DE5793C - Gegengewichtsbetrieb für Lokomotiven und verwandte Maschinen - Google Patents
Gegengewichtsbetrieb für Lokomotiven und verwandte MaschinenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F15/00—Suppression of vibrations in systems; Means or arrangements for avoiding or reducing out-of-balance forces, e.g. due to motion
- F16F15/22—Compensation of inertia forces
- F16F15/26—Compensation of inertia forces of crankshaft systems using solid masses, other than the ordinary pistons, moving with the system, i.e. masses connected through a kinematic mechanism or gear system
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Description
1878.
EUGENE VICAIRE in PARIS. Gegengewichtsbetrieb für Locomotiven und verwandte Maschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. November 1878 ab.
Vorliegende Erfindung besteht in einer besonderen Anordnung von Gegengewichten, um
die Störungen aufzuheben, welche durch die bewegten Theile der Maschinen erzeugt werden.
Man hat, namentlich bei den Locomotiven, die störenden Bewegungen durch Gegengewichte
aufzuheben gesucht, welche bleibend an den Rädern angebracht werden, aber. man hat hierdurch
die. Uebelstände nur theilweise beseitigt. Diese rotirenden Gegengewichte können wohl
den schädlichen Einflufs der Theile aufheben, welche ebenfalls rotiren, als der Kurbeln,
Kuppelstangen und in gewissem Mafse auch der Pleuelstangen, sie können aber nicht genau
diejenigen Störungen ausgleichen, welche von hin- und hergehenden Theilen erzeugt werden,
als der Kolben, Kolbenstangen und zum Theil der Pleuelstangen.
Wenn die Bewegungsrichtung dieser Theile horizontal ist wie bei den Locomotiven, und
man bestimmt das Gegengewicht derart, dafs die Horizontalcomponente seiner Centrifugalkraft
den Trägheitsdruck des Kolbens und der mit demselben bewegten Theile vollständig ausgleicht,
so treten die Verticalcomponenten als neue unerwünschte Störungskräfte auf.
Der Erfinder behält die rotirenden Gegengewichte bei, vermindert sie jedoch so weit,
dafs sie nur die Störungen der rotirenden Theile ausgleichen. Die hin- und hergehenden Theile
werden mittelst eines besonderen Gegengewichtes ausgeglichen, welches gleichfalls eine hin- und
hergehende Bewegung erhält. Dieselbe wird ihm mitgetheilt vermittelst einer Hebelverbindung,
welche man als einen Storchschnabel von allgemeinerer Form bezeichnen kann.
Die Zeichnung stellt beispielsweise die Anordnung des Gegengewichts an einer Locomotive
dar. Fig. 1 zeigt eine Längsansicht des betreffenden Theiles der Locomotive, Fig. 2 eine
Seitenansicht, Fig. 3 einen Grundrifs;.
α ist der Dampfcylinder, b die Kolbenstange, c c' die Schieberstange mit der Kulisse d, e e
der Längsrahmen der Locomotive. Der Storchschnabel schwingt um den festen Punkt j und
ist unmittelbar mit der Kolbenstange b verbunden; aufserdem ist die Schieberstange c.
ebenfalls mittelst der Hebel f g h mit dem Kreuzkopf verbunden, indem h an demselben
befestigt ist.
Der Mechanismus besteht zunächst aus den Stangen k I, welche mit dem Kreuzkopf verbunden
sind. An den Enden dieser Stangen sind die Hebel m und η eingelenkt, welche
sich kreuzen und sich um den gemeinschaftlichen festen Zapfen j drehen können. Dieser
Zapfen j ist in dem Träger t befestigt, der auf das Querstück 0 geschraubt ist. Mit den anderen
Enden der Hebel m und η sind in gleicher Weise zwei gleiche Stangen k 1V verbunden,
welche an Länge den Stangen k I gleichkommen und an ihren freien Enden durch
das Drehgelenk ο vereinigt sind, auf dessen Zapfen das Gegengewicht q befestigt ist. Die
Masse dieses Gegengewichts ist derart abgemessen, dafs die Störungen der hin- und hergehenden
Theile vollständig aufgehoben werden.
In der auf der Zeichnung veranschaulichten Anordnung sind zwei Gegengewichte q q vorausgesetzt,
welche symmetrisch zur Cylinderaxe angebracht sind; man kann jedoch auch ein einziges Gegengewicht anwenden. Eine gleiche
Anordnung findet sich auf der anderen Seite der Locomotive in einer der Aufkeilung oder
der Kolbenstellung entsprechenden Lage.
Die Hebel und Stangen können auch solche Längen haben, dafs sie auf beiden Seiten des
Drehzapfens j ähnliche Vierseite bilden.
Um den oberen Theil dieses Mechanismus leicht unterzubringen, ohne mit den Betriebsoder anderen Theilen der Maschine in Berührung
zu kommen, ist ein aus Blechplatten und Winkeleisen gebildeter Kasten p an der
Maschine angebracht, welcher in hinreichender Höhe über der Kolbenstange befestigt ist und
eine ungehinderte Bewegung des Gegengewichts gestattet.
Das Gegengewicht q bewegt sich mit einer Geschwindigkeit und Beschleunigung, welche
parallel aber entgegengesetzt der Geschwindigkeit und Beschleunigung des Punktes s und
demnach des Kolbens gerichtet ist. Die passend gewählte Masse des Gegengewichts wird daher
die störende Einwirkung des Kolbens und jedes mit demselben verbundenen, eine ähnliche Bewegung
besitzenden Maschmentheiles aufheben.
Die Vorrichtung läfst sich leicht an vorhandenen Locomotiven ohne wesentliche Constructionsänderungen
anbringen. Ebenso kann man dieselbe mit gutem Erfolge bei anderen
Maschinen, als stationären Maschinen, Locomobilen, Trambahn-Locomotiven, Schiffsmaschinen,
verwenden.
Auf der Zeichnung ist der untere Punkt des Storchschnabels mit dem Kreuzkopf verbunden,
man kann denselben jedoch mit jedem anderen Theil verbinden, welcher die gleiche Bewegung
besitzt. Leitet man die Bewegung des Storchschnabels von einem Punkte der Pleuelstange
ab, so wird das Gegengewicht eine geringe Verticalbewegung annehmen, welche die von
dem Beharrungsvermögen der Pleuelstange hervorgerufenen verticalen Störungskräfte ausgleicht.
Das in der Richtung der Cylinderaxe angebrachte Gegengewicht A wird wirksam der die
nickende Bewegung hervorrufenden Störungskraft entgegenwirken; gleichzeitig werden die
anderen schädlichen Bewegungen nach allen Richtungen hin aufgehoben, welche von dem
Beharrungsvermögen herrühren.
Claims (1)
- Patent - Anspruch:Die Anordnung eines Storchschnabels von allgemeiner Form mit Gegengewicht zur Vermeidung der störenden Bewegungen und Ausgleichung der Störungskräfte der bewegten Massen an Maschinen, insbesondere an Locomotiven, wie beschrieben und gezeichnet.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5793C true DE5793C (de) |
Family
ID=284143
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5793D Active DE5793C (de) | Gegengewichtsbetrieb für Lokomotiven und verwandte Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5793C (de) |
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- DE DENDAT5793D patent/DE5793C/de active Active
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