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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Isolieren einer
Lektin-Zusammensetzung, die insbesondere das Mannose bindende Lektin (MBL)
umfasst, welches geeignet ist zur Verwendung von rekombinant hergestellten
Lektinen als Ausgangsmaterial, sowie Verfahren zum Anreichern einer
Lektin-Zubereitung mit Lektinen mit hohem Molekulargewicht.
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Hintergrund der Erfindung
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Lektine
sind Proteine die durch die Anwesenheit einer Kohlenhydrat-Bindungsdomäne gekennzeichnet
sind. Collektine stellen eine Gruppe von Lektinen dar, die eine
oligomere Struktur von Untereinheiten umfassen, wobei jede Untereinheit
eine Kohlenhydrat-bindende Domäne
aufweist. In vivo Lektine sind in mehreren Untereinheiten vertreten, was
zu Lektin-Populationen
mit unterschiedlichen Molekularmassen führt.
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MBL
ist ein Protein der Collektin-Familie und durch eine oligomere Struktur
von Untereinheiten gekennzeichnet, wobei jede aus einer Calcium-abhängigen Kohlenhydrat-Erkennungsdomäne (CRD)
vom Typ C besteht, die an ein Kollagen-Stäbchen angeheftet ist. MBL aktiviert
das Komplementsystem mittels assoziierter Serinproteasen (MASP – mit Mannose
bindendem Lektin assoziierte Serinproteasen), d. h. durch einen
Mechanismus vergleichbar mit C1 q. Mannose-bindendes Protein (MBL)
ist ein Protein, das zur Substitutions- oder Ersatz-Therapie bei Patienten
mit vererbter oder erworbener MBL-Defizienz eingesetzt wird, die
mit funktionellen und/oder klinischen Symptomen zusammenhängt.
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Von
menschlichem Blutplasma abgeleitetes MBL ist aus einem Oligomer
von Untereinheiten zusammengesetzt, wobei jede aus drei identischen
Polypeptidketten besteht. Die Anzahl an Untereinheiten in einem
MBL-Molekül
ist verschieden [Lipscombe RJ, et. Al.: Distinct physichemical characteristics
of human mannose binding protein expressed by individuals of differing
genotype; Immunology 85 (1995), 660-667], wobei jedoch vorgeschlagen
wurde, dass das biologisch aktive Polypeptid ein Oligomer ist, das aus
mehr als drei Untereinheiten besteht. Plasma umfasst Oligomere von
mehr als drei Untereinheiten sowie denaturierte und strukturell
beschädigte
Proteinformen, was zu Banden auf beispielsweise SDS-Gelen zwischen
den vorherrschenden MBL-Banden führt
die den höheren
Oligomeren entsprechen.
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Rekombinant
hergestelltes MBL zeigt eine Oligomer-Variation ähnlich zu von Plasma abgeleitetem
MBL [Vorup-Jensen T et al: Recombinant expression of human mannanbinding
lectin, Int. Immunopharm. 1 (2001), 677-687]. Rekombinant hergestelltes
MBL weist jedoch für
gewöhnlich
einen höheren
Gehalt von Formen mit geringerer Masse auf, als von Plasma abgeleitetes
MBL. MBL-Formen mit geringerer Masse umfassen beispielsweise einzelne Polypeptidketten,
einzelne Untereinheiten und dimere Untereinheiten.
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Lektine
werden für
gewöhnlich
durch Auftragen einer Lektine enthaltenden Zusammensetzung auf eine
Säule isoliert,
die mit einem Zucker modifiziert wurde an den die Lektine binden.
Die Effizienz der Säulen
variiert jedoch. In der PCT-Anmeldung WO 00/70043 ist ein Verfahren
zur Trennung höherer Oligomere
von Formen mit niedriger Masse beschrieben, worin rekombinant hergestelltes
MBL einer Fraktionierung auf einer Spezialsäule unterzogen wird, und worin
die Säule
als solche keine Affinität
für das
MBL aufweist.
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Haurum
et al., Biochem. J. 293 (1993), 873-878 beschreibt die Kohlenhydrat-bindenden
Eigenschaften der Collektine SP-A, des Mannan-bindenden Proteins
(MBP) und Conglutinin. SP-A und MBP binden im Gegensatz zu Conglutin
kein Glucosamin, Mannosamin oder Galactosamin (Tabelle 1).
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Kenneth
et al., J. Biol. Chem. 271 (1996), 663-674 beschreibt eine Analyse
der Struktur der Kohlenhydratbindung durch Mannose-bindendes Protein
(MBP). Die Druckschrift offenbart, dass MBP eine Vielzahl von Monosacchariden,
einschließlich me-Man,
N-Acetylglucosamin, Me-Fucose und Galactose bindet. Die Veröffentlichung
diskutiert keine Assoziierung mit Aminozuckern.
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Beschreibung der Erfindung
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Ein
schnelles und einfaches Verfahren zur Isolierung von Lektinen, wie
beispielsweise Mannose-bindendem Lektin (MBL) oder Derivaten und
Varianten davon (hier allgemein als Lektine bezeichnet) aus einer
Lösung
ist von größter Wichtigkeit.
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Darüber hinaus
ist es ebenso von größter Wichtigkeit,
die Massenverteilung von Lektinen zu steuern, da unterschiedliche
Oligomere der Lektin-Polypeptide verschieden biologische Funktionen und
Aktivität
aufweisen.
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Die
vorliegende Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Isolierung von
Lektinen, wie beispielsweise MBL, durch Auftragen der Zubereitung
auf einen festen Träger,
der daran gebunden eine bestimmte Konzentration eines Zuckerderivats
aufweist. Das Verfahren kann während
der Herstellung, Aufreinigung und/oder Formulierung des Polypeptids als
einheitlicher Vorgang durchgeführt
werden. Verglichen mit anderen Verfahren ist es von Vorteil, dass das
erfindungsgemäße Verfahren
zum Ändern
der Zusammensetzung von Oligomeren des Polypeptids eingesetzt werden
kann, so dass Oligomere des Polypeptids mit hoher Masse von Oligomeren
des Polypeptids mit niedriger Masse getrennt werden, oder dass Oligomere mit
mittlerer Masse von Oligomeren mit hoher Masse und Oligomeren mit
niedriger Masse getrennt werden.
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Daher
besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung
eines Verfahrens zum Isolieren von mindestens einem Lektin aus einer Zubereitung,
die mehrere Lektin-Moleküle
enthält, welches
umfasst
Herstellen eines festen Trägers, der daran gebunden eine
bestimmte Konzentration eines Zuckerderivats aufweist,
Auftragen
der Zubereitung auf den festen Träger,
Binden lassen der
Lektine an das an einen festen Träger gebundene Zuckerderivativ,
Waschen
des festen Trägers
mit einer Waschflüssigkeit
um nicht gebundenen Verunreinigungen zu entfernen, und
wahlweise
Gewinnen des/der Lektin(s/e) von dem festen Träger.
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Der
Ausdruck "bestimmte
Konzentration" bedeutet,
dass ein bestimmtes Volumen eines Zuckerderivats mit einer bestimmten
Konzentration auf ein bestimmtes Volumen oder einen Bereich des
festen Trägers
aufgetragen wird, wobei das Zuckerderivat an den festen Träger binden
gelassen wird. In einer Ausführungsform
bedeutet der Ausdruck, dass eine bestimmte Konzentration eines Zuckerderivats
an ein bestimmtes Volumen oder Bereich des festen Trägers gebunden/gekuppelt
wird.
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Der
Ausdruck "Verunreinigung" bezeichnet Verunreinigungen
in der Lektin-Zubereitung sowie Lektine die auf Grund ihres geringeren
Molekulargewichts nicht an das Zuckerderivat gebunden haben. Insbesondere
wenn Lektine mit mittlerem Molekulargewicht erwünscht sind, können die
Verunreinigungen die erwünschten
Lektine umfassen, wenn, wie nachstehend erläutert, Verfahren mit zwei oder
mehr Schritten verwendet werden. Der Ausdruck "Verunreinigung" ist daher synonym zu nicht-gebundenem Material
einschließlich
nicht-gebundener
Lektine.
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Der
Ausdruck "eine Vielzahl
von Lektin-Molekülen" bezeichnet vorzugsweise
eine Vielzahl von Oligomeren von Lektin-Molekülen, wobei die Lektin-Moleküle identische
oder im Wesentlichen identische strukturelle Untereinheiten aufweisen,
wie nachstehen beschrieben wird.
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Eine
zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, derartige
feste Träger
bereit zu stellen, die kovalent daran gebunden eine bestimmte Konzentration
eines Zuckerderivats aufweisen, worin das Zuckerderivat vorzugsweise
ein Aminozucker ist.
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In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Ändern der Oligomer-Verteilung
von Lektinen in Lösungen.
In einer Ausführungsform
betrifft die Erfindung daher ein Verfahren zum Erhöhen des
Verhältnisses
R einer Zusammensetzung, die eine Vielzahl von Lektin-Molekülen umfasst,
worin R das Verhältnis
der Konzentration von Lektin-Molekülen mit einem hohen Molekulargewicht über einem
bestimmten Molekulargewicht zu der Konzentration von Lektin-Molekülen mit
einem geringem Molekulargewicht unter oder gleich dem bestimmten
Molekulargewicht ist, wobei das Verfahren umfasst:
Erhalten
einer Lektin-Zubereitung, umfassend Lektin mit geringem Molekulargewicht
und Lektin mit hohem Molekulargewicht, wobei die Zubereitung das
Verhältnis
R = R0 aufweist,
Verwenden der Zubereitung
in einem Isolierungsverfahren, wobei das Verfahren zum Isolieren
von mindestens einem Lektin aus einer Zubereitung vorstehend beschrieben
wurde, Erhalten einer Zusammensetzung, die die gewonnenen Lektin-Moleküle umfasst.
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Dadurch
wird eine Zusammensetzung erhalten, die im Vergleich zu dem Anfangsmaterial
einen erhöhten
Gehalt an Lektinen-Oligomeren mit hoher Masse aufweist.
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So
führt das
Ansteigen des Verhältnisses insbesondere
zu Zusammensetzungen die Lektine umfassen, die ein Molekulargewicht über dem
Molekulargewicht für
dimere Lektine aufweisen. Daher betrifft die Erfindung in einer
anderen Ausführungsform ein
Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzungen, die eine Vielzahl
von Lektin-Molekülen
umfasst, wobei im Wesentlichen alle Lektin-Moleküle ein Molekulargewicht über dem
bestimmten Molekulargewicht von dimeren Lektinen aufweisen, wobei
das Verfahren umfasst:
Erhalten einer Lektin-Zubereitung die
Lektin-Moleküle
mit einem hohen Molekulargewicht über dem bestimmten Molekulargewicht
umfasst, und Lektin-Moleküle
mit einem geringen Molekulargewicht unter oder gleich dem bestimmten
Molekulargewicht, wobei die Zubereitung das Verhältnis R = R0 aufweist, worin
R das Verhältnis
der Konzentration der Lektin-Moleküle mit einem hohen Molekulargewicht über dem
bestimmten Molekulargewicht zu der Konzentration von Lektin-Molekülen mit
einem geringen Molekulargewicht unter oder gleich dem bestimmten Molekulargewicht
ist,
Verwenden der Zubereitung in einem Isolierungsverfahren,
vorzugsweise dem Verfahren zum Isolieren von mindestens einem Lektin
aus einer hier vorstehend beschriebenen Zubereitung,
Erhalten
einer Zusammensetzungen, die die gewonnenen Lektin-Moleküle enthält.
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Da
das Ausgangsmaterial für
die Verfahren Lektine mit hoher Masse sowie Lektine mit geringer Masse
umfasst, betrifft die Erfindung weiter ein Verfahren zum Auftrennen
einer Zusammensetzung, die eine Vielzahl von Lektin-Molekülen umfasst,
worin im Wesentlichen alle Lektin-Moleküle ein hohes Molekulargewicht über einem
bestimmten Molekulargewicht aufweisen, von einer Lektin-Zubereitung,
die Lektin-Moleküle
umfasst, die ein hohes Molekulargewicht über dem bestimmten Molekulargewicht
aufweisen und Lektin-Moleküle
mit einem niedrigen Molekulargewicht unter oder gleich dem Molekulargewicht
von dimeren Lektinen, wobei die Zubereitung das Verhältnis R
= R0 aufweist, worin R das Verhältnis der
Konzentration von Lektin-Molekülen
mit einem hohen Molekulargewicht über dem bestimmten Molekulargewicht
zu der Konzentration von Lektin-Molekülen mit einem niedrigen Molekulargewicht unter
oder gleich dem Molekulargewicht ist, wobei das Verfahren umfasst:
Erhalten
der Lektin-Zubereitung,
Verwenden der Zubereitung in einem
Isolierungsverfahren, vorzugsweise in dem Verfahren zum Isolieren von
mindestens einem Lektin aus einer vorstehend beschriebenen Zubereitung,
Erhalten
einer Zusammensetzung, die die gewonnenen Lektin-Moleküle enthält.
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Für die meisten
Zwecke sind die Lektine mit hoher Masse die gewünschten. Für manche Anwendungen sind jedoch
Lektine mit niedriger Masse erwünscht.
Demgemäß betrifft
die Erfindung weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung,
die eine Vielzahl von Lektin-Molekülen umfasst worin im Wesentlichen
alle Lektin-Moleküle
ein niedriges/geringes Molekulargewicht unter oder gleich einem
bestimmten Molekulargewicht aufweisen, wobei das Verfahren umfasst
Erhalten
einer Lektin-Zubereitung, die Lektin-Moleküle mit einem hohen Molekulargewicht über dem
bestimmten Molekulargewicht umfasst und Lektin-Moleküle mit einem
niedrigem Molekulargewicht unter oder gleich dem bestimmten Molekulargewicht,
wobei die Zubereitung das Verhältnis
R = R0 aufweist, worin R das Verhältnis der
Konzentration von Lektin-Molekülen
mit einem hohen Molekulargewicht über dem bestimmten Molekulargewicht
zu dem Verhältnis
von Lektin-Molekülen
mit einem niedrigen Molekulargewicht unter oder gleich dem Molekulargewicht
ist,
Verwenden der Zubereitung in einem Isolierungsverfahren,
vorzugsweise in dem Verfahren zum Isolieren von mindestens einem
Lektin aus einer vorstehend beschriebenen Zubereitung,
Erhalten
einer Zusammensetzungen, die nicht-gebundene Lektin-Moleküle der Waschflüssigkeit
umfasst.
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Für all die
vorstehend aufgeführten
Verfahren weist die Zusammensetzungen der gewonnenen Lektin-Moleküle vorzugsweise
das Verhältnis
R = R0 auf, worin R1 mindestens
1 ist, wie mindestens 1,05, wie mindestens 1,10, wie mindestens
1,15, wie mindestens 1,25, wie mindestens 1,50, wie mindestens 1,75,
wie mindestens 2,0, wie mindestens 2,5, wie mindestens 3,0, wie
mindestens 4,0, wie mindestens 5,0, wie mindestens 6,0, wie mindestens
7,0, wie mindestens 8,0, wie mindestens 9,0, wie mindestens 10,0,
wie mindestens 15, wie mindestens 20, wie mindestens 30, wie mindestens
40, wie mindestens 50, wie mindestens 60, wie mindestens 70, wie
mindestens 80, wie mindestens 90, wie mindestens 100, wie mindestens
100, wie mindestens 1000, wie mindestens 10000.
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Für all die
vorstehend offenbarten Verfahren ist das bestimmte Molekulargewicht
vorzugsweise das Molekulargewicht von dinieren Lektinen mehr bevorzugt
das von trimeren Lektinen.
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Für die meisten
Zwecke sind Lektine mit hoher Masse die erwünschten, wobei jedoch bei einigen Ausführungsformen
Lektine mit mittlerer Masse erwünscht
sein können.
Demgemäß betrifft
die vorliegende Erfindung in einer weiteren Ausführungsform ein Verfahren zum
Erhöhen
des Verhältnisses
R einer Zusammensetzungen, die eine Vielzahl von Lektin-Molekülen umfasst,
wobei R das Verhältnis
der Konzentration von Lektinen mit mittlerer Molekular-Masse zu
der Konzentration von Lektin-Molekülen mit einer hohen Molekular-Masse und einer niedrigen
Molekular-Masse ist, worin eine mittlere Molekular-Masse unter einem
bestimmten ersten Molekulargewicht und über einem bestimmten zweiten
Molekulargewicht liegt, wobei die hohe Molekularmasse eine Molekularmasse über oder
gleich dem ersten bestimmten Molekulargewicht ist und eine geringe molekulare
Masse eine molekulare Masse unter oder gleich dem zweiten bestimmten
Molekulargewicht ist.
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Das
Verfahren umfasst die Schritte, Erhalten einer Lektin-Zusammensetzung,
die ein Lektin mit niedriger Molekular-Masse umfasst, ein Lektin
mit mittlerer Molekular-Masse, und Lektin mit hoher Molekular-Masse,
wobei die Zubereitung das Verhältnis R
= R0 aufweist,
Verwenden der Zusammensetzungen
in einem Isolierverfahren, vorzugsweise dem Verfahren zum Isolieren
von mindestens einem Lektin aus einer vorstehend beschriebenen Zubereitung,
und
Erhalten einer Zusammensetzungen, die die gebundenen Lektin-Moleküle umfasst,
und
wahlweise Wiederholen des Schrittes des Verwendens der
Zusammensetzungen in einem Isolierungsverfahren, vorzugsweise dem
Verfahren zum Isolieren von mindestens einem Mo lekül aus einer
vorstehend beschriebenen Zubereitung.
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In
einer Ausführungsform
kann das erste bestimmte Molekulargewicht das Molekulargewicht von Heptamer-Lektinen
sein, und das zweite bestimmte Molekulargewicht ist das Molekulargewicht
von dimeren Lektinen.
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In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Isolieren von mindestens
einem Lektin aus einer Zubereitung die eine Vielzahl von Lektin-Molekülen enthält, umfassend,
Herstellen
eines festen Trägers,
der mit mindestens einem Aminozucker der derivatisiert ist,
Auftragen
der Zubereitung auf den festen Träger,
Binden lassen der
Lektine an den Aminozucker, der mit dem festen Träger verbunden
ist,
Waschen des festen Trägers
mit einer Waschflüssigkeit
um nicht-gebundene Verunreinigungen zu entfernen, und
wahlweise
Gewinnen des/der Lektin(s/e) von dem festen Träger.
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Der
Ausdruck "derivatisiert" bedeutet, dass der
Aminozucker mit dem festen Träger,
wie vorstehend beschrieben, verbunden ist.
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Das
erfindungsgemäße Lektin
kann irgendein Lektin sein, bei dem mehrere oligomere Formen hergestellt
werden, beispielsweise Collektine, wie beispielsweise Mannose-bindende
Lektine. Die Erfindung betrifft insbesandere ein Verfahren zum Herstellen
von MBL-Zusammensetzungen. Der Ausdruck MBL bedeutet Mannose-bindendes
Lektin (oder Mannosebindendes Protein, wie von manchen Autoren bezeichnet).
MBL ist vorzugsweise menschliches MBL mit einer Proteinsequenz,
wie beispielsweise in der PCT Anmeldung WO 00/70043 offenbart, oder
Derivate oder Varianten davon, die funktionelle Equivalente von
MBL sind. Nachstehend wird die Erfindung im Zusammenhang mit dem
Lektin MBL beschrieben.
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Die
erfindungsgemäßen Verfahren
ermöglichen
die Herstellung der betreffenden Lektine im großen Maßstab. Eine andere Ausführungsform
der Erfindung betrifft daher irgendein industrielles oder im grossen
Maßstab
durchzuführendes
Verfahren zur Herstellung von MBL, das die Verwendung der Verfahren
während
der Herstellung des MBL's
umfasst.
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Zeichnungen
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1 zeigt
das Elutionsprofil von rekombinant hergestelltem MBL, das aufgetragen
auf und eluiert wurde von einer Säule mit immobilisiertem D-Mannosamin,
wie in Beispiel 1 beschrieben. Die Figur zeigt ein SDS-PAGE Western
unter Verwendung monoklonaler Anti körper, die gegen von Plasma
abgeleitetem abgeleiteten MBL gerichtet sind. MW = Marker (kDA),
A = Auftragen (rekombinant abgeleitetes MBL vor dem Einsatz der
Erfindung), R = Durchflussfraktion, erhalten während der Verwendung, E = Elutionsfraktion
nach Waschen mit EDTA (rekombinant abgeleitetes MBL nach Einsatz
der Erfindung).
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2 zeigt
das Flutionsprofil von rekombinant hergestelltem MBL, das auf eine
Säule mit
immobilisiertem D-Mannosamin, wie in Beispiel 2 beschrieben, aufgetragen
und von dieser eluiert wurde. Die Figur zeigt ein SDS-PAGE Western
unter Verwendung monoklonaler Antikörper, die gegen von Plasma
abgeleitetem MBL gerichtet sind. "Kontrolle (Dummy)": eine Säule ohne daran gebundem Aminozucker, "Low-Sub" = Säule mit
einer geringen Menge an daran gebundem Aminozucker, "High-Sub" = Säule mit
einer großen
Menge an daran gebundenem Aminozucker, "High-Sub R" = Säule
mit einer großen Menge
an daran gebundenem Aminozucker nach Regenerierung mit NaOH. MW
= Marker (kDA), A = Auftragen, R = Durchflussfraktion erhalten während der
Verwendung, E = Elutionsfraktion nach Waschen mit EDTA, PL = von
Plasma abgeleitetes MBL (Kontrolle).
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3 zeigt
das Elutionsprofil von rekombinant hergestelltem MBL das auf eine
mit daran in zwei Konzentrationen immobilisiertem D-Glucosamin,
wie in Beispiel 5 beschrieben, Säule
aufgetragen und von dieser eluiert wurde. Die Figur zeigt ein SDS-PAGE
Western unter Verwendung monoklonarer Antikörper die gegen von Plasma abgeleitetes MBL
gerichtet sind. A = Auftragen (rekombinant abgeleitetes MBL vor
dem Einsatz der Erfindung), R = Durchflussfraktion erhalten während des
Einsatz, E = Elutionsfraktion nach Waschen mit EDTA (rekambinant
abgeleitetes MBL nach Einsatz der Erfindung), PL = von Plasma abgeleitetes
MBL (Kontrolle).
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Zuckerderivate
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
bedeutet der Ausdruck Zuckerderivat eine von einem Zucker abgeleitete
Verbindung, worin die abgeleitete Verbindung an den festen Träger in einer
bestimmten, ausgerichteten Art binden kann. Die hier genannten Erfinder
identifizierten eine der Gründe,
warum Isolierungsverfahren des Standes der Technik nicht so effizient
waren.
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Dadurch
wurde gefunden, dass Lektine an spezifische Bindestellen auf den
Sacchariden binden, während
bei der Verwendung von auf zufällige Art
und Weise an Säulen
und andere feste Träger
gebundenen Zuckern gemäß des Standes
der Technik ein bestimmter Prozentsatz der gebundenen Saccharide
Lektine nicht binden können,
da die Bindestellen nicht derart positioniert sind, dass sie das Lektin
binden können.
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Daher
umfasst das erfindungsgemäße Zuckerderivat
vorzugsweise eine reaktive Gruppe die ein ausgerichtetes Binden
an einen festen Träger
ermöglicht.
Das Zuckerderivat kann jedes Derivat sein, das das Lektin binden
kann, wenn das Zuckerderivat an den festen Träger gebunden ist. Zuckerderivate, die
das Lektin nicht binden können,
wenn das Derivat in seiner freien Form vorliegt, d.h. nicht-gebunden
ist, können
ebenso erfindungsgemäß verwendet
werden, wenn sie das Lektin in gebundener Form binden können.
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Die
bestimmte Ausrichtung des Zuckers kann durch Einbringen einer reaktiven
Gruppe in den Zucker erhalten werden, vorzugsweise an einer spezifischen
Position, wodurch es ebenso möglicht
ist, das Zuckerderivat an einen festen Träger in einer spezifisch ausgerichteten
Art zu binden, so dass das Binden an dem festen Träger über die
reaktive Gruppe stattfindet. Der Ausdruck "ausgerichtetes binden" bedeutet daher,
dass der Zucker an einen festen Träger über eine spezifische, bestimmte
Gruppe in dem Zuckermolekül
gebunden wird, so dass der freie Teil des Zuckermoleküls auf eine
bestimmte Position ausgerichtet ist.
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In
einem Monosaccharide liegen die Bindestelle und die reaktive Gruppe
in der gleichen Monosaccharidstruktur vor, während in Disacchariden und
höheren
Oligosacchariden und Polysacchariden die Bindestelle jedoch in einer
anderen Monosaccharidstruktur vorliegen kann als die reaktive Gruppe.
Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet der Ausdruck "Monosaccharidstruktur", dass die Struktur
in dem Saccharid einen Ring bilden kann. Ein Disaccharid umfasst
beispielsweise zwei Monosaccharidstrukturen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
ist die reaktive Gruppe fern von der Bindestelle positioniert wodurch
die besten Möglichkeiten
erhalten werden, eine Bindestelle zu erhalten, die nicht sterisch behindert
ist.
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Zucker
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Der
Ausdruck Zuckerderivat bezeichnet irgendeine Verbindung, die von
einem Zucker abgeleitet ist. Im vorliegenden Zusammenhang bezeichnet Zucker
irgendein Kohlenhydrat, einschließlich Monosaccharide, Disaccharide,
Oligosaccharide und Polysaccharide, ob ein fünfgliedriger Ring (Pentose)
oder ein sechsgliedriger Ring (Hexose) oder Kombinationen davon,
oder ob eine D-Form oder L-Form, sowie Substanzen, die von Monosacchariden
durch Reduktion der Carbonylgruppe (Alditole), durch Oxidation von
endständigen
Gruppen zu Carboxysäuren
oder durch Ersetzen von Hydroxygruppen durch eine andere Gruppe
abgeleitet sind. Derivate dieser Verbindungen sind ebenfalls umfasst.
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Monosaccharide
schließen
Polyhydroxyaldehyde H-[CHOR]n-CHO und Polyhydroxyketone H-[CHOH]n-CO-[CHOH]m-H ein,
d.h. Aldosen, Dialdosen, Aldoketosen, Ketosen, Diketosen, Deoxyzucker,
Aminozucker und deren Derivate.
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Aldosen
schließen
Monosaccharide mit einer aldehydischen Carbonylgruppe ein, d.h.
Polyhydroxyaldehyde H-[CHOH]n-CHO. Aldosen
schließen ebenso
Monosaccharide mit einer möglichen
aldehydischen Carbonylgruppe – einer
Hemiacetalgruppe – ein
die aus dem Ringschluss der Aldose entsteht.
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Ketosen
schließen
Monosaccharide mit einer Ketogruppe ein, d.h. Polyhydroxyketone H-[CHOH]n-CO-[CHOH]m-H, d.h. Ketone schließen weiter Monosaccharide mit
einer möglichen
Keto-Carbonylgruppe ein – einer
Hemiketalgruppe-, die aus dem Ringschluss der Ketose entsteht.
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Pyranosen
sind cyklische Hemiacetale oder cyklische Hemiketale mit einem Tetrahydrofuran (fünfgliedriger
Ring).
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Furanosen
sind cyklische Hemiacetale oder cyklische Hemiketale mit einem Tetrahydrofuran (fünfgliedriger
Ring).
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Dialdosen,
Diketosen, Ketoaldosen (Aldoketosen, Aldosulosen), Alditole sind
Monosaccharide mit mehr als einem Aldehyd und/oder Keton.
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Aldonsäuren, Ketonsäuren sind
Aldosen, in denen die Aldehydgruppe durch eine Carboxygruppe ausgetauscht
wurde.
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Beispiele
für Zuckerderivate
sind Uronsäuren,
Aldosen in denen die erste CH2OH-Gruppe mit einer
Carboxygruppe ausgetauscht wurde; Aldaricsäuren, Aldonsäuren, in
denen die erste CH2OH-Gruppe mit einer Carboxygruppe
ausgetauscht wurde; Deoxyzucker, Monosaccharide, in denen eine Hydroxygruppe
mit einem Wasserstoff ausgetauscht wurde, Aminozucker, Monosaccharide,
in denen eine Hydroxygruppe mit einer Aminogruppe ausgetauscht wurde.
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Darüber hinaus
sind Glycosylamine umfasst, die Aminozucker sind, in denen die Hydroxygruppe an
der Hemiacetalgruppe (nach Ringschluss gebildet) mit einer Aminogruppe
ausgetauscht wurde.
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In
dem vorliegenden Zusammenhang wird der Begriff Acetal in seiner
gewöhnlichen
Bedeutung verwendet, d.h. Monosaccharide, die aus einem Ringschluss
der Aldose oder Ketose entstehen. Glycoside sind weiter Acetale,
die aus einer Eliminierung von Wasser zwischen der Hemiacetal- und
der Hemiketal-Hydroxygruppe eines Monosaccharids, Oligosaccharids
und Polysaccharids, und der Hydroxygruppe eines anderen Monosaccharids,
Oligosaccharids und Polysaccharids entstehen. Eine glycosidische
Bindung ist die Bindung zwischen dem Monosacchariden in einem Glycosid.
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In
dem vorliegenden Zusammenhang umfasst der Begriff Zucker oder eines
der hier aufgeführten
Saccharide und Derivative, alle die verschiedenen sterischen Formen
der Zucker, einschließlich
der D-Form und der L-Form, α-Form
und β-Form.
Daher bezeichnet der Ausdruck Mannosamin beispielsweise Mannosamin
in irgendeiner der sterischen Formen einschließlich D-Mannosamin, L-Mannosamin und
(D, L)-Mannosamin. Nur wenn eine spezifische sterische Form verwendet
wird, wird dies angegeben, beispielsweise das D-Mannosamin.
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Spezifische Derivate
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Die
Erfindung betrifft insbesondere Zuckerderivate mit einer reaktiven
Gruppe, die ausgewählt ist
unter Aminogruppen, worin die Aminogruppe beispielsweise ausgewählt sein
kann aus der Gruppe bestehend aus primären Aminogruppen, sekundären Aminagruppen
und tertiären
Aminogruppen.
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Die
Erfindung betrifft insbesondere die Verwendung von Aminozuckern
als das Zuckerderivat. Die Aminozucker können Monosaccharide, Aminodisaccharide,
Aminooligosaccharide und Aminopolysaccharide sein, worin mindestens
eine Aminogruppe in einer Art und Weise eingefügt ist, so dass diese als reaktive
Gruppe wirken kann, wenn der Aminozucker an einen festen Träger gebunden
wird.
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Beispiele
für geeignete
Monosaccharide sind:
Aminoaldosen, wie beispielsweise Mannosamin, Glucosamin,
Allosamin, Altrosamin, Ribosamin, Arabinosamin, Gulosamin, Idosamin,
Galactosamin, Talosamin, Xylosamin, Lyxosamine. Insbesondere D-Mannosamin,
D-Glucosamin, D-Allosamin, D-Altrosamin, D-Ribosamin, D-Arabinosamin, L-Gulosamin,
L-Idosamin, L-Galactosamin, L-Talosamine, L-Xylosamin, L-Lyxosamin.
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Aminoketosen,
wie beispielsweise Sorbosamin, Tagatosamin, Psicosamin, Fructosamin.
Insbesondere D-Sorbosamin, D-Tagatosamin, L-Psicosamin, L-Fructosamin.
Aminodeoxyaldosen, wie beispielsweise Derivative von Fucose, beispielsweise Fucosamin
und Fucosylamin, vorzugsweise L-Fucosamin.
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Hinsichtlich
einer Isolierung von MBL sind insbesondere die nachstehenden Beispiele
von Aminozucker geeignet: Mannosamin, Glucosamin, Galactosamin,
Fructosamin. Insbesondere D-Mannosamin, D-Glucosamin, L-Galactosamin,
L-Fucosamin.
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Mehr
bevorzugt sind die Aminozucker ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Glucosamin und Mannosamin, noch mehr bevorzugt können Aminozucker
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus L-Fucosamin, D-Glucosamin und D-Mannosamin verwendet
werden, insbesondere D-Glucosamin und D-Mannosamin. Die Formel von
D-Mannosamin wird nachstehend als freies D-Mannosamin und als an
ein Harz gebundenes D-Mannosamin gezeigt.
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Darüber hinaus
können
Disaccharide, Oligosaccharide und Polysaccharide mit einer Aminogruppe,
die als eine reaktive Gruppe in einem Teil des Moleküls vorhanden
ist, und mit einer Lektin-Bindestelle, insbesondere einer MBL-Bindestelle
in einem anderen Teil des Moleküls
verwendet werden.
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So
kann beispielsweise der Aminozucker jedes Disaccharid-Derivat sein,
das eine Aminogruppe umfasst, worin mindestens eine der Monosaccharid-Untereinheiten
des Disaccharides ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus Mannose und Glucose. Beispiele
für bevorzugte
Disaccharide umfassen Saccharose-Derivate, beispielsweise Saccharosamin,
und Maltose-Derivate, wie beispielsweise Maltosamin, das eine Aminogruppe
umfasst, sowie Agarosamin, Cellulosamin und Amylosamin. Ein bevorzugtes
Disaccharid-Derivat ist ein Saccharosamin.
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Darüber hinaus
kann der Zucker beispielsweise ein Multimer von Glucosamin sein,
wie beispielsweise ein Glucosamin-Dimer, Glucosamin-Oligomer oder
ein Glucosamin-Polymer.
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Fester Träger
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Der
feste Träger
kann jeder Träger
sein, der zum Fangen und/oder Isolieren von Lektinen verwendet wird.
Der feste Träger
kann daher jede Säule,
Filter oder Teilchen sein, die zum Isolieren und Reinigen verwendet
werden, wie beispielsweise Chromotographieharze und magnetische
Teilchen.
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Der
feste Träger
kann weiter eine Oberfläche sein,
die das Lektin binden kann, beispielsweise für weitere Analysen, wie Kunststoffoberflächen und Glasoberflächen. Kunststoffoberflächen können beispielsweise
ausgewählt
sein aus der Gruppe bestehend aus Mikrotiterplatten, ELISA-Vertiefungen
und aktivierten Mikrotiterplatten. Aktivierte Mikrotiterplatten
können
beispielsweise mit Cyanurchlorid aktiviertes CovalinkTM NH2 primäres Amin
von Life Technologies sein.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann irgendein fester Träger, der
Amine, vorzugsweise primäre
Amine, kovalent binden kann, in der Erfindung verwendet werden.
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Nützliche
Säulen
können
jede Säulen
sein, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus N-N-Hydroxysuccinimid
aktivierten Harzen (beispielsweise NHS-Sepharose 4 FF von APBiotech,
Affi-Gel 10 von BioRad, Affi-Gel 15 von BioRad oder Affi-Prep von
BioRad), Cyanogenbromid aktivierten Harzen (beispielsweise CNBr-aktivierte
Sepharose 4 FF von APBiotech), ECH Sepharose 4 von APBiotech, aktivierte
CH-Sepharose 4B von AP-Biotech und Epoxyd aktivierten Harzen (sowie
Epoxyd-aktivierter Sepharose 6B) sowie deren entsprechenden vernetzten
Harzen.
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Eine
bestimmte Konzentration eines Zuckerderivats kann gemäß der vorliegenden
Erfindung an den festen Träger
gebunden werden. Die bestimmte Konzentration des Zuckerderivats
sollte gemäß dem für die bestimmte
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung bestimmten gewünschten Molekulargewicht gewählt werden.
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Die
Konzentration des Zuckerderivats wird durch zwei Faktoren bestimmt:
- 1) Konzentration von Positionen (Ligandenarme) auf
dem festen Träger,
die ein Zuckerderivat binden können,
- 2) Konzentration eines Zuckerderivats pro Ligandenarm.
-
Die
Konzentration von Ligandenarmen pro Volumen fester Trägers wird
hauptsächlich
durch das Herstellungsverfahren des festen Trägers bestimmt und kann durch
Binden eines markierten Liganden an einen festen Träger gesteuert
werden.
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Die
Konzentration des Zuckerderivats pro Ligandenarm wird durch Regulieren
des Volumens und der Konzentration des Zuckerderivats reguliert,
das an die Ligandenarme binden kann.
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Im
Allgemeinen wird eine hohe bestimmte Konzentration an Zuckerderivat
verwendet, wenn ein vergleichsweise geringes, bestimmtes Molekulargewicht
gewünscht
wird, und eine geringe bestimmte Konzentration an Zuckerderivat,
wenn ein vergleichsweise hohes bestimmtes Molekulargewicht gewünscht wird.
-
Die
bestimmte Konzentration an Zuckerderivat kann beispielsweise durch
die Menge an Zuckerderivat bestimmt werden, die an eine spezifische Menge
des festen Trägers
gebunden ist. Wenn beispielsweise der feste Träger ein Chromotographie-Säulenharz
ist, beträgt
die bestimmt Konzentration an Monosaccharid-Derivat vorzugsweise
von 0,1 mg Zuckerderivat pro ml Harz bis 1000 mg Zuckerderivat pro
ml Harz, mehr bevorzugt zwischen 0,5 mg Zuckerderivat pro ml Harz
und 500 mg Zuckerderivat pro ml Harz, noch mehr bevorzugt von 2
mg Zuckerderivat pro ml Harz bis 100 mg Zuckerderivat pro ml Harz.
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In
dem vorliegenden Zusammenhang ist ein Standard für den festen Träger ein
vernetztes Sepharose-Harz, das mit N-Hydroxysuccinimid (NHS) Resten
modifiziert wurde, wie in den Beispielen beschrieben. So wird beispielsweise
von 15-25 μmol
Ligandenarme pro ml entwässertem
Harz verwendet. Ein derartiger fester Träger wird soll 5 μmol Dipeptid
pro ml entwässertes
Harz binden können
oder 1-2 μmol alfa-Chymotrypsinogen
pro ml entwässertes
Harz.
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Von
diesem standardisierten festen Träger ausgehend werden Intervalle
für die
bestimmten Konzentrationen an Zuckerderivat gegeben, das an das
Harz gekoppelt wird, um die Lektine zu erhalten, die aus der Vielzahl
von Lektinen gewünscht
sind.
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Eine
Isolierung von hochmolekularen Lektinen, wie hier definiert über dem
Molekulargewicht von dinieren Lektinen liegend, wird erreicht durch Einsatz
der Standardsäule
mit einem daran gekoppelten Zuckerderivat in einer bestimmten Konzentration
von 10 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 100 μmol
pro ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 20 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 80 μmol pro
ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 30 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 70 μmol
pro ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 40 μmol pro
ml entwässertem
Harz bis 60 μmol
pro ml entwässertem
Harz. Für
Monosaccharide entsprechen diesen Konzentrationen von 2 mg pro ml
entwässertem
Harz zu 20 mg pro ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 4 mg pro ml entwässertem Harz bis 16 mg pro
ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 6 mg pro ml entwässertem Harz bis 14 mg pro
ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 8 mg pro ml entwässertem Harz bis 12 mg pro
ml entwässertem
Harz.
-
Die
Isolierung von hochmolekularen Lektinen, wie hier definiert über dem
Molekulargewicht für trimere
Lektine liegend, wird erreicht durch Einsatz der Standardsäule, die
daran gebunden ein Zuckerderivat in einer bestimmten Konzentration
aufweist, von 10 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 80 μmol pro
ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 20 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 70 μmol
pro ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 30 μmol pro
ml entwässertem
Harz bis 70 μmol
pro ml entwässertem
Harz, wie von 40 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 60 μmol
pro ml entwässertem
Harz.
-
Eine
Isolierung von hochmolekularen Lektinen, wie hie definiert über dem
Molekulargewicht für tetramere
Lektine liegend, wird durch erreicht durch Einsatz der Standardsäule, die
daran gebunden ein Zuckerderivat in einer bestimmten Konzentration
aufweist, von 10 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 60 μmol
pro ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 20 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 60 μmol pro
ml entwässertem
Harz, wie beispielsweise von 30 μmol
pro ml entwässertem
Harz bis 50 μmol
pro ml entwässertem
Harz.
-
Ein
fester Hochligand-Träger,
der auch niedermolekulargewichtige Lektine binden kann, wie dimere
Lektine, wird unter Verwendung der Standardsäule hergestellt, welche daran
gekoppelt ein Zuckerderivat in einer bestimmten Konzentration von über 200 μmol pro ml
entwässertem
Harz, wie von 300 μmol
pro ml entwässertem
Harz, wie von über 400 μmol pro ml
entwässertem
Harz, wie von 500 μmol
pro ml entwässertem
Harz aufweist.
-
Waschflüssigkeit
-
Die
erfindungsgemäße Waschflüssigkeit kann
jede geeignete Waschflüssigkeit
sein, die dem Durchschnittsfachmann bekannt ist. Der Puffer kann insbesondere
ein oder mehrere Komponenten umfassen, welche mit der Assoziation
zwischen Lektin und dem Zuckerderivat, wie dem Aminozucker, interferieren
kann.
-
In
einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
umfasst die Waschflüssigkeit
ein oder mehrere Komponenten, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Zuckern, welche Lektine binden können, Zuckerderivaten, welche
Lektine binden können,
und Chelatierungsmitteln für
zweiwertige Metallionen.
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Zucker
und/oder Zuckerderivate, die Lektine binden können, können beispielsweise jedes Monosaccharid
und/oder Monosaccharid-Derivat sein, welches Lektine binden kann.
So kann beispielsweise jedes Zuckerderivat, das zur Kupplung an
den erfindungsgemäßen fest
Träger
nützlich
ist (siehe vorstehend) oder ein entsprechend nicht-derivatisierter Zucker
oder ein entsprechender Zucker, welcher weiter modifiziert ist in
der Waschlösung
enthalten sein.
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Derartige
Monosaccharide können
beispielsweise ausgewählt
werden aus der Gruppe bestehend aus Mannose, N-Acetylmannosamin,
Glucose, N-Acetylglucosamin, Frucose, N-Acetylfrucosamin, Galactose und N-Acetylgalactosamin.
Monosaccharide können
insbesondere ausgewählt
werden aus der Gruppe bestehend aus, D-Glucose, D-Mannose, L-Fucose
und L-Galactose.
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Zucker
und/oder Zuckerderivate, die das Lektin binden können, können auch jedes Disaccharid,
Disaccharid-Derivat, Trisaccharid, Trisaccharid-Derivat, Oligosaccharid,
Oligosaccarid-Derivat, Polysaccharid oder Polysaccharid-Derivat
sein, worin mindestens ein Teil des Zuckers das Lektid binden kann.
Beispiele für
geeignete Oligosaccharide umfassen, ohne darauf beschränkt zu sein,
Saccharose und Maltose.
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Chelatierungsmittel
für zweiwertige
Metallionen sind jede Mittel, die ein zweiwertiges Metallion chelatieren
können.
Das zweiwertige Metallion kann beispielsweise Ca2+ sein.
Beispiele für
Chelatierungsmittel für
zweiwertige Metallion umfassen, ohne darauf beschränkt zu sein,
EDTA und Zitrat.
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Darüber hinaus
kann die Waschflüssigkeit
in jeder anderen Art und Weise hergestellt werden, die für die Elution
von Lektinen geeignet und dem Durchschnittsfachmann bekannt ist.
So kann beispielsweise die Waschflüssigkeit eine Hochsalzkonzentration oder
einen sauren pH-Wert umfassen.
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Lektine
-
Die
erfindungsgemäß isolierten
Lektine können
jede Lektine sein. So kann das Lektin beispielsweise ein Collektin
sein, wie beispielsweise MBL (Mannose-bindendes Lektin), SP-A (Lungen-Oberflächenprotein
A), SP-D (Lungen-Oberflächenprotein D),
BK (oder BC, bovines Conglutinin) und CL-43 (Collektin-43). Alle
Collektine zeigen den folgenden Aufbau: Sie haben am N-Terminus
eine Cystein-reiche Region, welche zur Bildung von Disulfidbrücken neigt,
gefolgt von einer Kollagen-ähnlichen
Region, einer α-helikalen
Spiralregion und schließlich
einer C-Typ Lektin-Domäne,
welche der Muster-Erkennungsbereich ist und als die Kohlenhydrat-Erkennungsdomäne (CRD)
bezeichnet wird. Der Ausdruck Collektin ist von der Anwesenheit
von Kollagen- und Lektin-Domänen
abgeleitet. Der α-helikale
Spiralbereich initiiert die; Trimerisierung der einzelnen Polypeptiden
unter Bildung von Kollagen dreifach-Spiralen, wobei Collektin-Untereinheiten
mit jeweils 3 unabhängigen
Polypeptiden gebildet werden, während der
N-terminale Bereich die Bildung von Oligomeren der Untereinheiten
vermittelt. Unterschiedliche Collektine zeigen unterschiedliche
Strukturen höherer Ordnung,
gewöhnlich
entweder Tetramere der Untereinheiten oder Hexamere der Untereinheiten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist das Lektin MBL oder Ficolin. In einer
mehr bevorzugten Ausführungsform
ist das Lektin MBL.
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Der
Ausdruck Lektine kann natürlich
vorkommende Lektine, sowie Varianten davon bezeichnen, wie Mutanten,
wobei die Varianten Zucker binden können.
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Die
Erfindung ist insbesondere zur Isolierung von MBL geeignet, was
nachstehend ausführlicher als
ein Beispiel der Erfindung beschrieben wird, und das nicht als Begrenzung
der Erfindung verstanden werden soll.
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Erfindungsgemäße Lektine
können
ein oder mehrere Untereinheiten umfassen. So können Collektine, wie MBL, insbesondere
ein oder mehrere Untereinheiten umfassen, wobei jede Untereinheit
eines Collektins normalerweise aus 3 einzelnen Polypeptiden besteht.
So können
Collektine, wie MBL, beispielsweise monomere, dimere, trimere, tetramere, pentamere,
hexamere, heptamere, octamere, nonamere, decamere, 11-mere, 12-mere
von Untereinheiten sein, wobei Collektine wie MBL, sogar mehr als 12
Untereinheiten umfassen können.
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Zusammensetzung
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Das
hier erläuterte
Verhältnis
R kann unter Verwendung jedes geeigneten Verfahrens berechnet werden.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform kann
eine quantitative Schätzung
des Wertes für
R einer Probe wie folgt erfolgen:
Der SDS-PAGE Immunoblot wird
in eine TIFF Datei gescannt oder eine andere, nicht komprimierte Bitmap
Datei. Die Pixel-Dichte entlang der Proben-Banden werden in einem
Bildbewertungsprogramm, wie Scion Image für Windows 4.0 (Scion Corporation,
freie beta Version auf www.scioncorp.com), bestimmt und in ein Datenbewertungsprogramm
(wie Excel) exportiert.
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Die
Wanderung entsprechend einem bestimmten Molekulargewicht wird aus
der Wanderung von Markern bestimmt. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das bestimmte Molekulargewicht das Molekulargewicht des dimeren
Lektins (für
MBL etwa 200 kDA), wobei die Wanderung entsprechend des dimeren
Lektins aus der Wanderung des Markers entsprechend abgeleitet werden
kann (beispielsweise Precision Protein Standards, BioRad). Der Wert für R wird
als Gesamtpixel-Signal über
dem Referenz-Wanderungspunkt (für
dimeres MBL 200 kDA) berechnet, durch das Gesamtpixel-Signal unterhalb des
Referenz-Wanderungspunktes (für
dimeres MBL 200 kDA) geteilt. R0 wird als
das Verhältnis
im Ausgangsmaterial definiert, während
R1 das Verhältnis entlang der entsprechenden
Bewertungslinie in der Lektinprobe, gewonnen nach der Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
ist.
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Das
Mass des Anstieges des Verhältnis
R hängt
von dem Ausgangsmaterial mit dem Verhältnis R0 ab,
wobei das Ausgangsmaterial die Lektin-Zubereitung ist, beispielsweise
eine MBL-Zubereitung. Es ist bevorzugt, dass mindestens 50 % des
Lektins mit hohem Molekulargewicht der Zusammensetzung ein Molekulargewicht über dem
Molekulargewicht des Dimer-Lektins aufweist, vorzugsweise über dem
Molekulargewicht für
trimere Lektine. Ist das Lektin MBL, dann ist es bevorzugt, dass
mindestens 50 % des MBL's
mit hohem Molekulargewicht der Zusammensetzung ein Molekulargewicht über 200
kDA aufweist, wie über 225
kDA, wie über
250 kDA, wie über 300
kDA.
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Bei
der Herstellung einer erfindungsgemäßen MBL-Zusammensetzung ist
die MBL-Zusammensetzung vorzugsweise im Wesentlichen frei von jeglichen
Verunreinigungen, mit denen MBL bei Herstellungen in einem nativen
Wirtsorganismus assoziiert ist, beispielsweise Verunreinigungen,
mit denen MBL assoziiert ist, wenn MBL aus Plasma-MBL gereinigt
wird.
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Das
Verfahren kann zur Herstellung von MBL-Zusammensetzungen in hoher
Menge aus jeder MBL-Quelle eingesetzt werden, wie jedem rekombinanten
Säuger-MBL,
oder aus Plasma. Die MBL-Quelle ist jedoch vorzugsweise rekombinantes MBL,
mehr bevorzugt ist das MBL der Zusammensetzung menschlich, wie MBL,
bei dem die MBL-Untereinheit aus 3 Peptidsequenzen zusammengesetzt ist,
welche die als SEQ ID NO:1 in der PCT Anmeldung WO 00/70043 gezeigte
Sequenz umfasst, oder ein funktionelles Äquivalent davon.
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Rekombinante Produktion
-
Obwohl
das Verfahren auf jedes Lektin-Ausgangsmaterial mit Lektin geringer
und hoher Masse, wie MBL, angewendet werden kann, ist es besonders geeignet,
Lektin mit hoher Masse, wie MBL aus einer rekombinant hergestellten
Zubereitung, zu gewinnen.
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Die
MBL-Zubereitung ist daher vorzugsweise eine rekombinante-Zubereitung,
worin die MBL-Zubereitung erhalten wird durch:
- – Herstellen
eines Genexpression-Konstrukts, welches humanes MBL-Peptid oder
ein funktionelles Equivalent davon kodiert,
- – Transformieren
einer Wirts-Zellkultur mit dem Konstrukt,
- – Züchten der
Wirts-Zellkultur in einem Kulturmedium, wobei Expression und Sekretion
des Polypeptids in dem Kulturmedium erhalten wird,
- – Erhalten
einer Zubereitung, welche mehrere MBL-Moleküle enthält.
-
Erfindungsgemäß können die
Sequenzen des MBL-Gens von dem humanen MBL-Gen oder von MBL-Genen
anderer tierischer Spezies sein, in denen das Immunsystem wie das
humane Immunsystem agiert. Ein Beispiel einer bevorzugten Ausführungsform
einer Zubereitung eines rekombinanten, erfindungsgemäßen MBL's ist im Beispiel
1 der PCT Anmeldung WO 00170043 beschrieben, welche hier durch Bezugnahme
mit aufgenommen wird. In dem Beispiel wird das rekombinante MBL
unter Verwendung eines Vektors hergestellt, welche Sequenzen des
humanen MBL-Gens enthält.
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Die
Erfindung betrifft weiter die Verwendung von Expressionsvektoren,
welche Sequenzen aufweisen, die funktionelle Derivate der Sequenzen
des humanen-MBL-Gens sind. Mit dem Begriff funktionelle Derivate
werden Sequenzen bezeichnet, die Basenpaaränderungen aufweisen, welche
zu keinen funktionellen oder zu keinen wesentlichen funktionellen
Unterschieden des Expressionsvektors fuhren, wobei das auf diese
Art und Weise hergestellte MBL eine Funktionalität aufweist, welche vergleichbar
ist zu der von MBL, hergestellt unter Verwendung eines Expressionsvektors,
welcher eine nicht-geänderte Sequenz
des humanen MBL-Gens aufweist.
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Zusätzlich zu
dem Reinigungsverfahren ist es bevorzugt, dass das Gen-Expressions-Konstrukt und
die Wirtszelle die Herstellung höherer
Oligomere ebenfalls fördern.
Das Gen-Expressions-Konstrukt umfasst
daher vorzugsweise mindestens eine Intron-Sequenz aus dem humanen
MBL-Gen oder ein funktionelles Equivalent davon. Darüber hinaus
kann das Gen-Expressions-Konstrukt
mindestens zwei Exon-Sequenzen aus dem humanen MBL-Gen oder ein
funktionelles Equivalent davon umfassen. Mehr bevorzugt umfasst
das Gen-Expressions-Konstrukt mindestens
drei Exon-Sequenzen aus dem humanen MBL-Gen oder ein funktionelles
Equivalent davon. Falls mehr als ein Exon vorhanden ist, sind die Exon-Sequenzen
vorzugsweise wie in dem humanen MBL-Gen angeordnet.
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Obwohl
bevorzugt ist, dass die Sequenz Intron-Sequenzen aufweist, kann
es für
einige Anwendungen zweckmäßig sein,
dass das Expressions-Konstrukt eine cDNA-Sequenz aufweist, welche eine
MBL-Untereinheiten oder ein funktionelles Equivalent davon kodiert.
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Die
Erfindung betrifft eher die Verwendung eines MBL-Gen-Expressions-Konstruktes
als die eines MBL-cDNA-Konstruktes zur Expression von rMBL in Säuger-Zelllinien
oder transgenen Tieren, um rekombinantes MBL mit strukturellen Eigenschaften
unter nicht-denaturierenden und denaturierenden Bedingungen zu erhalten,
welche im Wesentlichen vergleichbar sind mit natürlichem, humanen MBL. Mit dem
Ausdruck "rekombinantes
humanes MBL" wird humanes
MBL bezeichnet, das aus technisch umgearbeiteten Nukleinsäuren exprimiert
wurde, und mit dem Ausdruck "MBL-Gen-Expressions-Konstrukte" wird ein Expressionsvektor
bezeichnet, der zur Expression in Säuger-Zelllinien geeignet ist
und Exon-Sequenzen und mindestens eine Intron-Sequenz aus dem humanen
MBL-Gen oder von MBL-Genen anderer Tierarten enthält, wie,
ohne darauf beschränkt
zu sein, Schimpansen und Rhesusaffen.
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Die
DNA-Sequenzen kodieren vorzugsweise eine Polypeptidsequenz, wie
in der SEQ ID NO:1 der PCT Anmeldung WO 00/70043 gezeigt, oder ein funktionelles
Equivalent, worin ein funktionelles Equivalent wie vorstehend definiert
ist. SEQ ID NO:1 entspricht der MBL-Sequenz mit der Datenbank-Zugangsnummer:
P11226. Das Equivalent kann durch eine Modifikation der als SEQ
ID NO:1 gezeigten Peptidsequenz erhalten werden, wie als eine Sequenz,
die eine entsprechende Eigenschaft wie die in der vorliegenden Erfindung
aufgeführten
Sequenzen innehat, worin jedoch ein oder mehrere Aminosäuren mit
anderen substituiert wurden. Ein funktionelles Equivalent enthält vorzugsweise
konservative Substitutionen, d.h. worin ein oder mehrere Aminosäuren durch
eine andere Aminosäure
mit ähnlichen
Eigenschaften ersetzt sind, so dass ein Durchschnittsfachmann der
Proteinchemie davon ausgeht, das die Sekundär- und Tertiär-Struktur
des Proteins unverändert
bleibt. Aminosäuren,
welche für
konservative Substitutionen geeignet sind umfassen jene, mit funktionell
vergleichbaren Seitenketten. So können beispielsweise hydrophobe
Reste beispielsweise Glycin, Alanin, Valin, Leucin, Isoleucin, und
Methionin einen anderen derartigen Rest ersetzen. In vergleichbarer
Art und Weise können
konservative Substitutionen ein Austausch hydrophiler Reste beinhalten (beispielsweise
Arginin und Lysin, Glutamin und Aspargin, Threonin und Serin), basische
Reste (beispielsweise Lysin, Arginin und Histidin) und/oder saure
Reste (beispielsweise Asparginsäure
und Glutaminsäure).
Funktionelle Equivalente können
darüber hinaus,
oder alternativ, durch beispielsweise die Entfernung oder Addition
von Aminosäuren
oder durch chemische Modifikation von Aminosäuren modifiziert werden, solange
die Funktion des Polypeptids erhalten bleibt.
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Das
isolierte MBL-Peptid, einschließlich
jeder funktionellen Equivalente davon, kann in einer Ausführungsform
mindestens 80 Aminosäuren-Reste,
wie mindestens 100 Aminosäure-Reste, wie mindestens
150 Aminosäure-Reste,
wie mindestens 200 Aminosäure-Reste,
beispielsweise mindestens 220 Aminosäure-Reste, wie mindestens 250
Aminosäure-Reste
umfassen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Expressionsvektor zur Expression in Säuger-Zelllinien oder transgenen
Tieren geeignet, welche Exon-Sequenzen und mindestens eine Intron-Sequenz
aus dem humanen MBL-Gen oder von MBL-Genen anderer Tierarten aufweisen,
ohne darauf beschränkt
zu sein, Schimpansen und Rhesus-Affen. In einer Ausführungsform
wird die Wirts-Zellkultur in einem transgenen Tier gezüchtet. Mit
dem Ausdruck transgenes Tier wird in diesem Zusammenhang ein Tier
bezeichnet, das genetisch modifiziert wurde, um das humane MBL-Gen
oder Fragmente oder Imitationen davon zu enthalten und zu exprimieren.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das erfindungsgemäße Expressions-Konstrukt einen
auf einem Virus basierenden Vektor, wie einen auf einem DNA-Virus
basierenden Vektor, einen auf einem RNA-Virus basierenden Vektor
oder einen auf einem Chimären
basierenden Vektor. Beispiele für DNA-Viren
sind Cytomegalovirus, Herpes Simplex Virus, Epstein-Barr Virus,
Simian Virus 40, Bovines Papilloma Virus, Adenoassoziierter Virus,
Adenovirus, Vaccinia Virus und Baculo Virus.
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In
Säuger-Wirtszellen
können
eine Anzahl von auf Viren-basierenden Expressionssystemen verwendet
werden. In Fällen
bei denen ein Adenovirus als Expressionsvektor eingesetzt wird,
kann das erfindungsgemäße Nukleinsäuremolekül an einen Adenovirus-Transkriptions/Translations-Steuerkomplex
ligiert werden, beispielsweise dem späten Promoter und der Tripartit-Leader-Sequenz.
Dieses chimäre
Gen kann dann in das Adenovirus-Genom durch in vitro- oder in vivo-Rekombination
eingebracht werden. Ein Einbringen in einen nicht wesentlichen Bereich
des viralen Genoms (beispielsweise in die Region E1 oder E3) führt zu einem
rekombinanten Virus, der lebensfähig
und in der Lage ist, ein MASP-3-Genprodukt im infizierten Wirt zu
exprimieren (siehe beispielsweise Logan und Shenk, Proc. Natl. Acad.
Sci. USA 81 (1984), 3655-3659). Spezifische Startsignale können für eine wirksame
Transaktion der inserierten Nukleinsäuremoleküle ebenfalls erforderlich sein.
Diese Signale umfassen das ATG-Startcodon und benachbarte Sequenzen.
In Fällen,
bei denen das gesamte Gen oder die cDNA, einschließlich deren
eigenes Startcodon und benachbarte Sequenzen in den entsprechenden
Expressionsvektor inseriert wird, können keine zusätzlichen Translations-Steuersignale
erforderlich sein. In Fällen,
bei denen nur ein Teil der codierenden Sequenz inseriert wird, müssen jedoch
exogene Translations-Steuersignale, einschließlich gegebenenfalls das ATG-Startcodon,
bereitgestellt werden. Darüber hinaus
muss das Startcodon mit dem Leseraster der gewünschten kodierenden Sequenz
in Phase sein, um eine Translation des gesamten Inserts sicher zu stellen.
Diese exogenen Translations-Steuersignale und Startcodons können vielerlei
Ursprungs sein, natürlichen
und synthetischen. Die Expressionswirksamkeit kann durch Vorsehen
von geeigneten Transkriptions-Enhancer-Elementen, Transkriptions-Terminatoren
usw. verstärkt
werden (siehe Bittner et al., Methods in Enzymol. 153 (1987), 516-544).
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Beispiele
für RNA-Viren
sind Semliki Forest Virus, Poko Virus, Rabies Virus, Influenza Virus,
SV5, Respiratory Syncytial Virus, Venezuela Pferd Encephalitis Virus,
Kunjin Virus, Sendai Virus, Vesicular Stomatitis Virus und Retroviren.
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Beispiele
für chimäre Viren
sind Adenovirus, Sindbis-Virus und Adenovirus-Adenoassoziierter
Virus.
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Hinsichtlich
spezifischer Vektoren wird auf Makrides, S.C., "Components of vectors for Gene Transfer
and Expression in Mammalian Cells" Bezug genommen, welche hierin durch Bezugnahme
mit aufgenommen wird.
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So
wird insbesondere ein Ursprung der Replikation des Epstein-Barr
Virus oder funktionelle Derivate oder Imitationen davon, einschließlich des pREP9-Vektors
verwendet. In einem Aspekt liefert die Erfindung ein Expressions-Konstrukt,
welches humanes MBL codiert, und ein oder mehrere Intron-Sequenzen
aus dem humanen MBL-Gen umfasst, einschließlich funktioneller Derivate
davon. Darüber
hinaus erhält
sie eine Promoterregion, ausgewählt
unter Genen von Viren und Eukaryoten, einschließlich Säugern und Insekten.
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Die
Promoterregion wird vorzugsweise verschieden von dem humanen MBL-Promoter
gewählt. Um
die Ausbeute an MBL und Größenverteilung
von MBL-Oligomeren zu optimieren, wird die Promoterregion vorzugsweise
derart gewählt,
dass sie mit dem Vektor und der in den betreffenden Wirtszellen
optimal funktioniert. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Promoterregion
aus einer Gruppe gewählt
umfassend den langen terminalen sich wiederholenden Promoter des
Rous Sarcom Virus, und des unmittelbaren frühen Promoters des Cytomegalo
Virus und des Promoters des Elongationsfaktors-1 Alpha.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Promoterregion gewählt
unter Genen von Mikroorganismen wie anderen Viren, Hefen und Bakterien.
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Um
eine größere Ausbeute
an rekombinantem MBL zu erzielen, kann die Promoterregion Enhancer-Elemente
umfassen, wie das QBI SP163-Element des 5'-End nicht translatierten Bereichs des Maus
Vascular Endothel-Wachstumsfaktor-Gens. Das Konstrukt wird zur Transformierung
einer Wirtszelle verwendet, um eine Wirtszellkultur zu erhalten, die
MBL exprimieren kann. Die Wirtszellkultur ist vorzugsweise eine
eukaryotische Wirtszellkultur. Durch Transformation einer eukaryotischen
Zellkultur wird in diesem Zusammenhang Einbringen rekombinanter DNA
in Zellen bezeichnet. Das bei diesem Verfahren verwendete Expressions-Konstrukt
ist gekennzeichnet durch die MBL-codierende Region, welche ausgewählt ist
unter Tiersäuger-Genen,
einschließlich menschlichen
Genen und Genen mit einer hohen Ähnlichkeit
dazu, wie die Gene aus dem Schimpansen. Das verwendete Expressions-Konstrukt ist darüber hinaus
durch die Promoterregion gekennzeichnet, welche unter denen von
Viren und Eukaryoten gewählt
wird, einschließlich
Säuger-Zellen
und Insektenzellen.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung von rekombinantem MBL ist gekennzeichnet, dass die
Wirtszell-Kultur vorzugsweise eukaryotisch ist, und beispielsweise
eine Säuger-Zellkultur ist.
Eine bevorzugte Wirts-Zellkultur ist eine Kultur humaner Nierenzellen,
und in einer noch mehr bevorzugten Form ist die Wirts-Zellkultur
eine Kultur humaner embryonaler Nierenzellen (HEK Zellen). Die Erfindung
betrifft die Verwendung von HEK 293-Zelllinien zur Herstellung von
rekombinantem, humanem MBL. Mit "HEK
293- Zelllinien" wird
jede Zelllinie bezeichnet, die von humanem, embryonalen Nierengewebe
abgeleitet ist, wie, ohne darauf beschränkt zu sein, die, die bei der
American Type Culture Collection mit der Hinterlegungsnummer CRL-1573
und CRL-10852 hinterlegten Zelllinien.
-
Andere
Zellen können
Hühner-Embryofibroblasten,
Hamster-Eierzellen, Babyhamster-Nierenzellen,
humane cervicale Carcinomzellen, humane Melanomzellen, humane Nierenzellen,
humane vaskuläre
Nabelschnur-Endothelzellen, humane Hirn-Endothelzellen, humane Tumorzellen
des Mundraums, Affen-Nierenzellen, Maus-Fibroblasten, Maus-Nierenzellen,
Maus-Verbindungsgewebe-Zellen, oligodendrische Maus-Zellen, Maus-Makrophagen,
Maus-Fibroblasten, Maus-Neuroblastom-Zellen, Maus-pre-B-Zellen,
Maus-B-Lymphom-Zellen, Plasmacytom-Maus-Zellen,
Teratocarcinom-Maus-Zellen, Astrocytom Ratten-Zellen, Ratten Säugerepithelzellen,
COS, CHO, BHK, 293, VERO, HeLa, MDCK, WI38 und NIH3T3 Zellen.
-
Darüber hinaus
kann eine Wirts-Zelllinie gewählt
werden, welche die Expression der inserierten Sequenz moduliert
oder modifiziert, und das Genprodukt in einer gewünschten,
bestimmten Weise verarbeitet. Derartige Modifikationen (beispielsweise
Glycosylierung) und Verarbeitung (beispielsweise Spaltung) von Proteinprodukten
können
für die
Funktion des Proteins wichtig sein. Unterschiedliche Wirts-Zellen
weisen Charakteristika und spezifische Mechanismen zur post-translationalen
Verarbeitung und Modifizierung von Proteinen und Genprodukten auf. Geeignete
Zelllinien oder Wirts-Systeme können
gewählt
werden, um die korrekte Modifizierung und Verarbeitung des exprimierten
Fremdproteins sicherzustellen. Diesbezüglich können eukaryotische Wirts-Zellen,
welche die zelluläre
Maschinerie für eine
richtige Verarbeitung des primären
Transkripts, Glycosylierung und Phosphorylierung des Genprodukts
aufweisen, verwendet werden. Die vorstehend aufgeführten Säuger-Zelltypen
sind unter jenen, die als geeignete Wirts-Zellen dienen können.
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Die
Wirts-Zellkultur kann in jedem geeigneten Kulturmedium gezüchtet werden.
Beispiele für Kulturmedien
sind RPMI-1640 oder DMEM, ergänzt mit
beispielsweise Insulin, Transfenin, Selen und fötalem Kälberserum.
-
Reinigung
-
Wie
vorstehend erläutert
ermöglicht
die vorliegende Erfindung eine schnelle Produktion von MBL. Die
Produktion von MBL kann durch die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- – Fermentation – Züchten von
MBL exprimierenden Zellen
- – Isolierung – Einsetzen
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
-
In
Folge dessen kann die Lektin Zusammensetzung durch jedes geeignete
Mittel weiter gereinigt werden, entweder vor der Isolierung unter
Verwendung der erfindungsgemäßen Verfahren
oder nach der Isolierung unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
So kann beispielsweise die Lektin-Zusammensetzung durch jedes physiko-chemische
Isolierungsverfahren weiter gereinigt werden, einschließlich, ohne
darauf beschränkt
zu sein, Filtrationsverfahren, Ausfällungsverfahren, Chromatographie,
wie Ionenaustausch, basierend auf Ladung, Gelpermeation basierend
auf Größe, hydrophoben Interaktionen
basierend auf Hydrophobizität
oder Affinitäts-Chromatographie.
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Darüber hinaus
ist es möglich,
die erfindungsgemäßen Verfahren
während
des Isolierungsverfahrens mehr als einmal einzusetzen. So können insbesondere
zwei oder mehrere unterschiedliche erfindungsgemäße Verfahren in einem Isolierungsverfahren
zum Einsatz gebracht werden, wobei die Verfahren durch Wahl des
festen Trägers,
Wahl des Zuckerderivats und/oder Wahl der bestimmten Konzentration
eines an den festen Träger
gekuppel-ten Zuckerderivats unterscheiden können.
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Es
ist beispielsweise möglich,
die Isolierung von Lektinen zuerst unter Verwendung eines festen Trägers durchzuführen, welcher
daran gekoppelt eine erste bestimmte Konzentration eines Zuckerderivats
aufweist und anschließend
die Isolierung von Lektinen unter Verwendung eines festen Trägers durchzuführen, welcher
gekoppelt daran ein zweite bestimmte Konzentration eine Zuckerderivats
aufweist, wobei die erste bestimmte Konzentration höher oder
niedriger sein kann als die zweite bestimmte Konzentration.
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So
kann insbesondere bei der Isolierung von Lektinen mit einem mittleren
Molekulargewicht ein Zwei-Stufen-Isolierungsverfahren unter Verwendung von
mindestens zwei unterschiedlichen festen Trägern mit zwei unterschiedlichen
Konzentrationen an Zuckerderivaten verwendet werden. In einem Beispiel
eines Zwei-Stufen-Isolierungsverfahrens werden die gewünschten
Lektine in der kontaminierten Fraktion erhalten, d.h. die nicht-gebundene
Fraktion mit einem Molekulargewicht unter dem bestimmten Molekulargewicht
in dem ersten Schritt, beispielsweise jede Lektine kleiner als Heptamere.
In dem zweiten Schritt wird die nicht-gebundene Fraktion auf einen
unterschiedlich festen Träger
mit einem anderen Ausschluss (cut-off) hinsichtlich des bestimmten
Molekulargewichts aufgetragen, welcher beispielsweise jede Lektine über dem
Molekulargewicht eines Dimers bindet. Dadurch wird die Zusammensetzung mit
dem gewünschten
Molekulargewicht an trimeren, tertrameren, Pentameren und Hexameren
beim Eluieren von Lektinen erhalten, die an den zweiten festen Träger gebunden
sind. Es ist dem Fachmann klar, dass die zwei Schritte natürlich in
umgekehr ter Reihenfolge durchgeführt
werden können,
um die gleiche Zusammensetzung zu erhalten.
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Funktionalität
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Die
Funktionalität
der erfindungsgemäß erhaltenen
rekombinanten MBL-Zusammensetzung ähnelt vorzugsweise der Funktionalität von Plasma- oder
Serum-MBL. Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet der Ausdruck "Funktionalität von MBL" die Fähigkeit,
das Komplementsystem, wie vorstehend aufgeführt, in Bezug auf funktionelle
Equivalente zu aktivieren. Die Funktionalität kann als die spezifische Aktivität von MBL
ausgedrückt
werden, die Einheiten von MBL-Aktivität pro ng MBL. Die Funktionalität der rekombinanten
MBL-Zusammensetzung
ausgedrückt
als spezifische Aktivität,
ist vorzugsweise mindestens 25 % der spezifischen Aktivität von MBL, welches
aus Serum gereinigt wurde, wie mindestens 50 % der spezifischen
Aktivität
von MBL, welches aus Serum gereinigt wurde, mehr bevorzugt mindestens
75 % der spezifischen Aktivität
von MBL, welches aus Serum gereinigt wurde.
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Die
Funktionalität
von MBL kann durch dessen Fähigkeit
bewertet werden, einen MBL/MASP Komplex zu bilden, welcher zur Aktivierung
des Komplementsystems führt.
Wird C4 durch MBL/MASP gespalten, wird ein aktivierter Thiolester
exponiert, und C4 wird kovalent an benachbarten nukleophilen Gruppen
befestigt. Ein wesentlicher Teil des C4b wird dadurch an beschichtete
Kunststoff-Wells angeheftet, und kann durch anti-C4-Antikörper nachgewiesen
werden.
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Ein
quantitativer TRIFMA für
die funktionelle Aktivität
von MBL wurde erstellt durch:
1) Beschichten von Mikroplatten-Wells
mit 1 mg Mannan in 100 ml Puffer; 2) Blockieren mit Tween-20; 3) Auftragen
von Testproben, beispielsweise verdünntem MBL Zubereitungen; 4)
Auftragen von Serum ohne MBL (dies führt zur Bildung des MBL/MASP Komplexes);
alternativ kann das MBL und das Serum ohne MBL vor Auftragen auf
dem Mikrotiter-Wells vermischt werden; 5) Auftragen von gereinigtem Komplementfaktor
C4 in einer Menge von 5 mg/ml; 6) Inkubieren für eine Stunde bei 37 °C; 7) Auftragen von
Eumarkiertem anti-C4-Antikörper;
8) Auftragen einer Verstärkerlösung; 9)
Ablesen des Eumittels zeitaufgelöster
Fluorometrie. Zwischen jedem Schritt wird die Platte bei Raumtemperatur
inkubiert und gewaschen, mit der Maßgabe zwischen den Schritten
8 und 9.
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Eine
Einschätzung
durch ELISA kann in vergleichbarer Art und Weise ausgeführt werden,
beispielsweise durch Auftragen von mit Biotin markiertem anti-C4
in Schritt 7; 8) Auftragen von mit alkalischer Phosphatase markiertem
Avidin; 9) Auftragen des Substrats; und 10) Ablesen der Farbintensität. Eine
Kalibrierungskurve kann unter Verwendung von Verdünnungen
eines gewählten
normalen Plasmas erstellt werden. Auf Hinblick auf die vorliegende
Erfindung ist das folgende Serum ein Beispiel nützlicher Sera: Plasma Pool
LJ 6.57 28/04/97. Die Funktionalität kann als die spezifische
Aktivität
von MBL, wie in Einheiten von MBL-Aktivität pro ng MBL ausgedrückt werden.
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Ein
weiterer Assay zur Bestimmung eines funktionellen Equivalent von
MBL besteht in der Bestimmung der Fähigkeit an einen Rezeptor/an
Rezeptoren auf Zellen zu binden.
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Die
Interaktion von MBL mit dem Rezeptor/den Rezeptoren auf Zellen kann
durch Cytofluorometrie analysiert werden. 1) MBL bei einer Konzentration
von 50 μg/ml
wird mit 2 × 105 Zellen inkubiert. Der Bindungsvorgang wird
in einer Phosphat gepufferten Salzlösung (PBS) durchgeführt, welche
1 % FCS und 0,1 % Na-Azid enthielt. 2) Zum Nachweis von zellgebundenem
MBL wird biotinylierter anti-MBL Antikörper eingesetzt; 3) gefolgt
von der Zugabe von Strepavidin-FITC und 4) Analyse des Gemisches
mittels Fluorometrie.
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Die
Erkrankungen, Störungen
und/oder Zustände,
die einer Behandlung mit den erfindungsgemäßen Verbindungen bedürfen, umfassen
beispielsweise die Behandlung von Zuständen einer MBL-Defizienz, Behandlung
von Krebs und von Infektionen in Verbindung mit immunsupprimierender
Chemotherapie, einschließlich
insbesondere jener Infektionen, die in Verbindung während der
Krebsbehandlung oder in Verbindung bei der Einpflanzung und/oder Transplantation
von Organen auftreten. Die Erfindung umfasst weiterhin die Behandlung
von Zuständen
in Verbindung mit wiederkehrender, vorzeitiger Fehlgeburt.
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Die
pharmazeutische Zusammensetzungen kann daher insbesondere zur Behandlung
und/oder Verhinderung von klinischen Zuständen ausgewählt, unter Infektionen, MBL-Defizienz, Krebs,
Störungen, die
mit Chemotherapie assoziiert sind, wie Infektionen, Erkrankungen,
die mit dem humanen Immunschwächevirus
(HIV) assoziiert sind, Erkrankungen, die mit angeborener oder erworbener
Immunodefizienz verbunden sind, eingesetzt werden. Insbesondere
chronische, entzündliche
demyelinierende Polyneuropathie (CIDP, multifokale motorische Neuropathie,
Multiple Sklerose, Myasthenia Gravis, Eaton-Lambert's Syndrom, Opticus
Neuritis, Epilepsie, primäres
Antiphosholipid Syndrom, rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus
erythematosus, systemisches Scleroderma, Vascultis, Wegner's Granulomatosis,
Sjørgen's Syndrom, Juvenile
rheumatoide Arthritis, autoimmune Neutropenie, autoimmune haemolytische
Anämie,
Neutropenia, Crohn's
Erkrankung, Colitis ulcerosus, Coeliac Erkrankung, Asthma, septisches
Schocksyndrom, chronisches Erschöpfungssyndrom,
Psoriasis, toxisches Schocksyndrom, Diabetes, Sinuitis, dilatierte
Cardiomypathie, Endocarditis, Atherosklerosis, primäre Hypo/agammaglobulinamie
einschließlich
normaler variabler Immunodefizienz, Wiskot-Aldrich Syndrom und schwere
kombinierte Immun schwäche
(SCID), sekundäre
Hypo/agammaglobulinamie in Patienten mit chronischer lymphatischer
Leukämie
(CLL) und multiplem Myelom, akuter und chronischer idiopathischer
Thrombozytopenie Purpura (ITP), allogenischer Knochenmarkstransplantation
(BTM), Kawasaki's
Erkrankung und Guillan-Barre's
Syndrom.
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Der
Verabreichungsweg kann jeder geeignete Weg sein, wie intravenös, intramuskulär, subkutan und
intradermal. Darüber
hinaus wird durch die vorliegende Erfindung pulmonale oder topikale
Verabreichung umfasst.
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Die
MBL-Zusammensetzungen kann insbesondere verabreicht werden, um Infektionen
in Patienten mit klinischen Symptomen zu verhindern und/oder zu
behandeln, die mit angeborener oder erworbener MBL-Defizienz assoziiert
sind, oder welche derartige Symptome gegebenenfalls entwickeln können. Eine
Vielzahl von Zuständen
können
in MBL-defizienten Individuen zu einer erhöhten Neigung führen, Infektionen
zu entwickeln, wie Chemotherapie oder andere therapeutische, zelltoxische
Behandlungen, Krebs, AIDS, genetische Disposition, chronische Infektionen
und Neutropenie.
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Es
scheint, dass Krebs-Patienten, die mittels Chemotherapie behandelt
werden, auf Grund der schädlichen
Wirkung des Arzneimittels auf Zellen des Immunsystems oft Infektionen
entwickeln können,
welches den Hintergrund der Verwendung der MBL-Therapie bei der
Behandlung dieses Zustands darstellt. Die beobachteten geringen
Plasma-Konzentrationen von MBL (unter 500 ng/ml) zeigen eine erhöhte Neigung
für klinisch
signifikante Infektionen, wobei die Immunabwehr dieser Patienten
durch Verabreichung von rekombinantem oder von natürlichem
Plasma abgeleitetem MBL verstärkt
werden kann.
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Die
pharmazeutische Zusammensetzung kann daher für eine Zeitspanne vor dem Beginn
der Verabreichung der Chemotherapie oder dergleichen und während zumindest
eines Teils der Chemotherapie verabreicht werden.
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Die
MBL-Zusammensetzungen kann als allgemeiner "Booster" vor der Chemotherapie verabreicht werden
oder sie kann lediglich an solche verabreicht werden, die ein Risiko
der Entwicklung einer MBL-Defizienz aufweisen. Die Gruppe von Patienten,
die ein Risiko darstellen, kann durch Messen des MBL-Spiegels vor
der Behandlung bestimmt werden, und nur jene können einer Behandlung unterworfen werden,
bei denen der MBL-Spiegel unter einem bestimmten Niveau liegt. Die
Grenze zur Bestimmung eines geringen MBL-Spiegels wird für die meisten Gruppen
auf unter 500 ng/ml gesetzt. Der MBL-Spiegel kann durch einen zeitaufgelösten Immunofluoreszenz-Aassay,
wie in Beispiel 9 beschrieben, ELISA, RIA oder Nephelometrie bestimmt
werden.
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Ein
weiterer Hinweis für
die Verabreichung von MBL ist, wenn der MBL-Spiegel unter 50 % des normalen
Niveaus liegt, wie unter 300 ng/ml oder unter 200 ng/ml.
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Die
MBL-Zusammensetzungen wird in geeigneten Dosen verabreicht, wobei
es insbesondere normal ist, diese in geeigneten Intervallen, beispielsweise
einmal oder zweimal pro Woche während
der Chemotherapie zu verabreichen.
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Normalerweise
werden von 1-100 mg pro Dosis verabreicht, wie von 2-10 mg, meistens
von 5-10 mg pro Dosis. Am häufigsten
wird etwa 0,1 mg/kg Körpergewicht
verabreicht.
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Die
Erfindung betrifft daher in einem Aspekt MBL, einschließlich rMBL,
Fragmente oder Imitationen davon zur Verwendung bei der Behandlung
von Krebs und von Erkrankungszuständen und Störungen von beispielsweise dem
Immunsystem und dem Fortpflanzungssystem, wobei die Behandlung in
der Erzeugung, Wiederherstellung, Verstärkung und/oder Stimulierung
der opsonischen und/oder bakteriziden Aktivität des Komplementsystems beruht,
d.h. Verstärken
der Fähigkeit
der Immunabwehr mikrobielle Pathogene zu erkennen und abzutöten.
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Darüber hinaus
besteht ein Aspekt der vorliegenden Erfindung in der Verwendung
einer rekombinanten Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
in einem Kit aus Teilen, welche ein weiteres Medikament umfasst.
Das andere Medikament kann insbesondere ein anti-mikrobielles Medikament,
wie Antibiotika sein.
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In
Bezug auf Fehlgeburten wurde berichtet, dass die Häufigkeit
von geringen Plasma-Spiegeln an
MBL in Patienten gesteigert ist, bei denen eine wiederkehrende Fehlgeburt
anders nicht erklärt
werden kann, was den Hintergrund zur Senkung der Neigung von Fehlgeburten
durch Wiederherstellung des MBL-Spiegels durch Verabreichung einer
rekombinanten MBL in diesen Fällen
darstellt.
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Hinsichtlich
der Natur der erfindungsgemäßen Verbindung
scheint es, dass die Erfindung im weitesten Sinne Verbindungen betrifft,
welche als Opsonine wirken können,
d.h. in der Lage ist, die Aufnahme durch Makrophagen entweder durch
direkte Interaktion zwischen der Verbindung und dem Makrophagen
oder durch Vermitteln der Komplement-Ablagerung auf der Zieloberfläche zu verstärken. Ein
bestimmtes Beispiel hierfür
ist MBL, ein Fragment oder ein Imitat hierfür. Die vorliegende Erfindung
basiert auf der Offenbarung einer Synthese von rekombinantem humanen
MBL, welche der Struktur von natürlichem
humanen MBL näher
zu sein scheint als in der Vergangenheit erreicht wurde.
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Die
Erfindung wurde nun für
die verschiedenen Aspekte und in ausreichendem Detail erläutert und
erklärt,
wird jedoch zusätzlich
nachstehend durch die nicht-begrenzenden Bei spiele bevorzugter Ausführungsformen
beschrieben.
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Beispiele
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Beispiel 1:
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Reinigung von MBL unter
Verwendung von immobilisiertem Aminozucker
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MBL
wurde durch humane Zelllinien, wie eine auf HEK 293 basierende Zelllinie,
die ein MBL-codierendes Expressions-Konstrukt, wie in der WO 00/70043
beschrieben, enthielt, in einem auf HyQ basierendem Medium (HyClone)
rekombinant hergestellt, wobei MBL dann durch Affinität unter
Verwendung von immobilisiertem Aminozucker gereinigt wurde.
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Eine
D-Mannosamin-Säule
wurde durch Kuppeln von 1,0 g D-Mannosamin (ICN Biomedicals, Kat.
Nr. 102252) an 13,5 ml suspendierte, NHS-aktivierte Sepharose FF
(Amersham Biosciences, Kat. Nr. 17-0906-02) hergestellt.
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Die
Kupplungsbedingungen für
das NHS-aktivierte Gel waren exakt wie in den Verkaufsinstruktionen
beschrieben. Zuerst wurde das Harz mit eiskaltem 1 mM HCl gewaschen.
Anschließend
wurde das Harz mit dem Aminozucker (100 mg/ml D-Mannosamin, 10 mM
NaH2PO4, pH = 7,0) über Nacht
bei 4 °C inkubiert.
Am nächsten
Tag wurde das Harz mit Ethanolamin-Puffer (100 mM, pH 7,0) blockiert
und in eine HR10/10 Säule
gepackt. Schließlich
wurde die Säule 3-mal
mit schwachem Tris Puffer (pH 7,4) und einem schwachem Acetat Puffer
(pH = 3,1) in alternierendem Muster gewaschen.
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Ein
Liter der Zellkulturlösung
wurde auf die Säule
gegeben und unter Verwendung eines EDTA enthaltenen Puffers eluiert.
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Ein
MBL-spezifischer Immunassay der entsprechenden Anwendung, des Durchlaufs,
und des eluierenden Hauptpeaks zeigen, dass MBL fast ausschließlich in
dem eluierenden Hauptpeak (1) gefunden
wird. Der MBL-Gehalt wird durch chromatographische Technik leicht
verifiziert, wie Größenausschluss-Chromatographie
auf Superose 6 (vorgepackt HR 10/30 von Amersham Biosciences), oder MALDI-MS
Untersuchungen nach Reduktion.
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Beispiel 2:
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Reinigung
einer gewählten
Größenfraktion
von MBL unter Verwendung eines immobilisierten Aminozuckers
-
Ausgewählte Fraktionen
von Lektin-Oligomeren können
durch Einstellen der Aminozucker-Ligandenkonzentration erhalten
werden.
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Ein
Harz mit einer relativ geringen Liganden-Konzentration wurde durch
Kuppeln von 0,1 g D-Mannosamin (Sigma, Kat. Nr. M4674) an 12,0 ml suspendiertem
NHS-aktivierte Sepharose FF (Amersham Biosciences, Kat. Nr. 17-0906-02)
hergestellt.
-
Ein
vergleichbares Harz mit relativ hoher Liganden-Konzentration wurde
durch Kuppeln von 1,0 g D-Marmosamin (Sigma, Kat. Nr. M4670) an
12,5 ml suspendierter NHS-aktivierter Sepharose FF (Amersham Biosciences,
Kat. Nr. 17-0906-02) hergestellt.
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Eine "Kontroll"-Säule ohne
Liganden wurde unter Verwendung eines Kupplungspuffers ohne den Aminozucker
während
der Kupplung von 12,5 ml suspendierter NHS-aktivierter Sepharose
FF (Amersham Bioscienics, Kat. Nr. 17-0906-02) hergestellt.
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In
allen Fällen
waren die Kupplungsbedingungen für
das NHS-aktivierte Gel genau wie in den Verkäuferinstruktionen beschrieben.
Ein Liter der Zellkulturlösung
(wie in Beispiel 1 beschrieben) wird zu jeder Säule gegeben und unter Verwendung
eines EDTA-enthaltenden Puffers eluiert. Ein MBL spezifischer Immunassay
der entsprechenden Anwendung, des Durchlaufs, und des eluierenden
Hauptpeaks zeigt, das MBL fast ausschließlich in dem eluierenden Hauptpeak
aus der Säule
mit einer hohen Liganden-Konzentration ("High-Sub"-Säule) aufzufinden ist.
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Eine
gewählte
MBL-Fraktion mit hoher Masse wird in dem eluierenden Hauptpeak von
der Säule mit
geringer Liganden-Konzentration ("Low-Sub"-Säule)
gefunden, während
der Rest an MBL in der Durchlauf-Fraktion gefunden wird. Das gesamte
MBL wird in der Durchlauf-Fraktion "Kontroll"-Säule
gefunden, was zeigt, dass die MBL-Affinität Ligandenspezifisch ist (2).
-
Beispiel 3:
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Reinigung einer gewählten Größenfraktion
von MBL unter Verwendung einer Reihe von Säulen mit immobilisierten Aminozucker
-
Spezifische
Fraktionen von Lektin-Oligomeren werden durch Einsatz einer Reihe
von Säulen
mit unterschiedlichen Liganden-Konzentrationen erhalten.
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Ein
Liter der Zellkulturlösung
(wie in Beispiel 1 beschrieben) wird nacheinander auf zwei Säulen gegeben:
Die erste Säule
ist eine Säule
mit einer geringen Aminozucker-Liganden-Konzentration (eine "Low-Sub"-Säule, wie
in Beispiel 2 beschrieben), während
die zweite eine Säule
mit einer hohen Aminozucker-Liganden-Konzentration (eine "High-Sub"-Säule,
wie in Beispiel 2 beschrieben) ist.
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Die
Durchlauffraktion von MBL aus der "Low-Sub"-Säule
wird auf der "High-Sub"-Säule
gefangen. Jede Säule
wird dann mit EDTA Puffer (50 mM, pH 7,4) eluiert. Die eluierende
Fraktion der "Low-Sub"-Säule enthält MBL mit
hoher Massengröße mit einer
mittleren Größenverteilung über der
der ursprünglichen
Auftragung. Die eluierende Fraktion aus der "High-Sub"-Säule
enthält
eine MBL-Fraktion mit einer Masse von unter dem des "Low-Sub"-Säuleneluats
liegt, jedoch ohne MBL mit geringer Massengröße wie monomeren MBL oder dimeren
MBL.
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Beispiel 4:
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Reinigung von von Plasma
abgeleitetem MBL unter Verwendung eines immobilisierten Aminozuckers
-
Lektine
aus Plasma können
unter Verwendung von immobilisierten Aminozuckern gereinigt werden.
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Eine
D-Mannosamin-Säule
wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, hergestellt. Ein halber Liter
Blutplasma wird von einer Blutbank erhalten, und durch schwaches
Erhitzen nach Zugabe von CaCl2 koaguliert.
Das erhaltene Serum wird der Säule
zugesetzt und nach einem kurzen Waschen wird das Protein unter Verwendung
eines EDTA enthaltenen Puffers eluiert. Ein für MBL spezifischer Immunoassay
der entsprechenden Anwendung, des Durchlaufs, und des eluierenden
Hauptpeaks zeigt, das MBL fast ausschließlich in dem von der Säule eluierenden
Hauptpeak gefunden wird.
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Der
MBL-Gehalt wird durch chromatographische Technik verifiziert, wie
Größenausschluss-Chromatographie
auf Superose 6 (vorgepackt HR 10/30 von Amersham Biosciences), Anionenaustausch-Chromotographie
auf MonoQ (HR 515 von APBiotech) oder MBL ELISA (Statens Serum Institute,
Copenhagen) verifiziert.
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Beispiel 5:
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Reinigung von MBL unter
Verwendung von immobilisierten Aminozuckern, die nicht D-Mannosamin
sind
-
Immobilisiertes
D-Mannosamin kann durch jeden Aminozucker ersetzt werden, der das
Lektin nach Immobilisierung über
die NH2-Gruppe binden kann. Dieselbe Wirkung
von Liganden-Konzentration wird verzeichnet.
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Ein
Harz mit einer relativ geringen Liganden-Konzentration wurde durch
Kuppeln von 0,1 g D-Glucosamin (Sigma, Kat. Nr. G4875) an 12,5 ml suspendierte
NHS-aktivierte Sepharose FF (Amersham Biosciences, Kat. Nr. 17-0906-02)
hergestellt. Ein vergleichbares Harz mit relativ hoher Liganden-Konzentration
wurde durch Kuppeln von 1,0 g D-Glucosamin (Sigma, Kat. Nr. G4875)
an 12,5 ml suspendierte NHS-aktivierter Sepharose FF (Amersham Biosciences,
Kat. Nr. 17-0906-02) hergestellt. In beiden Fällen waren die Kupplungsbedingungen
für das
NHS-aktivierte Gel genau wie in den Verkäufer-Instruktionen angegeben.
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Ein
Liter der Zellkulturlösung
(wie in Beispiel 1 beschrieben) wird zu jeder Säule gegeben und unter Verwendung
eines EDTA- enthaltenen Puffers eluiert.
-
Ein
für MBL-spezifischer
Immunoassay der entsprechenden Anwendung, des Durchlaufs, und des
eluierenden Hauptpeaks zeigt, das MBL fast ausschließlich in
dem eluierenden Hauptpeak von der Säule mit einer hohen Liganden-Konzentration ("High-Sub"-Säule) (3)
gefunden wird.
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Beispiel 6:
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Reinigung von Lektinen
unter Verwendung von immobilisiertem Aminozucker
-
Die
Affinität
Chromatographie wird leicht um den Faktor zehn vergrößert.
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Eine
große
D-Glucosamin Säule
wird durch Kuppeln von 5,0 D-Glucosamin (Sigma, Kat. Nr. G4875)
an 100 ml suspendierte NHS-aktivierte Sepharose FF (Amersham Biosciences,
Kat. Nr. 17-0906-02) hergestellt. Die Kupplungsbedingungen für das NHS-aktivierte
Gel waren genau wie in den Verkäufer-Instruktionen
beschrieben. Zehn Liter der Zellkulturlösung mit rekombinant hergestelltem
MBL wurden zu der Säule
gegeben und unter Verwendung eines EDTA- enthaltenen Puffers eluiert.
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Ein
für MBL-spezifischer
Immunoassay der entsprechenden Anwendung, des Durchlaufs, und des
eluierenden Hauptpeaks zeigt, dass MBL fast ausschließlich in
dem eluierenden Hauptpeak gefunden wird. Der MBL-Gehalt wird durch
chromatographische Technik verifiziert, wie Größenausschluss-Chromatographie
auf Superose 6 (vorgepackt HR 10/30 von Amersham Biosciences), Anionenaustausch-Chromotographie
auf MonoQ, SDS-PAGE mit Western unter Verwendung von Hyb131-01 (Statens
Serum Institute), MBL spezifischen ELISA's (Statens Serum Institute), Aminosäurezusammensetzungs-Analyse
und MALDI-MS Untersuchung nach Reduktion verifiziert.
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Beispiel 7:
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Nachweis von Lektinen
unter Verwendung von immobilisiertem Aminozucker
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Aminozucker
können
auf Mikrotiter-Wells immobilisiert werden und zum Nachweis von Lektinen eingesetzt
werden.
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D-Glucosamin
wird an Mikrotiter-Wells gekuppelt (Cyanurchlorid-aktiviertes Covalink
NH2 von Life Technologies) durch Inkubieren
der Wells (Vertiefungen) mit 1,0 μg
Aminozucker pro Well über Nacht,
wie vom Verkäufer
beschrieben. Verdünnungen
von MBL enthaltenen Proben werden in die Wells gegeben und für 3 Stunden
bei Raumtemperatur inkubiert. Anschließend wird ein Nachweis-Antikörper, wie
Hyb131-01 (Statens Serum Institute), für 3 Stunden bei Raumtemperatur
eingesetzt, gefolgt von Inkubation mit einem HRP- oder AP-markierten zweiten
Antikörper
(anti-IgG, Dako) für
1 Stunde. Nach Zusatz des Enzymsubstrats wird die Menge an MBL in
einer ELISA-Lesevorrichtung bestimmt.