DE4342012A1 - Cholesterinoxidase aus Brevibacterium sterolicum - Google Patents
Cholesterinoxidase aus Brevibacterium sterolicumInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Cholesterinoxidase aus Brevibac
terium sterolicum, ein Verfahren zur Herstellung einer rekom
binanten Cholesterinoxidase aus Brevibacterium sterolicum,
eine für dieses Verfahren geeignete DNA-Sequenz, welche eine
zytoplasmatische Expression der rekombinanten Cholesterinoxi
dase im Wirtsbakterium bewirkt, sowie die so erhältliche
rekombinante Cholesterinoxidase.
Für die enzymatische Bestimmung von Cholesterin ist die
Cholesterinoxidase von großer Bedeutung. Sie katalysiert die
Oxidation von Cholesterin zu Cholesten-3-on und H₂O₂. Cho
lesterinoxidase aus verschiedenen Organismen wie Pseudomonas,
Mycobacterium, Nocardia, Arthrobacter und Brevibacterium sind
bereits beschrieben worden (T. Uwajima et al., Agr. Biol.
Chem. 37 (1973), 2345-2350). Alle diese bekannten Choleste
rinoxidasen sind sezernierte Proteine. Das Bodenbakterium
Brevibacterium sterolicum KY 3643 (ATCC 21387) zeigt eine
besonders hohe Aktivität der Cholesterinoxidase. Aus diesem
Bakterium sind drei Isoenzyme der Cholesterinoxidase bekannt,
die sich in ihrem isoelektrischen Punkt, der Substratspezifi
tät gegenüber verschiedenen Steroiden, der Affinität gegen
über Cholesterin im pH-Optimum und der DNA bzw. Aminosäure
sequenz unterscheiden (EP-A 0 452 112 und EP-A 560 983). Die
Cholesterinoxidase 1 aus Brevibacterium sterolicum zeigt eine
geringe Affinität zu Cholesterin (KM 1,1 × 10-3 mol/l) und
ist aus Brevibacterium sterolicum nur in geringer Ausbeute
erhältlich. Die Expression einer kompletten für die Chole
sterinoxidase 1 kodierenden DNA in E. coli wurde bereits
versucht, ist jedoch bislang nicht gelungen (K. Fujishiro et
al., Biochem. Biophys. Res. Com. 172 (1990), 721-727, T.
Ohta et al., Gene 103 (1991), 93-96). Auch die Expression
spezieller Deletionsmutanten der für die Cholesterinoxidase I
kodierenden DNA, welche mit Teilen des lac z Gens fusioniert
wurden, führte zu keiner befriedigenden Expression in E. coli
(T. Ohta et al., Biosci. Biotech. Biochem. 56 (1992),
1786-1791). In der EP-A 0 452 112 wird die Klonierung und Expres
sion von weiteren Cholesterinoxidasen aus Brevibacterium
sterolicum beschrieben. Die Expression dieser DNAs führt
jedoch ebenfalls nicht zu einer ausreichenden Menge an akti
ver Cholesterinoxidase.
Aufgabe der Erfindung war es, eine Cholesterinoxidase mit
hoher Affinität zu Cholesterin in großen Mengen und in akti
ver Form zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Cholesterinoxidase,
welche die in SEQ ID NO 2 gezeigte Aminosäuresequenz auf
weist. Diese Cholesterinoxidase ist aus Brevibacterium stero
licum erhältlich oder auch rekombinant herstellbar.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß eine derartige
Cholesterinoxidase rekombinant in großer Menge und in aktiver
Form hergestellt werden kann. Diese Cholesterinoxidase weist
ein Molekulargewicht von 60 kD, einen isoelektrischen Punkt
von ca. 5,5 (jeweils gemessen im Phast-System, Pharmacia-LKB)
sowie einen KM-Wert für Cholesterin von 1 × 10-4 mol/l (in
0,5 mol/l Kaliumphosphatpuffer pH 7,5 bei 25°C) auf und ist
in einem pH-Bereich von 5,5 bis 8,0 wirksam.
Es hat sich gezeigt, daß diese Cholesterinoxidase in großer
Menge in aktiver Form erhalten werden kann, wenn für eine
heterologe Expression eine DNA verwendet wird, welche für ein
Peptid mit Cholesterinoxidase-Aktivität kodiert und ausge
wählt ist aus der Gruppe
- a) der in SEQ ID NO 1 gezeigten DNA-Sequenz oder der dazu komplementären DNA-Sequenz,
- b) DNA-Sequenzen, die mit der in SEQ ID NO 1 gezeigten DNA- Sequenz oder Fragmenten dieser DNA-Sequenz hybridisieren,
- c) DNA-Sequenzen, die ohne die Degeneration des genetischen Codes mit den in a) oder b) definierten Sequenzen hybridisie ren würden und für ein Polypeptid mit derselben Aminosäure sequenz kodieren,
wobei diese DNA eine der in SEQ ID NO 3, 4 und/oder 5 gezeig
ten Sequenzen aufweist. Vorzugsweise wird eine DNA verwendet,
welche die in SEQ ID NO 1 gezeigte Sequenz aufweist. In dem
Fachmann geläufiger Weise können jedoch degenerierte Codons
durch andere Codons, welche für die gleiche Aminosäure kodie
ren, ersetzt werden. Weiterhin können für zusätzliche Amino
säuren kodierende Codons am 5′-Ende, am 3′-Ende oder auch
innerhalb der in SEQ ID NO 1 gezeigten Sequenz eingefügt
werden, solange die so erhaltenen DNA-Varianten mit der in
SEQ ID NO 1 gezeigten DNA-Sequenz unter üblichen Bedingungen
(siehe T. Maniatis et al., Molecular Cloning, A Laboratory
Manual, Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor,
New York 1989) hybridisieren. Zusätzlich soll die verwendete
DNA eine der in SEQ ID NO 3, 4 und/oder 5 gezeigten DNA-
Sequenzen aufweisen und für ein Peptid mit Cholesterin
oxidase-Aktivität kodieren. Unter einem Peptid mit Choleste
rinoxidase-Aktivität ist ein solches Peptid zu verstehen,
welches die Oxidation von Cholesterin (5-Cholesten-3-β-ol) zu
4-Cholesten-3-on und H₂O₂ katalysiert.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher eine DNA,
welche für ein Peptid mit Cholesterinoxidase-Aktivität
kodiert und ausgewählt ist aus der Gruppe
- a) der in SEQ ID NO 1 gezeigten DNA-Sequenz oder der dazu komplementären DNA-Sequenz,
- b) DNA-Sequenzen, die mit der in SEQ ID NO 1 gezeigten DNA- Sequenz oder Fragmenten dieser DNA-Sequenz hybridisieren,
- c) DNA-Sequenzen, die ohne die Degeneration des genetischen Codes mit den in a) oder b) definierten Sequenzen hybridisie ren würden und für ein Polypeptid mit derselben Aminosäure sequenz kodieren, wobei diese DNA eine der in SEQ ID NO 3, 4 und/oder 5 gezeig ten Sequenzen aufweist.
Mit einer solchen DNA kann eine mindestens 10fach höhere
Aktivität der rekombinant hergestellten Cholesterinoxidase im
Rohextrakt erhalten werden als mit den bislang beschriebenen
Verfahren und Cholesterinoxidasen.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
Herstellung einer rekombinanten Cholesterinoxidase durch
Transformation einer geeigneten Wirtszelle mit einer erfin
dungsgemäßen DNA, welche in einem geeigneten Expressions
system vorliegt, Kultivierung der transformierten Wirtszellen
und Isolierung der gebildeten Cholesterinoxidase aus dem
Zytoplasma der transformierten Zellen.
Mit diesem Verfahren ist es überraschenderweise möglich,
eine rekombinante Cholesterinoxidase in großer Menge und
aktiver Form aus dem Zytoplasma der transformierten Wirts
zelle zu erhalten. Dabei kann die verwendete DNA am 5′-Ende
eine zusätzliche Nukleotidsequenz enthalten, die ein Trans
lations-Startcodon, jedoch kein Stopcodon aufweist, wobei
diese zusätzliche Nukleotidsequenz nicht zu einer Leseraster
verschiebung führt und keine für die Sekretion des gebildeten
rekombinanten Enzyms funktionell aktive Signalsequenz dar
stellt. Die Länge dieser Nukleotidsequenz beträgt etwa 3 bis
90 Basenpaare.
Vorzugsweise weist die zusätzliche Nukleotidsequenz eine der
in den Sequenzprotokollen 6, 8, 10, 12, 14 und 16 gezeigten
Sequenzen anstelle der nativen Signalsequenz auf.
Ein bevorzugter Gegenstand der Erfindung ist daher ein Ver
fahren zur Herstellung einer rekombinanten Cholesterinoxida
se, wobei eine erfindungsgemäße DNA verwendet wird, welche am
5′-Ende eine der in SEQ ID NO 6, 8, 10, 12, 14 oder 16
gezeigten Sequenzen aufweist.
Die Transformation der für die rekombinante Herstellung
verwendeten Wirtszellen erfolgt nach bekannten Verfahren
(siehe z. B. Sambrook, Fritsch und Maniatis, "Molecular
Cloning, A Laboratory Manual", Cold Spring Harbor Laboratory
Press, Cold Spring Harbor 1989). Die transformierten Wirts
zellen werden dann unter Bedingungen kultiviert, die eine
Expression des Cholesterinoxidase-Gens erlauben. Je nach dem
verwendeten Expressionsvektor ist hierfür in bekannter Weise
gegebenenfalls die Zugabe eines Induktors (z. B. Lactose oder
Isopropyl-β-D-thiogalactopyranosid (IPTG)) zum Kulturmedium,
eine Temperaturerhöhung oder eine limitierte Glucosezufuhr
zweckmäßig. Die Isolierung der rekombinanten Cholesterinoxi
dase aus dem Zytoplasma der transformierten Zellen erfolgt
dann nach bekannten Verfahren.
Mit diesem Verfahren ist es möglich, die erfindungsgemäße
Cholesterinoxidase als rekombinantes Enzym in einer Ausbeute
von 8-20 U/ml zu erhalten. Die Expression des vollständigen
Cholesterinoxidase-Gens, welches die Signalsequenz enthält,
ergibt dagegen lediglich eine Ausbeute von unter 0,1 U/ml.
Ein bevorzugter Gegenstand der Erfindung ist eine erfindungs
gemäße, für ein Peptid mit Cholesterinoxidase-Aktivität
kodierende DNA, welche am 5′-Ende eine der in SEQ ID NO 6, 8,
10, 12, 14 und 16 gezeigten Sequenzen aufweist. Besonders
bevorzugt sind die in den Sequenzprotokollen 18, 20, 22, 24,
26 und 28 gezeigten Sequenzen. Vorzugsweise liegen diese
erfindungsgemäßen DNA-Sequenzen in einem Expressionsvektor
kloniert vor. Mit Hilfe dieser DNA kann die erfindungsgemäße
Cholesterinoxidase in beliebigen Mengen in den für die rekom
binante Herstellung von Proteinen üblicherweise verwendeten
Bakterien gewonnen werden. Vorzugsweise erfolgt die Expres
sion in E. coli.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher eine rekombi
nante Cholesterinoxidase, welche von einer erfindungsgemäßen
DNA kodiert wird und am N-terminalen Ende eine der in SEQ ID
NO 7, 9, 11, 13, 15 oder 17 gezeigten Aminosäuresequenzen
aufweist.
Diese rekombinante Cholesterinoxidase ist für einen enzymati
schen Test zur Bestimmung von Cholesterin ebenso geeignet wie
die übrigen aus dem Stand der Technik bekannten Cholesterin
oxidasen. Falls erforderlich können in dem Fachmann geläufi
ger Weise durch in-vitro-Mutagenese zwischen diesen N-
terminalen Sequenzen und der Aminosäuresequenz der reifen
Cholesterinoxidase Erkennungssequenzen für spezifische
Proteasen wie z. B. der IgA-Protease, der Enterokinase oder
des Faktors Xa integriert werden, so daß auch nach der zyto
plasmatischen Expression der um diese N-terminalen Sequenzen
verlängerten Cholesterinoxidase eine Abspaltung solcher
anfusionierter N-terminaler Sequenzen möglich ist.
Ein bevorzugter Gegenstand der Erfindung ist eine rekombi
nante Cholesterinoxidase, welche die in SEQ ID NO 21, 23, 25,
27 oder 29 gezeigte Aminosäuresequenz aufweist, sowie die
Verwendung einer solchen rekombinanten Cholesterinoxidase in
einem enzymatischen Test zum Nachweis von Cholesterin. Dabei
wird vorzugsweise das in der Cholesterinoxidasereaktion
gebildete H₂O₂ in einer nachgeschalteten Indikatorreaktion
als Maß für das in der Probe vorhandene Cholesterin bestimmt.
Die in den Beispielen genannten Plasmide pUC-Chol-B2-BB (DSM
8274), pmgl-SphI (DSM 8272) und pfl-20AT1-SD (DSM 8273)
wurden am 05.05.1993 bei der Deutschen Sammlung für Zellkul
turen und Mikroorganismen GmbH, Mascheroder Weg Ib, D - 3300
Braunschweig hinterlegt.
Die Anmeldung wird durch die folgenden Beispiele in Verbin
dungen mit den Sequenzprotokollen und Figuren näher erläu
tert:
| SEQ ID NO 1 | |
| zeigt die Nukleinsäuresequenz der erfindungsgemäßen Cholesterinoxidase. | |
| SEQ ID NO 2 | zeigt die Aminosäuresequenz der erfindungsgemäßen Cholesterinoxidase. |
| SEQ ID NO 3-5 | zeigen Nukleotidsequenzen aus erfindungsgemäßen, für ein Peptid mit Cholesterinoxidase-Aktivität kodierenden DNA′s. |
| SEQ ID NO 6-17 | zeigen die N-terminalen Sequenzen der erfindungsgemäßen rekombinanten Cholesterinoxidasegene (SEQ ID NO 6, 8, 10, 12, 4 und 16) bzw. der dazugehörigen N-terminalen Aminosäuresequenzen (SEQ ID NO 7, 9, 11, 13, 15 und 17). |
| SEQ ID NO 18-29 | zeigen die Nukleinsäuresequenzen und dazugehörigen Aminosäuresequenzen von erfindungsgemäßen rekombinanten Cholesterinoxidasen. |
Dabei bedeuten:
| SEQ ID NO 30-33 | |
| zeigen vier Oligonukleotide für die Amplifikation eines Fragments des erfindungsgemäßen Cholesterinoxidase-Gens. | |
| SEQ ID NO 34 | zeigt die Sequenz eines Adapteroligonukleotids für die in vitro-Mutagenese des Cholesterinoxidase-Gens gemäß Beispiel 5. |
Fig. 1 zeigt das Plasmid pUC-Chol-B2-BB.
Fig. 2 zeigt das Plasmid plac-Chol-cyt.
Fig. 3 zeigt das Plasmid ppfl-Chol-cyt.
Fig. 4 zeigt das Plasmid ppfl-MSN3H-Chol-cyt.
Brevibacterium sterolicum (BMTU 2407) wird in 500 ml
nutrient broth" (Difco) 20 h bei 30°C angezüchtet. Die
Zellen werden durch Zentrifugation geerntet. Die so gewonnene
Zellmasse wird in 20 mmol/l Tris/HCl pH 8,0 zu 0,4 g Zell-
Naßgewicht/ml resuspendiert. 2,5 ml dieser Suspension werden
mit 5 ml 24% (w/v) Polyethylenglycol 6000, 2,5 ml 20 mmol/l
Tris/HCl pH 8,0 und 10 mg Lysozym versetzt und 14 h bei 4°C
inkubiert. Dann erfolgt die Lyse der Zellen durch Zugabe von
1 ml 20% (w/v) SDS und 2 mg Protease K und Inkubation für
1 h bei 37°C. Diese Lösung wird mit dem gleichen Volumen
20 mmol/l Tris/HCl pH 8,0 versetzt und dann pro ml 1 g CsCl
sowie 0,8 mg Ethidiumbromid zugegeben. Diese Lösung wird
durch Ultrazentrifugation 24 h bei 40.000 Upm in einem TV850
Vertikal-Rotor (DuPont) aufgetrennt. Die DNA-Bande wird dann
mit einer Injektionsspritze abgezogen. Die Entfernung des
Ethidiumbromids und Ethanol-Fällung der DNA erfolgt wie bei
Sambrook et al., Molecular Cloning, A Laboratory Manual
(1989) beschrieben.
7 µg der so gewonnenen DNA werden partiell mit der Restrik
tionsendonuklease NlaIII (New England Biolab) geschnitten,
auf einem 0,8% Agarosegel elektrophoretisch aufgetrennt und
ein Größenbereich von ca. 2-12 kb ausgeschnitten. Die DNA-
Fragmente werden aus dem Gel isoliert, mit SphI geschnitten
und anschließend in einen mit alkalischer Phosphatase aus
Kälberdarm behandelten Plasmidvektor pUC19 ligiert. Dieser
Ligationsansatz wird in kompetente E. coli K12 XL1-blue
(Stratagene, Katalog-Nr. 200268) transformiert. Die transfor
mierten Zellen werden auf Agarplatten mit LB-Medium, das 100 µg/ml
Ampicillin enthält, ausplattiert und über Nacht bei
37°C inkubiert. Die hochgewachsenen Kolonien werden auf
Nitrocellulosefilter (Schleicher und Schüll) übertragen,
durch Behandlung mit Toluol/Chloroform-Dampf lysiert und die
Filter mit der Kolonieseite auf Indikatorplatten (s. u.)
übertragen. Auf diesen Indikatorplatten erfolgt der Nachweis
auf eine Cholesterinoxidase-Aktivität durch 15- bis 30-minü
tige Inkubation bei Raumtemperatur.
Klone, die eine Farbreaktion zeigen, werden ausgewählt und
isoliert. Zur Kontrolle werden diese E. coli-Klone auf einer
Agarplatte mit LB-Medium, das 100 µg/ml Ampicillin enthält,
ausgestrichen, über Nacht bei 37°C inkubiert, die angewachse
nen Kolonien zur Verifizierung nochmals auf zwei verschiedene
Nitrozellulosefilter transferiert und wie oben beschrieben
mit Toluol/Chloroformdampf aufgeschlossen. Ein Filter wird
wieder auf eine der oben beschriebenen Indikatorplatten
aufgelegt, der andere Filter auf eine Indikatorplatte ohne
Cholesterin. Eine positive Farbreaktion zeigt sich nur auf
den kompletten Indikatorplatten mit dem Substrat Cholesterin.
Damit wird nachgewiesen, daß die durch den entsprechenden
E. coli-Klon hervorgerufene Farbreaktion tatsächlich durch
aktive Cholesterinoxidase verursacht wird.
Für den Plattentest zur Bestimmung von Cholesterinoxidase-
Aktivität werden 100 ml 2%ige low-melting-point-Agarose (Sea
Plaque BIOzym 50113) aufgeschmolzen und bei einer Temperatur
von 42°C eine vorgewärmte Lösung von:
- - 48 mg 4-Aminoantipyrin (Boehringer Mannheim GmbH, Katalog-Nr. 073474)
- - 306 mg EST (N-Ethyl-N-sulfoethyl-3-methylanilinkalium salz (Boehringer Mannheim GmbH, Katalog-Nr. 586854))
- - 2,5 mg Meerrettichperoxidase Reinheitsgrad II (ca. 260 U/mg (Boehringer Mannheim GmbH, Katalog-Nr. 005096))
- - 60 µl Natriumazidlösung (20%ig)
- - 10 ml 1 mol/l Kaliumphosphat pH 7,2
- - 150 mg Cholsäurenatriumsalz (Merck, Katalog-Nr. 12448)
- - 10 ml Cholesterinsubstratlösung (s. u.)
- - H₂O ad 100 ml
zu der aufgeschmolzenen Agarose gegeben, vorsichtig gemischt,
jeweils 10 ml in Petrischalen gegossen und zur Aufbewahrung
dunkel gehalten.
500 mg Cholesterin (Boehringer Mannheim GmbH, Katalog-Nr.
121312) werden in 12,5 ml 1-Propanol (Merck, Katalog-Nr. 997)
gelöst, nach Zugabe von 10 g Thesit (Boehringer Mannheim
GmbH, Katalog-Nr. 006190) gut gemischt und H₂O ad 100 ml
zugegeben. Die Substratlösung kann bei Raumtemperatur mehrere
Monate aufbewahrt werden.
Das Plasmid eines gemäß Beispiel 1 erhaltenen Klons
(pUC-Chol-B2) wird nach Standardmethoden isoliert und einer
Restriktionskartierung mit den Restriktionsendonukleasen
BamHI, EcoRI, KpnI, XhoI, PstI unterzogen. Es zeigt sich, daß
ein DNA-Fragment aus dem Genom von Brevibacterium in der
Größe von ca. 5,5 kb in dem Plasmid pUC-Chol-B2 insertiert
ist. Durch Subklonierung verschiedener Teilfragmente dieses
5,5 kb-Stückes und anschließender Bestimmung der Cholesterin
oxidase-Aktivität der erhaltenen E. coli-Klone kann das
Cholesterinoxidase-Gen auf ein BamHI-Fragment von 2,3 kb-
Größe eingeengt werden. Das Plasmid mit diesem Fragment wird
pUC-Chol-B2-BB genannt (Fig. 1). Die DNA-Sequenz dieses
Fragmentes wird bestimmt und auf einem Leseraster, das für
Cholesterinoxidase kodiert, hin untersucht. Die Sequenz
dieses Leserahmens für die reife Cholesterinoxidase ist in
SEQ ID NO 1 wiedergegeben.
Ein Vergleich der N-terminalen Aminosäuresequenz von Chole
sterinoxidase, die aus Brevibacterium isoliert wurde, mit dem
gesamten für Cholesterinoxidase kodierenden Leseraster von
pUC-Chol-B2-BB zeigt, daß im reifen Protein die ersten 52
kodierten Aminosäuren der Gensequenz fehlen. Diese 52 Amino
säuren zeigen die Struktur einer typischen Exportsignal
sequenz gram-positiver Prokaryonten (von Heÿne, Biochim.
Biophys. Acta 947 (1988), 307-333). Für die Konstruktion
von rekombinanten Cholesterinoxidase-Genen, bei denen diese
Signalsequenz gegen andere Sequenzen ersetzt ist, wird
zunächst ein 387 bp großes DNA-Fragment aus dem Plasmid pUC-
Chol-B2-BB unter Verwendung der in SEQ ID NO 30 und 31
gezeigten Oligonukleotide mittels PCR amplifiziert. Dieses
Fragment enthält den für den N-terminalen Teil der reifen
Oxidase kodierenden Bereich mit einer neuen SphI-Schnittstel
le direkt vor dem N-Terminus der Aminosäuresequenz des reifen
Enzyms. Dieses PCR-Fragment wird mit SphI und PstI gespalten
und zusammen mit einem PstI EcoRI-Fragment aus pUC-Chol-B2-
BB, das den restlichen Anteil des Cholesterinoxidase-Gens
enthält, in den mit SphI und EcoRI gespaltenen Expressions
vektor pmglSphI ligiert und so der Vektor pmgl-Chol-SB erhal
ten. In diesem Vektor enthält das Cholesterinoxidase-Gen eine
in E. coli funktionelle Signalsequenz aus Salmonella typhi
murium (beschrieben in WO 88/093773).
Aus dem Plasmid pmgl-Chol-SB wird durch Behandlung mit den
Restriktionsendonukleasen SphI und BamHI ein DNA-Fragment von
ca. 1,85 kb Größe herausgeschnitten, das den gesamten Anteil
der kodierenden Sequenz der reifen Cholesterinoxidase, aber
nicht die für das Signal-Peptid kodierende Sequenz enthält.
Dieses Fragment wird in den vorher mit SphI und BamHI
geschnittenen Plasmidvektor pUC19 eingesetzt. In dem so
erhaltenen Plasmid plac-Chol-cyt liegt das Cholesterin
oxidase-Gen im korrekten Leseraster an die ersten zehn Codons
des lacZ′-Gens aus pUC19 anfusioniert vor und liegt unter der
Kontrolle des lacUV5-Promotors (Fig. 2).
Durch PCR-Technik wird aus dem Plasmid plac_Chol_cyt unter
Verwendung der in SEQ ID NO 32 und 33 dargestellten Oligo
nukleotide ein DNA-Fragment von 432 bp Größe erzeugt, das vor
dem ATG-Startcodon eine ClaI-Schnittstelle enthält. Dieses
PCR-Fragment wird mit ClaI und PstI geschnitten. Durch
Behandlung mit den Restriktionsendonukleasen PstI und BamHI
wird aus dem Plasmid plac-Chol-cyt weiterhin ein Fragment mit
dem restlichen C-terminalen Anteil des Cholesterinoxidase-
Gens herausgeschnitten. Beide Fragmente werden simultan in
den mit BamHI und ClaI gespaltenen Expressionsvektor pfl
20AT1-SD einligiert. Das korrekte Ligationsprodukt enthält
nun den Leserahmen der reifen Cholesterinoxidase anfusioniert
an die ersten zehn Codons des lacZ′-Gens aus pUC19 unter der
Kontrolle des sauerstoffregulierten pfl-Promotors (Fig. 3).
Dieses Plasmid trägt die Bezeichnung ppfl-Chol-cyt.
Zur Entfernung der im 3′ untranslatierten Bereich des
Cholesterinoxidase-Gens gelegenen SphI-Schnittstelle des
Plasmids ppfl-Chol-cyt wird die Plasmid-DNA mit 5mal und
EcoRV geschnitten und wieder religiert. 100 ng des so ent
standenen Plasmids ppfl-Chol-cyt-Aterm werden dann mit den
Restriktionsenzymen ClaI und SphI gespalten. Das entstandende
4,76 kb große DNA-Fragment wird in low-melting-point Agarose
elektrophoretisch aufgetrennt, ausgeschnitten und eluiert
(Glassmilk®-Kit, Bio 101). 100 ng des so gereinigten DNA-
Fragment s werden mit 50 pmol eines Adapter-Oligonukleotids
mit der in SEQ ID NO 34 dargestellten Sequenz (wobei "N" eine
äquimolare Mischung aller 4 Basen bedeutet) versetzt und 2
Stunden bei 37°C mit T4-DNA-Ligase behandelt. Anschließend
wird der Ansatz mit einer Mischung aus 4 dNTP′s (Endkonz.
0,125 mmol/l) versetzt und 40 Minuten bei 37°C mit Klenow-
DNA-Polymerase behandelt. Die so erhaltene Plasmid-DNA wird
in E. coli XL1-blue (Stratagene) transformiert. Mit Hilfe des
in Beispiel 1 beschriebenen Kolonie-Aktivitätstest werden
einzelne Kolonien von erhaltenen Klonen bezüglich ihrer
Cholesterinoxidase-Aktivität verglichen. Klone mit hoher
Cholesterinoxidase-Aktivität werden isoliert und die Plasmid-
DNA durch Restriktionsanalyse und DNA-Sequenzierung charakte
risiert. Für das Plasmid eines Klons mit besonders hoher
Cholesterinoxidase-Aktivität wird die Sequenz SEQ ID NO 23
ermittelt. Das betreffende Plasmid wird
ppfl-MSM3H-Chol-cyt-Aterm genannt. Es ist zu erwarten, daß in
der dargestellten Art und Weise nach Isolierung und Charakte
risierung genügend vieler verschiedener Klone auch noch
weitere für eine besonders hohe Expression geeignete Klone
gefunden werden können. Zur Wiedervervollständigung des 3′-
untranslatierten Anteils wird das Plasmid
ppfl-MSN3H-Chol-cyt-Δterm mit ClaI und XhoI geschnitten. Ein
DNA-Fragment von ca. 1,1kb mit der Translationsinitiations
region und dem N-terminalen Anteil des Cholesterinoxidase-
Gens wird isoliert und in das ebenfalls mit ClaI und XhoI
geschnittene plasmid ppfl-Chol-cyt einligiert (Fig. 4). Das
erhaltene Plasmid trägt die Bezeichnung ppfl-MSN3H-Chol-cyt.
Die Plasmide pUC-Chol-B2, pUC-Chol-B2-BB, pmgl-Chol-SB,
plac-Chol-cyt, ppfl-Chol-cyt, ppfl-MSN3H-Chol-cyt werden
jeweils in E. coli K12 XL1-blue transformiert. Zum Vergleich
der gebildeten Enzymmenge werden die Klone jeweils 15 Stunden
bei 30°C in LB-Medium, das 200 µg/ml Ampicillin und folgende
weiteren Zusätze enthält, angezogen:
Klone mit den Plasmiden pUC-Chol-B2, pUC-Chol-B2-BB,
plac-Chol-cyt, bei denen das Cholesterinoxidase-Gen jeweils
unter der Kontrolle des lacUV5-Promotors steht, bekommen
zusätzlich 1 mmol/l IPTG, der Klon mit dem Plasmid pmgl-Chol-
SB mit dem Glucose-reprimierten mgl-Promotor erhält keinen
weiteren Zusatz, Klone mit den Plasmiden ppfl-Chol-cyt,
ppfl-MSN3H-Chol-cyt mit dem sauerstoffregulierten pfl-Pro
motor erhalten 0,4% Glucose und werden in Stickstoff begasten
verschlossenen Serumflaschen angezogen, wobei das Medium mit
KOH auf pH 7,0 eingestellt wurde. Nach erfolgter Anzucht wird
die erreichte Zelldichte durch photometrische Messung der
Trübung bei 420 nm bestimmt. Die Zellen von 1 ml Kulturbrühe
werden dann durch Zentrifugation in einer Mikrozentrifuge bei
10.000 g sedimentiert und wieder in 0,5 ml H₂O bidest resus
pendiert. Der Zellaufschluß erfolgt durch 2 × 30 Sekunden
Ultraschallbehandlung (Branson Sonfier, Modell 450, Standard-
Microtip, Konisch). Die so erhaltenen Zellextrakte werden
nach entsprechender Verdünnung in den folgenden Enzymtest
eingesetzt. Hierzu werden in Quartz-Küvetten pipettiert:
3 ml Kaliumphosphatpuffer (0,5 mol/l, pH 7,5), der 0,4%
Thesit® (Boehringer Mannheim GmbH, Katalog-Nr. 006190)
enthält,
0,1 ml Cholesterinlösung (0,4% Cholesterin, 10% 1-Propanol,
10% Thesit®),
0,02 ml H₂O₂ (0,49 mol/l in bidest. Wasser),
es wird gemischt, nach Zugabe von 0,02 ml Katalase (aus
Rinderleber, 20 mg Protein/ml, spezifische Aktivität ca.
65.000 U/mg, Boehringer Mannheim GmbH, Katalog-Nr. 0156744
unmittelbar vor Messung mit eiskaltem Kaliumphosphatpuffer,
der 0,4% Thesit enthält, auf 0,075-0,15 U/ml verdünnt)
erneut gemischt, die Lösung auf eine Temperatur von 25°C
gebracht und anschließend die Reaktion durch Zugabe von 0,05 ml
Probelösung gestartet. Nach vorsichtigem Mischen wird die
Absorptionsänderung bei 240 nm verfolgt und die Aktivität der
Cholesterinoxidase aus dem linearen Bereich der Absorptions
kurve ermittelt:
wobei ∈ 240 = 15,5 mmol-1 × 1 × cm-1 ist.
Die erhaltenen Werte für Zelldichte und Enzymaktivität sind
in Tabelle 1 dargestellt.
Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, daß mit solchen Konstrukten, die
eine zytoplasmatische Expression der Cholesterinoxidase bewirken,
eine deutlich höhere Aktivität der rekombinant hergestellten
Cholesterinoxidase erhalten werden kann als mit solchen Konstruk
ten, die zu einer Sekretion der rekombinant hergestellten Chole
sterinoxidase führen.
Claims (10)
1. Cholesterinoxidase, dadurch gekennzeichnet, daß sie die
in SEQ ID NO 2 gezeigte Aminosäuresequenz aufweist.
2. DNA, welche für ein Peptid mit Cholesterinoxidase-Akti
vität kodiert und ausgewählt ist aus der Gruppe
- a) der in SEQ ID NO 1 gezeigten DNA-Sequenz oder der dazu komplementären DNA-Sequenz,
- b) DNA-Sequenzen, die mit der in SEQ ID NO 1 gezeigten DNA-Sequenz oder Fragmenten dieser DNA-Sequenz hybridisieren,
- c) DNA-Sequenzen, die ohne die Degeneration des gene tischen Codes mit den in a) oder b) definierten Sequenzen hybridisieren würden und für ein Poly peptid mit derselben Aminosäuresequenz kodieren,
wobei diese DNA eine der in SEQ ID NO 3, 4 und/oder 5
gezeigten Sequenzen aufweist.
3. Verfahren zur Herstellung einer rekombinanten Choleste
rinoxidase durch Transformation einer geeigneten Wirts
zelle mit einer DNA gemäß Anspruch 2, welche in einem
geeigneten Expressionssystem kloniert vorliegt, Kulti
vierung der transformierten Wirtszellen und Isolierung
der exprimierten Cholesterinoxidase aus dem Zytoplasma
der transformierten Zellen.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die verwendete DNA am 5′-Ende eine der in SEQ ID NO 6,
8, 10, 12, 14 oder 16 gezeigten Sequenzen aufweist.
5. DNA gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie
am 5′-Ende eine der in SEQ ID NO 6, 8, 10, 12, 14 oder
16 gezeigten Sequenzen aufweist.
6. DNA gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie
eine der in SEQ ID NO 18, 20, 22, 24, 26 oder 28 gezeig
ten Sequenzen aufweist.
7. Rekombinante Cholesterinoxidase, dadurch gekennzeichnet,
daß sie von einer DNA gemäß Anspruch 2 kodiert wird und
am N-terminalen Ende eine der in SEQ ID NO 7, 9, 11, 13,
15 oder 17 gezeigten Sequenzen aufweist.
8. Rekombinante Cholesterinoxidase gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine der in SEQ ID NO
21, 23, 25, 27 oder 29 gezeigten Sequenzen aufweist.
9. Verwendung einer rekombinanten Cholesterinoxidase gemäß
einem der Ansprüche 7 oder 8 in einem enzymatischen
Test zur Bestimmung von Cholesterin.
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4342012A DE4342012A1 (de) | 1993-05-05 | 1993-12-09 | Cholesterinoxidase aus Brevibacterium sterolicum |
| PCT/EP1994/001394 WO1994025603A1 (de) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | Cholesterinoxidase aus brevibacterium sterolicum |
| JP52390294A JP3506434B2 (ja) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | ブレビバクテリウム・ステロリカム由来のコレステロールオキシダーゼ |
| DE59410428T DE59410428D1 (de) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | Cholesterinoxidase aus brevibacterium sterolicum |
| FI955286A FI955286L (fi) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | Brevibacterium Sterolicumista peräisin oleva kolesterolioksidaasi |
| AT94915569T ATE318910T1 (de) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | Cholesterinoxidase aus brevibacterium sterolicum |
| EP94915569A EP0698102B1 (de) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | Cholesterinoxidase aus brevibacterium sterolicum |
| US08/532,795 US5916759A (en) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | Cholesterol oxidase from Brevibacterium sterolicum |
| DK94915569T DK0698102T3 (da) | 1993-05-05 | 1994-05-02 | Cholesteroloxidase fra Brevibacterium sterolicum |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4314793 | 1993-05-05 | ||
| DE4342012A DE4342012A1 (de) | 1993-05-05 | 1993-12-09 | Cholesterinoxidase aus Brevibacterium sterolicum |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4342012A1 true DE4342012A1 (de) | 1994-11-17 |
Family
ID=6487193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4342012A Withdrawn DE4342012A1 (de) | 1993-05-05 | 1993-12-09 | Cholesterinoxidase aus Brevibacterium sterolicum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4342012A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN118126973A (zh) * | 2024-05-06 | 2024-06-04 | 中国农业科学院生物技术研究所 | 拟孢囊菌来源的胆固醇氧化酶、其突变体、其表达方法及在杀虫中的应用 |
-
1993
- 1993-12-09 DE DE4342012A patent/DE4342012A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN118126973A (zh) * | 2024-05-06 | 2024-06-04 | 中国农业科学院生物技术研究所 | 拟孢囊菌来源的胆固醇氧化酶、其突变体、其表达方法及在杀虫中的应用 |
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