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Verfahren zur Herstellung von Xanthenfarbstoffen Die Erfindung bezieht
sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Xanthenfarbstoffen und besteht darr.
daß man auf Xanthone vom Typ
( R bedeutet eine Alkylgruppe) die in der deutschen Patentschrift 461148 beschriebene
Reaktion ausdehnt. In jener Beschreibung wird gezeigt, daß Triarvlcarbinole durch
die
gegenseitige Einwirkung von aromatischen Chlorverbindungen mit den Natriumverbindungen
von 4, 4'-Tetraalkyldiaminobenzophenonen erhalten werden können.
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Es wurde nun gefunden, daß Xanthone der obigen allgemeinen Formel
(in welcher entweder ein oder beide Benzolringe andere geeignete Substitu@nten enthalten
können) mit aromatischen Halogenverbindungen in Gegenwart eines Alkalimetalls und
vorzugsweise in Gegenmart eines Lösungsmittels oder Verdünnungsmittels. welches
die aromatische Halogenverbindung selbst sein kann. unter Bildung von Carbinolen
reagieren gemäß der Gleichung
Die Carbinole geben Salze, welche
Farbstoffe bind, die im Tont den Farbstoffen der Rhodaminreihe ähneln. Die für.
wirkliche kliodamine charakteristische carboxylgruppe ist jedoch nicht vorhanden.
Einige wenige Farbstoffe dieses Typs sind bekannt (s. Colour lndex Nos. 745, 746),
aber die Aldchydmnethode zur Herstellung dieser Farbstoffe ist beschränkt. Die Erfindung
sieht nun ein Verfahren vor, mit welchem die bekannten Xanthenfarbstffe und eine
große Menge neuer Glieder dieser Gruppe aus leicht zugänglichen Ausgangsmaterialien
erhalten werden können.
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Die erforderlichen Xanthone werden am besten nach dem Verfahren des
Patents 513 524 hergestellt, das darin besteht, daß man ein. Xanthen mit Schwefel
in einem organischen Lösungsmittel erhitzt und alsdann die so erhaltenen Xanthione
in Xanthone überführt. Geeignete Xanthone sind diejenigen, welche Dialkylaminogruppen
in beiden para-Stellungen zur Carbonylgruppe enthalten. Die übrigbleibenden Stellungen
können nicht substituiert sein öder können nicht reaktive Substituenten, wie Alkyl-,
Äther- oder Thioäthergruppen, enthalten.
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Die aromatische Halogenverbindung kann aus einer großen Menge von
Verbindungen ausgewählt werden. Saure Gruppen (Sulfo-, Carboxyl- und Nitrogruppen)
und andere Gruppen, die reaktionsfähigen Wasserstoff enthalten (primäre oder sekundäre
Aminogruppen, freie Hydroxyl- oder Mercaptogruppenusw.), müssen abwesend sein; aber
solche Substituenten. wie Alkyl-, Aralkyl-, Aryl-, Äther- oder Thioäthergruppen,
können zugegen sein. Es ist daher verständlich, daß durch das vorliegende Verfahren
neue, bisher nicht erhältliche Xanthenfarbstoffe hergestellt werden können.
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Die neuen Farbstoffe, die, wie beschrieben, erhalten werden, unterscheiden
sich von den wirklichen Rhodaminen, welche eine Carboxylgruppe enthalten, durch
ihre höhere Affinität für Acetatseide. Sie färben Wolle und mit Gerbsäure gebeizte
Baumwolle in rosa bis bläulichroten Tönen an. Die Nuancen der auf Wolle und tannierter
Baumwolle erhaltenen Färbungen zeigen geringere Unterschiede als die entsprechenden,
mit Rhodamin erzeugten Färbungen.
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In. der Form ihrer Salze bilden die neuen Farbstoffe dunkelgrüne Pulver
mit metallischem Glanz, die mit Wasser und Alkohol rötliche, mit konzentrierter
Schwefelsäure rotbraune Lösungen geben. Sie besitzen eine ausgezeichnete Affinität
für Acetatseide, welche sie in hellrosa Tönen färben, wogegen sie auf Wolle und
mit Tannin gebeizter Baumwolle blauere Töne geben. Beispiel I 58 Gewichtsteile 3,
7- Tetraniethyldiaminoxanthon, 31 Gewichtsteile 4-Chlor-m-xylol, Io Gewichtsteile
Natrium und Iooo Gewichtsteile Benzol werden in einem geschlossenen Gefäß bei 70'C
15 Stunden Hindurch umgerührt, nach welcher Zeit fast das ganze Natrium verschwunden
ist. Die warme Lösung wird von den anorganischen Stoffen abfiltriert; das nach Zusatz
von Wasser erhaltene Filtrat wird mit Dampf destilliert, um Benzol und Chlortylol
zu entfernen, und der Rückstand mit verdünnter Salzsäure extrahiert. Der Auszug
wird von wenig unverändertem Xanthon abfiltriert und der Farbstoff busgesalzen.
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Beispiel 2 9,5 Gewichtsteile 3, 7-Tatramethyldiaminoxanthön, 6 Gewichtsteile
#-Chlornäphthalin, I,7 Gewichtsteile Natriumund I50 Gewichtsteile Toluol werden
in cinemn geschlossenen Gefäß bei Ioo° C 16 Stunden Hindurch umgerührt, nach welcher
Zeit fast das ganze Natrium verschwunden ist. Wenn etwas Natrium zurückbleibt, so
kann es durch Zusatz von wenig Alkohol zerstört werden. Das Reaktionsgemisch wird
dann zur Entfernung von T oluol und eines Überschusses von #-Chlornaplhtlalin mnit
Dampf destilliert und der Rückstand mit verdünnter Salzsäure extraliiert. Der Extrakt
wird von dem teerigen Rückstand abfltriert und der Farbstoff ausgesalzen.
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In gleicher weise würden andere Farbstoffe durch Kondensation von
3, 7 -Tetramethyldiamiinoxanthon mit Chlorbenzol. o-Chlortoluöl und o-, m- und p-Chloranisol
erhalten. Tetraäthvldiaminoxanthon kann an Stelle von 3,7-Tetramethyldiaminoxanthon
benutzt werden.