DE552273C - Einrichtung an Foerderanlagen zum Stillsetzen einer elektrisch gebremsten sinkenden Last, insbesondere eines Eisenbahngueterzuges bei Ablaufbergen mit Seilbetrieb - Google Patents

Einrichtung an Foerderanlagen zum Stillsetzen einer elektrisch gebremsten sinkenden Last, insbesondere eines Eisenbahngueterzuges bei Ablaufbergen mit Seilbetrieb

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DE552273C
DE552273C DEF69973D DEF0069973D DE552273C DE 552273 C DE552273 C DE 552273C DE F69973 D DEF69973 D DE F69973D DE F0069973 D DEF0069973 D DE F0069973D DE 552273 C DE552273 C DE 552273C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B12/00Component parts, details or accessories not provided for in groups B61B7/00 - B61B11/00
    • B61B12/06Safety devices or measures against cable fracture

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung an Förderanlagen zum Stillsetzen einer elektrisch gebremsten sinkenden Last, insbesondere eines Eisenbahngüterzuges bei Ablaufbergen mit Seilbetrieb, in Verbindung mit einer mechanischen Bremse.
Das Stillsetzen sinkender Lasten bei elektrisch getriebenen und gebremsten Förderanlagen geschieht gewöhnlich in der Weise, daß die Geschwindigkeit weitgehend zurückgeregelt und dann die Maschine abgeschaltet wird, wodurch der mit der Maschine in Reihe geschaltete Bremslüftmagnet die mechanische Bremse mehr oder weniger gedämpft einfallen läßt. Bei Anlagen, deren bewegte Antriebsmasse stets größer oder gleich der Lastmasse ist, bringt ein Bremsvorgang dieser Form keine Überbeanspruchungen im Förderseil. Ist dagegen die Masse der sinkenden Last erheb-Hch größer als die des Antriebes, z. B. wenn Eisenbahngüterzüge auf einer schiefen Ebene mittels Seilablaufanlagen abgelassen werden, so kann diese Betriebsart zu ganz erheblichen Seilbeanspruchungen führen, die für die Anas lage nicht gefahrlos sind.
Der Grund liegt darin, daß im Augenblick des Abschaltens der Maschine die rein elektrische Bremsung (Generatorenbremse) sofort aufhört und die mechanische Bremse, die gedämpft einfällt, erst allmählich zur Wirkung kommt. Hierdurch kann sich die Zugmasse auf der schiefen Ebene hemmungslos beschleunigen, das Seil wird spannungslos, und es kann bei starken Seilkräften sogar Schlappseil eintreten. Die gedämpft aufgesetzte mechanische Bremse bringt zunächst die rotierenden Massen des Antriebs zur Ruhe, so daß die weiter fallende Zugmasse schließlich auf das vom gebremst stehenden Antrieb gehaltene Seil trifft. Das Seil kann dann nicht immer die frei gewordene kinetische Energie des Zuges ohne Schaden aufnehmen.
Die Erfindung bezweckt, die Abschaltung der Maschine und damit der elektrischen Bremsung einerseits und das Eihfallenlassen der mechanischen Bremse anderseits zeitlich zu trennen und die elektrische Bremskraft so lange zu erhalten, bis die mechanische Bremskraft genügend angewachsen ist, um an die Stelle der ersten zu treten. Zugmasse und rotierende Antriebsmasse werden damit auf praktisch gleicher Geschwindigkeitshöhe erhalten; sie bewegen sich wie eine Masse, die als Verbindungsglied das Seil hat. Das Seil hat somit nur statische Kräfte aus der Schwerkraft des Zuges zu übertragen; das Entstehen zusätzlicher dj'namischer Kräfte wind vermieden.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß parallel zum Stromkreis, in dem der Schalter zur Betätigung der mechanischen Bremse liegt, ein Stromkreis zur Betätigung der elektrischen Bremse angeordnet ist, in dem ein Relais zur Unterbrechung des Motorstromes
und ein selbsttätig bei einem Motorstrom gleich Null oder nahezu gleich Null einfallender Schalter liegt, so daß zur Einleitung des Haltvorganges zuerst die in an sich bekannter Weise gedämpfte mechanische Bremse von ihrem Halterelais freigegeben und der Stromkreis des bremsenden Motors selbsttätig, abhängig vom Motorstrom, erst dann unterbrochen wird, wenn das gesamte Lastmoment ίο von der mechanischen Bremse voll übernommen wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Die Zugmasse W hängt mittels eines Seiles >5 an der Antriebsscheibe oder Trommelt, die über ein, Vorgelege mit der Bremswelle α treibend in Verbindung steht. Auf der Bremswelle, die mit dem Motor m gekuppelt ist, sitzt die Bremsscheibe der mechanischen Bremse b mit Bremsgewicht g, die durch das Relais I gesteuert wird. Im Hauptstromkreis des Motors liegt ein Relais r mit Schalter t. Der Handschalter η zum Stillsetzen des Motors m liegt in der Leitung für das Relais /. An ihr angeschlossen ist weiterhin ein Relais T1.
Die Wirkungsweise gestaltet sich folgendermaßen:
Soll die Anlage angehalten werden, so ist der Schalter η zu öffnen. Das Relais / wird stromlos und das Gewicht g zieht die Bremse b an. Das allmählich ansteigende Wachsen der Bremskraft bewirkt in bekannter Weise ein Flüssigkeits- oder Luftwiderstand x. Die mechanische Bremse b und der Motor m ergänzen sich nun in der Weise, daß mit zunehmender mechanischer Bremskraft die Stromrück
gabe des Motors m immer kleiner wird. Nahe am Nullpunkt des Stromflusses im Hauptstromkreis des Motors wird dann das Relais r seinen Anker fallen lassen und den Steuerstrom für das Relais^ durch den Schalter t schließen. Folglich öffnet das Relais rx den Maschinenschalter o, und erst jetzt wird der Motor m vollends stromlos. Die Bremse b hat nun die Verzögerung der Massen von W und 5" übernommen und bringt diese schließlich zum Stillstand.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: So
    Einrichtung an Förderanlagen zum Stillsetzen einer elektrisch gebremsten sinkenden Last, insbesondere eines Eisenbahngüterzuges bei Ablaufbergen mit Seilbetrieb, in Verbindung mit einer mechanischen Bremse, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Stromkreis, in dem der Schalter (n) zur Betätigung der mechanischen Bremse (b) liegt, ein Stromkreis zur Betätigung der elektrischen Bremse angeordnet ist, in dem ein Relais (^1) zur Unterbrechung des Motorstromes und ein selbsttätig bei einem Motorstrom gleich Null oder nahezu gleich Null einfallender Schalter (t) liegt, so daß zur Einleitung des Haltvorganges zuerst die in an sich bekannter Weise gedämpfte mechanische Bremse (b) von ihrem Halterelais (/) freigegeben und der Stromkreis des bremsenden Motors (m) selbsttätig, abhängig vom Motorstrom, erst dann unterbrochen' wird, wenn das gesamte Lastmoment von der mechanischen Bremse (b) voll übernommen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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