DE555585C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen kautschukartigen Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen kautschukartigen Massen

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DE555585C
DE555585C DEI35564D DEI0035564D DE555585C DE 555585 C DE555585 C DE 555585C DE I35564 D DEI35564 D DE I35564D DE I0035564 D DEI0035564 D DE I0035564D DE 555585 C DE555585 C DE 555585C
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DE
Germany
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weight
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polymerization
production
rubber
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Expired
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DEI35564D
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English (en)
Inventor
Dr Walter Bock
Eduard Tschunkur
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F36/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
    • C08F36/02Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
    • C08F36/04Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von künstlichen kautschukartigen Massen Durch die französische Patentschrift 658 359 ist einverfahren zur Pol_ymerisation vonButadienkohlenwasserstoffen nach dem Emulsionsverfahren geschützt, bei welchem organische sttlfo- oder carbonsaure Metallsalze in wäßriger Lösung als Emulgierungsmittel verv:endet werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß insbesondere solche Salze organischer Basen mit an-,i)rganischen oder organischen Säuren, die hautschukkohlenwasserstoffe zu emulgieren ,ermögen oder Gemische solcher Salze für die lwecke der Emulsionspolymerisation vorzüglich geeignet sind, z. B. die Salze der N-Mono-und Dikarbonsäureester asymmetrisch substituierterAllcylendiamine oder der einseitig acyliertenDerivate der Alkvlendi.aminesowieihrer N-Alkylverbindungen ru. dgl. Diese Stoffe sind befähigt, die emulgierten Kohlenwasserstoffe in kurzer Zeit quantitativ in Kautschuk überzuführen. Dabei «-erden die svnthetischen Kautschuke je nach den Versuchsbedingungen ganz oder teilweise als künstliche Kautschukmilch erhalten, aus der sich der Kautschuk bei Zusatz von Alkalien abscheidet, während mit Säuren gewöhnlich keine Koagulation erfolgt. Man erhält auf diese Weise wäßrige Kautschukdispersionen aus synthetischen kautschukartigen Massen, die im Gegensatz zu anderen bekannten künstlichen oder natürlichen Kautschukmilcharten in Gegenwart organischer oder anorganischer Säuren weitgehend beständig sind, wodurch neue wichtige technische Anwendungsgebiete erschlossen werden. Natürlich können die Polymerisationen mit oder ohne Zusatz anderer wirksamer Stoffe und Emulgierungsmittel, wie z. B. von Eiweißverbindungen, Elektrolyten, sauerstoffabspaltenden Verbindungen usw., ausgeführt werden, trotzdem deren Zusatz infolge der besonders günstigen Wirkung der bei vorliegendem Verfahren verwendeten Emulgierungsmittel in den meisten Fällen nicht notwendig zu schneller und quantitativer Durchführung der Polymerisation erscheint. Weiter gelingt es nach vorliegendem Verfahren, auch in Gegenwart von Säuren zu arbeiten, da die genannten Emulgierungsmittel auch in saurer Lösung eine hohe Emulgierungsfähigkeit besitzen. Hiermit ist ein Mittel zu sauren Emulsionspolymerisationen gegeben. Beispiel r 200 kg Isopren oder Erythren werden mit 3 kg des Chlorhydrats oder Acetats von Diäthylaminoäthyloleylamid CH3- (CH2)7 -CH - CH- (CH,)- . CO # NH-CH2-CH2 # N - (C2H;)2 in roo kg Wasser bei 65° geschüttelt. Nach einigen Tagen ist in fast quantitativer Ausbeute neben geringen Mengen fester Anteile eine säurebeständige synthetische Kautschukmilch gebildet. Beispiel e 2,5 Gewichtsteile Diätliylaminoäthoxyoleylanili-dchlorhydrat werden in 9j Gewichtsteilen Wasser gelöst, die Lösung wird mit 5 Gewichtsteilen i n-Essigsäure und 65 Gewichtsteilen Butadien-(i - 3) emulgiert und 3 Tage unter dauerndem Schütteln bei einer Temperatur von 6o° polymerisiert. Man erhält in quantitativer Ausbeute an polymerisiertem Kohlenwasserstoff eine dickflüssige Paste, die sich mit Wasser beliebig zu einer latexähnlichen Flüssigkeit zerteilen läßt. Die erhaltene Emulsion kann durch Einstellen in eine Kältemischung oder mit Hilfe von Lauge koaguliert werden. In derselben Zeit erhält man mit Isopren oder f-y-Diinethylbutadien, in den gleichen Gewichtsverhältnissen angewandt, ebenfalls quantitative Ausbeuten an polymerisiertem Kohlenwasserstoff. Beispiel3 5 Gewichtsteile #c-Pentadecylglyoxalidinchlorhydrat werden in 95 Gewichtsteilen Wasser gelöst. Die Lösung wird nach Zugabe von 5 Gewichtsteilen i n-Essigsäure mit 65 Gewichtsteilen Butadien-(i - 3) emulgiert und 3 Tage unter dauernder Bewegung bei 6o° polymerisiert. Man erhält in .einer Ausbeute von 8o bis go oj`o eine latexartige Paste.
  • Bei Anwendung von Isopren oder Dimethylbutadien in denselben Gewichtsverhältnissen sind die Ausbeuten quantitativ. Die Koagulation der erhaltenen Emulsion erfolgt wie in Beispiel i.
  • Es sei erwähnt, daß es nicht notwendig ist, wie in den obigen Beispielen erwähnt, von nur einem Butadienkohlenwasserstoff auszugehen; vielmehr ist es möglich, auch Mischungen zweier oder mehrerer derartiger Kohlenwasserstofe, wie z. B. Butadien-.Dimethylbutadien, Isopren-Dimethylbutadien- oder Isopren-Butadien-Dimethylbutadien-Mischungen, nach dem beschriebenen Verfahren einer Polymerisation zu unterwerfen, wobei auch in diesen Fällen wertvolle Polymerisate in annähernd theoretischer Ausbeute erhalten werden.
  • Beispiel 8o Gewichtsteile einer @3 o/oigen wäßrigen Lösung -des salzsauren co-Diäthylamino-4-äthoxyanilids der Ölsäure, i I,85 Gewichtsteile 36,3 ojoige Salzsäure, i4 Gewichtsteile Isopren und 6o Gewichtsteile Butadien-(i - 3) werden emulgiert und bei 6o° polymerisiert. Man erhält ein sehr gut walzbares Polymerisat, Beispiels 8o Gewichtsteile 3 o/oige wäßrige Lösung des salzsauren co-Diäthylamino-4-äthoxyanilids der Ölsäure, 8,3 Gewichtsteile 36,3 o/oige Salzsäure, 6 Gewichtsteile 3 o/oiges Wasserstoffsuperoxyd werden mit 6o Gewichtsteilen Butadien-(i - 3) emulgiert und 3 Tage bei 6o° unter Schütteln polymerisiert. Man erhält eine dicke latexartige Masse, die zu einem plastischen Produkt von guten mechanischen Eigenschaften koaguliert werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von künstlichen kautschukartigen Massen durch Polymerisation von Diolefinkohlenwasserstoffen, insbesondere Butadien, Isopren oder 2, 3-Dimethylbutadien, nach dem Emulsionsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation in " Gegenwart solcher Salze organischer Basen mit organischen oder anorganischen Säuren, welche die Kautschukkohlenwasserstoffe in wäßriger Lösung zu emulgieren vermögen, oder mit Gemischen solcher Salze mit oder ohne Zusatz anderer die Polymerisation beeinflussender Stoffe vornimmt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744403C (de) * 1938-05-23 1944-01-14 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Polymerisation von Butadienkohlenwasserstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744403C (de) * 1938-05-23 1944-01-14 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Polymerisation von Butadienkohlenwasserstoffen

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