DE516785C - Verfahren zur Herstellung von Xanthenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Xanthenfarbstoffen

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DE516785C
DE516785C DEI37260D DEI0037260D DE516785C DE 516785 C DE516785 C DE 516785C DE I37260 D DEI37260 D DE I37260D DE I0037260 D DEI0037260 D DE I0037260D DE 516785 C DE516785 C DE 516785C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/28Pyronines ; Xanthon, thioxanthon, selenoxanthan, telluroxanthon dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Xanthenfarbstoffen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Xanthenfarbstoffen und besteht darr. daß man auf Xanthone vom Typ ( R bedeutet eine Alkylgruppe) die in der deutschen Patentschrift 461148 beschriebene Reaktion ausdehnt. In jener Beschreibung wird gezeigt, daß Triarvlcarbinole durch die gegenseitige Einwirkung von aromatischen Chlorverbindungen mit den Natriumverbindungen von 4, 4'-Tetraalkyldiaminobenzophenonen erhalten werden können.
  • Es wurde nun gefunden, daß Xanthone der obigen allgemeinen Formel (in welcher entweder ein oder beide Benzolringe andere geeignete Substitu@nten enthalten können) mit aromatischen Halogenverbindungen in Gegenwart eines Alkalimetalls und vorzugsweise in Gegenmart eines Lösungsmittels oder Verdünnungsmittels. welches die aromatische Halogenverbindung selbst sein kann. unter Bildung von Carbinolen reagieren gemäß der Gleichung Die Carbinole geben Salze, welche Farbstoffe bind, die im Tont den Farbstoffen der Rhodaminreihe ähneln. Die für. wirkliche kliodamine charakteristische carboxylgruppe ist jedoch nicht vorhanden. Einige wenige Farbstoffe dieses Typs sind bekannt (s. Colour lndex Nos. 745, 746), aber die Aldchydmnethode zur Herstellung dieser Farbstoffe ist beschränkt. Die Erfindung sieht nun ein Verfahren vor, mit welchem die bekannten Xanthenfarbstffe und eine große Menge neuer Glieder dieser Gruppe aus leicht zugänglichen Ausgangsmaterialien erhalten werden können.
  • Die erforderlichen Xanthone werden am besten nach dem Verfahren des Patents 513 524 hergestellt, das darin besteht, daß man ein. Xanthen mit Schwefel in einem organischen Lösungsmittel erhitzt und alsdann die so erhaltenen Xanthione in Xanthone überführt. Geeignete Xanthone sind diejenigen, welche Dialkylaminogruppen in beiden para-Stellungen zur Carbonylgruppe enthalten. Die übrigbleibenden Stellungen können nicht substituiert sein öder können nicht reaktive Substituenten, wie Alkyl-, Äther- oder Thioäthergruppen, enthalten.
  • Die aromatische Halogenverbindung kann aus einer großen Menge von Verbindungen ausgewählt werden. Saure Gruppen (Sulfo-, Carboxyl- und Nitrogruppen) und andere Gruppen, die reaktionsfähigen Wasserstoff enthalten (primäre oder sekundäre Aminogruppen, freie Hydroxyl- oder Mercaptogruppenusw.), müssen abwesend sein; aber solche Substituenten. wie Alkyl-, Aralkyl-, Aryl-, Äther- oder Thioäthergruppen, können zugegen sein. Es ist daher verständlich, daß durch das vorliegende Verfahren neue, bisher nicht erhältliche Xanthenfarbstoffe hergestellt werden können.
  • Die neuen Farbstoffe, die, wie beschrieben, erhalten werden, unterscheiden sich von den wirklichen Rhodaminen, welche eine Carboxylgruppe enthalten, durch ihre höhere Affinität für Acetatseide. Sie färben Wolle und mit Gerbsäure gebeizte Baumwolle in rosa bis bläulichroten Tönen an. Die Nuancen der auf Wolle und tannierter Baumwolle erhaltenen Färbungen zeigen geringere Unterschiede als die entsprechenden, mit Rhodamin erzeugten Färbungen.
  • In. der Form ihrer Salze bilden die neuen Farbstoffe dunkelgrüne Pulver mit metallischem Glanz, die mit Wasser und Alkohol rötliche, mit konzentrierter Schwefelsäure rotbraune Lösungen geben. Sie besitzen eine ausgezeichnete Affinität für Acetatseide, welche sie in hellrosa Tönen färben, wogegen sie auf Wolle und mit Tannin gebeizter Baumwolle blauere Töne geben. Beispiel I 58 Gewichtsteile 3, 7- Tetraniethyldiaminoxanthon, 31 Gewichtsteile 4-Chlor-m-xylol, Io Gewichtsteile Natrium und Iooo Gewichtsteile Benzol werden in einem geschlossenen Gefäß bei 70'C 15 Stunden Hindurch umgerührt, nach welcher Zeit fast das ganze Natrium verschwunden ist. Die warme Lösung wird von den anorganischen Stoffen abfiltriert; das nach Zusatz von Wasser erhaltene Filtrat wird mit Dampf destilliert, um Benzol und Chlortylol zu entfernen, und der Rückstand mit verdünnter Salzsäure extrahiert. Der Auszug wird von wenig unverändertem Xanthon abfiltriert und der Farbstoff busgesalzen.
  • Beispiel 2 9,5 Gewichtsteile 3, 7-Tatramethyldiaminoxanthön, 6 Gewichtsteile #-Chlornäphthalin, I,7 Gewichtsteile Natriumund I50 Gewichtsteile Toluol werden in cinemn geschlossenen Gefäß bei Ioo° C 16 Stunden Hindurch umgerührt, nach welcher Zeit fast das ganze Natrium verschwunden ist. Wenn etwas Natrium zurückbleibt, so kann es durch Zusatz von wenig Alkohol zerstört werden. Das Reaktionsgemisch wird dann zur Entfernung von T oluol und eines Überschusses von #-Chlornaplhtlalin mnit Dampf destilliert und der Rückstand mit verdünnter Salzsäure extraliiert. Der Extrakt wird von dem teerigen Rückstand abfltriert und der Farbstoff ausgesalzen.
  • In gleicher weise würden andere Farbstoffe durch Kondensation von 3, 7 -Tetramethyldiamiinoxanthon mit Chlorbenzol. o-Chlortoluöl und o-, m- und p-Chloranisol erhalten. Tetraäthvldiaminoxanthon kann an Stelle von 3,7-Tetramethyldiaminoxanthon benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Xantlienfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man @ianthone von der allgemeinen Murmel in welcher R eine Alkylgruppe darstellt und in welcher die .Bcnzolringe weitersubstituiert sein können, mit aromatischen I3alogenverbindungen in Ge"enwart eines Alkalimetalls kondensiert und das Reaktionsprodukt mit Wasser oder einer verdünnten Säure behandelt.
DEI37260D 1928-03-03 1929-03-03 Verfahren zur Herstellung von Xanthenfarbstoffen Expired DE516785C (de)

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