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Die
vorliegende Erfindung betrifft neue vernetzbare Polyphenyloxid-Zusammensetzungen
und deren Verwendung.
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Die
Herstellung von aromatischen Polyethern – mit Hilfe der Redox-Polymerisation
von 2,6-Dimethylphenol in Gegenwart eines Kupferamin-Komplexes als
Katalysator – wird
gelehrt in Hay '892,
US-Patent 3,262,892 A, Hay '505,
US-Patent 3,378,505 A und Hay '466,
US-Patent 3,432,466 A. Diese Reaktion liefert Polyphenylenoxid mit
hohem Molekulargewicht (PPO).
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Glasgefülltes PPO
wurde mit Spritzguß hergestellt,
was eine ausgezeichnete Festigkeit und Stabilität bei geformten Teilen für verschiedene
Anwendungen liefert, wo ein elektrischer Widerstand erforderlich
ist. Das Zugmodul und Druckmodul dieses Polymers ist ungefähr gleich
dem anderer technischer thermoplastischer Massen, z.B. Polysulfon
und Polycarbonat (2,6 GPa). Die Dielektrizitätskonstante von PPO ist 2,58
bei 60 Hz und der dielektrische Verlustfaktor ist gering, bei 0,00035
(60 Hz). Die Wasserabsorption nach 24 Stunden ist ebenso gering,
bei 0,06%, während
der spe zifische Durchgangswiderstand 1 × 1017 Ohm-cm
ist, was die Gesamteigenschaften sehr geeignet für elektrische Anwendungen macht.
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Die
Wärmebeständigkeit
und chemische Beständigkeit
von PPO kann verbessert werden für
Anwendungen in Verbundmaterialien und elektronischen Komponenten,
indem das PPO vernetzt wird und dadurch in ein hitzehärtbares
Material umgewandelt wird. Das Vernetzen von ungesättigten
PPO-Derivaten- durch Härtung
mit Radikalen wurde in den Japanischen Patentveröffentlichungen Nr. 4-91160,
4-91161, 3-45649, 2-208355, 2-233239, 4-91110 und 2-120357 beschrieben.
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Percec
et al. offenbaren in US-Patent 4,871,816 A Polyarylenpolyether mit
endständigen
reaktiven Vinylgruppen, die mit α,ω-Dihydropoly(dialkylsiloxan)hydrosilylierbar
sind unter Bildung von thermisch vernetzbaren, thermoplastischen
linearen Dreiblockoligomeren mit Vinylkettenenden. Shea et al. offenbart
in US-Patent 4,814,392 A Silikon-Polyarylenether-Blockcopolymere,
die durch Reaktion von Polydiorganosiloxanen mit endständigen Amingruppen
und Polyarylenethern mit Anhydridfunktionen hergestellt werden.
Snow et al. offenbaren in US-Patent 5,204,438 A die oxidative Kupplung
von 2,6-disubstituierten Phenolen mit Phenolsiloxan-Makromeren unter
Bildung von thermoplastischen Silikon-Polyphenylenether-Pfropfcopolymeren.
Krantz offenbart in US-Patent 3,668,273 A Blockcopolymere, die hergestellt
werden durch Reaktion von Polyphenylenoxidsegmenten mit Polydiorganosiloxansegmenten,
die endständige
Amingruppen tragen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft in einer Ausführungsform eine vernetzbare
Zusammensetzung, die eine Siliziumverbindung und ein Polyphenylenoxid
umfaßt.
Die Siliziumverbindung weist mindestens zwei bei der Hydrosilylierung
reaktive ≡SiH-Gruppen
auf und das Polyphenylenoxid weist minde stens zwei bei der Hydrosilylierung
reaktive ungesättigte
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen auf; weiterhin hat mindestens
eine der Komponenten Siliziumverbindung und Polyphenylenoxid mehr
als zwei bei der Hydrosilylierung reaktive Stellen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die vorliegende Erfindung eine vernetzbare Zusammensetzung,
die ein Polyen, eine Siliziumverbindung und ein Polyphenylenoxid
umfaßt.
Die Siliziumverbindung weist mindestens zwei bei der Hydrosilylierung
reaktive ≡SiH-Gruppen
auf, das Polyen hat mindestens zwei bei der Hydrosilylierung reaktive
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen und das Polyphenylenoxid
hat mindestens eine bei der Hydrosilylierung reaktive ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung;
weiterhin hat mindestens eine der Komponenten Polyen, Siliziumverbindung
und Polyphenylenoxid mehr als zwei bei der Hydrosilylierung reaktive
Stellen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die vorliegende Erfindung eine vernetzbare Zusammensetzung,
die ein vernetzbares Organosiliziumpräpolymer und ein Polyphenylenoxid
mit mindestens einer bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung umfaßt. Das vernetzbare Organosiliziumpräpolymer
kann das Hydrosilylierungs-Reaktionsprodukt von Polyen und Siliziumverbindung,
wie oben diskutiert, umfassen.
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Die
Erfindung betrifft zusätzlich
die Verwendung der vorhergehenden vernetzbaren Zusammensetzungen
zur Herstellung von vernetzten Zusammensetzungen umfassend die Hydrosilylierungsreaktionsprodukte der
vorhergehenden vernetzbaren Zusammensetzungen. Beschrieben werden
auch Verfahren zur Herstellung dieser vernetzten Zusammensetzungen,
die umfassen, daß man
eine Hydrosilylierung der Reaktanten, die die vernetzbaren Zusammensetzungen
umfassen, bewirkt. Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung die Verwendung der vernetzbaren Zusammensetzungen
zur Herstellung von Gegenständen
umfassend die vernetzten Zusammensetzungen in Form von elektronischen
Komponenten und verstärkten
Verbundgegenständen.
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Der
Ausdruck "Polyen", wie er hier verwendet
wird, betrifft Moleküle
mit mindestens zwei Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen.
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Der
Ausdruck "Präpolymer", wie er hier verwendet
wird, bezieht sich auf irgendeine flüssige oder feste durch Hydrosilylierung
vernetzbare Zusammensetzung, die teilweise gehärtet wurde, jedoch nicht bis
zum oder über
den Gelpunkt hinaus gehärtet
wurde (Gelpunkt ist der Punkt, bei dem ein Material nicht mehr fließt, wenn
es erhitzt wird und nicht mehr in organischen Lösungsmitteln löslich ist)
wobei typischerweise 5 bis 60% der verfügbaren ≡SiH-Gruppen umgesetzt sind.
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Der
Ausdruck "vernetzt", wie er hier verwendet
wird, umfaßt
einen Zustand, der weniger ist als ein vollständiges Vernetzen; in dieser
Hinsicht schließen
vernetzte Zusammensetzungen Zusammensetzungen ein, die noch nicht
umgesetzte vernetzbare Stellen aufweisen – z.B. im Hinblick auf die
Hydrosilylierung nicht umgesetzte bei einer Hydrosilylierung reaktive ≡SiH-Gruppen
und nicht umgesetzte bei einer Hydrosilylierung reaktive ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen.
Die Vernetzungsreaktion, wie oben diskutiert, umfaßt eine
Hydrosilylierung, d.h. die Reaktion von bei der Hydrosilylierung
reaktiven ≡SiH-Gruppen
und bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen.
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Die
Ausdrücke "aliphatisch", "cycloaliphatisch" und "aromatisch", wie sie hier verwendet
werden, sollen, wenn nicht anders angegeben, Alkyl-, Cycloalkyl-
bzw. Arylgruppen einschließen.
Weiterhin sollen die Ausdrücke "aliphatisch", "cycloaliphatisch" und "aromatisch" sowohl nicht substituierte
aliphatische, cycloaliphatische und aromatische Gruppen als auch
substituierte aliphatische, cycloaliphatische und aromatische Gruppen
einschließen,
wobei letztere sich auf den aliphatischen, cycloaliphatischen und
aromatischen Anteil, der zusätzliche
Substituenten trägt,
neben Kohlenstoff und Wasserstoff, beziehen.
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Der
Ausdruck "Siliziumverbindung", wie er hier verwendet
wird, umfaßt
Organosiliziumverbindungen, die Kohlenstoff zusätzlich zu Silizium enthalten.
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Die
mit Vinylgruppen substituierten Benzylreste, wie hier diskutiert,
sind solche der allgemeinen Formel:
wobei die Position der Vinylgruppe
zeigt, daß sie
an irgendeiner Stelle des Phenylrings vorhanden sein kann.
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Die
für die
Erfindung geeigneten Polyene schließen solche mit mindestens zwei
bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
ein. Zu diesen Polyenen gehören
die polycyclischen Polyene, einschließlich den in Leibfried '779, US-Patent 4,900,779
A, Leibfried '731,
US-Patent 4,902,731 A, Bard et al. '360, US-Patent 5,008,360 A und Leibfried '809, US-Patent 5,013,809
A offenbarten.
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Spezielle
polycyclische Polyene sind polycyclische Kohlenwasserstoff-Verbindungen
mit mindestens zwei nicht aromatischen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
in den Ringen. Beispielhafte Verbindungen schließen Cyclopentadienoligomere
(z.B. Dicyclopentadien (DCPD), Tricyclopentadien und Tetracyclopentadien),
Bicycloheptadien (d.h. Norbornadien) und die Diels-Alder-Oligomere
mit Cyclopentadien (z.B. Dimethanohexahydronaphthalin), Norbornadiendimer,
Hexahydronaphthalin und substituierte Derivate davon, z.B. Methyldicyclopentadiene
ein. Zwei oder mehr polycyclische Polyene können zusammen verwendet werden.
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Die
Siliziumverbindungen der Erfindung schließen solche mit mindestens zwei
bei der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen ein. Geeignete Siliziumverbindungen
schließen
solche Verbindungen wie cyclische Polysiloxane, Tetrasiloxysilane,
lineare Polysiloxane und polyfunktionelle Silane, Polycarbosilane
und vernetzbare Organosiliziumpräpolymere,
bei denen zwei oder mehr Wasserstoffatome an Silizium gebunden sind – insbesondere
mit mindestens zwei bei der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen – ein. Zwei
oder mehr geeignete Siliziumverbindungen können in Kombination verwendet
werden; insbesondere können
ein oder mehrere solcher cyclischen Polysiloxane und/oder ein oder
mehrere solcher Tetrasiloxysilane und/oder ein oder mehrere solcher
linearen Polysiloxane und/oder ein oder mehrere solcher polyfunktionellen
Silane und/oder ein oder mehrere solcher Polycarbosilane angewendet
werden.
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Solche
geeigneten Siliziumverbindungen schließen solche ein, die in Leibfried '779, Leibfried '731 und Leibfried '809 und Bard et al. '360 und in Cowan,
US-Patent 4,877,820 A, Leibfried '134, US-Patent 5,077,134 A, Lamoreaux '432, US-Patent 3,197,432
A, Lamoreaux '433,
US-Patent 3,197,433 A und Lamoreaux '936, US-Patent 3,438,936 A offenbart
werden. Geeignete Polycarbosilane schließen solche ein, die bei Weber
et al. '390, US-Patent
5,130,390 A, Weber et al. '916,
US-Patent 5,169,916 A, Weber et al. '792, US-Patent 5,171,792 A und Weber
et al. '810, US-Patent
5,171,810 A offenbart werden.
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Geeignete
cyclische Polysiloxane schließen
solche mit der allgemeinen Formel:
ein, worin die Reste R gleich
oder verschieden sein können
und Wasserstoff oder gesättigte,
substituierte oder unsubstituierte Alkyl- oder Alkoxyreste oder
substituierte oder unsubstituierte aromatische oder Aryloxyreste sind,
n eine ganze Zahl von 2 bis etwa 20 ist und R an mindestens zwei
Siliziumatomen in dem Molekül
Wasserstoff ist.
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Die
Methylhydrocyclosiloxane (hier auch als MHCS bezeichnet) und Mischungen
davon sind z.B. geeignete cyclische Polysiloxane. Beispiele schließen z.B.
Tetraoctylcyclotetrasiloxan und Hexamethylcyclotetrasiloxan; Tetra-
und Pentamethylcyclotetrasiloxane; Tetra-, Penta-, Hexa- und Heptamethylcyclopentasiloxane;
Tetra-, Penta- und Hexamethylcyclohexasiloxane, Tetraethylcyclotetrasiloxane
und Tetraphenylcyclotetrasiloxane ein. Bevorzugt sind 1,3,5,7-Tetramethylcyclotetrasiloxan,
1,3,5,7,9-Pentamethylcyclopentasiloxan und 1,3,5,7,9,11-Hexamethylcyclohexasiloxan
oder Mischungen davon.
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Die
Siliziumverbindung kann eine Vielzahl von Methylhydrocyclosiloxanen
umfassen. Insbesondere wird in der Mehrzahl der Fälle tatsächlich eine
Mischung einer Anzahl von Molekülarten
verwendet, worin n breit variieren kann und die Bezugnahme auf MHCS
kann sich auf solch eine Mischung beziehen.
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Im
allgemeinen enthalten im Handel erhältliche MHCS-Mischungen bis
zu etwa 20 % (bei reineren Formen nur 2 %) lineare Methylhydrosiloxane
mit niedrigem Molekulargewicht, z.B. Heptamyethyltrisiloxan, Octamethyltetrasiloxan
etc. Eine geeignete im Handel erhältliche Mischung ist Huls M8830
MHCS, erhältlich
von Huls America, früher
Petrarch, Bristol, PA.
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Die
Tetrasiloxysiloxane werden mit der allgemeinen Formel
dargestellt, worin R wie
oben definiert ist und an mindestens zwei Siliziumatomen im Molekül Wasserstoff
ist.
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Beispiele
schließen
z.B. Tetrakisdimethylsiloxysilan, Tetrakisdiphenylsiloxysilan und
Tetrakisdiethylsiloxysilan ein.
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Geeignete
lineare Polysiloxane schließen
solche mit der allgemeinen Formel:
ein, worin die Reste R, die
gleich oder verschieden sein können,
Wasserstoff oder substituierte oder unsubstituierte gesättigte Alkylreste
oder substituierte oder unsubstituierte Phenylreste sind, wobei
mindestens zwei Reste R Wasserstoff sind, und m eine ganze Zahl
von etwa 0 bis 1000 ist.
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Die
linearen Polysiloxane enthalten oft geringere Mengen an verzweigten
Polysiloxanen als Verunreinigungen. Zu diesen verzweigten Polysiloxanen
gehören
solche mit der allgemeinen Formel:
worin R und m wie oben für lineare
Polysiloxane definiert sind, und n eine ganze Zahl von etwa 3 bis
100 ist. Wenn bei solchen verzweigten Polysiloxanen tatsächlich zwei
Reste R in dem Molekül
Wasserstoff sind, liegen diese verzweigten Polysiloxane im Bereich
der Erfindung; solche verzweigten Polysiloxane und linearen Polysiloxane,
die solche verzweigten Polysiloxane enthalten – z.B. in kleineren Mengen – sind als äquivalent
zu linearen Polysiloxanen anzusehen und sind als im Bereich der
linearen Polysiloxane für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung anzusehen.
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Weiterhin
gehören
zu linearen Polysiloxanen der Erfindung, die als solche linearen
Polysiloxane geeignet sind, lineare, kurzkettige Polysiloxane mit ≡SiH-Endgruppen
mit der allgemeinen Formel:
worin n 0 bis 1000 ist und
die Reste R Alkyl- oder Arylreste, vorzugsweise Methyl- oder Phenylreste
sind, wie in Leibfried '134
und Leibfried '809
offenbart.
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Diese
linearen, kurzkettigen Polysiloxane mit ≡SiH-Endgruppen vermitteln
den gehärteten
Zusammensetzungen Flexibilität
und können
verwendet werden, um Elastomere herzustellen. Als Beispiele für solche
Polysiloxane sind Disiloxane, Trisiloxane und andere kurze Siloxanoligomere
wie Hexamethyltrisiloxan geeignet für niedrigere Viskosität, insbesondere
für das
Spritzpressen, wo eine geringe Viskosität höchst wünschenswert ist.
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Weitere
geeignete lineare Polysiloxane sind lineare Poly(organohydrosiloxane)
mit der allgemeinen Formel:
worin die Reste R substituierte
oder unsubstituierte gesättigte
Alkylreste oder substituierte oder unsubstituierte Phenylreste sind
und 1 % oder etwa 1 % bis 50 % oder etwa 50 %, oder bevorzugter
5 % oder etwa 5 % bis 50 % oder etwa 50 % der Reste R Wasserstoff
sind und m eine ganze Zahl von 5 oder etwa 5 bis 1000 oder etwa
1000 oder 3 oder etwa 3 bis 100 oder etwa 100 und vorzugsweise 5
oder etwa 5 bis 100 oder etwa 100 ist und der maximale Wert für m am bevorzugtesten
etwa 60 ist.
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Beispielhafte
lineare Poly(organohydrosiloxane) schließen ein: Methylhydropolysiloxan
mit Trimethylsiloxy-Endgruppen, Dimethylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer
mit Trimethylsiloxy-Endgruppen, Dimethylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer
mit Dimethylsiloxy-Endgruppen, Polydimethylsiloxan mit Dimethylsiloxy-Endgruppen,
Methyloctylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer mit Trimethylsiloxy-Endgruppen,
Phenylmethylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer mit Dimethylsiloxy-Endgruppen,
Methylcyanopropylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer mit Trimethylsiloxy-Endgruppen,
3,3,3-Trifluorpropylmethylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer mit
Trimethylsiloxy-Endgruppen, 3-Aminopropylmethylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer
mit Trimethylsiloxy-Endgruppen, 2-Phenylethylmethylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer mit
Trimethylsiloxy-Endgruppen und 2-(4-Methylphenyl)-ethylmethylsiloxan-Methylhydrosiloxan-Copolymer mit Trimethylsiloxy-Endgruppen.
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Poly(organohydrosiloxane),
die verwendet werden können,
schließen
solche ein, die von Cowan offenbart werden.
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Geeignete
polyfunktionelle Silane der Erfindung schließen aliphatische, cycloaliphatische
und aromatische polyfunktionelle Silane mit der allgemeinen Formel:
ein, worin R' ein substituierter
oder unsubstituierter aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer
Rest ist und die Reste R, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff
oder C
1–4-Reste
sind, wobei mindestens zwei Reste R am Molekül Wasserstoff sind und n eine
ganze Zahl von 2 bis 4 ist. Von den Vorhergehenden sind bevorzugte
aliphatische und cycloaliphatische Gruppen solche mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen
und bevorzugte aromatische Gruppen sind solche mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen.
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Beispielhafte
polyfunktionelle Silane sind 1,4-Bis(dimethylsilyl)benzol, 4,4-Bis(dimethylsilyl)diphenylether;
1,2-Bis(dimethylsilyl)ethan,
1,6-Bis(methylsilyl)hexan, Bis (methylsilyl)diisopropylbenzol, Tris(dimethylsilyl)cyclohexan
und Tris(dimethylsilyl)benzol. Von diesen sind die Disilane – d.h. 1,4-Bis(dimethylsilyl)benzol, 4,4'-Bis(dimethylsilyl)diphenylether,
1,2-Bis(dimethylsilyl)ethan, 1,6-Bis(methylsilyl)hexan und Bis(methylsilyl)diisopropylbenzol
bevorzugt.
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Geeignete
Polycarbosilane der Erfindung schließen die gesättigten und ungesättigten
Polycarbosilane der allgemeinen Formel:
ein, worin R' gleich oder verschieden
ist und ein substituierter oder unsubstituierter aliphatischer oder
aromatischer Rest ist und die Reste R, die gleich oder verschieden
sein können,
Wasserstoff oder substituierte oder unsubstituierte Alkyl- oder
Arylreste sind und mindestens zwei Reste R Wasserstoff sind, und
m eine ganze Zahl von 5 oder mehr ist.
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Beispielhafte
Polycarbosilane sind Poly-(1-methyl-1-silapent-3-en), Poly-(1-phenyl-1-silapent-3-en), Poly-(1-silapent-3-en),
Poly-(1-methyl-1-silaindan), Poly-(1-phenyl-1-silaindan), Poly-(1-phenyl-1-silabutan), Poly-(1-methyl-1-silabutan) und Poly-(1-methyl-1-sila-1-yliden-1,4-phenylen).
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Die
Polyphenylenoxide der Erfindung schließen solche mit mindestens einer
bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
ein. In dieser Hinsicht umfassen bei der Hydrosilylierung reaktive
unge sättigte
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen Doppel- und Dreifach-Bindungen,
von diesen sind die Doppelbindungen bevorzugt.
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Diese
bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
tragende Polyphenylenoxide können
ein hohes Molekulargewicht haben, so daß die grundlegenden thermoplastischen Eigenschaften
des Polymers großteils
erhalten bleiben. Es gibt keine obere Grenze für das Molekulargewicht, außer wenn
es die Löslichkeit
des Polymers beeinflußt.
In dieser Hinsicht kann oberhalb eines bestimmten Molekulargewichts – das für jedes
Polymer verschieden sein kann – das
Polymer unlöslich
und/oder sehr viskos werden und so kann es schwierig werden, die
Vernetzungsreaktionen durchzuführen.
Daher ist es bevorzugt, daß das
Molekulargewicht der Polyphenylenoxid-Komponente unterhalb dieser
Grenze liegt.
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Der
Grad der ungesättigten
Bindungen, der das Polyphenylenoxid kennzeichnet, beeinflußt auch
die Eigenschaften des thermoplastischen Polymers und kann so eingestellt
werden, daß er
dazu beiträgt
die Eigenschaften, die erwünscht
sind, zu bewahren. Insbesondere führen bei der vorliegenden Erfindung
höhere Substitutionsgrade
zu einer leichteren Verarbeitung und größeren Kompatibilität mit den
Organosilizium-Verbindungen; die ungesättigten Polyphenylenoxidderivate
behalten die wünschenswerten
elektrischen Eigenschaften und die geringe Wasserabsorption des
Polyphenylenoxid-Ausgangsmaterials.
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Geeignete
Polyphenylenoxide der Erfindung schließen solche der allgemeinen
Formeln:
ein, worin die Reste R, die
gleich oder verschieden sein können,
Wasserstoff, -CH
2CH=CH
2,
-CH
2C=CH, -CH
2=CHC(O)-,
CH
3CH=CHC(O)- oder
sein können und n eine ganze Zahl
von 5 oder mehr ist und
worin
R und n wie oben definiert sind, n gleich oder verschieden sein
kann und Q ein aromatischer Rest mit mehreren Ringen ist.
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Unter
Bezugnahme auf die letzteren beiden oben angegebenen Formeln ist
der aromatische Rest mit mehreren Ringen Q vorzugsweise der Rest
einer Diarylverbindung, z.B. einer Diphenolverbindung. Solche Reste
können
und von
diesen sind Reste der Formel
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Geeignete
Ausgangsmaterialien zur Herstellung der ungesättigten, bei der Hydrosilylierungsreaktion reaktive
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen tragenden Polyphenylenoxide der
Erfindung schließen
sowohl Homopolymer- als auch Copolymerpolyphenylenoxide ein; in
diesem Zusammenhang werden unter Copolymeren solche verstanden,
die sowohl diese Polymere mit zwei verschiedenen monomeren Einheiten
als auch Polymere mit drei oder mehr verschiedenen monomeren Einheiten
umfassen, z.B. Terpolymere etc.; solche Copolymere sollen weiterhin
Polyphenylenoxide sowohl mit verschiedenen aromatischen als auch
verschiedenen nicht aromatischen monomeren Einheiten einschließen.
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Geeignete
monomere Einheiten zur Herstellung der Polyphenylenoxid-Ausgangsmaterialien
der Erfindung schließen
solche ein, wie sie bei A.S. Hay, J. Poly. Sci., 58, 581 (1962), "Polymerization by
Oxidative Coupling II. Oxidation of 2,6-Disubstituted Phenols" und in Hay '170, US-Patent Nr.
3,546,170 offenbart sind. Zu den geeigneten Verbindungen gehören 2,6-Dimethylphenol,
2-Methyl-6-ethylphenol, 2-Methyl-6-isopropylphenol, 2,6-Diethylphenol,
2-Methyl-6-chlorphenol,
2-Methyl-6-bromphenol, 2-Methyl-6-methoxyphenol, 2-Methyl-6-phenylphenol,
2-Methyl-6-(thiomethoxymethyl)phenol, 2-Methyl-6-(α-phenylethyl)phenol,
2,6-Bis-(thiomethoxymethyl)phenol,
2-Phenyl-6-(thiomethoxymethyl)phenol, 2-Methyl-6-(methylthiophenol),
2-Phenyl-6-(methylthio)phenol und 2,6-Diphenylphenol.
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Homopolymere
und Copolymere der erforderlichen monomeren Einheiten sind geeignet
als Polyphenylenoxid-Ausgangsmaterialien. Eine Möglichkeit zur Herstellung dieser
Polymere ist die Redoxpolymerisation, die in Hay '892, Hay '505 und Hay '466 offenbart ist.
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Die
homopolymeren Ausgangsmaterialien können Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenoxide)
der Formel
einschließen, worin n mindestens etwa
5 ist. Diese Polymere können
mit der angegebenen Redoxpolymerisation von 2,6-Dimethylphenol hergestellt
werden.
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Wenn
Comonomere mit zwei Arylhydroxylgruppen – insbesondere phenolischen
Hydroxylgruppen, wie Tetramethylbisphenol – zur Herstellung der Polyphenyloxid-Ausgangsmaterialien
verwendet werden, können
Polymere mit freien Hydroxylgruppen an beiden Enden der Polymerketten
hergestellt werden.
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Ein
Nutzen von Comonomeren, ob sie ein oder mehrere Arylhydroxylgruppen
enthalten oder nicht, ist, daß sie
die Kristallinität
der entstehenden Polymere vermindern und dadurch deren Löslichkeit
und Verarbeitbarkeit verbessern. Comonomere, die zwei phenolische
Gruppen enthalten, können
bei der Herstellung der Polyphenylenoxid-Ausgangsmaterialien enthalten
sein, um Copolymere mit der allgemeinen Formel:
zu erhalten, worin n, das
gleich oder verschieden sein kann, 5 oder größer ist und Q der Rest ist,
der sich von dem Comonomer, das zwei phenolische Gruppen enthält, ableitet.
Diphenolische Verbindungen, die für diesen Zweck angewendet werden
können,
schließen
2,6-Naphthalindiol, 4,4'-Dihydroxybiphenyl,
Bisphenol A, Bisphenol B, p,p'-Dihydroxydiphenylsulfon,
p,p'-Dihydroxydiphenylketon
und p,p'-Dihydroxydiphenylether
ein.
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Die
erfindungsgemäßen Polyphenylenoxide
können
hergestellt werden, indem ein Polyphenylenoxid-Ausgangsmaterial
metallisiert wird – dann
Reste, die bei der Hydrosilylierung reaktive ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
enthalten, an den metallisierten Stellen zugefügt werden durch Reaktion mit
Verbindungen, die solche Reste liefern. Die Metallisierung kann
mit den von Chalk und Hay in Journal of Polymer Science A-1, Band
7, Seiten 691 bis 705 (1969) und bei Hay '144, US-Patent Nr. 3,402,144; Chalk
und Hay und Hay '144
gelehrten Verfahren bewirkt werden.
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In
dieser Hinsicht kann eine Mischung mit Seitenkettenlithiierung und
Arylringlithiierung geliefert werden durch Metallisierung mit Butyllithium
in Tetrahydrofuran; insbesondere kann eine Methylseitenketten- und Phenylringlithiierung
von Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether) auf diese Weise leicht
hergestellt werden. Der N,N,N',N'-Tetramethylethylendiamin-Komplex
von Butyllithium kann für
die Metallisierungsreaktion in anderen Lösungsmitteln verwendet werden.
Die Metallisierung kann beschränkt
oder zumindest im wesentlichen beschränkt werden auf Seitenketten
des Polyphenylenoxids – insbesondere
auf die Methylseitenketten, wenn Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenether)
angewendet wird –,
indem die Natrium- oder Kaliummetallisierungsmittel verwendet werden.
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Die
metallisierten Polyphenylenoxide können durch Reaktion mit organischen
Halogeniden modifiziert werden, die durch die erforderlichen, bei
der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
gekennzeichnet sind, um die entsprechenden erfindungsgemäßen bei
der Hydrosilylierung reaktive ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
tragenden Polyphenylenoxide zu erhalten. Wenn die metallisierten
Polyphenylenoxide eine Mischung von Seitenketten- und Arylringlithiierung
bilden, werden die so modifizierten Polyphenylenoxide eine Mischung
an ungesättigten
Bindungen in der Seitenkette und ungesättigten Bindungen im Arylring
haben. Daher bestehen, wenn die Metallisierung im wesentlichen auf
die Seitenketten beschränkt
wird, die bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen hauptsächlich aus ungesättigten
Bindungen in der Seitenkette.
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Geeignete
Verbindungen zur Reaktion an den metallisierten Stellen, um die
erforderlichen, bei der Hydrosilylierung reaktive ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
enthaltenden Reste zu liefern, schließen mit Allyl-, Pro pargyl-,
Acrylyl-, Crotyl- und Vinylgruppen substituierte Benzylhalogenide
ein; diese liefern natürlich
mit Allyl-, Propargyl-, Acrylyl-, Crotyl- und Vinyl substituierte
Benzylreste. Zu den Halogeniden, die angewendet werden können, gehören Chloride,
Bromide und Iodide. Die Reaktion kann mit den in den Japanischen
Patentveröffentlichungen
Nrn. 1-113425, 1-69628, 1-69629, 1-113426, 2-233757, 2-233759, 3-275718
und 2-232260 offenbarten Verfahren durchgeführt werden.
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Als
weitere Möglichkeit,
um das erfindungsgemäße eine
bei der Hydrosilylierungsreaktion reaktive ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
tragende Polyphenylenoxid zu erhalten kann 2,6-Diallylphenol polymerisiert
werden, um das Homopolymer zu erhalten, oder kann mit 2,6-Dimethylphenol
als Comonomer copolymerisiert werden, um das Copolymer zu erhalten
unter Verwendung von Redox-Polymerisationsverfahren, wie in Hay '892, Hay '505 und Hay '466 offenbart.
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Weitere
erfindungsgemäße Polyphenylenoxide
mit bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
sind solche, bei denen die Reste, die die ungesättigten Bindungen liefern, nur – oder zumindest
im wesentlichen oder praktisch nur – an den Hydroxylgruppen der
Polyphenylenoxide zugefügt
werden. Auf diese Weise können
erfindungsgemäße Polyphenylenoxide
bereitgestellt werden, die nur zwei bei der Hydrosilylierung reaktive
ungesättigte
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen aufweisen – eine an jedem der zwei endständigen Reste,
gebunden an entgegengesetzten Enden der Polymerkette; weiterhin
können
Polyphenylenoxide der Erfindung bereitgestellt werden mit nur einer
bei der Hydrosilylierungsreaktion reaktiven ungesättigten
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung.
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Die
angegebenen zwei ungesättigte
Gruppen tragenden Polyphenylenoxide können aus den Polyphenylenoxid-Ausgangsmaterialien
erhalten werden, insbesondere den Copolymeren mit freien Hydroxylgruppen – insbesondere
phenolischen Hydroxylgruppen – an
beiden Enden der Polymerketten. Somit können die eine einzelne ungesättigte Gruppe
tragenden Polyphenylenoxide aus den Polyphenylenoxid-Ausgangsmaterialien mit
nur einer freien Hydroxylgruppe, z.B. an einem Kettenende erhalten
werden; z.B. schließen
Monohydroxypolymere Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenoxide) ein, die
durch Homopolymerisation von 2,6-Dimethylphenol entstehen.
-
Die
hydroxylierten Polyphenylenoxide können in geeigneter Weise mit
den erforderlichen ungesättigten
Halogeniden umgesetzt werden – z.B.
einschließlich
den hier angegebenen – gemäß den in
Percec et al. '816
und in der Japanischen Patentveröffentlichung
Nr. 2-233760 angegebenen Verfahren.
-
Ein
Katalysator bei der Hydrosilylierung kann enthalten sein in den
vernetzbaren Zusammensetzungen, z.B. Mischungen der Erfindung, um
die Härtung – insbesondere
einschließlich
der Vernetzung – zu
bewirken und dadurch das endgültig
gehärtete – oder vernetzte – Produkt
zu erhalten. Dieser Katalysator erleichtert z.B. die Hydrosilylierungs-Reaktion,
wenn ≡SiH-Gruppen
und Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen dafür verfügbar sind und die Bedingungen
ansonsten zur Unterstützung
der Hydrosilylierung geeignet sind; durch diese Hydrosilylierungs-Reaktion
wird die Vernetzung bewirkt.
-
Der
Katalysator bei der Hydrosilylierung kann, falls verwendet, in einer
Menge von etwa 5 bis 60 ppm auf Basis des Gesamtgewichts der vernetzbaren
Zusammensetzung bereitgestellt werden.
-
Katalysatoren
für die
Hydrosilylierung schließen
Metallsalze und Komplexe von Elementen der Gruppe VIII ein. Hydrosilylierungs-Katalysatoren
können
Platin enthalten (wie PtCl2, Dibenzonitrilplatindichlorid,
Platin auf Kohlenstoff, Dichlor(1,2-cyclooctadien)platin(II) [(COD)PtCl2], erhältlich
von Strem Chemicals, Inc., Newburyport, MA etc.).
-
Ein
solcher Platinkatalysator, der geeignet ist im Hinblick auf die
Reaktivität
und die Kosten ist Chlorplatinsäure
(H2PtCl6·6H2O); auch geeignet ist der Platinkomplex
von Divinyltetramethyldisiloxan, erhältlich als PC075 von Huls Amerika
und die platinhaltigen Katalysatoren PC072 (ein Platindivinylkomplex)
und PC085, auch erhältlich
von Huls Amerika. Ein Katalysator ist ein Komplex von Chlorplatinsäure und
Dicyclopentadien, wie z.B. in Leibfried '779 und in Bard et al. '360 offenbart. Ein
zweiter Katalysator ist der angegebene (COD)PtCl2.
Auch geeignet als Hydrosilylierungs-Katalysatoren für vernetzbare
Mischungen der Erfindung sind solche, die von Crivello et al., "Novel Platinum-Containing Initiators
for Ring-Opening Polymerizations", Journal
of Polymer Science: Teil A: Polymer Chemistry, Band 29, Seiten 1853
bis 1863 (1991) offenbart werden.
-
Die
erfindungsgemäßen vernetzbaren
Zusammensetzungen können
in Form von Mischungen der einzelnen Komponenten bereitgestellt
werden. Die vernetzbaren Mischungen können in irgendeiner geeigneten Weise
hergestellt werden, z.B. durch übliches
Vermischen der jeweiligen Komponenten.
-
Die
Vernetzungsreaktion kann entweder in Lösung oder rein durchgeführt werden
und in irgendeiner geeigneten Weise, bei der die Hydrosilylierungsreaktion
unterstützt
wird. Die für
die Vernetzungsreaktion verwendeten Temperaturen sind nicht kritisch
und hängen
teilweise von der Identität
der Komponenten und der Gegenwart oder Abwesenheit eines Lö sungsmittels
ab; im allgemeinen können
Temperaturen wie Raumtemperatur verwendet werden. Alternativ kann
das Vernetzen thermisch beeinflußt werden; in dieser Hinsicht
kann ein Erhitzen auf bis zu 250°C
notwendig sein, um die Glasübergangstemperatur
der vernetzten Zusammensetzung zu maximieren.
-
Insbesondere
beim Formen der vernetzbaren und vernetzten Zusammensetzungen werden
die reinen Polymere erwärmt,
in eine Form gespritzt und dann erhitzt, um das gehärtete Teil
zu bilden. Ein Katalysator-Verzögerer
wie Diethylentriamin ist während
dieses Formverfahrens notwendig. Die hitzehärtbaren Formulierungen können bei
verschiedenen Temperaturen gehärtet
werden – normalerweise
30 bis 40°C
oberhalb der Glasübergangstemperatur,
die für
die gehärtete
Beschichtung erforderlich ist. Die thermisch geförderte Härtung mit einem Platinhydrosililierungs-Katalysator
kann bei 100°C
oder mehr gestartet werden, wo sich ein Gel innerhalb von Minuten
bilden kann. Wenn das Härten
2 Stunden lang bei 250°C
durchgeführt
wird, wird eine Glasübergangstemperatur
von etwa 200°C
in der Beschichtung entwickelt.
-
In
einer ersten Ausführungsform
umfaßt
die vernetzbare Zusammensetzung einen Hydrosilylierungs-Katalysator
und die Reaktanten, d.h. einschließlich Siliziumverbindung und
Polyphenylenoxid. Diese Reaktanten werden in geeigneter Weise vermischt,
dann einem geeigneten Vernetzungsverfahren unterzogen, bis das vernetzte
Produkt erhalten wird.
-
In
dieser ersten Ausführungsform
hat die Siliziumverbindung mindestens zwei bei der Hydrosilylierung reaktive ≡SiH-Gruppen und das Polyphenylenoxid
weist mindestens zwei bei der Hydrosilylierung reaktive ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
auf; weiterhin hat mindestens eine der Komponenten Siliziumverbindung
und Polyphenylenoxid mehr als zwei bei der Hydrosilylierung reaktive
Stellen. Das Vernetzungsverfahren wird so durchgeführt, daß eine Hydrosilylierung
der Siliziumverbindung und des Polysylilenoxids bewirkt wird und
dadurch das Vernetzen erfolgt.
-
Bei
einer zweiten Ausführungsform
enthält
die vernetzbare Zusammensetzung ein Polyen mit mindestens zwei bei
der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
außer
dem Polyphenylenoxid und dem angegebenen Katalysator bei der Hydrosilylierung
und der Siliziumverbindung. Da das Polyen mindestens zwei bei der
Hydrosilylierung reaktive Stellen hat, ist es nicht erforderlich,
daß das
Polyphenylenoxid zwei solche Stellen aufweist, damit die erforderliche
Vernetzung bewirkt werden kann; insbesondere können Phenylenoxide mit nur
einer bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
ebenso wie solche mit zwei oder mehreren angewendet werden.
-
Daher
hat in dieser zweiten Ausführungsform
das Polyphenylenoxid mindestens eine bei der Hydrosilylierung reaktive
ungesättigte
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung. Übereinstimmend mit der ersten
Ausführungsform
hat mindestens eine der Komponenten Siliziumverbindung, Polyen und
Polyphenylenoxid mehr als zwei bei der Hydrosilylierung reaktive
Stellen, um das Vernetzen zu unterstützen; das Vernetzen kann auf
gleiche Weise wie bei der ersten Ausführungsform durchgeführt werden.
-
In
einer dritten Ausführungsform
umfaßt
die vernetzbare Zusammensetzung ein Präpolymer – vorzugsweise ein vernetzbares
Präpolymer
und bevorzugter ein vernetzbares Organisiliziumpräpolymer – und ein Polyphenylenoxid
mit mindestens einer bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung; in einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
werden Polyen und Siliziumverbindung für die vernetzbare Zusammensetzung
in Form des angegebenen vernetzbaren Organosilizium-Präpolymers
zur Verfügung
gestellt, das hergestellt wurde durch Hydrosilylierung aus Reaktanten,
die Polyen und Siliziumverbindung umfassen. Diese vernetzbare Zusammensetzung
einschließlich
des Katalysators bei der Hydrosilylierung und das Präpolymer,
ebenso wie Polyphenylenoxid, werden dem Vernetzungsverfahren unterzogen.
-
Die
gleichen Hydrosilylierungs-Katalysatoren wie vorher diskutiert sind
auch geeignet zur Herstellung des Präpolymers. Bei Platin-Katalysatoren
können
Katalysator-Konzentrationen von etwa 0,0005 bis etwa 0,05 Gew.-%
Platin bezogen auf das Gewicht der Monomere verwendet werden.
-
Im
Hinblick auf diese dritte Ausführungsform
kann, wenn das Präpolymer
der vernetzbaren Zusammensetzung eine ausreichende Menge des zu
seiner Herstellung verwendeten Hydrosilylierungs-Katalysators enthält, um die
Zusammensetzung zu vernetzen, die vernetzte Zusammensetzung der
Erfindung erhalten werden, ohne daß eine weitere Zugabe an Hydrosilylierungs-Katalysator
erforderlich ist. Alternativ kann, falls notwendig, die vernetzbare
Zusammensetzung mit zusätzlichem
Hydrosilylierungs-Katalysator versehen werden.
-
Die
für die
Erfindung geeigneten vernetzbaren Organosilizium-Präpolymere
schließen
solche Präpolymere
ein, wie sie in Leibfried '779,
Leibfried '731,
Leibfried '134,
Bard et al. '360
und Cowan offenbart werden. Die für die Erfindung geeigneten
vernetzbaren Präpolymere
schließen
auch solche Präpolymere
ein, wie sie in Bard et al. '303,
US-Patent Nr. 5,068,303, Burnier '048, US-Patent Nr. 5,025,048, Burnier '735, US-Patent Nr.
5,118,735, Barnum et al. '979,
US-Patent Nr. 5,242,979, Barnum et al. '817, US-Patent Nr. 5,171,817 und Leibfried '498, US-Patent Nr.
5,196,498 und in der US-Anmeldung Serial Nr. 593,168, eingereicht
am 5. Oktober 1990, offenbart werden.
-
Bevorzugte
vernetzbare Organosilizium-Präpolymere
sind solche umfassend:
- (a) mindestens ein Polyen
mit mindestens zwei bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen und
- (b) mindestens eine Siliziumverbindung mit mindestens zwei bei
der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen
und umfassend mindestens ein Mitglied ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus cyclischen Polysiloxanen, Tetrasiloxysiloxanen und linearen
Polysiloxanen;
wobei mindestens eine der Komponenten Polyen
und Siliziumverbindung mehr als zwei bei der Hydrosilylierung reaktive
Stellen aufweist. Bevorzugter hat die mindestens eine Siliziumverbindung
drei oder mehr bei der Hydrosilylierung reaktive ≡SiH-Gruppen.
-
Geeignete
Polyene und Silizium-Verbindungen für solche Präpolymere schließen die
oben diskutierten ein.
-
Wenn
die erfindungsgemäßen vernetzbaren
Präpolymere
die angegebenen vernetzbaren Organosilizium-Präpolymere sind – d.h. mindestens
ein Polyen und ein oder mehrere cyclische Polysiloxane und/oder Tetrasiloxysilane
und/oder lineare Polysiloxane, wie oben diskutiert, umfassen – wird das
Verhältnis
aller bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die durch mindestens ein Polyen beigetragen werden, zu den bei der
Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen,
die durch mindestens eine Siliziumverbindung beigetragen werden,
vorzugsweise je nach der vorgesehenen Funktion dieser Präpolymere eingestellt.
-
Insbesondere
wird das Präpolymer
bei der Hydrosilylierungs-Reaktion
mit dem Polyphenylenoxid formuliert; wenn das Polyphenylenoxid zwei
oder mehr bei der Hydrosilylierung reaktive Stellen liefert, wird
es an der Vernetzung durch die Hydrosilylierung teilnehmen. Da die
bei der Hydrosilylierung reaktiven Stellen des Polyphenylenoxids
ungesättigte
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen sind, muß das Präpolymer ausreichend bei der
Hydrosilylierung reaktive ≡SiH-Gruppen für die Reaktion
damit liefern und der relative Anteil von bei der Hydrosilylierung
reaktiven Stellen, der durch Polyen und Siliziumverbindung beigetragen
wird, wird dadurch bestimmt.
-
Aufgrund
des Vorhergehenden kann die Präpolymer-Zusammensetzung
zumindest einen geringen Überschuß an bei
der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen
gegenüber
den bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen haben;
dieses Verhältnis
liegt vorzugsweise im Bereich von 1,1:1 oder mehr. Polyphenylenoxide
mit höherem
Molekulargewicht können
angewendet werden – z.B.
vernetzte, bei denen nur ein geringer Überschuß an bei der Hydrosilylierung
reaktiven ≡SiH-Gruppen
verfügbar ist.
-
Außer den
vernetzbaren Organosilizium-Präpolymeren
der Erfindung beinhalten diese Präpolymeren die vernetzbaren
linearen Poly(organohydrosiloxan)-Präpolymere, die lineare Poly(organohydrosiloxane)
mit bei der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen aufweisen, die
mit Polyen – vorzugsweise
einem polycyclischen Polyen – umgesetzt
wurden. Geeignete Polyene wie polycyclische Polyene schließen die
oben diskutierten ein.
-
Bei
diesen vernetzbaren linearen Poly(organohydrosiloxan)-Präpolymeren,
wurden vorzugsweise 5 bis 90 % – bevorzugter
mindestens 30 % und am meisten bevorzugt 30 bis 60 % – der bei
der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen
auf diese Weise mit Polyen umgesetzt. Geeignete lineare Poly(organohydrosiloxane) für diese
Präpolymeren
sind die oben disku tierten, wobei sowohl die mit der allgemeinen
Formel als auch die beispielhaft angegebenen linearen Poly(organohydrosiloxane)
angewendet werden können.
-
Die
vernetzbaren erfindungsgemäßen Präpolymere
können
hergestellt werden unter Anwendung von Verfahren und Komponenten
einschließlich
der in Leibfried '779,
Leibfried '731,
Leibfried '134,
Bard et al. '360, Bard
et al. '303, Burnier '048, Burnier '735, Cowan, Barnum
et al. '979 und
Barnum et al. '817
und in US-Patent Nr. 5,340,644 angegebenen Verfahrensstufen und
Katalysatoren, ohne darauf beschränkt zu sein. Die Reaktionen
zur Bildung des Präpolymers
können
thermisch oder durch Zugabe eines Hydrosilylierungs-Katalysators
oder einer Radikale erzeugenden Verbindung wie eines Peroxids oder
einer Azoverbindung gefördert
werden.
-
Eine
Möglichkeit
zur Herstellung eines vernetzbaren Organosilizium-Präpolymers
als vernetzbares Präpolymer
der Erfindung, wie oben diskutiert, besteht darin, einfach die richtigen
relativen Verhältnisse
von Komponenten – d.h.
einschließlich
Polyen, Siliziumverbindung und Hydrosilylierungs-Katalysator – zu vermischen
und die Mischung auf eine Temperatur zu bringen, bei der die Reaktion
gestartet wird. Die richtigen Temperaturbedingungen werden danach
aufrechterhalten, um die Reaktion zu dem Grad an Vervollständigung
zu bringen, der erforderlich ist, um das gewünschte Präpolymer zu erhalten.
-
In
dieser Hinsicht sind die verwendeten Reaktionsbedingungen solche,
die erforderlich sind, um ein Präpolymer
zu erhalten, wie hier definiert – d.h. ein solches Polymer,
das teilweise gehärtet
ist, aber nicht bis zum oder über
den Gelpunkt gehärtet
ist; z.B. wird die Mischung der Komponenten mehrere Stunden lang
auf etwa 30 bis 80°C
gehalten, dann an dem Punkt unterbrochen, wo der entsprechende Anteil
an verfügbaren, bei
der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH- Gruppen umgesetzt
wurde – vorzugsweise
5 bis 60 %. Bevorzugter wird diese Polymerisation so durchgeführt, daß 30 bis
60 % und am meisten bevorzugt 30 bis 50 % der verfügbaren bei
der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen
umgesetzt wurden.
-
Die
angegebene Herstellung des Präpolymers
kann in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt werden; in diesem Fall
wird das verwendete Polyen für
die Herstellung des Präpolymers
auf gleiche Weise wie das Präpolymer
hergestellt. So wird das Polyen erhalten, indem eine Mischung aus
Hydrosilylierungs-Katalysator, Siliziumverbindung und Anfangspolyen
erhitzt wird – wobei
solche Polyene, die hier diskutiert wurden, als Anfangspolyene geeignet
sind – um
die Hydrosilylierungs-Reaktion zu bewirken; genauer kann das Polyen auf
die in Leibfried '134
und Leibfried '809
angegebene Weise hergestellt werden.
-
Es
ist anzumerken, daß dieses
Polyen, außer
daß es
für dieses
zweistufige Verfahren geeignet ist – d.h. zur Herstellung des
Präpolymers
der dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung – auch
geeignet ist als Polyen für
vernetzbare Zusammensetzungen der Erfindung, bei denen das Präpolymer
nicht angewendet wird – d.h.
für die
zweite Ausführungsform.
-
Zur
Herstellung dieses Polyens sind die relativen Anteile des Anfangspolyens
und der Siliziumverbindung, die angewendet werden, so, daß ein großer Überschuß von bei
der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die für
die Reaktion mit den bei der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen
verfügbar
sind, vorhanden sind; d.h. das Verhältnis von bei der Hydrosilylierung
reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen des Anfangspolyens
zu bei der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen der Siliziumverbindung
liegt zwischen etwa 2:1 und etwa 10.1. Über schüssiges Anfangspolyen, das nach
dieser Reaktion verbleibt, wird mit irgendeinem geeigneten Verfahren
entfernt, z.B. üblichem
Abziehen – z.B.
durch Destillation im Vakuum.
-
Im
entstehenden Polyen ist das Verhältnis
von allen bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die durch das Anfangspolyen beigetragen werden, zu bei der Hydrosilylierung
reaktiven ≡SiH-Gruppen,
die durch die Siliziumverbindung beigetragen werden, vorzugsweise
mindestens 1,8:1 oder mindestens etwa 1,8:1, bevorzugter ist es,
größer als
1,8:1 oder größer als
etwa 1,8:1. Noch bevorzugter ist dieses Verhältnis größer als 1,8:1 oder etwa 1,8:1
und bis zu 2,2:1 oder etwa 2,2:1; am meisten bevorzugt ist es größer als
1,8:1 oder etwa 1,8:1 und bis zu 2,0:1 oder etwa 2,0:1.
-
Bei
der Bildung dieses entstehenden Polyens werden die bei der Hydrosilylierung
reaktiven ≡SiH-Gruppen,
die durch die Siliziumverbindung beigetragen wurden, vollständig oder
zumindest im wesentlichen vollständig
mit den bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die durch das Anfangspolyen beigetragen wurden, umgesetzt. In diesem
Zusammenhang bedeutet "mindestens im
wesentlichen vollständig", daß ungefähr 90 %
oder mehr der ≡SiH-Gruppen
umgesetzt wurden.
-
Von
den bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die durch das Anfangspolyen beigetragen werden, sind die, die nicht
umgesetzt wurden mit den angegebenen ≡SiH-Gruppen, für die weitere
Hydrosilylierung verfügbar.
Das entstehende Polyen ist daher mit mindestens zwei bei der Hydrosilylierung
reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
versehen.
-
Von
den bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die so beigetragen werden, aber nicht mit den ≡SiH-Gruppen umgesetzt werden,
sind die, die Teil des auf diese Weise umgesetzten Anfangspolyens
sind – das
wiederum Teil des entstehenden Polyens ist – für die Reaktion mit den bei
der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen der weiteren
Siliziumverbindung in der zweiten Stufe des angegebenen zweistufigen
Verfahrens verfügbar.
Diese zweite Stufe ist die Herstellung des vernetzbaren Präpolymers
und kann – mit
dem entstehenden Polyen und der weiteren Siliziumverbindung – auf die
Weise durchgeführt
werden, daß vernetzbare
Organosilizium-Präpolymere,
wie vorher diskutiert, hergestellt werden.
-
Bezüglich des
zweistufigen Präpolymers
ist das Verhältnis
von allen bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die durch das entstehende Polyen beigetragen werden, zu den bei der
Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen,
die durch die weitere Siliziumverbindung beigetragen werden, vorzugsweise
auch wie vorher diskutiert, im Hinblick auf die Herstellung von
vernetzbarem Organosilizium-Präpolymer.
-
Bezüglich der
Herstellung des vernetzbaren linearen Poly(organohydrosiloxan)-Präpolymers
der Erfindung, wie hier diskutiert, werden der Hydrosilylierungs-Katalysator
und das polycyclische Polyen vermischt und erhitzt, um einen Komplex
zu bilden. Dieser Komplex und das Poly(organohydrosiloxan) werden
danach vereinigt und, wie bei dem vorher diskutierten Organosilizium-Präpolymer,
werden geeignete Reaktionsbedingungen verwendet, um das entsprechende
Präpolymer
zu erhalten.
-
Insbesondere
wird die Reaktionsmischung auf etwa 40 bis 80°C erhitzt, wie vorher unter
Bezugnahme auf die Herstellung des vernetzbaren Organosilizium-Präpolymers
disku tiert, die Reaktionstemperatur wird mehrere Stunden lang aufrechterhalten,
dann wird an dem Punkt unterbrochen, an dem der erforderliche Anteil verfügbarer bei
der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen
umgesetzt wurde – vorzugsweise
für dieses
Poly(organohydrosiloxan)-Präpolymer
5 bis 60 %. Bevorzugter wird die Polymerisation so durchgeführt, daß 30 bis
60 % der verfügbaren
bei der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen umgesetzt wurden.
-
Bezüglich der
direkt folgenden Diskusion zu den geeigneten polycyclischen Polyenen,
um das erforderliche Poly(organohydrosiloxan)-Präpolymer zu erhalten bei der
angegebenen Reaktion bei niedrigerer Temperatur, wird eine solche
Diskusion angeboten nach dem besten Verständnis der Erfindung. Diese
Diskusion soll nicht den Schutzbereich der Erfindung beschränken.
-
Damit
das erforderliche Poly(organohydrosiloxan)-Präpolymer, das vorzugsweise fließfähig und
hitzehärtbar
ist, erhalten werden kann durch eine solche Reaktion bei niedriger
Temperatur, scheint es, auch wenn das Verhältnis von bei der Hydrosilylierung
reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen zu bei der Hydrosilylierung
reaktiven ≡SiH-Gruppen ansonsten
geeignet ist, um das vernetzte Polymer zu erhalten, daß ein geeignetes
polycyclisches Polyen erforderlich ist; solche geeigneten polycyclischen
Polyene sind solche, die chemisch unterscheidbare bei der Hydrosilylierung
reaktive Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen haben, d.h. daß eine solche
Bindung während
der Hydrosilylierung reaktiver ist als die andere. Diese polycyclischen Polyene
schließen
z.B. Cyclopentadienoligomere, wie Dicyclopentadien und Cyclopentadientrimer
und Methyldicyclopentadien ein.
-
Das
Vernetzen für
die dritte Ausführungsform
kann unter den gleichen Bedingungen, wie sie für die ersten und zweiten Ausführungsformen
verwendet wurden, durchgeführt
werden.
-
Andere
Komponenten außer
den vorher angegebenen können
erfindungsgemäß enthalten
sein; solche Komponenten können
für die
vernetzbaren Zusammensetzungen der Erfindung bereitgestellt werden und/oder,
wenn ein Präpolymer
angewendet wird, zur Herstellung eines solchen Präpolymers
abhängig
von den Eigenschaften der Komponenten und des Präpolymers. Es versteht sich,
daß solche
weiteren speziellen Komponenten, die spezifisch diskutiert werden,
nicht beschränkt
sein sollen und daß andere,
nicht spezifisch beschriebene, auch geeignet sind.
-
Was
z.B. in Leibfried '498
als mindestens eine zweite Siliziumverbindung angegeben ist, ist
eine geeignete zusätzliche
Komponente. Diese Komponente wird speziell angegeben als eine, die
für härtbare Mischungen
der Erfindung als Ausgangsmaterial und/oder zur Herstellung des
Präpolymers
verwendet werden kann.
-
Noch
weitere zusätzliche
Komponenten schließen
Modifikatoren für
die Reaktionsrate ein, wie in US-Patent Nr. 5,340,644 offenbart.
-
Weitere
zusätzliche
Komponenten schließen
Flammschutzmittel ein, wie in US-Patent Nr. 5,298,536 offenbart.
-
Weitere
Beispiele für
zusätzliche
Komponenten sind Ruß,
Kohlenstoff (Graphit), Quarz, Aramid und andere Polymerfasern, die
in den härtbaren
Mischungen der Erfindung enthalten sein können; diese Materialien werden
gut mit den flüssigen
Präpolymeren
der Erfindung benetzt, was sie zu ausgezeichneten Matrixmaterialien
macht. Fasern können
in nicht gewebter, unidirektionaler, gewebter, Gewebeform etc. sein;
geeignete Fasern und Prepregs schließen solche ein, die in Bard '360 diskutiert werden.
-
Additive
wie Füllstoffe
und Pigmente können
auch enthalten sein. Vermiculit, Glimmer, Wollastonit, Calciumcarbonat,
Sand, Siliciumdioxid, gebranntes Siliciumdioxid, Hartglas, Keramikkugeln,
hohle Glaskugeln, Glasperlen, gemahlenes Glas, Abfallglas und andere
mineralische Füllstoffe
sind Beispiele für
Füllstoffe, die
eingearbeitet werden können.
Füllstoffe
können
entweder als Verstärkung
oder als Füllstoffe
und Streckmittel dienen, um die Kosten des geformten Produkts zu
vermindern; insbesondere Glaskugeln sind geeignet zur Herstellung
von Verbundmaterialien mit geringer Dichte. Füllstoffe können auch aus anderen Gründen verwendet
werden, z.B. zur Modifikation der Viskosität. Füllstoffe können in Mengen von bis zu 15
Gew.-% der vernetzbaren Zusammensetzungen der Erfindung und sogar
in höheren
Mengen vorhanden sein, d.h. bis zu etwa 95 Gew.-%, wenn Glasfasern
nicht verwendet werden.
-
In
dieser Hinsicht sind besonders geeignete verstärkende Füllstoffe kugelförmige Teilchen
aus Hartglas, die in einem Anteil von bis zu etwa 95 Gew.-% enthalten
sein können.
Wärmeleitende
keramische Füllstoffe
können
bis zu einem Anteil von etwa 90 Gew.-% verwendet werden; diese sind
geeignet für
elektronische Kapselmaterialien, um Wärme aus elektronischen Vorrichtungen
abzuleiten.
-
Stabilisatoren
(Antioxidantien, Antiozonmittel, Wärme- und Lichtstabilisatoren)
sind geeignet, um die Lagerstabilität der Monomeren, Präpolymeren
und Polymeren in den vernetzbaren Zusammensetzungen der Erfindung
und die thermische oxidative Stabilität der vernetzten Produkte aufrechtzuerhalten.
Bevorzugte Stabilisatoren sind z.B. Radikalfänger, wie sterisch gehinderte
Phenole zusammen mit anderen Stabi lisatoren. Besonders geeignete
Beispiele schließen
Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidinyl)-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl)butylpropandioat
(erhältlich
als TinuvinTM 144 von Ciba-Geigy Corp.,
Hawthorne, NY) oder eine Kombination von Octadecyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxyhydrocinnamat
(auch bekannt als Octadecyl-3-(3',5'-di-tert.-butyl-4'-hydroxyphenyl)-propionat) (erhältlich als
NaugardTM 76 von Uniroyal Chemical Co., Middlebury,
CT) und Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidinylsebacat)
(erhältlich
als TinuvinTM 765 von Ciba-Geigy Corp.) ein. Stabilisatoren werden
allgemein in einer Menge von etwa 0,5 bis etwa 3,0 % bezogen auf das
Gewicht des Präpolymers
der härtbaren
Mischung verwendet. Im allgemeinen können die Stabilisatoren angewendet
werden wie in Burnier '048
und in Burnier '735
offenbart.
-
Ein
oder mehrere Elastomere können
auch zugegeben werden, vorzugsweise vor dem Vernetzen, um die Zähigkeit
zu verbessern durch Einarbeitung von elastomeren Bereichen in die
Zusammensetzung. Bevorzugt sind Kohlenwasserstoff-Elastomere mit
einem Molekulargewicht von weniger als 100.000 und Siloxanelastomere
mit geringem Molekulargewicht. Beispielhafte Kohlenwasserstoff-Elastomere
sind Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymere
mit geringem Molekulargewicht, Butylkautschuk mit geringem Molekulargewicht,
teilweise hydriertes Polyisopren oder teilweise hydrierter Naturkautschuk
mit geringem Molekulargewicht und teilweise hydriertes Polybutadien
oder Styrolbutadien-Copolymer mit geringem Molekulargewicht. Beispielhafte
Siloxan-Kautschuke schließen
Polydimethyl-Diphenylsiloxan-Copolymere mit Vinyl- oder SiH-Endgruppen
mit geringem Molekulargewicht ein. Bevorzugt sind Ethylen-Propylen-Dicyclopentadien
mit geringem Molekulargewicht und Ethylen-Propylen-Ethylidennorbornen-Polymere
mit einem Molekulargewicht von 5500 bis 7000. Am meisten bevorzugt
ist Trilene 65 Elastomer (erhältlich
von Uniroyal Chemical Co.). Das Elastomer oder die Elastomere werden
im allgemeinen in einer Menge von 0,5 bis 20 %, bevorzugt 3 bis
12 % und am meisten bevorzugt 5 bis 10 % bezogen auf das Gewicht
der gesamten Zusammensetzung verwendet, höhere Gehalte können bei
einigen Anwendungen nützlich
sein. Im allgemeinen können
Elastomere angewendet werden wie in Barnum et al. '979 und Barnum et
al. '817 offenbart.
-
Im
allgemeinen können
die jeweiligen Anteile und verschiedenen Arten von Komponenten,
die verwendet werden zur Herstellung der vernetzbaren und vernetzten
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vom
Fachmann ohne übermäßige Versuche
nach einer Vielzahl von Faktoren bestimmt werden. Solche Faktoren
schließen
die Kompatibilität
der Komponenten, ob sie miteinander reagieren und – wenn sie
miteinander reagieren – die
Stöchiometrie
der Reaktionen, die auftreten, ein, sind aber nicht darauf beschränkt; zusätzliche Faktoren
betreffen die für
die härtbare
Mischung und das gehärtete
Produkt erwünschten
Eigenschaften.
-
In
dieser Hinsicht ist das Verhältnis
von bei der Hydrosilylierung reaktiven Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen
zu bei der Hydrosilylierung reaktiven ≡SiH-Gruppen, die schließlich vom
Polyen (falls vorhanden) und der Siliciumverbindung beigetragen
werden, zu beachten zur Herstellung von erfindungsgemäßen Zusammensetzungen – ob sie
zur Herstellung des Präpolymers
oder des endgültigen
vernetzten Produktes beitragen. Dieses Verhältnis liegt vorzugsweise im
Bereich von 0,1:1 oder etwa 0,1.1 bis 1,5:1 oder etwa 1,5:1; bevorzugter
liegt dieses Verhältnis
im Bereich von 0,5:1 oder etwa 0,5 :1 bis 1,2:1 oder etwa 1,2:1; noch
bevorzugter liegt dieses Verhältnis
im Bereich von 0,8.1 oder etwa 0,8:1 bis 1,2:1 oder etwa 1,2:1.
Am meisten bevorzugt ist dieses Verhältnis 1:1,1 oder etwas größer.
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Bezüglich des
angegebenen am meisten bevorzugten Bereichs von 1:1,1 oder etwas
größer sind
die im Hinblick auf die bevorzugten Verhältnisse von Hydrosilylierungsstellen
für die
vernetzbaren Präpolymere angegebenen
Betrachtungen allgemein anwendbar. Es müssen ausreichend bei der Hydrosilylierung
reaktive ≡SiH-Gruppen
vorhanden sein, die für
die Reaktion mit den bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
des Polyphenylenoxids verfügbar
sind; daher ist ein zumindest geringer Überschuß von ≡SiH-Gruppen bevorzugt. Wie
auch im Hinblick auf die Diskusion der Verhältnisse der Hydrosilylierungsstellen
für die
vernetzbaren Präpolymere
angegeben, sind auch Polyphenylenoxide mit hohem Molekulargewicht
allgemein für
die Vernetzung geeignet, wenn nur ein geringer Überschuß an bei der Hydrosilylierung
reaktiven ≡SiH-Gruppen
verfügbar
ist.
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Insbesondere
ist die Menge an Polyphenylenoxid bezogen auf die anderen Komponenten
nicht kritisch. Die minimale Menge von bei der Hydrosilylierung
reaktiven Komponenten, die verwendet werden muß, außer dem Polyphenylenoxid, ist
die, bei der noch ein Vernetzen stattfindet – wobei diese Menge etwa 1 Gew.-%
der Zusammensetzung ist; daher können
bis zu etwa 99 Gew.-% Polyphenylenoxid angewendet werden. Die maximale
Menge an anderen Komponenten als Polyphenylenoxid ist die, bei der
die gewünschten Eigenschaften,
die der Zusammensetzung durch die Gegenwart des Polyphenylenoxids
vermittelt werden, aufrechterhalten werden; diese Menge ist etwa
60 Gew.-% der Zusammensetzung, was 40 Gew.-% als minimal vorhandene
Menge an Polyphenylenoxid liefert.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
aufgetragen, geformt oder kompoundiert werden, um geeignete Formen
herzustellen. Das Beschichten von anorganischen Materialien, Glas
oder Metall unter Umgebungsbedingungen kann einen Korrosionsschutz
für teure
Anlagen liefern. Die Zusammensetzungen mit geringer Polarität liefern
kohäsive
und adhäsive
Beschichtungen mit sehr geringer Anfälligkeit für die Absorption von atmosphärischer
Feuchtigkeit. Dies und die geringen Dielektrizitätskonstanten machen sie zu ausgezeichneten
Schutzbeschichtungen und Kapselmitteln für empfindliche elektronische
Teile.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
für imprägnierende
Verstärkungen
verwendet werden, um verstärkte
Verbundmaterialien zu erhalten; weiterhin können sie auf Fasern aufgetragen
werden, um Verbundlaminate herzustellen und zu geeigneten Strukturen
verarbeitet werden. Die flüssigen
Zusammensetzungen können
Glas-, Aramid- oder Kohlenstoffasern als Filamente, Matten oder
Gewebe beschichten und können
teilweise gehärtet
werden, um Formen zu liefern, die leicht zu Laminaten oder anderen
zusammengesetzten Formen, wie gedruckten Schaltkreissubstraten verarbeitet
werden können.
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Die
Zusammensetzungen können
in Düsen
oder Formen eingespritzt werden, um direkt extrudierte oder geformte
Teile zu liefern. Typischerweise werden Non-Woven-Matten aus Glas
oder Gewebe in die Form gelegt und die flüssige Zusammensetzung eingespritzt,
um die Form zu füllen
und an Ort und Stelle gehärtet, um
das fertige geformte Teil herzustellen. Bei den RIM-Anwendungen
wird ein Glas- oder Faserroving durch eine Düse gezogen, wo die flüssige Polymerformulierung
unter Druck injiziert wird und thermisch gehärtet wird, um einen starren
Stab aus dem Roving zu machen, bevor dieser die Heizzone der RIM-Trommel
verläßt. Stäbe, Balken
oder andere zusammengesetzte Konstruktionen können kontinuierlich mit diesem
Verfahren hergestellt werden.
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Die
Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert, die zur Erläuterung
angegeben sind und nicht den Schutzbereich beschränken sollen.
Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich alle Prozentangaben,
Teile etc. auf Gewicht.
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Beispiel 1
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Herstellung von Polyphenylenoxid
mit zwei Hydroxylgruppen, eine an jedem Ende des Polymers (PPO-2OH)-α,ω-Bis(2,6-dimethylphenol)-poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenoxid)
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Zu
einer Lösung
von 4-Dimethylaminopyridin (28 g, 0,23 mol) in 740 ml Methanol und
100 ml Wasser wurde Kupfer(I)chlorid (7,2 g, 0,113 mol) zugegeben.
Luft wurde durch die Reaktionsmischung 15 Minuten lang durchgeleitet.
Eine Lösung
von Tetramethylbisphenol-A (66,24 g, 0,233 mol) und 2,6-Dimethylphenol
(113,77 g, 0,933 mol) in 1200 ml Methanol wurde zu der Reaktionsmischung
zugegeben. Luft wurde 18 Stunden lang durch die Reaktionsmischung
durchgeleitet. Das ausgefällte
Polymer wurde abfiltriert und bei Raumtemperatur luftgetrocknet.
Die Reinigung wurde durchgeführt,
indem eine Chloroformlösung
des rohen Polymers in 2,4 l Methanol, das 40 ml konzentrierte Salzsäure enthielt,
ausgefällt
wurde. Der gebildete fahlgelbe Niederschlag wurde gesammelt und
sorgfältig
mit Methanol gewaschen, was 378 g PPO-2OH ergab.
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Herstellung von Polyphenylenoxid
mit zwei bei der Hydrosilylierung reaktiven ungesättigten
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen, eine an jedem Ende des Polymers
aus PPO-2OH Bis(vinylbenzylether)
von PPO-2OH (PPO-2VB)
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Zu
einer Lösung
von PPO-2OH (100 g, 0,09 Äquivalente
OH) in 800 ml Chloroform wurden 50 % wäßriges Natriumhydroxid (10,8
g, 0,135 mol) tropfenweise zugegeben. Nach Zugabe von Tetrabutylammoniumhydrogensulfat
(3,4 g, 0,01 mol) und 300 ml Wasser veränderte sich die Farbe der Reaktionsmischung
von gelbgrün
zu dunkelbraun. Eine Mischung von m,p-Vinylbenzylchlorid (25 g,
0,16 mol) wurde zu der Reaktionsmischung zugegeben und das Rühren 18
Stunden lang fortgesetzt. Eine Analyse mit Dünnschicht-Chromatographie zeigte,
daß das
PPO-2OH-Ausgangsmaterial verschwunden war. Die organische Phase
wurde von der wäßrigen Phase
abgetrennt und in 4,8 l Methanol ausgefällt. Der gebildete Niederschlag
wurde gesammelt, sorgfältig
mit Methanol gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das 1HNMR-Spektrum
des Produktes zeigte ein klares Protonen-Aufspaltungsmuster bei δ = 5,25 ppm,
5,75 ppm und 6,75 ppm für
olefinische Vinylprotonen.
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Vernetzung des Polyphenylenoxids
mit Vinylbenzylether-Endgruppen (PPO-2VB) mit Methylhydrocyclosiloxanen
(MHCS) und Dicyclopentadien unter Verwendung eines Platin-Hydrosilylierungs-Katalysators
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Eine
Menge an PPO-2VB (0,31 g) wurde zu 0,58 g Dicyclopentadien (8,77
meq Olefine) und 0,618 g Toluol zugegeben. Zu dieser Lösung wurden
0,55 g Methylhydrocyclosiloxane und 0,08 g Chlorplatinsäure komplexiert
mit DCPD (1123 ppm Pt in Dicyclopentadien) zugegeben, was 59 ppm
Pt in der vernetzenden Formulierung ergab.
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Die
Formulierung gelierte nach 72stündigem
Rühren
bei Raumtemperatur. Die Formulierung erzeugte ein klares kompatibles
Gel in 3 Minuten und 15 Sekunden bei 154°C.
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Beispiel 2
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Herstellung von Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenoxid)
PPO
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Der
Katalysator wurde hergestellt, indem 1,23 g CuBr2 in
15 ml Methanol gelöst
wurden. Diese Lösung wurde
dann in einen Kolben überführt, der
1350 ml Toluol und 3217 g Dibutylamin enthielt. Die Mischung wurde heftig
gerührt,
während
Luft in einer Rate von 3,7 l/min in der Nähe des Bodens des Kolbens eingeleitet
wurde. Eine Lösung
von 210 g 2,6-Dimethylphenol gelöst
in 210 g Toluol wurde über
einen Zeitraum von 15 Minuten zugegeben, während gerührt wurde und die Luftströmung fortgesetzt
wurde. Die Reaktion wurde nach 9 Stunden gestoppt, indem die Luftströmung beendet
wurde und durch Zugabe von 200 ml 50 % wäßriger Essigsäure. Die
organische Phase wurde abgetrennt und in 3500 ml Methanol gegossen,
um das Polymer auszufällen, das
dann im Vakuum bei 60°C
getrocknet wurde.
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Seitenketten-Allylierung
des PPO
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Sechs
Gramm (6 g) Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenoxid) werden zu 250 ml
trockenem Toluol zugegeben und 2,3 g Natrium werden zugegeben und
durch Erwärmen
der Mischung bei 100°C
30 Minuten lang verteilt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden
6 g 1-Chlorhexan zugegeben. Die Reaktionsmischung wird eine Stunde
auf 65°C
erhitzt und 3,8 g Allylchlorid werden zugegeben. Die Toluollösung wird
nach und nach zu 750 ml Methanol zugegeben, um das Polymer auszufällen. Das
Polymer wird wieder in 250 ml Toluol gelöst und dreimal mit jeweils
250 ml Wasser extrahiert. Das Polymer wird wieder ausgefällt durch
Zugabe der Toluollösung
zu 750 ml Methanol. Das ausgefällte
Polymer wird im Vakuum getrocknet.
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Herstellung des vernetzbaren
Organosilizium-Präpolymers
aus Methylhydrocyclosiloxanen und Dicyclopentadien (MHCS/DCPD)
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In
eine Flasche werden 5,3 g Methylhydrocyclosiloxane (Huls America,
M8830), 5,9 g Dicyclopentadiene und 0,75 g einer Lösung von
Chlorplatinsäure
in Dicyclopentadien (0,15 g CPA/100 g DCPD, eine Stunde erwärmt auf
50°C) zugegeben.
Die Reaktionsmischung wird bei 25°C
gerührt,
bis im wesentlichen 100 % der Norbornen-Doppelbindungen von DCPD
reagiert haben, was durch NMR-Analyse bestimmt wird. Das entstehende
Präpolymer
wird stabilisiert durch Zugabe von 5,5 mg (50 ppm) Tetramethylethylendiamin
zu der Lösung.
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Vernetzung des an der
Seitenkette allylierten PPO's
mit dem vernetzbaren Organosilicium-Präpolymer
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In
10 g Tetrahydrofuran werden 5,6 g des vernetzbaren Organosilicium-Präpolymers,
4,4 g des allylierten PPO's,
0,05 g PC072 Platinkatalysator (Huls America) und 0,4 mg Tetramethylethylendiamin
gelöst. Eine
0,005 mm dicke Beschichtung dieser Lösung wird auf einer Glasplatte
ausgebreitet und nach und nach auf 250°C erwärmt, was eine harte, klare,
nicht polare Beschichtung mit ausgezeichneten elektrischen Eigenschaften
liefert (geringe Dielektrizitäts-Konstante,
geringer Verlustfaktor, hoher Widerstand).
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Beispiel 3
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Arylring- und Seitenketten-Allylierung
von Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenoxid)
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Butyllithium
(8,3 ml einer 1,6 M Lösung
in Hexan) und 1,5 g Tetramethylethylendiamin werden zu 370 g Benzol
zugegeben. 8 g Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylenoxid) werden zu der
Lösung
zugegeben und bei 25°C 24
Stunden lang gerührt.
Das entstehende lithiierte Polymer wird mit 1,1 g Allylchlorid bei
25°C durch
einstündiges
Rühren
umgesetzt. Das entstehende Polymer wird aus der Lösung ausgefällt durch
stufenweise Zugabe von 1 l Methanol. Zur Reinigung wird das Polymer
wieder in 250 ml Toluol gelöst
und die entstehende Lösung dreimal
mit jeweils 250 ml Wasser extrahiert. Das Polymer wird wieder aus
Methanol ausgefällt
und im Vakuum getrocknet.
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Vernetzen des an Ring
und Seitenketten allylierten PPO's
mit vernetzbarem Organosilicium-Präpolymer
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Das
an Arylring und Seitenketten allylierte PPO (6,3 g) und 1,1 g vernetzbares
Organosilicium-Präpolymer,
hergestellt mit dem Verfahren von Beispiel 2, werden in 10 g Tetrahydrofuran
gelöst;
0,04 g PC072 Platinkomplex und 0,3 mg Tetramethylethylendiamin werden
zu dieser Lösung
zugegeben. Eine 0,008 mm dicke Beschichtung der Lösung, ausgebreitet
auf einem Siliciumwafer und zwei Stunden gehärtet bei 200°C ist hart und
klar und hat ausgezeichnete elektrische Eigenschaften.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezugnahme auf spezielle Mittel, Materialien
und Ausführungsformen
beschrieben wurde, ist festzustellen, daß die Erfindung nicht auf die
offenbarten Einzelheiten beschränkt
ist und sich auf alle Äquivalente
im Bereich der Ansprüche
bezieht.