DE656620C - Verfahren zum Schaelen von Samen, insbesondere Getreide - Google Patents

Verfahren zum Schaelen von Samen, insbesondere Getreide

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DE656620C
DE656620C DER92625D DER0092625D DE656620C DE 656620 C DE656620 C DE 656620C DE R92625 D DER92625 D DE R92625D DE R0092625 D DER0092625 D DE R0092625D DE 656620 C DE656620 C DE 656620C
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peeling
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L5/00—Preparation or treatment of foods or foodstuffs, in general; Food or foodstuffs obtained thereby; Materials therefor
    • A23L5/57—Chemical peeling or cleaning of harvested fruits, vegetables or other foodstuffs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schälen von Samen, insbesondere Getreide Bekanntlich sind viele Versuche gemacht, um auf chemische und mechanische Weise Samen, insbesondere Getreide, zu schälen und dabei Verluste an wertvollen Stoffen zu vermeiden, die besonders bei den Naßschälverfahren, in störender Weise sich bemerkbar machen.
  • .Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das man als Trockenschälverfahren bezeichnen darf und bei dem alle die vorgenannten Nachteile wegfallen, da eine Auslaugung wasserlöslicher Wertstoffe fast gänzlich vermieden wird.
  • Das Verfahren besteht darin, daß die zu behandelnden Körner zunächst mit Laugen oder Säuren, welche das Quellen und Auflockern. der Schalenschichten erleichtern, genetzt werden. Die anzuwendenden Temperaturen halten sich in solchen Grenzen, daß sie den Nährwertund die Qualität der behandelten Körner nicht ungünstig beeinflussen und bewegen sich unter ioo° C. Die Zeit der Einwirkung richtet sich nach der zu behandelnden Getreideart und ist auch bei den verschiedenen Weizensorten verschieden, da die Dicke der Schalen bei dien einzelnen Getreidesorten wechselt. Anschließend werden die benetzten-Körner unter Vermeidung einer Auslaugung neutralisiert.
  • Die so behanddlten Körner werden nunmehr je nach der Art des Getreides mit Wasser kurz gewaschen. Diese Waschung kann auch wegfallen. Anschließend wird das Gut in bekannter Weise getrocknet und geschält.
  • Es sind Verfahren bekanntgeworden, bei denen die Fruchtschale, insbesondere von Leguminosen und namentlich Sojabohnen, entfernt wird, indem man alkalische Lösungen, insbesondere Bicarbonatlösung, in der Kälte darauf einwirken läßt. Dadurch wird die Fruchtschale abgelöst. Der besondere Zweck dieses Verfahrens ist die Entbitterung der Sojabohnen. Das Verfahren ist ein Naßschälverfahren, und das verwendete Bicarbonat macht die Bitterstoffe löslich, so daß sie bei der nachfolgenden Säurebehandlung in die Flüssigkeit übertreten können. Das Ablösen der Schalen dürfte dadurch vor sich gehen, daß die Bicarbonatlösung in die Schale eintritt und durch die nachfolgende Säurebehandlung die frei werdende Kohlensäure die Schale von dem Korn abhebt. Eine besondere Wärmebehandlung ist bei .diesem bekannten Verfahren nicht' vorgesehen. Es sind weiterhin eine Reihe sogenannter Naßschälverfahren bekannt, bei denen durch Eintauchen erst in Alkahlösung und nachfolgendes Eintauchen in eine Säurelösung die äußeren Schalen gelöst werden. Diese Vierfahren aber weisen große Nachteile, z. B. Schwund und schwierige Rückgewinnung der abgeschälten Kleie, auf. Die Getreidekörner verschmieren auch, und es sind Zentrifugen, Filterpressen und Trockenanordnungen notwendig, um die Kleie- m einer brauchbaren Form wiederzugewinnen. _ Ausführungsbeispi:e`1 ; t
    i oo kg Getreide werden mit weniger
    iooio Lauge befeuchtet und dann bei höhe
    Temperatur, je nach Art des Getreides, zwil scheu 3o bis 6o3 C -etwa 2o bis 40 Minuten lang behandelt. Anschließend daran wird mit der notwendigen Menge Säure neutralisiert, und zwar in solcher Konzentration, daß die angewandte Säuremenge weniger als io% vom Gewicht der Getreidemenge ausmacht. Man nimmt dann eine Vortrocknung vor, worauf schließlich die Schälun.g der Frucht; und Samenschalen bis zur Aleuronschicht vorgenommen wird.
  • Die Durchführung dieser Behandlung geschieht folgendermaßen: Die mit Lauge genetzten Körner oder Samen werden -durch einen Raum, der auf der nötigen Temperatur gehalten wird, unter guter Umwürfelung geführt. Darauf erfolgt das Überleiten in eine andere Appa-#'atur mit Transportvorrichtungenzwecks Neu-
    ,arälisierung und Trocknung. Schließlich wer-
    ii die gelösten Schichten in einer Schäl-
    aschine entfernt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Schälen von Samen, insbesondere Getreide, unter Anwendung von Laügen und Säuren, dadurch gekennzeichnet, - daß man das zu schälende Gut bei erhöhter Temperatur, und zwar nicht über i oo° C, in an sich bekannter Weise mit der Behandlungsflüssigkeit (Lauge oder Säure) befeuchtet, sie so lange einwirken läßt, bis die Schalenschichten genügend gequollen sind und sie dann unter Vermeidung einer Auslaugung neutralisiert, worauf das Gut getrocknet und von den Schalenschichten befreit wird.
DER92625D 1935-02-12 1935-02-12 Verfahren zum Schaelen von Samen, insbesondere Getreide Expired DE656620C (de)

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DE (1) DE656620C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944346C (de) * 1952-09-10 1956-06-14 Karl Boehlhoff Verfahren zum Vorbereiten von Getreide zwecks Entfernung der Schalenteile unter Verwendung von Alkalien

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944346C (de) * 1952-09-10 1956-06-14 Karl Boehlhoff Verfahren zum Vorbereiten von Getreide zwecks Entfernung der Schalenteile unter Verwendung von Alkalien

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