DE60009873T2 - Falschzwirngarnwickel - Google Patents

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Asahi Kasei Chemicals Corp
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Asahi Kasei Chemicals Corp
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Description

  • Fachgebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Wickel aus einem Falschdrahtgarn, das aus Fasern des Polyester-Typs besteht, insbesondere auf einen Wickel aus einem Falschdrahtgarn, das aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern besteht und in der Lage ist, eine günstige Wickelform beizubehalten, eine geringe Abwickelspannung und eine geringe Variation der Abwickelspannung hat und ein Gewirk oder Gewebe hoher Qualität ergeben kann.
  • Technischer Hintergrund
  • Da Fasern des Polyestertyps eine ausgezeichnete elastische Erholung haben und zur Verwendung als Material für ein Stretchgewebe geeignet sind, wurde ein Falschdrahtgarn aus Fasern des Polyester-Typs zum Beispiel in der Japanischen Offenlegungsschrift JP-A-9-78373 vorgeschlagen, wobei die Polymerkomponente hauptsächlich aus Polytrimethylenterephthalat besteht.
  • Wenn dieses Falschdrahtgarn unter Wickelbedingungen, die gewöhnlich zum Aufnehmen eines Falschdrahtgarns aus Polyesterfasern des Polyethylenterephthalat-Typs oder Nylonfasern verwendet werden, auf einen Wickel gewickelt wird, kommt es jedoch zu einer Garnschrumpfung im Wickel während des Wickelvorgangs, während die Menge des aufgewickelten Garns zunimmt, und die Härte des Wickels wird zu groß, wodurch der Wickel ein Papierrohr zerdrücken kann, oder der Wickeldurchmesser wird an den beiden Enden des Papierrohrs größer, was zu einer Wickelform mit Randverdickung führt. Dies verursacht Einzelfilamentrisse, einen Unterschied in den Kräuselungseigenschaften zwischen dem inneren und dem äußeren Teil des Wickels und eine zeitliche Änderung der Kräuselungseigenschaften, was zu einer Qualitätsverschlechterung bei Gewirken oder Geweben führt.
  • Es ist möglich, das Zerdrücken des Papierrohrs und die Bildung einer Wickelform Randverdickung zu vermeiden, indem man die Wickelspannung senkt, so dass die Härte des Wickels und die Wickeldichte geringer werden. Ein Falschdrahtgarn aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern hat jedoch eine merkliche Neigung zur Bildung von Einzelfilament-Fadenschlingen (ein schleifenförmiger Teil des Filaments, das individuell gezwirnt ist, so dass es aus einer Garnoberfläche herausragt). Diese Neigung wird beschleunigt, wenn die Wickelspannung gesenkt wird, was dazu führt, dass das Falschdrahtgarn aufgrund einer Verfilzung der Einzelfilament-Fadenschlingen nicht mehr vom Wickel abgewickelt werden kann. Dieses Phänomen ist bei einem Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs besonders stark vorhanden.
  • Als ein weiteres Verfahren, um zu verhindern, dass das Papierrohr zerdrückt wird, kann ein doppeltes Papierrohr verwendet werden, um ein Wickeln mit großer Härte und hoher Dichte durchzuführen. Während diese Gegenmaßnahme effektiv ist, um das Problem bezüglich des Zerdrückens des Papierrohrs zu lösen, ist die Wickelform mit Randverdickung des Falschdrahtgarns aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern nicht vermeidbar. Weiterhin ist das Falschdrahtgarn aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern, insbesondere das des Ein-Heizer-Typs, dadurch gekennzeichnet, dass es einen größeren Restdrall hat als das Falschdrahtgarn aus Polyesterfasern des Polyethylenterephthalat-Typs. Der Restdrall wird größer, wenn der Wickel härter gewickelt wird, was zur Bildung einer Verfilzung während des Abwickelns führt, was die Wirk-/Web-Fähigkeit senkt, die Schrägverformung des Gewirks/Gewebes übertreibt, ein Oberflächenbausch im Gewirk/Gewebe entwickelt oder einen harten Kreppeffekt erzeugt.
  • US-A-4,002,427 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von gekräuselten gefärbten Multikomponentfilamenten, die aus wenigstens zwei Polyesterkomponenten bestehen, mit einem kombinierten Spinnen der Polyesterkomponenten nebeneinander oder in einer exzentrischen Hülle-Kern-Beziehung, Strecken und Erhitzen der gesponnenen Filamente, um die Kräuselung weiterzuentwickeln, Aufwickeln der gesponnenen und gekräuselten Filamente mit einer Shore-Härte von 15° bis 70° auf eine Spule mit einem Rohr, das Öffnungen enthält, und Färben der gesponnenen gekräuselten Filamente. Das Multikomponentfilament hat im Wesentlichen keinen Restdrall, und infolgedessen erfolgt keine Bildung von Einzelfilament-Fadenschlingen. Diese Eigenschaften würden niemals Probleme in Bezug auf das Abwickeln des Wickels verursachen. Das Verbundgarn in der vorliegenden Erfindung ist ein Falschdrahtgarn mit einer zufälligen und dreidimensionalen Kräuselstruktur. Ein Falschdrahtgarn hat unvermeidlich einen Restdrall, und infolgedessen verursacht der Restdrall aufgrund einer partiellen Konzentration des Dralls auf jedem Filament Einzelfilament-Fadenschlingen. Folglich tritt ein Problem aufgrund einer Verfilzung der Fadenschlingen auf, wenn man das Falschdrahtgarn vom Wickel abwickelt. Um einen Wickel zu erhalten, der ein Färben der verschiedenen Garne auf der Spule erlaubt, sind daher verschiedene Behandlungen erforderlich.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, die oben genannten Nachteile zu überwinden und einen Wickel aus einem Falschdrahtgarn, das aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern besteht und in der Lage ist, eine günstige Wickelform beizubehalten, sich glatt abwickeln lässt und ein Gewirk oder Gewebe hoher Qualität ergeben kann, bereitzustellen.
  • Die Erfinder haben fleißig einen Wickel aus einem Falschdrahtgarn, das aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern besteht, untersucht und herausgefunden, dass das Ziel mit einem Garnwickel mit bestimmten Spezifikationen erreicht werden kann, wodurch die vorliegende Erfindung fertiggestellt wurde.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich also auf einen Wickel aus einem Falschdrahtgarn, das aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern besteht und dadurch gekennzeichnet ist, dass die Härte und die Wickeldichte des Wickels und die Zahl der Kräuselungen des so aufgenommenen Falschdrahtgarns gleichzeitig die folgenden Bedingungen (1), (2), (3) und (4) erfüllen:
    • (1) 70 ≤ Härte ≤ 90
    • (2) 0,6 g/cm3 ≤ Wickeldichte ≤ 1,0 g/cm3
    • (3) Härte × Zahl der Kräuselungen ≥ 520
    • (4) Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen beträgt 3,5/cm oder weniger.
  • Bevorzugte Ausführungsformen gehen aus den beigefügten Ansprüchen hervor.
  • Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden ausführlicher beschrieben.
  • Polytrimethylenterephthalat-Faser ist eine Polyesterfaser, die Trimethylenterephthalat als Hauptrepetiereinheit enthält, wobei die Trimethylenterephthalat-Einheit in einem Anteil von 50 Mol-% oder mehr, vorzugsweise 70 Mol-% oder mehr, besonders bevorzugt 80 Mol-% oder mehr, ganz besonders bevorzugt 90 Mol-% oder mehr, enthalten ist. Dementsprechend enthält diese Faser Polytrimethylenterephthalat, das als weitere Komponente eine weitere Säurekompo-nente und/oder Glycolkomponente in einer Gesamtmenge von weniger als 50 Mol-%, vorzugsweise weniger als 30 Mol-%, besonders bevorzugt weniger als 20 Mol-% und ganz besonders bevorzugt weniger als 10 Mol-% enthält.
  • Das Polytrimethylenterephthalat wird synthetisiert, indem man Terephthalsäure oder ein funktionelles Derivat davon in Gegenwart eines Katalysators unter geeigneten Reaktionsbedingungen mit Trimethylenglycol oder einem funktionellen Derivat davon verbindet. Bei diesem Synthesevorgang können auch eine oder mehrere Arten einer weiteren Komponente hinzugefügt werden, so dass man einen copolymerisierten Polyester erhält, oder nachdem man einen anderen Polyester als Polyethylenterephthalat, Nylon und Polytrimethylenterephthalat einzeln hergestellt hat, können sie miteinander vermischt oder gesponnen werden, so dass man eine Verbundfaser erhält (eine Faser des Hülle-Kern-Typs oder eine Faser des Nebeneinander-Typs).
  • Die weitere Komponente, die hinzugefügt werden soll, umfasst aliphatische Dicarbonsäure (Oxalsäure, Adipinsäure oder dergleichen), cycloaliphatische Dicarbonsäure (Cyclohexandicarbonsäure oder dergleichen), aromatische Dicarbonsäure (Isophthalsäure, Natriumsulfoisophthalsäure oder dergleichen), aliphatisches Glycol (Ethylenglycol, 1,2-Propylenglycol, Tetramethylenglycol oder dergleichen), cycloaliphatisches Glycol (Cyclohexandimethanol oder dergleichen), aliphatisches Glycol, das eine aromatische Gruppe enthält (1,4-Bis(β-hydroxyethoxy)benzol oder dergleichen), Polyetherglycol (Polyethylenglycol, Polypropylenglycol oder dergleichen), aliphatische Oxycarbonsäure (ω-Oxycapronsäure oder dergleichen) oder aromatische Oxycarbonsäure (p-Oxybenzoesäure oder dergleichen). Außerdem können auch Verbindungen, die eine oder drei oder mehr esterbildende funktionelle Gruppen aufweisen (Benzoesäure, Glycerin oder dergleichen), verwendet werden, vorausgesetzt, das Polymer wird im Wesentlichen in einem linearen Bereich gehalten.
  • Zu dem Polytrimethylenterephthalat kann Folgendes hinzugefügt werden: ein Mattierungsmittel, wie Titandioxid, ein Stabilisator, wie Phosphorsäure, ein UV-Absorber, wie ein Derivat von Hydroxybenzophenon, ein Kristallkeimbildner, wie Talk, ein Gleitmittel, wie Aerozil, ein Antioxidans, wie ein Derivat von gehindertem Phenol, ein Flammschutzmittel, ein Antistatikmittel, ein Pigment, ein optischer Aufheller, ein Infrarot-Absorber und ein Schaumverhütungsmittel.
  • Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Polytrimethylenterephthalat-Faser kann entweder (1) nach einem normalen Verfahren, bei dem zuerst ein unverstrecktes Garn mit einer Aufnahmegeschwindigkeit von ungefähr 1500 m/min erhalten wird und dann das Garn mit einem Streckverhältnis im Bereich von ungefähr 2 bis 3,5 verstreckt wird, (2) einem Spinn-Streck-Verfahren, bei dem ein Spinnvorgang direkt mit einem Streckvorgang kombiniert wird, oder (3) einem Spinn-Aufnahme-Verfahren, bei dem ein aus einer Spinnmaschine gesponnenes Garn mit einer hohen Geschwindigkeit von 5000 m/min oder mehr direkt aufgenommen wird, gesponnen werden.
  • Die Konfiguration der Faser kann eine in Längsrichtung entweder gleichmäßige oder unregelmäßige Dicke aufweisen, und ihre Querschnittsform kann kreisförmig, dreieckig, eine L-Form, eine T-Form, eine Y-Form, eine W-Form, eine achtlappige Form, eine flache Form und eine Hantelform (gelappte Form) sein. Außerdem kann die Faser auch hohl sein oder sogar eine unbestimmte Form haben.
  • Der Falschdrall kann durch jedes herkömmliche Falschdrahtverfahren verliehen werden, wie ein Verfahren des Stifttyps, des Reibungstyps, des Quetschriementyps, des Luftverzwirnungstyps oder andere. Außerdem kann entweder ein Ein-Heizer-System oder ein Doppel-Heizer-System eingesetzt werden. Weiterhin kann das Falschdrahtgarn auch durch Streck-Texturieren eines vororientierten Garns (POY) erhalten werden.
  • Die Härte des Garnwickels muss 70 oder mehr und 90 oder weniger betragen, vorzugsweise 75 oder mehr und 90 oder weniger. Die Wickeldichte des Garnwickels muss 0,6 g/cm3 oder mehr und 1,0 g/cm3 oder weniger, vorzugsweise 0,65 g/cm3 oder mehr und 0,95 g/cm3 oder weniger, betragen.
  • Wenn die Härte kleiner als 70 ist oder die Wickeldichte kleiner als 0,6 g/cm3 ist, kann es während des Transports aufgrund von Schwingungen zu einem Durchlauffehler oder einer Wickelverformung kommen. Einzelfilament-Fadenschlingen werden häufig insbesondere im Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs erzeugt, was aufgrund der Verfilzung der Einzelfilament-Fadenschlingen miteinander eine übermäßige Spitzenspannung während des Abwickelns des Falschdrahtgarns vom Wickel bewirkt und in extremen Fällen zum Reißen des Garns führt, so dass der Abwickelvorgang unterbrochen wird. Oder selbst wenn kein Reißen des Garns erfolgt, beeinträchtigt die Fluktuation der Abwickelspannung die Wirkfähigkeit, Schärfähigkeit und Webfähigkeit.
  • Wenn die Härte dagegen 90 überschreitet oder die Wickeldichte 1,0 g/cm3 überschreitet, würde das Papierrohr zerdrückt werden, auch wenn ein doppeltes Papierrohr verwendet wird, und daher könnte keine geeignete Wickelform aufrechterhalten werden. Außerdem kommt es zu dem sogenannten Randverdickungsphänomen, bei dem der Durchmesser des Wickels an beiden Enden größer wird, und dann kommt es leicht zu Einzelfilamentrissen. Da das Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs insbesondere einen großen Restdrall hat, kommt es während des Abwickelvorgangs zur Bildung einer Verfilzung, was zur Verschlechterung der Wirkfähigkeit und Webfähigkeit führt, und das daraus gebildete Gewirk oder Gewebe hat eine Neigung zur Schrägverformung oder erzeugt einen Bausch oder einen harten Kreppeffekt auf seiner Oberfläche. Da außerdem der Unterschied in den Kräuselungseigenschaften zwischen inneren und äußeren Teilen des Wickels und deren zeitliche Änderung größer werden, wird die Qualität des Gewirks oder Gewebes verschlechtert.
  • Im Unterschied zu einem Falschdrahtgarn aus Polyesterfasern des Polyethylenterephthalat-Typs wird ein Wickel aus einem Falschdrahtgarn aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern wahrscheinlich mit der Zeit härter werden, da er härter aufgewickelt wurde, wodurch die Härte und die Wickeldichte vorzugsweise so klein wie möglich sind, solange der Abwickelvorgang nicht gestört wird.
  • Die Zahl der Kräuselungen ist ein Hinweis, der eine Entwicklung des Kräuselungsgrades darstellt, wenn das Garn von dem Wickel abgewickelt wird. Insbesondere bei dem Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs sind Kräuselungen nicht gut entwickelt, wenn die Zahl der Kräuselungen gering ist; sie sind jedoch reich an Einzelfilament-Fadenschlingen, die dem Falschdrahtgarn aus Polytrimethylenterephthalat inhärent sind, was den Abwickelvorgang verschlechtert. Wenn die Zahl der Kräuselungen dagegen größer ist, gibt es weniger Einzelfilament-Fadenschlingen, was das Abwickeln erleichtert.
  • Da die Abwickeleigenschaft des Falschdrahtgarns aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern jedoch auch mit der Härte des Wickels und der Wickeldichte zusammenhängt, haben die Erfinder fleißig Studien durchgeführt und herausgefunden, dass das Abwickeln erleichtert wird, wenn der folgende Koeffizient innerhalb eines bestimmten Bereichs liegt.
  • Das heißt, der Wert der Härte des Wickels × der Anzahl der Kräuselungen muss 520 oder mehr, vorzugsweise 650 oder mehr, betragen. Wenn der Wert kleiner als 520 ist, entwickelt sich eine äußerst große Zahl von Einzelfilament-Fadenschlingen, die während des Abwickelns des Falschdrahtgarns miteinander verfilzen, was zu den Problemen führt, dass die Abwickelspannung und deren Fluktuation übermäßig groß werden und dadurch die Abwickeleigenschaft verschlechtern sowie die Wirkfähigkeit, Schärfähigkeit und Webfähigkeit verschlechtern.
  • Die Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen beträgt vorzugsweise 3,5/cm oder weniger, besonders bevorzugt 2,5/cm. Das Falschdrahtgarn aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern und insbesondere das des Ein-Heizer-Typs ist im Vergleich zu dem Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs aus Polyesterfasern des Polyethylenterephthalat-Typs äußerst anfällig für die Bildung von Einzelfilament-Fadenschlingen. Wenn die Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen 3,5/cm übersteigt, wird der Vorgang des Abwickelns des Falschdrahtgarns von dem Wickel aufgrund der Verfilzung der Einzelfilament-Fadenschlingen leicht gestört.
  • Die Erzeugung von Einzelfilament-Fadenschlingen variiert weitgehend im Einklang mit den Wickelbedingungen, was insbesondere für das Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs gilt. Der Grund dafür ist, dass das Falschdrahtgarn aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern eine im Vergleich zu dem Falschdrahtgarn aus Polyesterfasern des Polyethylenterephthalat-Typs stärker in Erscheinung tretende Kräuselung hat, und die Entwicklung von sichtbaren Kräuselungen variiert weitgehend, selbst wenn die Falschdrahtbedingung ständig aufrechterhalten wird, im Einklang mit den Garnspannungen zwischen einer Abgaberolle und einem Wickler nach dem Falschdrahtvorgang. Wenn die Garnspannung zwischen der Abgaberolle und dem Wickler relativ gering ist, entwickeln sich nicht viel sichtbare Kräuselungen, so dass die Zahl der Kräuselungen kleiner ist und die Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen größer ist. Je höher die Garnspannung, desto stärker ist die sichtbare Kräuselung entwickelt. Die Zahl der Kräuselungen nimmt also zu, und die der Einzelfilament-Fadenschlingen nimmt ab.
  • Um einen Garnwickel mit weniger Einzelfilament-Fadenschlingen zu erhalten und um den Abwickelvorgang zu erleichtern, ist es notwendig, den Wickel mit einer Wickelspannung zu bilden, die über einem bestimmten Niveau liegt. Konkret variiert die Wickelspannung periodisch im Einklang mit der Hin- und Herbewegung eines Luntenführers. Die mittlere Wickelspannung pro Dickeneinheit des Falschdrahtgarns beträgt vorzugsweise 0,05 cN/dtex oder mehr. Wenn sichtbare Kräuselungen im Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs entwickelt werden können, indem man ihm an einer Stelle zwischen der Abgaberolle und dem Wickler eine geeignete Spannung verleiht, ohne es zum Beispiel mit einem zweiten Heizer zu heizen, ist es möglich, die Wickelspannung im Wickler weiter zu reduzieren.
  • Um die Wickelhärte, die Wickeldichte, die Anzahl der Kräuselungen und die Anzahl der Einzelfilament-Fadenschlingen auf geeignete Werte zu regulieren, beträgt die mittlere Wickelspannung vorzugsweise 0,05 cN/dtex oder mehr und 0,22 cN/dtex oder weniger. Obwohl der Wickel eine günstige Abwickeleigenschaft hat, könnte sich in dieser Hinsicht die Wirkfähigkeit oder Webfähigkeit wegen der Erzeugung einer Verfilzung während des Abwickelvorgangs verschlechtern, wenn der Restdrall übermäßig groß ist. Der Restdrall verursacht auch die Schrägverformung des Gewirks oder Gewebes sowie die Erzeugung von Bausch oder hartem Krepp-Effekt auf seiner Oberfläche. Dementsprechend beträgt der Restdrall vorzugsweise 150 Drehungen/m oder weniger. Wenn der Restdrall 150 Drehungen/m beträgt, gibt es kein Problem bezüglich der Bildung einer Verfilzung und bezüglich des Qualitätsniveaus der Oberfläche eines Gewirks oder Gewebes. Damit das Falschdrahtgarn einen Restdrall von 150 Drehungen/m oder weniger aufweist, beträgt die mittlere Wickelspannung vorzugsweise 0,09 cN/dtex oder weniger.
  • Der Wickelwinkel kann geeigneterweise so gewählt werden, dass die Formerhaltungseigenschaft oder die Abwickeleigenschaft vorteilhaft aufrechterhalten wird, und beträgt konkret 10 Grad oder mehr und 18 Grad oder weniger.
  • Allgemein gesagt, um einen Wickel aus einem Falschdrahtgarn zu erhalten, das aus Polyesterfasern des Polyethylenterephthalat-Typs oder Polyamidfasern besteht, die keine Probleme bezüglich der Abwickeleigenschaft und der Formerhaltungseigenschaft aufweisen, liegt die mittlere Wickelspannung vorzugsweise im Bereich von 0,13 bis 0,18 cN/dtex. Dagegen ist eine geeignete mittlere Wickelspannung zum Aufwickeln des Falschdrahtgarns aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern offensichtlich geringer. Der Grund dafür liegt vermutlich darin, dass die Polytrimethylenterephthalat-Faser, nachdem sie in der Verzwirnungszone wesentlich gedehnt wurde, im Falschdrahtvorgang wegen ihrer hohen elastischen Erholung schrumpft. Es wird jedoch angenommen, dass diese Schrumpfung nicht sofort, unmittelbar nach dem Verlassen der Falschdrahtzone durch das Garn, oder bevor es in den Aufwickelvorgang eintritt, erfolgt, sondern sich fortsetzt, während das Garn auf dem Wickel aufgenommen wird, und sogar nachdem der Wickel fertiggestellt wurde. Daher ist es notwendig, das Garn mit äußerst geringer Spannung auf den Wickel zu wickeln, so dass noch Spielraum für ein Schrumpfen des Garns innerhalb des Wickels besteht.
  • Außerdem besteht ein Grund dafür, dass das unter einer hohen Wickelspannung gebildete Wickel mit der Zeit noch härter wird, vermutlich darin, dass der Spielraum für die Absorption der Garnschrumpfung geringer ist und dass die Schrumpfung über eine lange Zeit allmählich fortschreitet. Da die Schrumpfung bei einem Wickel, das mit einer geringen Wickelspannung gebildet wird, fast beendet ist, wenn der Wickel fertiggestellt wird, wird verhindert, dass der Wickel mit der Zeit härter wird.
  • Während die Temperatur eines Falschdrahtheizers wahlfrei gemäß den gewünschten Kräuselungseigenschaften gewählt werden kann, wird sie im Allgemeinen vorzugsweise so bestimmt, dass die Garntemperatur unmittelbar nach Verlassen eines ersten Heizers 100°C oder mehr und 200°C oder weniger, vorzugsweise 120°C oder mehr und 180°C oder weniger, besonders bevorzugt 130°C oder mehr und 170°C oder weniger, beträgt. Die Kräuselungsdehnbarkeit des Falschdrahtgarns des Ein-Heizer-Typs beträgt 100% oder mehr und 300% oder weniger, und der Kräuselungselastizitätsmodul beträgt vorzugsweise 80% oder mehr.
  • Falls notwendig, kann ein Falschdrahtgarn des Doppel-Heizer-Typs verwendet werden, das durch einen zweiten Heizer thermisch fixiert wird. Die Temperatur des zweiten Heizers beträgt 100°C oder mehr und 210°C oder weniger und liegt vorzugsweise in einem Bereich von 30°C unter bis 50°C über der Garntemperatur unmittelbar nach dem Verlassen des ersten Heizers. Das Voreilverhältnis im zweiten Heizer (das zweite Voreilverhältnis) beträgt vorzugsweise +3% oder mehr und +30% oder weniger. Die Kräuselungsdehnbarkeit des Falschdrahtgarns des Doppel-Heizer-Typs beträgt vorzugsweise 5% oder mehr und 100% oder weniger. Da die Einzelfilament-Fadenschlingen oder der Restdrall, die bei dem Falschdrahtgarn des Ein-Heizer-Typs erheblich groß sind, abnehmen, wenn die Temperatur des zweiten Heizers oder das zweite Voreilverhältnis höher werden, ist es möglich, die Abwickeleigenschaft auf einem relativ günstigen Niveau zu halten, wenn die Wickelhärte und die Wickeldichte richtig gewählt werden.
  • In dieser Hinsicht werden die Kräuselungsdehnbarkeit und der Kräuselungselastizitätsmodul gemäß JIS-L-1090 gemessen, einem Kräuselungsdehnbarkeitstest (Verfahren A), nachdem ein Teststück 15 Minuten lang bei 90°C unter einer Belastung von 2,6 × 10–4 cN/dtex wärmebehandelt und einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang ruhen gelassen wurde.
  • Die Zahl der falschen Verzwirnungen T kann in einem Bereich liegen, der gewöhnlich für Falschdraht-Polyesterfasern des Polyethylenterephthalat-Typs verwendet wird und der mit der folgenden Gleichung berechnet wird, wobei K ein Falschdrahtkoeffizient ist, der vorzugsweise in einem Bereich von 18500 bis 37000 liegt, und eine günstige Zahl von falschen Verzwirnungen gemäß der Dicke eines Falschdrahtgarns bestimmt wird: T = K/(dtex des Falschdrahtgarns)0,5.
  • Ein Falschdrahtgarnwickel umfasst in der vorliegenden Erfindung solche, die durch bekannte Verbundfalschdrahtverfahren, wie gleichzeitiges Falschzwirnen von Garn aus Polytrimethylenterephthalat-Faser und Garn aus einer anderen Faser, Falschzwirnen derselben mit Phasendifferenz oder Falschzwirnen derselben mit Dehnungsdifferenz erhalten werden, und solche, die durch Verflechten der Falschdrahtgarne der vorliegenden Erfindung erhalten werden.
  • Schätzungen, Messungen oder andere waren wie folgt:
  • (1) Wickelspannung
  • Die Garnspannung wurde unmittelbar vor einer Wickelrolle mit einem Check Master CM-50FR, der von Kanai Koki hergestellt wurde, gemessen, und ein Mittelwert wurde daraus erhalten.
  • (2) Abwickelfähigkeit
  • Ein Strickvorgang wurde mit einer Rundstrickmaschine (22 G/2,54 cm) durchgeführt, die von Tohei Kikai hergestellt wurde, wobei ein Falschdrahtgarn mit einer Geschwindigkeit von 150 m/min von einem Wickel abgewickelt wurde. Die Abwickelspannung wurde mit einem Spannungsmesser Modell N5-4000, der von Eiko Sokki hergestellt wurde, gemessen und auf einem Recorder aufgezeichnet, und davon wurden eine mittlere Abwickelspannung, eine Amplitude der Abwickelspannung, eine außergewöhnliche Spitzenspannung aufgrund der Verfilzung von Einzelfilament-Fadenschlingen und die Erzeugung einer Verfilzung während des Abwickelvorgangs bestimmt.
  • (3) Härte
  • Ein Härtetester des Federtyps (Ascar Gummihärtetester Typ C, hergestellt von Kobunshi Keiki K.K.) wurde im Einklang mit JIS-K-6301, Verfahren zum Testen der physikalischen Eigenschaften von vulkanisiertem Kautschuk, verwendet. Die Härte wurde an zwei Punkten im zentralen Teil und an zwei Punkten in jedem Endteil, also insgesamt an sechs Punkten, gemessen, und daraus wurde ein Mittelwert bestimmt.
  • (4) Wickeldichte
  • Das Gewicht eines auf einen Wickel aufgewickelten Garns wurde durch das Volumen des Wickels, welches geometrisch aus dem Außendurchmesser, der Wickelbreite des Wickels und dem Außendurchmesser des Papierrohrs berechnet wurde, dividiert, wobei man die Wickeldichte erhielt.
  • (5) Zahl der Kräuselungen
  • Ein Filament eines Falschdrahtgarns wurde von einem Wickel aufgenommen, wobei man darauf achtete, keine Kräuselungen zu dehnen. Die Gesamtzahl der Spitzen und Täler von Kräuselungen wurde in einem 25 mm langen Stück des Filaments, an das eine Last von 1,764 × 10–3 cN/dtex angelegt wurde, bestimmt und durch 2 geteilt. Ein Mittelwert von zehn Tests wurde erhalten und in die Anzahl von Kräuselungen pro cm umgerechnet.
  • (6) Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen
  • Ein Falschdrahtgarn wurde von einem Wickel aufgenommen, wobei man darauf achtete, keine Kräuselungen zu dehnen, und ein vergrößertes Photo einer Seitenansicht davon wurde aufgenommen, während man eine Last von 1,764 × 10–3 cN/dtex anlegte. Teile des Garns, von denen eine verzwirnte Filamentschleife aus der Garnoberfläche herausragt, wurden auf diesem Photo als Einzelfilament-Fadenschlingen gezählt. Diese Messung wurde auf einer Garn länge von 75 mm durchgeführt. Aus den fünf Messungen wurde ein Mittelwert erhalten und in die Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen pro cm umgerechnet.
  • (7) Restdrall
  • Ein Falschdrahtgarn wurde als Teststück von einem Wickel aufgenommen, wobei man darauf achtete, keinen Drall anzuwenden. Ein Teststück wurde an einen Haken gehängt, so dass jedes Ende davon angepasst wurde, und eine Anfangslast von 8,82 × 10–2 cN/dtex wurde an einem Punkt in einem Abstand von mehr als 1 m vom Haken angelegt. Unter dieser Last wurde eine andere Last von 2,205 × 10–2 cN/dtex an einem Punkt in einem Abstand von 1 m angelegt, und dann wurde die Anfangslast weggenommen. Wenn die unteren Enden der beiden Garne freigelassen wurden, rotierten sie und wurden miteinander verzwirnt. Nachdem die Rotation aufgehört hatte, wurde die Zahl der Verdrehungen mit einem Verdrehungszähler gemessen. Der gemessene Wert wurde durch 2 geteilt und in Drehungen/m wiedergegeben. Ein Mittelwert von fünf Messungen wurde als Restdrall verwendet.
  • (8) Elastische Erholung bei 10% Dehnung
  • An ein Teststück wurde eine Anfangslast von 8,82 × 10–2 cN/dtex abgelegt, und es wurde mit einer konstanten Geschwindigkeit von 20%/min gedehnt. Nachdem eine Dehnung von 10% erreicht worden war, wurde das Teststück mit derselben Geschwindigkeit, aber in entgegengesetzter Richtung schrumpfen gelassen, was zu einer Spannungs-Dehnungs-Kurve führte. In dieser Kurve wurde ein Punkt im Schrumpfverlauf erhalten, bei dem die Spannung auf die Anfangslast von 8,82 × 10–2 cN/dtex gesenkt wurde. Aus der Restdehnung L an diesem Punkt wurde die elastische Erholung durch die folgende Gleichung berechnet: Elastische Erholung bei 10% Dehnung = [(10–L)/10] × 100 (%)
  • (9) ηsp/c
  • Polymer wurde bei 90°C in o-Chlorphenol gelöst, so dass man eine Konzentration von 1 g/dl erhielt. Die erhaltene Lösung wurde in ein Ostwald-Viskometer übergeführt, in dem die Messung bei 35°C durchgeführt wird. Aus dem Ergebnis wurde ηsp/c durch die folgende Gleichung berechnet: ηsp/c = [(T/T0)–1]/C,wobei T die Tropfzeit (Sekunden) der Probenlösung ist, T0 die Tropfzeit (Sekunden) des Lösungsmittels ist und C die Konzentration (g/dl) der Lösung ist.
  • Beste Methoden zur Durchführung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden konkreter und unter Bezugnahme auf die bevorzugten Ausführungsformen beschrieben, sollte jedoch nicht auf diese beschränkt werden.
  • Beispiel 1
  • Polytrimethylenterephthalat mit einem ηsp/c von 0,8 wurde bei einer Spinntemperatur von 265°C und mit einer Spinngeschwindigkeit von 1200 m/min gesponnen, wobei man ein ungestrecktes Garn erhielt, das dann bei einer Heißwalzentemperatur von 60°C, einer Heizplattentemperatur von 140°C, mit einem Streckverhältnis von drei und einer Streckgeschwindigkeit von 800 m/min gestreckt wurde, wobei man ein gestrecktes Garn von 84 dtex/24f erhielt. Die Festigkeit, die Dehnung, der Elastizitätsmodul und die elastische Erholung bei 10% Dehnung betrugen 3,4 cN/dtex, 42%, 23 cN/dtex bzw. 98%.
  • Das resultierende gestreckte Garn wurde einem Falschdrahtverfahren mit einer Falschdrahtmaschine des Stifttyps IVF 338, hergestellt von Ishikawa Seisakusho, unterzogen, anfangs durch einen ersten Heizer mit einer Garngeschwindigkeit von 190 m/min, einer Falschdrahtzahl von 3230 Drehungen/m, einem ersten Voreilverhältnis von –1% und einer Temperatur des ersten Heizers von 170°C, dann durch eine zweite Heizerzone bei einem Voreilverhältnis des zweiten Heizers von ±0% und einer Temperatur des zweiten Heizers von Normaltemperatur, wobei man ein Falschdrahtgarn erhielt. Das Falschdrahtgarn wurde unter Bildung eines Wickels mit einem Gewicht von 1 kg mit einem Wickelzufuhrverhältnis von +4,0% und einem Wickelwinkel von 12 Grad aufgenommen.
  • In dieser Hinsicht ist das erste Voreilverhältnis durch die folgende Gleichung definiert: [(Umfangsgeschwindigkeit der ersten Zufuhrrolle – Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Zufuhrrolle)/Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Zufuhrrolle] × 100;das zweite Voreilverhältnis ist durch die folgende Gleichung definiert: [(Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Zufuhrrolle – Umfangsgeschwindigkeit der dritten Zufuhrrolle)/Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Zufuhrrolle] × 100;das Wickelzufuhrverhältnis ist durch die folgende Gleichung definiert: [(Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Zufuhrrolle – Umfangsgeschwindigkeit der Wickelrolle)/Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Zufuhrrolle] × 100.
  • Das resultierende Falschdrahtgarn hatte eine Kräuselungsdehnbarkeit von 192% und einen Kräuselungselastizitätsmodul von 88%. Die Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen betrug 1,8 pro cm, und der Restdrall betrug 142 Drehungen/m.
  • Ein Papierrohr, das zum Aufnehmen eines Falschdrahtgarns verwendet wurde, wurde aus zwei 3 mm dicken Papierbögen gebildet, die miteinander laminiert wurden, so dass sie einen Außendurchmesser von 75 mm und eine Breite von 290 mm hatten. Der Wickelvorgang wurde mit einer Anfangshubbreite von 254 mm und einer mittleren Wickelspannung von 0,07 cN/dtex durchgeführt.
  • Der resultierende Wickel hatte eine Härte von 85,6, eine Wickeldichte von 0,81 g/cm3 und eine Härte × der Anzahl der Kräuselungen von 826. Die Wickelform war gut, und der Wickel war frei von Einzelfilamentrissen.
  • Außerdem waren die Wickelform, die Härte und die Wickeldichte kaum verändert, selbst nachdem der Wickel 24 Stunden lang in einer Umgebung mit 25°C und 65% relativer Feuchtigkeit gelassen wurde. Die mittlere Abwickelspannung und ihre Varianz betrugen nur 1,0 cN bzw. 0,2 cN, und die Abwickeleigenschaft war so gut, dass es weder eine außergewöhnliche Spitzenspannung, die durch die Verfilzung von Einzelfilamenten verursacht wurde, noch eine Bildung einer Verfilzung gab. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiele 2 bis 5
  • Dasselbe gestreckte Polytrimethylenterephthalat-Garn, wie es in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 einem Falschdrahtverfahren unterzogen, und das Falschdrahtgarn wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgenommen, wobei man einen Wickel erhielt, außer dass das zweite Voreilverhältnis und das Wickelzufuhrverhältnis so geändert waren, wie es in Tabelle 1 gezeigt ist. Die mittlere Wickelspannung, die Härte, die Wickeldichte, die Härte × der Anzahl der Kräuselungen, der Restdrall und die Abschätzung der Abwickeleigenschaft des resultierenden Wickels sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Die in den Beispielen 2, 3 und 5 erhaltenen Wickel hatten eine günstige Wickelform und waren frei von Einzelfilamentrissen. Außerdem änderten sich ihre Härte und Wickeldichte kaum mit der Zeit. Während der in Beispiel 4 erhaltene Wickel leichte Randverdickungen aufwies, ist dies nicht so schwerwiegend, dass es die Bildung von Einzelfilamentrissen verursachen würde.
  • Was die Abschätzung der Abwickeleigenschaft in den Beispielen 3, 4 und 5 betrifft, war die mittlere Abwickelspannung gering, und die Varianz der Abwickelspannung war gering. Außerdem kam es weder zur Erzeugung einer außer gewöhnlichen Spitzenspannung, die durch die Verfilzung von Einzelfilament-Fadenschlingen verursacht wurde, noch zur Bildung einer Verfilzung, was zu einer günstigen Abwickeleigenschaft führte. In Beispiel 2 waren die mittlere Abwickelspannung und ihre Varianz geringfügig größer, aber nicht so schwerwiegend, dass ein Problem mit der Abwickeleigenschaft entstand. Das heißt, es gab weder die Erzeugung einer außergewöhnlichen Spitzenspannung, die durch die Verfilzung von Einzelfilament-Fadenschlingen verursacht wurde, noch die Bildung einer Verfilzung.
  • Beispiel 6
  • Dasselbe gestreckte Garn, wie es in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde einem Falschdrahtverfahren mit einer Falschdrahtmaschine des Quetschriementyps Mach 33H, die von Murata Kikai hergestellt wurde, durch einen ersten Heizer mit einer Garngeschwindigkeit von 320 m/min, einem Riemenschnittwinkel von 110 Grad (einer Zahl der falschen Verdrehungen von ungefähr 3200 Drehungen/m), einem ersten Voreilverhältnis von ±0%, einem VR (Riemengeschwindigkeit/Garngeschwindigkeit) von 1,31 und einer Temperatur des ersten Heizers von 170°C unterzogen. Dann lief das Garn durch eine zweite Heizerzone bei normaler Temperatur und mit einem zweiten Voreilverhältnis von +4,8% und wurde aufgenommen, wobei ein Wickel mit einem Gewicht von 1 kg auf demselben Papierrohr, wie es in Beispiel 1 verwendet wurde, mit einem Wickelzufuhrverhältnis von +4,8% und einem Wickelwinkel von 12 Grad entstand.
  • Das resultierende Falschdrahtgarn hatte eine Kräuselungsdehnbarkeit von 178% und einen Kräuselungselastizitätsmodul von 86%. Die Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen betrug 1,7 pro cm, und der Restdrall betrug 144 Drehungen/m. Die mittlere Wickelspannung betrug 0,08 cN/dtex, und der Wickel hatte eine Härte von 85,5, eine Wickeldichte von 0,82 g/cm3 und eine Härte × der Anzahl der Kräuselungen von 730.
  • Die Wickelform war gut, und der Wickel war frei von Einzelfilamentrissen. Außerdem waren die Wickelform, die Härte und die Wickeldichte kaum verän dert, selbst nachdem der Wickel 24 Stunden lang ruhen gelassen wurde. Die mittlere Abwickelspannung und ihre Varianz betrugen nur 1,0 cN bzw. 0,2 cN, und die Abwickeleigenschaft war so gut, dass es weder eine außergewöhnliche Spitzenspannung, die durch die Verfilzung von Einzelfilamenten verursacht wurde, noch eine Bildung einer Verfilzung gab. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Vergleichsbeispiele 1 bis 3
  • Dasselbe gestreckte Polytrimethylenterephthalat-Garn, wie es in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 einem Falschdrahtverfahren unterzogen, und das Falschdrahtgarn wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgenommen, wobei man einen Wickel erhielt, außer dass das zweite Voreilverhältnis und das Wickelzufuhrverhältnis so geändert waren, wie es in Tabelle 1 gezeigt ist. Die mittlere Wickelspannung, die Härte, die Wickeldichte, die Härte × der Anzahl der Kräuselungen, der Restdrall und die Abschätzung der Abwickeleigenschaft des resultierenden Wickels sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Ein Wickel, der in Vergleichsbeispiel 1 erhalten wurde, hatte sowohl eine geringe Härte als auch eine geringe Wickeldichte, da die mittlere Wickelspannung übermäßig gering war, was insofern problematisch ist, als es zu einem Durchlauffehler kommt, der den Wickel verformt. Da es viele Einzelfilament-Fadenschlingen gab, kam es außerdem häufig zu einem Reißen des Garns während des Abwickelvorgangs, so dass ein kontinuierlicher Abwickelvorgang unmöglich wurde.
  • Während ein in Vergleichsbeispiel 2 erhaltener Wickel die richtige Härte und Wickeldichte hatte, die geeignet sind, um eine günstige Wickelform aufrechtzuerhalten, betrug die mittlere Wickelspannung nur 0,04 cN/cm3, und die Härte × der Anzahl der Kräuselungen war gering, was die Erzeugung vieler Einzelfilament-Fadenschlingen verursachte. Daher war die mittlere Abwickelspannung hoch, ihre Varianz war groß, und häufig wurde aufgrund der Verfilzung von Einzelfilament-Fadenschlingen eine außergewöhnliche Spitzenspannung erzeugt, was die Abwickeleigenschaft verschlechterte.
  • In Vergleichsbeispiel 3 war die mittlere Wickelspannung übermäßig hoch, so dass die Härte und die Wickeldichte des Wickels stiegen und eine Wickelform mit Randverdickung verursacht wurde, die wegen der Erzeugung von Einzelfilamentrissen problematisch war. Die Härte und die Wickeldichte waren höher, nachdem der Wickel 24 Stunden lang ruhen gelassen wurde. Da der Restdrall groß war, wurden außerdem Verfilzungen während des Abwickelvorgangs erzeugt.
  • Figure 00210001
  • Gewerbliche Anwendbarkeit
  • Ein Wickel aus einem Falschdrahtgarn, das aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern besteht, gemäß der vorliegenden Erfindung hat eine günstige Abwickeleigenschaft, d.h., die Abwickelspannung ist gering, und ihre Varianz ist klein. Ein Wickel hat eine stabile Form, die sich nicht mit der Zeit ändert, und hat eine ausgezeichnete Wirkfähigkeit und Webfähigkeit. Es ist also möglich, ein Gewirk/Gewebe hoher Qualität aus dem Wickel gemäß der vorliegenden Erfindung zu erhalten.

Claims (2)

  1. Wickel aus einem Falschdrahtgarn, das aus Polytrimethylenterephthalat-Fasern besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Härte und die Wickeldichte des Wickels und die Zahl der Kräuselungen des so aufgenommenen Falschdrahtgarns gleichzeitig die folgenden Bedingungen (1), (2), (3) und (4) erfüllen: (1) 70 ≤ Härte ≤ 90 (2) 0,6 g/cm3 ≤ Wickeldichte ≤ 1,0 g/cm3 (3) Härte × Zahl der Kräuselungen ≥ 520 (4) Zahl der Einzelfilament-Fadenschlingen beträgt 3,5/cm oder weniger.
  2. Wickel aus einem Falschdrahtgarn gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Restdrall des auf den Wickel gewickelten Falschdrahtgarns 150 Drehungen/m oder weniger beträgt.
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