DE637277C - Doppelampulle aus Glas - Google Patents
Doppelampulle aus GlasInfo
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- DE637277C DE637277C DES108225D DES0108225D DE637277C DE 637277 C DE637277 C DE 637277C DE S108225 D DES108225 D DE S108225D DE S0108225 D DES0108225 D DE S0108225D DE 637277 C DE637277 C DE 637277C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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- B65D81/3277—Ampoules
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Description
- Doppelampulle aus Glas Die Erfindung betrifft eine Doppelampulle aus Glas, bei welcher der Zwischenboden zu einem verschlossenen, mit dem gegenüberliegenden Boden der einen Teilampulle verschmolzenen Spieß ausgezogen ist. Vorbekannte Ampullen .dieser Art wurden in der Weise gefüllt, daß die Flüssigkeit in die Spießampulle, das feste Medikament dagegen in die andere Teilampulle eingeschmolzen wurde. Ein Druckunterschied in den Teilampullen ist bei dieser älteren Ausführungsform nicht vorgesehen.
- Diese Ampullen sind in verschiedener Hinsicht nachteilig. Es ist einmal beim Füllen nicht möglich, zunächst die Flüssigkeit in die hierfür vorgesehene Teilampulle einzubringen. Beim Abschmelzen der zweiten Teilampulle unter Einschmelzen des Spießes würde die in der Spießampulle befindliche Lösung so stark erhitzt werden, daß diese Teilampulle wieder aufgesprengt wird. Es muß also zunächst das feste Medikament und dann erst die Flüssigkeiteingeschmolzen werden. Dies ist nachteilig, weil die so gefüllten Ampullen wegen der leichten Zersetzlichkeit der hier in Frage kommenden festen Medikamente nach dem Einschmelzen der Flüssigkeit nicht mehr sterilisiert werden können. Die bekannten Ampullen dieser Art weisen ferner über dem festen Arzneimittel keinen verminderten Druck auf, so .daß beim Trennen der Zwischenwand die Vereinigung von Flüssigkeit und festem Medikament wesentlich langsamer erfolgt als bei an sich bekannten Ampullen mit Unterdruck über dem Medikament. Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß das pulverförmige Heilmittel unter Herstellung eines Unterdrukkes in der Spießampulle, die Ampullenlösung dagegen in dem zweiten Ampullengefäß eingeschmolzen ist.
- Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Fig. i .die gefüllten und geschlossenen Ampullen, Fig. 2 .die Doppelampulle nach der öffnung, Fig. 3 die geöffnete Ampulle, nachdem die Flüssigkeit in die obere Teilampulle hineingesogen ist, Fig. q. .die umgedrehte Spießampulle mit der fertigen Lösung und dem abgebrochenen Kapillarspieß.
- Die Doppelampulle besteht aus ' zwei miteinander verschmolzenen Teilampullen a und b. deren Zwischenboden zu einem verschlossenen, mit dem Boden der einen Teilampulle bei d verschmolzenen, kapillarartigen Spieß c ausgezogen ist. Die Kapillare ist bei e verjüngt, damit sie an dieser Stelle beim Öffnen abbricht. Der AmpullenkZrper weist bei f eine Einkerbung auf, die als Anfeilstelle zum öffnen der D.oppelampuile dient.
- In Fig. 2 ist die Doppelampulle dargestellt, -nachdem nach Anfeilen bei/ und Abbrechen der Spießampulle die Trennstellen f und e freigelegt sind. Die in der Teilampulle enthaltene Flüssigkeit ist bereits teilweise unter dem Einfluß des in der Spießampulle herrschenden Unterdruckes in diese Teilampulle nach oben gesaugt. Etwa vorhandene Glassplitter setzen sich bei geeigneter Bemessung der Kapillare auf dem unteren Boden des Behälters b ab und gelangen nicht in die- Spieß.. ampulle a.
- In Fig.3 ist der Augenblick dargestelftn." in dem die zunächst in der Teilampulle b be= findliche Flüssigkeit in die Spießampulle gesaugt ist. Nach Entfernung der unteren Teilampulle b, in welcher die etwa entstandenen Glassplitter verbleiben, wird die Spießampulle a herumgedreht und durch Schütteln und gegebenenfalls durch vorsichtige Erwärmung für deine vollständige Auflösung ödes festen Medikaments Sorge getragen. Sobald die Lösung gebrauchsfertig ist, wird der Kapillarspieß bei lt abgetrennt (vgl. Fig. 4), und die gebrauchsfertige Lösung kann entnommen werden.
- Infolge der neuen Verteilung von Flüssigkeit und festem Medikament in den beiden Teilampullen ist es zunächst .ohne weiteres möglich, nach dem Einschmelzen der Flüssigkeit in. :die Teilampulle b die Ampulle zu sterilisieren und darauf nach. dem Einfüllen des festen Stoffes und Herstellung des Unterdruckes die zweite Teilampulle abzuschmelzen. Damit ist ,eine größere Gewähr für die sterile Beschaffenheit der Ampulle gegeben. Die an sich bekannte Anordnung des Unterdruckes über dem festen Medikament hat weiter'nicht nur :die Folge, daß Flüssigkeit -und festes Medikament schneller miteinander vereinigt werden. Durch das Ansaugen der Flüssigkeit nach oben durch: den Kapillarspieß in die Spießampulle wird vielmehr überdies eine kräftige Durchwirbelung von- festem MedikaT ment und Lösungsmittel erzielt, so daß eine schnelle Auflösung des Arzneimittels erfolgt. Diese Durchwirbelung ist von um so größerer .Bedeutung, als die verwendeten testen Arzneimittel häufig stark hygroskopisch sind ..oder stabilisierende Zusätze ' von Gelatine @p.;,dgl. enthalten und daher zu- einer die A-eiKelIe Auflösung verhindernden Verkrustung ",n@elgen.
- Durch das Hochsaugen der Flüssigkeit durch den Kapillarspieß wird überdies bei geeigneter Bemessung des Kapillardurchmessers erreicht, daß die beim Abbrechen des Spießes bei e entstehenden Glassplitter nicht mit in die als Mischampulle verwendete Spießanzpulle a gelangen, sondern in der Teilampulle b verbleiben. - Das nachdem Hochsaugen der Flüssigkeit in der Spießampulle befindliche Gemisch von Flüssigkeit und festem Arzneimittel läßt sich ferner kräftig schütteln, ,ohne daß infolge der engen, durch einen Flüssigkeitspfropfen verschlossenen Spießöffnung die Sterilität der Lösung beeinträchtigt wird. Erst nach dem Abtrennen des Kapillarspießes c ist eine hinreichend große öftnung vorhanden, um die Injektionsspritze zur Entnahme der Flüssigkeit einzuführen. Bei vorbekannten, ,oben offenen Mischampullen würde ein kräftiges Schütteln der Mischampulle die sterile Beschaffenheit der Lösung gefährden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCF1: Doppelampulle aus Glas, bei welcher der Zwischenboden zu einem verschlossenen, mit dem gegenüberliegenden Boden des einen Anpullengefäßes verschmolzenen Spieß ausgezogen ist, .dadurch gekennzeichnet, ,daß das pulverförmige Heilmittel unter Herstellung eines Unterdrukkes in der Spießampulle (a), ,die Ampullenlösung dagegen in dem zweiten Ampullengefäß (b) eingeschmolzen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES108225D DE637277C (de) | 1933-02-10 | 1933-02-10 | Doppelampulle aus Glas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES108225D DE637277C (de) | 1933-02-10 | 1933-02-10 | Doppelampulle aus Glas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637277C true DE637277C (de) | 1937-07-08 |
Family
ID=7528649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES108225D Expired DE637277C (de) | 1933-02-10 | 1933-02-10 | Doppelampulle aus Glas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637277C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109823653A (zh) * | 2018-11-21 | 2019-05-31 | 周慧 | 一种分体式按压双效子母瓶及单独使用方法及结合使用方法 |
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1933
- 1933-02-10 DE DES108225D patent/DE637277C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109823653A (zh) * | 2018-11-21 | 2019-05-31 | 周慧 | 一种分体式按压双效子母瓶及单独使用方法及结合使用方法 |
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