DE456385C - Schere zum Abtrennen von laufendem Walzgut o. dgl. - Google Patents

Schere zum Abtrennen von laufendem Walzgut o. dgl.

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DE456385C
DE456385C DEM87005D DEM0087005D DE456385C DE 456385 C DE456385 C DE 456385C DE M87005 D DEM87005 D DE M87005D DE M0087005 D DEM0087005 D DE M0087005D DE 456385 C DE456385 C DE 456385C
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D25/00Machines or arrangements for shearing stock while the latter is travelling otherwise than in the direction of the cut
    • B23D25/02Flying shearing machines
    • B23D25/06Flying shearing machines having a cutting device mounted on an oscillating lever

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schere zum Abtrennen von laufendem Walzgut o. dgl. mit Schwingrahmen und zusammenwirkenden Ober- und Untermessern sowie einem das Obermesser steuernden Schwinglenker.
Die Erfindung bezweckt bei dieser in der Praxis so gut wie ausschließlich eingeführten Scherenart die Erzielung der bei anderen
xo Scherenarten bereits bekannten vorteilhaften Wirkung einer Vermeidung des Niederdrückens des Hinterendes des abgeschnittenen Stückes durch das Zusammenwirken der Messer. Zu diesem Zweck sind nach der Erfindung die Gelenkzapfen des Rahmens und Lenkers so angeordnet, daß eine zum bewegten Gut an einem Punkt seiner Erfassung durch die Messer senkrecht stehende Ebene näher dem Lenkerzapfen als dem Rahmenzapfen ist, und daß der Lenker vorzugsweise eine Rückwärtsneigung in der normalen Ruhelage des Scherenrahmens hat, derart, daß das Abschneiden des Werkstückes während der Aufwärtsschwingung des Untermessers eintritt, so daß ein Niederbiegen des Hinterendes des abgeschnittenen Stückes verhindert wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
Abb. ι ist eine Seitenansicht einerWanderschere,
Abb. 2 eine Seitenansicht bei anderer Lage während des Schneidens,
Abb. 3 ein Mittelschnitt durch den Dampfzylinder,
Abb. 3a ein Teilschnitt durch das Hauptdampfventil,
Abb. 4 ein Schnitt durch ein Hilfsventil in größerem Maßstabe,
Abb. 4a ein Teilschnitt durch das Hilfsventil nach Linie a-a der Abb. S,
Abb. 5 ein Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. 4,
Abb. 6 ein Schnitt nach Linie 6-6 der Abb. 4, Abb. 7 eine Vorderansicht der Abb. 4,
Abb. 8 ein Längsschnitt durch einen Luftzylinder, der mit dem beweglichen Messer zusammenwirkt,
Abb. 9 ein Querschnitt durch Abb. 8;
Abb. 10 bis 16 zeigen die Schere in verschiedenen Wirkungsstufen.
Der Maschinenfuß 1 (Abb. 1) trägt einen Teil, welcher einen Drehzapfen 2 für einen schwingenden Scherenrahmen 3 aufweist. Dieser hat die übliche Öffnung 4 für den Durchgang der stetig fortschreitenden Walzschiene 5, die gewöhnlich auf den üblichen Förderrollen 6 läuft.
Neben der Öffnung 4 hat der Rahmen 3 das übliche feste Messer 7, das mit einem beweglichen Messer 8 zusammenwirkt. Dieses wird wie üblich gelenkig von einem Kopf 9 getragen, der in Führungen ι ο des Rahmens 3 verschiebbar ist; der Kopf wird von der Ouerwelle 11 des Messers 8 getragen, die mit zwei Lenkern 12 verbunden ist, welche um einen Fußzapfen 13 schwingen. Die Welle 11 ist auch gelenkig mit zwei Kuppelstangen 14 (Abb. 1) verbunden, die in
der üblichen Art vom hin und her gehenden Kreuzkopf eines Kolbens 15 im Dampfzylinder 16 bewegt werden.
Die Bewegung des RaKmens 3 nach links (Abb. 1) zwingt die Messer 7 und 8, die Schiene 5 ohne Unterbrechung ihrer Bewegung zu zerschneiden. Das Zusammenziehen der Messer während der Schwingung der Schere beruht darauf, daß der Kopf 9, der das bewegliche Messer 8 trägt, durch seine Verbindung mit dem Zapfen 13 mittels der Lenker 12 in einem festen Abstand von diesem Zapfen gehalten wird. Wenn daher der Rahmen 3 nach links schwingt, so wandert der Kopf 9 in den Führungen 10 abwärts und bewegt das Messer 8 gegen das Messer 7. Bei allen älteren Maschinen ist der Schneidhub so gut wie vollständig in dem Obermesser überlassen, d. h. das feste Messer 7 befindet sich ao im Augenblick des Schneidens wesentlich ebenso hoch wie im Ruhezustande. Dies hat zur Folge, daß das Hinterende des abgeschnittenen Stückes nach unten gebogen wird. Erfindungsgemäß wird dies durch eine andere Anordnung des Schwingrahmens 3 und schwingenden Spannlenkers 12 in Verbindung mit einer Einrichtung vermieden, die im Augenblick des Schneidens das Werkstück zeitweilig anhebt. Abb. 10 zeigt, daß im Ruhezustande der Schere der Spannlenker 12 etwas geneigt gegen die Senkrechte steht, während die Messer annähernd senkrecht über dem Spannzapfen 13 stehen. Daher überschreitet während des Schneidens das vom Schwingrahmen 3 mitgenommene feste Messer 7 den höchsten Punkt seiner Bahn im Gegensatz zu den älteren Einrichtungen, bei denen das eigentliche Schneiden etwas unterhalb der normalen Lauf ebene des Werkstückes geschieht.
Dadurch wird die senkrechte Bewegung des Messers 8 während des Schneidens stark verringert, während das Maß der relativen Bewegung zwischen den Messern 7 und 8 so groß wie. früher bleibt, da das feste Messer 7 dem niedergehenden Messer 8 aufwärts entgegenschwingt. Mithin wird das Abschneiden mehr durch dieses Anheben des Untermessers als durch Senken des Obermessers bewirkt. Während des Schneidens wird das laufende Werkstück durch eine hebende Förderrolle 17 gestützt, die, durch Arme 18 an eine Welle 19 angelenkt ist. Die Arme 18 haben eine Lenkerverbindung 20 entweder mit dem Rahmen 3 (Abb. ία bis 16) oder mit Lenker 12 (Abb. 2). Das Verbindungsglied 20 hebt beim Schneiden die Rolle 17 an (Abb. 11). Die größte Hubhöhe (Abb. 12) wird am Ende des Schneidens erreicht, so daß das Vorderende der Schiene 5 hoch genug gehalten wird, um frei durch die öffnung 4 zu laufen. Das Hinter ende, 21 des abgeschnittenen Stückes fällt auf die durch die Rollen 6 bestimmte Stützebene nieder, statt, wie früher, durch das bewegliche Messer unter diese Ebene niedergebogen zu werden. 6g
Wie Abb. 1 und 2 zeigen, werden der Schwingzapfen 2 und der Spannzapfen 13 von einem Teil 22 getragen, der abnehmbar am Fuß ι sitzt. Daher kann bei Brüchen oder Störungen die Schere als Ganzes rasch ausgewechselt werden. Die Anordnung ist so, daß die Hauptbeanspruchungen vom Rahmen 3 und Lenker 12 unmittelbar auf den Fuß ι übertragen werden. Nur kleinere Kräfte wirken auf die Keile 23, 23', mittels deren der Teil 22 leicht abnehmbar am Fuß 1 gehalten ist. Hierzu greifen Vorsprünge 24 des Rahmens 22 sperrend in größere Vertiefungen des Fußes 1 ein, und der Rahmen 22 greift mit einem Vorsprung 25 unter einen unterschnittenen Teil 26 des Fußes. Starrheit in wagerechter Richtung wird durch Eintreiben, des Keils 23 erzielt, der den Rahmen 22 (Abb. 1) nach links drückt und ihn gegen Querverschiebung sichert. Senkrechte Kippung wird durch den Keil 23' verhütet. Die Keile 23, 23' sind leicht entfernbar und gestatten dann ein bequemes Abnehmen der ganzen Schere vom Fuß 1.
In Verbindung mit dem Arbeitsgange der Schere schafft die Erfindung weitreichende Verbesserungen hinsichtlich rascher und stoßloser Beschleunigung und ° Verzögerung sowie eine sehr vorteilhafte Art des Steuerns dieser notwendigen Beschleunigung und Verzögerung zwecks Einklanges mit den verschiedenen Vorschubsgeschwindigkeiten des Werkstückes.
Der Zylinder 16 (Abb. 3) hat ein Ventilgehäuse 27 mit Dampfanschluß 28 und Auspuff 29. In der Bohrung des Gehäuses 27 liegt ein Hauptventil 30. Dieses hat einen Teil 31 zum Steuern des zum Zylinder führenden Kanals 32 und einen Teil 3.3 zum Steuern des Zylinderkanals 34.
Das den Teil 31 enthaltende Ende des Gehäuses 27 trägt ein seitlich vorragendes Hilf s- _ ventilgehäuse 3 5 (Abb. 1, 4, 4a und 5). Das Gehäuse 35 hat zwei Paar entgegengesetzt angeordneter Kanäle 36, 37. Die Kanäle 37 no haben Fortsätze, die durch die Seitenwand des Hauptventilgehäuses 27 münden (Abb. 3, 3a, 4). Vom offenen Ende jedes Kanals 37 aus zeigt die Innenwand des Gehäuses 27 Längsaussparungen 38 (Abb. 3 und 3a). Die ng Kanäle 36 und 37 münden alle einwärts in die Mittelbohrung des Hilfsventilgehäuses 35 durch Kanäle 36', 37' in einer Hülse 39 (Abb. S), die das Hilfsventil 40 umgibt.
Dieses ragt quer durch die Hülse 39 und schließt bei der Lage nach Abb. 5 die beiden Kanäle 37 vom I-nnenraum der Hülse ab.
Das Hilfsventil 40 ist am Ende eines Drehschaftes 41 befestigt, der das Ventil in verschiedene Lagen relativ zu den Kanälen 36, 37 bewegt. Das Ventil 40 wird also absatzweise um je 45° gedreht, um erst benachbarte Kanäle 36 und 37 zu verbinden und dann das eine oder andere Paar von diametral gegenüberliegenden Kanälen abzuschließen; dieses Spiel wiederholt sich für jeden Scherenschnitt.
Zum Antrieb des Ventils 40 hat der Schaft 41 zwei getrennte Schaltwerke, deren eines auf den Vorschub des Werkstückes anspricht, um das Ventil für den Schneidhub zu öffnen, während das andere auf die Bewegung der Schere anspricht, um den Rückhub zu bewerkstelligen. Der Ventilöffnungsmechanismus weist ein Schaltrad 42 auf, das am Außenende der Welle 41 neben einer Platte 43 am Ende des Gehäuses 35 sitzt,- die eine Büchse 44 von Zylinderform mit oberer Abflachung 45 trägt. In das Rad 42 kann eine Klinke 46 greifen, die bei 47 an einem am Ende des Ventilschaftes 41 lose sitzenden gebogenen Hebel 48 angelenkt ist und über die innere Kante des Schaltrades 42 ragt sowie auf der Abflachung 45 gleiten kann (Abb. 4 und 7).
Das freie · Ende des Hebels 48 ist durch
einen Lenker 49 mit der Anschlagvorrichtung 50 (Abb. 1) der Schere verbunden. Diese Vorrichtung hat hier z.B. einen Finger 51, der gewöhnlich in die Bahn der Schiene 5 niederragt und an einer Schwingwelle 52 sitzt. Diese trägt einen Schwingarm 53, an dem der Lenker 49 angreift. Stößt die Schiene 5 den Finger 51 aufwärts, so wird durch Lenker 49 und Hebel 48 die Klinke 46 in Eingriff mit dem Schaltrade gebracht und bewegt den Ventilschaft 41. Gleichviel, wie groß die dem Finger 51 durch den Stoß des Werkstückes erteilte Bewegung ist, kann dieses Schaltwerk das Ventil -nie um mehr als 45° bewegen, weil die Klinke 46 auf der Fläche 45 läuft. Die Klinke kann daher bei jeder Bewegung nur einen Zahn erfassen und mit ihm nur durch einen bestimmten Winkel in Eingriff bleiben, wie weit sie auch läuft. Dieser Eingriff bewegt das Ventil 40 aus den aufeinanderfolgenden Schräglagen (siehez.B.Abb.5) in senkrechte oder wagerechte Lage, wodurch Verbindung zwischen Nachbarkanälen 36 und 37 hergestellt und die Bewegung des Kolbens 15 nach links (Abb. 3) veranlaßt wird.
Die Ventilschließvorrichtung wirkt ähnlich, um eine Bewegung des Ventils um 45° in eine seiner Schräglagen zu veranlassen und dadurch den einen oder anderen der Kanalsätze 36, 37 abzusperren. In einer Vertiefung 54 (Abb. 3) im Hilfsgehäuse 35 ist auf die Welle 41 ein Schaltrad 55 (Abb. 6) aufgekeilt, das nur halb so viel Zähne wie Rad 42 hat. Die Vertiefung 54 mündet oben in einen etwas breiteren Schlitz, so daß eine Schulter 57 entsteht, die geneigt ist, wie Abb. 6 zeigt. Das Schaltrad 55 wird durch das Ende eines Schiebeorgans 58 bewegt, das auf der Schulter 57 gleitet und dank deren Neigung nur mit einem Zahne des Rades 55 für eine beschränkte Zeit in Eingriff bleiben kann, eben genug, um die Welle 41 um 45° zu drehen. Das Organ 58 wird von einer Schubstange 59 (Abb. 1) getragen, die mit einem Lenker 60 verbunden ist, der vom Schwingrahmen 3 aus bewegt wird.
In den Zylinderkanal 32 liegt ein Ventil 61 (Abb. 3), das so verstellbar ist, daß es den Dampf zum anderen Ende bzw. Kopfende des Zylinders durch einen Kanal 62 umleitet, der eine lange Mündung 63 hat, welche über die Öffnung des Zylinderkanals 34 hinausragt. Der Schaft des Ventils 61 hat einen Arm 64 (Abb. 1), der durch einen Lenkeros an den Schwingrahmen angeschlossen ist.
Die Lenker 60 und 65 sind mit einem Arme eines Kniehebels 66 verbunden, der bei 67 angelenkt ist und mittels eines anderen Armes durch einen Lenker 68 mit dem Scherenrahmen 3 verbunden ist. Diese Verbindung ist einstellbar, z. B. durch ein senkrechtes Teilungssegment 69, so daß der Hub des Kniehebels 66 in Einklang mit der Geschwindigkeit \'erändert werden kann, mit der man die Schere betreiben will. In dem vom Kopfende des Zylinders ausgehenden Auspuffkanal 34 liegt ein Ventil 70, das von Hand durch einen Arm 71 (Abb. 1) einstellbar ist, der mit einem Teilungssegment "j2 zusammenwirkt, um die Höchstgeschwindigkeit der Schere zu verstellen.
Abb. 3 zeigt die Normallage des Scherenantriebes bei Ruhelage der Schere. Es ist zu beachten, daß das Hauptdampfventil 30 durch den Dampfdruck in äußerster Linkslage gehalten wird, weil der Dampf Zutritt zum rechten Ende des Gehäuses 27 durch einen engen Kanal 73 durch den Ventilteil 31 hat, der einen größeren Querschnitt als Teil 33 darbietet. In dieser Lage des Hauptventils 30 sperrt der Teil 33 die Verbindung mit dem Auspuff 29, und der volle Druck der Dampfzuführung 28 wird auf den Zylinder 16 durch den Zylinderkanal 34 übertragen. Dieser Dampfdruck wirkt auf beiden Seiten des Kolbens 15 wegen dessen enger Öffnung 74. Wird das Hilfsventil 40 um 45 ° durch die Anschlagvorrichtung 50 verstellt, so werden die beiden Kanäle 37, die in das rechte Ende des Gehäuses 27 münden, gleichzeitig mit den Auspuffkanälen 36 verbunden, die mit einem zur Außenluft führenden Auspuffkanal 75 (Abb. 4a) in Verbindung sind. Dadurch wird sofort der Dampfdruck gegen das rechte Ende des Hauptventilteils 31 aufgehoben,
worauf das ganze Ventil 30 wegen seines laut obigem unausgeglichenen Zustandes in seine äußerste Rechtslage schnellt, wobei der Dampf durch die Vertiefungen 38 zu den Kanälen 37 un(i 38 entweicht. Diese Rechtsbewegung des Teiles 31 legt den Zylinderkanal 32 frei und verbindet ihn unmittelbar mit der Dampfzuführung 28. Gleichzeitig wird der andere Zylinderkanal 34 durch die Bewegung des Ventilteils 33 mit der Auspufföffnung 29 verbunden.
Der Ruck des Kolbens 15 nach dem Kopfende des Zylinders erfolgt wegen der plötzlichen Aufhebung des Dampfdruckes durch das öffnen des Auspuffs. Diese Betriebsweise ergibt eine äußerst rasche Beschleunigung, da der volle Dampfdruck bereits auf die rechte Seite des Kolbens 15 bei Ruhelage der Teile wirkt und keine Verzögerung durch Anfangskondensation des Dampfes eintritt. Von besonderer Wichtigkeit ist die direkte Steuerung dieser Wirkung durch das Ventil 70, dessen Lage die Höchstgeschwindigkeit der Schere bestimmt.
Die Geschwindigkeit des Schneidhubes kann daher genau und bequem durch die Einstellung des Auspuffventils 70 mittels Einstellung des Armes 71 an der Teilung 72 vorher bestimmt werden. Das Ventil 70 bietet ein Mittel, um die Vorbewegung des Rahmens 3 mit einer Geschwindigkeit zu gewährleisten, die genau dem Werkstückvorschub entspricht. Somit kann die Schere das Arbeitsgut mit ihm gleich schnell mitlaufend ohne Unterbrechung des Vorschubes zerschneiden.
Abb. 10 bis 16 zeigen die verschiedenen Stufen des Vor- und Rückhubes der Schere. Nach dem Schnitt wird~ das Messer 8 durch das Vorderende des Gutes auswärts gestoßen (Abb. 13 und 14) und kehrt dann allmählich zur Schneidlage zurück (Abb. 15 und 16), während der Scherenrahmen selbst zurückläuft. Das MesserS, das um die Welle 11 schwingt, ist durch einen Lenker jy (Abb. 1 und 2) mit einem Arm 78 auf einer Welle 79 verbunden, die in einem Gehäuse 80 liegt, das vom Kopf 9 getragen wird.
Die Welle 79 unterliegt sowohl bei ihrer Bewegung im Sinne des Uhrzeigers wie bei ihrer zum Zurückführen des Messers 8 zur Anfangslage dienenden Rückbewegung der Wirkung einer Puffervorrichtung (Abb. 8 und 9). Diese wird von dem Gehäuse 80 umgeben, in dessen Zylinderbohrung 81 eine Langhülse 82 beweglich ist. Diese wird durch die Schwingung der Welle 79 hin und her bewegt, deren Abwärtsarm 83 in Eingriff mit einem Schwingzapfen 84 tritt, der quer zur Hülse zentral angeordnet ist. Die Stirnenden der Hülse sind gewöhnlich durch gefederte. Kegelventile 85 verschlossen, die sich etwas öffnen können, soweit dies die Länge der Schlitze 86 in ihren Schäften 87 im Zusammenwirken mit den Stiften 88 gestattet. Wird die Welle 79 im Uhrzeigersinne geschwungen, wie in Abb. 2 punktiert, so läuft die Hülse 82 nach links (Abb. 8), und die an diesem Zylinderende eingeschlossene Luft wird durch einen einstellbaren Auslaß 89 abgeführt. Der erste_ Teil dieser Bewegung der Hülse geschieht ohne erheblichen Widerstand, da die Luft durch den Dauerauslaß 90 entweicht und zum anderen Zylinderende durch eine Öffnung 91 und am rechten Ventil 85 vorbei übergeht. Beim Rückhube der Welle 79 in die Normallage unter dem Einfluß der Schwere des Messers 8 wird eine ähnliche Verzögerungswirkung durch die Umsteuerung der Hülse 82 erzielt, die einen doppelt wirkenden Puffer bildet, dessen jedes Ende einstellbar ist, um die Verhältnisse beim Auswärtsschwingen und Zurückschwingen des Klappmessers regeln zu können.
Die Verzögerung der Scherenbewegung in dem Intervall zwischen den Lagen nach Abb. 12 und 13 und die Rückbewegung des Scherenrahmens in normale Ruhelage entsprechend Abb. 14, 15, 16 wird durch folgendes selbsttätiges Spiel erzielt.
Sobald der Scherenrahmen 3 bei ,seinem rasch beschleunigten Schneidhube vorzuschwingen beginnt, bewirkt der Lenker 68 eine Schwingung des Kniehebels 66 und dadurch eine Bewegung des verschiebbaren Organs 58 durch Lenker 60, um eine Schließbewegung des Hilfsventils 40 um 45° zu bewirken. Dies schneidet die Kanäle 37' des Gehäuses 27 vom Auspuffkanal 75 ab und erlaubt die Entstehung von Druck im rechten Ende der Hauptventilkammer, in das der Dampf durch den Kanal 73 eintritt; dies führt das Hauptventil rasch in die Normallage nach Abb. 3 zurück. Wie immer die Einstellung des Lenkers 68 am Quadranten 69 zur Erzielung eines größeren 10g oder kleineren Hubes des Kniehebels 66 sein mag, so ist die; Schließbewegung des Hilfsventils 40 stets die gleiche, nämlich 45 °, auch wenn der Teil 58 einen Hub von weit größerem Winkelbetrag vollführt. χ
Der Vorhub des Scherenrahmens 3 leitet die Bewegung des Umlauf ventils 61 durch den Lenker 65 ein, der den Ventilarm 64 mit dem Kniehebel 66 verbindet. Offenbar ist" die Einstellung des Lenkers 68 zu dem geteilten Segment 69 ein bestimmender Faktor bei der Steuerung der Bewegung des Ventils 61 hinsichtlich der Frage, ob sein Abschließen der Dampfzufuhr und sein Umleiten zum Kopfende des Zylinders früh oder spät bei der Linksbewegung (Abb. 3) des Kolbens 15 eintreten soll. Jedenfalls wird an einem be-
stimmten Punkt beim Arbeitshube des Kolbens 15 dieser durch den Zutritt von Druckmittel zum Kopfende des Zylinders verzögert, ein Zutritt, der durch den Umlauf 62 und den länglichen Kanal 63 und in gewissem Grade auch durch Vorbeidringen des Dampfes am Kolben 15 längs der inneren Aussparung 46 geschieht. Der Kanal 63 bleibt auch wirksam, nachdem der Kolben am Kanal 34 vorbeigegangen ist und ihn abgeschlossen hat.
Die so erzielte Verzögerung begleitet die Wiederherstellung vollen Dampfdruckes im Kopfende des Zylinders dank des Umstandes, daß das Hauptventil 30 in seine Normallage nach Abb. 3 zurückgeführt worden ist. Darauf wird der Kolben 15 wegen seines größeren wirksamen Querschnittes auf seiner linken Seite in seine normale Lage am rechten Zylinderende zurückgetrieben, entsprechend der
ao Ruhelage des Scherenrahmens 3 (Abb. 16) am Ende des Spiels. Gleichzeitig wird das Umlaufventil 61 in die Normallage durch den Rückhub der Schere geschwungen, und die Teile sind dann für den nächsten Schneidhub fertig, der eintritt, wenn das vordringende Ende des Werkstückes wieder gegen den Anschlag" 50 stößt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Schere zum Abtrennen von laufendem Walzgut o._ dgl. mit Schwingrahmen und zusammenwirkenden Ober- und Untermessern sowie einem das Obermesser steuernden Schwinglenker, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkzapfeji des Rahmens (3) und Lenkers (12) so angeordnet sind, daß eine zum bewegten Gut an einem Punkt seiner Erfassung durch die Messer senkrecht stehende Ebene näher dem Lenkerzapfen (13) als dem Rahmenzapfen (2) ist, und daß der Lenker vorzugsweise eine Rückwärtsneigung in der normalen Ruhelage des Scherenrahmens hat, derart, daß das Abschneiden des Werkstückes während der Aufwärtsschwingung des Untermessers (7) eintritt, so daß ein Niederbiegen des Hinterendes des abgeschnittenen Stückes verhindert wird.
  2. 2. Schere nach Anspruch 1, die durch einen Zylinder mit Kolben bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem die Zufuhr und den Austritt von Dampf zum Zylinder steuernden Hauptventil ein Ventil vorgesehen ist, das von Hand in verschiedene Einstellungen entsprechend der Geschwindigkeit des Werkstückvorschubes stellbar ist, um die Geschwindigkeit des Arbeitshubes der Schere zu steuern.
  3. 3. Schere nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ventil in einem Umlauf angeordnet ist, der die entgegengesetzten Enden des Zylinders verbindet, und daß das Ventil durch die Schere bewegt wird, um den Durchgang von Dampf durch den Umlauf zu steuern und dadurch eine Verzögerung der Schere zu bewirken.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DEM87005D 1924-11-06 1924-11-06 Schere zum Abtrennen von laufendem Walzgut o. dgl. Expired DE456385C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007146B (de) * 1953-07-14 1957-04-25 Mannesmann Meer Ag Schneidbett fuer Saegevorrichtungen zum Unterteilen von Walzgut
DE1018289B (de) * 1952-01-31 1957-10-24 Schloemann Ag Block- und Brammenschere mit zum Schnitt bewegtem Obermesser
DE1057849B (de) * 1954-10-08 1959-05-21 Wuppermann Gmbh Theodor Fliegende Schere zum Schneiden von bewegtem Walzgut
DE1527040B1 (de) * 1964-12-04 1970-04-23 Voest Ag Fliegende Schere fuer laufendes Bandmaterial

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