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QUERVERWEIS
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Diese
Anmeldung ist eine Continuation-in-Part-Anmeldung der United States
Patentanmeldung mit der Seriennummer 60/294817, welche am 31. Mai
2001 eingereicht wurde. Diese Anmeldung betrifft das Polymer-gesteuerte
induzierte Viskositätsfasersystem
und Verwendungen davon (Atty. Akte Nr. 6809.US-P1) und das Säure-gesteuerte
induzierte Viskositätsfasersystem
und Verwendungen davon (Atty. Akte Nr. 6809.US.P2) Conituation-in-Part
Anmeldungen, gleichzeitig hiermit eingereicht von Wolf et al., deren
Inhalte hierin durch die Bezugnahme eingeschlossen sind.
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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen ein Verfahren zur
Abschwächung
der postprandialen glykämischen
Reaktion auf eine Mahlzeit. Die Erfindung betrifft auch ein induziertes
Viskositätsfasersystem und
die flüssigen
Produkte, die das induzierte Viskositätsfasersystem einschließen. Desweiteren
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Einschließen von
löslicher
Faser in ein flüssiges
Produkt ohne die typischen negativen organoleptischen oder physikalischen
Stabilitätsprobleme.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Induzieren des Gefühls von
Völle und
Sattheit durch Füttern
des induzierten Viskositätsfasersystems.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Diabetes
ist die siebthäufigste
Todesursache in den Vereinigten Staaten und die sechsthäufigste
Todesursache durch Krankheit unter Amerikanern. Es wird geschätzt, dass
15,7 Millionen Menschen oder 7,8% der US-Bevölkerung an Diabetes leiden.
Folglich ist die ökonomische
Belastung von Diabetes groß,
mit geschätzten
jährlichen
gesamtökonomischen
Kosten von 98 Billionen Dollar 1997. Dies schließt 44 Billionen Dollar für direkte
medizinische und Behandlungskosten, und 54 Billionen Dollar für indirekte
Kosten aufgrund von Behinderung und Sterblichkeit ein.
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Der
Grund für
Diabetes ist unbekannt, jedoch sind bekannte Risikofaktoren für diese
Krankheit multi-faktoriell. Genetische und Umweltfaktoren, wie zum
Beispiel Fettleibigkeit und ein sitzender Lebensstil scheinen zum
Auftreten von Diabetes beizutragen. Typ 2 Diabetes, eine Krankheit,
die aus der Unfähigkeit
des Körpers
resultiert, genug Insulin herzustellen oder es richtig zu verwenden,
ist für
90 bis 95 Prozent aller Diabeteserkrankungen verantwortlich. Dieser
Typ von Diabetes erreicht epidemische Ausmaße in Amerika aufgrund des
ansteigenden Alters der Bevölkerung,
zusätzlich
zu einer größeren Prävalenz von
Fettleibigkeit und sitzenden Lebensstilen.
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Die
Standardbehandlung von Diabetes schließt das Aufrechterhalten von
Blutglukosespiegeln so nahe wie möglich an normal durch Ausbalancieren
der Nahrungsaufnahme mit Insulin oder durch orale Glukose-senkende
Medikationen und physikalische Aktivitätsspiegel ein. Niederkalorische
Diäten
und Gewichtsverlust verbessern üblicherweise
kurzfristig glykämische
Spiegel und haben das Potential, die langzeitige metabolische Kontrolle
zu verbessern. Jedoch waren traditionelle Diätstrategien und sogar sehr
niedrigkalorische Diäten üblicherweise
nicht effektiv beim Erzielen von langfristigem Gewichtsverlust.
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Fettleibigkeit
ist mit vielzähligen
chronischen Krankheiten assoziiert, wie zum Beispiel Typ 2 Diabetes, Herzerkrankung,
Bluthochdruck, Schlaganfall, Dyslipidämie, Schlafapnoe, Erkrankungen
der Gallenblase, Atemwegsproblemen und bösartigen Tumoren. Ein Verlust
von nur 5% bis 10% des Basisliniengewichts in einem fettleibigen
Patienten mit Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck oder Dyslipidämie kann
die glykämische
Kontrolle verbessern, den Blutdruck senken bzw. das Lipidprofil
verbessern. Eine Modifikation des Lebensstils durch Veränderungen
in der Diät
oder ein Anstieg an körperlicher
Betätigung
ist üblicherweise
der erste Schritt in der Behandlung von Übergewichtigen oder fettleibigen
Personen. Jedoch ist die Modifikation des Verhaltens oft nicht sehr
erfolgreich, und eine langfristige Aufrechterhaltung von Änderungen
in Diät
oder sportlicher Betätigung
wird von weniger als 15% der Personen erreicht, welche diese Änderungen
beginnen. Zusätzlich
können Diäten mit
eingeschränkten
Kalorien nicht über
einen langen Zeitraum fortgesetzt werden, und der Großteil des Gewichtsverlusts
bei diesen Diäten
wird wieder zugenommen.
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Eine
Methode zur Einleitung und Aufrechterhaltung von Gewichtsverlust
in übergewichtigen
Personen ist durch Auslösen
von Sättigung
(Völlegefühl während einer
Mahlzeit) und Sattheit (Völlegefühl nach
einer Mahlzeit). Verschiedene gastrointestinale Mechanismen lösen sowohl
den Beginn als auch die Beendigung des Essens in einzelnen Personen
aus. Obwohl die Ausdehung des Magens ein normales Zeichen von "Völle" ist und eine Rolle bei der Steuerung
der Nahrungsaufnahme spielt, sind seine Effekte vorübergehend
und unterschiedlich zu Gefühlen
von Sattheit, die mit einer Mahlzeit in Zusammenhang stehen. Sattheit
steht in Zusammenhang mit postprandialen Empfindungen, verwandt
mit der Aktivierung von intestinalen Chemorezeptoren, wie zum Beispiel
Cholecystokin, Leptin, Insulin, hypothalamischem Neuropeptid Y und
Glukokortikoidhormonen. Diese postprandialen Empfindungen, welche
in großem
Maße verantwortlich
sind für
das Phänomen
der Sättigung
nach dem eine Mahlzeit konsumiert wurde, haben einen länger wirkenden
Effekt auf die Sattheit oder den Hunger als die Ausdehnung des Magens.
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Das
Konzept, dass Nahrungsfasern in der Behandlung der Hyperglykämie hilfreich
sein könnten,
wurde seit den 70iger Jahren vorgeschlagen. Zähflüssige lösliche Faser-Ergänzung (z.B.,
Guargummi, Flohsamen, Hafer β-Glucan)
zu Testmahlzeiten hat gezeigt, daß sie wirksam die postprandiale
Glykämie
abschwächt. Trotz
des Vorhandenseins einiger in vivo Beweise besteht jedoch immer
noch ein bemerkenswerter Zweifel über die Wirksamkeit von Nahrungsfasern
in der Behandlung von Hyperglykämie.
Dieser Zweifel könnte
bestehen, weil verschiedene Typen von Nahrungsfasern verschiedene
physiologische Effekte haben. Ebenso wie sich die analytischen Verfahren
für Nahrungsfasern
verbessern, verbessert sich auch unser Verständnis der Wirkungen von physiologischen
Fasern. Zum Beispiel haben lösliche
zähflüssige Fasern
im allgemeinen einen größeren Effekt
auf den Kohlenhydratmetabolismus im Dünndarm durch Verlangsamen der
Absorptionsgeschwindigkeit, obwohl eine verzögerte Magenentleerung auch
eine Rolle spielen kann. Diese Phänomene sollten die Geschwindigkeit
vermindern, zu welcher Glukose in den systemischen Blutkreislauf
eintritt, und die postprandiale Erhöhung der Blutglukose verzögern. Während die
Anwendbarkeit dieses Konzepts erwiesen ist, ist seine klinische
Verwendung begrenzt. Leider zeigen Nahrungsmittel, die viskose Fasern
(z.B. Guargummi) enthalten, üblicherweise
ein schleimiges Mundgefühl,
verklebende Zähne,
und eine geringe Schmackhaftigkeit. Die insgesamte hedonistische
Qualität
von Guar-enthaltenden Nahrungsmitteln kann verbessert werden durch
Reduzieren des durchschnittlichen Molekulargewichts (z.B. durch
chemische Hydrolyse) des Galactomannans in Guargummi; jedoch führt dies
zu einem gleichzeitigen Verlust in der klinischen Wirksamkeit.
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USP
6,221,836 offenbart eine Zusammensetzung, die 30% Maltodextrin,
60% anaboles Protein, Trikalziumphosphat, Magnesiumoxid, Carrageenan,
Xanthangummi, CMC Gummi, Guargummi und andere Inhaltsstoffe umfaßt, mit
Effekten, die auf bessere Blutzuckerwerte und Gewichtsverlust gerichtet
sind.
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USP
5,470,839 offenbart Nahrungszusammensetzungen für diabetische Personen, die
Proteinfett, Maltodextrin, Pektin, Kalzium und Magnesiumverbindungen
umfassen, die ohne wesentliche Erhöhung der Blutglukosespiegel
verzehrt werden können.
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GB 2 079 129 offenbart zuckerfreie
Beschichtungen für
Kaugummi, Süßwaren,
oder medizinische Produktformen, die Sorbitol und/oder andere Nicht-Zucker-Süßstoffe
wie hydriertes Stärkehydrolysat
enthalten.
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WO
96/25054 offenbart pulverisierte, Niedrig-pH- Nahrungszusammensetzungen, die Protein
alpha-Aminosäuren
enthalten. Die Zusammensetzungen können Proteinfett, Kohlenhydrate,
Pektin, Methylzellulose und Oligosaccharid (Maltodextrin 100) enthalten.
Die Zusammensetzungen haben eine verbesserte antibakterielle Wirksamkeit
und eine verlängerte
Lagerbeständigkeit.
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EP-A-0
768 043 offenbart Nahrungszusammensetzungen für die Verwendung in diabetischen
Personen, die eine Kombination aus langsam, mäßig und schnell absorbierten
Kohlenhydraten umfassen. Die Zusammensetzungen stellen eine Blutglukosekontrolle
bereit durch Verwendung der Kombination aus Kohlenhydraten mit unterschiedlichen
Absorptionsgeschwindigkeiten.
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Es
gibt kommerziell erhältliche
Ernährungsprodukte,
die so gestaltet sind, um die Nährstoffbedürfnisse eines
Diabetikers zu erfüllen,
während
sie dabei helfen die Kontrolle ihres Blutglukosespiegels aufrecht
zu erhalten. Die kommerziellen Produkte sind typischerweise flüssig und
schließen
höhere
Mengen an Fett ein. Der höhere
Fettanteil ist in einem flüssigen
Ernährungsprodukt
gewünscht,
da das Fett die Magenentleerung verlangsamt, wodurch die Zuführung von
Nährstoffen
in den Dünndarm
verzögert
wird, was die Absorptionskurve von Kohlenhydraten nach einer Mahlzeit
abschwächt.
Beispiele für
typische komerzielle Produkte für
die diabetische Bevölkerung
schließen
Glucerna® (Ross
Products Division of Abbott Laboratories, Columbus Ohio), Choice
dm® (Mead
Johnson & Company,
Evansville, Indiana), Resource® Diabetic (Sandoz Nutrition
Corporation, Bern, Schweiz) und Ensure® Glucerna® Shake
(Ross Products Division of Abbott Laboratories, Columbus Ohio) ein.
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Die
oben aufgelisteten komerziellen Produkte verwenden typischerweise
Viel-Komponenten-Kohlenhydratsysteme, um die glykämische Reaktion
abzuschwächen.
Die Kohlenhydratsysteme erfordern vielfache Quellen an Kohlenhydrat,
die zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten absorbiert werden. Diese
Multikomponenten-Kohlenhydratsysteme besitzen physikalische Charakteristika,
die den Einschluß der
Kohlenhydratsysteme in Ernährungsformulierungen
schierig machen. Zusätzlich
wird über
diese Multikomponenten-Kohlenhydratsysteme oft befunden, daß sie inakzeptable
organoleptische Charakteristika haben. Zum Beispiel wirkt Guargummi
so, daß es
eine Viskosität
in dem Magen bereitstellt, wodurch die Freisetzung von Nährstoffen
in den Dünndarm
verlangsamt wird. Leider zeigen Nahrungsmittel, die Guargummi enthalten,
typischerweise ein schleimiges Mundgefühl, ein Verkleben der Zähne und
eine geringe Schmackhaftigkeit. Zusätzlich erhöhen wirksame Mengen von Guargummi
die Viskosität
von flüssigen
Produkten, so daß das
flüssige
Produkt in dem Behälter
geliert. Die hedonistische Gesamtqualität von Guarenthaltenden Nahrungsmitteln
kann verbessert werden durch Vermindern des durchschnittlichen Molekulargewichts
(d.h. durch Hydrolyse) des Galactomannans in Guargummi; jedoch führt dies
zu einem gleichzeitigen Verlust in der klinischen Wirksamkeit. Zusätzlich zu
der Herausforderung ein schmackhaftes Produkt herzustellen ist die
diätetische
Ergänzung
mit wirksamen Spiegeln von Guargummi auch mit gastrointestinalen
Nebenwirkungen assoziiert (z.B., Flatulenz und Diarrhöe) von seiner
Fermentation im Darm, weil Guargummi ein schnell fermentiertes Kohlenhydrat
ist.
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Somit
hat sich im Fachgebiet ein Bedürfnis
entwickelt nach einem Fasersystem, welches so wirkt, daß es die
Absorptionskurve von Kohlenhydraten nach einer Mahlzeit abschwächt, während es
gut vertragen wird, organoleptisch akzeptabel ist und leicht in
Nährstoffmatrizes
eingeschlossen werden kann. Die Formulierung dieser neuen Produkte,
welche die postprandiale glykämische
Abweichung abschwächen,
würde die
Verwendung von Nahrung als beigeordnete Therapie für Menschen
mit Diabetes Mellitus verbessern.
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Der
Krankheitsstatus von vielen Diabetikern wird durch deren übergewichtigen
Status verkompliziert. Wie oben beschrieben führt hoch viskose Digesta zu
einer langsamen Freisetzung von Nährstoffen in den Dünndarm.
Diese langsame Freisetzung induziert auch das Gefühl von Völle und
Sattheit. Zum Beispiel wurde gezeigt, daß 9 bis 20 g/Tag von ergänzendem
Guargummi für
4 bis 8 Wochen das Körpergewicht
und die Empfindungen von Hunger signifikant reduziert im Vergleich
zu der Kontrolle (Bruttomesso, D.; Briani, G.; Bilardo, G.; Vitale, E.;
Lavagnini, T.; Marescotti, C.; Duner, E.; Giorato, C.; Tiengo, A.
The medium-term effect of natural of extractive dietary fibres on
plasma amino acids and lipids in type 1 diabetics. Diabetes Research
and Clinical Practice, 1989, 6, 149-155; Krotkiewski, M. Effect
of guar gum on body-weight, hunger ratings and metabolism in obese
subjects. Br. J. Nutr. 1984, 52, 97-105). Jedoch treffen dieselben
Themen, die oben bei der Toleranz und der Produktentwicklung beschrieben
sind, auf die Verwendung von löslicher
Faser zu, um das Gefühl
von Völle
und Sattheit zu induzieren. Der kommerzielle Markt antwortete auf
diese organoleptischen und Produktstabilitäts-Probleme durch Herstellung
von Guargummi-Kapseln. Jedoch kamen Sicherheitsprobleme auf, als herausgefunden
wurde, daß die
Kapseln nach dem Schlucken im Rachen kleben und anschwellen. Das
erhöhte
Auftreten von Erstickungsanfällen
führte
dazu, daß die
Guargummi-Kapseln vom Markt genommen wurden.
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Somit
hat sich im Fachgebiet ein Bedürfnis
nach einem Fasersystem entwickelt, das das Gefühl von Völle und Sattheit auslöst, während es
gut toleriert wird, organoleptisch akzeptabel ist und leicht in
Ernährungsmatrizes
eingeschlossen werden kann.
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Das
Polymer gesteuerte induzierte Viskositätsfasersystem und das Säure gesteuerte
induzierte Viskositätsfasersystem
das gleichzeit hiermit von Wolf et al., eingereicht wurde richten
sich jeweils einzig auf das Bedürfnis
im Fachgebiet nach einem Fasersystem, welches die Magenentleerung
verlangsamt, wodurch das Gefühl
von Völle
erhöht
wird, und die Absorptionskurve von Kohlenhydraten nach einer Mahlzeit
abgeschwächt
wird, während
es gut toleriert wird, organoleptisch akzeptabel ist und leicht
in Nahrungsmatrixes eingefügt
werden kann. Jedoch ist die klinische Wirksamkeit von jedem begrenzt
durch Verdünnungs-
und Säureerfordernisse.
Zum Beispiel verdünnt
die natürliche
Sekretion des Magensafts die Guargummikonzentration in dem Polymer
gesteuerten induzierten Viskositätsfasersystem,
was bewirkt, daß sich
die Viskosität
der Digesta eher schnell vermindert. Um einen hohen Level an Digestaviskosität für einen
verlängerten
Zeitraum aufrecht zu erhalten, sind höhere Spiegel an Guargummi erforderlich.
Wie oben besprochen ist der Stand der Technik voll von Toleranz-
und Produktentwicklungsproblemen mist Guargummi. Während es
besser toleriert wird, als das vorhergehende System, erfordert das
Säure gesteuerte
induzierte Viskositätsfasersystem
einen minimalen Schwellenwert an Mangensekretionen, um einen hohen
Spiegel an Digestaviskosität
zu erzeugen, wodurch der Anstieg in der Viskosität und der Aufbau der Viskosität über die
Zeit verzögert
wird.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfinder waren in der Lage ein Fasersystem zu entwickeln, das hinsichtlich
des Standes der Technik Verbesserungen bereitstellt. Das duale induzierte
Viskositätssystem
richtet sich auf den in vivo Verdünnungseffekt und die löslichen
Fasertoleranzprobleme während
eine hohe Viskosität
des Verdauungsprodukts für
einen längeren
Zeitraum aufrechterhalten wird, und die sogleich zuführbare (ready
to feed) Viskosität
eines flüssigen
Nahrungsprodukts, das Guargummi enthält, optimiert wird.
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Die
erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrifft ein Nahrungsprodukt, das das
duale induzierte Viskositätsfasersystem
umfaßt.
Die erste Komponente des induzierten Viskositätsfasersystems ist lösliche Faser,
wobei die lösliche
Faser zusammengesetzt ist aus neutraler löslicher Faser und anionischer
löslicher
Faser. Die zweite Komponente des induzierten Viskositätsfasersystems
ist leicht hydrolysierte Stärke, die
einen DP-Wert in dem Bereich von 20 bis 100 hat. Die dritte Komponente
des induzierten Viskositätsfasersystems
ist wasserunlösliche,
säurelösliche multivaltente
Kationen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Zuführung von
löslicher
Faser an Diabetiker und an Personen, die Gewicht verlieren müssen. Die
vorliegende Erfindung richtet sich auch auf die Verwendung des dualen
induzierten Viskositätsfasersystems
zur Herstellung eines Mahlzeitersatzprodukts zur Abschwächung der
postprandialen glykämischen
Reaktion eines Menschen durch Füttern
des Produkts, das das induzierte Viskositätsfasersystem enthält.
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BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1:
Effekt des Guragummispiegels auf die anfängliche Viskosität des Mahlzeitersatzprototyps.
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2:
Viskosität
des Mahlzeitersatzprototyps nach Enzym- und Säurebehandlung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Wie
in dieser Anmeldung verwendet:
- a. "glykämischer
Index" (GI) wird
berechnet durch Teilen des Blutglukosezuwachsbereichs unter der
Kurve (AUC) der Testnahrung durch die Blutglukose AUC der Referenznahrung
und Multiplizieren mit 100, wobei der erhältliche Kohlenhydratgehalt
von Test- und Referenznahrung der gleiche ist. Die Referenznahrung
ist typischerweise Glukose oder weißes Brot, welches den Standard-GI
von 100 hat.
- b. "anionische
lösliche
Faser" bezieht sich
auf wasserlösliche
Fasern, die negative Ladungen tragen nachdem sie in Wasser aufgelöst wurden.
- c. "wasserunlösliche,
säurelösliche multivalente
Kationen" bezieht
sich auf Salze, die in Wasser bei neutralem pH nicht löslich sind,
und die mit Säure
reagieren, wobei das Kation freigesetzt wird. Multivalente Kationen,
die in dem Merck Index, zehnte Ausgabe, als unlöslich oder praktisch unlöslich in
Wasser und löslich in
Säre aufgelistet
sind, sind typische Beispiele für
geeignete Salze.
- d. "neutrale
wasserlösliche
Faser" bezieht sich
auf Faser, welche in Wasser aufgelöst werden kann und welche bei
neutralem pH keine Ladung trägt.
- e. "Sättigung" bezieht sich auf
das Gefühl
von Völle
während
einer Mahlzeit. Verschiedene gastrointestinale Mechanismen lösen die
Beendigung des Essens in Individuen aus. Obwohl die Magenausdehnung
ein normales Anzeichen für "Völle" ist, und eine Rolle bei der Kontrolle
der Nahrungsaufnahme spielt, sind seine Effekte vorübergehend
und unterschiedlich von den Gefühlen
von Sättigung,
die mit einer Mahlzeit assoziiert sind.
- f. "Sattheit" bezieht sich auf
das Gefühl
der Völle
nach einer Mahlzeit. Sattheit steht in Zusammenhang mit postprandialen Empfindungen,
verwandt mit der Aktivierung von Chemorezeptoren des Darms, wie
zum Beispiel Cholecystokinin, Leptin, Insulin, hypothalamischem
Neuropeptid Y, und Glucocorticoidhormonen. Diese postprandialen
Empfindungen, welche in großem
Maße für das Phänomen der
Sättigung
verantwortlich sind, nachdem eine Mahlzeit konsumiert wurde, haben
einen länger
wirkenden Effekt auf Sattheit oder Hunger als die Magenausdehnung.
- g. Der Ausdruck "Dextroseäquivalenz" (DE) bezieht sich
auf eine quantitative Messung des Grades an Stärkepolymer-Hydrolyse. Es ist
ein Maß der
Reduktionskraft verglichen mit einem Dextrose (Glukose) Standard
von 100. Je höher
die DE, desto größer das
Ausmaß der
Stärkehydrolyse.
Wenn die Stärke
weiter hydrolysiert ist (höhere
DE), sinkt das durchschnittliche Molekulargewicht und das Kohlenhydratprofil ändert sich
entsprechend. Maltodextrine haben eine DE von weniger als 20. Maisstärkesirup
Feststoffe haben eine DE von 20 oder größer und werden schneller absorbiert.
- h. Der Ausdruck "Grad
der Polymerisation" (DP)
bezieht sich auf die Anzahl von Glukoseeinheiten, die in dem Molekül verbunden
sind. Je höher
der DP Durchschnitt, desto geringer das Ausmaß an Stärkehydrolyse. Wenn die Stärke weiter
hydrolysiert ist, sinkt das durchschnittliche Molekulargewicht,
der durchschnittliche DP sinkt und das Kohlenhydratprofil ändert sich
entsprechend. Maltodextrine haben einen größeren DP als Maisstärkesirupfeststoffe.
- i. Der Ausdruck "Stärke" bezieht sich auf
die Vielfalt an Getreide- und Wurzelstärken, welche eine Mischung aus
Amylose und Amylopektinstärkemolekülen enthalten.
- j. Der Ausdruck "leicht
hydrolysierte Stärke" bezieht sich auf
ein Produkt, das durch Säure-,
Enzym- oder kombinierte Hydrolyse von Stärke erhalten wird, die aus
niedermolekulargewichtigen Polysacchariden, Oligosacchariden und/oder
Monosacchariden besteht. Hydrolysierte Stärken schließen typischerweise Säure modifizierte
Stärken,
Säure verdünnte Stärken, dünnkochende
Stärken,
Dextrine und Maltodextrine ein. Die leicht hydrolysierten Stärken, die
für die
vorliegende Erfindung geeignet sind, haben einen DP in dem Bereich
von 20 bis 100.
- k. Der Ausdruck "Säureerfordernis" bezieht sich auf
die Menge an Säure,
die erforderlich ist, um das multivalente Kation zu ionisieren,
welches dann die anionischen löslichen
Fasermoleküle
quervernetzt, wodurch eine viskose Digesta gebildet wird.
- l. "Lösliche" und "unlösliche" Nahrungsfaser wird
bestimmt unter Verwendung des American Association of Cereal Chemists
(AACC) Verfahrens 32-07. Eine "lösliche" Nahrungsfaserquelle
bezieht sich auf eine Faserquelle, in welcher mindestens 60% der
Nahrungsfaser lösliche
Nahrungsfaser ist, wie bestimmt durch das AACC Verfahren 32-07,
und eine "unlösliche" Nahrungsfaserquelle
bezieht sich auf eine Faserquelle, in welcher mindestens 60% der
gesamten Nahrungsfaser unlösliche
Nahrungsfaser ist, wie bestimmt durch das AACC Verfahren 32-07.
- m. "Fermentierbare" und "nicht fermentierbare" Nahrungsfaser wird
bestimmt durch das Verfahren, das in "Fermentability of Various Fiber Sources
by Human Fecal Bacteria In Vitro",
in AMERICAN JOURNAL CLINICAL NUTRITION, 1991; 53: 1418-1424 beschrieben
ist. Dieses Verfahren ist auch in U.S. Patent 5,085,883 von Garleb
et al. beschrieben "nicht
fermentierbare" Nahrungsfaser
bezieht sich auf Nahrungsfasern, die eine relativ niedrige Fermentierbarkeit
von weniger als 40 Gewichtsprozent haben, vorzugsweise weniger als
30 Gewichtsprozent, und der Ausdruck "fermentierbare" Nahrungsfaser bezieht sich auf Nahrungsfasern,
welche eine relativ hohe Fermentierbarkeit von größer als
60 Gewichtsprozent, vorzugsweise größer als 70 Gewichtsprozent,
haben.
- n. Der Ausdruck "Gesamtkalorien" bezieht sich auf
den gesamten kalorischen Gehalt eines definierten Gewichts des fertiggestellten
Ernährungsprodukts.
- o. Der Ausdruck "Referenz
täglicher
Aufnahmen oder RDI" bezieht
sich auf einen Satz von Ernährungsreferenzen,
basierend auf den empfohlenen Aufnahmen für essentielle Vitamine und
Mineralien. Die empfohlenen Nährstoffaufnahmen
sind ein Satz von geschätzten
Nährstoffaufnahmen,
erstellt durch die National Academy of Sciences, welche von Zeit
zu Zeit erneuert werden, um den aktuellen wissenschaftlichen Wissensstand
zu zeigen.
- p. Der Ausdruck "in
vivo Viskosität" bezieht sich auf
die Viskosität,
die durch die Zugabe von 20 μl
von bakterieller alpha-Amylase (Sigma) zu 250 g des Polymer gesteuerten
induzierten Viskositätsfasersystems
gemessen wird, gefolgt von Scherung unter Verwendung eines Glass-Col
Mixers für
30 Minuten. Die Viskosität
nach der Scherung wird unter Verwendung eines Brookfield Viskosimeters
(Modell DV-II+) mit einer 62 Spindel bei Raumtemperatur gemessen.
Die induzierte Viskosität
von Ernährungsprodukten,
die das Polymer gesteuerte induzierte Viskositätsfasersystem enthalten, wird
durch die Zugabe von 20 μl
bakterieller alpha-Amylase (Sigma) zu 250 g des Ernährungsprodukts
gemessen, gefolgt von Scherung unter Verwendung eines Glass-Col
Mixers für
30 Minuten. Die Viskosität
nach der Scherung wird unter Verwendung eines Brookfield Viskosimeters
(Modell DV-II+) mit einer 62 Spindel bei Raumtemperatur gemessen.
- q. Der Ausdruck Viskosität
ist das Verhältnis
von Scherbeanspruchung zu Schergeschwindigkeit, ausgedrückt als
dynes-Sekunde/cm2, oder Poise. Eine Zentipoise
(cps) ist ein hundertstel eines Poise. Ein Poise ist eine Einheit
des Coeffizienten der Viskosität,
definiert als die tangentiale Kraft pro Einheitsbereich, die erforderlich
ist, um eine Einheit Unterschied in der Geschwindigkeit zwischen
zwei parallelen Ebenen getrennt durch einen Zentimeter Flüssigkeit
aufrecht zu erhalten. Jede Viskositätsbestimmung sollte unter Verwendung
eines Brookfield Viskosimeters (Modell DV-II+) mit einer 62 Spindel
bei Raumtemperatur durchgeführt
werden. Die Viskosität
wird gemessen, in dem das Viskosimeter bei einer Spindelgeschwindigkeit
betrieben wird, die die höchst
mögliche
Geschwindigkeit ist, um eine Ablesung zu erhalten, die auf der Skala
liegt.
- r. Jegliche Bezugnahme auf einen numerischen Bereich in dieser
Anmeldung sollte als eine schnelle Offenbarung von jeder Zahl, die
spezifisch innerhalb dieses Bereichs enthalten ist, und von jeder
Untergruppe von Zahlen, die innerhalb dieses Bereichs enthalten
sind, aufgefaßt
werden. Zum Beispiel sollte eine Offenbarung von 1-10 aufgefaßt werden
als Stütze
für einen
Bereich von 2-8, 3-7, 5, 6, 1-9, 3,6-3,6, 3,5-9,9, 1,1-9,9 etc.
- s. Die Ausdrücke "induziertes Viskositätsfasersystem", "duales induziertes
Viskositätsfasersystem", "duales induziertes
Viskositätssystem" und "induziertes Viskositätssystem" werden miteinander
austauschbar verwendet und bezeichnen die vorliegenden Erfindung.
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Für die maximale
klinische Wirkung wird das induzierte Viskositätsfasersystem typischerweise
in Nahrungsersatzgetränke
eingeschlossen werden, wie zum Beispiel Glucerna®, Ensure®,
Choice DM®,
Slim Fast®, Pediasure®,
Glytrol®,
Resource® Diabetic
etc. Verfahren zur Herstellung solcher Nahrungsprodukte sind denjenigen,
die im Fachgebiet bewandert sind, wohl bekannt. Die folgende Diskussion
soll solche Diabetiker- und Gewichtsverlust-Nahrungsersatzprodukte und ihre Herstellung
veranschaulichen.
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Die
Nahrungsformulierungen dieser Erfindung sind entwickelt, um als
ein Essensersatz oder als eine Ergänzung verwendet zu werden.
Weil das Produkt als ein Essensersatz verwendet werden kann, wird
es eine Proteinquelle, eine Lipidquelle, eine Kohlenhydratquelle,
und Vitamine und Mineralien enthalten. Solche Mengen sind denjenigen,
die im Fachgebiet bewandert sind, wohl bekannt und können leicht
berechnet werden, bei der Herstellung solcher Produkte. Während diese
Essensersatzprodukte als die einzige Nahrungsquelle dienen können, tun
sie es typischerweise nicht. Die Personen konsumieren diese Produkte,
um ein oder zwei Mahlzeiten am Tag zu ersetzten, oder um einen gesunden
Snack bereit zustellen. Die Nahrungsprodukte dieser Erfindung sollten
so ausgelegt werden, daß sie
jegliche dieser Ausführungsformen
einschließen.
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Die
Menge dieser Nahrungsinhaltsstoffe kann in großem Maße variieren, abhängig von
der angezielten Patientenpopulation (d.h. Diabetiker vs nicht Diabetiker,
organoleptische Überlegungen,
kulturelle Präferenzen,
Altersgruppe, Verwendung, etc.). Obwohl es die Erfindung in keiner
Weise einschränken
soll, sondern um lediglich als eine allgemeine Richtlinie zu dienen,
werden die Nahrungsformulierungen dieser Erfindung typischerweise
die folgende kalorische Verteilung bereitstellen. Das Proteinsystem
wird typischerweise von ungefähr
10% bis ungefähr
35% der Gesamtkalorien liefern, bevorzugter von ungefähr 15% bis
ungefähr
25% der Gesamtkalorien. Das Lipidsystem wird weniger als ungefähr 37% der
Gesamtkalorien liefern, bevorzugter ungefähr 10% bis ungefähr 30% der
Gesamtkalorien. Das Kohlenhydratsystem wird typischerweise von ungefähr 25% bis
ungefähr
75% der Gesamtkalorien liefern, bevorzugter von ungefähr 35% bis
ungefähr
70% der Gesamtkalorien.
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Die
Neuheit dieser Nahrungsersatzprodukte ist der erfolgreiche Einschluß des induzierten
Viskositätsfasersystems,
das eine viskose Digesta erzeugt, über einen verlängerten
Zeitraum nach Aussetzen gegenüber alpha-Amylase
und Säure.
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Die
erste Komponente der Mahlzeitersatzprodukte der vorliegenden Erfindung
ist Kohlenhydrat. Die lösliche
Faser des induzierten Viskositätsfasersystems
wird als ein Teil des Kohlenhydratsystems erachtet. Vielzählige Typen
von Nahrungsfasern sind bekannt und jemandem, der im Fachgebiet
tätig ist,
erhältlich.
Fasern unterscheiden sich signifikant in ihrer chemischen Zusammensetzung
und physikalischen Struktur und deshalb in ihren physiologischen
Funktionen. Die Nahrungsfaserquellen, die in dieser Erfindung verwendet werden,
können
durch den Ausdruck Löslichkeit
charakterisiert werden. Faser kann in lösliche und unlösliche Typen
unterteilt werden und Faserquellen unterscheiden sich in der Menge
an löslicher
und unlöslicher
Faser, die sie enthalten.
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Repräsentativ
für lösliche Nahrungsfaserquellen
sind Gummi arabicum, Natriumcarboxymethylzellulose, Methylzellulose,
Guargummi, Gellangummi, Johannisbrotgummi, Konjakmehl, Hydroxypropylmethylzellulose,
Traganthgummi, Karayagummi, Akaziengummi, Chitosan, Arabinogalactine,
Glucommanan, Xanthangummi, Alginat, Pektin, Nieder- und Hochmethoxypektin, β-Glucane, Carrageenan
und Flohsamen. Zahlreiche kommerzielle Quelle von löslichen
Nahrungsfasern sind leicht erhältlich
und für
jemanden, der im Fachgebiet tätig
ist, bekannt. Zum Beispiel sind Gummi arabicum, Carboxymethylzellulose,
Guargummi, Xanthangummi, Alginate, Pektin und die Nieder- und Hochmethoxypektine
erhältlich
von TIC Gums, Inc. Von Belcamp, Maryland. Die Hafer- und Gersten β-Glucane
sind erhältlich
von Mountain Lake Specialty Ingredients, Inc. Von Omaha, Nebraska.
Flohsamen ist erhältlich
von der Meer Corporation von North Bergen, New Jersey, während das
Carrageenan und Konjakmehl erhätlich
sind von FMC Corporation of Philadelphia, Pennsylvania.
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Vorzugsweise
ist eines der löslichen
Fasern der vorliegenden Erfindung auch anionisch. Repräsentativ für anionische
lösliche
Nahrungsfaserquellen sind Alginat, Pektin, Niedermethoxypektin,
Carrageenan, Xanthan- und Gelangummi.
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Praktiker
beziehen sich typischerweise auf die Gesamtmenge (oder Prozentsatz)
von Faser in einer Portion. Die Menge an löslicher anionischer Faser,
die für
das duale induzierte Viskositätsfasersystem
erforderlich ist, ist von ungefähr
0,2 Gewicht/Gewicht% bis 2,0 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzprodukts
vorzugsweise von ungefähr
0,4 Gewicht/Gewicht% bis 1,3 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzprodukts,
noch bevorzugter von ungefähr
0,6 Gewicht/Gewicht% bis ungefähr
1,1 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzprodukts. Eine einzelne Mahlzeitersatzportion
ist typischerweise von ungefähr
250 g bis ungefähr
350 g.
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Jede
einzelne oben aufgelistete anionische Faser, oder jede Kombination
davon, kann in dem induzierten Viskositätsfasersystem der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Die bevorzugte anionische lösliche Faserquelle
ist Alginat, weil es weniger viskos und weniger fermentierbar ist
als andere lösliche
Fasern. Alginat ist das Salz der Alginsäure und wird isoliert aus braunen
Algen, der Familie Phaeophyceae. Es ist zusammengesetzt aus Mannuron-(pKa
~ 3,38) und Glukoronsäure
(pKa ~ 3,65). Alginat ist, in der Abwesenheit von freien polyvalenten
Kationen, eine realtiv unviskose lösliche Faser. Alginatlösungen gelieren
nach der Zugabe von freien Kalziumionen, welche die Hohlräume ausfüllen, die
zwischen den parallelen Glukoronsäureketten gebildet sind. Diese
Hohräume
enthalten zwei Carboxylat- und zwei Hydroxylgruppen, die eine von
jeder Kette.
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Vorzugsweise
umfaßt
das induzierte Viskositätssystem
eine zweite lösliche
Faser, die neutral ist. Repräsentativ
für neutrale
lösliche
Nahrungsfaserquellen sind Guargummi, Pektin, Johannisbrotgummi,
Methylzellulose, β-Glukane,
Glukomanan und Konjakmehl.
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Die
Menge an neutraler löslicher
Faser, die für
das duale induzierte Viskositätsfasersystem
erforderlich ist, ist von ungefähr
0,2 Gewicht/Gewicht% bis 2,0 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzprodukts,
vorzugsweise von ungefähr
0,4 Gewicht/Gewicht% bis 1,3 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzpodukts,
noch bevorzugter von ungefähr
0,6 Gewicht/Gewicht% bis ungefähr
1,1 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzpodukts.
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Die
bevorzugte neutrale lösliche
Faserquelle ist Guargummi. Experiment 1 beschreibt den Effekt, den unterschiedliche
Spiegel von Guargummi auf die sofort zuführbare (ready-to-feed) Viskosität von Mahlzeitersatzpodukten
haben, die wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt wurden. Alle
Spiegel erzeugten eine Viskosität
unter 300 cps. Guargummi ist eine viskose, wasserlösliche Nahrungsfaser,
die zusammengesetzt ist aus einer β-1,4 Mannosehauptkette mit Galaktosenebenketten α-1,6 verknüpft. Dieses
Galaktomannan wird erhalten von dem Endosperm der Samen der Gemüsepflanze,
Indian Cluster Bean, Cyamposis tetragonolobus. Sie wird weit verbreitet
verwendet in der Nahrungsindustrie als ein Stabilisator und als
ein Verdickungs- und
Filmbildungsmittel.
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Ein
drittes löslicheres
Kohlenhydrat ist erforderlich für
das induzierte Viskositätsfasersystem
der vorliegenden Erfindung. Das lösliche Kohlenhydrat ist leicht
hydrolysierte Stärke.
Die Konzentration der Stärke, die
erforderlich ist, um zu verhindern, daß sich die neutrale lösliche Faser
auflöst,
ist umgekehrt proportional zu dem Molekulargewicht der Stärke. Nützliche
hydrolysierte Stärken
der vorliegenden Erfindung umfassen typischerweise einen DP in dem
Bereich von 20 bis 100, vorzugsweise von ungefähr 40 bis ungefähr 100.
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Repräsentativ
für geeignete
Stärkequellen
sind Maisstärke,
Kartoffelstärke,
Rübenstärke, Reisstärke, Tapiokastärke und
Weizenstärke
und Kombinationen daraus. Zahlreiche kommerzielle Quellen von Stärke und hydrolysierter
Stärke
sind leicht erhältlich
und für
jemanden, der im Fachgebiet tätig
ist, bekannt. Zum Beispiel sind Maltodextrin, Glukosepolymere, hydrolysierte
Maisstärke
erhältlich
von Cerestar in Hammond, Indiana. Weizen-, Reis- und Maisstärke sind
erhältlich
von Weetabix Company in Clinton, Mass. Kartoffelstärke ist
erhältlich
von Staley Mfg. Company in Decatur, Illinois.
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Alternativ
kann hydrolysierte Stärke
erhalten werden durch Säure-,
Enzym- oder kombinierte Hydrolyse von Stärke. Jemand, der im Fachgebiet
tätig ist,
hätte Kenntnis über geeignete
Hydrolyseverfahren. Typischerweise werden Säure-modifizierte Stärken hergestellt
durch milde Säurehydrolyse
der Stärke.
Zum Beispiel wird granulierte Stärke
in sehr verdünnter
Säure suspendiert
und bei einer Temperatur unterhalb ihrer Gelatisierungstempertur
gehalten, um eine Säure
modifizierte oder dünnkochende
Stärke
zu ergeben. Maltodextrine werden typischerweise hergestellt durch
teilweise Hydrolyse von Maisstärke
mit Säuren
und Enzymen. Dextrine werden typischerweise hergestellt durch ein
Verfahren, das Pyrolyse genannt wird, welches eine trockene Reaktion
mit Hitze und Säure
eineschließt.
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Jede
einzelne leicht hydrolysierte Stärke,
die oben aufgelistet ist, oder jegliche Kombination daraus kann
für das
duale induzierte Viskositätsfasersystem
der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Die Menge an leicht
hydrolysierter Stärke,
die für
das duale induzierte Viskositätsfasersystem
erforderlich ist, ist von ungefähr
3,0 Gewicht/Gewicht% bis 15,0 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzpodukts,
vorzugsweise von ungefähr
3,0 Gewicht/Gewicht% bis 10,0 Gewicht/Gewicht% des Mahlzeitersatzpodukts.
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Der
restliche Teil des Kohlenhydratsystems kann bereitgestellt werden
durch irgendein Kohlenhydratsystem, das für Menschen geeignet ist, wobei
jegliche diätetische
Einschränkung
in Betracht gezogen wird (d.h. wenn es für einen Diabetiker beabsichtigt
ist). Wie oben angegeben liefert das Kohlenhydrat typischerweise
von ungefähr
25% bis ungefähr
75% der Gesamtkalorien. Beispiele für geeignete Kohlenhydrate,
die verwendet werden können,
schließen
Glukosepolymere, Saccharose, Honig, Zuckeralkohole, Maissirupfeststoffe,
Glukose, Fruktose, Laktose und Maisstärkesirup mit hohem Fruktosegehalt
ein.
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Zusätzlich zu
den oben beschriebenen Kohlenhydraten können die Nahrungen auch unverdauliche Oligosaccharide
enthalten, wie zum Beispiel Fluctooligosaccharide (FOS). Unverdauliche
Oligosaccharide werden schnell und ausgiebig fermentiert zu kurzkettigen
Fettsäuren
durch anerobe Mikroorganismen, die den Dickdarm bewohnen. Diese
Oligosaccharide sind bevorzugte Energiequellen für die meißten Bifidobakterium species,
werden aber nicht durch potentiell pathogene Organismen verwendet,
wie zum Beispiel Clostridium perfingens, C. Difficile, oder E. coli.
Der Ausdruck "unverdauliches
Oligosaccharid" bezieht
sich auf einen kleinen Kohlenhydratanteil mit einem Polymerisationsgrad
von weniger als oder gleich ungefähr 20 und/oder einem Molekulargewicht
von weniger als oder gleich ungefähr 3,600, der resistent ist
gegenüber
endogener Verdauung in dem menschlichen oberen Verdauungstrakt.
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Ein
Beispiel eines typischen Kohlenhydratsystems umfaßt 6,5 Gewicht/Gewicht%
des Kohlenhydratsystems als Alginat, 5,6 Gewicht/Gewicht% des Kohlenhydratsystems
als Guargummi, 23 Gewicht/Gewicht% des Kohlenhydratsystems als Fruktose,
20 Gewicht/Gewicht% des Kohlenhydratsystems als Maltitol, 4 Gewicht/Gewicht%
des Kohlenhydratsystems als FOS und 41 Gewicht/Gewicht% des Kohlenhydratsystems
als Maltodextrin DE1.
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Die
Nahrungsersatzprodukte enthalten auch typischerweise eine Proteinquelle.
Die Proteine, die in den Nahrungsprodukten der Erfindung verwendet
werden können,
schließen
jegliche Proteine ein, die für
den menschlichen Verzehr geeignet sind. Solche Proteine sind denjenigen,
die im Fachgebiet bewandert sind, wohl bekannt und können bei
der Herstellung solcher Produkte leicht ausgewählt werden. Beispiele für geeignete Proteine,
die verwendet werden können,
schließen
typischerweise Casein, Molke, Milchprotein, Soja, Erbsen, Reis,
Mais, hydrolysiertes Protein und Mischungen daraus ein. Kommerzielle
Proteinquellen sind leicht erhältlich
und für
jemanden, der im Fachgebiet tätig
ist, bekannt. Zum Beispiel sind Caseinate, Molke, hydrolysierte Caseinate,
hydrolysierte Molke und Milchproteine erhältlich von New Zealand Milk
Products of Santa Rosa, California. Soja und hydrolysierte Sojaproteine
sind erhältlich
von Protein Technologies International of Saint Louis, Missouri.
Erbsenprotein ist erhältlich
von Feinkost Ingredients Company of Lodi, Ohio. Reisprotein ist erhältlich von
Carlifornia Natural Products of Lathrop, California. Maisprotein
ist erhältlich
von EnerGenetics Inc. Von Keokuk, Iowa.
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Wie
oben besprochen wird das Proteinsystem typischerweise von ungefähr 10% bis
ungefähr
35% der Gesamtkalorien bereitstellen. Bei der Auswahl einer geeigneten
Proteinquelle ist jemand, der im Fachgebiet bewandert ist, bewußt, daß natives
Protein die lösliche
Faser in Globuli einschließen
kann, was sie daran hindert mit den ionisierten Salzen quer zu vernetzen.
Zusätzlich
kann Protein Carboxygruppen tragen, welche mit der anionischen löslichen
Faser um das ionisierte Kalzium konkurrieren wird, was zu einem
Anstieg in dem Säureerfordernis
führt.
Desweiteren kann die Löslichkeit
der Proteinquelle die Löslichkeit
der neutralen löslichen
Faser beeinflussen. Ein Beispiel eines typischen Proteinsystems
umfaßt
ungefähr
55 Gewicht/Gewicht% Hitze denaturiertes Molkeprotein, ungefähr 20 Gewicht/Gewicht%
Molkenproteinisolat und ungefähr
25 Gewicht/Gewicht% Natriumcaseinat.
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Die
dritte Komponente der Nahrungsprodukte dieser Erfindung ist das
Fett. Die Fettquelle für
die vorliegende Erfindung kann jegliche Fettquelle oder Mischung
von Fettquellen sein, die geeignet sind für den menschlichen Verzehr.
Wie oben angegeben wird die Fettquelle dieser Erfindung typischerweise
weniger als oder gleich 37% der Gesamtkalorien bereitstellen. Die
Fettquelle für
die vorliegende Erfindung kann jegliche Fettquelle oder Mischung
aus Fettquellen sein, die die gewünschten Spiegel an gesättigten
(weniger als 10% kcal), polyungesättigten (bis zu 10% kcal) und
monoungesättigten
Fettsäuren
(10% bis 37% kcal) bereitstellt. Jemand, der im Fachgebiet bewandert
ist, kann leicht berechnen, wie viel von einer Fettquelle zu dem
Nahrungsprodukt hinzugefügt
werden sollte, um die gewünschten Spiegel
von gesättigten,
polyungesättigten
und monoungesättigten
Fettsäuren
zuzuführen.
Beispiele für
Fette in Lebensmittelqualität
sind im Fachgebiet wohl bekannt und schließen typischerweise Sojaöl, Olivenöl, Seetieröl, Sonnenblumenöl, Sonnenblumenöl mit hohem Ölsäuregehalt,
Safloröl,
Safloröl
mit hohem Ölsäuregehalt,
Leinsamenöl,
fraktioniertes Kokosnußöl, Maiskeimöl, Kanolaöl, Palmöl, Palmkernöl und Mischungen
daraus ein.
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Zahlreiche
kommerzielle Quellen für
die oben aufgelisteten Fette sind leicht erhältlich und für jemanden,
der im Fachgebiet tätig
ist, bekannt. Zum Beispiel sind Soja- und Kanolaöl erhältlich von Archer Daniels Midland
of Decatur, Illinois. Mais-, Kokosnuß-, Palm- und Palmkernöl sind erhältlich von
Premier Edible Oils Corporation of Portland, Organ. Fraktioniertes
Kokosnußöl ist erhältlich von
Henkel Corporation of LaGrange, Illinois. Safloröl mit hohem Ölsäuregehalt
und Sonnenblumenöl
mit hohem Ölsäuregehalt
sind erhältlich
von SVO Specialty Products of Eastlake, Ohio. Seetieröl ist erhältlich von
Mochida International of Tokyo, Japan. Olivenöl ist erhältlich von Anglia Oils of North
Humberside, United Kingdom. Sonnenblumen- und Baumwollsamenöl sind erhältlich von
Cargil of Minneapolis, Minnesota. Safloröl ist erhältlich von California Oils
Corporation of Richmond, California.
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Die
Nahrungszusammensetzungen der Erfindung enthalten wünschenswerterweise
Vitamine und Mineralien. Vitamine und Mineralien werden als essentiell
in der täglichen
Diät verstanden.
Diejenigen, die im Fachgebiet bewandert sind, erkennen, daß Minimalbedürfnisse
für bestimmte
Vitamine und Mineralien erstellt wurden, von denen bekannt ist,
daß sie
notwendig sind für
eine normale physiologische Funktion. Fachmänner verstehen auch, daß geeignete
zusätzliche
Mengen von Vitamin- und Mineralstoffinhaltsstoffen in Nahrungszusammensetzungen
bereitgestellt werden müssen,
um einen gewissen Verlust während
der Verarbeitung und Lagerung von solchen Zusammensetzungen zu kompensieren.
Zusätzlich
versteht der Fachmann, daß bestimmte
Mikronährstoffe
einen potentiellen Nutzen haben können für Leute mit Diabetes, wie zum
Beispiel Chrom, Carnitin, Taurin und Vitamin E, und dass höhere diätetische
Bedürfnisse
nach bestimmten Mikronährstoffen,
wie zum Beispiel Ascorbinsäure,
existieren können
aufgrund des höheren
Umsatzes in Personen mit Diabetes.
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Die
vierte Komponente des induzierten Viskositätsfasersystems ist wasserunlösliche multivalente
Kationen, die unter sauren Bedingungen ionisiert werden.
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Repräsentativ
für wasserunlösliche multivalente
Kationquellen, die säurelöslich sind,
sind Magnesium, Kalzium, Eisen, Chrom, Mangan, Molybdän, Kupfer,
Zink, Kalziumcarbonat, Kalziumfluorid, Kalziummolybdad, Kalziumoxalat,
Kalziumphosphat, dibasisch, Kalziumphosphat tribasisch, Kalziumpyrophosphat,
Kalziumsaccharat, Magnesiumfluorid, Magnesiumhydroxid, Magnesiumoxid,
Magnesiumperoxid, Magnesiumphosphat tribasisch, Magnesiumpyrophosphat,
Magnesiumselenit, Mangancarbonat, Manganoxid, Mangansulfit und Kombinationen
daraus. Vielzählige
kommerzielle Quellen von wasserunlöslichen, säurelöslichen multivalenten Kationquellen
sind leicht erhältlich
und für
jemanden, der im Fachgebiet tätig
ist, bekannt. Zum Beispiel ist Trikalziumphosphat erhältlich von
Fortitech in Schenectady, New York. Kalziumcarbonat ist erhältlich von
specialty Minerals Inc. in Bethleham, PA. Magnesiumphosphat ist
erhältlich
von Jost Chemicals in St. Louis, MO. Kalziumphosphat monobasisch
ist erhältlich
von Monosanto Company in St. Louis, MO.
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Jedes
einzelne oben aufgelistet multivalente Kation oder jede Kombination
daraus kann in dem induzierten Viskositätsfasersystem der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Die bevorzugte multivalente Kationquelle
ist Kalziumcarbonat. Weil freies Kalzium der bevorzugte "Trigger" ist, um Alginat
querzuvernetzen, sind die Spiegel von freiem Kalzium typischerweise
geringer als 40 ppm.
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Ein
Beispiel für
das Vitamin- und Mineralstoffsystem für eine Nahrungsformulierung,
die als ein Essensersatz verwendet wird, umfaßt typischerweise mindestens
20% des RDI für
die Vitamine A, B1, B2,
B6, B12, C, D, E,
K, beta-Carotin, Biotin, Folsäure,
Pantothensäure,
Niacin und Cholin; die Mineralien Kalzium, Magnesium, Kalium, Natrium,
Phosphor und Chlorid; die Spurenmineralien, Eisen, Zink, Mangan,
Kupfer und Jod; die Ultraspurenmineralien, Chrom, Molybdän, Selen;
und die bedingt essentiellen Nährstoffe
m-Inositol, Carnitin und Taurin in einer einzelnen Portion oder
von ungefähr
50 kcal bis ungefähr
1000 kcal. Dieser Spiegel an Mineralien liefert typischerweise ausreichend
multivalente Kationen, um das induzierte Viskositätsfasersystem
zu stützen.
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Künstliche
Süßstoffe
können
auch zu der Nahrungsformulierung hinzugefügt werden, um die organoleptische
Qualität
der Formulierung zu verbessern. Beispiele für geeignete künstliche
Süßstoffe
schließen
Saccharin, Aspartam, Acesulfam K und Sucralose ein. Die Nahrungsprodukte
der vorliegenden Erfindung werden auch wünschenswerterweise einen Geschmacksstoff
und/oder Farbstoff einschließen,
um die Nahrungsprodukte mit einem ansprechenden Aussehen zu versehen
und einen akzeptablen Geschmack bereitzustellen für den oralen
Verzehr. Beispiele für
nützliche
Geschmacksstoffe schließen
typischerweise zum Beispiel Erdbeer, Pfirsich, Butterpecannuß, Schokolade,
Banane, Himbeere, Orange, Heidelbeere und Vanille ein.
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Nach
der Verdauung wird das induzierte Viskositätsfasersystem gegenüber α-Amylase
ausgesetzt, welche damit beginnt die leicht hydrolysierte Stärke zu verdauen,
was der neutralen löslichen
Faser erlaubt, gelöst
zu werden. Das induzierte Viskositätsfasersystem der vorliegenden
Erfindung erzeugt eine viskose Digesta, was zu der langsamen Freisetzung
von Nährstoffen
in den Dünndarm
führt.
Die langsame Freisetzung von Nährstoffen
in den Dünndarm
führt zu
einer verlängerten
Absorption von Nährstoffen,
wodurch die glykämische
Reaktion auf eine Mahlzeit abgeschwächt wird. Die in vivo erzeugte
Viskosität
durch das Polymer gesteuerte induzierte Viskositätsfasersystem ist mindestens
ungefähr
300 cps, vorzugsweise mindestens ungefähr 1000 cps, noch bevorzugter
mindestens 3000 cps.
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Vorzugsweise
ist das induzierte Viskositätsfasersystem
formuliert, um eine maximale Viskosität mit einem minimalen Säureerfordernis
zu erzeugen. Das induzierte Viskositätsfasersystem ist formuliert,
um weniger als ungefähr
120 ml Säure
pro 250 g Produkt zu erfordern, vorzugsweise weniger als ungefähr 60 ml
von Säure
pro 250 g Produkt.
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Das
induzierte Viskositätsfasersystem
wurde entwickelt, um eine optimale Viskosität in vivo zu erzeugen, während die
sofort zuführbare
(ready-to-feet) Viskosität
minimiert wird. Die ready-to-feet
Viskosität
des induzierten Viskositätsfasersystems
ist geringer als ungefähr
300 cps, vorzugsweise geringer als ungefähr 200 cps noch bevorzugter
von ungefähr
50 cps bis ungefähr
150 cps.
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Die
Nahrungsprodukte dieser Erfindung können hergestellt werden unter
Verwendung von Techniken, die denjenigen, die im Fachgebiet bewandert
sind, wohl bekannt sind. Bei der Herstellung sind Variationen sicherlich
wohl bekannt für
diejenigen, die im Fachgebiet der Nahrungsformulierung bewandert
sind, einige der Herstellungstechniken sind im Detail in den Beispielen
beschrieben. Das Herstellungsverfahren ist so, daß das Aussetzen
der löslichen
Faser gegenüber
Hitze und Scherung minimiert ist, um die Funktionalität zu bewahren. Allgemein
gesagt wird eine Ölmischung
hergestellt, die alle Öle,
jeglichen Emulgator, Stabilisator und die fettlöslichen Vitamine enthält. Nochmals
drei Aufschlämmungen
(Protein und zwei Kohlenhydrat) werden separat hergestellt durch
Mischen eines Teils des Kohlenhydrats und der Mineralien zusammen,
wobei das restliche Kohlenhydrat mit der Faser und dem Protein in
Wasser zurückbleibt.
Das Protein in Wasser und die Kohlenhydrat/Mineralaufschlämmungen
werden dann zusammen gemischt mit der Ölmischung. Die resultierende
Mischung wird homogenisiert, Hitze verarbeitet, mit wasserlöslichen
Vitaminen, Geschmacksstoffen und der Kohlenhydrat/Fasermischung
standardisiert. Die endgültige
Mischung wird homogenisiert und aseptisch in die geeigneten Behälter gefüllt. Alternativ
kann die homogenisierte Formulierung unverdünnt gehalten werden und getrocknet
werden, um ein Pulver zu bilden. Das Produkt wird dann verpackt.
Typischerweise wird die Verpackung Anweisungen zur Verwendung durch
den Endkonsumenten bereitstellen (d.h. um von einem Diabetiker verzehrt
zu werden, um beim Gewichtsverlust zu helfen etc.)
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Eine
zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Abschwächung der postprandialen
glykämischen
Reaktion in einem Menschen durch Füttern des induzierten Viskositätsfasersystems,
das oben beschrieben ist. Das Verfahren kann verwendet werden für das Ernährungsmanagement
von Personen mit Diabetes, für
Personen mit Insulinresistenz ebenso wie als eine vorbeugende Therapie
für hoch Risikopopulationen
(z.B. fettleibige und verwandte ersten Grades von Personen mit Typ
2 Diabetes Mellitus).
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Eine
dritte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Förderung
des Gefühls von
Völle in
einem Menschen durch Füttern
des induzierten Viskositätsfasersystems,
das oben beschrieben ist. Die Erfinder entdeckten, in Experiment
3, daß Nahrungsprodukte,
die das induzierte Viskositätsfasersystem
enthalten, die Magenentleerung verzögern würden, wodurch das Gefühl von Völle ansteigt.
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Die
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
selbstverständlich
auf andere Arten ausgeführt
werden als diejenigen, die hierin bekannt gemacht sind, ohne vom
Geist und Schutzumfang der Erfindung abzuweichen. Die vorliegenden
Ausführungsformen
sollen deshalb in allen Hinsichten als veranschaulichend betrachtet
werden und nicht als einschränkend,
und dass alle Änderungen
und Äquivalente
auch innerhalb der Beschreibung der vorliegenden Erfindung liegen.
Die folgenden nicht-einschränkenden
Beispiele werden die vorliegende Erfindung weiter veranschaulichen.
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Experiment 1
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Das
anfängliche
Experimentieren bewertete den Effekt, den unterschiedliche Spiegel
von Guargummi auf die anfängliche
Viskosität
eines Prototyps hatten, der 0,75 Alginat, Kalziumcarbonat und DE1
Maltodextrin enthielt. Das Produkt wurde hergestellt wie in Beispiel
1 unten beschrieben, unter Verwendung von 0, 0,5, 0,65, 0,8 und
1% Guargummi. 1 zeigt den Effekt des Guargummispiegels
auf die anfängliche
Viskosität
der Prototypen.
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Experiment 2
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Die
0,75 Alginat/1% Guargummiprototypen oben wurden mit alpha Amylase
verdaut. Die induzierte Viskosität
stieg von 200 cps auf über
19,000 cps (2). Verdünnung der Enzym-behandelten Mischung
mit Wasser bewirkte eine drastische Reduktion in der Viskosität. Das Hinzufügen von
0,1 N HCl zu dem Enzym-behandelten Produkt bewirkte, daß die Viskosität des simulierten
Verdauungsprodukts auf über
30,000 cps anstieg.
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Beispiel 1
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Die
Herstellung von 454 kg eines Nahrungsprodukts, das das duale induzierte
Viskositätsfasersystem der
vorliegenden Erfindung enthält,
ist unten beschrieben. Die erforderlichen Mengen an Inhaltsstoffen
(Tabelle 1) für
die Faser in Fettaufschlämmung
wurden vereinigt und gehalten. Tabelle
1 Faser in Fettaufschlämmung
- * pro Gramm Vitamin DEK Vormischung; 8130
IE Vitamin D3, 838 IE Vitamin E, 1,42 mg
Vitamin K1
-
Die
erforderliche Menge an Inhaltsstoffen (Tabelle 2) für die Protein
in Wasser Aufschlämmung
wurde vereinigt. Der pH wurde auf 6,7 bis 6,9 eingestellt, unter
Verwendung von 1N KOH und die Mischung wurde gehalten. Tabelle
2 Protein in Wasser Aufschlämmung
-
Die
erforderliche Menge an Inhaltsstoffen (Tabelle 3) für die Kohlenhydrat/Mineralaufschlämmung wurde
vereinigt. Der pH wurde auf 6,8 bis 7,0 eingestellt unter Verwendung
von 1N KOH und die Mischung wurde gehalten. Tabelle
3 Kohlenhydrat/Mineralaufschlämmung
- * pro Gramm von UTM/TM Vormischung: 83
mg Zink, 65 mg Eisen, 18 mg Mangan, 7,8 mg Kupfer, 0,262 mg Selen,
0,365 mg Chrom, 0,585 Molybdän
-
Nach
dem jede Aufschlämmung
hergestellt worden war, wurde die Kohlenhydrat/Mineralaufschlämmung zu
der Protein in Wasser Aufschlämmung
hinzugefügt.
Der Mischungs-pH wurde auf 6,6-6,8 eingestellt. Die Faser in Fettaufschlämmung wurde
dann zu der Mischung hinzugefügt.
Die Mischung wurde bei UHT Temperaturen verarbeitet (295°F für 5 Sekunden)
und homogenisiert bei 4000 psi.
-
Die
erforderliche Menge an Inhaltsstoffen (Tabelle 4) für die Vitaminlösung wurde
vereinigt und der pH wurde auf 6,9 bis 7,1 eingestellt unter Verwendung
von 45% KOH. Die pH eingestellte Lösung wurde gehalten. Tabelle
4 Vitaminlösung
- * pro Gramm von WSV Vormischung: 375 mg
Niacinamid, 242 mg Kalziumpantothenat, 8,4 mg Folsäure, 62 mg
Thiaminchlorid, 48 mg Riboflavin, 59 mg Pyridoxinhydrochlorid, 165
mcg Cyanocobalamin und 7305 mcg Biotin
-
Die
Vitaminlösung
wurde zu der verarbeiteten Mischung bei der Standardisierung. Die
erforderliche Menge an Inhaltsstoffen (Tabelle 5) für die 3%
Guargummilösung
wurde vereinigt und der pH wurde auf 6,5 bis 7,5 eingestellt unter
Verwendung von 1 N KOH. Die Mischung wurde gehalten. Tabelle
5 Guargummilösung
-
Die
Guargummilösung
wurde zu der standardisierten Mischung hinzugefügt. Guargummi wurde zu der Maltodextrinlösung unter
heftiger Bewegung hinzugefügt,
um die Bildung einer übermäßig hohen
Viskosität und
Guargummiklumpen zu vermeiden. Das Unterlassen einer richtigen Dispergierung
von Guargummi bewirkte Fließprobleme
in der aseptischen Abfülleinheit.
Die endgültige
Mischung wurde UHT-erhitzt auf 295°F für 5 Sekunden und homogenisiert
bei 1000 psi und aseptisch abgefüllt
in sterile 32 oz Flaschen.
-
Experiment 3
-
Das
primäre
Ziel war es, die Sattheit zu vergleichen nach dem Verzehr von induzierten
Viskositätsprodukten
mit Kontrollprodukten in gesunden männlichen Personen durch messen
der kalorischen Aufnahme nach einer Vorbelastung. Die unterstützenden
Ziele waren den Effekt von induzierten Viskositätsstudienprodukten auf das
subjektive Völlegefühl nach
einer Vorbelastung zu bewerten, und die subjektive gastrointestinale
Toleranz verglichen mit den Kontrollprodukten zu bewerten, d.h. Übelkeit,
Bauchkrämpfe,
Ausdehnung und Flatulenz.
-
Erwachsene
männliche
Personen, die alle Auswahlkriterien erfüllten, wurden in die Studie
eingeschlossen. Das Experiment folgte einem randomisierten, doppelt-maskierten, überkreuz
Design. Die Personen wurden angewiesen, heftige körperliche
Betätigung
für die
48 Stunden vor jedem Test zu vermeiden. Die Personen wurden ebenfalls
angewiesen keinen Alkohol zu trinken, am Tag vor jeder Studie und
während
jedem Studientag. Am Abend vor dem Test wurden die Personen angewiesen
ihren Aktivitätsspiegel
und die Abendmahlzeit so normal wie möglich zu halten, und nach 10
Uhr abends nicht zu essen oder zu trinken. Nur Wasser war während des
Fastens erlaubt.
-
Vor
dem Beginn der Studie wählten
die Personen ihre Getränke
für das
Frühstück (Kaffee,
Tee, Orangensaft oder Milch, oder eine Kombination daraus). Am Beginn
von jedem Testtag verzehrten die Personen Frühstück nach belieben (dies stellte
sicher, daß die
Personen auf dem selben Sattheitslevel waren am Beginn von jeder
Vorbelastung). Das Frühstück schloß ihre gewählten Getränke ein,
ebenso wie Bagels, Rahmkäse, Traubengelee
und Erdbeermarmelade. Zufällig
ausgewählte
Personen kamen zu der Teststelle ungefähr um 8 Uhr morgens am Tag
der Studie. Sie wurden sensorische und Sattheits-bezogene Fragen
gefragt vor und nach dem Frühstück und Fragen
betreffend die Nahrungsaufnahme und die Aktivität am Abend zuvor. Die Personen
wurden angewiesen keine Nahrung oder Getränke, außer Wasser, in dem Intervall
zwischen Frühstück und der
Vorbelastung zu verzehren. Nach drei Stunden wurden die Personen
wiederum sensorische und Sattheits-bezogene Fragen gefragt. Die
Personen verzehrten ihre zufällig
ausgewählte
Behandlung (Vorbelastung) vor einem vorbereitetem und abgewogenen
Mittagessen. Jede Vorbelastung enthielt ungefähr 220 kg (gekühlt serviert,
4°C in einer
Tasse mit einem Deckel und Strohhalm). Die Personen hatten 10 Minuten
um ihre Vorbelastung zu verzehren und es wurden ihnen voreingestellte
Stopuhren gegeben, um ihr Verzehrtempo zu bestimmen. Das Mittagessen
wurde ungefähr
30 Minuten nach dem die Personen den Verzehr der Vorbelastung gegonnen
hatten serviert. Nach dem Verzehr von soviel Mittagessen wie gewünscht, vervollständigten die
Personen Fragebögen über ihre
Sattheitsgefühle
für ungefähr 5 Stunden.
Die Personen wurden bezüglich der
subjektiven gastrointestinalen Toleranz für den 24-Stunden-Zeitraum nach
der Vorbelastung befragt. Während
der Vorbelastung- und Mittagsmahlzeit wurden die Personen in einzelne
kleine abgeteilte Räume
gesetzt.
-
Bevor
jede Vorbelastung serviert wurde, bewerteten die Personen 30 ml
Proben der Vorbelastung auf 100 mm visuellen Analogskalen (VAS).
Die folgenden sensorischen Attribute wurden bewertet: die Angenehmheit
des Geschmacks, der empfundene "Fett" Gehalt, die Beschaffenheit,
Süße, Sahnigkeit
und voraussichtlicher Verzehr. Nach dem sie die Bewertungen vervollständigt hatten,
wurde den Personen die Vorbelastung serviert. Nach vollständiger Aufnahme
der Vorbelastung erhielten die Personen wiederum eine 30 ml Probe und
sie wurden gebeten die obigen sensorischen Attribute zu bewerten.
-
Das
Mittagessen war eine individuelle Buffet-Stil, selbstgewählte Mahlzeit,
die es den Teilnehmern erlaubte nach belieben aus einer Vielzahl
von Mahlzeit geeigneten Nahrungsmitteln zu wählen (dieselben Nahrungsmittel
waren für
jeden Testtag erhältlich).
Die Nahrungsmittel variierten in den Fett-, Kohlenhydrat-, und Proteingehalten,
um es den Personen zu erlauben ihre Energieaufnahme und die Verhältnisse
der Macronährstoffe
zu variieren. Jede der Personen wurde zufällig ausgewählt, um alle vier Behandlungen
an vier verschiedenen Tagen zu erhalten: SlimFast® Kontrolle,
Maltodextrin Kontrolle, induziertes Viskositätsprodukt mit Guargummi (Polymer gesteuertes
induziertes Viskositätsfasersystem),
und induziertes Viskositätsprodukt
mit Guargummi und Alginat (duales induziertes Viskositätfasersystem).
Die Studientage wurden ungefähr
alle sieben Tage in einer Tabelle zusammengestellt. Das Studienpersonal überprüfte die
Studienproduktaufnahme für
jede Person während
jedem der fünf
Behandlungstage. Die Personen verzehrten das Studienprodukt und
die Compliance wurde auf einem Arbeitsblatt aufgezeichnet. Die Personen
konnten neu gelistet werden, aufgrund von Noncompliance mit Studienverfahren.
Die Personen durchliefen einen Scheinprozeßtag, in welchem SlimFast® als
die Vorbelastung serviert wurde (vor der Bewertung der vier Behandlungen).
Dies ermöglichte
es dem Studienpersonal und den Personen mit den Studienverfahren
vertraut zu werden. Wie geplant wurden diese Daten nicht für die Datenanalyse
eingeschlossen.
-
Männliche
Personen wurden für
diese Studie gewählt,
um die Variabilität
zu eliminieren, und weil gesunde schlanke Männer oft in Sattheitsstudien
verwendet werden, weil sie gute Vorhersager der allgemeinen Bevölkerung
sind, für
Eßverhaltensmuster
und weil sie eine Tendenz dazu haben, weniger restriktiv zu sein
in ihren Eßverhaltensmustern.
-
Die
Personen waren geeignet für
die Studie, wenn sie 21 Jahre alt oder älter waren, männlich,
einen Body Maß Index
(BMI) zwischen 20 und 28 kg/m2 hatten, keine
bekannten Allergien auf irgendeinen der Inhaltsstoffe in den Studienprodukten
oder auf irgendeinen der Hauptnahrungsbestandteile, die während des Mittagessens
serviert wurden (z.B. Milchprodukte, Weizen, Truthahn) hatten, die
regelmäßig drei
Mahlzeiten am Tag aßen,
damit einverstanden waren, daß sie
nicht in anderen Ernährungs- oder Arzneimittelstudienteilnahmen
bis sie die vorliegende Studie abgeschlossen hatten, und die nicht
in irgendeiner Studie teilgenommen hatten, mindestens einen Monat
vor dem Studienscreening, und die freiwillig und persönlich datiert
eine informierte Einwilligungserklärung unterzeichnet hatten vor
jeder Teilnahme in der Studie.
-
Personen
waren nicht geeignet für
die Studie, wenn sie verschriebene oder nicht verschriebene Medikamente
oder Ergänzungsmittel
nahmen, die den Appetit und die Nahrungsaufnahme beeinflussen könnten, gemäß der klinischen
Bewertung des PI und/oder des Studienarztes, wenn sie rauchten,
versuchten Gewicht zu verlieren oder zuzunehmen oder ein Sportler
im Training war, wenn sie bestehende metabolische oder gastrointestinale
Krankheiten hatten, die die Nährstoffabsorption,
-verteilung, -metabolismus oder -ausscheidung negativ beeinflussen
könnten,
wenn sie Schluckschwierigkeiten hatten, einen Wert ≥ 30 im Eßverhaltenstest (Garner,
D. M.; Garfinkel, P. E. The Eating Attitudes Test: an index of the
symptoms of anorexia nervosa. Psychol. Med. 1979, 9, 273-280), oder
einen Wert > 8 in
der kognitiven Einschränkungssubskala
in dem Essensbestandsfragebogen (Stunkard, A. J.; Messick, S. The
three-factor eating questionnaire to measure dietary restraint,
disinhibition and hunger. J. Psychosom. Res. 1985, 29, 71-83), oder ≥ 40 in dem
Zung Selbstbewertungsfragebogen (Zung, W. W. K. A self-rating depression
scale. Arch. Gen. Psychiatry 1970, 12, 63-70) und wenn sie Vanilleshakes
nicht mochten oder ≥ 2
der Hauptnahrungsbestandteile, die in irgendeiner der Testmahlzeiten
serviert wurden.
-
Die
Studienvisiten wurden in drei Kategorien eingeteilt: Screening,
Behandlung und Studienausgang. Die Screeningvisite wurde durchgeführt vor
dem Beginn der Studie. Die Ziel der Screeningvisite waren die Geeignetheit
für den
Versuch zu bestätigen,
die imformierte Einwilligung von der Person zu versichert, und demographische
Eingangsdaten zu sammeln (Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht, medizinische Geschichte,
Bestandsaufnahme des Essens, Eßverhaltenstest,
Zung Fragebogen etc.) und derzeitige Medikationen. Die Personen
wurden dann zufällig
ausgewählt,
wenn sie die Geeignetheitserfordernisse erfüllt hatten.
-
Bei
jeder Behandlungsvisite wurden die Personen über die Compliancemit den Studienverfahren
und verbotenen Medikationen befragt. Nicht Compliance konnte zur
Neuauflistung oder Entfernung aus der Studie führen; die Personen verzehrten
Frühstück (~ 8
Uhr a.m.) und vervollständigten
einen sensorischen/Sattheitsfragebogen vor und nach dem Frühstück; den
Personen wurde zufällig
ausgewähltes
Testprodukt als eine Vorbelastung gegeben (bei ~ 11 a.m. oder mittags)
und es wurde ihnen ein sensorischer Bewertungs-/Sattheitsfragebogen
vor und nach der Vorbelastung bereitgestellt. Wenn eine Person die
Vorbelastung vervollständigt hatte,
wurde sie nicht wieder neu gelistet für ein Nachholungsdatum für diese
Visite; die Personen verzehrten eine vorbereitete und abgewogene
Mittagsmahlzeit 30 Minuten nach dem Beginn des Verzehrs der Vorbelastung
(~ 11:30 a.m. oder 12:30 p.m.); die Personen vervollständigten
einen sensorischen/Sattheitsfragebogen für ungefähr 5 Stunden nach dem Essen.
Die Personen zeichneten die Frequenz und die Intensität der GI
Toleranzfaktoren für
den 24 Stunden Zeitraum nach dem Verzehr der Behandlung auf.
-
Die
Personen bewerteten die Gefühle
von Sattheit vor und nach dem Frühstück, der
Vorbelastung und dem Mittagessen, und stündlich für ungefähr 5 Stunden nach dem Mittagessen.
Vor der Vervollständigung
einer Behandlungsvorbelastung vervollständigten die Personen einen
Scheinstudientag, so daß sie
mit den Studienverfahren und -erfordernissen vertraut waren.
-
Die
Ausgangsvisite wurde am Ende der Studie durchgeführt, nicht später als
eine Woche nach dem letzten Tag des Endbehandlungszeitraums oder
nach dem Ausscheiden aus der Studie.
-
Vier
Behandlungen wurden in diesem Experiment bewertet: 1) SlimFast
® French
Vanilla (SlimFast
® Foods Company, West Palm
Beach, Florida) Ernährungskontrolle,
2) Maltodextrinkontrolle (MC), 3) induziertes Viskositätsprodukt,
das 0,65 Guargummi und 0,75 Alginat enthielt, und 4) induziertes
Viskositätsprodukt,
das 1,0% Guargummi und 0,75 Alginat enthielt. Eine genauere Beschreibung
der Produkte wird in Tabelle 6 unten gefunden. Tabelle
6 Makronährstoffzusammensetzung
von SlimFast
® und
experimentellen Produkte
-
Alle
Produkte wurden so formuliert, daß sie ein ähnliches Aussehen und Geschmack
(Vanille) hatten im Vergleich zu SlimFast®. Die
anfängliche
Viskosität
der Maltodextrinkontrolle war 39,2 cps, während die induzierten Viskositätsvariablen
die folgende anfängliche
Viskosität
hatten: IV/hoch war 357 cps und IV/niedrig war 294 cps.
-
Die
sekundären
Variablen waren Bewertungen von Sattheit [Völlegefühl, Hunger, Durst, Übelkeit
und voraussichtlicher Verzehr (wieviel Nahrung sie denken, daß sie essen
könnten)]
und sensorische Charakteristika (Angenehmheit von Geschmack, Struktur,
Süße und Sahnigkeit,
empfundener "Fett" Gehalt, und voraussichtlicher
Verzehr) des Nährstoffgetränks (Vorbelastung).
Subjektive Bewertungen von Völle
wurden auf einer 100 mm Linie aufgezeichnet (d.h. visuelle Analogskala),
vorangegangen durch die Frage "Wie
voll fühlen
Sie sich jetzt?" und
verankert links durch "gar
nicht voll" und
rechts durch "extrem
voll". In ähnlicher
Weise wurden Hunger, Durst und Übelkeit
verankert mit den Phrasen "gar
nicht" und "extrem". Der voraussichtliche
Verzehr wurde vorangegangen durch die Frage "Wieviel Nahrung denken Sie, daß sie jetzt
essen könnten" und wurde verankert
links durch "gar
nichts" und rechts
durch "eine große Menge". Die Bewertungen
wurden vervollständigt
vor und nach dem Frühstück, der
Vorbelastung und dem Mittagessen, und dann stündlich für 5 Stunden nach dem Mittagessen.
Die Angenehmheit des Geschmacks etc. wurde bewertet durch die Frage "Wie angenehm ist
der Geschmack (oder ein anderes sensorisches Attribut) des Ernährungsgetränkts jetzt?" und war verankert
links durch "gar
nicht angenehm" und
rechts durch "extrem
angenehm". Der empfundene "kalorische" Gehalt wurde bewertet
durch die Frage "wieviel
Fett glauben Sie hat der Ernährungsdrink?" verankert links
durch "gar kein
Fett" und rechts
durch "extrem hoher
Fettgehalt". Zusätzlich wurden
die Verhältnisse
von Macronährstoffen
(Fett, Protein und Kohlenhydrat), die während des Mittagessens verzehrt
wurden, berechnet.
-
Unter
Verwendung eines Fragebogens zeichneten die Personen subjektive
Toleranzfaktoren auf für die
Intensität
und die Frequenz von gastrointestinalen Symptomen (Übelkeit,
Bauchkrämpfen,
Ausdehnung und Flatulenz) für
die 24 Stunden nach dem Test. Die Intensität und die Frequenz werden auf
eine 100 mm Linie Skala aufgetragen (wobei 0 "nicht vorhanden" und 100 heftig "darstellt" und 0 weniger "als üblich" bzw. 100 "mehr als üblich" darstellt).
-
Das
durchschnittliche Alter, Gewicht, Größe und der BMI der Personen
war 37,6 ± 1,5
Jahre, 76,7 ± 1,6
kg (169 ± 3,4
lb), 1,8 ± 0,0
Mischung (69,5 ± 0,5
in) bzw. 24,6 ± 0,4
kg/m2. Zusätzlich waren die mittleren Werte
der Personen für
den Eßverhaltenstest,
den kognitiven Einschränkungstest
und den Zung Selbstbewertungsfragebogen 11,7 ± 0,4, 5,0 ± 0,3 bzw.
30,0 ± 0,9.
-
ERGEBNISSE
-
Die
primäre
Variable für
diese Studie war die kalorische Aufnahme bei der Mittagsmahlzeit.
In der zu behandeln beabsichtigten Bevölkerung (Intent-to-treat, ITT),
gab es einen detektierten signifikanten Unterschied (p=0,046) zwischen
den Produkten hinsichtlich der als flüssiges Produkt konsumierten
Kalorien. Jedoch identifizierten die Tukey-Kramer eingestellten
Vergleiche unter den Mitteln der letzten Quadrate keinerlei paarweise
Unterschiede bei p < 0,05.
Die Personen, die den IV/niedrig konsumierten, konsumierten ungefähr 100 Kalorien
weniger zum Mittagessen verglichen mit den Personen, die das SlimFast® Produkt
als die Vorbelastung konsumierten. Jedoch gab es keine detektierten
signifikanten Unterschiede (p < 0,05)
entweder hinsichtlich der konsumierten Kalorien zur Mittagsmahlzeit
oder der Gesamtkalorienaufnahme (wobei die Mittagsmahlzeit und das
flüssige
Produkt kombiniert wurden). Zusätzlich
wurden keine statistischen Unterschiede detektiert in entweder der
Analyse (ITT oder PE) auf das Gewicht von konsumierter Nahrung oder
den Prozentsatz an Kalorien aus Fett, Protein oder Kohlenhydrat
bei der Mittagsmahlzeit.
-
Die
Studienprodukte in diesem Experiment wurden nicht als unsicher befunden.
Von den vier gastrointestinalen Toleranzvariablen (Übelkeit,
Krämpfe,
Ausdehnung, und Flatulenz), die auf ihre Frequenz und Intensität analysiert
wurden, war die einzige statistisch signifikante Entdeckung Übelkeit
in einer größeren Frequenz
im Studienprodukt IV/hoch (hoch induziertes Viskositätsprodukt
1,0% Guargummi, 0,75 Alginat) verglichen mit SlimFast®.
-
Die
sekundären
Variablen waren Bewertungen der Sattheit [Völlegefühl, Hunger, Durst, Übelkeit
und voraussichtlicher Verzehr (wieviel Nahrung sie dachten, daß sie essen
könnten)]
und sensorische Charakteristika (Angenehmheit von Geschmack, Struktur,
Süße, Sahnigkeit,
empfundener "Fett" Gehalt und voraussichtlicher
Verzehr) des Ernährungsgetränks (Vorbelastung).
Hinsichtlich der Bewertung des Völlegefühls waren
die zwei induzierten Viskositätsprodukte
(IV/hoch, IV/niedrig) größer (p < 0,05) als SlimFast
® nach
der Vorbelastung. Zwei Stunden nach dem Mittagessen waren Studienprodukte
IV/hoch und IV/niedrig größer (p < 0,05) als SlimFast
® (siehe
Tabelle 7). Tabelle
7 Wie voll fühlen
Sie sich jetzt?
- 0 = "gar
nicht voll", 100
= "extrem voll".
- Mittel mit ungleichen hochgestellten Indizes sind signifikant
unterschiedlich p < 0,05
-
Für die Bewertung
des voraussichtlichen Verzehrs notrierten die Personen vier und
fünf Stunden
nach dem Mittagessen, daß sie
mehr essen konnten nach dem Verzehr der zwei Kontrollprodukte, verglichen
mit dem IV/hoch Produkt in beiden Analysen. Nur in der PE Analyse
war die Maltodextrin-basierte Kontrolle größer (p < 0,05) als IV/hoch nach der Vorbelastung
(siehe Tabelle 8). Tabelle
8 Wieviel Nahrung glauben Sie, daß Sie jetzt essen können?
- 0 = "gar
nichts", 100 = "eine große Menge"
- Mittel mit ungleichen hochgestellten Indizes sind signifikant
unterschiedlich, p < 0,05
-
Hinsichtlich
der Bewertung des Hungers war die Maltodextrin-basierte Kontroll
größer (p < 0,05) als IV/hoch
nach der Vorbelastung in beiden Analysen, und beide Kontrollprodukte
waren größer (p < 0,05) als IV/hoch
bei vier und fünf
Stunden nach dem Mittagessen für
beide Analysen (siehe Tabelle 9). Tabelle
9 Wie hungrig fühlen
Sie sich jetzt?
- 0 = "gar
nicht", 100 = "extrem"
- Mittel mit unähnlichen
hochgestellten Indizes sind signifikant unterschiedlich, p < 0,05
-
Nur
in der ITT Bevölkerung
hatten die Personen höhere
Werte hinsichtlich Übelkeit
nach dem Verzehr des IV/hoch Produkts verglichen mit SlimFast® und
Maltodextrin basierten Kontrollprodukten (p < 0,05). Hinsichtlich der Durstvariable
nach der Vorbelastung bewirkte Studienprodukt IV/niedrig (und IV/hoch
in der PE Analyse) größeren Durst
(p < 0,05) als
SlimFast® in
beiden Analysen.
-
Insgesamt
wurden die Kontrollprodukte (SlimFast® und
MC) so empfunden, daß sie
einen angenehmeren Geschmack, Struktur, Sahnigkeit und Süße hatten
als die Studienprodukte IV/hoch und IV/niedrig. Die zwei Kontrollprodukte
wurden auch von den Personen als niedriger im Fettgehalt befunden
als die anderen drei Produkte; und die Personen berichteten, daß sie mehr
von den zwei Kontrollprodukten als von IV/hoch und IV/niedrig Produkten
konsumieren konnten.
-
SCHLUSSFOLGERUNG
-
Basierend
auf den Ergebnissen dieser Studie scheinen die zwei dualen Faser-induzierten
Viskositätsprodukte
IV/hoch und IV/niedrig die Sattheit zu erhöhen und die kalorische Aufnahme
bei einer Mahlzeit nach dem Verzehr einer Vorbelastung (Studienprodukt)
zu erniedrigen. Die Personen fühlten
sich nach dem Verzehr dieser zwei Produkte länger voll im Vergleich zu den
Kontrollprodukten. Zusätzlich
führte
der Verzehr von IV/hoch in den Personen dazu, daß sie weniger Hunger fühlten und
führte
zu einem niedrigeren erwarteten Verzehr vier und fünf Stunden
nach dem Mittagessen im Vergleich zu den Kontrollprodukten.