige Rampe ist z. B. der US 4,685,858 bereits als be­ kannt zu entnehmen. Dabei ist die Rampenplattform durch den Drehantrieb ihrer Gewindespindeln aus- bzw. einschiebbar. Um bei ausgeschobener Rampenplattform einen nahezu stufenfreien Über­ gang zur Türschwelle zu schaffen, ist die Rampenplattform mit­ tels einer Hubeinrichtung etwa bis auf die Höhe der Türschwel­ lenoberkante anhebbar. Hierzu ist eine Hubmechanik vorgesehen, die mittels eines Arbeitszylinders schwenkangetrieben ist.
Bei der bekannten Rampe läßt sich die Rampenplattform nicht vollständig in den Unterbringungsraum unterhalb der Türschwel­ lenstufe einschieben, sondern bildet eine der Türschwellenstufe vorgelagerte Trittstufe. Dies kann z. B. aus konstruktiven Grün­ den unerwünscht sein. Auch ist der Rampenantrieb, insbesondere aufgrund des Arbeitszylinders für den Schwenkantrieb der Hub­ mechanik, technisch relativ aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rampe der gat­ tungsgemäßen Art dahingehend weiterzuentwickeln, daß die Rampen­ plattform vollständig in den Unterbringungsraum unterhalb der Türschwellenstufe eingeschoben werden kann und eine Vereinfa­ chung des Antriebskonzepts der Rampe erreicht werden kann.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Merkmale des Hauptanspruchs.
Aus den übrigen Ansprüchen gehen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung hervor.
Aus Gründen des Bedienkomforts ist es zweckmäßig, die Rampe über einen fernansteuerbaren Stellmotor richtungsumkehrbarer Art aus- und einfahrbar zu gestalten, wozu ein über eine Schalterbetätigung ansteuerbarer Elektromotor mit automatischer Endabschaltung besonders zweckmäßig ist, da er sich durch eine große Funktionssicherheit auszeichnet.
Damit sichergestellt ist, daß die Rampe ihre ausgefahrene End­ lage auch erreicht, ist ein Endschalter vorgesehen, der auf Druck anspricht und erst in der ausgefahrenen Endlage der Rampe von einem Nocken eines der Führungshebel beaufschlagt wird.
Aus sicherheitstechnischen Gründen kann die auf die Türschwel­ lenstufe zu bewegbare Stirnfläche der Rampenplattform mit einem elastomeren Hohlkammerprofil versehen sein, das die scharfen Kanten der Rampenplattform unzugänglich macht. Die Hohlkammer ist dabei mit einem Druckwellenschalter wirkverbunden, der auf eine Druckzunahme in der Hohlkammer anspricht, und entweder ein Abschalten oder ein Umschalten des Elektromotors ansteuert. Durch diese Sicherheitseinrichtung sind somit Stoß- oder Klemmverletzungen durch die Stirnfläche der Rampenplattform weitgehend ausgeschlossen.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer zeichnerischen Darstellung näher erläutert.
In der Darstellung zeigen:
Fig. 1 eine vor einem Türausstieg ausgefahrene Rampe im Längsschnitt,
Fig. 2 einen seitlichen Teilbereich der eingefahrenen Rampe in einer Draufsicht,
Fig. 3 einen Längsschnitt eines Teilbereichs der eingefahrenen Rampe, und
Fig. 4 einen Querschnitt der Linie IV-IV in Fig. 3 ent­ sprechend.
Ein in seiner Gesamtheit nicht näher dargestellter Niederflur­ bus bekannter Art, ohne innenliegende Trittstufen im seitlichen Einstiegsbereich, ist mit einer Rampe 1 versehen, deren Ram­ penplattform 2 in ihrer eingefahrenen Nichtgebrauchsstellung in einem unterhalb des Türeinstiegs 3 unter dem Fahrzeugboden 4 befestigten Rampenkasten 5 versenkt ist und in eine Gebrauchs­ stellung ausfahrbar ist, in der die Rampenplattform 2 samt ei­ ner sie schwenklagernden Trageinrichtung ausgeschoben und die Rampenplattform 2 auf einen Gehsteig 6 od. dgl. herunterge­ klappt ist. Wie in Fig. 1 sichtbar ist, bildet die Rampen­ plattform 2 danach eine dem Türausstieg 3 vorgelagerte schiefe Ebene, deren Plattenfläche an die Außenseite der Türschwellen­ stufe anschließt.
Der Fahrzeugboden 4 umfaßt eine Unterkonstruktion aus Kasten­ trägern 4a, auf denen die Bodenplatte 4b aufliegend befestigt ist, wodurch der Boden 4 insgesamt eine erhebliche Dicke auf­ weist. Somit ergibt sich zwischen der Ausschiebeebene der Rampe 1 und der von der Oberseite der Bodenplatte 4b gebildeten Tür­ schwellenoberkante eine Türschwellenstufe nicht unerheblicher Höhe.
Um trotz dieser Türschwellenstufe einen weitgehend stufenlosen Übergang zwischen der Türschwelle und der ausgefahrenen Rampe zu ermöglichen, ist die an die Türschwellenstufe anschließende Plattenfläche der Rampenplattform 2 bis auf das Niveau der Türschwellenoberkante angehoben, wobei sich die Plattenfläche oberhalb der mitausgeschobenen Trageinrichtung befindet, also entgegengesetzt zur Ausschieberichtung der Rampenplattform 2 in die Anschlußstellung rückverschoben ist.
Damit Rückverschiebung und Hubvorgang der Rampenplattform 2 gleichzeitig erfolgen, besteht die Trageinrichtung aus zwei lenkerartigen Führungshebeln 7, mit denen die Plattform 2 be­ wegt ist. Hierzu sind die Führungshebel 7 jeweils seitlich ne­ ben der Rampenplattform 2 angeordnet und mit einem Ende an ei­ nem zugeordneten Achsbolzen 8 angelenkt, wobei die Achsbolzen 8 in zueinander entgegengesetzter Horizontalrichtung von den türschwellennahen Eckbereichen der Rampenplattform 2 seitlich auskragen. Somit sind die Führungshebel 7 in einer zu den seitlichen Stirnflächen der Rampenplattform 2 parallelen Ver­ tikalebene schwenkbeweglich. Mit ihrem anderen Ende sind die Führungshebel 7 über einen Achsbolzen 9 jeweils an einem zuge­ ordneten Transportschlitten 10 angelenkt, welcher auf einer zugeordneten Gewindespindel 11 nach Art einer Schraubenmutter gelagert ist.
Wie im Zusammenhang mit Fig. 2 zu erkennen ist, verläuft die Gewindespindel 11 in einem seitlichen Abstand zu den seitlichen Stirnflächen der Rampenplattform 2 achsparallel zur Mittel­ längsachse der Rampenplattform 2, da die nicht sichtbare Ge­ windespindel 11 bezogen auf die Mittellängsachse der Rampen­ plattform 2 spiegelsymmetrisch angeordnet ist. Beide Gewinde­ spindeln 11 erstrecken sich in einer Mittelebene des Rampenka­ stens 5 und sind mit ihren Endbereichen in am Rampenkasten 5 befestigten Lagerböcken 12 und 13 drehbar gelagert. Hinter der versenkten Rampenplattform 2 ist mittig zwischen den beiden Gewindespindeln 11 ein achsparalleler Elektromotor 14 angeord­ net, der sich auf Schalterdruck richtungsumkehrbar ansteuern läßt. Auf dem Wellenstumpf des Elektromotors 14 sind hinter­ einander zwei Zahnriemenscheiben 15 drehsicher befestigt, die jeweils zu einer drehfest mit einer der Gewindespindeln 11 verbundenen Zahnriemenscheibe 15 fluchten und über einen Zahnriemen 16 mit ihr drehgekoppelt sind. Jede Drehbewegung des Elektromotors 14 wird somit synchron auf beide Gewindespindeln 11 übertragen und in einen Axialvorschub der Transportschlitten 10 umgewandelt. Zur Drehsicherung der Transportschlitten 10 während ihres Horizontalvorschubs gleiten diese mit planparal­ lelen Umfangsflächen in einer Gleitführung 17, die aus zuein­ ander parallelen Leisten oder dgl. besteht.
Damit die Rampenplattform 2 ausreichend weit aus der Schacht­ öffnung des Rampenkastens 5 herausgefahren werden kann, ohne daß dies durch Auflaufen der Transportschlitten 10 auf die La­ gerböcke 12 verhindert würde, weisen die Transportschlitten 10 eine entsprechende seitliche Kröpfung auf.
Wie im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 zu erkennen ist, wird die Rampenplattform 2 beim Ausschiebevorgang innerhalb des Rampenkastens 5 an ihrer angelenkten Randseite von den Füh­ rungshebeln 7 geschoben und gleichzeitig getragen, wozu die nach unten gewandte Schmalseite der Führungshebel 7 abgeflacht ist und auf der Bodenplatte des Rampenkastens 5 gleitet. Diese Abflachung verläuft parallel zur Verbindungslinie zwischen den geometrischen Anlenkachsen der Führungshebel 7, wodurch der Achsbolzen 8 auf gleicher Höhe gehalten ist wie der Achsbolzen 9. Dadurch befinden sich die Führungshebel 7 während des Aus­ fahrvorgangs zunächst in einer zur Ausschieberichtung paral­ lelen Strecklage, obwohl die an die Abflachung anschließenden Endbereiche der Führungshebel 7 einen stumpfen Winkel ein­ schließen.
Damit die abgewinkelten Führungshebel 7 in einer letzten Aus­ schiebebewegungsphase selbsttätig in eine aufgerichtete Endlage hochklappbar sind, weist der hintere Endbereich der Führungs­ hebel 7 einen Steuerarm 7a auf, der etwa rechtwinklig zum End­ bereich nach oben abgewinkelt ist und sich oberhalb des Achs­ bolzens 9 schräg auf die obere Kastenplatte des Rampenkastens 5 zu erstreckt. Unmittelbar an die Schachtöffnung des Rampenka­ stens 5 angrenzend ragt von dessen oberer Kastenplatte ein An­ schlag 18 ab, an welchem der hakenförmige Steuerarm 7a, wie in Fig. 1 durch unterbrochene Linien angedeutet ist, mit Erreichen der letzten Ausschiebebewegungsphase der Führungshebel 7 auf­ läuft. In dieser Stellung sind die Führungshebel 7 etwa mit halber Länge aus dem Rampenkasten 5 ausgetreten und die Ram­ penplattform 2 hat ihre maximal ausgeschobene Zwischenstellung eingenommen, in der die vom Rampenkasten 5 freigegebene Platt­ form 2 durch ihr Eigengewicht um die Lagerachse der Achsbolzen 8 heruntergeklappt ist und mit ihrem freien Endbereich unter Längenüberdeckung auf dem Gehsteig 6 aufliegt.
Beim weiteren Axialvorschub der Transportschlitten 10 wird der zugeordnete Führungshebel 7 zwar mitgenommen, jedoch bleibt der Steuerarm 7a durch den zugeordneten Anschlag 18 blockiert, wo­ durch eine Schwenkbewegung des Führungshebels 7 um die sich quer verschiebende Achse des Achsbolzens 9 erzwungen wird, also eine Schwenkbewegung im Uhrzeigergegensinn stattfindet. Die über die Führungshebel 7 angelenkte Rampenplattform 2 wird dabei entsprechend der Bewegungsbahn des Achsbolzens 8 mitge­ nommen, also angehoben und gleichzeitig in Einschieberichtung der Rampenplattform 2 bewegt, wobei sich der Abstand zwischen der Türschwellenstufe und der gegenüberliegenden Stirnfläche der Rampenplattform 2 zunehmend verkürzt. Nach einer Hoch­ schwenkbewegung der Führungshebel 7 von ca. 90° ist die Endlage der Rampenplattform 2 erreicht, in der die geneigte Ebene der Rampenplattform 2 flächenbündig an die Türschwelle des Fahr­ zeugbodens 4 anschließt.
Damit der Elektromotor 14 mit Erreichen der Endlage der Ram­ penplattform 2 selbsttätig abgeschaltet wird, steht von einem der beiden Steuerhebel 7 auf der dem Fahrzeugboden zugewandten Schmalseite ein Steuernocken 7b ab, der mit einem auf Druck ansprechenden Endschalter 19 zusammenwirkt. Der Endschalter 19 bekannter Art ist in der Außenwand des Kastenträgers 4a ver­ senkt angeordnet und befindet sich dadurch in einer unauffäl­ ligen und weitgehend geschützten Einbaulage.
Die auf die Außenseite des Fahrzeugbodens 4 zu bewegbare Stirnfläche der Rampenplattform 2 ist mit einem geschlossenen Hohlkammerprofil 20 verkleidet, das aus Gummi besteht, wobei ein die Hohlkammer ausfüllendes Druckmedium auf einen nicht dargestellten Druckwellenschalter wirkt. Solche Druckwellen­ schalter sind z. B. aus der DE 32 13 491 C1 als gleichwirkende Sicherheitseinrichtung bekannt und daher nicht näher be­ schrieben.
Da die Gewindespindeln 11 eine selbsthemmende Gewindesteigung aufweisen, bleibt die damit automatisch fixierte Endlage der Rampenplattform 2 erhalten, bis der Elektromotor 14 im umge­ kehrten Drehrichtungssinn angesteuert wird.
Beim Einfahren der Rampenplattform 2 laufen die Bewegungen der Rampe 1 im wesentlichen umgekehrt ab wie beim Ausfahren, wes­ halb hierzu auf weitergehende Erläuterungen verzichtet wird.

Claims (4)

1. Rampe für einen Türeinstieg, insbesondere von Personenbe­ förderungsmitteln, mit einer Rampenplattform, die in ihrer Nichtgebrauchsstellung in einen unterhalb einer Türschwellen­ stufe liegenden Unterbringungsraum eingeschoben ist, aus dem sie n eine Gebrauchsstellung herausschiebbar ist, mit einer Schwenklagerung der Rampenplattform an einer mitausgeschobener, von Führungshebeln gebildeten Trageinrichtung, deren Führungs­ hebel aus einer in Ausschieberichtung verlaufenden Strecklage in eine Endlage hochklappbar sind, in der sie schwenkunbeweglich gehalten sind, mit einer Anlenkung der Führungshebel an jeweils einem zugeordneten Transportschlitten, der auf einer zugehörigen Gewindespindel läuft, wobei die Transportschlitten der Rampen­ plattform durch Drehung ihrer Gewindespindel synchron in der Ausschiebeebene angetrieben sind, und mit einer Hubeinrichtung mittels der die an die Außenseite der Türschwellenstufe an­ schließende Plattenfläche der Rampenplattform bis etwa auf die Höhe der Türschwellenoberkante anhebbar ist, wodurch sich ein wesentlichen stufenfreier Übergang zwischen Türschwelle und Ram­ penplattform ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß zur Realisierung der Hubeinrichtung die Führungshebel (7) jeweils einen abgewinkelten Steuerarm (7a) aufweisen, der mit Erreichen der letzten Ausschiebebewe­ gungsphase auf einem zugeordneten Anschlag (18) aufläuft und beim weiteren Ausschiebeantrieb des Führungshebels (7) dessen Hochklappbewegung erzwingt, wodurch die Führungshebel (7) in einer letzte Ausschiebebewegungsphase selbsttätig in ihre End­ lage hochgeklappt werden und die herausgeschobene Rampenplattform (2) entgegengesetzt zur Ausschieberichtung in die Gebrauchsstel­ lung verschoben wird.
2. Rampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportschlitten (10) der Rampe (1) elektromotorisch angetrieben sind, wobei eine selbsttätige Endabschaltung vorge­ sehen ist.
3. Rampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Führungshebel (7) ein Nocken (7b) absteht, der mit einem an der Türschwellenstufe angeordneten Endschalter (19) zu­ sammenwirkt.
4. Rampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Türschwellenstufe zu bewegbare Stirnfläche der Rampenplattform (2) mit einem Hohlkammerprofil (20) aus einem gummielastischen Werkstoff entschärft ist, dessen Hohlkammer mit einem Druckwellenschalter wirkverbunden ist.
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