DE60319099T2 - Kaugummiformulierung und verfahren zur herstellung derselben - Google Patents

Kaugummiformulierung und verfahren zur herstellung derselben Download PDF

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Description

  • I. Hintergrund der Erfindung
  • A. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Kaugummi-Formulierung und auf ein Verfahren zu deren Herstellung. Die Kaugummi-Formulierung wird zum Herstellen einer letztendlichen Kaugummi-Zusammensetzung verwendet, die einen Wirkstoff enthält, der während des Kauens des Kaugummis im Mund des Benutzers aus dem Kaugummi freigesetzt wird. Der Kaugummi, der aus der Kaugummi-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung hergestellt ist, ist anfänglich ein komprimierter Körper, wie zum Beispiel eine Tablette, die in bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung nach dem anfänglichen Kauen schnell in eine Vielzahl kleiner Stücke zerfällt, gefolgt von einem erneuten Zusammenklumpen der Stücke in eine zusammenhängende Masse eines Kaugummis nach ein paar Sekunden Kauen. Sowohl die Kaugummi-Formulierung als auch die Kaugummi-Zusammensetzung sind in der Form eines frei fließenden Partikelmaterials, das dazu fähig ist, mit hoher Geschwindigkeit von einer standardmäßigen Tablettierungsmaschine direkt in Kaugummitabletten gepresst zu werden.
  • B. Beschreibung des Standes der Technik
  • Die Verfahren des Standes der Technik zum Herstellen komprimierbarer Kaugummis verwendeten eine der beiden unten beschriebenen Techniken.
  • Die erste Technik bestand darin, den Kaugummi-Basisstoff oder den Kaugummi-Basisstoff enthaltende Mischungen zu frieren und dann das gefrorene Material zu mahlen oder sonstwie fein zu zerkleinern, um ein den Kaugummi-Basisstoff enthaltendes Partikelmaterial zu erhalten. Dieses Partikelmaterial konnte dann mit anderen Stoffen (üblicherweise in Partikelform) gemischt werden, um einen komprimierbaren Kaugummi herzustellen. Einige der US-Patente, die diese Technik beschreiben, sind die US-Patente mit den Nummern 2,290,120 ; 4,737,366 ; 5,711,961 und 5,866,179 .
  • Die zweite Technik bestand darin, ein trockenes Pulver (üblicherweise das Süßmittel) in einen geschmolzenen Kaugummi-Basisstoff einzumischen, während die Mischung Scherkräften (d. h. der Mischkraft) sowie einer Kühlung ausgesetzt wurde. Diese Technik verursacht die Zerkleinerung der Mischung, während die Plastizität der Mischung nachlässt und die Mischung aufgrund der Auswirkungen der Kühlung und der Hinzufügung des trockenen Partikelmaterials steifer wird. Das diese Technik beschreibende primäre US-Patent ist das US-Patent Nr. 3,262,784 , das im Folgenden eingehender erörtert wird.
  • Das US-Patent Nr. 3,262,784 beschreibt ein komprimierbares Kaugummiprodukt und ein Verfahren zu dessen Herstellung. Das komprimierbare Kaugummiprodukt ist ein bei Raumtemperatur frei fließendes Partikelmaterial, das durch einfache Pressung geformt oder mit anderen fein geteilten Materialien oder mit flüssigen Materialien gemischt werden kann. Der Kaugummi wird durch Erwärmen eines Kaugummi-Basisstoffs, bis dieser geschmolzen ist, und dann langsames Mischen trockenen, fein geteilten Zuckers in den geschmolzenen Kaugummi-Basisstoffs ohne zusätzliches Erwärmen der geschmolzenen Masse während des Mischschritts, bis der Zucker im Kaugummi-Basisstoff vollständig verteilt ist, hergestellt. Zu der Zeit, da der gesamte Zucker mit dem Kaugummi-Basisstoff vermischt ist, ist das Produkt in der Form einer nicht klebrigen, bröckligen Masse, die aufgrund des Mischvorgangs als Brocken, Klumpen, Brösel und Partikel einer weit variierenden Größe vorliegt.
  • In diesem Patent ist offenbart, dass der Kaugummi-Basisstoff geschmolzen werden muss, wenn der Zucker zuerst mit dem Kaugummi-Basisstoff vermischt wird, und dass der Kaugummi-Basisstoff dem Zucker nicht hinzugefügt werden kann (d. h. die Reihenfolge des Hinzufügens der Bestandteile wesentlich ist). Ferner hat das Produkt, das aus dem Mischer erhalten wird, auch wenn es nicht klebrig und dabei bröckelig ist, eine weit variierende Partikelgröße.
  • Zusätzliche Variationen der oben beschriebenen Prozesse des Standes der Technik können in den unten erörterten Patenten gefunden werden.
  • Das US-Patent Nr. 4,161,544 beschreibt einen Prozess zur Herstellung eines gießbaren Materials für einen Kaugummi, der als eine Verbesserung gegenüber dem im US-Patent Nr. 3,262,784 beschriebenen Prozess gilt. Der Prozess dieses Patents erfordert das Erwärmen eines trockenen Basismaterials auf 60° bis 120°C und das Hinzufügen trockener Zuckermaterialien, Polysacharide, natürlicher Gummis und Quellungsmittel, das Mischen der Inhaltsstoffe bei 60° bis 120°C ungefähr 1 bis 15 Minuten lang, danach Abkühlen der Mischung auf ungefähr 30°C bis –5°C und das Fortführen des Mischvorgangs über weitere 1 bis 15 Minuten. Dieser Prozess soll der Beschreibung nach ein gießbares Pulver ergeben, das nach einem Sieben durch ein Sieb mit einer Maschengröße von ungefähr einem Millimeter in gewünschte Formen gepresst werden kann.
  • Das US-Patent Nr. 4,753,805 beschreibt einen Prozess zur Herstellung einer Kaugummitablette mit einem Wassergehalt von ungefähr 2 bis ungefähr 8%, der das Formen einer Kaugummi-Zusammensetzung durch standardmäßige Techniken (d. h. durch Mischen der sekundären Inhaltsstoffe in eine geschmolzene Mischung aus dem Kaugummi-Basisstoff und dem Süßmittel, bis eine homogene Mischung erhalten wird, und dann Kühlen der geschmolzenen Mischung, bis sie fest wird), und dann das Mahlen der Kaugummi-Zusammensetzung in Anwesenheit eines Mahl-Hilfsmittels zum Zerkleinern der Kaugummi-Zusammensetzung erfordert. Die zerkleinerte Kaugummi-Zusammensetzung wird dann mit einem Komprimierungs-Hilfsmittel gemischt, das üblicherweise aus mehreren Inhaltsstoffen besteht, die unterschiedliche Funktionen haben (z. B. Schmiermitteln, Gleitmitteln und Anhaftungsverhinderungsmitteln), und die letztendliche Mischung wird tablettiert.
  • Die WO 02/078459 offenbart eine Kaugummi enthaltende Tablette, die einen Kaugummi-Basisstoff und einen Tabletten-Basisstoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Tablette im Mund eine erste krümelige Phase hat, die sich dann in eine zweite Kaugummiphase ändert.
  • Die WO 00/56281 offenbart eine Zusammensetzung für Medikamente enthaltende Kaugummis, die einen in Gummi dispergierten Wirkstoff haben und durch eine Mischung beschichtet sind, die aus einem wasserlöslichen Element und einem wasserunlöslichen Element besteht. Der Wirkstoff kann einer oder mehrere aus der Gruppe sein, die besteht aus Nikotin, Ibuprofen, Paracetamol, D-Metorfan, Dimenhydrinat, Ingwer, Askorbinsäure (Vitamin C), Acetylcystein, Ephedrin, D-Pseudoephedrin, Baldrian, Ranitidin, Chlorhexidin, Tibenzonium Iodide, während das lösliche Element ein Kohlenhydrat, zum Beispiel Sorbitol, ist und das wasserunlösliche Element ein Öl, wie zum Beispiel hydriertes Rizinusöl, ist. Ein Prozess zur Herstellung einer Tablette aus medikamentösem Kaugummi ist ebenfalls beschrieben.
  • Die WO 99/66905 offenbart ein Element, das eingenommen werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen Luftdurchgang aufweist, um ein Ersticken zu verhindern, wenn sich eine Person daran verschluckt. Das Element ist auf den Agrarlebensmittelsektor und die pharmazeutische Industrie anwendbar.
  • Das US-Patent Nr. 4,741,905 offenbart eine schnell erhärtende Hart-Süßigkeiten-Matrix, die einen Kaugummi enthält.
  • Eine der Aufgaben der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kaugummi-Zusammensetzung vorzusehen, die eine Kaugummi-Formulierung und einen Wirkstoff enthält, die mit hoher Geschwindigkeit auf einer standardmäßigen Tablettierungsmaschine zum Ausbilden von Kaugummitabletten direkt komprimierbar ist.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Kaugummi in der Form einer komprimierbaren Tablette vorzusehen, die dazu fähig ist, einen Wirkstoff schnell in dem Mund des Benutzers freizusetzen. Die Begriffe "schnelle Freisetzung" und "schnell freigesetzt", die in der vorliegenden Patentanmeldung verwendet werden, bedeuten, dass mindestens 50 bis 75 Gewichtsprozent, vorzugsweise mindestens 70 bis 80 Gewichtsprozent des Wirkstoffs spätestens nach 30 Sekunden bis 5 Minuten (vorzugsweise mindestens 30 Sekunden bis 3 Minuten, noch besser 1 bis 3 Minuten) nach dem anfänglichen Kauen unter normalen Kaubedingungen mit ungefähr einer Kaubewegung pro Sekunde in dem Speichel im Mund des Benutzers freigesetzt wird.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung einer Kaugummi-Formulierung vorzusehen, die zur Herstellung einer Kaugummi-Zusammensetzung verwendet werden kann, welche die oben beschriebenen Eigenschaften hat, wobei jedoch nicht: a) das Süßmittel und die sekundären Inhaltsstoffe einer anfänglichen Schmelze des Kaugummi-Basisstoffs sorgfältig hinzugefügt werden müssen; oder b) der Kaugummi-Basisstoff oder die Kaugummi-Formulierung kalten Temperaturen ausgesetzt werden muss, um eine bröckelige Masse zu bilden.
  • Diese und weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung können unter Bezugnahme auf die folgende Beschreibung ersehen oder durch die praktische Umsetzung der vorliegenden Erfindung erlernt werden.
  • Die Kaugummi-Formulierung der vorliegenden Erfindung ist ein frei fließendes Partikelmaterial, das dazu fähig ist, mit hoher Geschwindigkeit durch eine standardmäßige Tablettierungsmaschine direkt in Kaugummitabletten komprimiert zu werden, die eine schnelle Zerlegung des Kaugummis in eine Vielzahl kleiner Stücke nach anfänglichem Kauen (d. h. die Kaugummitablette beginnt beim ersten Kauen zu zerfallen und erreicht nach ungefähr 2 bis 20 Kaubewegungen den maximalen Zerfall, wobei sie vorzugsweise den maximalen Zerfall nach ungefähr 2 bis 10 Kaubewegungen erreicht), gefolgt von einer erneuten Verklumpung der Stücke in eine zusammenhängende Masse des Kaugummis nach wenigen Sekunden aktiven Kauens (d. h. eine erneute Verklumpung nach ungefähr 1 bis 20 Sekunden nach Erreichen des maximalen Zerfalls der Kaugummitablette, vorzugsweise nach ungefähr 2 bis 10 Sekunden nach Erreichen des maximalen Zerfalls der Kaugummitablette, wobei von einer Kaubewegung pro Sekunde ausgegangen wird) vorsieht. Diese Ergebnisse werden durch die Verwendung einer Kombination von Inhaltsstoffen erreicht, die in ein direkt komprimierbares Partikelmaterial verarbeitet werden können, ohne dass dabei das Süßmittel und die Sekundärinhaltsstoffe einer anfänglichen Schmelze des Kaugummi-Basisstoffs sorgfältig hinzugefügt werden muss oder kalte Temperaturen eingesetzt werden müssen, um den Kaugummi-Basisstoff oder die Formulierung bröckelig zu machen, oder dass dabei ein Mahlhilfsmittel verwendet werden muss, um die Feinzerkleinerung der Kaugummi-Formulierung oder -Zusammensetzung zu ermöglichen.
  • Wenn die Kaugummi-Formulierung mit einem Wirkstoff vermischt wird, um die Kaugummi-Zusammensetzung zu bilden, sollte die Kaugummi-Zusammensetzung auch dazu fähig sein, mit hoher Geschwindigkeit von einer standardmäßigen Tablettierungsmaschine direkt in Kaugummitabletten komprimiert zu werden, die nach dem anfänglichen Kauen einen schnellen Zerfall des Kaugummis in eine Vielzahl kleiner Stücke gefolgt von einer erneuten Verklumpung der Stücke in eine zusammenhängende Masse des Kaugummis nach ein paar Sekunden des Kauens vorsieht.
  • Die Erfindung wird durch die Ansprüche definiert und bezieht sich auf: Eine Kaugummi-Tablette aus einer Kaugummi-Zusammensetzung, wobei die Kaugummi-Zusammensetzung zwischen 25 und 99 Gewichtsprozent einer direkt komprimierbaren Kaugummi-Formulierung und mindestens einen Wirkstoff enthält, wobei die Kaugummi-Tablette nach dem anfänglichen Kauen in mindestens zwei Stücke zerfällt, gefolgt von einem erneuten Zusammenklumpen der Stücke zu einer zusammenhängenden Masse nach wenigen Sekunden des Kauens, und der Wirkstoff schnell aus der Tablette freigesetzt wird, und wobei die Kaugummi-Formulierung enthält:
    • (a) 9 bis 50 Gewichtsprozent eines Kaugummi-Basisstoffs;
    • (b) ein Granulierungsmittel; und
    • (c) ein Verarbeitungshilfsmittel, wobei das Verarbeitungshilfsmittel Talkum, Kieselgel, gefälltes Siliziumdioxid, Rauchsilica oder kolloides Siliziumdioxid ist. und auf: Ein Verfahren zum Herstellen einer Kaugummi-Tablette, die eine Kaugummi-Zusammensetzung und mindestens einen Wirkstoff enthält, wobei die Kaugummi-Tablette nach dem anfänglichen Kauen in mindestens zwei Stücke zerfällt, gefolgt von einem erneuten Zusammenklumpen der Stücke zu einer zusammenhängenden Masse nach wenigen Sekunden des Kauens, mit den folgenden Schritten:
    • (a) Trockenmischen eines Kaugummi-Basisstoffs, eines Granulierungsmittels und eines Verarbeitungshilfsmittels zum Bilden einer Kaugummi-Formulierung, die weniger als 2 Gewichtsprozent Wasser und zwischen 9 und 50 Gewichtsprozent Kaugummi-Basisstoff enthält;
    • (b) Hinzufügen eines oder mehrerer zusätzlicher Inhaltsstoffe, einschließlich eines Wirkstoffs, zur Kaugummi-Formulierung zum Bilden einer Kaugummi-Zusammensetzung in der Form eines frei fließenden Partikelmaterials, das weniger als 2 Gewichtsprozent Wasser enthält, wobei die Zusammensetzung zwischen 25 und 99 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung enthält; und
    • (c) direktes Komprimieren der Kaugummi-Zusammensetzung zu der Kaugummi-Tablette, wobei der Kaugummi-Basisstoff in der Form von Partikeln ist und während des Trockenmischschrittes die Temperatur des Kaugummi-Basisstoffs auf eine erhöhte Temperatur angehoben wird, bei der mindestens die Außenoberflächen der Kaugummi-Basisstoffpartikel schmelzen, und wobei ein Teil des Verarbeitungshilfsmittels mit dem Kaugummi-Basisstoff und dem Granulierungsmittel gemischt wird, bevor die Temperatur auf die erhöhte Temperatur angehoben wird, und bei einer ersten Temperatur, die unter dem Schmelzpunkt des Kaugummi-Basisstoffs liegt, nachdem die Temperatur des Kaugummi-Basisstoffs auf die erhöhte Temperatur angehoben wurde, das Mischen fortgesetzt wird, bis eine gleichmäßige Mischung des Kaugummi-Basisstoffs, des Granulierungsmittels und des Verarbeitungshilfsmittels in der Form von Partikeln erhalten wird, wobei zu dieser Zeit der Rest des Verarbeitungshilfsmittels zu den gleichmäßig gemischten Partikeln hinzugefügt und mit diesen gemischt wird, bis der Rest des Verarbeitungshilfsmittels eine Teilbeschichtung auf den Außenoberflächen der gleichmäßig gemischten Partikel bildet.
  • Vor dem Hinzufügen des Wirkstoffs und vor dem Komprimierungsschritt ist die Kaugummi-Formulierung der folgenden Erfindung in einer frei fließenden Partikelform und umfasst die folgenden Inhaltsstoffe:
    • a) einen Kaugummi-Basisstoff;
    • b) ein Granulierungsmittel;
    • c) ein Verarbeitungshilfsmittel; und, wahlweise,
    • d) ein Süßmittel.
  • Zusätzlich können eines oder mehrere Geschmacksstoffe oder Färbemittel während oder nach der Herstellung der Kaugummi-Formulierung zur Kaugummi-Formulierung hinzugefügt werden. Üblicherweise werden eines oder mehrere Geschmacksstoffe oder Färbemittel während der Herstellung der Kaugummi-Zusammensetzung mit der Kaugummi-Formulierung vermischt. Zusätzlich werden entweder der Kaugummi-Formulierung oder der Kaugummi-Zusammensetzung eines oder mehrere Schmiermittel (z. B. Magnesiumstearat, Natriumstearylfumarat, hydrierte Pflanzenöle, Talkum und Stearinsäure) hinzugefügt, um bei der Tablettierung der Formulierung oder der Zusammensetzung zu helfen. Auf jeden Fall werden die Schmiermittel der Formulierung oder der Zusammensetzung vor der Tablettierung hinzugefügt. Die Schmiermittel werden in einer Menge von 1 bis 8 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 1 bis 5 Gewichtsprozent, noch besser von 1 bis 3 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung oder -Zusammensetzung hinzugefügt.
  • In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird mindestens ein Wirkstoff zur Kaugummi-Formulierung zur Ausbildung einer Kaugummi-Zusammensetzung hinzugefügt, die dann einer Komprimierung unterzogen wird, um Kaugummi-Tabletten zu bilden.
  • In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Kaugummitabletten direkt aus der Kaugummi-Formulierung gebildet, und eines oder mehrere Wirkstoffe anschließend auf die Oberfläche der Kaugummitabletten (z. B. durch Tauch- oder Spritzbeschichtungstechniken) aufgetragen. Bei dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können auch eines oder mehrere Geschmacksstoffe oder Färbemittel auf die Oberfläche der Kaugummitabletten entweder gleichzeitig mit dem einen oder den mehreren Wirkstoffen oder in einem oder mehreren getrennten Schritten aufgetragen werden.
  • Der Kaugummi-Basisstoff kann ein beliebiger Kaugummi-Basisstoff sein, der als kleine Partikel (flüssig oder fest) in der Kaugummi-Formulierung verteilt werden kann, wenn der Kaugummi-Basisstoff mit den anderen Komponenten der Kaugummi-Formulierung in einer Mischvorrichtung gemischt wird. Es ist vorzuziehen, wenn der Kaugummi-Basisstoff zu der Zeit, in der er in die Mischvorrichtung gegeben wird, in der er mit den anderen Komponenten der Kaugummi-Formulierung vermischt wird (d. h. wenn er der Mischwirkung in der Mischvorrichtung ausgesetzt wird) in fester Form und bröselig ist. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Kaugummi-Basisstoff bei Temperaturen im Bereich von ungefähr 10°C bis ungefähr 35°C ein frei fließendes (nicht klebriges) Partikelmaterial (oder kann in ein solches verarbeitet werden). Der Begriff "Kaugummi-Basisstoff", der hier verwendet wird, bedeutet entweder einen oder mehrere reine Gummis ohne Zusatzstoffe oder Mischungen eines oder mehrerer reiner Gummis mit einem oder mehreren Zusatzstoffen (z. B. diejenige, die als Kaugummi-Basisstoffe für Kaugummi im Handel erhältlich sind).
  • Das Granulierungsmittel kann eine oder mehrere Substanzen sein, die mit den anderen Komponenten der Kaugummi-Zusammensetzung und/oder dem Wirkstoff bzw. den Wirkstoffen nicht nachteilig reagieren und zu einer Kaugummi-Formulierung und/oder einer Kaugummi-Zusammensetzung mit den oben genannten Eigenschaften führen, wenn sie mit den anderen Komponenten gemäß dem erfindungsgemäßen Prozess gemischt werden. Das Granulierungsmittel ist vorzugsweise wasserlöslich, so dass das letztendliche Kaugummiprodukt bessere organoleptische Eigenschaften hat. Das Granulierungsmittel kann auch, wie unten erörtert, als ein Süßmittel fungieren.
  • Das Süßmittel kann eines oder mehrere Süßmittel eines beliebigen Typs sein, solange die Süßmittel nicht mit den anderen Komponenten der Kaugummi-Zusammensetzung und/oder dem Wirkstoff bzw. den Wirkstoffen nachteilig reagiert und bei der Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren eine Kaugummi-Formulierung und/oder eine Kaugummi-Zusammensetzung mit den oben erwähnten Eigenschaften bildet. Beispiele potentieller Süßmittel zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Kaugummi-Formulierung sind Kohlenhydrate, insbesondere Zucker, wie zum Beispiel Sacharose, Dextrose und Glukose, Polyole (z. B. Sorbitol, Mannitol, Maltitol, Xylitol, Isomalt und Erythritol), Glyzin, Aspartam, Cyclohexylsulfamat, Saccharin, Acesulfam-K, Steviosid und Ammoniumglycyrrhizinat. Das Süßmittel wird vorzugsweise als ein trockenes Partikelmaterial oder Pulver hinzugefügt. Bevorzugte Süßmittel sind Zucker, wie zum Beispiel Sacharose oder Dextrose, sowie Polyole, wie zum Beispiel Sorbitol, Mannitol oder Isomalt.
  • Bestimmte Substanzen können sowohl als Süßmittel als auch als Granulierungsmittel dienen (z. B. Zucker, wie zum Beispiel Sacharose, Fruktose und Dextrose, sowie Polyole, wie zum Beispiel Sorbitol, Mannitol oder Isomalt). Wenn eine oder mehrere dieser Substanzen in der Kaugummi-Formulierung und/oder -Zusammensetzung als ein Granulierungsmittel verwendet wird/werden, so kann es sein, dass kein Bedarf nach einem eigenen oder anderen Süßmittel besteht.
  • In einer höchst bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird Sorbitol als ein Granulierungsmittel verwendet, das auch zur Süßheit des letztendlichen Kaugummiprodukts beiträgt. Bei dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist Sorbitol in einer Menge zwischen 10 bis 90,9 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 45 und 90,9 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung vorhanden.
  • Das Verarbeitungshilfsmittel kann eine oder mehrere Substanzen sein, die dazu beitragen, die Kaugummi-Formulierung sowohl während der Bildung der Kaugummi-Formulierung als auch danach in einer frei fließenden Partikelform zu halten. Ferner kann die Gegenwart eines Verarbeitungshilfsmittels auch zu einer Kaugummi-Formulierung und/oder -Zusammensetzung führen, die weniger klebrig ist, was die Menge der Kaugummi-Formulierung verringert, die an den Innenoberflächen und Klingen der Mischvorrichtungen klebt und daher nach jedem Produktionsdurchgang innerhalb des Mischgeräts verbleibt. Durch Verringern der Menge der Kaugummi-Formulierung, die nach dem jeweiligen Produktionsdurchgang im Mischgerät bleibt, wird die Ausbeute der Kaugummi-Formulierung aus jedem Produktionsdurchgang vergrößert (z. B. es wird eine Ausbeute der Kaugummi-Formulierung von 85% bis 90%, vorzugsweise von 90% bis 95% oder noch höher erreicht). Ferner lässt sich das Mischgerät leichter und gründlicher reinigen, wodurch zwischen den Produktionsdurchgängen eine kürzere Standzeit entsteht. Diese Vorteile gelten auch für das Mischgerät, das zum Erzeugen der Kaugummi- Zusammensetzung verwendet wird (z. B. klebt weniger Material an den Innenoberflächen und den beweglichen Teilen des Mischgeräts, so dass das Gerät leichter und gründlicher als bei anderen Kaugummi-Formulierungen gereinigt werden kann). Die Fähigkeit zum leichten und gründlichen Reinigen des Mischgeräts zwischen Produktionsdurchgängen in einer einfachen und kosteneffektiven Weise führt zu einem Vorgang, der unter den cGMP-Richtlinien der United States Food and Drug Administration (FDA) akzeptabel sein sollte (z. B. durch Verhindern einer wechselseitigen Verunreinigung mit Wirkstoffen).
  • Durch Verringern der Klebrigkeit der Kaugummi-Zusammensetzung trägt das Verarbeitungshilfsmittel auch zur Fähigkeit der Kaugummi-Zusammensetzung bei, auf einer standardmäßigen Tablettierungsmaschine direkt mit hoher Geschwindigkeit komprimiert zu werden, indem die Tendenz der Kaugummi-Formulierung verringert oder ausgeschlossen wird, an den Stempeln und Formen der Tablettierungsmaschine festzukleben.
  • Die hervorragenden Kompaktierungseigenschaften der Kaugummi-Formulierungen und der Kaugummi-Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ermöglichen es, dass sich diese Formulierungen und Zusammensetzungen leicht in Tabletten mit einer Vielzahl von Formen (z. B. komplexen Formen wie zum Beispiel Tierfiguren) und Größen komprimieren lassen. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Kaugummi-Tabletten mit einem Loch (das hiernach auch als "Durchgangsloch" bezeichnet wird) hergestellt, das durch die Tablette hindurchgeht. Auch wenn das Durchgangsloch in der Tablette nicht in der Mitte der Tablette angeordnet zu sein braucht, haben die Anmelder herausgefunden, dass dies ein wünschenswerter Ort für das Durchgangsloch ist. Ferner wird bevorzugt, wenn das Durchgangsloch während des Komprimierungsschrittes des Tablettenproduktionsprozesses gebildet wird und nicht durch Stanzen oder Durchbohren der Tablette nach der Komprimierung ausgebildet wird. Das Durchgangsloch geht von einer Oberfläche der Tablette bis zur gegenüberliegenden Oberfläche und hat üblicherweise einen Durchmesser bzw. eine Breite von 1 mm bis 20 mm. Für die meisten Tabletten ist der maximale Durchmesser bzw. die maximale Breite des Durchgangslochs drei Viertel (oder 75%) des maximalen Durchmessers bzw. der maximalen Breite der Tablette, durch die das Durchgangsloch hindurchgeht. In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann, nachdem eine Kaugummitablette mit einem Durchgangsloch gebildet wurde, das Durchgangsloch mit einer Zusammensetzung, die eine oder mehrere Substanzen enthält, die in der restlichen Kaugummitablette nicht enthalten sind, vollständig oder teilweise gefüllt werden. Zum Beispiel kann die im Durchgangsloch der Kaugummitablette angeordnete Zusammensetzung einen Wirkstoff und/oder einen Geschmacksstoff enthalten, der in der restlichen Kaugummitablette nicht enthalten ist. In dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die im Durchgangsloch der Tablette angeordnete Zusammensetzung unter anderem den Geschmack oder die Textur der Tablette beeinflussen und/oder kann dem Benutzer (d. h. dem Menschen, der die Tablette kaut) einen oder mehrere Wirkstoffe liefern, die durch die Kaugummitablette alleine nicht geliefert würden.
  • Das Verarbeitungshilfsmittel ist Talkum, Kieselgel, gefälltes Siliziumdioxid, Rauchsilika oder kolloides Siliziumdioxid. In einer höchst bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht das Verarbeitungshilfsmittel im Wesentlichen aus Kieselgel.
  • Die Kaugummi-Formulierung wird hergestellt, indem der Kaugummi-Basisstoff in der Form von Feststoffpartikeln einer Mischung des Granulierungsmittels und mindestens eines Teils des Verarbeitungshilfsmittels, das in einem Mischer gemischt wird, beigegeben wird. Die Partikel des Kaugummi-Basisstoffs werden mit der Mischung aus dem Granulierungsmittel und dem Verarbeitungshilfsmittel über eine Zeit gemischt, während die Temperatur im Mischer unterhalb des Schmelzpunkts des Kaugummi-Basisstoffs ist. Die Temperatur im Mischer wird dann auf eine Temperatur erhöht, die zum Schmelzen mindestens der Oberfläche der Kaugummi-Basisstoff-Partikel ausreicht, und der Inhalt des Mischers wird mehrere Minuten bei dieser Temperatur gemischt, um eine gleichmäßige Mischung aus dem Kaugummi-Basisstoff, dem Granulierungsmittel und dem Verarbeitungshilfsmittel zu erhalten. Diese gleichmäßige Mischung liegt innerhalb des Mischers in Partikelform (d. h. als Granulat) vor. Es wird vorgezogen, wenn ein Teil des Verarbeitungshilfsmittels in den Mischer gegeben wird, nachdem diese gleichmäßige Mischung erhalten wurde und über eine kurze Zeit mit den gleichmäßig vermischten Partikeln gemischt wird, so dass das Verarbeitungshilfsmittel auf den gleichmäßig gemischten Partikeln eine Teilbeschichtung bilden kann, bevor der Inhalt des Mischers aus dem Mischer entnommen wird.
  • Während der Kaugummi-Basisstoff, das Granulierungsmittel und das Verarbeitungshilfsmittel im Mischgerät vermischt werden, können sie über einen Zeitraum eine teigige oder plastische Masse bilden, die nicht in Partikelform vorliegt. In dieser Situation kann der Mischer mit Hackeinrichtungen ausgerüstet werden, um die teigige oder plastische Masse aufzubrechen und Partikel zu formen, die dann aus dem Mischer entnommen werden. Alternativ dazu kann die Mischung in der Form einer teigigen oder plastischen Masse aus dem Mischer entnommen werden und einem anschließenden Zerkleinerungsschritt unterzogen werden, um ein frei fließendes Partikelmaterial zu bilden. Auf jedem Fall kann die Kaugummi-Formulierung vor dem Einsatz einem Zerkleinerungs- oder Siebschritt unterzogen werden, um Partikel einer gewünschten Größe zu erzeugen oder zu erhalten. Es ist jedoch nicht notwendig oder wünschenswert, die Kaugummi-Formulierung Temperaturen unterhalb der normalen Raumtemperatur (20 bis 30°C bzw. 68 bis 86°F) zu dem Zweck auszusetzen, die Formulierung bröselig zu machen. Ein solcher Schritt würde, wenn er ausgeführt würde, einen zusätzlichen, nicht notwendigen Schritt darstellen, um die Kaugummiformulierung bröselig zu machen, so dass sie in eine freifließende Partikelform zerkleinert werden kann.
  • Wenn ein Süßmittel verwendet wird, um die Kaugummitabletten der vorliegenden Erfindung zu erzeugen, kann das Süßmittel während der Herstellung der Kaugummi-Formulierung in den Mischer gegeben werden. Alternativ dazu kann das Süßmittel während der Herstellung der Kaugummi-Zusammensetzung mit der Kaugummi-Formulierung gemischt werden. In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann das Süßmittel sogar während oder nach dem Komprimierungsschritt auf die Kaugummitabletten aufgebracht werden. Die Zeit des Hinzufügens des Süßmittels hängt hauptsächlich von der Identität und den Eigenschaften des Süßmittels ab. Wenn das Süßmittel zum Beispiel ein extensives Süßmittel, wie zum Beispiel Zucker oder ein Polyol, ist, wird mindestens ein Teil des Süßmittels während der Herstellung der Kaugummi-Formulierung, üblicherweise vor dem Hinzufügen des Kaugummi-Basisstoffs, hinzugefügt. Wenn das Süßmittel ein intensives Süßmittel, wie zum Beispiel Aspartam oder Saccharin, ist, dann wird mindestens ein Teil des Süßmittels (üblicherweise alles Süßmittel) während der Herstellung der Kaugummi-Zusammensetzung mit der Kaugummi-Formulierung gemischt oder der Kaugummi-Zusammensetzung hinzugefügt, nachdem sie hergestellt wurde. Wenn eine Kombination eines oder mehrerer extensiver Süßmittel und eines oder mehrerer intensiver Süßmittel als die Süßmittel verwendet werden, wird bzw. werden das bzw. die extensiven Süßmittel üblicherweise während der Herstellung der Kaugummi-Formulierung (üblicherweise vor dem Hinzufügen des Kaugummi-Basisstoffs) in den Mischer gegeben und wird bzw. werden die intensiven Süßmittel üblicherweise während der Herstellung der Kaugummi-Zusammensetzung mit der Kaugummi-Formulierung gemischt oder der Kaugummi-Zusammensetzung hinzugefügt, nachdem sie hergestellt wurde.
  • Wenn die Substanz bzw. die Substanzen, die als das Granulierungsmittel verwendet werden, auch als das Süßmittel eingesetzt werden, dann ist die Gesamtmenge der Substanz bzw. der Substanzen in der Kaugummi-Formulierung üblicherweise zwischen 45 und 90,9 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 55 und 85 Gewichtsprozent, noch besser zwischen 60 und 80 Gewichtsprozent. Wenn das Süßmittel nicht auch als das Granulierungsmittel oder eines der Granulierungsmittel verwendet wird oder zum Ergänzen des Süßungseffekts hinzugefügt wird, der durch eine Substanz bereitgestellt wird, die auch als ein Granulierungsmittel dient, dann ist die Menge des Süßmittels (oder des ergänzenden Süßmittels) üblicherweise zwischen 0,1 und 45 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung oder zwischen 0,1 und 40 Gewichtsprozent der Kaugummi-Zusammensetzung. Wenn sowohl ein Süßmittel als auch ein Granulierungsmittel verwendet werden, kann es wünschenswert sein, die maximalen Menge des Granulierungsmittels auf 90,8 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung zu begrenzen.
  • In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine Kaugummi-Zusammensetzung durch Mischen der Kaugummi-Formulierung in der Form eines frei fließenden Partikelmaterials mit mindestens einem Wirkstoff gebildet. Wenn der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffe in Partikelform vorliegt bzw. vorliegen, wird er bzw. werden sie mit der Kaugummi-Formulierung trocken gemischt, um die Kaugummi-Zusammensetzung zu bilden. Wenn der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffe in der Form einer Suspension oder Lösung des Wirkstoffs bzw. der Wirkstoffe in einer Flüssigkeit (z. B. Wasser) vorliegt bzw. vorliegen, wird die den/die Wirkstoff(e) enthaltende Lösung oder Suspension mit der Kaugummi-Formulierung in einer solchen Weise in Kontakt gebracht, dass eine Menge des Wirkstoffs bzw. der Wirkstoffe auf der Oberfläche der Kaugummi-Formulierungs-Partikel oder in einer eventuell vorliegenden Porosität aufgebracht bzw. eingebracht wird bzw. werden, und dann werden die Partikel gegebenenfalls (z. B. durch Verdampfen) getrocknet, um die Kaugummi-Zusammensetzungs-Partikel zu bilden, die dann zum Ausbilden von Kaugummitabletten komprimiert werden. Die den Wirkstoff bzw. die Wirkstoffe enthaltende Lösung oder Suspension kann in einer beliebigen Weise (z. B. durch Eintauchen der Formulierung in die Lösung oder Suspension oder durch Aufspritzen der Lösung oder Suspension auf die Formulierung) und über eine beliebige Anzahl von Malen mit den Kaugummi-Formulierungs-Partikeln in Kontakt gebracht werden, um die letztendliche Kaugummi-Zusammensetzung zu bilden.
  • Der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffe können der Kaugummi-Formulierung auch sowohl als trockenes Partikelmaterial oder als eine Lösung oder Suspension in einer Flüssigkeit hinzugefügt werden. Zum Beispiel, wenn lediglich ein Wirkstoff der Kaugummi-Formulierung hinzugefügt wird, kann ein Teil des Wirkstoffs als ein trockenes Partikelmaterial in einem Schritt und ein Teil des Wirkstoffs als eine Lösung oder Suspension in einem weiteren Schritt hinzugefügt werden. Wenn mehr als ein Wirkstoff zur Kaugummi-Formulierung hinzugefügt werden soll, können ein oder mehrere Wirkstoffe als ein trockenes Partikelmaterial und ein oder mehrere der Wirkstoffe als eine Lösung oder eine Suspension hinzugefügt werden.
  • Wenn der Wirkstoff der Kaugummi-Formulierung hinzugefügt wird und die Kaugummi-Formulierung in der Form eines Partikelmaterials oder Pulvers vorliegt, ist der größte Teil oder aller Wirkstoff mit den Außenoberflächen der Partikel der Kaugummi-Formulierung lose verbunden (z. B. insbesondere, wenn der Wirkstoff in der Form eines Pulvers ist und der Wirkstoff durch Trockenmischen des Wirkstoffs und der Kaugummi-Formulierung der Kaugummi-Formulierung hinzugefügt wird). Dies bedeutet, dass bei der letztendlichen Kaugummitablette der größte Teil des Wirkstoffs in den Zwischenräumen zwischen den Partikeln der Kaugummi-Formulierung angeordnet und/oder an den Außenoberflächen der Partikel der Kaugummi-Formulierung lose angebunden ist. Wenn die Kaugummitabletten gekaut werden, werden die Außenoberflächen der Kaugummi-Formulierungs-Partikel schnell dem Speichel im Mund des die Tablette kauenden Menschen ausgesetzt, und dies führt zu einem schnellen Freisetzen des Wirkstoffs im Speichel. Dies ist besonders deutlich, wenn die Kaugummitablette beim anfänglichen Kauen in eine Vielzahl von Stücken zerfällt. Das Freisetzen des Wirkstoffs (d. h. in den Speichel des den Kaugummi kauenden Menschen) durch die Kaugummitabletten der vorliegenden Erfindung ist wesentlich schneller als das Freisetzen desselben Wirkstoffs aus einem Kaugummi, der durch herkömmliche Techniken hergestellt wurde, bei denen der Wirkstoff einer Schmelze des Kaugummis hinzugefügt wird und diese Mischung dann in die letztendlichen Kaugummistücke geformt wird.
  • Nachdem der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffe der Kaugummi-Formulierung hinzugefügt wurde bzw. wurden, um die Kaugummi-Zusammensetzung zu bilden, wird die Kaugummi-Zusammensetzung, die in der Form eines frei fließenden Partikelmaterials vorliegt, einer Komprimierung in einer Tablettierungsmaschine unterzogen, um Kaugummitabletten zu bilden. Einer der Vorteile der Kaugummi-Formulierung und -Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie direkt mit hoher Geschwindigkeit (z. B. mit Tablettierungsgeschwindigkeiten von 75.000 Tabletten pro Stunde oder mehr, vorzugsweise zwischen 75.000 und 100.000 Tabletten pro Stunde) komprimiert werden kann, weil sie nicht an den Stempeln und Formen kleben bleibt, die in standardmäßigen Hochgeschwindigkeits-Tablettierungsmaschinen eingesetzt werden. Diese Eigenschaften sind extrem vorteilhaft, weil sie die Verwendung des Typs von Hochgeschwindigkeits-Tablettierungsmaschinen erlaubt, die normalerweise in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt werden, um die Kaugummitabletten der vorliegenden Erfindung zu formen. Die Verwendung solcher Tablettierungsmaschinen ist vorteilhaft, weil der Hersteller in der Pharmazie keine neuen Maschinen anzuschaffen braucht, um die Kaugummitabletten der vorliegenden Erfindung herzustellen. Ferner führt die Produktion von Kaugummitabletten mit hoher Geschwindigkeit in derartigen Tablettierungsmaschinen zu Kosteneinsparungen, weil die zum Produzieren einer vorgegebenen Menge von Kaugummitabletten benötigte Zeit viel kürzer ist als mit langsam arbeitenden Maschinen, die zum Herstellen von Tabletten mit anderen Kaugummi-Formulierungen notwendig sind.
  • Ein beliebiger Wirkstoff kann bei den erfindungsgemäßen Kaugummi-Formulierungen verwendet werden, solange der Wirkstoff oral verabreicht werden kann und nicht mit anderen Komponenten der Kaugummi-Formulierung nachteilig reagiert. Beispiele geeigneter Wirkstoffe sind analgesische Substanzen, entzündungshemmende Substanzen, antazide Substanzen, antibiotische Substanzen, Dekongestationssubstanzen, Hustenunterdrückungssubstanzen, Vitamine, Stimulantien, anästhetische Substanzen und antiseptische Substanzen. Bevorzugte Wirkstoffe enthalten Acetaminophen, Ibuprofen, Vitamine, Antazide, Dekongestantien, Hustenunterdrücker, Koffein, Nikotin, Glukosamin, Chondroitin, Phaseolamin, Benzokain und Lidokain.
  • In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung haben die Kaugummitabletten eine Beschichtung, die aus mindestens einer Schicht bestehen kann. Die Beschichtung kann mindestens ein Süßmittel und/oder mindestens einen Wirkstoff enthalten. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat die Kaugummitablette eine Beschichtung, die ein Süßmittel enthält, das das einzige Süßmittel ist, das in der Kaugummitablette vorhanden ist. In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält die Beschichtung mindestens einen Wirkstoff, der der einzige Wirkstoff ist, der in der Kaugummitablette vorhanden ist. In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat die Kaugummitablette eine Beschichtung, die ein Süßmittel enthält, das zusätzlich zu einem Süßmittel vorhanden ist, das in der restlichen Tablette enthalten ist. In noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat die Kaugummitablette eine Beschichtung, die einen Wirkstoff enthält, der ein Zusatz zu einem Wirkstoff ist, der im Rest der Tablette vorhanden ist. In diesen letzteren beiden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann das zusätzliche Süßmittel oder der zusätzliche Wirkstoff, das bzw. der in der Beschichtung enthalten ist, dasselbe Süßmittel bzw. derselbe Wirkstoff sein, das bzw. der im Rest der Kaugummitablette enthalten ist, oder sich davon unterscheiden.
  • III. Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform(en)
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden der Kaugummibasisstoff, ein Granulierungsmittel und mindestens ein Verarbeitungshilfsmittel in einem erwärmten Mischer zusammen gemischt, der mit einem oder mehreren Messern ausgerüstet ist. Der Mischer wird auf eine Temperatur von ungefähr 85 bis 120°F (29,4 bis 48,9°C), vorzugsweise zwischen 90 und 110°F (32,2 und 43,3°C) vorgeheizt, und dann wird das Granulierungsmittel vorzugsweise als ein trockenes Pulver in den Mischer gegeben. Die Menge von Granulierungsmittel, die in der Kaugummi-Formulierung verwendet wird, ist üblicherweise im Bereich zwischen 10 und 90,9 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 45 und 90,9 Gewichtsprozent, besser zwischen 55 und 85 Gewichtsprozent, am besten zwischen 60 und 80 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung. Ein Teil des Verarbeitungshilfsmittels kann gleichzeitig mit dem Granulierungsmittel oder kurz nach dem Beigeben des Granulierungsmittels hinzugefügt werden. Die Gesamtmenge an Verarbeitungshilfsmittel, die in der Kaugummi-Formulierung verwendet wird, ist üblicherweise im Bereich zwischen 0,1 und 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 0,5 und 3 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung. Der Teil des Verarbeitungshilfsmittels, der an dieser Stufe des Prozesses hinzugefügt wird, ist üblicherweise zwischen einem Viertel und drei Vierteln der Gesamtmenge des der Kaugummi-Formulierung hinzuzufügenden Verarbeitungshilfsmittels. Nachdem das Granulierungsmittel und der erste Teil des Verarbeitungshilfsmittels in den Mischer gegeben wurden, wird der Mischer gestartet und das Granulierungsmittel und das Verarbeitungshilfsmittel über einen kurzen Zeitraum, vorzugsweise zwischen 30 Sekunden und 5 Minuten, gemischt, bevor das Messer bzw. die Messer gestartet werden. Kurz nachdem das/die Messer gestartet wurden, wird der Kaugummi-Basisstoff in den Mischer gegeben. Der Kaugummi-Basisstoff wird in einer Menge zwischen 9 und 50 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung, vorzugsweise zwischen 15 und 35 Gewichtsprozent, am besten zwischen 18 und 30 Gewichtsprozent verwendet. Das Granulierungsmittel, das Verarbeitungshilfsmittel und der Kaugummi-Basisstoff werden dann mehrere Minuten lang gemischt, während das/die Messer eingeschaltet ist/sind, während dem Mischer Wärme zugeführt wird, bis die Temperatur im Mischer ungefähr 130 bis 150°F (54,4 bis 65,6°C), vorzugsweise zwischen 135 und 145°F (zwischen 57,2 und 62,8°C) erreicht. Zu dieser Zeit wird die dem Mischer zugeführte Wärme abgeschaltet, während das Mischen mit eingeschaltetem Messer bzw. mit eingeschalteten Messern weitergeht. Nachdem die Temperatur im Mischer ungefähr 140 bis 160°F (60 bis 71,1°C), vorzugsweise 145 bis 155°F (62,8 bis 68,3°C) erreicht, wird/werden das bzw. die Messer abgeschaltet und der zweite Teil des Verarbeitungshilfsmittels in den Reaktor gegeben. Das Mischen wird ungefähr 1 bis 4 Minuten, vorzugsweise zwischen 1,5 und 3 Minuten, lang weiter fortgesetzt, während das/die Messer abgeschaltet ist/sind, nachdem der zweite Teil des Verarbeitungshilfsmittels in den Mischer gegeben wurde. Die Mischelemente des Mischers werden dann abgeschaltet und die Mischung üblicherweise als ein frei fließendes Partikelmaterial aus dem Reaktor entnommen, wobei mindestens 60 Gewichtsprozent der Partikel innerhalb eines relativ engen Partikelgrößenbereichs zwischen 190 und 420 mm, vorzugsweise zwischen 250 und 400 mm sind.
  • Das Verhältnis des Kaugummi-Basisstoffs zum Verarbeitungshilfsmittel kann eine Auswirkung auf die Eigenschaften der Kaugummi-Formulierung haben. Allgemein wird mit zunehmendem Verhältnis des Kaugummi-Basisstoffs zum Verarbeitungshilfsmittel die Kaugummi-Formulierung klebriger. Ferner wird mit abnehmendem Verhältnis die Kaugummi-Formulierung weniger klebrig, und ab einem bestimmten Punkt verliert die Kaugummi-Formulierung ihren Zusammenhalt und kann unter leichten Scherkräften zerfallen. Deshalb sollte zum Aufrechterhalten eines gewissen Niveaus des Zusammenhalts, während gleichzeitig Klebrigkeit vermieden wird, das Verhältnis von Kaugummi-Basisstoff zum Verarbeitungshilfsmittel innerhalb eines vorbestimmten Bereichs gehalten werden. Für die meisten Kaugummi-Formulierungen der vorliegenden Erfindung ist das gewünschte Verhältnis von Kaugummi-Basisstoff zum Verarbeitungshilfsmittel von ungefähr 3 zu 500. In manchen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist das Verhältnis ab 3 zu 250. In weiteren Ausführungsformen ist das Verhältnis ab 10 zu 100 oder sogar 10 zu 50.
  • Ein bevorzugtes Granulierungsmittel zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Kaugummi-Formulierung ist ein Polyol, wie zum Beispiel Sorbitol, Mannitol und/oder Isomalt.
  • Ein bevorzugtes Süßmittel zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Kaugummi-Formulierung ist ein Polyol, wie zum Beispiel Sorbitol, Mannitol und/oder Isomalt.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält die Kaugummi-Formulierung zwischen 45 und 90,9 Gewichtsprozent Sorbitol als Süßmittel und Granulierungsmittel.
  • Ein bevorzugter Kaugummi-Basisstoff zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Kaugummi-Formulierung ist Artics-T (hergestellt von Cafosa Gum SA, Barcelona, Spanien).
  • Ein bevorzugtes Verarbeitungshilfsmittel zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Kaugummi-Formulierung ist Kieselgel (z. B. Syloid 244FP, hergestellt von W. R. Grace & Co., Columbia, Maryland, USA).
  • Es wird bevorzugt, wenn die Kaugummi-Formulierung aus trockenen Partikelmaterialien gebildet wird, die wenig oder kein Wasser enthalten, so dass die Kaugummi-Formulierung weniger als 2 Gewichtsprozent Wasser enthält.
  • Wenn eine Kaugummi-Zusammensetzung hergestellt wird, wird auch vorgezogen, wenn der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffe und eventuelle Geschmacksstoffe oder andere Trägerstoffe, die der Kaugummi-Formulierung hinzugefügt werden, wenig oder kein Wasser enthalten, so dass die letztendliche Kaugummi-Zusammensetzung, die der Tablettierung unterzogen wird, weniger als 2 Gewichtsprozent Wasser enthält.
  • Wenn eine Kaugummi-Zusammensetzung aus der Kaugummi-Formulierung der vorliegenden Erfindung gebildet wird, ist die Kaugummi-Formulierung üblicherweise zwischen 25 und 99 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 40 und 95 Gewichtsprozent, noch besser zwischen 50 und 80 Gewichtsprozent der Kaugummi-Zusammensetzung.
  • Die erfindungsgemäße Kaugummi-Formulierung weist ausgezeichnete Fließeigenschaften im Vergleich zu bekannten komprimierbaren Kaugummis auf. Diese ausgezeichneten Fließeigenschaften sollten zu einer niedrigen Variabilität im Gewicht der aus der Kaugummi-Formulierung hergestellten Tabletten und zu einem gleichmäßigeren Wirkstoffgehalt in den Tabletten führen. Darüber hinaus weist die Kaugummi-Formulierung der vorliegenden Erfindung verbesserte Kompaktionseigenschaften auf, wenn die Formulierung mit hoher Geschwindigkeit direkt auf standardmäßigen Tablettierungsmaschinen komprimiert wird. Ferner wird die Kaugummi-Formulierung der vorliegenden Erfindung als ein frei fließendes Partikelmaterial hergestellt (d. h. durch den erfindungsgemäßen Prozess), wobei die Partikel selbst während lang andauernder Lagerperioden (z. B. über mehrere Monate) bei Raumtemperatur keine starken Verbindungen eingehen. Eventuell nach der Herstellung oder während der Lagerung der Kaugummi-Formulierung entstehende Agglomerate lassen sich durch sanfte Zerkleinerungstechniken bei Raumtemperatur sehr leicht aufbrechen (d. h. die Agglomerate sind sehr bröselig).
  • Der erfindungsgemäße Prozess ermöglicht die Herstellung von Kaugummitabletten, die Wirkstoffe enthalten, wobei die Wirkstoffe nie extrem hohen oder niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind (d. h. die Temperaturen niemals beträchtlich über oder unter der normalen Raumtemperatur sind). Zum Beispiel ist es im Prozess der vorliegenden Erfindung ungewöhnlich, wenn der Wirkstoff einer Temperatur über 100°F (37,8°C) oder unter 40°F (4,4°C) ausgesetzt würde. In den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird der Wirkstoff während der Herstellung der Kaugummitabletten lediglich Temperaturen im Bereich zwischen 50°F (10°C) und 90°F (32,2°C) ausgesetzt. In den am meisten bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird der Wirkstoff während der Herstellung der Kaugummitabletten lediglich Temperaturen im Bereich zwischen 50°F (10°C) und 80°F (26,7°C) ausgesetzt. Demgemäß ist der erfindungsgemäße Prozess höchst wünschenswert, wenn der betreffende Wirkstoff gegenüber extrem hohen oder niedrigen Temperaturen empfindlich ist.
  • Wie oben erörtert, ist es wünschenswert, wenn die Kaugummitablette der vorliegenden Erfindung sich nach anfänglichem Kauen schnell in eine Vielzahl kleiner Stücke zerlegt, gefolgt von einer erneuten Verklumpung der Stücke in eine zusammenhängende Masse des Kaugummis nach mehreren Sekunden aktiven Kauens. Es ist jedoch nicht unbedingt notwendig, dass die Kaugummitabletten der vorliegenden Erfindung diese Eigenschaft bzw. dieses Verhalten aufweisen. In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung (z. B. wenn die Menge des Kaugummi-Grundstoffs größer als 25 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung ausmacht) kann es sein, dass die Kaugummitabletten nach dem anfänglichen Kauen lediglich in zwei Stücke zerfallen, gefolgt von einer schnellen erneuten Verklumpung der Stücke in eine zusammenhängende Masse des Kaugummis nach einer kleinen Anzahl zusätzlicher Kaubewegungen (z. B. nach 1 bis 5 zusätzlichen Kaubewegungen). Darüber hinaus kann es bei bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sein, dass die Kaugummitablette während des anfänglichen Kauens überhaupt nicht zerfällt, sondern stattdessen einen einzelnen zusammenhängenden Körper bildet, der nach dem anfänglichen Kauen viele Risse aufweist, wobei die Risse es dem Speichel des den Kaugummi kauenden Menschen erlaubt, das Innere der Tablette gründlich zu benetzen, bevor sich die Risse nach mehreren zusätzlichen Kaubewegungen wieder schließen.
  • Es folgen beispielhafte Ausführungsformen sowie bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, diese sollten jedoch nicht als Einschränkung für den Umfang der Erfindung aufgefasst werden.
  • Beispiel 1
  • Eine Kaugummi-Formulierung gemäß der vorliegenden Erfindung wurde wie folgt hergestellt.
  • Der verwendete Mischer war ein Mischer des Typs Littleford FM 1200 (Volumen 1200 Liter, erhältlich von Littleford Day, Kentucky, USA) mit Pflugklingen. Der Mischer hatte zwei Beschickungsöffnungen, einen Ausgang und vier am Boden des Mischers angeordnete Messer. Der Mischer war mit einem Dampfmantel ausgerüstet und hatte Thermometer oder Thermoelemente, welche die Temperatur des Dampfmantels und die Temperatur des Innenraums des Mischers maßen.
  • Die Manteltemperatur des Mischers wurde anfänglich auf 160 bis 165°F (71,1 bis 73,9°C) eingestellt. Nachdem die Temperatur des Mischers 95 bis 105°F (35 bis 40,6°C) erreicht hatte, wurden 284,4 kg Sorbitolpulver (SORBOGEMTM 712, hergestellt von SPI Polyols, Inc., von New Castle, Delaware, USA) und 1,8 kg Kieselgel (SYLOID® 244 FP, hergestellt von W. R. Grace & Co., Grace Davidson, Columbia, Maryland, USA) in den Mischer gegeben. Der Mischer wurde gestartet, wobei die Pflugklingen mit 130 U/min liefen. Das Sorbitol und das Kieselgel wurden eine Minute lang gemischt, bevor die Messer eingeschaltet wurden. Kurz nachdem die Messer eingeschaltet wurden, wurden 72 kg Kaugummi-Basisstoff (ARTICA-T, hergestellt von Cafosa Gum SA, Barcelona, Spanien) in den Mischer gegeben, und das Sorbitol, das Kieselgel und der Kaugummi-Basisstoff wurden gemischt, bis die Temperatur im Mischer 140°F (60°C) (ungefähr 15 Minuten, nachdem der Kaugummi-Basisstoff hinzugefügt wurde) erreichte, wobei zu dieser Zeit die Dampfbeschickung für den Mantel abgeschaltet wurde. Das Mischen wurde fortgesetzt, bis die Temperatur im Mischer ungefähr 150°F (65,6°C) (ungefähr 17 Minuten, nachdem der Kaugummi-Basisstoff hinzugefügt wurde) erreichte, wobei zu dieser Zeit die Messer abgeschaltet wurden und weitere 1,8 kg Kieselgel (SYLOID® 244 FP, hergestellt von W. R. Grace & Co., Grace Davidson, Columbia, Maryland, USA) in den Mischer gegeben wurden. Das Mischen wurde ungefähr 2 Minuten, nachdem der zweite Teil des Kieselgels in den Mischer gegeben wurde, fortgesetzt, während die Messer abgeschaltet waren. Der Inhalt des Mischers (d. h. die Kaugummi-Formulierung) wurde dann durch Öffnen des Ausgangs und durch Auslaufenlassen der Kaugummi-Formulierung in Partikelform aus dem Mischer in Fässer abgefüllt.
  • Beispiel 2
  • Eine Kaugummi-Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung wurde wie im Folgenden dargelegt unter der Verwendung von Kalziumkarbonat als Wirkstoff (als Antazid) hergestellt.
  • Ein SWECO-Sifter (Siebvorrichtung) mit einem Durchmesser von 60 Zoll (1,52 m), der mit einem Sieb mit der Maschenzahl 16 ausgerüstet war, wurde vorbereitet und gereinigt.
  • 1617,0 kg Kaugummi-Formulierung (die aus mehreren Chargen erhalten wurden, die jeweils durch das in Beispiel 1 beschriebene Verfahren hergestellt wurden) wurde durch die Siebvorrichtung (den Sifter) gesiebt. Eine kleine Menge Kaugummi-Formulierung (weniger als 10 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung) wurde auf dem Sieb mit der Maschenzahl 16 zurückbehalten. Dieses zurückgehaltene Material wurde in eine Fitz-Mühle mit einem Bohrlochsieb mit Lochgröße 0,078 bis 0,125 gegeben, in der Fitz-Mühle gemahlen und dann der Kaugummi-Formulierung hinzugefügt, die durch das Sieb mit der Maschenzahl 16 hindurchgelangt war. Es wird darauf hingewiesen, dass der Schritt mit der Fitz-Mühle lediglich dazu ausgeführt wurde, die Nutzung der Kaugummi-Formulierung zu maximieren, und nicht dazu notwendig war, die Kaugummi-Formulierung als frei fließendes Partikelmaterial zur Verfügung zu stellen. Die kleine Menge der Kaugummi-Formulierung, die auf dem Sieb mit der Maschenzahl 16 zurückgehalten wurde, kann auch einfach verworfen werden, ohne dass sich das auf die Eigenschaften der Kaugummi-Formulierung oder der aus der Kaugummi-Formulierung hergestellten Kaugummi-Zusammensetzung auswirkt.
  • 190,0 kg Kalziumkarbonat (GRAN CAL CARS LL USP, Produktcode G-0108/P-0287-01, hergestellt von Delavau, Philadelphia, PA, USA) wurde ebenfalls durch den Sifter gesiebt.
  • Eine vorgefertigte Mischung (Preblend) aus 100,0 kg kristallinem Xylitol (Xylitol C, Cultor, Ardsley, New York, USA), 3,0 kg Aspartam (Aspartame Nutcasweet, August, GA, USA), 20,0 kg Zitronensäure-Monohydrat (Citric Acid von Roche, Pineville, N. C., USA), 10,0 kg Erdbeeraroma (#915.005/EN, von Flavors Of North America, Chicago, Illinois, USA), 10,0 kg Mischfruchtgeschmack (#852.392/EN, von Flavors Of North America, Chicago, Illinois, USA) und 10,0 kg Maskierungsgeschmack (#936.471/EN, von Flavors Of North America, Chicago, Illinois, USA) wurde durch Geben der Bestandteile in einen sauberen Behälter (d. h. ein glasfaserverstärktes Kunststofffass) und dann Rollen des Behälters auf dem Boden von Hand ungefähr eine Minute lang vorbereitet.
  • Die oben beschriebene vorgefertigte Mischung wurde dann durch den Sifter gesiebt.
  • Die folgenden Bestandteile wurden dann in der Reihenfolge und den Mengen, die unten gezeigt sind, in einen Blender mit doppeltem Konus (Patterson Kelly 100, East Stroudsberg, PA, USA) mit einem Volumen 100 Kubikfuß (2,83 m3) gegeben. Jeder Bestandteil wurde am Aufnahmebunker durch ein Sieb mit einer Viertel Zoll Maschengröße (6,35 mm) geschüttet und über Magnete geführt (um jegliches noch vorhandene Metall zu entfernen), während er in den Blender lief.
    • 1) Ungefähr die Hälfte der 1617,0 kg gesiebter Kaugummi-Formulierung.
    • 2) Die gesamte gesiebte vorgefertigte Mischung.
    • 3) Das gesamte Kalziumkarbonat.
    • 4) Die restliche gesiebte Kaugummi-Formulierung.
  • Der Deckel des Blenders wurde dann gesichert und der Blender mit 8 U/min 15 Minuten lang betrieben.
  • In einem getrennten Schritt wurden 20 kg Talkum (Talc 140 von Mutchler, Westwood, New Jersey, USA), und 20 kg Magnesiumstearat (von Mallinckrodt, St. Louis, Missouri, USA) wurden in ein sauberes Fass gegeben, das dann von Hand auf den Boden ungefähr eine Minute lang gerollt wurde.
  • Nach dem anfänglichen 15 Minuten dauernden Mischschritt wurde die Mischung aus Talkum und Magnesiumstearat in den Blender gegeben und der Inhalt des Blenders weitere 5 Minuten bei 8 U/min gemischt.
  • Nach diesem Mischzeitraum von weiteren 5 Minuten wurde der Inhalt des Blenders (d. h. die Kaugummi-Zusammensetzung) als ein frei fließendes Partikelmaterial in Fässer abgefüllt.
  • Die Kaugummi-Zusammensetzung kann direkt mit hoher Geschwindigkeit auf einer Hochgeschwindigkeits-Tablettierungsmaschine komprimiert werden, wie zum Beispiel derjenigen, die von Kilian oder Korsh hergestellt wird, die dazu fähig ist, mindestens 75.000 Tabletten pro Stunde zu produzieren, um zylindrische Tabletten mit den folgenden Abmessungen zu formen: 19,1 mm Kreisdurchmesser und 8,8 mm Dicke. Jede Tablette wog ungefähr 2,8 g und enthielt ungefähr 250 mg Kalziumkarbonat als Wirkstoff (d. h. ein Antazid).
  • Einer oder mehrere flüssige Geschmacksstoffe (z. B. Geschmacksstoffe, die in einem oder mehreren Ölen oder Alkoholen als der Trägersubstanz enthalten waren) können während oder nach der Herstellung der Kaugummi-Formulierung oder -Zusammensetzung der Kaugummi-Formulierung oder -Zusammensetzung hinzugefügt werden. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der flüssige Geschmacksstoff bzw. werden die flüssigen Geschmacksstoffe der Kaugummi-Formulierung (d. h. vor dem Hinzufügen des Wirkstoffs) hinzugefügt. In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der flüssige Geschmacksstoff bzw. werden die flüssigen Geschmacksstoffe der Kaugummi-Zusammensetzung nach dem Hinzufügen des Wirkstoffs hinzugefügt. Die Gesamtmenge des flüssigen Geschmacksstoffs bzw. der flüssigen Geschmacksstoffe, die der Kaugummi-Formulierung bzw. -Zusammensetzung hinzugefügt wird bzw. werden, ist üblicherweise zwischen 0,1 und 3 Gewichtsprozent der Formulierung oder Zusammensetzung. Vorzugsweise ist die Gesamtmenge des hinzugefügten flüssigen Geschmacksstoffs zwischen 1 und 2 Gewichtsprozent der Formulierung oder Zusammensetzung. Einer der Vorteile des Hinzufügens eines flüssigen Geschmacksstoffs zur Kaugummi-Formulierung oder -Zusammensetzung besteht darin, dass das letztendliche Kaugummiprodukt eine erhöhte Plastizität hat, die dem Produkt eine weichere (gummiartigere) Konsistenz gibt. Einige zusätzliche Vorteile der Verwendung eines flüssigen Geschmacksstoffs sind die erhöhte Flexibilität bei der Produktion und Verarbeitung der Kaugummi-Formulierung und/oder -Zusammensetzung und ein größerer Bereich von Geschmacksrichtungen, die in das Endprodukt integriert werden können.

Claims (21)

  1. Kaugummi-Tablette aus einer Kaugummi-Zusammensetzung, wobei die Kaugummi-Zusammensetzung zwischen 25 und 99 Gewichtsprozent einer direkt komprimierbaren Kaugummi-Formulierung und mindestens einen Wirkstoff enthält, wobei die Kaugummi-Tablette nach dem anfänglichen Kauen in mindestens zwei Stücke zerfällt, gefolgt von einem erneuten Zusammenklumpen der Stücke zu einer zusammenhängenden Masse nach wenigen Sekunden des Kauens, und der Wirkstoff schnell aus der Tablette freigesetzt wird, und wobei die Kaugummi-Formulierung enthält: (a) 9 bis 50 Gewichtsprozent eines Kaugummi-Basisstoffs; (b) ein Granulierungsmittel; und (c) ein Verarbeitungshilfsmittel, wobei das Verarbeitungshilfsmittel Talkum, Kieselgel, gefälltes Siliziumdioxid, Rauchsilica oder kolloides Siliziumdioxid ist.
  2. Kaugummi-Tablette nach Anspruch 1, wobei die Kaugummi-Formulierung zwischen 45 und 90,9 Gewichtsprozent des Granulierungsmittels und zwischen 0,1 und 5 Gewichtsprozent des Verarbeitungshilfsmittels enthält.
  3. Kaugummi-Tablette nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kaugummi-Formulierung zwischen 15 und 35 Gewichtsprozent des Kaugummi-Basisstoffs, oder zwischen 18 und 30 Gewichtsprozent des Kaugummi-Basisstoffs enthält.
  4. Kaugummi-Tablette nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Kaugummi-Zusammensetzung zwischen 40 und 95 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung oder zwischen 50 und 80 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung enthält.
  5. Kaugummi-Tablette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Verhältnis des Kaugummi-Basisstoffs zum Verarbeitungshilfsmittel in der Kaugummi-Formulierung im Bereich zwischen 3 und 500 liegt.
  6. Kaugummi-Tablette nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Granulierungsmittel ein Zucker oder ein Polyol ist.
  7. Kaugummi-Tablette nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tablette dazu fähig ist, durch direkte Komprimierung auf einer standardmäßigen Hochgeschwindigkeits-Tablettierungsmaschine mit einer standardmäßigen Bestückung zum Formen von mindestens 75.000 Tabletten pro Stunde hergestellt zu werden.
  8. Kaugummi-Tablette nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tablette ein Durchgangsloch aufweist, dessen Durchmesser bzw. Breite zwischen 1 und 20 mm beträgt.
  9. Kaugummi-Tablette nach Anspruch 8, wobei das Durchgangsloch teilweise oder vollständig mit einer Zusammensetzung gefüllt ist, die eine oder mehrere Substanzen enthält, die in der Kaugummi-Formulierung nicht enthalten sind.
  10. Kaugummi-Tablette nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tablette einen flüssigen Geschmacksstoff enthält.
  11. Verfahren zum Herstellen einer Kaugummi-Tablette, die eine Kaugummi-Zusammensetzung und mindestens einen Wirkstoff enthält, wobei die Kaugummi-Tablette nach dem anfänglichen Kauen in mindestens zwei Stücke zerfällt, gefolgt von einem erneuten Zusammenklumpen der Stücke zu einer zusammenhängenden Masse nach wenigen Sekunden des Kauens, mit den folgenden Schritten: (a) Trockenmischen eines Kaugummi-Basisstoffs, eines Granulierungsmittels und eines Verarbeitungshilfsmittels zum Bilden einer Kaugummi-Formulierung, die weniger als 2 Gewichtsprozent Wasser und zwischen 9 und 50 Gewichtsprozent Kaugummi-Basisstoff enthält; (b) Hinzufügen eines oder mehrerer zusätzlicher Inhaltsstoffe, einschließlich eines Wirkstoffs, zur Kaugummi-Formulierung zum Bilden einer Kaugummi-Zusammensetzung in der Form eines frei fließenden Partikelmaterials, das weniger als 2 Gewichtsprozent Wasser enthält, wobei die Zusammensetzung zwischen 25 und 99 Gewichtsprozent der Kaugummi-Formulierung enthält; und (c) direktes Komprimieren der Kaugummi-Zusammensetzung zu der Kaugummi-Tablette, wobei der Kaugummi-Basisstoff in der Form von Partikeln ist und während des Trockenmischschrittes die Temperatur des Kaugummi-Basisstoffs auf eine erhöhte Temperatur angehoben wird, bei der mindestens die Außenoberflächen der Kaugummi-Basisstoffpartikel schmelzen, und wobei ein Teil des Verarbeitungshilfsmittels mit dem Kaugummi-Basisstoff und dem Granulierungsmittel gemischt wird, bevor die Temperatur auf die erhöhte Temperatur angehoben wird, und bei einer ersten Temperatur, die unter dem Schmelzpunkt des Kaugummi-Basisstoffs liegt, nachdem die Temperatur des Kaugummi-Basisstoffs auf die erhöhte Temperatur angehoben wurde, das Mischen fortgesetzt wird, bis eine gleichmäßige Mischung des Kaugummi-Basisstoffs, des Granulierungsmittels und des Verarbeitungshilfsmittels in der Form von Partikeln erhalten wird, wobei zu dieser Zeit der Rest des Verarbeitungshilfsmittels zu den gleichmäßig gemischten Partikeln hinzugefügt und mit diesen gemischt wird, bis der Rest des Verarbeitungshilfsmittels eine Teilbeschichtung auf den Außenoberflächen der gleichmäßig gemischten Partikel bildet.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei in Schritt (c), nachdem die gleichmäßige Mischung des Kaugummi-Basisstoffs das Granulierungsmittel und das Verarbeitungshilfsmittel in der Form von Partikeln erhalten wurde und bevor das restliche Verarbeitungshilfsmittel zu den gleichmäßig gemischten Partikeln hinzugefügt und mit ihnen gemischt wird, die Temperatur des Kaugummi-Basisstoffs auf einen Punkt verringert wird, der unter dem Schmelzpunkt des Kaugummi-Basisstoffs liegt.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei die Kaugummi-Formulierung während des Trockenmischschrittes eine teigige oder plastische Masse bildet und die Masse nachfolgend feinzerkleinert wird, ohne dass die Masse auf eine Temperatur abgekühlt wird, die wesentlich unter 20°C (68°F) liegt.
  14. Verfahren nach Anspruch 11, 12 oder 13, wobei der eine oder die mehreren zusätzlichen Inhaltsstoffe aus dem Wirkstoff bestehen und der Wirkstoff durch Trockenmischen des Wirkstoffs mit der Kaugummi-Formulierung zur Kaugummi-Formulierung hinzugefügt wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei der Wirkstoff in Pulverform vorliegt.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, wobei in Schritt (a) mindestens ein Süßmittel mit dem Kaugummi-Basisstoff, dem Granulierungsmittel und mindestens einem Verarbeitungshilfsmittel trockengemischt wird, um die Kaugummi-Formulierung zu bilden.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, wobei in Schritt (b) die zusätzlichen Inhaltsstoffe aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Süßmitteln, Wirkstoffen, Geschmacksstoffen, Farbstoffen und Schmiermitteln besteht.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, wobei das Granuliermittel auch ein Süßmittel ist.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, wobei das Granuliermittel ein Zucker oder ein Polyol ist.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 19, wobei das Verarbeitungshilfsmittel eine Siliziumdioxidsubstanz oder eine Silikatsubstanz ist.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 20, wobei das Verarbeitungshilfsmittel Talkum, Kieselgel, gefälltes Siliziumdioxid, Rauchsilica oder kolloides Siliziumdioxid ist.
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