DE542632C - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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DE542632C
DE542632C DEI38952D DEI0038952D DE542632C DE 542632 C DE542632 C DE 542632C DE I38952 D DEI38952 D DE I38952D DE I0038952 D DEI0038952 D DE I0038952D DE 542632 C DE542632 C DE 542632C
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Germany
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acid
dye
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amino
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Expired
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DEI38952D
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Inventor
Dr Mathias Latten
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/12Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups
    • C09B43/136Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents
    • C09B43/14Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents with phosgene or thiophosgene

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Azofarbstoffe für Baumwolle, die nach dem Auffärben durch Nachbehandeln mit Salzen der Schwermetalle auf der Faser hervorragend wasch- und lichtecht fixiert werden, erhält man, wie gefunden wurde, durch Kuppeln von dianotierten Aminooxybenzoesäuren bzw. von ihren dianotierten aminobenzoylierten Derivaten oder von dianotierten Harnstoffabkömmlingen der p-Phenylendiamincarbonsäuren oder von dianotierten o-Aminophenolen oder aber auch von dianotierten o-Aminooxynaphthalinmonosulfonsäuren bzw. deren Nitroderivaten mit Pyrazolonabkömmlingen, die im.Phenylkern eine paraständige Aminogruppe tragen, und Überführen der Aminoazofarbstoffe in die entsprechenden Harnstoffderivate durch nachträgliche Einwirkung von Phosgen bzw. Thiophosgen.. Beispiel 153 Gewichtsteile o-Aminosalicylsäure werden in üblicher Weise dianotiert. Die Diazoverbindung vereinigt man in essigsaurem oder schwach alkalischem Medium mit 189 Gewichtsteilen p-Amino-i-phenyl-3-rnethyl-5-pyrazolon, rührt, bis die Farbstoffbildung beendet ist, und isoliert .entweder congosauer ohne Salzzusatz oder alkalisch unter Hinzufügung von Kochsalz. Der erhaltene Farbstoff wird alkalisch, gegebenenfalls unter Zusatz von Natronlauge, heiß gelöst, filtriert, mit einem überschuß eines Alkalis versetzt und phosgeniert, bis die Harnstoffbildung beendet ist. Man isoliert das Produkt auf geeignete Weise und trocknet. Der Farbstoff zieht auf Baumwolle mit gelber Farbe, und die Färbung wird durch Nachbehandeln mit Kupfersulfat in essigsaurer Lösung gut waschecht und hervorragend lichtecht. Beispiel e 15 3 Gewichtsteile p-Aminosalicylsäure werden wie üblich dianotiert und entweder schwach essigsauer oder auch sodaalkalisch mit 189 Gewichtsteilen p-Amino-i-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon vereinigt.- Nach Vollendung der Farbstoffbildung isoliert man congosäuer unter Salzzusatz. Der gut ausgewaschene Farbstoff wird alkalisch heiß gelöst und filtriert, mit überschüssiger Soda versetzt und phosgeniert. Man isoliert und trocknet. Das so erhaltene Produkt zieht auf Baumwolle gelborange auf, ist aber waschunecht. Durch Nachbehandeln mit Kupfersulfat wird die Nuance gelber und die Färbung waschecht.
  • An Stelle von reiner o-Aminosalicylsäure oder von reiner p-Aminosalicylsäure kann man auch ein Gemisch von beiden Aminosalicylsäuren diazotieren, mit p-Aminophenylpyrazolonen essigsauer oder sofiaalkalisch kuppeln und nach erfolgter Isolierung, wie in Beispiel i und 2 angegeben, phosgenieren. Auch kann man statt einer Aminosalicylsäure die entsprechende p-Aininobenzoylaminosalicylsäure diazotieren und mit p-Aminophenylpyrazolonen kuppeln und phosgenieren.
  • Ferner können an Stelle des -p-Aminoi-phenyl-3-methyl-5-pyrazolons die entsprechende p-Amino-i-phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäure oder deren Ester angewendet werden. Die entsprechenden Farbstoffe weisen ähnliche Eigenschaften auf wie die in Beispiel i und 2 beschriebenen. Beispiel 3 33o Gewichtsteile des Harnstoffes aus der p-Phenylendiamincarbonsäure werden ätzalkalisch gelöst, abgekühlt, mit 138 Gewichtsteilen Nitrit versetzt und in Salzsäure und Eis eingetragen. Ist die Reaktion auf Nitrit verschwunden, so setzt man die eben congosaure Lösung von 378 Gewichtsteilen p-Aminoi-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon zu, macht essigsauer und nach 2 Stunden sofiaalkalisch. Nach beendigter Kupplung isoliert man congosauer ohne Salzzusatz bei 5o° C. Den so erhaltenen Farbstoff löst man ätzalkalisch in der Wärme auf, filtriert, setzt einen Überschuß von Soda hinzu und führt durch Einleiten von Phosgen 2 Mol. des vorliegenden Aminoazokörpers in den entsprechenden Harnstoff über, isoliert congosauer, trocknet und vermahlt alsdann zur Herbeiführung von genügender Löslichkeit mit etwas pulverisiertem Ätzalkali. Beispiel 4 154 Gewichtsteile des in üblicher Weise dianotierten 5-Nitro-i-amino-2-oxybenzols vereinigt man in geeignetem Medium mit 189 Gewichtsteilen - p-Amino-i-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, führt die Kupplung ätzalkalisch zu Ende und isoliert lackmussauer. Den isolierten Farbstoff löst man unter Zuhilfenahme von -Natronlauge heiß auf, filtriert, fügt überschüssige Soda zu und phosgeniert bis zur congosauren- Reaktion, wobei der Farbstoff ausfällt. Man isoliert unter Salzzusatz ätzalkalisch, trocknet und vermahlt mit etwas Ätznatron, um eine genügende Löslichkeit zu erzielen. Beispiel s 284 Gewichtsteile fertig dianotierte und dann nitrierte i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure trägt man in Pulverform bei o° C in die mit einem kleinen Überschuß von Ätznatron und geeignetem Lösungsmittel (Wasser oder Pyridin) erhaltene Lösung von 189 Gewichtsteilen p-Amino-i-phenyl-3-methyl-5=pyrazolon ein, führt die Kupplung zu- Ende und isoliert den Farbstoff congosauer. Dann wäscht man den Farbstoff gut aus, löst. ihn heiß unter Zusatz von Alkali, filtriert, ügt einen Überschuß von Soda hinzu und phosgeniert bis zur congosauren Reaktion. Den erhaltenen Farbstoff isoliert man unter Zusatz vors Salz schwach sofiaalkalisch und trocknet. Das Produkt zieht ziegelrot auf Baumwolle auf, ist aber essigsäureempfindlich. Durch Nachkupfern hellt sich die Nuance auf, und die Färbung wird essigsäure- und waschecht. Beispiel 6 239 Gewichtsteile fertig dianotierte i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure trägt man in Pulverform bei o° in die ätzalkalische Lösung von 189 Gewichtsteilen p-Aminoi-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon in Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz von Pyridin, ein, führt die Farbstoffbildung durch Rühren zu Ende, isoliert kalt und congosauer, löst den ausgewaschenen Farbstoff nötigenfalls unter Zusatz von Ätznatron heiß auf, filtriert, fügt überschüssige Soda oder ein sonstiges Salzsäure neutralisierendes Alkali zu und phosgeniert bis zur congosauren Reaktion, wobei der Farbstoff ausfällt. Man isoliert eben sofiaalkalisch unter Salzzusatz und trocknet. Beispiel Man dianotiert in üblicher Weise 239 Ge--vichtsteile 2-Amino-3-oxynaphthalin-6-sulfonsäure, setzt die congosaure Lösung von p-Amino-i-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon zu, macht langsam essigsauer und beendet die Kupplung sofiaalkalisch. Den Farbstoff isoliert man congosauer, löst ihn, wenn nötig, unter Zusatz von Lauge heiß auf, filtriert, fügt Soda hinzu, phosgeniert bis zur congosauren Reaktion und isoliert sofiaalkalisch unter Zusatz von Salz. Der erhaltene Farbstoff wird getrocknet.
  • Sämtliche hier angeführten Farbstoffe mit Ausnahme der nach Beispiel 4 und 5 erhältlichen Farbstoffe können natürlich auch derart erhalten werden, daß man die genannten Diazoverbindungen zunächst mit dem Nitrophenylmethylpyrazolon kuppelt, dann mit Schwefelnatrium die Nitrogruppe reduziert und nun erst phosgeniert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, darin bestehend, daß man Diazoverbindungen, die beizenziehende Gruppen, wie Hydroxyl oder Carboxyl, enthalten, mit Phenylpyrazolonderivaten, die im Phenylkern eine paraständige Aminogruppe tragen, kuppelt und die so erhältlichen Aminoazofarbstoffe durch Einwirkung von Phosgen bzw. Thiophosgen in Harnstoffderivate überführt.
DEI38952D 1929-08-09 1929-08-09 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Expired DE542632C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE762445C (de) * 1942-06-11 1952-11-17 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE762445C (de) * 1942-06-11 1952-11-17 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen

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