DE549340C - Verfahren zur Entfernung von SO-Nebeln aus Gasgemischen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von SO-Nebeln aus Gasgemischen

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DE549340C DEA53201D DEA0053201D DE549340C DE 549340 C DE549340 C DE 549340C DE A53201 D DEA53201 D DE A53201D DE A0053201 D DEA0053201 D DE A0053201D DE 549340 C DE549340 C DE 549340C
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  • Treating Waste Gases (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Entfernung von S03-Nebeln aus Gasgemischen Beim Verbrennen von Schwefel, schwefelhaltigen organischen Verbindungen, z. B. Gasmasse, oder des beim Raffinieren von Teeren oder Erdölen mit Schwefelsäure erhaltenen Goudron oder beim Abrösten von schwefelhaltigen Mineralien erhält man ein Gasgemisch, das neben Schwefeldioxyd auch stets eine gewisse Menge Schwefeltrioxyd enthält, die man durch das Auftreten weißer Nebel erkennt.
  • Je nach den Verbrennungsbedingungen, wie Luftzutritt, Temperatur, katalytische Einflüsse usw., ist der entstehende Prozentsatz SO; größer oder kleiner. Da nun ein SO3-Gehalt im S O , für viele technische Zwecke außerordentlich stört, hat man vielfach versucht, ihn zu beseitigen. Waschen mit Wasser führt nicht zum Ziel. Waschen mit viel konzentrierter Schwefelsäure vermag einen großen Teil der Nebel zurückzuhalten. Auch die elektrischen Gasreinigungsmethoden nach C o t t r e l 1- 'i#T ö 11 e r vermögen das Gas weitgehend von SO; zu befreien. Diese Verfahren entsprechen aber in vielen Beziehungen, namentlich auch in bezug auf Wirtschaftlichkeit, nicht den technischen Anforderungen.
  • Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein %'erfahren, nach welchem man die S O,3-Nebel durch eine einfache Filtrierung aus dem Gasgemisch beseitigen kann. Das Verfahren besteht darin, daß man die Gase durch angefeuchtete Filter aus mineralischen Stoffen, z. B. durch eine Filferplattenanordnung aus gesintertem oder gepreßtem Silikatmaterial, schickt. Die Poren des Filters können größer gewählt werden, als der Durchmesser der zu filtrierenden Teilchen ist; es ist aber wesentlich, daß die Filter feucht gehalten werden. Die Wirksamkeit des feuchten Filters ist bei gegebener Teilchengröße und Strömungsgeschwindigkeit eine Funktion von Porenweite und Filterdicke, und zwar so, daß durch richtige Einstellung dieser beiden Größen aufeinander ein Zustand erreicht wird, bei dem alle suspendierten Teilchen beim Durchgang des Gases durch das Filter wenigstens einmal an die die Poren begrenzenden Wände gelangen. Man muß also bei einem feuchten Filter, welches S,03-Nebel gerade noch durchläßt, entweder bei unveränderter Filterdicke die Porengröße etwas verringern oder aber bei unveränderter Porengröße die Dicke des Filters vergrößern. Die geeignete Kombination läßt sich leicht experimentell ermitteln. Sie richtet sich nach den geforderten technischen Bedingungen, wie z. B. Durchsatz, maximalem Druckabfall USW. Zur experimentellen Feststellung des Filtereffektes achtet man darauf, ob das filtrierte Gas noch einen Tyndall-Effekt zeigt, und variiert, falls dies eintritt, Dicke oder Porengröße der Filter.
  • Bei dem beschriebenen Verfahren handelt es sich, streng genommen, weder um eine Absorption noch um eine Adsorption, sondern mehr uni eine Teilchenaggregation, die dadurch zustande kommt, daß die Nebel durch eine Filterschicht hindurchgesaugt werden, wobei die :suspendierten Teilchen, teils durch Eigenschwingungen; teils durch Zentrifugalschvdngungen=-an der Wand haften bleiben. In der Zeitschrift für angewandte Chemie 1926, Seite 1.1;, sind verschiedene Versuche zur Adsorption und Absorption von Nebeln aus Gasgemischen beschrieben. Der Tabelle auf Seite 150, a. a. o., ist zu entnehmen, daß vermittels Gasmaskenkohle feuchte S,03-Nebel nur in einem Anteil von 22 % absorbiert werden. Nach jener Abhandlung verhält sich eine Bimssteinschicht ähnlich wie Maskengaskohle. Auf Grund dieser Veröffentlichung war nicht vorauszusehen, daß man aus Gasgemischen S,03-Nebel vollständig wird entfernen können, wenn man das Gasgemisch eine angefeuchtete, aus gesinterten oder gepreßten Filtersteinen hergestellte Schicht passieren läßt.
  • Verwendet man eine trockene Filterschicht, so werden die Nebel nicht vollständig entfernt. Man erzielt befriedigende Ergebnisse erst, wenn die Filterschicht feucht gehalten wird. Die Nebel werden dann feucht und haften dann an der Filterschicht. Überraschenderweise werden aber durch Gasmaskenkohle feuchte Nebel nur in einem Anteil von 23 010 zurückgehalten.
  • Beispiel In einem Röstofen wird Schwefel verbrannt. In einem Kanal läßt man den sublimierten Schwefel sich niederschlagen und leitet nun die Verbrennungsgase in oder über wäßrige schweflige Säure, um sie au hydratisieren. Der stark hygroskopische Charakter des S03 bedingt eine Vergrößerung der Nebelteilchen. «-elche sich für die nachfolgende Filtration als zweckmäßig erwiesen hat. Die Gase passieren alsdann das Filter. Dies besteht aus , zwei trichterförmigen Gefäßen, welche mit ihrer großen Öffnung aufeinander befestigt sind und in ihrer Mitte die Filterplatten tragen. Natürlich sind auch andere Gefäßformen als Träger der Filterplatten brauchbar; wie etwa kugelige oder zylindrische. Die Filterplatten werden durch Berieselung oder durch zerstäubtes Wasser stets feucht gehalten. Der vorher stark nebelige Gasstrom verläßt das Filter ohne sichtbare Nebel, und daß er frei von S Ü3 ist, sieht man sehr anschaulich in der Weise, daß man einen abgezweigten kleinen Teil desselben durch Kerosen leitet. Dieses bleibt selbst nach tagelangem Einleiten ohne die Veränderung, welche sonst durch geringe Mengen SO.- zu entstehen pflegt (sogen. Goudron).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von S 03-Nebeln aus Gasgemischen, welche durch Filter aus mineralischen Stoffen geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter berieselt werden.
DEA53201D 1928-02-04 1928-02-04 Verfahren zur Entfernung von SO-Nebeln aus Gasgemischen Expired DE549340C (de)

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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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