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Druckapparat zum Behandeln von Hautkrankheiten mit konzentriertem
Kohlenbogenlicht Bei der Behandlung von Hautkrankheiten mit konzentriertem Kohlenbogenlicht,
wie ursprünglich von dem Dänen Nie 1 s F i n s e n angegeben, wird u. a. eine Vorrichtung
benutzt, die auf die bestrahlte Stelle der Haut aufgesetzt -wird und dazu dient,
sie blutleer zu drücken und abzukühlen, ohne die wirksamen Strahlen zu absorbieren.
Bisher hat man stets eine einkammerige Druckvorrichtung mit zwei Wänden aus kristallinischem
Quarz, die in einer Metallfassung eingespannt sind, benutzt, in der der Raum zwischen
den Wänden von Wasser durchströmt wird. Kühlwasser von einer Temperatur unter dem
Taupunkt der Zimmerluft läßt sich hierbei nicht anwenden, weil eine derartig kräftige
Kühlung der vorderen freien Quarzfläche einen Niederschlag von Tau auf ihr hervorrufen
würde, wodurch das Licht sehr stark abgeschwächt würde. Bei den Einrichtungen der
angegebenen Art ist es auch bekannt, Lichtfilter zum Absorbieren der Wärmestrahlen
zu verwenden, um eine unerwünschte Erwärmung der Haut an der behandelten Stelle
zu verhindern.
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Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung besitzt gegenüber
den bekannten Ausführungen wesentliche Vorzüge, die darauf gerichtet sind, das Licht
der Kohlenbogenlampen besser auszunutzen und die Anwendung größerer Stromstärken
möglich zu machen, so daß man in den Stand gesetzt ist, die Haut mit Lichtmengen
zu bestrahlen, die vielfach größer sind, als man bisher anzuwenden pflegte. Zu dem
Zweck geht die Erfindung von einer Verkürzung der Baulänge der ganzen Vorrichtung
aus, die dadurch vorgenommen wird, daß der zum Absorbieren der für die Behandlung
nicht geeigneten Strahlen vor den Druckkörper gesetzte Lichtfilter innerhalb der
Kühlvorrichtung für den Druckapparat angeordnet ist. Damit bei dieser Anordnung
der obenerwähnte Mangel vermieden wird, daß auf der die Filterkammer abschließenden
Rückwand, die der Lichtquelle zugekehrt ist, ein Tauniederschlag entsteht, ist gemäß
der Erfindung der Lichtfilter mit einer derart gefärbten Flüssigkeit gefüllt, daß
die der Lichtquelle zugekehrte Wand der Filterkammer durch die vom Filter absorbierten
Wärme-und Leuchtstrahlen eine Erwärmung erfährt. Zur Füllung des Lichtfilters sieht
die Erfindung eine komplexe Kupfersulfat-Ammoniaklösung o. dgl. vor, durch die zugleich
der vom Konzentrationsapparat noch übrigbleibende Rest der Wärmestrahlen und die
für die Heilwirkung nicht bedeutenden Leuchtstrahlen absorbiert werden. Bei dieser
Füllung des Lichtfilters werden aber noch zuviel blaue Strahlen hindurchgelassen,
die auf die zu behandelnde Stelle unerwünschte Einwirkungen hervorrufen. Um dieses
zu vermeiden, sieht die Erfindung eine zusätzliche, eine Kobaltsulfatlösung o. dgl.
enthaltende Filterkammer vor, durch die die Absorption derart verstärkt wird, daß
auch die blauen Strahlen absorbiert werden.
Eine Ausführungsform
der neuen. Vorrichtung ist auf der Zeichnung schematisch im Längsschnitt dargestellt.
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Die Lampe mit dem Konzentrationsapparat, bestehend aus Kondensatorlinsen
aus Quarz und einem Rohr mit einer dicken Schicht reinen destillierten und fortwährend
gekühlten Wassers, kann beliebiger Art und Ausbildung sein. Die neue Vorrichtung
besteht aus einem Hohlkörper a aus Quarz, der in zwei Kammern unterteilt sein kann.
Die durch ebene Quarzwände voneinander getrennten Kammern dienen dazu, Filterflüssigkeiten,
wie z. B. komplexe Kupfersulfat-Ammoniaklösungen, Kobaltsulfatlösung o. 1g1., aufzunehmen.
Jeder Raum ist zu diesem Zweck mit einem Hals mit eingeschliffenem Stöpsel versehen.
Nach der Vorderseite zu, die der Lichtquelle zugekehrt ist, kann der Körper
a von einer Sammellinse b und nach hinten von einer Quarzplatte c.
begrenzt werden. Gegebenenfalls kann die Linse b durch eine ebene oder eine uhrglasförmige
Quarzwand ersetzt sein. Die Seiten und Trennwände sowie der kegelförmige Außenmantel
d werden am besten miteinander durch Verschmelzen zu einem zusammenhängenden Quarzkörper
vereinigt. Infolgedessen ist kein Kitt o. dgl. erforderlich, mit dem die Filterflüssigkeiten
in Berührung kommen und verunreinigt werden könnten. Der Außenmantel d und die Platte
c werden von Kühlwasser umspült und sind zu diesem Zweck mit einem Metallmantel
e umgeben, der am besten zwei Zuläufe f, g und zwei Abläufe h, k für
das Kühlwasser hat, um eine regelmäßige Strömung des Wassers herbeizuführen. In
dem hinteren Teil des Kühlmantels ist ein Druckkörper m aus Quarz eingesetzt, am
besten auswechselbar, der durch das zuströmende, unter Umständen sehr kalte Kühlwasser
unmittelbar gekühlt' wird. Der nach der Darstellung als Linse ausgebildete Druckkörper
nz, der gegen die Haut .gedrückt wird, um sie blutleer zu machen, kann durch andere
Formen ersetzt werden, die sich nach der Gestalt der Haut an der zu behandelnden
Stelle richten.
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Für die Erfindung von wesentlicher Bedeutung ist, daß der als Filterkammer
wirkende Hohlkörper ra mit einer komplexen Kupfersulfat-Anunoniaklösung o. dgl.
gefüllt ist, durch die zwei Wirkungen erzielt werden. Zunächst wird der bei der
üblichen Absorption noch übrigbleibende Rest der Wärmestrahlen sowie die für die
Behandlung nicht bedeutenden Leuchtstrahlen absorbiert. Sodann wird durch die absorbierten
Wärme-und Leuchtstrahlen die der Lichtquelle zugekehrte, die Filterkammer abschließende
Quarzwand b so weit ex@värmt, daß ein Tauniederschlag, der infolge der gekürzten
Baulänge durch die Kühlung des Druckkörpers leicht entsteht, ausgeschlossen ist.
Will man noch die blauen Strahlen, die ebenfalls für die Heilwirkung keine wesentliche
Bedeutung haben, durch den Lichtfilter absorbieren, so wendet man einen Hohlkörper
a gemäß der Darstellung mit zwei Kammern an, wobei die .erste Kammer, die sich an
die Quarzwand b anschließt, mit der komplexen Kupfersulfat-Ammoniaklösung, wie angegeben,
und die zweite Kammer mit einer Kobaltsulfatlösung o. dgl. gefüllt wird.
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Der Druckapparat trägt im allgemeinen zur Konzentration des Lichtes
nicht bei, denn seine auf die Haut gesetzte Linse m, der sogenannte Druckkörper,
wirkt während ihxez Lage zur Haut optisch nicht mit. Man kann aber dadurch eine
Konzentrationswirkung erhalten, daß man die nach der Lichtseite zu abschließende
Quarzwand b der Filterkammer, wie dargestellt, als Linse ausbildet.
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Der beschriebene Apparat gestattet, mittels Durchspülung von sehr
kaltem Wasser an der Haut eine niedrige Temperatur zu erhalten, ohne daß bei der
verkürzten Baulänge die vordere Wand (Linse b) so stark abgekühlt wird, daß sich
Tau auf ihr niederschlägt. Die Ausbildung der Vorrichtung in der beschriebenen Weise
mit einem oder mehreren Räumen für Lichtfilterflüssigkeiten gestatte,', den nicht
gewünschten Anteil des Lichtes zu absorbieren, ohne daß nennenswerte Lichtmengen
durch Zurückwerfen an Trennflächen verlorengehen. Da die Vorrichtung a aus zusammengeschmolzenen
Quarzteilen besteht, ist auch eine Verunreinigung der verwendeten Absorptionsflüssigkeiten
ausgeschlossen.
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Wenn die ganze Vorrichtung, wie angegeben, mit dem übrigen Teil des
Konzentrationsapparates und der Lampe ortsfest verbunden wird, ist eine vollkommene
Zentrierung' des Lichtes im Apparat gesichert, und es kann also eine Person zum
Bedienen der Vorrichtung und Halten des Kompressoriums in vielen Fällen erspart
werden.