DE610098C - Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd

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DE610098C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/02Oxides or hydroxides
    • C01F11/04Oxides or hydroxides by thermal decomposition
    • C01F11/06Oxides or hydroxides by thermal decomposition of carbonates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd Die Herstellung von Bariumoxyd in großtechnischem Maßstabe ist zwar heute ein gelöstes Problem, doch haften den bekannten Verfahren Mängel an, die insbesondere dadurch bedingt sind, daß das Bariumoxyd bei den hohen Temperaturen, die zu seiner Herstellung erforderlich sind, das Material der Apparaturen, in denen die Herstellung erfolgt, in einem Maße angreift, wie man es sonst bei im industriellen Maßstabe durchgeführten Prozessen nicht gewohnt ist. Es ist bekannt, daß man Bariumoxyd in Schamottekapseln oder Schamotteretorten, die von außen erhitzt werden, herstellt.
  • Es ist aber auch bekannt, daß man bis in die neueste Zeit versucht hat, diese bekannten Verfahren durch Verfahren zu ersetzen, die sich des elektrischen Stromes als Heizquelle bedienen, um die indirekte Wärmeübertragung durch Schamotte auf das Reaktionsgut zu vermeiden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man an Stelle von Schamotte mit ganz besonderem Vorteil Siliciumcarbid als Material für die Apparaturen zur Herstellung von Bariumoxyd verwenden kann. überraschenderweise hat sich gezeigt, daß Siliciumcarbid bei den in Frage kommenden Temperaturen von Bariumoxyd kaum bzw. bei weitem nicht in dem Maße angegriffen wird wie Schamotte. Es ist dieses um so überraschender, als es allgemein bekannt ist, daß Siliciumcarbid bei hohen Temperaturen gegen Alkalien nicht beständig ist. Die Verwendung von Siliciumcarbid bietet noch weitere Vorteile, die durch die Eigenschaften desselben bedingt sind. Infolge der der Schamotte gegenüber wesentlich höheren Wärmeleitfähigkeit ist es möglich, den Prozeß der Bariumoxydherstellung bei niedrigerer Temperatur und in kürzerer Zeit durchzuführen. Man erhält auf diese Weise ein sehr weiches, sich zur überführung in Bariumsuperoxyd vorzüglich eignendes Produkt. So wurde z. B. in einer Schamotteretorte, die von außen auf eine Temperatur von 13 50° C erhitzt war, ein Gemisch von Bariumcarbonat und Kohle in einer Zeit von 12 Stunden in Bariumoxyd übergeführt. In einer Retorte aus Siliciumcarbid von genau den gleichen Dimensionen wurde bei einer Erhitzung der Retorte auf 1250'C die gleiche Menge eines Bäriumcarbonat -Kohle -Gemisches in nur 9 Stunden in Bariumoxyd übergeführt.
  • Bei der Verwendung von Siliciumcarbid im Dauerbetriebe hat sich ferner noch ein nicht vorauszusehender Vorteil gegenüber der Verwendung von Schamotte ergeben. Schamotte wird von Bariumoxyd angegriffen und wächst von Operation zu Operation, so daß das Fassungsvermögen der Apparaturen, seien es nun Retorten, Muffeln oder Kapseln, immer geringer wird, d. h. die Höhe der Produktion wird ungünstig beeinflußt. In Apparaturen aus Siliciumcarbid ist der Ansatz so unbedeutend, daß auch nach wochenlangem Arbeiten die Leistung der Apparaturen nicht beeinträchtigt wird. So war z: B. das Fassungsvermögen einer Schamotteretorte nach einem ununterbrochenen Betriebe von q. Wochen um ein Drittel geringer geworden. Beim Arbeiten in einer Retorte aus Siliciumcarbid war nach der gleichen Zeitdauer das Fassungsvermögen der Retorte nur ganz unwesentlich verringert.
  • An Stelle von Siliciumcarbid kann man mit gutem Erfolge Siliciumcarbid enthaltende Schamotte verwenden, vorausgesetzt, daB der Siliciumcarbidgehalt nicht zu gering ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd aus Bariumcarbonat, gekennzeichnet durch die Verwendung von Apparaturen aus Siliciumcarbid oder Siliciumcarbid enthaltenden feuerfesten Stoffen.
DEK129312D 1933-03-04 1933-03-05 Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd Expired DE610098C (de)

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