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Vorrichtung zum Herstellen von Kautschuksieben Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Herstellen von Kautschuksieben, insbesondere von solchen mit
verhältnismäßig feinen Löchern oder Schlitzen, wie sie beispielsweise in der Faserstoffindustrie
Verwendung finden.
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Bei dem Herstellen solcher Siebe spielen die Kosten für die zur Formgebung
erforderlichen Heizformen eine erhebliche Rolle, und zwar in um so höherem Maße,
je feiner die gewünschten Sieblöcher oder Schlitze sind. So erscheint es beispielsweise
fast aussichtslos, Sortiersiebe für die Papierherstellung in Formen erzeugen zu
wollen, deren wesentlicher Teil aus gebohrten Platten mit hineingesteckten Stiften
besteht. Denn das Bohren der. außerordentlich vielen kleinen Löcher ist, selbst
wenn es unter Zuhilfenahme von Bohrschablonen erfolgt; ein kostspieliger Vorgang.
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Aus diesem Grunde haben feinere Loch-oder Schlitzsiebe aus Kautschuk
bisher in der Technik noch keinen Eingang gefunden, vielmehr hat man sich darauf
beschränken müssen, Drahtgewebe, grobgelochte Eisenbleche o. dgl. mit einem Kautschuküberzug
zu versehen. Von Gegenständen, die ähnlich wie Siebe zahlreiche feine Vertiefungen
oder Vorsprünge haben, sind nur Sonderartikel wie Gummibürsten mit gelochten konischen
Spitzen oder Borsten bekanntgeworden, zu deren Herstellung man aber Formen verwendet
hat, die selbst teure konische Bohrungen und innerhalb derselben Stifte enthalten,
die ihrerseits in gebohrte und daher teure Platten eingesetzt sind. Insoweit als
- in entfernter Annäherung an Schlitzsiebe -streifenförmige Gebilde in Frage komriäen,
hat man lediglich Kautschukleisten für Scheibenwischer mit einer Reihe feiner Zungen
hergestellt, wobei jedoch die Schlitze zwischen den Zungen durch die ganze Länge
der Leisten hindurchgehen, hingegen nicht die Wandung der Kautschukkörper durchdringen.
Es lag hier also formungstechnisch eine andere Aufgabe vor.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung geht darauf aus, den Arbeitsaufwand
für das Herstellen der Heizformen für Loch- oder Schlitzsiebe aus Kautschuk oder
ähnlichen plastischen Massen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Sie besteht im wesentlichen
darin, daB die Formen aus Bündeln von mit Verjüngungen versehenen Stiften oder von
mit Verjüngungen .und Unterbrechungen versehenen Streifen gebildet werden, die zu
geschlossenen Flächenteilen zttsammengefaßtwerden.
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Die Abb. i und 2 der Zeichnung zeigen, erstere im Querschnitt, letztere
im teilweisen Grundriß, schematisch einen besonders einfachen Fall des Erfindungsgegenstandes.
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Die Heizform besteht, abgesehen von der Unterplatte a, den Seitenwangen
b und der
Oberplatte c, lediglich aus Stiften, die aus Draht von
quadratischem Querschnitt durch Abschneiden und Andrehen der Spitzen hergestellt
sind. Die Stifte sind durch die Seitenwangen b zu einem Paket zusammengefaßt, das
eine geschlossene Grundfläche hat. Der bei der Siebherstellung von der Kautschukmasse
d eingenommene Raum ist auf der Zeichnung (Abb. i) schwarz angelegt.
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An Stelle des vierkantigen Querschnitts der Stifte können auch andere
Querschnitte gewählt werden, beispielsweise dreieckige oder sechseckige, da auch
mit diesen im zusaminengefaßten Zustand eine geschlossene Fläche gebildet werden
kann.
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In- Fällen, wo dies nicht zutrifft, z. B. bei Verwendung gewöhnlichen
Runddrahtes (Abb.3), kann die Formfläche dadurch geschlossen werden, daß man eine
die Zwischenräume ausfüllende Mässe einbringt, etwa in der Weise, daß man das betreffende
Stiftbündel in eine geschmolzene Legierung, z. B. Letternmetall, eintaucht.
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Abb. q, und 5 zeigen im Querschnitt und Grundriß eine weitere erfindungsgemäße
Ausführungsforen. Sie besteht darin, daß als Aufnahmeplatte für die Stifte e ein
Lochkörper f dient, der selbst durch ein Vervielfältigungsverfahren hergestellt
ist, z. B. aus Spritzguß. Derselbe kann einteilig sein, wie in Abb. 5 angedeutet,
er kann aber auch, wie Abb. 6 zeigt,. in einzelne Streifen g, h aufgeteilt sein,
die durch einfaches Aneinanderlegen die für die einzelnen Formstifte erforderlichen
Öffnungen entstehen lassen. Solche Streifen lassen sich z. B. durch Auswalzen oder
in Strangpressen herstellen. Es ist vorteilhaft, alle derartigen Zwischenlagen aus
einem verhältnismäßig weichen oder verformungsfähigen Werkstoff herzustellen, damit
durch seitliches Zusammenpressen in Verbindung mit den eingesetzten Stiften eine
geschlossene Grundfläche und ein fester Halt erzielt werden kann.
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Bei Verwendung von Stiften, deren Querschnitte an sich eine geschlossene
Fläche bilden, z. B. gemäß Abb. z, können durch Eindrehen von Nuten o. dgl. in dem
geschlossenen Unterteil der Stiftpakete Zwischenräume gebildet werden, die nach
Art der Abb.3 durch Eingießen einer Legierung derart ausgefüllt werden können, daß
die Stifte auch in ihrer Achsrichtung gegeneinander gesichert sind.
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Während es sich bei den Abb. i bis 6 um die Herstellung gelochter
Kautschuksiebe handelte, zeigt Abb. 7#,eine Heizform zur Erzeugung geschlitzter
Siebe. Hier sind in dem Raum zwischen der Unterplatte a, den Seitenwangen
b und der Oberplatte c Streifen i
untergebracht, die in ihrem oberen
verjüngten Teil lt mit beispielsweise durch Einfräsungen erzeugten Unterbrechungen
L versehen sind, welch letztere bei den zu erzeugenden Schlitzsieben die Stege zwischen
den Schlitzen ergeben. Man muß sich die Streifen verhältnismäßig schmal vorstellen.
Sie können beispielsweise aus blankgezogenem Profilstahl hergestellt sein. In diesem
Sinne kann Abb. i als Querschnitt zu Abb. 7 aufgefaßt werden.
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Besonders einfache und billige Formen für Schlitzsiebe lassen sich
dadurch herstellen, daß abwechselnd breite und schmale Streifen zu einem Paket zusammengefaßt
werden, wobei die breiten Streifen mit den für die Kautschukstege zwischen den Siebschlitzen
erforderlichen Unterbrechungen versehen sind.
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In den Abb. i und 7 sind die Oberplatten c als einfache glatte, genügend
starkwandige Bleche angedeutet, die nach Einbringen der Kautschukmasse auf die mit
den Stiftbündeln oder Streifenpaketen gefüllten Unterformen gepreßt werden. - In
der Regel entsteht hierbei durch den unvermeidlichen Werkstoffüberschuß ein mehr
oder weniger dünner Austrieb m, welcher die Sieblöcher oder Schlitze überdeckt.
'Dieser Austrieb ist in Abb.8, welche den vulkanisierten Formling darstellt, nochmals
angedeutet. Er kann entsprechend den bei der Kautschukverarbeitung üblichen Maßnahmen
dadurch entfernt werden, daß der Formling oberhalb der Linie A-B abgeschliffen wird
oder daß längs dieser Linie ein Messerschnitt erfolgt, wie in Abb. 9 angedeutet.
Der Formling ist durch Verwendung zweier gegeneinandergeschalteter Streifenpakete
als Zwillingskörper hergestellt, der durch Ausführung zweier Schnitte längs der
Linien C-D und E-F in -bekannter Weise getrennt wird.
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Die Zusammenfassung der Stifte oder Streifen zu Bündeln kann in der
Weise erfolgen, daß in gewissen Abständen stärkere Zwischenstücke n (Abb. io) eingefügt
werden. Dies hat zur Folge, daß die erzeugten Kautschuksiebe ihrerseits aus einzelnen
Loch-oder Schlitzfeldern bestehen, die durch volle Stege getrennt sind. Diese Ausführung
ist für viele Fälle vorteilhaft, weil sie den Sieben einen gewissen Halt verleiht.
Eine weiterhin erhöhte Steifigkeit der Siebe kann dadurch erzielt werden, daß in
der Form, vorzugsweise in den zwischen den Stiftbündeln o. dgl. angeordneten Zwischenstücken
n mehr oder weniger tiefe Aussparungen o vorgesehen werden. Hierdurch entstehen
im Siebformling Rippen, die, abgesehen von ihrer verstärkenden Wirkung, den Vorteil
bequemer Auflage bieten. Diese Rippen können in bekannter Weise durch eingeformte
Drähte, Schnüre o. dgl. verfestigt werden (s. Abb. io bei p). Die Formen können
durch Füllstücke
q in der Weise ergänzt werden, daß es möglich
ist, wahlweise Siebe mit oder ohne Rippen zu erzeugen. Im letzteren Falle werden
die Füllstücke q in die Aussparungen o eingelegt, wobei es möglich ist, nach Bedarf
nur einen Teil der möglichen Rippen mitzuformen, beispielsweise nur die Längsrippen
oder nur die Querrippen oder einen mehr oder weniger großen Teil derselben.
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Die Aufteilung der Siebformen in einzelne Bündel oder Pakete hat zur
Folge, daß es möglich ist, durch mosaikartiges Zusammensetzen, wie dies in Abb.
i i schematisch angedeutet ist, Loch- oder Schlitzsiebe in den verschiedensten Abmessungen
herzustellen, so daß auch nach dieser Richtung hin der Gesamtaufwand für die Formwerkzeuge
ein Mindestmaß erreicht.
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Mit Rücksicht auf den Verwendungszweck und die Herstellungsweise der
Siebe ist es in der Regel vorteilhaft, die Löcher oder Schlitze so zu formen, daß
sie sich konisch oder stufenweise erweitern. Die gegebenenfalls angeformten Rippen
erscheinen alsdann auf derjenigen Siebseite, welche dem weiten Ende der Löcher oder
Schlitze entspricht. ,Dies ist auch mit Rücksicht auf den Einbau ,'der Siebe in
Sortierapparaten o. dgl. erwünscht.
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Wie bereits erwähnt, ist die Vorrichtung auch anwendbar auf andere
Massen als Kautschuk, soweit sie verformbar sind und in Heizformen verarbeitet werden
können.