DE4335862C2 - Umlenkelement zum Umlenken von Staurollenketten - Google Patents
Umlenkelement zum Umlenken von StaurollenkettenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Umlenkelement zum Umlenken von
Staurollenketten mit seitlich einer Förderrolle angeordneten
Tragrollen um 180° in einer Ebene, mit zwei benachbarten, die
Tragrollen unterstützenden Gleitflächen, die zumindest teilweise
halbkreisförmig geformt sind und an zwei gegenüberliegenden
Umfangsendpunkten tangential fortgesetzt sind, wobei die Länge
der tangential fortgesetzten Abschnitte der Gleitfläche zumindest
eine Kettenteilung beträgt und die fortgesetzten Abschnitte
an gestellfeste Führungen für die Tragrollen anschließen.
Ein Umlenkelement zum Umlenken von Staurollenketten der eingangs
genannten Art ist aus der US 4 351 637 bekannt.
Staurollenketten sind so aufgebaut, daß zwei äußere seitliche
Tragrollen von einem gemeinsamen Bolzen getragen werden, wobei
die äußeren Tragrollen über Gleitflächen laufen. Auf dem Bolzen
sitzt ferner mittig eine durchmessergrößere Förderolle. Zwischen
Tragrolle und der jeweiligen Förderrolle sind Laschen aufge
nommen, die zur Verbindung zwischen benachbarten Kettengliedern
dienen.
Insbesondere bei Transfersystemen, bei denen Staurollenketten
Einsatz finden, laufen die Ketten andauernd um, d. h. selbst
dann, wenn einzelne Träger, die vom Transfersystem bewegt werden,
nach dem Staurollenkettenprinzip angehalten werden, um bspw.
daran Manipulationen vorzunehmen.
Da bei Transfersystemen zahlreiche in sich abgeschlossene endlos
umlaufende Staurollenketten vorhanden sind, sind entsprechend
viele Umlenkstellen vorhanden, d. h. bei jeder Staurollenkette
zumindest zwei Umlenkstellen um jeweils 180°, nämlich an den
jeweiligen Endumlaufpunkten. Da, wie zuvor erwähnt, solche
Staurollenketten andauernd umlaufen, besteht ein besonderes
Bedürfnis bei diesen Ketten, eine möglichst geräuscharme
Umlenkung zu ermöglichen und zugleich die Umlenkung so zu
bewerkstelligen, daß die Ketten möglichst wenig beansprucht
werden und somit hohe Standzeiten resultieren.
Bei der eingangs genannten US 4 351 637 bestehen die Umlenk
elemente aus zwei Umlenkscheiben, um die die Ketten im Bereich
ihrer Tragrollen laufen.
Um einen möglichst schlagfreien und durchhängefreien Übergang
zwischen der geradlinigen Kettenführung und den Umlenkscheiben
zu schaffen, ist dort vorgesehen, das Ende der geradlinigen
Fürungsbahn so auszubilden, daß dies entsprechend dem Krümmungs
radius der Umlenkscheibe endseitig abgerundet ist. Dieser
abgerundete Endbereich liegt neben der eigentlichen Umlenk
scheibe, so daß in einem übergangsbereich die Tragrollen sowohl
auf dem abgerundeten Endbereich der geradlinigen Führung als
auch schon auf der Umlenkscheibe laufen. Nach einer gewissen
Strecke endet das abgerundete Ende der geradlinigen Führung,
und die Tragrollen laufen nur noch auf den beiden Umlenkscheiben
weiter. Nach dem Umlaufen des Scheitelpunktes findet der um
gekehrte Vorgang statt, d. h. die nun bereits umgelenkten
Tragrollen werden von der Umlenkscheibe auf einen entsprechend
abgerundeten Fortsatz der geradlinigen gegenüberliegenden
rücklaufenden Führung geführt, treffen auf diesen Abschnitt,
werden über einen gewissen Übergangsbereich wieder sowohl von
dem Abschnitt als auch von der Umlenkscheibe geführt, an
schließend dann nur noch von der geradlinigen Führung weiter
geführt.
Diese Maßnahmen sind zum einen technisch sehr aufwendig, eine
geräuscharme Umlenkung kann deswegen nicht erzielt werden, da
die Tragrollen, die sich zunächst ausschließlich von der gerad
linigen Führung geführt auf die Umlenkstelle zubewegen, über
ihre Breite gesehen, sowohl beim Anlaufen als auch beim Auslaufen
der Umlenkstelle zwischenzeitlich von zwei unterschiedlichen
Bauelementen, dann nur noch von einem Bauelement geführt werden,
wobei dieses unterschiedliche Führen der Tragrollen über die
jeweiligen Übergangsstellen mit Geräuschentwicklung verbunden
ist.
Aus der DE 37 17 734 A1 ist ein Umlenkelement zum Umlenken von
Ketten bekannt, bei dem im Umlenkbereich eine Führung vorgesehen
ist, die gebogen ist und stetig in eine gerade Führung übergeht,
wobei der Krümmungsradius der gebogenen Führung zur geraden
Führung hin im wesentlichen stetig zunimmt.
Die Lauffläche des Umlenkelements ist dabei im Scheitelpunkt
bereich der Umlenkung kreisförmig ausgebildet und bildet einen
Viertelkreis, an den sich beidseitig eine Krümmungslinie
entsprechend einer Kosinusfunktion anschließt, die erst nach
einer ganz bestimmten Wegstrecke einen Wendepunkt erreicht,
über den dann ein buckelfreier Anschluß an eine geradlinige
Führung möglich ist. Diese Ausgestaltung der Umfangskrümmungs
linie hat den Nachteil, daß sie geometrisch äußerst kompliziert
ausgebildet ist, so daß bei der Herstellung der entsprechenden
Umlenkelemente entsprechende Aufwendungen notwendig sind, um
den im Scheitelbereich kreisförmigen Abschnitt in die ent
sprechende Kosinusfunktion übergehen zu lassen. Ein weiterer
Nachteil besteht darin, daß gerade die Kosinusfunktion zwingend
eine bestimmte Baulänge deswegen notwendig macht, da diese
Kosinusfunktion erst nach einer bestimmten Wegstrecke den
Wendepunkt erreicht hat. Es ist daher bei Einsatz dieses
Umlenkelements zwingend notwendig, so viel Bauraum vorzusehen,
daß bei einer bestimmten Kettengröße bzw. einem bestimmten
Querabstand zwischen den beiden laufenden Trums eine solche
Baulänge zur Verfügung steht, daß genau der Wendepunkt der
Kosinusfunktion erreicht werden kann.
Aus der DE 42 08 576 A1 ist eine Umlenkvorrichtung für Ketten
förderer oder eine Rollenbahn mit Rollenketten bekannt, bei
der die Umlenkvorrichtung aus einem weitgehend abriebfesten
Werkstoff besteht, wobei diese eine zylindrische Form aufweist
und einen Durchmesser eines Mittelsteges besitzt, der kleiner
gleich 300% der Kettenteilung ist.
Aus der DE 36 19 921 A1 ist eine Transportvorrichtung bekannt,
bei der die Ketten etwa um 180° und zugleich aus einer Ebene
in eine andere Ebene umgelenkt werden. Dazu sind die Umlenk
elemente entsprechend dem Steigungswinkel aus der jeweiligen
Ebene herausgebogen.
Aus dem DE-GM 89 01 549 ist ein scheibenförmiges Umlenkelement
bekannt, das im Umlenkbereich mit einer verschleißfesten
Beschichtung versehen ist.
Aus der DE 42 30 468 A1 ist ein Förderer bekannt, bei dem
Elemente des Förderers in seitlichen U-Profilen geführt um etwa
180° umgelenkt werden.
Aus der DE 31 22 035 A1 ist ein magnetischer Rutschförderer
bekannt, bei dem seitlich geführte Elemente des Förderers in
etwa T-förmigen Profilen geführt laufen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Umlenkelement
zum Umlenken von Staurollenketten der eingangs genannten Art
dahingehend weiterzuentwickeln, daß bei einfacher Herstellung
eine geräuscharme Umlenkung möglich ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das
Umlenkelement zwei jeweils halbkreisförmige Abschnitte aufweist,
daß die beiden Abschnitte mittels eines im Bereich der fortge
setzten Abschnitte angeordneten Steges verbunden sind, daß das
Umlenkelement an seinem hinteren Ende in Kettenlaufrichtung
planeben ausgebildet ist, daß das Umlenkelement aus einem
laufruhigen Material hergestellt ist und daß im Umlenkelement
Mittel zur Montage an die Führungen vorgesehen sind.
Aus der Maßnahme, daß die beiden Abschnitte mittels eines im
Bereich der fortgesetzten Abschnitte angeordneten Steges
verbunden sind, resultiert der Vorteil, daß ein sehr material
sparendes, dennoch mechanisch stabiles Umlenkelement geschaffen
ist, um die beiden seitlichen, bei Staurollenketten vorhandenen
Tragrollen zu führen, wobei dann entsprechend der Breite der
Tragrollen entsprechende Gleitflächen zur Verfügung gestellt
werden. Derartige Elemente sind einstückig herstellbar, bei
spielsweise als Spritzgußteil, und weisen durch die Ausbildung
als einstückiges Bauelement aus einheitlichem Material neben
den hervorragenden mechanischen Eigenschaften auch sehr geräusch
arme Eigenschaften beim Laufen der Laufrollen über die Gleit
flächen auf.
Durch die Maßnahme, ein laufruhiges Material auszuwählen, kann
die Geräuschentwicklung noch weiter herabgesetzt werden.
Die Maßnahme, daß das Umlenkelement an seinem hinteren Ende
in Kettenlaufrichtung planeben ausgebildet ist, trägt weiter
zur Geräuschminderung bei, d. h. die notwendige Übergangsstelle
zwischen Kettenführung und Umlenkelement ist so ausgestaltet,
daß ein nahezu nahtloses, somit geräuscharmes Überlaufen durch
die darübergleitende Kette möglich ist.
Dadurch, daß im Umlenkelement Mittel zur Montage an die Führungen
vorgesehen sind, wird der Vorteil erzielt, daß die Gleitflächen
optimal laufruhig endbearbeitet werden können, und daß diese
Laufflächen bei der Montage nicht beeinträchtigt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines ausgewählten
Ausführungsbeispieles in Zusammenhang mit den beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Umlenk
elementes;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Umlenkelement von Fig. 1;
Fig. 3 eine stirnseitige Ansicht des Umlenkelementes von
Fig. 1, wobei auf dessen Oberseite ein Element einer
Staurollenkette aufliegend dargestellt ist;
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3, wobei
das Umlenkelement an eine Führung für die Staurollen
kette angebracht dargestellt ist.
Ein in den Fig. 1 bis 4 dargestelltes Umlenkelement ist in seiner
Gesamtheit mit der Bezugsziffer 10 versehen.
Das Umlenkelement 10 weist, wie insbesondere aus Fig. 2 zu
entnehmen ist, zwei parallel zueinander verlaufende Gleitflächen
12 und 14 auf.
Jede Gleitfläche 12 bzw. 14 weist einen etwa halbkreisförmigen
Abschnitt 16 bzw. 18 auf.
In der Darstellung von Fig. 1 ist die Kontur der Gleitfläche
12 zu ersehen, deren halbkreisförmiger Abschnitt 16 durch zwei
Umfangsendpunkte 20 bzw. 22 begrenzt wird. In Fig. 1 ist der
entsprechende Umfangskreis 21 in gestrichelter Linie angedeutet.
Der halbkreisförmige Abschnitt 16 ist, ausgehend vom Umfangsend
punkt 20, entgegengesetzt einer Laufrichtung 24 einer noch später
zu erläuternden, umzulenkenden Staurollenkette, in einem
Abschnitt 26 linear fortgesetzt.
Der fortgesetzte Abschnitt 26 verläuft tangential vom Umfangsend
punkt 20 aus gesehen.
An der gegenüberliegenden, in der Darstellung von Fig. 1 unteren
Seite, ist die Gleitfläche 12, ausgehend vom Umfangsendpunkt
20, in einem Abschnitt 28 fortgesetzt.
Beide Abschnitte 26 und 28 sind gleich lang, enden somit auf
Höhe eines hinteren Endes 51.
Die in Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebene Ausgestaltung der
Gleitfläche 12, also halbkreisförmiger Abschnitt 16 mit daran
anschließenden tangential fortgesetzten Abschnitten 26 und 28
ist gleichermaßen bei der Gleitfläche 14 vorhanden, die deckungs
gleich, in der Darstellung von Fig. 1, hinter der Gleitfläche
12 liegt.
Aus der Darstellung von Fig. 2 ist zu entnehmen, daß die beiden
Gleitflächen 12, 14, quer zur Laufrichtung 24 gesehen, über
einen Steg 30 verbunden sind.
Im Steg 30 ist ein Mittel 32 in Form einer durchgehenden
Bohrung vorgesehen, um das Umlenkelement 10 mit
einem stirnseitigen Ende einer Führung 52 zu verbinden, wie
dies in Fig. 4 angedeutet ist.
Dazu ist, wie aus Fig. 4 zu entnehmen, das hintere Ende 51 des
Umlenkelementes 10 so ausgestaltet, daß es genau die Höhe der
Führung 52 aufweist, so daß beispielsweise dessen obere Gleit
fläche 53 planeben in die Gleitfläche 12 bzw. 14 bzw. des
jeweiligen fortgesetzten Abschnittes 26 und 28 übergeht.
Das in den Fig. dargestellte Umlenkelement 10 ist aus einem
schlagzähen Polyamid hergestellt und dient zur Umlenkung einer
Staurollenkette 34.
Eine derartige an sich bekannte Staurollenkette 34 weist zwei
seitlich voneinander beabstandete, von einen gemeinsamen Bolzen
36 getragene Tragrollen 38 und 40 auf, die dazu vorgesehen sind,
über die Gleitflächen 12 und 14 zu laufen. Auf dem Bolzen 36
sitzt ferner mittig eine durchmessergrößere Förderrolle 42.
Zwischen Tragrolle 38 und Förderrolle 42 einerseits sowie
zwischen Tragrolle 40 und Förderrolle 42 andererseits sind
Laschen 44 bzw. 46 aufgenommen, die zur Verbindung mit den
benachbarten Kettengliedern dienen.
In Fig. 4 sind der Übersicht halber diese Laschen 44 und 46
nicht dargestellt.
Aus der Darstellung von Fig. 4 ist ferner zu entnehmen, daß,
in Kettenlaufrichtung 24 vor und hinter der Förderrolle 42
lediglich Tragrollen 48 bzw. 50 vorgesehen, so daß nur auf jedem
zweiten Bolzen 36 eine Förderrolle 42 sitzt.
Der Abstand zweier benachbarter Bolzen 36, die Tragrollen 48 und
38 tragen, bestimmen die Kettenteilung T.
Aus Fig. 4 ist zu entnehmen, daß der untere Umfangspunkt der
Tragrolle 48 gerade den äußeren Umfangsendpunkt 20 des halb
kreisförmigen Abschnittes 16 erreicht hat.
Der fortgesetzte Abschnitt 26 weist eine solche Länge auf, daß
auch die Tragrolle 38 bereits auf diesem Abschnitt aufgenommen
ist. Somit läuft immer zumindest schon eine Tragrolle 38 auf
dem fortgesetzten Abschnitt 26, bevor diese den halbkreisförmigen
Abschnitt 16 erreicht. Dadurch ist ein geräuscharmes und sanftes
Heranführen der Staurollenkette 34 an die Umlenkstelle möglich.
Aus Fig. 4 ist ferner zu entnehmen, daß der Übergang zwischen
Ende 51 des Umlenkelementes 10 und der Führung 52 planeben ausge
führt ist, so daß auch das Überlaufen dieser Verbindungsstelle
äußerst geräuscharm erfolgt.
Um eine besonders gute und geräuscharme Führung des unteren
Trums zu erreichen, kann zusätzlich noch eine Führung der unteren
Seite der Kette vorgesehen sein.
Dazu ist eine zusätzliche Führungsschiene 64 vorgesehen, die
etwa im Abstand eines Durchmessers eines Bolzens 36 von der
durch den fortgesetzten Abschnitt 28 bestimmten Lauffläche
angeordnet ist.
Claims (3)
1. Umlenkelement zum Umlenken von Staurollenketten (34) mit
seitlich einer Förderrolle (42) angeordneten Tragrollen
(38, 40) um 180° in einer Ebene, mit zwei benachbarten,
die Tragrollen (38, 40) unterstützenden Gleitflächen (12,
14), die zumindest teilweise halbkreisförmig geformt sind
und an zwei gegenüberliegenden Umfangsendpunkten (20, 22)
tangential fortgesetzt sind, wobei die Länge der tangential
fortgesetzten Abschnitte (26, 28) der Gleitfläche (12,
14) zumindest eine Kettenteilung (T) beträgt und die
fortgesetzten Abschnitte (26, 28) an gestellfeste Führungen
(52) für die Tragrollen (38, 40) anschließen, dadurch
gekennzeichnet, daß das Umlenkelement (10) zwei jeweils
halbkreisförmige Abschnitte (16, 18) aufweist, daß die
beiden Abschnitte (16, 18) mittels eines im Bereich der
fortgesetzten Abschnitte (26, 28) angeordneten Steges (30)
verbunden sind, daß das Umlenkelement (10) an seinem
hinteren Ende (51) in Kettenlaufrichtung (24) planeben
ausgebildet ist, daß das Umlenkelement (10) aus einem
laufruhigen Material hergestellt ist und daß im Umlenk
element (10) Mittel (32) zur Montage an die Führungen (52)
vorgesehen sind.
2. Umlenkelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es aus Kunststoff hergestellt ist.
3. Umlenkelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß es aus Polyamid hergestellt ist.
Priority Applications (1)
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