DE660906C - Schirm fuer stereoskopischen Bildwurf - Google Patents
Schirm fuer stereoskopischen BildwurfInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B21/00—Projectors or projection-type viewers; Accessories therefor
- G03B21/54—Accessories
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schirm für stereoskopischen Bildwurf, der reihenweise
versetzt angeordnete gekrümmte Spiegelflächen aufweist. Bei den bekannten Schirmen
dieser Art schwingen die Spiegelflächen im Rhythmus des Bildwechseis und dienen zur
Steuerung der Strahlenbündel der Linksund Rechtsbilder. Ferner ist es bei diffus
streuenden Schirmen schon bekannt, sie beim
ίο Bildwurf in ihrer Ebene zu bewegen.
Jeder kugelig gewölbte Spiegel gibt ferner bekanntlich durch Überlagerung mehrerer
auf oder in ihn mittels eines Stereobildwerfers geworfener Bilder für einen einzigen
Betrachtungspunkt eins echtes stereoskopisches Bild. Der Zweck vorliegender Erfindung läßt
sich dahin zusammenfassen, daß diese Erscheinung für die Stereokinematographie ausgenutzt
wird, und zwar in einer Weise, daß alle auf einen großen Raum verteilten Zuschauer
innerhalb eines weiten Blickfeldes ein dreidimensionales Bild gewinnen und sich auch bewegen können, ohne daß die
Wahrnehmung des Bildes darunter leidet.
Zur Erreichung dieses Zweckes besteht die Erfindung darin, daß ein Schirm der eingangs
genannten Art sich längs der Projektionsfläche mit großer Geschwindigkeit kontinuierlich
in derselben Richtung oder hin und her gehend verschiebt, daß die in quer zur Ver-Schiebungsrichtung
des Schirmes verlaufenden Reihen angeordneten Spiegelflächen in Bewegungsrichtung stark, quer zur Bewegungsrichtung
schwach gekrümmt sind und daß die spiegelnden Flächen einer aus mehreren aufeinanderfolgenden Reihen bestehenden
Gruppe entweder mit verschiedener Neigung zur Bewegungsebene oder quer zur Bewegungsrichtung in den einzelnen
Reihen einer Gruppe gegeneinander versetzt angeordnet sind, so daß erst in den entsprechenden
Reihen einer folgenden Gruppe die Spiegelflächen wieder parallel bzw. genau übereinander zu denen einer Reihe der vorhergehenden
Gruppe liegen. Dadurch ergibt ein kreisrundes Lichtbündel, das auf eine Spiegelfläche auftrifft, auf dieser einen länglichen,
streifenförmigen Reflex. Da der Schirm in derjenigen Richtung, in welcher die Spiegelflächen stark gekrümmt sind, sehr
schnell verschoben wird, verwandeln sich infolge der Trägheit der Netzhaut die streifenförmigen
Reflexe für das Auge in Reflexbänder, die sich über die ganze von den Spiegelflächen bestrichene Länge erstrecken.
Der Zusammenhang zwischen diesen Reflexbändern quer zur Bewegungsrichtung wird dadurch erhalten, daß die Spiegelflächen je
zweier aufeinanderfolgenden Reihen in ihrer Winkelstellung oder seitlich in der erwähnten
Weise gegeneinander versetzt sind.
Die Spiegelflächen, aus denen der Schirin
gebildet ist, können aus konkaven oder kdiivexen Ringflächen bestehen oder auch aiis
anderen Flächen abgeleitet sein, welche nach einer kreisförmigen Leitlinie und einer Erzeugenden von geeigneter Form gekrümmt
ίο sind, wenn sie nur auffallende Lichtstrahlen in längliche, streifenförmige Reflexe umwandeln
können. Hierzu sind beispielsweise paraboloidische, zykloidische, hyperboloidische,
ellipsoidische, eiförmige Flächen geeignet, wobei die Spiegelflächen auch aus verschiedenen der vorstehend genannten
Flächenarten zusammengesetzt sein können. Der Erfindungsgegenstand wird an Hand
der Zeichnung näher erläutert. Fig. ι bis 4 zeigen die Ausbildung der
Spiegelflächen des Schirmes.
Fig. 5 und 6 erläutern die Zusammensetzung des Schirmes aus den einzelnen
Spiegelflächen.
Fig. 7 zeigt einen über Rollen geführten bewegten Schirm,
Fig. 8 einen Schirm in Form einer umlaufenden Scheibe.
Fig. 9 zeigt eine andere Anordnung der Spiegelflächen am Schirm.
Fig. 10 ist eine weitere Ausgestaltung des
Schirmes nach Fig. 7. ■
Die Fig. n und 12 zeigen einen Schirm
für Bildwurf von der dem Beschauer abgewandten Seite her.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine einzelne Spiegelfläche ι in der Ursprungsform. Sie besteht
im wesentlichen aus dem Teil einer Ringfläche halbkreisförmigen Querschnittes, deren
konvexe Fläche spiegelnd gemacht ist. Die einfallenden Strahlen M1N, O,P, Q (Fig. 1),
welche in der Längsmittelebene liegen, werden in RichtungM', N', Ο',.Ρ', Q' zurückgeworfen.
Man erhält so aus eineni einfallenden Lichtstrahl einen länglichen, streifenförmigen
Reflex. Betrachtet man hingegen die Strahlen R, L, T, S (Fig. 2), welche in einer Quer-
:;■ ebene liegen, so sieht man, daß diese in
Richtung der divergierenden Linien V, R', 7", S' zurückgeworfen werden. Man hat auf
diese Weise ein Blickfeld, dessen Winkelweite in der Senkrechten erheblich' ist.'
Durch geeignete Bestimmung des Einfallwinkels für die Lichtstrahlen an jeder Spiegelfläche
kann man in beliebiger Weise aneinandergereihte. Blickfelder erhalten. Daher
können die Zuschauer sich seitlich bewegen, ■'" und es treten keine Unterbrechungen in der
Sichtbarkeit ein, da der entsprechende BiIdteil· aus einer unendlichen Anzahl von Punkten
betrachtet werden kann. I
Um an jeder Spiegelfläche einen Einfallwinkel z'u erhalten, der nach vorstehendem
. Gesichtspunkt bestimmt ist, bestehen zwei Möglichkeiten. Bei derjenigen nach Fig. 3
■„■bis S wird das spiegelnde Element nach Fjg. ι und 2 durch Querschnitte in mehrere
Teile, z. B. in vier Teile a, h, c, d, unterteilt.
. Die Mittelpunkte dieser Teile werden auf ■eine gemeinsame gerade Linie 2 gesetzt, wie
es in Fig. 3 dargestellt ist, so daß die einzelnen Teile die Neigung beibehalten, welche
sie im Ursprungselement 1 hatten. Zur Bildung des Schirmes aus Reihen der so gebildeten
Teile wird gemäß Fig. 4 vorgegangen, indem in einer Reihe nur Teile α, in der in
Bewegungsrichtung des Schirmes folgenden Reihe nur Teile b, in der dritten Reihe nur
Teile c und in der vierten Reihe nur Teile d
angeordnet werden, wobei zu beachten ist, daß die einzelnen Teile hinsichtlich ihrer
Form gleich sind und sich nur hinsichtlich ihrer Neigung in bezug auf die untereinander
parallelen Linien 2 unterscheiden.
Die Fig. 5 zeigt als Beispiel ein Stück
einer Reihe, welche aus aneinandergesetzten,
aus je einem einzigen dünnen Blechstück gebildeten Teilen c besteht. Die Blechstücke
sind spiegelnd oder nachträglich spiegelnd gemacht. '
Da bei allen Teilen die spiegelnde Fläche jeweils nach zwei verschieden großen Halbmessern
gekrümmt ist, verwandeln alle diese
Teile das einfallende Licht in längliche, streifenförmige Reflexe. Infolge der verschiedenen
Winkelstellung der einzelnen Spiegelflächen sind diese Reflexe jedoch gegeneinander
versetzt. ::
Die gleiche Wirkung erhält man, wenn man den Schirm aus gleichen Elementen gleieher
Winkelstellung zusammensetzt, welche beispielsweise die Form nach Fig. 1 haben.
In diesem Fall, welcher in Fig. 6 dargestellt ; : ist, liegen in den einzelnen Reihen jeweils
die vollständigen Elemente ia, ib, ic, id, ie,
if, ig, ih, 1', ik, iA Die Elemente zweier aufeinanderfolgender Reihen sind seitlich gegeneinander
versetzt, so- daß erst die Elemente ifl und il genau übereinanderliegen.
Die Gesamtheit der Reihen von i"'bis ife wird
im folgenden eine Reihengruppe genannt, so daß die Elemente il die erste Reihe der folgenden
Gruppe darstellen. . L:.
Eine vollständige Reihengruppe oder einen Teil derselben kann durch Pressen, Gießen,
Ziehen oder in sonstiger beliebiger Weise zusammen mit dem Träger der Spiegelflächen
erhalten werden. ; .,·
Innerhalb einer solchen Reihengruppe sind die Reflexe seitlich gegeneinander versetzt,
während diejenigen der Spiegelflächen ia und
V genau übereinanderliegen.
In beiden Fällen erfolgt die Verschiebung des Schirmes in derjenigen Richtung, in
welcher die Spiegelflächen ι bzw. der aus ihnen erhaltenen Teile den kleineren Krümmungshalbmesser
aufweisen. Bei dieser Verschiebung verwandeln sich die einzelnen streifenförmigen Reflexe infolge der Trägheit
der Netzhaut für das Auge in Reflexbänder, wobei die einzelnen Bänder seitlich unmittelbar
aneinander anschließen, so daß man ein geschlossenes Bildfeld erhält. Selbstverständlich
muß die winklige Verlagerung zwischen den Teilen a, b, c, d bzw. die seitliche Versetzung
der Elemente i", ib usw. gegeneinander
der Länge der streifenförmigen Reflexe entsprechen, da man sonst Unterbrechungen
oder Überlagerungen zwischen den einzelnen- Reflexbändern erhalten würde, die
sich aus der Bewegung der streifenförmigen Reflexe ergeben. Die Verschiebung kann in
einer kontinuierlichen oder hin oder her gehenden Bewegung bestehen. In letzterem
Falle muß selbstverständlich der Hub der einzelnen Bewegungen gleich oder größer
sein als die Höhe einer ganzen Reihengruppe. Gemäß Fig. 7 erhält man eine ununterbrochene
Bewegung durch Verwendung eines Schirmes in der an sich bekannten Form eines endlosen Bandes. Die Stangen 3 weisen Spiegelflächen
der eben erläuterten Art auf und sind auf endlose Ketten 4 aufgesetzt, welche über die Rollen 5 laufen. Die nutzbare Projektionsfläche
ist durch den Linienzug 6 umrissen.
Gemäß Fig. 8 wird das Bildfeld durch Drehung der Scheibe 7 um die senkrecht zur
Projektionsfläche liegende Achse 9 erhalten. Die Scheibe 7 ist aus einem Blechstück oder
ähnlichem Werkstück gebildet, welches in radialer Anordnung die Teile 8 aufweist, die
in der oben beschriebenen Weise aus seitlich oder winkelig gegeneinander versetzten Spiegelflächen
gebildet sind.
Wenn auf einen solchen Schirm gleichzeitig mehrere Stereobildstreifen übereinander
geworfen werden, so nimmt der Beschauer wie beim sphärischen Spiegel eine dreidimensionale
Darstellung war. Der Schirm nach der Erfindung kann als sphärischer Spiegel
mit vielen Brennpunkten bezeichnet werden. Denn seine schnelle Verschiebung in Verbindung
mit der Form und der Versetzung der in einer Reihengruppe zusammengefaßten Spiegelflächen vervielfacht die Bildung konjugierter
Punkte, welche infolge der Trägheit der Netzhaut für den Beschauer aneinander
anschließend erscheinen. Der Umstand, daß sich der Schirm nach der Erfindung wie ein
- sphärischer Spiegel mit mehreren Brenn-
punkten verhält, beruht ausschließlich ' auf seinen optischen Eigenschaften. Denn die
geometrische Form und die spiegelnde Ausgestaltung sowie die Bewegung der einzelnen
Spiegelflächen rufen die gleiche Wirkung herbei, wie sie in dem sphärischen Spiegel eintreten
würde, d. h. die Punkte, welche den von den Objektiven des Projektionsapparates gebildeten Lichtquellen konjugiert sind, erscheinen
in dem Raum vor dem Spiegel aneinander anschließend, so daß die Augen einer großen Anzahl von Zuschauern, die auf
alle Punkte dieses Raumes verteilt sind, sich an Scheiteln von Lichtkegeln befinden, die
von der ganzen nutzbaren Oberfläche des Spiegels reflektiert werden. Mit einem einzigen
sphärischen Spiegel können diese Wirkungen praktisch natürlich nicht erhalten werden, aber in dem Schirm nach der Erfindung
sind sie verwirklicht.
Der Schirm nach der Erfindung ist auch sehr geeignet zur unmittelbaren Projektion
von wirklichen Gegenständen aus einem üblichen Bildwerfer. Die Merkmale des Schirmes
gestatten den Blickachsen der Zuschauer, durch das Objektiv des Bildwerfers den dort
befindlichen wirklichen Gegenstand zu erreichen, so daß eine plastische und vergrößerte
Betrachtung ermöglicht wird. Diese Anwendung ist für wissenschaftliche und Lehrzwecke sehr vorteilhaft, da die naturgetreue
Wiedergabe der räumlichen Ausdehnung und der Farben erfolgt, welche derjenigen
vielfach überlegen ist, welche man bei der üblichen Projektion natürlicher ' Gegenstände auf Schirmen mit diffuser Lichtwirkung
erhält. Daher erscheint der Bildwurf wie der wirkliche Gegenstand selbst. Auch bei der Projektion von Bildstreifen ergibt
sich eine sehr hohe Glanzwirkung und eine genaue Wiedergabe. Auch wenn man
normale, nicht stereoskopische Bildstreifen auf den Schirm nach der Erfindung projiziert,
erhält man dank der Kontrast- und Glanzwirkung einen Scheinstereoeffekt, der zwar nicht der echten dreidimensionalen
Wirkung des stereoskopischen Bildwurfes gleichzusetzen ist, sich dieser aber nähert.
Aus baulichen Gründen ist es zweckmäßig, gemäß Fig. 9 die Mittelpunkte 11 der Spiegelflächen
i, die in einer Reihe liegen, auf einem Bogen 10 anstatt auf einer geraden
Linie anzuordnen. Die Krümmungsmittelpunkte der Bogen 10 der einzelnen Reihen
liegen auf der Linie 12; die optischen Hauptachsen 15 der Spiegelflächen 1 schneiden sich
in 'dem Krümmungsmittelpunkt desjenigen Bogens 10, der zu der betreffenden Reihe gehört.
Die Mittelpunkte der schwachen Krümmungen der einzelnen Spiegelflächen liegen auf dem Bogen 13, dessen Mittelpunkt
wiederum mit dem Mittelpunkt des Bogens 10 zusammenfällt. Hieraus ergibt sich, daß der
Krümmungshalbmesser des Bogens io größer
ist als der große Krümmungshalbmesser der Spiegelflächen i. ■
Wie sich aus der Zeichnung weiterhin ergibt, liegt die Ebene, welche durch den
Bogen io bestimmt ist, senkrecht zu der
Ebene und der Richtung, in weichen sich der Schirm verschiebt. Die Anordnung der
Spiegelflächen ι auf dem Bogen ι ο erweitert
den nutzbaren Zuschauerraum gegen den Schirm zu erheblich. Denn bei dem Winkel <x,
in dem die Strahlen von den seitlich äußersten Spiegelflächen des Schirmes reflektiert werden,
beginnt der nutzbare Zuschauerraum im Punkt 14. Es ist offensichtlich, daß dieser
Punkt von dem Schirm viel weiter entfernt liegen würde, wenn die Spiegelflächen 1 anstatt
auf einem Bogen auf einer geraden Linie liegen würden.
Wenn man gemäß Fig. 7 zwischen den Reihen der Spiegelflächen die Zwischenräume
16 vorsieht, so können in an sich bekannter
Weise dem Zuschauer Gegenstände oder Personen sichtbar gemacht werden, die sich jenseits der Projektionsflächen befinden. Die
wichtigste Ausnutzung dieser Anordnung ist diejenige, bei welcher die durch die Zwischenräume
16 sichtbar gemachten Gegenstände ein Szenenbild darstellen, welches ein natürliches
sein kann oder auch auf die Leinwand 17
gemalt sein kann, welche auf die kleinen Rollen 18 gewickelt ist, um nach Wunsch das
Szenenbild ändern zu können. Wenn man beispielsweise auf einen solchen Schirm BiIdstreifen
projiziert, deren Handlungen stereoskopisch vor einem nicht aktinischen Hintergrund,
d. h. in Räumen mit schwarzen Wänden, Fußböden und Decken, aufgenommen
sind, so spielen sich diese Handlungen bei der Wiedergabe mit räumlicher Wirkung in einer
Umgebung ab, welche bei der Aufnahme des Bildstreifens nicht vorhanden war.
Das Szenenbild kann mittels der Anordnung nach Fig. 10 farbig sichtbar gemacht
werden. Hinter der Leinwand 17 liegt eine zweite, auf die Rollen 20 gewickelte, durchscheinende
Leinwand 19, welche in allmählichem Übergang mit allen Farben des Spektrums
gefärbt ist. Hinter ihr liegen Lichtstrahler 21, welche die Leinwand 17 in den
Farben der Leinwand 19 beleuchten.
Läßt man bei dieser Anordnung die Leinwand 17 fort, so erscheint das gefärbte Licht
unmittelbar in den Zwischenräumen 16 des Schirmes, und man erhält im Bildwurf einen
eigenartigen Farbeffekt. Die Verschiebung der gefärbten Leinwand 19 durch Drehung
der Rollen 20 kann von der Kabine der Bedienungsperson aus gesteuert werden.
Gemäß Fig. 11 laufen die endlosen Ketten 4 über vier Rollen 5, 5a, so daß ein verhältnismäßig
großer Raum eingeschlossen wird, in welchem der Bildwerfer 22 angeordnet ist. Das aus ihm austretende Strahlenbündel,
dessen Endstrahlen mit 23 bezeichnet sind, trifft von hinten auf den Schirm auf. Um
dennoch den Zuschauern diesen Bildwurf sichtbar zu machen, sind die gekrümmten
Spiegelflächen 1 in der aus Fig. 12 näher ersichtlichen
Weise angeordnet. Die Spiegelflächen sind zur Projektionsfläche um 45 ° geneigt, und auf ihrer Rückseite sind zusätzliche
ebene Spiegelflächen 24 vorgesehen. Die von den gekrümmten Spiegelflächen reflektierten
Strahlen des Bildwerfers treffen auf die ebenen Spiegelflächen der nächsthöheren
Reihe und werden von diesen beispielsweise in Richtung der Pfeile 25 zum Zuschauer geworfen.
Da die Strahlen 23 die Randstrahlen sind, stellt der Raum zwischen den
■Strahlen 25 das nutzbare Bildfeld für alle Zuschauer dar.
Um seitens der Zuschauer einen unmittelbaren Blick auf das Objektiv des Bildwerfers
zu verhindern, sind an den Spiegelflächen 1 und 24 die Blenden 26 angebracht.
Claims (6)
1. Schirm für stereoskopischen Bildwurf,
der reihenweise versetzt angeordnete, gekrümmte Spiegelflächen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm sich mit großer Geschwindigkeit längs der
Projektionsfläche kontinuierlich in derselben Richtung oder hin und her gehend
verschiebt, daß die in quer zur Bewegungsrichtung
verlaufenden Reihen angeordneten Spiegelflächen in Bewegungsrichtung
stark, quer zur Bewegungsrichtung schwach gekrümmt sind und daß die Spiegelflächen einer aus mehreren aufeinanderfolgenden
Reihen bestehenden Gruppe entweder mit verschiedener Neigung zur Bewegungsebene oder quer zur
Bewegungsrichtung in den einzelnen Reihen einer Gruppe gegeneinander versetzt
angeordnet sind, so daß erst in den entsprechenden Reihen einer folgenden
Gruppe die Spiegelflächen wieder parallel bzw. genau übereinander zu denen einer
Reihe der vorhergehenden Gruppe liegen.
2. Schirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vergrößerung
des nutzbaren Zuschauerraumes die Spiegelflächen (1, Fig. 9) jeweils einer
Reihe mit ihren Mittelpunkten (11) auf einem Bogen (10) liegen, der in einer
senkrecht zur Projektionsfläche und zur Bewegungsrichtung liegenden waagerechten
Ebene verläuft und dessen Krümmungshaibmesser
größer als die Krümmungshalbmesser der Spiegelflächen ist.
3· Schirm nach Anspruch ι und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bogen (io), auf welchem die Mittelpunkte (ii) der
Spiegelfläche (i) liegen, ein Kreisbogen ist, dessen Mittelpunkte (12) im gemeinsamen
Schnittpunkt der optischen Hauptachsen der Spiegelflächen (1) der betreffenden
Reihe liegt.
4. Schirm nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihen
von Spiegelflächen radial zu einer senkrecht zur Projektionsfläche stehenden Achse verlaufen, um die sich der Schirm
in an sich bekannter Weise dreht (Fig. 8).
5. Schirm nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelflächen (24, Fig. 12) gegen die Projektionsfläche
um etwa 45 ° geneigt sind und auf ihrer Rückseite mit einer Spiegelfläche (1) versehen sind, welche von hinten
vom Bildwerfer kommende Lichtstrahlen (23) auf die dem Beschauer sichtbare Seite (24) der Spiegelflächen der nächsten
Reihe wirft, und daß Blenden (26) vorgesehen sind, welche einen unmittelbaren Blick durch die Zwischenräume zwischen
den Spiegelflächenreihen verhindern.
6. Schirm nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Reihen von spiegelnden Flächen aus einem einzigen starren Werkstück beliebigen
Werkstoffes gebildet ist, das entweder an sich spiegelnd ist oder hernach spiegelnd
gemacht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT660906X | 1935-03-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660906C true DE660906C (de) | 1938-06-07 |
Family
ID=11298286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM133995D Expired DE660906C (de) | 1935-03-25 | 1936-03-24 | Schirm fuer stereoskopischen Bildwurf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660906C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1173691B (de) * | 1960-09-19 | 1964-07-09 | Bernhard Wentzel | Laufende Projektionswand fuer stereoskopische Bildwirkung |
-
1936
- 1936-03-24 DE DEM133995D patent/DE660906C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1173691B (de) * | 1960-09-19 | 1964-07-09 | Bernhard Wentzel | Laufende Projektionswand fuer stereoskopische Bildwirkung |
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