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Münzzähler In den letzten Jahren ist man in immer wachsendem Maße
dazu übergegangen, den Abdampf der in den Krafterzeugungsstationen für die Erzeugung
elektrischer Energie t' ZD aufgestellten Turbinen für die Warmwasserversorgung sowie
für Koch- und Heizzwecke zu verwenden. Bei der Panschalberechnung der zentralen
Warmwasserversorgung ergab sich der Nachteil, daß die Verbraucher verschwenderisch
mit dem zur Verfügung gestellten Dampf bzw. Warrnwasser umgingen. Man ist also aus
diesem Grunde gezwungen, für den Dampf- und Warmwasserverbrauch entsprechende Zähler
anzuordnen. Würde man für die verschiedenen, dem Konsumenten zur Verfügung gestellten
Energien getrennte Verrechnungsorgane vorsehen, so würde der Stromlieferant mit
einer großen Anzahl von Arbeiten ffir die Verrechnung der verschiedenartigen Energiemengen
belastet und die Kosten für die Verrechnung des Stromes und die Ablesung der einzelnen
Zähler würden eine derartige Höhe annehmen, daß die Wirtschaftlichkeit der zentralen
Versorgung in Frage gestellt werden kann.
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Die Vorteile, die in der Billigkeit des bei den Kraftwerken als Abfall
anfallenden Dampfes bzw. Warmwassers liegen, würden bei einer solchen Verrechnungsmethode
durch die erhöhten Kosten der Ablesung und der Verrechnung vollständig wieder aufgewogen.
Man könnte die Kosten für die Verrechnung der einzelnen Energien dadurch herabsetzen,
daß man selbstkassierende Apparate für die verschiedenen Energiemengen vorsieht.
Auch eine solche Anordnung hat verschiedene Nachteile, da es für den Konsumenten
unbequem ist, eine große Anzahl von Münzkassierern aufzustellen und zu besitzen,
und da im übrigen auch die Anschaffung einer großen Anzahl von Selbstkassierern
erhebliche Kosten verursacht.
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Gemäß der Erifindung ist die Anordnung deshalb so getroffen, daß sowohl
der elektrische Verbrauch als auch der Dampfverbrauch sowie gegebenenfalls der Warmwasserverbrauch
auf einen gemeinsamen Münzkassierer einwirkeii. Die Summierung der einzelnen verbrauchten
Energiemengen wird durch ein Summiergetriebe mechanisch oder elektrisch vorgenommen,
und die Verstellung des Münzkassierers erfolgt entsprechend der Summe der abgenommenen
Ehergiemengen. Sofern verschiedene Einheitspreise für die einzelnen E#ergiernengen
vorgesehen sind, kann dies durch entsprechende Bemessung der übersetzungsgetriebe
berücksichtigt werden. Die erfindungsgemäße Anordnung hat den großen Vorteil, daß
die Verrechnung wesentlich vereinfacht wird, und daß der Konsument für die eingeworfenen
Münzen je nach Bedarf Elektrizität, Dampf oder Warmwasser entnehmen kann.
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An sich ist es zwar bereits bekannt, einen Selbstverkäufer für Elektrizität,
Gas, Wasser u. dgl. in der Weise auszubilden, daß neben einem Verbrauchsmesser ein
weiteres Triebwerk auf das Vorgabewerk einwirkt, so daß dieses mit der Summe der
Bewegungen der einzelnen Triebwerke in die Ausschaltstellung
zurückgedreht
wird. Das zweite Triebwerk ist dabei ein Zeitwerk, läuft also unabhängig von der
Belastung gleichmäßig uni; es bezweckt die Einziehung einer festeri Grun,#r# gebühr.
Demgegenüber ist es für die Er dung wesentlich, daß die das Vorgabewerkfu# die Ausschaltstellung
zurückführenden Trie werke Verbrauchsmesser für verschiedene Verbrauchsgrößen sind,
die entsprechend dem Verkaufspreis der Verbrauchsgrößen auf das Vorgabewerk einwirken'.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt. Bei der Anordnung nach Abb. i erfolgt die Surnmierung der
. verschiedenen Energiemengen und die Übertragung der Gesamtenergie auf den
Münzkassierer rein mechanisch. Bei der Anordnung nach Abb. ?-
wird die. Summierung
der einzelnen Energiemengen mechanisch vorgenommen, während die Rückdrehung des
Münzkassierers durch elektrische Impulse erfolgt.
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In Abb. i ist mit io ein Elektrizitätszähler, mit i i ein Dampf- oder
Wassermesser bezeichnet. Von der Achse 12 des Elektrizitätszählers wird das Zählwerk
13 und das Soniienrad 14 des Differentialgetriebes 15, von der Achse 16 des Dampf-
oder Warmwassermessers i i das Zählwerk 17 für den Dampf-bzw. Warmwasserverbrauch
und das andere Sonnenrad 18 des Differeiitialgetriebes 15 angetrieben. Die
Bewegung des Planetenrades ig des Differentialgetriebes 15 wird in bekannter Weise
auf die Vorgabewelle 2,o der Kassiereinrichtung2-i übertragen. Die Vorgabewelle
2o steuert einen Schalter 24, der nach Verbrauch der eingeworfenen Münzen die Abschaltung
der Elektrischen Installation und die Sperrung des Dampf- bzw. Warinwasserverbrauchs
herbeiführt. Dies kann in an sich bekannter Weise entweder elektrisch durch Kontakte
oder auf mechanischem Wege vorgenommen werden. Die in Abb. i dargestellten Teile
können zweckmäßig zu einem gemeinsamen Apparat vereinigt und von einem gemeinsamen
Gehäuse umschlossen werden.
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Bei der Anordnung nach Abb. ?- ist mit io der Elektrizitätszähler,
mit i i ein Dampfzähler, mit 22 ein Warmwasser- oder Wassermesser bezeichnet. Durch
das Differentialgetriebe 15 werden die Umdrehungszahlen der Verbrauchsmesser io
und ii unter Berücksichtigung -der Einheitspreise durch entsprechende Wahl der Übersetzungen
summiert. Die Umdrehungen des Planetenrades des Differentialgetriebes 15 werden
in dem Differentialgetriebe 23 mit den Umdrehungszahlen des Wassermessers.2.2
zusammengesetzt, die Umdrehungen des Planetenrades im Differentialgetriebe23 geben
also einen Wert an, der #4#r Summe der durch die Verbrauchsmesser i i und 22 angezeigten
Energiernengen entht Die Bewegung des Planetenrades im 7
erentialgetriebe
23 kann direkt zur Be-112nflussung der Kassiereinrichtung -gi dienen. Bei
dem Ausführungsbeispiel der Abb. 2 erfolgt die Beeinflussung der Kassiereinrich--tung
auf elektrischem Wege durch einen mit dem Planetenrad verbundenen Kontaktgeber.
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An Stelle der dargestellten Summierungseinrichtungen für den Elektrizitäts-,
Dampf-und Wasserverbrauch kann die Anordnung auch so getroffen werden, daß jeder
Verbrauchsmesser eine Kontakteinrichtung trägt, und daß die Summiereinrichtung in
dem Kassierer selbst angeordnet und von den einzelnen Verbrauchsrnessern elektrisch
gesteuert wird. Bei einer solchen Ausführungsforrn der Erfindung ist es zweckmäßig,
die Zählwerke der einzelnen Verbrauchsmesser in dem Gehäuse des Kassierwerkes anzuordnen.
Eine solche Anordnung würde sich von der in Abb. i dargestellten Anordnung im wesentlichen
dadurch unterscheiden, daß die Achsen 12 und 16 nicht mechanisch zum Antrieb der
Zählwerke und der Sonnenräder des Planetengetriebes 15 dienen, sondern entsprechende
Kontakteinrichtungen auf den Achsen 12 und 16 würden z. B. durch Impulse eine Weiterschaltung
der Sonnenräder 14 und 18 herbeiführen.
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Die Beeinflussung der Kassiereinrichtung durch die Summe des Verbrauches
an Elektrizität, Dampf und Heißwasser kann auch in anderer Weise, als es durch die
Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrieben ist, erfolgen. Wesentlich ist,
daß das Münzguthaben im Selbstkassierer entsprechend der Summe des Verbrauches an
den verschiedenartigen Energien verringert wird.