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Die
vorliegende Erfindung betrifft Nukleotidsequenzen, die eine Urease
kodieren, wie sie natürlich
bei Campylobacter pylori exprimiert wird, sowie biologische Anwendungen
davon, insbesondere zur Detektion von C. pylori beim Menschen oder
in der Umwelt.
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C.
pylori ist eine gram-negative Bakterie, die bis zum heutigen Tag
ausschließlich
an der Oberfläche der
Schleimhaut des Antrumbereichs des Magens beim Menschen gefunden
worden ist, und insbesondere rund um Verletrungen und Krater von
Magengeschwüren
und Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcus
duodeni). 25% der Bevölkerung
sind Träger
von C. pylori: 8% weisen eine Ulcus-Erkrankung auf, 9% leiden unter
funktioneller Dyspepsie (nicht-ulceröser Dyspepsie) und 8% sind
asymptomatische Träger.
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Alle
bis zum heutigen Tag isolierten und beschriebenen C. pylori weisen
die drei folgenden Eigenschaften auf:
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Die
Bakterien produzieren eine Urease, die über eine hohe Aktivität verfügt.
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Sie
haften sehr stark an Epithelzellen der Magenschleimhaut, diese Eigenschaft
zeigt sich in vitro durch eine sehr starke Haftung an Hela-Zellen.
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Die
C. pylori produzieren und setzen ein Enzym frei, das eine proteolytische
Aktivität
aufweist, was zum Abbau der Schleimhaut führt und somit zu einer Schwächung der
natürlichen
Barriere, die die Magenschleimhaut schützt.
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Die
in situ Detektion von C. pylori beim Menschen und in der Umwelt
und die Untersuchung von deren pathogener Fähigkeit – es wird angenommen, dass
sie für
aktive Gastritis beim Menschen verantwortlich ist – stoßen jedoch
auf Schwierigkeiten bei der Kultivierung dieses Organismus.
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Das
Wachstum von C. pylori ist sehr langsam (6–7 Tage auf Gelose-Blut-Medium
(milieu gélosé au sang))
und muss unter mikroaerophilen Bedingungen durchgeführt werden,
da der Luftsauerstoff toxisch ist.
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Die
Forschung nach Mitteln zur Detektion dieser Bakterie führte die
Erfinder zu der Identifizierung der Gene, die bei C. pylori für die Herstellung
von Urease verantwortlich sind.
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Die
Bestimmung der Nukleotidsequenz eines intragenen Fragments hat die
Bereitstellung eines Mittels ermöglicht,
das als Sonde zur Detektion für
die spezifische Identifizierung von C. pylori verwendet werden kann.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt folglich in der Bereitstellung
von neuen Nukleotidsequenzen, die fähig sind, für Proteine mit Urease-Aktivität zu kodieren,
wie sie von C. pylori exprimiert werden.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
von Fragmenten dieser Sequenz, die als Sonden zur Detektion von
C. pylori eingesetzt werden können.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner die Bereitstellung eines Proteins
mit Urease-Aktivität, wie von C.
pylori exprimiert, mit einer hohen Reinheit sowie Fragmente dieses
Proteins.
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Die
Nukleotidsequenz gemäß der vorliegenden
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen
Teil einer Sequenz umfasst, die für ein Protein mit Urease-Aktivität, wie von
C. pylori exprimiert, kodiert.
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Ein
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist insbesondere eine Nukleotidsequenz,
die fähig
ist, mit Genen, die für
ein Protein mit Urease-Aktivität
kodieren, wie dem bei C. pylori exprimierten, zu hybridisieren, unter
den folgenden Bedingungen: 68°C,
6 × SSC
(1 × SSC
ist aus 0,15 M NaCl und 0,015 M Natriumcitrat aufgebaut, pH 7),
in Denhardt-Medium (1% Ficoll, 1% Polyvinylpyrrolidon, 1% Serumalbumin
vom Rind).
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Nukleotidsequenz
dadurch gekennzeichnet, dass sie die Information trägt, die
für die
Produktion eines Proteins mit Urease-Aktivität oder dessen Fragmente benötigt wird,
wobei das Protein oder die Fragmente fähig sind, mit Antikörpern einen
Immunkomplex zu bilden, die entweder gegen ein Protein mit Urease-Aktivität wie durch
C. pylori exprimiert oder gegen die Fragmente des letzteren gerichtet
sind.
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Die
Sequenz gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens
einen Teil eines Fragments von ungefähr 8 kb umfasst, das dem Fragment
der EcoRI-Restriktion entspricht (ClaI, BamHI)-PstI (HindIII).
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Die
enzymatische Restriktionskarte dieses Fragments ist in der 2 dargestellt.
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Eine
besonders bevorzugte Sequenz umfasst wenigstens einen Teil eines
Fragments von ungefähr 4,2
kb (+/– 5%),
das durch die entständigen
Nukleotide begrenzt wird, die jeweils in einem Abstand von ungefähr 0,55
kb aufwärts
der in der 2 dargestellten
Stelle H2 und ungefähr
0,7 kb abwärts
der in der 2 dargestellten
Stelle B1 angeordnet sind.
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Die
Sequenzen, die aus diesem Fragment aufgebaut sind, tragen die für die Expression
eines Proteins mit Urease-Aktivität, wie natürlich bei C. pylori exprimiert,
notwendige Information.
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Die
Expression dieser Sequenzen kann sich bei jedem anderen Mikroorganismus
ereignen, der fähig ist,
die Information dieser Sequenzen nutzbringend zu verwenden, insbesondere
bei einem Campylobacter-Stamm, dem von Natur aus Gene fehlen, die
für die
Produktion eines Proteins mit Urease-Aktivität kodieren (oder auch ein Stamm
Campylobacter Urease-).
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine rekombinante Sequenz,
die eine der vorstehend definierten Sequenzen umfasst, gegebenenfalls
mit einem Promotor, der fähig
ist, die Transkription der Sequenz zu kontrollieren, und mit einer
DNS-Sequenz assoziiert, die für
Terminationssignale der Transkription kodiert.
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Die
vorliegende Anmeldung beschreibt ferner rekombinante Expressions-
und Klonierungsvektoren, die fähig
sind, eine geeignete Wirtszelle zu transformieren, umfassend wenigstens
einen Teil einer wie vorstehend definierten Nukleotidsequenz unter
der Kontrolle von Regulationselementen, die deren Expression erlauben.
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Die
bevorzugten rekombinanten Vektoren umfassen wenigstens einen Teil
der Sequenz von ungefähr 4,2
kb, die vorstehend beschrieben worden ist.
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Die
transformierten Mikroorganismus-Stämme sind im Rahmen der vorliegenden
Anmeldung ebenfalls beschrieben. Diese Stämme umfassen wenigstens eine
der wie vorstehend angegeben Nukleotidsequenzen oder auch einen
wie vorstehend definierter rekombinanten Vektor.
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Der
Stamm E. coli S17-1, hinterlegt am 16. August 1988 unter der Nummer
I-795 bei der "Collection Nationale
de Culture de Microorganismes (C. N. C. M) de I'Institut Pasteur" in Paris (Frankreich) trägt das Plasmid
pILL590 von ungefähr
16,3 kb, das das Restriktionsfragment von ungefähr 8 kb EcoRI (ClaI, BamHI)-PstI (Hind
III) umfasst, das vorstehend erwähnt
worden ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Protein, das eine Urease-Aktivität aufweist,
vom gleichen Typ wie jenes, das natürlich bei C. pylori exprimiert
wird, sowie peptidische Fragmente dieses Proteins.
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Das
Protein gemäß der vorliegenden
Erfindung und dessen Fragmente entsprechen gemäß dem universellen genetischen
Code den vorstehend definierten Nukleotidsequenzen, und insbesondere
wenigstens einem Teil der Sequenz von ungefähr 4,2 kb.
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Das
Protein gemäß der vorliegenden
Erfindung ist auch dadurch gekennzeichnet, das es sich um ein Protein
handelt, wie es durch Transformation von Wirtszellen mit Hilfe eines
wie vorstehend definierten rekombinanten Vektors, Kultivieren der
transformierten Wirtszellen in einem geeigneten Medium und Gewinnen
des Proteins ausgehend von diesen Zellen oder direkt ausgehend vom
Kulturmedium erhalten werden kann. Die Produktion von Urease oder
deren Fragmenten gemäß diesem
Verfahren ist ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Das
Protein gemäß der vorliegenden
Erfindung und dessen Fragmente, die ferner auch durch chemische
Synthese erhalten werden können,
weisen vorzugsweise einen hohen Reinheitsgrad auf und werden verwendet,
um nach klassischen Techniken polyklonale Antikörper zu bilden.
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Solche
polyklonalen Antikörper
wie auch die monoklonalen Antikörper,
die fähig
sind, das vorstehend genannte Protein und dessen Fragmente spezifisch
zu erkennen, sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Die
vorstehend definierten Nukleotidsequenzen werden nach klassischen
Verfahren im Bereich der Genetik durch Klonierung und Identifizierung
der Gene erhalten, die für
die Synthese eines Proteins mit Urease-Aktivität bei C. pylori verantwortlich
sind.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner auch biologische Anwendungen
der Nukleotidsequenzen, der entsprechenden Proteine und der monoklonalen
oder polyklonalen Antikörper.
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Diese
Anwendungen umfassen die Entwicklung von Sonden ausgehend von intragenen
Fragmenten für
die Detektion von C. pylori. Diese Ausführung umfasst insbesondere
die Denaturierung der Doppelstrangsequenzen, um eine Einzelstrangsequenz
zu erhalten, die als Sonde verwendet werden kann.
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Die
mit solchen Fragmenten durchgeführten
Assays zum Detektieren des möglichen
Vorliegens von komplementären
Sequenzen bei verschiedenen Campylobacter und bei Mikroorganismen,
die unterschiedlichen Arten angehören, zeigten die große Spezifizität dieser
Fragmente.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft folglich Sonden zur Detektion, die
dadurch gekennzeichnet sind, dass sie wenigstens einen Teil einer
Nukleotidsequenz, wie sie vorstehend definiert worden ist, umfassen.
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Jede
Sonde, die sich von der vorstehenden Sonde im Hinblick auf die Nukleotidsequenz
nur durch Substitutionen oder Alterationen von Nukleotiden unterscheidet,
die zu keiner Modifikation der Hybridisierungseigenschaften mit
dem Genom von C. pylori führen,
liegen im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
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Das
als Sonde verwendete DNS-Fragment umfasst eine Anzahl von Nukleotiden,
die ausreicht, um die erforderliche Spezifizität und die Bildung eines stabilen
Hybrids zu erhalten.
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Es
ist möglich,
Fragmente einzusetzen, die mehrere kb aufweisen, wobei Ergebnisse
mit hoher Spezifizität
jedoch auch mit kürzeren
Fragmenten von ungefähr
25 bis 40 Nukleotiden erhalten werden können.
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Die
für diesen
Detektionstyp geeigneten Sonden werden vorzugsweise mit einem radioaktiven
Element oder einer anderen Gruppe markiert, die eine Erkennung im
Hybridzustand mit dem Präparat,
das die zu untersuchende DNS enthält, ermöglicht.
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In Übereinstimmung
mit den klassischen Techniken werden diese Sonden mit einer biologischen
Probe, die Bakterien umfasst, oder direkt mit diesen Bakterien oder
deren Nukleinsäuren
in Kontakt gebracht, unter Bedingungen, die eine mögliche Hybridisierung
der Nukleotidsequenz der Sonde mit einer komplementären Sequenz,
die gegebenenfalls in dem untersuchten Produkt vorliegt, zu ermöglichen.
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Man
kann beispielsweise die Flecken-Hybridisierungsmethode (méthode
d'hybridation sur
taches) durchführen.
Diese Methode umfasst nach der Denaturierung von DNS, die zuvor
ausgehend von Bakterien erhalten worden ist, die aus Antrum-Biopsien
stammen, die Auftragung einer aliquoten Menge dieser DNS auf Nitrocellulosemembranen,
die Hybridisierung jeder Membran unter üblichen Bedingungen mit der
Sonde und die Detektion des gebildeten Hybrids auf klassische Art
und Weise.
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Man
kann ferner eine Replik-Hybridisierungsmethode (méthode
d'hybridation sur
réplique)
durchführen,
gemäß der Southern-Technik.
Diese Methode umfasst die elektrophoretische Auftrennung von DNS-Fragmenten,
die nach Behandlung der DNS durch Restriktionsenzyme erzeugt worden
sind, auf Agarose-Gel, die Übertragung
nach einer alkalischen Denaturierung auf geeignete Membranen und
deren Hybridisierung mit der Sonde unter üblichen Bedingungen. Es ist
nicht immer erforderlich, eine vorhergehende Expression der DNS
durchzuführen.
Es ist ausreichend, wenn die DNS für die Sonde verfügbar gemacht
wird.
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Die
Detektion für
die spezifische Identifizierung der C. pylori kann ferner mit Hilfe
von Amplifizierungstechniken der DNS (PCR) durchgeführt werden.
Diese Techniken sind insbesondere in den US-Patenten 4,683,202 und
4,683,195 auf den Namen der Cetus Corporation beschrieben.
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Für die Durchführung dieser
Techniken werden zwei Stücke
mit 10 bis 40 Nukleotiden, vorzugsweise etwa 20 Nukleotiden, eingesetzt,
wobei diese Stücke
in einer der Nukleotidsequenzen umfasst sind, die vorstehend definiert
worden sind, oder geeignet sind, mit einem Teil einer der vorstehend
definierten Nukleotidsequenzen zu hybridisieren, oder deren komplementäre Sequenzen.
Vorzugsweise sind diese Stücke
ungefähr
200 bis 250 Nukleotide entfernt, wenn sie hybridisiert (oder verbunden)
sind, auf den Doppelsträngen
der zu amplifizierenden DNS. Eine der Sequenzen ist fähig, an
eine Nukleotidsequenz von einem der Doppelstränge der zu amplifizierenden
DNS-Fragmente zu binden, wobei diese Sequenz an einem Ende dieses
Fragments (z. B. dem 5'-Ende)
angeordnet ist; die andere Sequenz ist fähig, an eine Nukleotidsequenz
des zweiten Doppelstrangs eines zu amplifizierenden DNS-Fragments
zu binden, wobei diese letztere Sequenz an dem entgegengesetzten
Ende des Fragments im Vergleich zu der vorher genannten angeordnet
ist (wobei dieses letztere Ende im vorgeschlagenen Beispiel auch
als 3'-Ende bezeichnet
werden kann).
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Die
bevorzugten Stücke
sind in der Nukleotidsequenz des Restriktionsfragments H2-H3 aus der 2 umfasst, und sind ungefähr 200 bis
250 Nukleotide entfernt.
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Es
handelt sich insbesondere um Fragmente an den jeweiligen Enden dieser
Restriktionssequenz HindIII-HindIII.
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Ein
Verfahren zum in vitro Nachweis des möglichen Vorliegens von C. pylori
in einer biologischen Probe umfasst die folgenden Schritte:
- – gegebenenfalls
die vorherige Amplifizierung der Menge an Nukleotidsequenzen, die
in der Probe enthalten sein könnten,
durch in Kontaktbringen der Probe mit wie vorstehend beschriebenen
Stücken,
wobei diese Stücke
fähig sind,
sich einerseits an das 5'-Ende
eines Doppelstrangs dieser Nukleotidsequenz und andererseits an
das 3'-Ende des
anderen Doppelstrangs dieser Nukleotidsequenz zu binden, wobei dieses
in Kontaktbringen von einem Gen-Amplifizierungsschritt in Gegenwart
einer DNS-Polymerase
und der vier Triphosphatnukleotide dATP, dCTP, dGTP, dTTP gefolgt
wird, wobei die Vorgänge
der Hybridisierung der Stücke
und der Gen-Amplifizierung mehrere Male wiederholt werden,
- – das
in Kontaktbringen der biologischen Probe mit einer Nukleotidsonde
gemäß der vorliegenden
Erfindung unter Bedingungen, die die Herstellung eines Hybridisierungskomplexes
ermöglichen,
der sich zwischen der Sonde und der Nukleotidsequenz bildet,
- – Detektion
des Hybridisierungskomplexes.
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Die
vorliegende Erfindung stellt folglich Mittel bereit, die es ermöglichen,
C. pylori in situ und in der Umwelt rasch mit einer großen Spezifizität zu detektieren,
ohne dass Kulturen durchgeführt
werden müssen.
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Solche
Detektionsmittel sind besonders geeignet, um das natürliche Reservoir
dieser Bakterien, die Übertragungsmethoden,
die Verbreitungsmethoden und die Kontaminierungsmethoden zu untersuchen.
Bei der in vitro Diagnostik, die auf den Biopsien angewendet wird,
ermöglicht
die Verwendung dieser Sonden einen deutlichen Zeitgewinn im Vergleich
zu den aktuellen Techniken, die zusätzlich eine Technologie erfordern,
die nur in spezialisierten Labors ausgeführt werden kann, insbesondere
bakteriologische Techniken oder die Verwendung der Elektronenmikroskopie.
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Bei
der Verwendung des vorstehend definierten Fragments von ungefähr 8 kb
als intragene Sonde konnten reproduzierbare Ergebnisse erhalten
werden.
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Aufgrund
ihrer Spezifizität
für C.
pylori stellen die Sonden auch ein Mittel von großer Bedeutung
dar.
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Um
die pathogene Fähigkeit
von C. pylori im Hinblick auf die Vorbeugung einer Infektion zu
untersuchen, ist es somit möglich,
die Rolle von C. pylori bei der Entwicklung von Ulcus-Erkrankungen
zu untersuchen und die genetischen Determinanten zu identifizieren,
die an der pathogenen Fähigkeit
dieses Organismus beteiligt zu sein scheinen, im Hinblick auf die
in vitro Erzeugung von isogenen Mutanten von C. pylori, d. h. Bakterien,
die in jeder der Determinanten genetisch modifiziert worden sind;
die in der Pathogenese der Infektion eine Rolle zu spielen scheinen,
Mutanten, die in Tiermodellen untersucht werden könnten.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner die Detektion des Polymorphismus
der Gene, die bei C. pylori für
die Urease kodieren, mit Hilfe der vorstehend definierten nukleotidischen
Sonden und geeigneter Restriktionsenzyme. Die Bedingungen, unter
welchen diese Detektion durchgeführt
wird, sind insbesondere in der Veröffentlichung von Gusella J.
F. in J. of Clin. – investigations
(1986), 77, 1723–1726
beschrieben.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls die immunologischen Anwendungen
des kodierten Proteins, insbesondere für die Herstellung von einem
spezifischen Antiserum sowie von polyklonalen und monoklonalen Antikörpern. Die
polyklonalen Antikörper
werden nach klassischen Techniken durch Injektion des Proteins in
Tiere, Gewinnung der Antiseren und anschließend der Antikörper ausgehend
von den Antiseren, beispielsweise durch Affinitätschromatographie, gebildet.
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Die
monoklonalen Antikörper
werden auf üblichem
Weg hergestellt, durch Fusion von Myelomzellen mit Zellen von Ratten-Tieren
(rate d'animaux),
die zuvor mit Hilfe der Proteine gemäß der vorliegenden Erfindung
immunisiert worden sind.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum in vitro
Nachweis des möglichen
Vorliegens von C. pylori in einer biologischen Probe, die dieses
enthalten könnte,
dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst:
- – in
Kontaktbringen der Probe mit einem Antikörper gemäß der vorliegenden Erfindung,
unter Bedingungen, die die Bildung eines Immunkomplexes ermöglichen,
der aus dem ganzen Protein oder einem Teil des Proteins mit Urease-Aktivität, das durch
C. pylori produziert wird, und dem Antikörper gebildet wird, und
- – Detektion
des Immunkomplexes.
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Für die Durchführung der
in vitro Nachweismethoden, die vorstehend in Betracht gezogen worden
sind und auf der Verwendung von Nukleotidsonden beruhen, wird vorzugsweise
auf notwendige Mittel oder Kits zurückgegriffen, die folgendes
umfassen:
- – gegebenenfalls
wenigstens ein Paar der Stücke
gemäß der vorliegenden
Erfindung,
- – eine
bestimmte Menge einer Nukleotidsonde gemäß der vorliegenden Erfindung,
- – vorzugsweise
ein Medium, das für
die Bildung einer Hybridisierungsreaktion zwischen der zu detektierenden
Sequenz und der Sonde geeignet ist,
- – vorzugsweise
Reagenzien, die die Detektion der Hybridisierungskomplexe, die sich
zwischen der Nukleotidsequenz und der Sonde bei der Hybridisierungsreaktion
gebildet haben, ermöglichen.
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Für die Durchführung der
vorstehend angegebenen in vitro Nachweismethoden, die auf der Verwendung
von Antikörpern
beruhen, wird vorzugsweise auf notwendige Mittel oder Kits zurückgegriffen,
die folgendes umfassen:
- – eine bestimmte Menge eines
Antikörpers
gemäß der vorliegenden
Erfindung,
- – vorzugsweise
ein Medium, das für
die Bildung einer immunologischen Reaktion zwischen wenigstens einem
Teil des Proteins mit Urease-Aktivität, das durch einen C. pylori-Stamm
produziert wird, und dem Antikörper
geeignet ist,
- – vorzugsweise
Reagenzien, die die Detektion von Immunkomplexen ermöglichen,
die sich zwischen wenigstens einem Teil des Proteins mit Urease-Aktivität und dem
Antikörper
bei der immunologischen Reaktion bilden.
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Eine
ausführlichere
Untersuchung des Fragments von 4,2 kb, das vorstehend definiert
worden ist, hat es ermöglicht,
die Strukturgene, die für
die größeren polypeptidischen
Untereinheiten der Urease von C. pylori kodieren, zu lokalisieren.
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Diese
Untersuchung wurde durchgeführt,
indem in den rekombinanten Plasmiden, die in E. coli und C. jejuni
eingeführt
wurden, Mutanten aufgebaut wurden, die nicht fähig sind, die Urease zu synthetisieren
(Baskerville-A, Newell D. (1988), Gut. 29, 465–472). Das in vitro Transkriptions-Translations-System
von E. coli wie auch ein Expressionssystem in Minizellen wurden
verwendet, um innerhalb des Fragmentes von 4,2 kb von C. pylori
die Gesamtheit der Gene zu identifizieren und zu lokalisieren, die
für die
Untereinheiten der Urease kodieren: zwei große Proteine von 26 kDa und
21 kDa sind identifiziert worden. Parallel dazu wurde nach verschiedenen
Deletionen innerhalb des Fragmentes von 4,2 kb ein Transfersystem
mittels Konjugation von einem E. coli- Stamm auf C. jejuni (vom
gleichen Typ wie jenes, das in der folgenden Beschreibung ausführlich beschrieben
wird) verwendet, um die Regionen zu identifizieren, die für die Expression
der Urease-Aktivität unverzichtbar
sind, und um die Deletion einer Region mit dem Wegfall eines Polypeptids
und dem Verlust der Urease-Aktivität zu korrelieren. Es konnte
so bestimmt werden, dass die Gene, die für die zwei Polypeptide kodieren,
die für
die Expression der Urease-Aktivität notwendig sind, in der zentralen
Region von 03,35 kb lokalisiert sind, vor der Stelle H3 der 2, und nach der Stelle auf
B1. Die Transkription der Gene, die für die Polypeptide von 61 kDa
oder 26 kDa kodieren, wird in Richtung EcoRI-PstI durchgeführt. Das
Fragment von 3,35 kb ist notwendig, aber nicht ausreichend für die Expression
der Urease-Aktivität
bei C. jejuni. Eine benachbarte Region von 0,85 kb, die davor lokalisiert
ist, anscheinend nicht an der Expression der Polypeptide bei E.
coli beteiligt, ist für
die Expression der Urease-Aktivität bei C. jejuni unverzichtbar.
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Die
Analyse der Deletionsmutanten durch in vitro Transkription-Translation
hat die Feststellung ermöglicht,
dass die beiden Polypepetide von 26 und 61 kDa durch zwei benachbarte
DNS-Fragmente kodiert werden.
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Die
folgende Nukleotidsequenz (V) wird ebenfalls im folgenden beschrieben:
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Insbesondere
beschreibt die vorliegende Anmeldung eine Nukleotidsequenz, die
gemäß dem universellen
genetischen Code der Aminosäuresequenz
(VI) von 26 kDa (kodiert durch die Nukleotidsequenz (V)) entspricht,
im folgenden dargestellt:
239 Aminosäuren
Molekulargewicht:
26 522 Dalton
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Die
folgende Nukleotidsequenz (VII) kodiert für die Aminosäuresequenz
(VIII):
-
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Ein
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist insbesondere jede Nukleotidsequenz,
die gemäß dem universellen
genetischen Code wenigstens einem Teil der Aminosäuresequenz
(VIII) von 61 kDa (kodiert durch die Nukleotidsequenz (VII)) entspricht,
im folgenden dargestellt:
569 Aminosäuren
Molekulargewicht:
61 729 Dalton
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Der
Vergleich der Aminosäuresequenz
VIII mit jener der Bohnen-Urease (Jack Bean), die insbesondere in
Eur. J. Biochem 175, 151–165
(1588) beschrieben worden ist, zeigt überraschend einen hohen Homologiegrad
der Aminosäuren.
Diese Konservierung der Struktur hat es den Erfindern ermöglicht,
die aktive Stelle der Urease-Untereinheit
von 61 kDa abzuleiten, die insgesamt oder teilweise in der polypeptidischen
Sequenz enthalten ist, die durch die Aminosäuren beschränkt wird, die an den Positionen
206 und 338 der vorstehend beschriebenen Sequenz VIII lokalisiert
sind.
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Die
vorliegende Anmeldung beschriebt ferner die ganze oder einen Teil
der Nukleotidsequenz IX, die nacheinander aus der Sequenz V und
der Sequenz VII aufgebaut ist.
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Die
vorliegende Anmeldung beschreibt gleichfalls eine Nukleotidsequenz,
die nach dem universellen genetischen Code wenigstens einem Teil
der Aminosäuresequenz
(X) von 87 kDa entspricht, die in Folge aus der Sequenz VI und der
Sequenz VIII aufgebaut ist.
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Die
vorliegende Anmeldung beschreibt ferner Sonden zur Detektion des
möglichen
Vorliegens von C. pylori in einer biologischen Probe, dadurch gekennzeichnet,
dass sie wenigstens einen Teil einer vorstehend definierten Nukleotidsequenz
umfassen.
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Es
ist selbstverständlich,
dass die Basen der Nukleotidsequenzen, die in Betracht gezogen werden,
in einer anderen Reihenfolge vorliegen können als jene, die in den Genen
aufgefunden wird, und/oder dass die Basen gegebenenfalls substituiert
sein können,
solange eine Sonde, die ausgehend von solchen Sequenzen entwickelt
worden ist, eine charakteristische und eindeutige Antwort im Hinblick
auf die Fähigkeit
der Erkennung des Vorliegens von Genen, die für das Protein mit Urease-Aktivität von C.
pylori kodieren, erteilt.
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Jede
Nukleotidsequenz, die mit der Sequenz der vorstehend genannten Nukleotidketten
hybridisierbar ist, wie sie durch inverse enzymatische Transkription
der korrespondierenden RNS oder auch durch chemische Synthese erhalten
wird, liegt ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
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Jede
Sonde, die sich von der vorhergehenden im Hinblick auf die Nukleotidsequenz
nur durch Substitutionen oder Alterationen von Nukleotiden unterscheidet,
die keine Modifikation der Hybridisierungseigenschaften mit dem
Genom von C. pylori mit sich führen,
liegt im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
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Die
vorstehend genannten Sonden sind in Verfahren zur. in vitro Diagnostik
des möglichen
Vorliegens von C. pylori in einer biologischen Probe verwendbar,
wie vorstehend beschrieben.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Nukleotidstücke von
ungefähr
10 bis ungefähr
40 Nukleotiden, wobei diese Stücke
in einer der Nukleotidsequenzen V oder VII umfasst sind, wie sie
vorstehend beschrieben worden sind (oder in einer von diesen Sequenzen
V und VII abgeleiteten Sequenzen), oder wobei diese Stücke fähig sind,
mit einem Teil von einer der vorstehend genannten Nukleotidsequenzen zu
hybridisieren oder mit deren komplementären Sequenzen (insbesondere
unter den vorstehend definierten Hybridisierungsbedingungen).
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Die
vorliegende Erfindung betrifft gleichfalls die Verwendung dieser
Stücke
in den vorstehend angegebenen in vitro diagnostischen Methoden für die vorbereitende
Amplifizierung der Menge an Nukleotiden von C. pylori, die in einer
biologischen Probe enthalten sein können, gemäß dem vorstehend beschriebenen
Verfahren.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner rekombinante Vektoren zur
Expression und zur Klonierung, die fähig sind, eine geeignete Wirtszelle
zu transformieren, wobei sie die gesamte oder einen Teil einer Nukleotidsequenz
umfassen, die mit den vorstehend genannten Nukleotidsequnzen V,
VII und IX identisch oder davon abgeleitet ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
von Proteinen, die der gesamten oder einem Teil der vorstehend genannten
Sequenz X entsprechen, wobei das Verfahren die Transformation von
geeigneten Wirtszellen (insbesondere vorstehend beschriebene Zellen)
mit Hilfe von vorstehend beschriebenen Vektoren und das Gewinnen
der so hergestellten Proteine umfasst, gegebenenfalls mit einem
Reinigungsschritt dieser Proteine.
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Das
Verfahren zur Herstellung der Proteine, das vorstehend beschrieben
worden ist, umfasst gegebenenfalls einen vorhergehenden Amplifizierungsschritt
des Gens, das für
das Protein kodiert, dessen Produktion erwünscht wird, wobei dieser Schritt
mit Hilfe von Paaren von Stücken
gemäß der vorliegenden
Erfindung nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren durchgeführt werden
kann.
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Die
vorliegende Erfindung hat ferner die Polypeptide (oder Proteine)
zum Gegenstand, die durch die vorstehend beschriebenen Nukleotidsequenzen
kodiert werden. Insbesondere betrifft die Erfindung die Aminosäuresequenz
X mit 87 kDa und deren Fragmente, wobei die Fragmente kein Peptidfragment
der Sequenzen (VI, VIII) sind.
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Die
Erfindung betrifft ferner polyklonale und monoklonale Antikörper, die
ausgehend von den ganzen oder Teilen der vorstehend beschriebenen
Polypeptide erhalten werden und die fähig sind, mit diesen einen Immunkomplex
zu bilden.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft insbesondere Antikörper, vor
allem monoklonale Antikörper,
die mit Hilfe einer Peptidsequenz von wenigstens 10 bis 15 Aminosäuren der
Sequenz VI oder der Sequenz VIII erhalten werden.
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Die
bevorzugten monoklonalen Antikörper
gemäß der vorliegenden
Erfindung sind gegen die ganze oder einen Teil der Sequenz gerichtet,
die durch die Aminosäuren
beschränkt
wird, welche an den Positionen 206 und 338 der Sequenz VIII liegen
und insbesondere jene, die mit Hilfe einer Peptidsequenz von wenigstens ungefähr 10 bis
15 Aminosäuren
erhalten werden, die aus der Sequenz stammt, die von den Aminosäuren an den
Positionen 206 und 338 der Sequenz VIII beschränkt wird.
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Die
Erfindung betrifft gleichfalls die Verwendung der vorstehend genannten
Antikörper
für die
Durchführung
von in vitro diagnostischen Methoden wie auch in Kits für eine in
vitro Diagnostik der Infektion eines Individuums durch C. pylori,
die vorstehend beschrieben.
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Die
Erfindung betrifft ferner immunogene Zubereitungen, die das ganze
oder einen Teil der vorstehend beschriebenen Polypeptide umfassen,
und insbesondere die gesamte oder einen Teil der Polypeptidsequenz, die
durch Aminosäuren
beschränkt
wird, welche an den Positionen 206 und 338 der Sequenz VIII liegen,
in Verbindung mit einem pharmazeutisch verträglichen Vehikel.
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Solche
immunogenen Zubereitungen sind als Impfzubereitungen für die Vorbeugung
der Infektion eines Individuums durch C. pylori geeignet.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner pharmazeutische Zubereitungen,
die einen (oder mehrere) Antikörper,
wie sie vorstehend beschrieben worden sind, umfassen, und insbesondere
Antikörper,
die fähig sind,
mit einem Teil oder der gesamten Peptidsequenz, die durch die Aminosäuren beschränkt wird,
welche an den Positionen 206 und 338 der Sequenz VIII liegen, einen
Immunkomplex zu bilden, in Verbindung mit einem pharmazeutisch verträglichen
Vehikel.
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Solche
pharmazeutischen Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung
sind zur Behandlung von Erkrankungen geeignet, die mit der Infektion
eines Individuum durch C. pylori verbunden sind, insbesondere Gastritis
und Magengeschwüre
und Zwölffingerdarmgeschwüre.
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Weitere
Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung
angegeben, betreffend die Klonierung der Gene, die für die Produktion
des Proteins mit Urease-Aktivität
bei C. pylori verantwortlich sind, die Sequenzierung der Region,
die an der Expression des Proteins mit Urease-Aktivität beteiligt ist,
und die Spezifizität
der Nukleotidsonden für
die Detektion von C. pylori.
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In
dieser Beschreibung wird auf die 1 und 2 Bezug genommen, die folgendes
darstellen:
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die 1, die Restriktionskarte
eines Fragments PstI-EcoRI des rekombinanten Cosmids IID2, das die
Information trägt,
die für
die Expression der Urease bei C. jejuni erforderlich ist, und
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die 2, die Restriktionskarte
eines Fragments von ungefähr
8 kb von pILL590.
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1) Herstellung einer Genombank
in einem Cosmid-Shuttle-Vektor, Klonierung der Gene, die an der
Produktion der Urease bei C. pylori beteiligt sind
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Die
chromosomale DNS vom Stamm C. pylori (85 P) wird derart behandelt,
dass DNS-Fragmente mit hohem Molekulargewicht erzeugt werden; ungefähr 300 μg dieser
chromosomalen DNS werden einem partiellen Verdau, der durch die
Restriktionsendonuklease Sau3A kontrolliert wird, unterworfen und
auf einen Sucrosegradienten aufgetragen, um selektiv Fragmente des
Verdauens zu isolieren, die zwischen 35 und 45 Kilobasen liegen.
1,5 μg dieser
Fragmente werden in vitro an den Shuttle-Cosmid-Vektor pILL575 ligiert, linearisiert
durch die Endonuklease BamHI und dephosphoryliert. pILL575 wurde
ausgehend vom Shuttle-Cosmid pILL550 hergestellt, das von Labigne-Roussel
et al. in J. Bacteriol. 169: 5320–5323, 1987, beschrieben worden ist,
in welchem die "cos"-Stelle des Lambda-Phagen
insertiert worden ist (Fragment BgI II von 1,7 kb von pERG 153,
insertiert an der Stelle Pvu II von pILL550); es ist folglich durch
Konjugation mobilisierbar, kodiert für eine Resistenz gegen Kanamycin,
die sich sowohl bei E. coli als auch bei Campylobacter (Kmr) exprimiert und sich sowohl bei E. coli
als auch bei C. jejuni aufgrund des Vorliegens von zwei Replikations-Startpunkten repliziert, der
eine Startpunkt funktioniert nur bei E. coli, der andere nur bei
Campylobacter. Die Produkte dieser Ligation werden in vitro in Lambda-Teilchen eingepackt,
anschließend
durch Transfektion in einen E. coli-Stamm eingeführt, der ein Plasmid IncP enthält, das
fähig ist,
die Transferfunktionen der rekombinanten Cosmide trans zu komplementieren.
Die E. coli-Kolonien, die infiziert und gegen Kanamycin resistent
sind, werden umgehend einzeln bei –80°C konserviert, eine Cosmid-Genombank,
die für
die Gesamtheit des Genoms von Campylobacter pylori repräsentativ
ist, wird bei E. coli gebildet, indem ungefähr 500 unabhängige Klone
konserviert werden.
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Jedes
der rekombinanten Cosmide wird anschließend durch Konjugation von
E. coli an einen Empfängerstamm
von Campylobacter jejuni C31 transferiert, der von Natur aus Urease' ist.
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Bei
jedem dieser Kanamycin-resistenten Transkonjugate wird untersucht,
ob eine Synthese einer Urease durch Campylobacter jejuni auftritt.
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Ein
Cosmid aus 106 analysierten Cosmiden wird isoliert, der eine genetische
Information trägt,
die dem Campylobacter jejuni C31 die Fähigkeit verleiht, eine Urease
zu produzieren. Das rekombinante Cosmid (IID2) weist eine Größe von 54
Kilobasen auf. Die relative Lage der Spaltungsstellen durch die
Restriktionsendonukleasen PstI, BamHI, SmaI und EcoRI auf dieser
Sequenz ist in der 1 dargestellt.
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2) Identifizierung des
Gens oder der Gene, die für
die Urease-Produktion bei Campylobacter pylori erforderlich ist
bzw. sind
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Es
wird eine Subklonierung der Urease-Gene durchgeführt, indem ausgehend von der
Cosmid-DNS IID2, hergestellt bei E. coli, partielle Verdauungen
durch Endonuklease Sau3A durchgeführt werden, um Fragmente der
partiellen Verdauung zu generieren, die 8 bis 15 Kilobasen aufweisen.
Es wird der kleinste bei E. coli klonierte Plasmidhybrid gesucht,
der die Fähigkeit
zur Produktion einer Urease nach dem Transfer durch Konjugation
in den Campylobactor-Empfänger
verleiht.
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4
Plasmide aus den 37 untersuchten Plasmiden tragen die Information,
die notwendig ist für
die Expression der Urease von Campylobacter jejuni: pILL586, pILL589
und pILL590 (siehe 2).
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Durch
Vergleich der Restriktionskarten dieser 4 Hybride kann das Vorliegen
einer Nukleotidsequenz von 4,2 Kilobasen in allen 4 Hybriden festgestellt
werden, was darauf hindeutet, dass sich hierbei um die für die Expression
der Urease erforderliche Region handelt. Es wurden eine gewissen
Anzahl von Deletionen durchgeführt,
die diese Schlussfolgerungen bestätigen (siehe 2).
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Das
Fragment EcoRI-PstI von pILL590 wurde als Sonde bei Hybridisierungen
mit der gesamten DNS von C. pylori 85 P im Hinblick darauf durchgeführt, um
zu bestätigen,
dass die unterschiedlichen Restriktionsfragmente, die mit BamHI
und HindIII ausgehend von pILL590 erzeugt worden sind, in 85 P vorhanden
waren. Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, dass die Sequenz von 8
kb, die im pILL590 auftritt, keinen Umordnungen im Rahmen der verschiedenen
Klonierungsschritte unterworfen worden ist.
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3) Nukleotidsequenz der
Region, die mit der Expression der Urease assoziiert ist
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Die
Sequenz des Fragments HindIII, die zwischen den Stellen H2 und H3
umfasst ist, entspricht der Sequenz der 294 Nukleotide der Kette
(I).
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Die
folgende Sequenz von 610 Nukleotiden der Kette (II) ist innerhalb
des Fragments, das durch die Stellen H4 und B1 definiert wird (2).
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4) Spezifizität der Nukleotidsonden
für die
Detektion von Campylobacter pylori
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Das
Fragment EcoRI-PstI von 8 kb, das von pILL590 stammt, wurde als
radioaktive Sonde in verschiedenen Hybridisierungsversuchen eingesetzt.
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32
Campylobacter pylori wurden mittels Kolonie-Hybridisierung untersucht
und zeigten ein positives Signal; unter den 35 Campylobacter jejuni
fetus und coli, die untersucht wurden, zeigte keines ein positives Signal
unter klassischen stringenten Hybridisierungsbedingungen (50% Formamid,
37°C, 3XSSC).
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Unter
den gleichen Bedingungen zeigte die Sonde C. pylori von 8 Kilobasen
kein positives Signal mit der im folgenden angegebenen Liste von
Mikroorganismen, die alle von Natur aus Urease-Produzenten darstellen:
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Klebsiella
oxytoca (3 Stämme),
Klebsiella pneumoniae (3 Stämme),
Proteus mirabilis (3 Stämme), Proteus
morganii (3 Stämme),
Proteus vulgaris (2 Stämme),
Providencia stuartii (3 Stämme),
Pseudomonas picketti (3 Stämme),
Yersinia enterocolitica (3 Stämme),
5 Stämme
von Acinetobacter Urease+, 2 Stämme von Escherichia
coli Urease+ und 3 Stämme von Citrobacter freundii
Urease+.
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Das
Fehlen von positiven Fehlergebnissen mit dem Fragment von 8 kb garantiert
die Spezifizität
der bereitgestellten Nukleotidsonden.
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Ein
Verfahren zur Herstellung von Antikörpern umfasst:
- – die
Immunisierung eines Tieres mit Hilfe eines wie vorstehend definierten
Polypeptids, und
- – die
Gewinnung der gebildeten Antikörper
gemäß klassischen
Techniken.
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Ein
geeignetes Herstellungsverfahren von Nukleinsäuren (die höchstens 200 Nukleotide umfassen – oder pb,
sofern es sich um doppelsträngige
Nukleinsäuren
handelt) gemäß der vorliegenden
Erfindung auf chemischem Weg umfasst die folgenden Schritte:
- – die
Synthese von DNS unter Verwendung der automatisierten Methode mit
beta-Cyanoethyl-Phosphoramidit, die in Bioorganic Chemistry 4; 274–325, 1986
beschrieben ist,
- – die
Klonierung der so erhaltenen DNS in einen geeigneten Plasmidvektor
und die Gewinnung der DNS durch Hybridisierung mit einer geeigneten
Sonde.
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Ein
Herstellungsverfahren auf chemischem Weg von Nukleinsäure mit
einer Länge
von mehr als 200 Nukleotiden – oder
pb (falls es sich um doppelsträngige
Nukleinsäuren
handelt) umfasst die folgenden Schritte:
- – Verknüpfung von
chemisch hergestellten Oligonukleotiden, die an ihren Enden mit
unterschiedlichen Restriktionsstellen versehen sind, wobei die Sequenzen
mit der Aminosäurekette
des natürlichen
Polypeptids kompatibel sind, nach dem Prinzip, das in Proc. Nat.
Acad. Sci. USA 80; 7461–7465,
1983, beschrieben ist,
- – die
Klonierung der so erhaltenen DNS in einen geeigneten Plasmidvektor
und die Gewinnung der erwünschten
Nukleinsäure
durch Hybridisierung mit einer geeigneten Sonde.