DE420830C - Verfahren zur Verwertung des Kondensats des Heizdampfes von mittelbar beheizten Sulfitcellulosekochern - Google Patents

Verfahren zur Verwertung des Kondensats des Heizdampfes von mittelbar beheizten Sulfitcellulosekochern

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DE420830C
DE420830C DEK91725D DEK0091725D DE420830C DE 420830 C DE420830 C DE 420830C DE K91725 D DEK91725 D DE K91725D DE K0091725 D DEK0091725 D DE K0091725D DE 420830 C DE420830 C DE 420830C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C11/00Regeneration of pulp liquors or effluent waste waters

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  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verwertung des Kondensats des Heizdampfes von mittelbar beheizten Sulfitcellulosekochern. Bei der Herstellung vorn Sulfitcellulosen durch mittelbares Kochern von Holzsplittern wird der Inhalt des Kochers vermittels Dampfschlangen im unteren Teil des Apparates erwärmt. Um nun die Wärme aus dem entstehenden Kondensat des Heizdampfes nutzbar zu machen, hat man das Kondensat unmittelbar als Speisewasser für die Kessel angewendet. Die Dampfschlangen in den Sulfitkochern werden jedoch oft undicht, weshalb eine Verunreinigung des Kondenswasser durch die fressende Kochsäure stattfindet. Die das warme Kondensat nach dem Kesselhaus führenden Rohrleitungen wie auch die Kessel selbst werden also der Gefahr des Zerfressens ausgesetzt. Um sich gegen diese Gefahr zu schützen, sind in gewissen Men Signalvorrichtungen eingebaut worden, welche in dem Augenblick alarmieren, wo die Säure in den Kondensator eindringt, so daß letzterer rechtzeitig abgesperrt werd":i kann. Diese Arbeitsweise führt häufig dazu, daß das Kondensat nicht völlig ausgeb,eu--et wird.
  • Gemäß einem anderen bereits bekannten Verfahren ist versucht worden, die fragliche Wärme in einem Speisewasservorwärmer aus einem säurefesten Metall auszunutzen. Es hat sich erwiesen, daß diese Vorwärmer auf längere Zeit der Korrosion durch das Kondensat, welches allmählich eindringt und das Speisewasser verunreinigt, nicht widerstehen können. Diese Schwierigkeiten können nicht durch eine Neutralisation der wirksamen Sulfitsäure HS03 mit passender Base als Natronhydrat NaOH unter Bildung von Natriumsulfit überwunden werden. Die Ursache liegt darin., daß das Natriumsulfit, nachdem es in die Kessel eingedrungen ist, gespalten wird. Das Natronhydrat bleibt in den Kesseln zurück, ,aber die entstehende schweflige Säure SO.; geht mit dem Dampfe ab und bildet später wieder eine fressende Sulfitsäure H20 -j- SO#, = HM3.
  • Die vorliegende Erfindung soll die obengenannten Schwierigkeiten dadurch beseitigen, daß ein wirksamer Schutz gegen das Zerfressen der Apparate bzw. der Leitungen zur Anwendung gelangt. Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß die Sulfitsäure zur Schwefelsäure oxydiert und mit passender Base unter Bildung von neutralem Salz neutralisiert wird, welches dann in den Kesseln nicht zersetzt werden kann. Hierbei kann die Oxydation durch ein geeignetes Oxydationsmittel und die Neutralisation durch ein geeig. netes Neutralsationsmittel ausgeführt werden. Angestellte Versuche haben ergeben, daß Braunstein ein für diesen Zweck sehr geeignetes Oxydatiansmitte:l ist. Hierzu kommt; daß der Braunstein gleichzeitig eine neutralisierende Wirkung hat. Der Verlauf der Reaktion findet in folgender Weise statt: I. CaH2(S03)2-i-2Mn02 = CaH2(SO4)2 + a MnO. z. CaH2(SO4)2 -f- MnO = CaS04 + MnS04 -j- H20. Unter den Verhältnissen, welche hier in Frage kommen können, kann mit der Reaktion i leicht ein vollständiger Verlauf erzielt werden, wogegen die Reaktion 2 gewöhnlich unvollständig verläuft. Läßt man also das warme Kondensat eine oder mehrere Schichten von Braunsteinstücken durchlaufen,, so oxydiert aller vierwertiger Schwefel zu sechswertigem, und die entstandene Schwefelsäure wird fast.gänzlich zu Mangansulfat neutralisiert. Um nun das Kondensat vollständig unschädlich zu machen, ist ein Zusatz von einem kleineren QuantumNeutra_isationsmittel, wie Natronhydrat, Soda o. dgl., erforderlich. Hierfür kann - vorausgesetzt, daß die Neutralisation selbsttätig erfolgt -eine bestimmte Menge in der Zeiteinheit festgesetzt werden. 'Um Wärmeverluste zu vermeiden, wird das Kondensat am besten während der cheinischen Behandlung vor der Benutzung in einem geschlossenen Behälter und unter Druck gehalten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verwertung des Kondensats des Heizdampfes von mittelbar beheizten Sulfitoellulös@ekochern, dadurch gekennzeichnet, daß das Kondensat der Behandlung mit Braunstein unterworfen wird, um in dem Kondensat etwa befindliche Kochsäure zu oxydieren und zu neutralisieren. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Behandlung mit Braunstein zwecks vollständiger Neutralisa;ion eine Nachbehandlung mit Natronlauge, Soda oder ;ähnlichen Mitteln erfolgt. 3. Verfahren nach Anspruch i und dadurch gekennzeichnet, daß das Kondensat zwecks Vermeidung von Wärmeverlusten sich während der chemischen Behandlung in einem geschlossenen Behälter unter Druck befindet, iehe seine Wärme nutzbar gemacht wird,
DEK91725D 1923-11-27 1924-11-19 Verfahren zur Verwertung des Kondensats des Heizdampfes von mittelbar beheizten Sulfitcellulosekochern Expired DE420830C (de)

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