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Projektionsschirm.
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Die feinere Oberflächenkonfiguration des in den verschiedenen Typen auszuführenden Projektionsgitterschirmes hat nun in bezug auf das auffallende Projektionslicht bzw. auf die aufprojizierten stehenden oder bewegten Lichtbilder zunächst folgende optische Wirkung :
Es findet auch für die mehr und mehr seitlich gelegenen Teile des Zuschauerraumes eine genügend starke Lichtreflexion von der Schirmoberfläche her statt, die, wie aus Fig. 2 (Vergrösserung zirka 22-5 :
1) ersichtlich, an den entsprechend gelegenen seitlichen Teilen der die Gitterschirmoberfläche zusammensetzenden und vertikal gerichteten elliptisch-konvexen Zylindersegmente erfolgt und damit den seitlich sitzenden Zuschauern die ungefähr gleich hohe Lichtintensität der stehenden oder bewegten Projektion-
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Projektionsversuche haben ergeben, dass der in der Horizontalebene überall eine hohe Lichtintensität der Projektionsbilder liefernde horizontale Gesamtstreuwinkel des Gitterschirmes über 160 beträgt, was auch für den breitesten Zuschauerraum überreichlich genügen dürfte.
Der bei der elliptisch-segmentären Schirmoberfläche zu beobachtende gleichmässige Helligkeiteffekt der Projektionsbilder für zentrale und seitliche Beobachtungsrichtungen ist nicht erreichbar, wenn man im Horizontalschnitt des Schirmes an Stelle der flachen Ellipsen entsprechend dimensionierte Kreis-
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zentraler Beobachtungsrichtung wahrgenommenen Helligkeit bewirken muss. Dies erklärt sich daraus, dass die von den konvexen kleinen Kreissegmenten mehr oder minder senkrecht nach vorn reflektierenden, eng benachbarten und einander von Segment zu Segment entsprechenden Bildstrahlenbündel infolge der bei diesen Kreisen rascher als bei den flacheren Ellipsen fortschreitenden Mittelkrümmung untereinander rascher divergieren müssen als bei Reflexionen an den entsprechend gelegenen mittleren Ellipsenteilen.
Denn hier bleiben diese Bündel infolge der relativ schwächeren Krümmung näher beieinander und divergieren lamgsamer.
Diese Eigenschaft kommt nun, wie die Fig. 3 (Kreise) und 4 (Ellipsen) zeigen, den stärker seitlich reflektierten, zu je zwei benachbarten Segmenten gehörigen und angenähert parallel verlaufenden Lichtstrahlenbündeln besonders vorteilhaft zustatten, denn deren gegenseitige Entfernung e muss ja, wie aus den Figuren deutlich hervorgeht, mit zunehmender Seitenreflexion infolge perspektivischer Verkürzung stets kleiner sein als die Entfernung d bei mehr oder minder zentraler Reflexion.
Für diese perspektivische Verkürzung von d bei zunehmender Seitenbeobachtung, d. h. zunehmendem Einfallswinkel der projizierten Lichtstrahlen ergibt sich folgende Beziehung :
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<tb>
<tb> Bei <SEP> einem <SEP> Einfallswinkel <SEP> von <SEP> 300 <SEP> wird <SEP> e <SEP> = <SEP> 0'87 <SEP> d
<tb> " <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 450 <SEP> " <SEP> e <SEP> = <SEP> 0'71 <SEP> d
<tb> " <SEP> 60 <SEP> e <SEP> e=0-5 <SEP> d
<tb> " <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 800 <SEP> " <SEP> e= <SEP> 0'2 <SEP> d.
<tb>
Wie die Fig. 3 und 4 veranschaulichen, tritt die Differenz zwischen d und e bei den kreisförmigen Segmenten bedeutend störender hervor als bei den ellipsenförmigen. Bei diesen darf als gegenseitige Lichtbündelentfernung d diejenige betrachtet werden, die den zu zwei benachbarten Zentralstrahlen unmittelbar benachbarten und zueinander in gerade beginnender Konvergenz befindliehen Seitenstrahlen entspricht. Der Wert für d wird dann entsprechend kleiner und nähert sich dem der Seitenreflexion korrespondierenden Wert e weitgehend, wodurch eine über die ganze Schirmoberfläche gleichmässig verteilte Bildhelligkeit für die verschiedenen Beobaehtungswinkel gewährleistet ist.
Wie ersichtlich, schreitet die perspektivische Verkürzung von e mit wachsendem Einfallswinkel rasch fort, führt damit zu einer entsprechend zunehmenden Zusammendrängung der einander benachbarten und angenähert parallel reflektierten Strahlenbündel. Diese Zusammendrängung bedingt aber ihrerseits die bereits angeführte seitliche Helligkeitssteigerung des Projektionsbildes bei kreissegmentärer Ausbildung der Schirmoberfläche. Dagegen verschwindet der Fehler bei der elliptiseh-segmentären Schirmoberfläche so gut wie vollkommen.
Die bei kreisförmig-segmentärer Schirmoberfläche vorhandene zentrale Helligkeitsverminderung des Bildes würde auch bei steil-elliptischer, sowie parabolischer Form der Zylindersegmente störend in Erscheinung treten. Die Gründe dafür sind wiederum in der bei diesen Segmentformen rascher als bei den flachen Ellipsenbögen fortschreitenden Mittelkrümmung zu suchen.
Neben der durch die EIliptizität der reflektierenden Schirmoberflächenelemente auch bei seitlicher Beobachtung der Bilder angenähert gewährleisteten Ausgleichung von d und e bringt die aus den Fig. 2 und 4 hervorgehende weitere Tatsache, dass der Zuschauer von einem jeden Punkt des Zuschauerraumes aus senkrecht auf die einzelnen Bildelemente bzw. die reflektierenden Oberflächen der Schirmsegmente blickt, abermals einen wichtigen Vorteil mit sich.
Es tritt nämlich, wie Versuche gezeigt haben, das bei den bisher gebräuchlichen Projektionsschirmen äusserst störend empfundene Phänomen der übertriebenen Verkürzung horizontal gerichteter Bildfeldteile bei mehr und mehr seitlicher Betrachtung um vieles geringer hervor ; dies ist für die Beurteilung des Gesamtbildes gleichfalls von besonderer Bedeutung.
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Was schliesslich die erforderliche Höhenlichtstreuung des Schirmes anbetrifft, so genügt für die meisten Lichtspielhäuser eine Streuung von etwa insgesamt 30 -40 nach oben und unten, in der Vertikalebene gemessen. In Anbetracht dessen, dass die für die Schirmoberfläche gewählte leichte Mattierung derjenigen des Seidenglanzes entspricht, ist infolge dieser Abdämpfung des metallischen Hochglanzes für etwas diffuse Streuung gesorgt, die sich in Form der hinreichend grossen Höhenstreuung auswirkt.
Die optische Streuwirkung der leichten Mattierung der metallischen Schirmoberfläche wird durch die in dieser zahlreich vorhandenen, ausserordentlich mannigfachen und feinen Struktur-bzw. Oberflächenunregelmässigkeiten so unterstützt, dass infolge der alsdann wirksamen, mehr oder minder unregelmässigen Reflexion der gewünschte Streueffekt verstärkt in Erscheinung tritt.
In Verbindung mit der grossen Gesamtseitenstreuung füllt damit die Höhenstreuung sämtliche Punkte des Zuschauerraumes so, dass das projizierte Bild von jedem in dem Raum befindlichen Beobachter mit der gleichen Helligkeit wahrgenommen wird.
Ausser der querdimensional verzeichnungsfreien, breiten und überall praktisch gleich intensiven Seitenlichtstreuung bewirkt die elliptisch-segmentäre Oberflächengestaltung des neuen Schirmes eine maximale Verstärkung der bei stehenden Bildern auf richtiger photographischer Perspektive, bei bewegten teils auf dieser, teils auf der gegenseitig fortwährend wechselnden Parallaxe der einzelnen Bildteile beruhenden natürlichen Tiefenplastik der auf den Schirm projizierten Liehtbilder.
Wie Versuche zeigten, arbeitet der Schirm innerhalb des gesamten Streubereiches so, dass für Entfernungen vom Schirm, die grösser sind als die für die oben angeführten Schirmtypen angenommen, die feine elliptisch-segmentäre Oberflächenstreifung des Schirmes nicht mehr störend sichtbar ist, da sieh dann die Grösse des Sehwinkels, unter dem in der Horizontalebene je ein Ellipsenbogen erscheint, auf weniger als eine halbe Bogenminute beläuft, während sowohl das stehende wie ganz besonders auch das kinematographisch bewegte Projektionsbild mit weitaus stärkerer Plastik als bei Anwendung der bisher gebräuchlichen Projektionsschirme hervortritt.
Die plastikverstärkende Wirkung des neuen Schirmes beruht auf bekannten physiologisch-optischen bzw. psychologisch-optischen Faktoren.