DE4332435C2 - Vorrichtung zum Umformen der Anordnung von rotationssymmetrischen, eine Standfläche aufweisenden Gegenständen in einem mehrreihigen Gegenstandsstrom in dichteste Formation - Google Patents
Vorrichtung zum Umformen der Anordnung von rotationssymmetrischen, eine Standfläche aufweisenden Gegenständen in einem mehrreihigen Gegenstandsstrom in dichteste FormationInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
In Förderanlagen muß oft
ein mehrreihiger Gegenstandsstrom so umgeformt werden,
daß der Gegenstandsstrom sich nach der Umformung in der für n
Reihen dichtest möglichen Formation befindet.
Bekannte, gattungsgemäße Vorrichtungen zum Umformen des Gegenstandstromes sehen
Führungselemente vor, die so angeordnet sind, daß der für den
Gegenstandsstrom innerhalb der Führungselemente zur Verfügung
stehende Raum ständig abnimmt, bis dieser dem Raum entspricht,
den ein n-reihiger Gegenstandsstrom benötigt, wenn er sich in
dichtester Formation befindet. In dieser Formation sind die
Gegenstände in mehreren nebeneinanderliegenden Reihen angeordnet,
wobei die einzelnen Reihen etwas versetzt angeordnet sind. Man
nennt diese Anordnung in der Fachsprache auch Kugelpackung.
Eine andere Vorrichtung ist aus der EP 0 249 388 A2 bekannt, bei der ein mehrreihiger
Gegenstandsstrom in eine dichteste Formation gebracht wird, indem an zwei Stellen der
Förderstrecke sich der Abstand von beidseitig des Förderers angebrachten Führungselementen
verringert.
Nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen ist dabei, daß im
Gegenstandsstrom während er verschmälert wird, ein Staudruck
entsteht.
Während der Gegenstandsstrom verschmälert wird, bilden sich
stochastisch verteilt Lücken zwischen den Gegenständen. Dies läßt
sich wie folgt erklären: Aufgrund des Staudruckes werden die
Gegenstände manchmal so aneinander gedrückt, daß
Kraftverhältnisse auftreten, die ähnlich denen sind, die in einem
aus einzelnen Steinen zusammengesetzten Mauerbogen existieren:
Mehrere Gegenstände leiten die durch den Staudruck auf sie
wirkende Kraft seitlich ab und bilden eine Art
"Bogenkonstruktion" zwischen den Führungselementen. In der
Nachbarschaft dieses "Bogens" können Lücken existieren, die nicht
mehr durch nachrückende Gegenstände aufgefüllt werden, da die
Gegenstände, welche sich neben der Lücke befinden und
prädestiniert für ein Nachrücken in die Lücke wären, innerhalb
des Bogens eine stabile Position gefunden haben.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Vorrichtung
so zu verbessern,
daß nach dem Umformen des mehrreihigen Gegenstandsstromes
stochastisch verteilte Lücken zwischen den Gegenständen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruch 1 gelöst.
Nachfolgend wird ein mögliches Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der Bezugszeichenliste und einer Zeichnung
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Förderer 1 auf dem ein Gegenstandsstrom 2
zwischen Führungselementen 3 in Förderrichtung a
transportiert wird. Der Abstand zwischen den beidseitigen
Führungselementen 3 variiert dabei im Verlauf der
Förderstrecke.
Der für den Gegenstandsstrom 2 zur Verfügung stehende Raum auf
dem Förderer 1 läßt sich in mehrere Bereiche einteilen:
In einem ersten Bereich 4 verlaufen die Führungselemente 3
parallel zueinander.
Im darauffolgenden zweiten Bereich 5 nähern sich die
Führungselemente 3 aneinander, der für den Gegenstandsstrom 2
zur Verfügung stehende Platz verringert sich, der
Gegenstandsstrom 2 verdichtet sich. Es kommt dabei zu einem
starken Staudruck, der durch den nachfolgenden
Gegenstandsstrom 2 auf die Führungselemente 3 ausgeübt wird.
Es kommt zu Verschiebungen im gesamten Gegensstandsstrom 2. In
dieser Phase können sich die oben erwähnten "Bögen" bilden.
Ein solcher Bogen ist in der Zeichnung mit dem Bezugszeichen
2a versehen. Die im Bogen wirkenden Kräfte sind in der
Detaildarstellung der Fig. 2 näher gezeigt.
Im dritten Bereich 6 vergrößert sich wieder der für den
Gegenstandsstrom zur Verfügung stehende Platz. In diesem
dritten Bereich kann sich der Gegenstandsstrom 2 auflockern,
ein Bogen etwa der Bogen 2a würde sich in diesem Bereich 6
auflösen, denn der Bogen 2a würde keine Abstützung mehr an den
Führungselementen 3 finden, da der Abstand zwischen den
Führungselementen 3 größer wird. Nach dieser Aufweitung wird
der Gegenstandsstrom 2 wird nun in relativrelativ lockerer
Formation durch den Förderer 1 transportiert. Ein Staudruck
wirkt nicht mehr.
Hier zeigt sich ein besonderer Vorteil der Vorrichtung:
Unabhängig wie groß der Staudruck im zweiten Bereich 5
ausfällt, im dritten Bereich 6 herrscht kein Staudruck mehr
und die Gegenstände werden nur noch durch die zwischen der
Oberfläche des Förderers 1 und der Stellfläche der Gegenstände
herrschenden Gleitreibung transportiert.
Nach dieser Auflockerung ist eine abermalige Verdichtung des
Gegenstandsstroms notwendig, welche im vierten Bereich 7
erfolgt. Diese Verdichtung kann nun weitgehend drucklos
erfolgen, da der Gegenstandsstrom 2 locker angefördert wird.
Die Engstelle des zweiten Bereichs 5 begrenzt zudem die Anzahl
der angeförderten Gegenstände, was eine Staubildung im vierten
Bereich 7 verhindert.
Das lockere Einlaufen der Gegenstände in den Bereich
7 zur Verdichtung erlaubt auch ein seitliches Verschieben der Gegenstände
zueinander. Ein seitliches Verschieben eines Gegenstands erfolgt
dann, wenn dieser Gegenstand auf einem anderen Gegenstand im
Gegenstandsstrom auftrifft. Die Gegenstände sind
rotationssymmetrisch und werden durch den Förderer 1 über
Gleitreibung transportiert. Wenn ein Gegenstand durch den
Förderer 1 auf einen anderen Gegenstand geschoben wird, gleiten
die Gegenstände an ihren runden Oberflächen aneinander vorbei
und voll führen somit zusätzlich zu ihrer Bewegung in Förderrichtung
eine bezogen auf die Förderrichtung seitliche Bewegung. Das
seitliche Vorbeigleiten ist jedoch nur dann gut
möglich, wenn in dieser Phase kein zusätzlicher Staudruck auf
die sich gerade seitlich verschiebenden Gegenstände wirkt. Es
erfolgt so im vierten Bereich 7 eine Verdichtung des
Gegenstandsstroms 2, ohne daß sich neue Bögen aus mehreren
Gegenständen zwischen den Führungselementen 3 aufbauen können.
Im fünften Bereich 8 verlaufen die Führungselemente 3 wieder
parallel zueinander. Im vorliegenden Beispiel ist der Abstand
der beidseitig des Gegenstandsstromes 2 angebrachten
Führungselemente 3 gerade so gewählt, daß sechs Reihen von
Gegenständen in dichtgepackter Formation dazwischen Platz
finden.
Prinzipiell sind natürlich auch Umformungen des
Gegenstandsstromes auf Formationen mit einer anderen Anzahl von
Reihen möglich, entscheidend ist hierbei, daß kein Staudruck
im vierten Bereich 7 herrscht.
Bezugszeichenliste
1 Förderer
2 Gegenstandsstrom
2a Bogen aus Gegenständen
3 Führungselement
4 erster Bereich
5 zweiter Bereich
6 dritter Bereich
7 vierter Bereich
8 fünfter Bereich
a Förderrichtung
2 Gegenstandsstrom
2a Bogen aus Gegenständen
3 Führungselement
4 erster Bereich
5 zweiter Bereich
6 dritter Bereich
7 vierter Bereich
8 fünfter Bereich
a Förderrichtung
Claims (1)
- Vorrichtung zum Umformen der Anordnung von rotationssymmetrischen, eine Standfläche aufweisenden Gegenständen in einem mehrreihigen Gegenstandsstrom (2) in dichteste Formation, mit
- - einem Förderer (1) , der mit den Standflächen der Gegenstände in Reibschluß steht und der die Gegenstände entlang einer Förderstrecke in Förderrichtung (a) transportiert,
- - mit beidseitig des Gegenstandsstromes (2) angebrachten Führungselementen(3), welche entlang der Förderstrecke den Gegenstandsstrom (2) seitlich begrenzen, wobei
- - der Abstand zwischen den Führungselementen (3) senkrecht zur Förderrichtung (a) des Förderers (1) entlang der Förderstrecke in einem ersten Bereich (4) der Förderstrecke einen vorgegebenen Betrag aufweist und gleichbleibend ist und
- - in einem anschließenden zweiten Bereich (5) der Förderstrecke gegenüber dem ersten Bereich (4) abnehmend ist,
- - dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Führungselementen (3) senkrecht zur Förderrichtung (a) des Förderer (1) in einem dritten Bereich (6) der Förderstrecke wieder gegenüber dem zweiten Bereich (5) zunehmend ist,
- - in einem vierten Bereich (7) der Förderstrecke wieder gegenüber dem dritten Bereich (6) abnehmend ist und
- - in einem fünften Bereich (8) wieder gleichbleibend ist und der maximale Abstand der beidseitig des Gegenstandsstromes (2) angeordneten Führungselemente (3) innerhalb des dritten Bereiches (6) den vorgegebenen Betrag des Abstandes der Führungselemente (3) im ersten Bereich (4) überschreitet.
Priority Applications (1)
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| DE19934332435 DE4332435C2 (de) | 1993-09-23 | 1993-09-23 | Vorrichtung zum Umformen der Anordnung von rotationssymmetrischen, eine Standfläche aufweisenden Gegenständen in einem mehrreihigen Gegenstandsstrom in dichteste Formation |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934332435 DE4332435C2 (de) | 1993-09-23 | 1993-09-23 | Vorrichtung zum Umformen der Anordnung von rotationssymmetrischen, eine Standfläche aufweisenden Gegenständen in einem mehrreihigen Gegenstandsstrom in dichteste Formation |
Publications (2)
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| DE4332435A1 DE4332435A1 (de) | 1995-03-30 |
| DE4332435C2 true DE4332435C2 (de) | 1997-12-18 |
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| DE19934332435 Expired - Fee Related DE4332435C2 (de) | 1993-09-23 | 1993-09-23 | Vorrichtung zum Umformen der Anordnung von rotationssymmetrischen, eine Standfläche aufweisenden Gegenständen in einem mehrreihigen Gegenstandsstrom in dichteste Formation |
Country Status (1)
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