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Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der
Immunkonjugate und genauer die Verwendung von
Immunkonjugaten, um Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens
Zielgeweben zuzuführen. Die Erfindung betrifft auch die
Behandlung von Krebs mit Konjugaten aus monoklonalen
Antikörpern (MoAb) und Modifikatoren des biologischen
Ansprechvermögens bzw. Modifikatoren biologischer Reaktionen wie
dem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF).
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Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens zeigen
eine Vielzahl von Wirkungen auf eine Anzahl von Zellarten.
Säugetierzellen erzeugen eine Konstellation von Lymphokinen
und Cytokinen, um die Homöostase auf dem Zellpegel zu
halten. Außerdem können als Reaktion auf eine Vielzahl von
Stimuli Säugetierzellen eine Menge von Proteinprodukten
erzeugen und ausscheiden. In physiologischen oder
pharmakologischen Konzentrationen können Modifikatoren des
biologischen Ansprechvermögens, wie z.B. IFN-α, IFN-β,
IFN-gamma, IL-1 bis IL-7, TNF-α und TNF-β alle starke
cytotoxische Wirkungen haben. Der Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)
ist einer von einer Anzahl von Modifikatoren des
biologischen Ansprechvermögens, der eine pleiotrope Wirkung
hat. Der Ausdruck TNF stammt aus der ursprünglichen
Beobachtung, daß TNF eine Nekrose von Meth-A-Mäusesarkomen
verursachte. Die Antitumor-Wirkung von TNF wurde am besten
gezeigt an einer Anzahl von tierischen und menschlichen
Tumorzellen in vitro und in vivo. Es wurde gezeigt, daß der
rekombinante Human-TNF eine Tumornekrose bei Sarkomen,
Adenokarzinomen und Melanomen verursacht. TNF hat
divergente Wirkungen auf das Zellwachstum, wobei es bei einigen
Zellinien eine Wachstumshemmung verursacht, bei anderen
Zellinien keine Wirkung hat (d. h. weniger als 5% Cytostase
oder Cytotoxizität) und bei anderen Zellen das Wachstum
verbessert. TNF kann auch die Knochenresorption erhöhen und
die prokoagulierende Aktivität von Endothel-Zellen
verbessern.
Der Mechanismus/die Mechanismen dieser pleiotropen
Effekte wird nicht vollständig verstanden. Während IL-1,
ein anderer Modifikator des biologischen Ansprechvermögens,
einige biologische Eigenschaften mit TNF teilt, hat IL-1
viele Eigenschaften, die sich von denen von TNF
unterscheiden.
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Jedoch muß der Modifikator für das biologische
Ansprechvermögen, um eine Wirkung auf eine Zelle auszuüben, die
Zielzelle in einer Konzentration erreichen, die ausreicht,
um die gewünschte Wirkung zu erzeugen.
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Bei der kürzlichen Entdeckung der Modifikatoren des
biologischen Ansprechvermögens und der Aufklärung der Fülle von
Wirkungen, die durch sie verursacht werden, wurden große
Erwartungen dahingehend erzeugt, daß eine Heilung für
schwer zu behandelnde Krankheiten, wie z.B. Krebs,
bevorstand. Dies konnte jedoch nicht gezeigt werden. Ein
Hinderungsgrund kann die Unfähigkeit sein, eine ausreichende
Menge des Modifikators des biologischen Ansprechvermögens
dem Zielgewebe oder der Zielzelle zuzuführen, um die
Wirkung zu verursachen. Wenn Arzneimittel oder andere
cytoaktive Mittel an einen Patienten verabreicht werden, werden
viele, wenn nicht alle, in dem Wirtskörper verdünnt und bis
zu einem gewissen Grad durch das Wirtsgewebe metabolisiert.
So müssen in vielen Fällen diese cytoaktiven Mittel in viel
höheren Mengen verabreicht werden als es notwendig ist, um
die gewünschten Wirkungen zu erreichen, um der Verdünnung,
der Absorption und dem Metabolismus durch Nicht-Zielgewebe
Rechnung zu tragen.
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Krebs ist eine der führenden Ursachen von Krankheiten und
Sterblichkeit in der westlichen Welt. Es gibt viele
verschiedene Arten von Krebs, die jeweils ihre eigenen
Kennzeichen haben. Jedoch teilen die Krebsarten zumindestens
einige Eigenschaften, sie betreffen Schäden in dem
Verfahren
der Steuerung des Zellwachstums. Brustkrebs und
Gebärmutterhalskrebs sind zwei der Hauptursachen des Todes durch
Malignität bei Frauen in der westlichen Welt. Melanome sind
eine sehr stark metastatische Erkrankung, die beide
Geschlechter betrifft und fast einheitlich innerhalb von 5
Jahren nach der Diagnose tödlich ist. Die chirurgische
Entfernung lokalisierter bösartiger Tumoren hat sich nur dann
als wirksam erwiesen, wenn die Krankheit nicht von der
Primärläsion ausgebreitet worden war. Wenn die Krankheit
sich einmal verbreitet hat, müssen die chirurgischer
Verfahren ergänzt werden durch andere allgemeinere Verfahren,
um erkrankte oder maligne Zellen auszulöschen. Die meisten
der üblicherweise verwendeten alternativen therapeutischen
Ansätze, wie Bestrahlung oder Chemotherapie, begrenzen ihre
Wirkungen nicht nur auf die Tumorzellen und beeinflussen
oft normale Zellen in einem gewissen Ausmaß, obwohl sie
eine proportional größere destruktive Wirkung auf maligne
Zellen haben.
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Viele Tumoren oder Krebszellen exprimieren membrangebundene
oder cytoplasmatische Antigene oder Antigen-Determinanten,
die von normalen Zellen entweder sehr schwach oder
überhaupt nicht exprimiert werden. Einige Tumorzellen
exprimieren Antigene, die sich auch in oder an Zellarten von
Embryos befinden, nicht aber von normalen Zellen einem
reifen Tieres exprimiert werden. Diese abnormal exprimierten
Antigene sind bekannt als tumorspezifische oder
tumorassoziierte Antigene (TAA). Die TAA sind spezifisch, da sie
gewöhnlich von allen oder den meisten Zellen des jeweiligen
Tumors, der sie exprimiert, exprimiert werden, während ein
spezielles Antigen von mehr als einem Tumor exprimiert
werden kann. Eine Tumorzelle kann ein oder mehrere TAA
exprimieren. Diese tumorassoziierten Antigene können an der
Oberfläche der Zelle (Zelloberflächen-Antigene) exprimiert
werden, können von der Tumorzelle ausgeschieden werden
(ausgeschiedene Antigene) oder können innerhalb der Zelle
bleiben (intrazelluläre Antigene). Zwar wird angenommen,
daß membrangebundene oder Zelloberflächen-Antigene eine
Hauptrolle bei der Wechselwirkung zwischen Tumorzellen und
dem Immunsystem des Wirts spielen, jedoch sind
cytoplasmatische Antigene auch nützlich, um die Tumorbildung zu
überwachen, da diese Antigene oft in großen Mengen von den
Tumorzellen ausgeschüttet werden.
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Die Gegenwart dieser tumorassoziierten Antigene wurde
verwendet, um Tumoren bei Tieren und Menschen nachzuweisen, zu
diagnostizieren und zu lokalisieren. In einigen Fällen ließ
die Gegenwart von tumorassoziierten Antigenen das gezielte
Zuführen spezifischer Arzneimittel und Behandlungsmittel zu
den Tumorzellen zu.
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Antikörper sind Proteine, die normalerweise vom Immunsystem
eines Tieres als Reaktion auf Fremd-Antigene oder
Antigendeterminanten erzeugt werden. Antikörper binden ein
spezifisches Antigen, gegen das sie gerichtet sind. Monoklonale
Antikörper (MoAb), die gegen spezifische Antigene oder
Antigendeterminanten gerichtet sind, können in großer
Mengen hergestellt werden. Monoklonale Antikörper für
tumorassoziierte Antigene lokalisieren sich in Tumoren nach
einer systemischen Verabreichung an Patienten mit Krebs.
Diese wichtige Eigenschaft wurde erfolgreich verwendet, um
Arzneimittel, Toxine oder radioaktive Isotope direkt zu den
Tumoren zu bringen.
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Ein Verfahren, um chemotherapeutische Mittel gezielt zu
Tumorzellen zu bringen und deren Wirkung auf normale Zellen
zu vermindern, wurde möglich mit der Entwicklung von
Antikörpern und bevorzugter MoAb's, die gegen Antigene auf
Tumorzellen gerichtet sind, die nicht auf normalen Zellen
auftreten.
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Antikörper, gekuppelt an Arzneimittel, wurden verwendet als
Zuführsystem, mit dem das Arzneimittel gezielt einer
spezifischen Tumorzellart, gegen die der Antikörper gerichtet
ist, zugeführt werden kann. Antikörper können auch an
Toxine gekuppelt werden und somit als Zuführsystem für das
gezielte Zuführen von Toxinen direkt zu spezifischen
Tumorzellen dienen. Ein spezieller Vorteil der Verwendung eines
Antikörpers, der an ein Arzneimittel oder ein Toxin
gekuppelt ist, als Zuführsystem, um das Arzneimittel oder Toxin
dem spezifischen Tumor gezielt zuzuführen, ist die
Fähigkeit, das Arzneimittel oder die Verbindung an der
gewünschten Stelle zu konzentrieren. Ohne ein spezifisches
gezieltes Zuführsystem wird die an einen Patienten verabreichte
Verbindung in dem gesamten Wirtskörper verteilt und daher
wird die Konzentration, die die gewünschte Zielstelle
erreicht, stark verdünnt. Die Verwendung eines Antikörper-
Zielsystems verursacht, daß die verabreichte Verbindung,
die an den Antikörper gebunden oder konjugiert ist, an
Zellen der Zielstelle gebunden wird oder in große Nähe dazu
kommt. Da der mit der verabreichten Verbindung konjugierte
Antikörper an die Zielzellen in einer höheren Rate bindet
als an andere (d. h. normale Zellen), wird die Verbindung
an der Zielstelle konzentriert.
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Die Verbindung von cytotoxischen Mitteln mit Antikörpern
zur Herstellung von "Immunotoxinen" wurde berichtet. Von
speziellem Interesse waren Immunotoxine monoklonaler
Antikörper konjugiert mit enzymatisch aktiven Teilen (A-Ketten)
von Toxinen bakteriellen oder pflanzlichen Ursprungs, wie
z.B. Ricin oder Abrin. Nevelle und York, Immunol. Rev.
(1982) 62: 75-91; Ross et al., European J. Biochem. 1980)
104; Vitteta et al., Immunol. Rev. (1982) 62: 158-183; Ross
et al., Cancer Res. (1982) 42: 457-464; Trowbridge and
Domingo Nature (Cond.) (1981) 294: 171-173. Immunotoxine
wurden hergestellt, indem MoAb's mit Toxinen oder
Fragmenten
von Toxinen, die sich von Pflanzen ableiten, konjugiert
wurden. Gelonin und Ricin sind die aktivsten von Pflanzen
abgeleiteten Toxine zur Hemmung der Proteinsynthese.
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Die Konjugation von Gelonin an Antikörper wurde beschrieben
in EP-A-0350230 und die Verwendung von mit Gelonin
konjugierten Immunotoxinen wurde berichtet für die Behandlung
verschiedener Arten von Krebs.
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WO 8500974 offenbart Komplexe von α-Interferon mit einem
monoklonalen Antikörper, der die Serum-Halbwertszeit von
Interferon, das als Komplex verabreicht wird, gegenüber
Interferon, das allein verabreicht wird, erhöht.
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J. E. Zuckerman et al., Proceedings of AACR, Band 28, 1987
(1522) offenbart das Kuppeln von Interferon an den
monoklonalen Antikörper ZME-018 unter Verwendung von SPDP.
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EP-A-0305967 offenbart verschiedene Methoden zur
Konjugation von Cytokinen mit Antikörpern.
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Obwohl Antikörper als Zuführsysteme für toxische Anteile
von pflanzlichen Toxinen oder anderen cytotoxischen
Arzneimitteln verwendet wurden, war die Konjugation von
Antikörpern mit Modifikatoren des biologischen
Ansprechvermögens, wie z.B. dem Tumor-Nekrose-Faktor und die Verwendung
solcher Konjugate als spezifische Zuführsysteme zu
Zielgeweben oder Zielzellen bisher nicht möglich.
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Die vorliegende Erfindung ist gerichtet auf ein neues
Antikörper-Zuführsystem für Modifikatoren des biologischen
Ansprechvermögens. Die vorliegende Erfindung liefert eine
Zusammensetzung, die ein Konjugat eines Antikörpers, der
gegen das 15A8-Brustkarzinom-Antigen oder das
ZME-018-Melanom-Antigen gerichtet ist, mit einem Anteil eines
modifizierten, cytotoxischen Modifikators für biologisches
Ansprechvermögen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus
TNF-α, TNF-β und IL-1, umfaßt, wobei der Anteil mit dem
Antikörper konjugiert ist mit Hilfe eines bifunktionellen
Protein-Kupplungsmittels. Vorzugsweise ist der Antikörper
kovalent an den Modifikator des biologischen
Ansprechvermögens gebunden. In einer Ausführungsform umfaßt das
Tmmunkonjugat einen Antikörper, vorzugsweise den monoklonalen
15A8- oder ZME-018-Antikörper und TNF-α, TNF-β oder IL-1,
die kovalent gekuppelt sind. Alternativ kann das
Immunkonjugat ein Fusionsprotein sein, das durch gentechnische
Methoden hergestellt wurde, die dem Fachmann bekannt sind.
Ein solches Fusionsprotein würde die
Antigen-Erkennungsstelle eines Antikörpermoleküls und den cytotoxischen
Anteil des Modifikators des biologischen Ansprechvermögens
enthalten.
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Da normale ebenso wie Tumorzellen Oberflächenrezeptoren für
Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens, wie z.B.
TNF aufweisen, verbessert ein Zuführsystem für TNF zu
spezifischen Ziel-Tumorzellen die Wirksamkeit der Behandlung
mit TNF. Zusätzlich wird ein Zuführsystem, das selektiv
Modifikatoren für das biologische Ansprechvermögen Zellen
zuführt, bei denen sie eine nicht cytotoxische Wirkung haben,
zur Verfügung gestellt.
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Als Konsequenz der Konzentration der Verbindung an der
Zielstelle kann die Dosis der mit Antikörper konjugierten
Verbindung, die verabreicht werden muß, um eine biologische
Reaktion bzw. ein biologisches Ansprechen zu erhalten z.B.
eine Zelltötung, eine Verbesserung des Wachstums oder eine
Enzyminduktion, um Größenordnungen geringer sein, als die,
die erforderlich ist, wenn die unkonjugierte Verbindung
verabreicht wird.
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Ein weiterer Vorteil bei Verwendung eines mit Antikörper
konjugierten Antikörper-Zuführsystemes für chemische oder
biologische Verbindungen ist die verlängerte
Aufenthaltszeit der Verbindung in dem Wirtssystem aufgrund des
verminderten Metabolismus und/oder einer langsameren
Elininierungsrate der konjugierten Verbindung durch den Wirt. Da
der Kontakt des Wirtes mit einer cytoaktiven Verbindung
verlängert wird wegen der verminderten
Metabolismusund/oder Eliminierungrate, können geringere Dosen der
cytoaktiven Verbindung verabreicht werden, wobei die
biologischen Wirkungen in der gleichen Größenordnung erreicht
werden, die vorher nur mit höheren Dosen erreicht wurden.
Der Mechanismus des Metabolismus und der Eliminierung
bioaktiver Verbindungen ist allgemein verbindungsspezifisch
und kaum ganz verstanden. Die Rate an Metabolismus und/oder
Eliminierung fast aller, wenn nicht aller bioaktiven
Verbindungen ist langsamer, wenn die bioaktive Verbindung an
einen Antikörper gekuppelt ist.
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In einer Ausführungsform liefert die Erfindung eine
cytotoxische Zusammensetzung, die selektiv an Tumorzellen
bindet und diese tötet. Diese Ziel-Tumorzellen können von
irgendeinem Tumor sein, der einen antigenen Marker hat oder
erzeugt in Mengen, die größer sind als die, die sich in
oder an normalen Zellen finden. Obwohl bevorzugt der
antigene Marker oder die TAA ein Zelloberflächen-Antigen ist,
ist die vorliegende Erfindung auch genauso anwendbar für
Tumorzellen, die ein intrazelluläres Antigen erzeugen in
Mengen, die größer sind als die normalerweise von normalen
Zellen produzierten. Es ist bekannt, daß viele Tumoren
intrazelluläre Antigene produzieren und entweder
ausscheiden oder diese Antigene freisetzen, wenn der Tumor
nekrotisch wird. Das Immunkonjugat der vorliegenden Erfindung
lokalisiert auch die Tumorstellen, an denen diese
intrazellulären Antigene in höherer Konzentration als in
normalem Gewebe auftreten.
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In einer weiteren Ausführungsform liefert die Erfindung
cytotoxische Zusammensetzungen, die selektiv an Human-
Brustkrebs-Zellen, Gebärmutterhals-Karzinom-Zellen und
Melanomzellen binden und für sie cytotoxisch oder
cytostatisch sind.
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Die Anwendungen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
schließen die Verwendung in einem Verfahren zur Abtötung
von menschlichen Brustkrebszellen,
Gebärmutterhals-Karzinom-Zellen, Melanomzellen oder anderen Tumorzellen die
tumorassoziierte Antigene exprimieren, ein, indem die
Zellen mit einer zellschädigend wirksamen Menge der
Immunotoxin-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in Kontakt
gebracht werden.
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Das Immunkonjugat der vorliegenden Erfindung kann verwendet
werden, um ein cytotoxisches Immunkonjugat den
Brust-Tumorzellen zuzuführen, die das 15A8-Antigen exprimieren (das
Antigen, das von den monoklonalen Antikörpern, die in US-A-
5 032 521 offenbart und beansprucht sind, erkannt wird).
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In einer weiteren Ausführungsform liefert die vorliegende
Erfindung ein Immunkonjugat, das an Melanom-Tumorzellen
bindet und für diese cytotoxisch oder cytostatisch ist.
Melanom-Zellen exprimieren auch verschiedene TAA. Wilson et
al., 1981 Int. J. Cancer 28: 293 haben zwei solche Melanom-
Antigene beschrieben und monoklonale Antikörper dagegen
hergestellt. Einer dieser Antikörper (225.28S), der von
Wilson diskutiert wird, erkennt ein
Melanom-Membran-Antigen. Dieses Antigen wird hier mit ZME-018 bezeichnet.
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In einer weiteren Ausführungsform liefert die vorliegende
Erfindung ein Immunkonjugat, das an Zellen bindet, die das
ZME-018-Antigen oder ein funktionelles Äquivalent davon
exprimieren, und ist cytotoxisch oder cytostatisch dafür.
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Das Immunkonjugat der vorliegenden Erfindung kann auch
einen Antikörper umfassen, der ein cytoplasmatisches
Antigen erkennt, einschließlich dem 465.12-Antikörper von
Wilson, der mit einem cytoplasmatischen Melanom-Antigen
reagiert, ist aber nicht darauf beschränkt.
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Es ist eine Aufgabe der Erfindung, Konjugate von
Antikörpern mit Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens
zur Verfügung zu stellen.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Zusammensetzung zur Verfügung zu stellen, die ein
Konjugat eines Antikörpers, der gegen ein tumorassoziiertes
Antigen gerichtet ist, mit einem Anteil eines Modifikators
des biologischen Ansprechvermögens umfaßt.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Zusammensetzung bereitzustellen, die eine rekombinant
erzeugte Verbindung umfaßt, die einen Antikörper-Anteil und
einen Modifikator für das biologische Ansprechvermögen
umfaßt, wobei der Modifikator für das biologische
Ansprechvermögen ein cytotoxischer Anteil des Modifikators des
biologischen Ansprechvermögens ist.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Immunkonjugat eines gegen das 15A8-Brustkarzinom-Antigen
oder das ZME-018-Melanom-Antigen gerichteten Antikörpers
mit einem Anteil des Modifikators des biologischen
Ansprechvermögens bereitzustellen, wobei dieser Anteil
ausgewählt ist aus dem cytoaktiven Bereich von TNF-α, TNF-β
und IL-1.
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Eine weitere Aufgabe ist es, Zusammensetzungen
bereitzustellen, die für ein Verfahren zur Behandlung
proliferativer Zellerkrankungen, wie z.B. Krebs verwendet werden
können, das umfaßt, daß man eine zellschädigend wirksame
Dosis eines Immunkonjugats, das einen Antikörper oder einen
Antikörperteil, der gegen TAA der Zielzelle gerichtet ist,
konjugiert mit dem Modifikator des biologischen
Ansprechvermögens oder einem cytoaktiven Anteil davon, an einen
Patienten, der eine derartige Behandlung benötigt,
verabreicht.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es,
Zusammensetzungen bereitzustellen, die in einem Verfahren
zur Verhütung des Wiederauftretens von Tumoren verwendet
werden können, das die Verabreichung von mit TNF
konjugierten monoklonalen TAA-Antikörpern an einen Patienten, der
eine derartige Behandlung benötigt, umfaßt.
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Es ist eine weitere Aufgabe, ein Immunkonjugat
bereitzustellen, das ein Genfusionsprodukt ist, das rekombinant
durch Fusion eines Gens, das die antigene Erkennungsstelle
eines monoklonalen Antikörpers kodiert, mit einem Ger, das
einen Modifikator des biologischen Ansprechvermögens oder
den cytoaktiven Anteil davon kodiert, wie z.B. TNF-α, TNF-β
und IL-1 kodiert, hergestellt wurde.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
selektives Zuführsystem für Modifikatoren des biologischen
Ansprechvermögens für spezifische Zielstellen
bereitzustellen.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das
Wiederauftreten von tumorassoziierte Antigene tragenden
Tumoren zu verhindern durch Verabreichung von
zellschädigend wirkenden Immunkonjugaten, die einen Modifikator des
biologischen Ansprechvermögens und einen Antikörper
umfassen, an einen Patienten, der eine solche Behandlung
benötigt. Vorzugsweise ist der Antikörper ein monoklonaler
Antikörper und der Modifikator des biologischen
Ansprechvermögens ist TNF.
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Eine der Aufgaben der vorliegenden Erfindung ist es eine
cytotoxische Zusammensetzung bereitzustellen, die
spezifisch an Tumorzellen bindet und diese tötet.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Zusammensetzung bereitzustellen, die für Tumorzellen
toxisch ist, aber bei normalem Gewebe nur minimale Schäden
verursacht.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Zusammensetzung bereitzustellen, die einen Antikörper,
der gegen ein tumorassoziiertes Antigen, wie z.B. ein
tumorassoziiertes Antigen eines Brusttumors oder eines
Melanoms konjugiert mit einem Modifikator des biologischen
Ansprechvermögens, ausgewählt aus TNF-α, TNF-β und IL-1
umfaßt.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine pharmazeutische Zusammensetzung bereitzustellen, die
ein Immunkonjugat eines Modifikators des biologischen
Ansprechvermögens, ausgewählt aus TNF-α, TNF-β und IL-1 in
einem pharmazeutisch annehmbaren Träger umfaßt.
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Figur 1 zeigt eine S-300-Gelpermeations-Chromatographie
der ZME-TNF-Reaktionsmischung.
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Figur 2 zeigt das chromatographische Profil der
gesammelten Fraktionen der S-300-Chromatographie
nach einer Affinitäts-Chromatographie.
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Figur 3 zeigt den Vergleich der Bindung des ZME-018-TNF-
Konjugats und von freiem TNF an antigenpositive
A-375-Zielzellen und antigennegative
T-24-Zellen.
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Figur 4 zeigt die Cytotoxizität des
ZME-TNF-Immunkonjugats und von TNF alleine bei antigenpositiven
humanen Melanomzellen (AAB-527).
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Figur 5 zeigt die Hemmung des Wachstums bei
antigenpositiven A-375-Zellen durch TME-TNF-Immunkonjugat.
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Figur 6 zeigt die Hemmung des Wachstums bei
antigenpositiven ME-180-Zellen durch
MoAb15A8-TNF-Immunkonjugat.
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Die immunochemischen Derivate der Erfindung umfassen
Konjugate eines Antikörpers, der gegen ein tumorassoziiertes
Antigen gerichtet ist und eines Modifikators des
biologischen Ansprechvermögens.
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Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens, die mit
dem gegen ein tumorassoziiertes Antigen gerichteten
Antikörper gekuppelt werden können und erfindungsgemäß
verwendet werden können, schließen TNF-α, TNF-β und IL-1 ein.
Diese Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens
haben eine Vielzahl von Wirkungen auf Tumorzellen. Zu
diesen Wirkungen gehören eine erhöhte Tumorzell-Tötung durch
direkte Wirkung ebenso wie eine erhöhte Tumorzell-Tötung
durch eine Erhöhung der durch Wirtsabwehr vermittelten
Prozesse. Die Konjugation des gegen ein tumorassoziiertes
Antigen gerichteten Antikörpers mit diesen Modifikatoren
des biologischen Ansprechvermögens erlaubt die selektive
Lokalisierung innerhalb von Tumoren und damit verbesserte
antiproliferative Wirkungen, während nicht spezifische
Wirkungen, die zu einer Toxizität für Nicht-Zielzellen führen,
unterdrückt werden.
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Die spezifische Antikörper-Zuführung von Cytotoxinen zu
Tumoren liefert einen Schutz der empfindlichen Stellen, wie
z.B. der Leber, der Niere und des Knochenmarks vor der
schädlichen Wirkung der natürlich auftretenden toxischen
Mittel. Die Verwendung von mit Antikörpern konjugierten
Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens als
Zuführsystem läßt eine niedrigere Dosierung des
Arzneimittels
selbst zu, da alle toxischen Anteile mit Antikörpern
konjugiert sind, die sich innerhalb des Tumors oder an
anderen Zielstellen ansammeln.
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Konjugate des monoklonalen Antikörpers können hergestellt
werden unter Verwendung einer Vielzahl von bifunktionellen
Protein-Kupplungsmitteln. Beispiele für diese Reagenzien
sind SPDP, IT, bifunktionelle Derivate von Imidoestern,
z.B. Dimethyladipidat.HCl, aktive Ester, z.B.
Disuccinimidylsuberat, Aldehyde, z.B. Glutaraldehyd,
Bisazido-Verbindungen, z.B. Bis(p-azidobenzoyl)hexandiamin,
Bis-diazonium-Derivate, z.B.
Bis-(p-diazoniumbenzoyl)ethylendiamin, Diisocyanate, z.B. Tolylen-2,6-diisocyanat und bis-
aktive Fluorverbindungen, z.B.
1,5-Difluor-2,4-dinitrobenzol.
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Die für die Immunkonjugate verwendeten Antikörper sind
vorzugsweise monoklonale Antikörper und am meisten bevorzugt
monoklonale Antikörper, die gegen einen spezifischen
pathologischen Zustand gerichtet sind, einschließlich Krebs,
z.B. Brustkrebs und Melanome. Die Immunkonjugate der
vorliegenden Erfindung liefern, wenn sie aus nicht
Wirts-Antigenen zusammengesetzt sind, ein selektives Zuführmittel für
die Zuführung von cytotoxischen oder cytostatischen
Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens zu pathogen
infizierten Wirtszellen.
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Der Ausdruck "monoklonaler Antikörper", wie er hier
verwendet wird, bedeutet eine Antikörper-Zusammensetzung mit
einer homogenen Antikörper-Population. Er soll nicht
beschränkt sein im Hinblick auf die Quelle des Antikörpers
oder die Art, wie er gemacht wird.
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Zum Beispiel exprimieren Brustkarzinom-Zellen ein 22/kD-
Antigen auf ihrer Zelloberfläche. Antikörper gegen dieses
Antigen wurden erzeugt. Hybridomas, die spezifische
monoklonale
Antikörper der IgG1-, IgG2a- und IgG2b-Isotypen
ausscheiden, die ein Epitop auf diesem 22/kD-Antigen
erkennen, wurden erzeugt. Alle Isotypen erkennen dasselbe
Epitop auf dem Antigen. Für die Zwecke weiterer Beispiele
bei der Beschreibung dieser Erfindung wird dieses Epitop
als das 15A8-Epitop bezeichnet. Somit sind alle diese
Antikörper funktionell äquivalent. Außerdem sind bei
Durchführung der Erfindung Antikörper, die an verschiedene antigene
Determinanten an dem gleichen Antigen binden, d. h.
verschiedene Epitope erkennen, auch funktionell äquivalent.
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Monoklonale Antikörper können hergestellt werden mit
Methoden, die dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannt sind.
Das Verfahren zur Herstellung von Hybridoma-Zellkulturen,
die z.B. 15A8-MoAb produzieren, ist im Detail beschrieben
in US-A-5 032 521, die eine Continuation in part Anmeldung
von EP-A-0184-369 (veröffentlicht am 11. Juni 1986) ist.
Kurz gesagt wurden Brustdrüsen-Tumorzellen in BALB/c Mäuse
intraperitoneal drei Wochen lang injiziert bei insgesamt 3
bis 4 Injektionen. Die Milz wurde jeweils drei Tage nach
der letzten Injektion geerntet und eine Milz-Zellsuspension
wurde hergestellt und mit 107 PAI-Mezelom-Zellen
fusioniert. Die Hybridzellen wurden auf Hypoxanthin-Aminopterin-
Thymidin-(HAT)-Medium selektiert. Weitere Details zur
Herstellung der Hybridoma und die Kennzeichnung dieser
monoklonalen Antikörper ist in den Beispielen unten angegeben.
Jedoch können monoklonale Antikörper, die gegen irgendein
TAA hergestellt werden, mit irgendeinem bekannten Verfahren
für die Immunkonjugate der vorliegenden Erfindung verwendet
werden.
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Der Ausdruck "tumorassoziiertes Antigen" soll jedes Antigen
umfassen, das in bedeutend höherer Konzentration in oder an
Tumorzellen als an normalen Zellen gefunden wird.
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Modifikatoren des biologischen Ansprechvermögens, wie z.B.
TNF, können aus Seren von intakten Tieren,
Kulturüberständen von Lymphzellen oder Zellinien erhalten werden, nachdem
Tiere oder Zellen mit einer Substanz behandelt wurden, von
der bekannt ist, daß sie die Proliferation von Immunzellen
stimuliert (ein Induktor) oder durch rekombinante
Technologie. Der Modifikator des biologischen Ansprechvermögens
kann aus irgendeiner Säugetierquelle erhalten werden z.B.
von Mäusen, Kaninchen, Ratten, Primaten, Schweinen und
Menschen. Vorzugsweise werden solche Proteine aus einer
menschlichen Quelle erhalten und bevorzugter sind
rekombinante menschliche Proteine. Danach wird das Serum, der
Überstand oder der Zellbrei geerntet und auf eine
biologische Aktivität gegenüber einer Ziel-Tumorzellinie getestet.
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Der Ausdruck "rekombinantes Protein" bezieht sich auf ein
Protein mit einer mit dem nativen Protein vergleichbaren
biologischen Aktivität, das durch rekombinante DNA-Technik
hergestellt wurde, wie es im Stand der Technik bekannt ist.
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Rekombinante DNA-Techniken sind auf diesem Gebiet bekannt.
Allgemein wird das Gen, das ein spezifisches Protein
kodiert, z.B. Interferon oder TNF, aus dem nativen Plasmid
herausgeschnitten und in einen Klonierungsvektor, um
kloniert zu werden, und dann in einen Expressionsvektor
insertiert, der verwendet wird, um einen Wirtsorganismus zu
transformieren, vorzugsweise einen Mikroorganismus und am
meisten bevorzugt E. coli. Der Wirtsorganismus exprimiert
das Fremdprotein-Gen unter bestimmten Bedingungen unter
Erzeugung des spezifischen Proteins, z.B. TNF oder
Interferon. Zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung müssen
die rekombinant erzeugten Modifikatoren des biologischen
Ansprechvermögens nicht identisch in der Struktur sein,
noch müssen sie den identischen Bereich an biologischen
Aktivitäten des nativen Proteins exprimieren, solange sie
die Aktivität behalten, die der Zielstelle zugeführt werden
soll.
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Die biologische Aktivität des Modifikators des biologischen
Ansprechvermögens und des Immunkonjugierten Modifikators
des biologischen Ansprechvermögens können gemessen werden
mit Methoden, die im Stand der Technik beschrieben sind.
Zum Beispiel kann die cytotoxische Aktivität von TNF
gemessen werden unter Verwendung eines
L-929-Fibroblasten-Zelltestsystems, wie in Beispiel 2 unten beschrieben.
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Antikörper, wie z.B. 15A8G2 oder ZME-018 wurden mit SPDP
modifiziert, wie in Beispiel 5 unten beschrieben und dann
mit einem mit Iminothiolan modifizierten TNF konjugiert,
wie in den Beispielen 3 und 6 unten beschrieben. Der mit
TNF konjugierte Antikörper wurde mit Säulenchromatographie
auf einer Sephadex S-300 Säule gereinigt, wie in Beispiel
7 unten beschrieben.
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Die Toxizität des mit TNF konjugierten Antikörpers wurde
bestimmt mit dem L-929-Fibroblasten-Test und die
antiproliferative Aktivität wurde mit in vitro Tests bestimmt.
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Die Immunochemikalien der vorliegenden Erfindung können
verwendet werden, um Tumorzellen in vitro ebenso wie in
vivo abzutöten. Zum Beispiel kann das Knochenmark in
klinischen Situationen, wenn Metastasen im Knochenmark
aufgetreten sind, von Tumorzellen extrakorporal gereinigt
werden. Dies ist oft notwendig, wenn ein Tumor
strahlenempfindlich ist und eine Gesamtkörperbestrahlung eine
erforderliche Behandlung ist. Wenn das Knochenmark des
Patienten selbst von allen Tumorzellen befreit werden kann,
dann kann es aus dem Patienten vor der Bestrahlung entfernt
werden, extrakorporal von Tumorzellen befreit werden und
dem Patienten zurückgeführt werden, um durch die
Bestrahlung
zerstörte Knochenmarkzellen zu ersetzen. Wenn die
Konjugate verwendet werden, um z.B. menschliche
Brustkrebszellen in vitro abzutöten, werden sie typischerweise dem
Zellkulturmedium in einer Konzentration von mindestens etwa
10 nm zugegeben. Die Formulierung und die Art der
Verabreichung für die in vitro-Verwendung sind nicht kritisch.
Wäßrige Formulierungen, die mit dem Kultur- oder
Perfusionsmedium kompatibel sind, werden normalerweise verwendet. Die
Cytotoxizität kann mit konventionellen Techniken abgelesen
werden, um die Gegenwart oder den Grad der verbleibenden
Brustkrebszellen zu bestimmen.
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Die Verabreichung der Immunkonjugate der vorliegenden
Erfindung an einen Patienten, bei dem ein Tumor mit einer
spezifischen antigenen Determinante diagnostiziert wurde,
läßt es zu, das cytotoxische Mittel gezielt an die Stelle,
wo es gebraucht wird, um die Tumorzellen abzutöten, zu
bringen und zu konzentrieren. Indem die cytotoxischen
Mittel so gezielt hingebracht werden, wird eine nicht
spezifische Toxizität gegenüber anderen Organen, Geweben und
Zellen eliminiert oder vermindert.
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Wenn die Immunotoxine für eine in vivo Therapie verwendet
werden, werden sie dem Patienten in therapeutisch wirksamen
Mengen verabreicht (d. h. Mengen, die den Tumor des
Patienten entfernen oder vermindern). Sie werden normalerweise
parenteral verabreicht, entweder intravenös oder
intraperitoneal. Die Dosis und der Dosierungsplan hängen ab von der
Art des Krebses (primär oder Metastasen) und seiner
Population, den Eigenschaften des jeweiligen Immunkonjugats, z.B.
seiner therapeutischen Breite, dem Patienten und der
Krankengeschichte. Die Menge an verabreichtem Immunotoxin liegt
typischerweise im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 10 mg/kg
Patientengewicht. Für die parenterale Verabreichung werden
die Immunkonjugate in einer injizierbaren
Einheitsdosierungsform (Lösung, Suspension, Emulsion) zusammen mit einem
pharmazeutisch annehmbaren parenteralen Träger formuliert.
Solche Träger sind inhärent nicht toxisch und nicht
therapeutisch. Beispiele für solche Träger sind Wasser,
Kochsalzlösung, Ringer-Lösung, Dextroselösung und 5 %
Humanserumalbumin. Nicht wäßrige Träger, wie feste Öle und
Ethyloleat können auch verwendet werden. Liposomen können
auch als Träger verwendet werden. Der Träger kann geringere
Mengen an Additiven enthalten, z.B. Substanzen, die die
Isotonizität und chemische Stabilität verbessern, z.B.
Puffer und Konservierungsmittel. Das Immunkonjugat wird
typischerweise in solchen Trägern in Konzentrationen von etwa
0,1 mg/ml bis 10 mg/ml formuliert.
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Das Immunkonjugat der vorliegenden Erfindung wird dann in
einem nicht toxischen, inerten, pharmazeutisch annehmbaren
Trägermedium formuliert, vorzugsweise mit einem pH von etwa
3 bis 8, bevorzugter 6 bis 8.
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Der Dosierungsgrad des Immunkonjugats hängt ab von den
Daten für die in vivo-Wirksamkeit, die nach einem
vorklinischen Test erhalten wurden und hängt hauptsächlich ab von
dem jeweiligen verwendeten Modifikator des biologischen
Ansprechvermögens und davon, ob er allein oder in Kombination
mit anderen Arzneimitteln oder Modifikatoren des
biologischen Ansprechvermögens verwendet wird.
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Das pharmazeutische Präparat, wie oben beschrieben, ist
geeignet für die parenterale Verabreichung an Menschen oder
andere Säugetiere in therapeutisch wirksamen Mengen (d. h.
Mengen, die den pathologischen Zustand des Patienten
eliminieren oder vermindern), um eine Therapie zu liefern, wobei
die Art der Therapie abhängig ist von dem spezifischen
Modifikator des biologischen Ansprechvermögens, der mit dem
Antikörper-Zuführsystem konjugiert ist.
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Mit Antikörper konjugierte Modifikatoren des biologischen
Ansprechvermögens, z.B. TNF, können in Kombination mit
Interferon, vorzugsweise Human-β-interferon (IFN-β)
verabreicht werden. IFN-β bezieht sich auf Immuninterferon mit
einer dem nativen Interferon vergleichbaren biologischen
Aktivität. Bevorzugt wird das Interferon durch rekombinante
Technik hergestellt.
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Die folgenden Beispiele liefern eine detaillierte
Beschreibung der Herstellung, Kennzeichnung und Verwendung der
erfindungsgemäßen Immunkonjugate.
Beispiel 1
Reinigung von TNF
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TNF kann mit auf diesem Gebiet bekannten Techniken
gereinigt werden. Zum Beispiel beschreiben Aggarwal et al. die
Reinigung von TNF aus verschiedenen Quellen einschließlich
verschiedener Zellinien monocytischen Ursprungs. Aggarwal
(1986) Methods of Enzymology 116: 448.
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Dieses Verfahren kann auch verwendet werden, um TNF aus
anderen Quellen zu reinigen.
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TNF wird vorzugsweise durch rekombinante Technik erhalten,
die dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannt ist. Eine solche
Herstellung wird z.B. im Detail im US-Patent Nr. 4,677,063
und der Europäischen Patentschrift EP 186,214 beschrieben.
Das TNF-Präparat, das verwendet wurde, um die folgenden
Daten zu erhalten, die in den folgenden Beispielen
dargestellt sind, wurde von Genentech Corp., South San
Francisco, California erhalten.
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Das von humaner rekombinanter DNA stammende Material wurde
bis zur Homogenität aus Extrakten von E. coli gereinigt.
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TNF wanderte als einzelne Bande mit einem ungefähren
Molekulargewicht von 18.000 Dalton.
Beispiel 2
Test der cytotoxischen Aktivität von TNF
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Die cytotoxische Aktivität von TNF wurde kontrolliert unter
Verwendung des folgenden Tests an L-929-Zellen. 40.000
Maus-L-929-Fibroblasten in MEM-Medium, das 10 % FCS
enthielt, wurden in jeden Napf einer 96-Napfplatte gegeben und
24 Stunden bei 37ºC (5 % CO&sub2;) inkubiert. Die Zellen wurden
dann mit verschiedenen Mengen entweder TNF oder
TNF-Antikörper-Konjugat in einem Medium, das 0,5 g/ml Actinomycin-D
enthielt, 24 Stunden lang bei 37ºC (5 % CO&sub2;) behandelt. Die
Zellen wurden mit phosphatgepufferter Kochsalzlösung (pH
7,2) (PBS) gewaschen und lebensfähige Zellen wurden mit
Kristallviolett angefärbt. Die Platten wurden bei 590 nm
abgelesen, um die lebensfähige Zellzahl zu bestimmen.
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TNF mit einer spezifischen Aktivität von nicht weniger als
1 x 10&sup7; U/mg wurde verwendet zur Konjugation mit den
Antikörpern. Eine Einheit TNF-Aktivität ist die Menge an TNF-
Protein, die 50 % Hemmung des Zellwachstums von L-929
verursacht.
Beispiel 3
Modifikation von TNF mit Iminothiolan
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TNF in phosphatgepufferter Kochsalzlösung wurde auf
ungefähr 2 mg/ml in einem Centricon 10 Mikrokonzentrator
konzentriert. Triethanolaminhydrochlorid (TEA/HCl), pH 8,0 und
EDTA wurden bis auf eine Endkonzentration von 60 mm TEA/HCl
und 1 mm EDTA, pH 8,0 zugegeben. 2-Iminothiolan-Stammlösung
(20 mm) wurde auf eine Endkonzentration von 1 mm zugegeben
und die Probe wurde 90 Minuten bei 4ºC unter einem
Stickstoffstrom inkubiert.
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Überschüssiges Iminothiolan (IT) wurde durch Gelfiltration
auf einer Sephadex G-25-Säule (1 x 24 cm), die mit 5 mm
Bis-Tris/Acetatpuffer, pH 5,8, der 50 mm NaCl und 1 mm EDTA
enthielt, voräquilibriert war, entfernt. Die Fraktionen
wurden auf den Proteingehalt in Mikrotiterplatten unter
Verwendung des Bradford-Farbstoff-Bindungstestes
analysiert. Kurz gesagt wurden 40 ul Probe, 100 ul
phosphatgepufferte Kochsalzlösung (PBS) und 40 ul Farbkonzentrat in
jeden Napf gegeben. Die Absorption bei 600 nm wurde an
einem Dynatech Mikroelisa-Autoreader abgelesen. TNF eluiert
mit dem Leervolumen (etwa Fraktionen 14 bis 20). Diese
Fraktionen werden gesammelt und eingeengt unter Verwendung
eines Centricon -10-Mikrokonzentrators.
Beispiel 4
Herstellung und Charakterisierung von monoklonalen
Antikörpern gegen 15A8-Brustkrebs-Antigen und Melanom-Antigen
ZME-018
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Diese monoklonalen Antikörper können mit dem Fachmann
bekannten Methoden hergestellt werden. Das Verfahren zur
Herstellung der Hybridoma-Zellkulturen, die die
15A8-Antikörper erzeugen, ist im Detail beschrieben in US-A-5,032,521,
die eine Continuation-in-part-Anmeldung von EP-A-184-369
(veröffentlicht am 11. Juni 1986) ist. Kurz gesagt wurden
Brustdrüsen-Krebszellen (Soule et al., JNCI, 51: 1409-1413
(1973) ATCC Hinterlegungs-Nr. TB-22) in Balb/c Mäuse alle 3
Wochen intraperitoneal injiziert bei insgesamt drei bis
vier Injektionen. Die Milz wurde jeweils drei Tage nach der
letzten Injektion geerntet und eine Milz-Zellsuspension
wurde hergestellt und mit zwei Zentrifugationen (800 x g)
in Dulbecco's modifiziertem Eagles-Medium gewaschen. 108
immunisierte Mäuse-Milzzellen und 107 PAI-Myelomzellen, die
von Dr. Theo Staehlin, Basel, Schweiz, J. Stocker, Research
Disclosure, 21713, 155-157 (1982) erhalten wurden, wurden
zur Fusion in einer 45%igen Lösung (V/V) von
Polyethylenglykol 1500 resuspendiert. Die Hybridzellen wurden
selektiert auf Hypoxanthin-Amenopterin-Thymidin (HAT)-Medium.
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Klone der Hybridoma wurden in vitro gezüchtet mit bekannten
Gewebekultur-Techniken, wie z.B. der von Cotten et al.,
Eur. J. Immunol. 3:136 (1973) beschriebenen. Hybridoma, die
Antikörper produzierten, die mit MCF-7- und/oder MDA-157-
Zellen reagierten, nicht aber mit menschlichen Vorhaut-
Fibroblasten-Zellen, wurden weiter charakterisiert. Die
Antikörper, die von der 15A8-Zellinie erzeugt wurden und
Hybridomas, die funktionell äquivalente Antikörper
produzierten, reagierten mit dem 15A8-Antigen auf MCF-7-Zellen.
Sie reagierten auch statistisch mit 28/31 menschlichen
Brustdrüsen-Karzinom-Zellen, die getestet wurden, und
zeigten eine schwächere Reaktion mit normalen
Human-Epithel-Zellen der Brust, des Tubulus renalis proximalis, der
Blasenhaut, des Ösophagus und der Speicheldrüse, aber mit
Zellen von praktisch keinem anderen normalen Gewebe und
reagierte nicht mit 14 von 18 anderen malignen Geweben, die
getestet wurden. Der 15A8-Antikörper reagierte auch mit
allen fibrocystischen Erkrankungen, normalem Brustdrüsen-
Epithel, einer Anzahl von Adenokarzinomen. Er reagierte
nicht mit Mesotheliomen. Der 15A8-Antikörper kreuzreagierte
mit Gebärmutterhals-, Darm- und Prostatakarzinomen.
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Beispielhafte Hybridoma-Kulturen, deren Zellen Antikörper
des gleichen Idiotyps ausscheiden, d. h. die alle das 15A8-
Epitop erkennen, wurden bei der American Type Culture
Collection, 12301 Parklawn Drive, Rockville, Maryland 20852
("ATCC")
hinterlegt und erhielten die Hinterlegungsnummern
HB-8655 (für 15A8), HB-9344 (für 15A8 G2a) und HB-9345 (für
15A8 G2b).
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Der Ausdruck "funktionell äquivalent", wie er hier im
Hinblick auf beispielhafte monoklonale Anti-Human-Brustkrebs-
Antikörper der Maus verwendet wird, bedeutet einen
monoklonalen Antikörper der: (1) einen beispielhaften monoklonalen
Antikörper kreuzblockiert; (b) selektiv an Zellen bindet,
die das 15A8-Antigen exprimieren, z.B. Human-Brustkrebs-
Zellen; (c) vom G- oder M-Isotyp ist; (d) an das
15A8-Antigen bindet, bestimmt durch Immunofällung oder Sandwich-
Immuno-Assay und (e), wenn er an TNF konjugiert ist, eine
Hemmdosis für die Gewebekultur (TCID) von mindestens 50 %
aufweist bei mindestens einer der Zellinien MCF-7, ME-180,
BT-20 oder A431, wenn er in einer Dosis von 50 bis 100
Einheiten pro ml verwendet wird.
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Monoklonale Antikörper, die an Melanomzellen binden, wurden
auf ähnliche Weise hergestellt. Die Details zur Herstellung
von monoklonalen Antikörpern, die gegen die Zelloberfläche
und das Cytoplasma von Melanom-Antigenen gerichtet sind,
ist im Detail bei Wilson et al., Int. J. Cancer (1981) 28:
293 beschrieben, der hier durch Bezugnahme aufgenommen
wird.
Beispiel 5
Modifikation von monoklonalen 15A8-Antikörpern oder
monoklonalen ZME-018-Antikörpern mit SPDP
-
N-Succinimidyl-3-(2-pyridyldithio)-(propionat) (SPDP) in
Dimethylformamid wurde hergestellt als Vorratslösung mit
3 mg/ml in trockenem Dimethylformamid. Da das kristalline
SPDP einer Hydrolyse unterliegen kann, wurde die aktuelle
Konzentration des chemisch reaktiven Vernetzers durch
spektrophotometrische
Methoden bestimmt, indem die Absorption
bei 260 nm in einem Doppelstrahl-Spektrophotometer
analysiert wurde. Die Konzentration der SPDP-Stammlösung wird
berechnet aus der folgenden Gleichung:
-
1 mg monoklonaler Antikörper, z.B. MoAb 15A8 oder MoAb ZME-
018 in 0,5 ml PBS wurde in ein Glasröhrchen gegeben. SPDP-
Stammlösung wurde langsam zu dem Röhrchen mit fünffachem
molaren Überschuß zugegeben, wobei ständig gemischt wurde.
Die Mischung wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert,
wobei alle fünf Minuten während des Inkubations-Zeitraumes
gemischt wurde.
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Überschüssiges, nicht umgesetztes SPDP wurde durch
Gelfiltrations-Chromatographie auf einer Sephadex G-25-Säule
(1 x 24 cm), die mit PBS voräquilibriert war, entfernt. Die
Fraktionen (0,5 ml) wurden gesammelt, während der
PBS-Elution und wurden auf ihren Proteingehalt analysiert mit dem
Bradford-Farbstoff-Verfahren. Antikörper wurden eluiert im
Leervolumen (ungefähr Fraktionen 14 bis 20). Diese
Fraktionen wurden gesammelt und das Protein in einem Centricon-30-
Mikrokonzentrator konzentriert. Das Centricon-Retentat
wurde mit 100 mm Natriumphosphat-Puffer, pH 7,0, der EDTA
enthielt (0,5 mm) gewaschen. Der Antikörper wurde auf ein
Endvolumen von ungefähr 0,5 bis 0,75 ml eingeengt.
Beispiel 6
Konjugation von mit SPDP modifiziertem monoklonalem
Antikörper mit mit Iminothiolan modifiziertem TNF
-
15A8-Antikörper und ZME-018-Antikörper wurden konjugiert
mit TNF unter Verwendung von
N-Succinimidyl-3-(2-pyridyldithio)-propionat (SPDP) und/oder Iminothiolan (IT) als
Kupplungsmittel. Die Konjugate wurden gegenüber ME-180 und
AAB-527-Zellen in einem 72stündigen Gewebekultur-Test
getestet. Die Antikörper-Konjugate zeigten eine annehmbare
antiproliferative Aktivität (TCID 50 % bei weniger als 10
Einheiten pro ml) gegenüber beiden Zellinien.
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Monoklonale 15A8-Antikörper oder ZNE-018-Antikörper,
modifiziert wie in Beispiel 4 beschrieben, wurde mit einem
gleichen Gewicht an TNF, das wie in Beispiel 3 modifiziert
war, gemischt. Dieser Anteil entsprach einem fünffachen
molaren Überschuß von TNF verglichen mit dem Antikörper.
Der pH der Mischung wurde auf 7,0 eingestellt durch Zugabe
von 0,05 m/TEA/HCl-Puffer, pH 8,0, und die Mischung wurde
20 Stunden bei 4ºC unter Stickstoff inkubiert. Iodacetamid
(0,1 m) wurde bis auf eine Endkonzentration von 2 mm
zugegeben, um jegliche verbleibenden freien Sulfhydryl-Gruppen
zu blockieren und die Inkubation wurde eine weitere Stunde
bei etwa 25ºC fortgesetzt. Die Reaktionsmischung wurde bei
4ºC aufbewahrt bis zur Reinigung mit Gelfiltration.
Beispiel 7
Reinigung der Komplexe aus TNF und monoklonalen Antikörpern
-
Nicht konjugiertes TNF wurde aus den Reaktionsmischungen
von Beispiel 6 entfernt durch Gelfiltration auf einer
Sephedex S-300-Säule (2,5 x 50 cm), die mit PBS
voräquilibriert war.
-
Die Reaktionsmischungen von Beispiel 6, die TNF konjugiert
mit MoAb ZME enthielten, wurden auf ungefähr 1 ml eingeengt
mit einem Centricon-30-Mikrokonzentrator, bevor sie auf die
Sephadex-Säule geladen wurden. Die Säule wurde mit PBS
gewaschen. 1 ml Fraktionen wurden gesammelt und 50 ul
Aliquots
wurden auf Protein analysiert mit dem
Bradford-Farbstoff-Bindungstest. M. Bradford, Anal. Biochem 72: 248
(1976).
-
Freier und TNF-konjugierter Antikörper eluierte etwa mit
den Fraktionen 17 bis 40, während unkonjugiertes TNF etwa
mit den Fraktionen 46 bis 50 eluierte. Figur 1 zeigt das
Elutionsprofil der S-300-Säule. Die Elution des freien TNF-
Standards (in Fraktionen 46 bis 48) ist durch Pfeil
gezeigt. Die Elution von unkonjugiertem ZME-Antikörper tritt
ungefähr bei Fraktion 28 auf. Nach der Chromatographie der
Reaktionsmischung wurden die Fraktionen 20 bis 40
gesammelt. Eine PAGE-Analyse zeigte, daß diese Fraktioner kein
freies TNF enthielten. Dieses Elutionsmuster wurde durch
Elektrophorese von 50 ul Aliquots auf nicht reduzierendem
SDS-Polyacrylamid-Gel mit 5 bis 20 % Gradienten bestätigt.
Diese Analyse bestätigte, daß das konjugierte Material 1
bis 3 Moleküle gekuppeltes TNF pro Molekül Antikörper und
kein freies TNF enthielt.
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Nicht konjugierter Antikörper wurde von dem TNF
konjugierten Antikörper durch Affinitäts-Chromatographie entfernt
unter Verwendung von CNBr-Sepharose, an die ein Maus-Anti-
TNF-Antikörper gekuppelt war. Das Harz wurde in eine kleine
Säule (1 x 4 cm) gegossen und mit 10 mm Phosphatpuffer, pH
7,2, der 0,1 m NaCl enthielt, voräquilibriert. Nach dem
Beladen der mit S-300 gesammelten Probe wurde die Säule mit
30 ml des gleichen Puffers gewaschen, um nicht konjugierten
Antikörper vollständig zu eluieren. Mit TNF konjugierter
Antikörper band an die Säule.
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Der Antikörper-TNF-Komplex eluierte von der Säule, wie in
Figur 2 gezeigt, die das Elutionsprofil der TNF-Affinitäts-
Säule darstellt. Der Durchflußpeak enthält nur freien
Antikörper, während die Fraktionen 58 bis 70 Antikörper-TNF-
Konjugat frei von unkonjugiertem TNF oder unkonjugiertem
Antikörper enthalten. Die gesammelten Fraktionen der S-300-
Chromatographie wurden auf einen Träger für Affinitäts-
Chromatographie aufgetragen, an den ein
Anti-TNF-Maus-Antikörper gebunden war. Die Säule wurde intensiv mit PBS
gewaschen, damit freier ZME-Antikörper (Peak Fraktion 20) von
dem Harz eluieren konnte. Die Elution des ZME-TNF-Konjugats
wurde durchgeführt, indem die Säule mit 0,1 m
Na-Acetatpuffer (pH 4,5), der 0,15 m NaCl-Puffer enthielt, gewaschen
wurde. Wie in Figur 2 gezeigt, wurde das gereinigte
Konjugat als einziger Proteinpeak eluiert. Die PAGE-Analyse
eines nicht reduzierenden Acrylamidgels mit 5 bis 20 9
kontinuierlichem Gradienten zeigte, daß das Konjugat ZME
gebunden an 1, 2 und 3 TNF-Moleküle enthielt. Es gab kein
nachweisbares freies TNF oder freien ZME-018 im Endprodukt.
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Der Proteingehalt der eluierten Fraktionen wurde bestimmt
mit dem Bradford-Farbstoff-Bindungstest. Die Protein
enthaltenden Fraktionen wurden gesammelt und das
Elutionsmuster bestätigt durch Elektrophorese auf einem nicht
reduzierenden Polyacrylamidgel mit 5 bis 20 % Gradient.
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Der L-929-Test, der in Beispiel 2 beschrieben ist, wurde
verwendet, um die TNF-Aktivität des im wesentlichen reinen
TNF-Antikörper-Komplexes abzuschätzen. Sowohl das im
wesentlichen reine 15A8-TNF als auch das ZME-TNF-Antikörper-
Konjugat waren in dem L-929-Test aktiv. Eine Verdünnung von
1:1000 der Originalprobe verursachte ungefähr 50 % Hemmung
des L-929-Zellwachstums. Somit war die Aktivität des
Originalpräparates 1000 U/ml.
Beispiel 8
Vergleich der Bindung von TNF-konjugiertem und
unkonjugiertem ZME-018-Antikörper an Zielzellen
-
Um zu bestimmen, ob Änderungen bei den
Bindungseigenschaften von ZME an A-375-Zielzellen (antigenpositiv) oder T-24-
Zellen (antigennegativ) auftraten durch die Modifikation
mit TNF, wurden Zellen mit 50.000 Zellen pro Napf auf einer
96-Napf-Kunststoffplatte plattiert und bei Raumtemperatur
lufttrocknen gelassen. Verschiedene Konzentrationen von ZME
oder ZME-TNF wurden zugegeben, 3 Stunden bei Raumtemperatur
binden gelassen. Ein Standard-ELISA-Test wurde durchgeführt
zum Nachweis von Maus-Antikörper.
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Die Fähigkeit von mit TNF konjugiertem und unkonjugiertem
ZME-018-Antikörper, an Zielzellen zu binden, wurde
beurteilt. 50.000 Zielzellen (A-325) oder Nicht-Zielzellen von
Human-Blasenkarzinom (T-24-Zellen) wurden in jeden Napf der
Mikrotiterplatte gegeben. Die Zellen wurden auf den Platten
über Nacht bei 37ºC getrocknet. Die Zellen wurden dann mit
3 Chargen kaltem PBS gewaschen und über Nacht
luftgetrocknet. Die antigenen Determinanten an der Zelloberfläche
blieben nach dieser Behandlung antigen aktiv.
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Nach Bindung der Zellen wurden die Platten mit Waschpuffer
(9,68 Tris, 64,8 Natriumchlorid, 16 ml Tween 20, 800 mg
Thimerasol in 8 l doppelt destilliertem Wasser) gewaschen.
Antikörperproben wurden in Waschpuffer, der 1 %
Rinderserumalbumin (G/V) (Verdünnungspuffer) enthielt, verdünnt.
50 ul verschiedener Konzentrationen im Bereich von 0,002
bis 100 ug/ml von konjugiertem oder unkonjugiertem ZME-018-
Antikörper wurden in die Näpfe gegeben. Nach einstündiger
Inkubation bei 4ºC wurden die Überstände entfernt und die
Näpfe zweimal mit Waschpuffer gewaschen.
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50 ul pro Napf konjugierter alkalischer Phosphatase-Ziege-
Anti-Maus-IgG, der von Bio-Rad erhalten wurde, und 1:1000
(V/V) (APGAM) in Verdünnungspuffer verdünnt wurde, wurde
jedem Napf zugegeben. Die Platten wurden eine Stunde bei
4ºC inkubiert und die Näpfe zweimal mit Waschpuffer
gewaschen.
Nach der Inkubation der Platten mit 50 ul
Substrat-Lösung (80 mm Citrat-Phosphat (pH 5,0), 1 mm ABTS-
Substitut und 4 ul 30 % Wasserstoffperoxid) 30 Minuten im
Dunkeln bei Raumtemperatur, wurden 25 ul 4 n Schwefelsäure
zu jedem Napf zugegeben. Die Absorption bei 492 nm wurde an
einem ELISA-Plate-Reader bestimmt.
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Die Ergebnisse sind in Figur 3 gezeigt. Der ZME-TNF-Komplex
band an A-375-Zielzellen im gleichen Ausmaß wie der native
ZME-Antikörper. Da es keinen Unterschied in der Bindung des
ZME-TNF oder des unkonjugierten ZME-Antikörpers an A-135-
Antigen enthaltende Zielzellen gab, veränderte das
chemische Konjugations-Verfahren die Affinität des Antikörpers
für sein Zielantigen nicht. Es gab keine nachweisbare
Bindung von ZME oder ZME-TNF-Komplex an Nicht-Zielzellen des
T-24-Blasenkarzinoms.
Beispiel 9
Antiproliferative Wirkungen von TNF und TNF-15A8- oder ZME-
TNF-Antikörper-Komplex
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Die antiproliferativen Wirkungen von TNF und 15A8-TNF- oder
ZME-TNF-Konjugat wurden beurteilt, indem ungefähr 5000
Zellen in der Logphase/pro Napf in 96 Napf-Mikrotiter-Platten
plattiert wurden in 200 ml geeignetem Gewebekultur-Medium.
Die Zellen wurden 24 Stunden bei 37ºC in einer Atmosphäre
von 5 % CO&sub2; in Luft anhaften gelassen. Antigennegative
Nicht-Zielzellen des T-24-Human-Blasenkarzinoms, für 15A8
antigenpositive Me-180-Zellen und für ZME-018
antigenpositive A-375-Human-Melanomzellen in der Logphase wurden mit
verschiedenen Konzentrationen entweder von Medium allein
(Kontrolle), von TNF, von 15A8-TNF-Konjugat oder von ZME-
TNF-Konjugat behandelt und 72 Stunden bei 37ºC in einer
Atmosphäre von 5 % CO&sub2; in Luft inkubiert. Die Platten
wurden dreimal mit kaltem PBS gewaschen. 50 ml Methanol wurden
zu jedem Napf zugegeben und die Zellen lysiert durch
wiederholte Zyklen von Einfrieren und Auftauen. Die
Protein-Konzentrationen wurden dann mit dem Bradford-Farbstoff-Test
bestimmt. Alternativ wurde die Zellzahlen in jedem Napf
unter Verwendung einer Kristallviolett-Färbung bestimmt.
Die Absorption jedes Napfes wurde an einem ELISA-Reader
bestimmt und mit Kontrollnäpfen (keine Behandlung)
verglichen. Wie in Figur 4 gezeigt, hatte TNF alleine keine
cytotoxische oder cytostatische Wirkung bei der verwendeten
TNF-Konzentration (50.000 Einheiten pro Napf). Jedoch wurde
mit dem ZME-TNF-Konjugat eine 50%ige Hemmung mit nur 10
Einheiten pro ml erhalten.
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Die Hemmung des Zellwachstums wurde auch untersucht durch
Verminderung der Protein-Konzentrationen oder Zellzahl der
behandelten Zellen, verglichen mit mit Kochsalzlösung
behandelten Kontrollen. Es gab keine Hemmung des
Zellwachstums durch 15A8-TNF-Konjugat oder ZME-TNF-T24-Karzinom bei
den Nicht-Zielzellen des T24-Karzinoms.
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Es gab keine Wirkung von 15A8-TNF gegenüber der T24-Nicht-
Zielzellinie.
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Da nur Zellen, die das 15A8-Antigen auf ihrer Oberfläche
enthielten, mit dem TNF-15A8-Immunotoxin getötet wurden,
ist dieses Immunotoxin eine wirksame Methode, um das
tumorassoziierte Antigen 15A8 enthaltende Zellen gezielt
anzusteuern und zu töten, während eine Schädigung normaler
nicht das tumorassoziierte Antigen tragender Zellen
minimiert oder verhindert wird.
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Das ZME-TNF-Konjugat war aktiver als freies TNF, als es an
antigenpositiven Human-Melanom-Zellen (entweder AAB-27 oder
A-375) in Kultur getestet wurde (Figuren 4 und 5). Wie in
Figur 4 gezeigt, hat TNF alleine keine Wirkung auf das
Wachstum von AAB-27-Zellen bei Dosierungen von bis zu
50.000 U/ml. Jedoch wurde eine 50%ige Hemmung erhalten mit
ungefähr 6 U/ml der ZME-TNF-Konjugate, wie in Figur 5
gezeigt. A-375-Human-Melanom-Zellen als Ziel wurden gehemmt
durch TNF alleine bei Dosierungen von ungefähr 100 U/ml,
während das ZME-TNF-Konjugat Zellen mit einer Konzentration
von ungefähr 0,8 U/ml hemmte. Me-180-Zielzellen waren um
das 10fache empfindlicher gegenüber dem
15A8-TNF-Immunotoxin als gegenüber TNF allein (Figur 6).
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Figur 6 zeigt, daß bei ungefähr 15 U/ml mit TNF
konjugierter 15A8-Antikörper 50 % der Me-180-Zellen hemmte, während
eine Konzentration von 200 U/ml des unkonjugierten TNF
erforderlich war, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Es gab
keine Wirkung weder von TNF noch von ZME-TNF-Konjugat auf
antigennegative T-24-Zellen.
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Somit können Immunkonjugate von ZME und 15A8 mit TNF die
Cytotoxizität von TNF gegenüber antigenpositiven Zellen
dramatisch erhöhen, während antigennegative Zellen
unbeeinflußt bleiben. Außerdem kann bei einer Zellinie, die
vollständig resistent ist gegenüber den das Wachstum
hemmenden Wirkungen von TNF alleine (Figur 4) die zelluläre
Resistenz überwunden werden durch gezielte Antikörper.
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Der Fachmann erkennt leicht, daß die vorliegende Erfindung
gut dazu geeignet ist, die Aufgaben zu lösen und die
erwähnten Vorteile ebenso wie die inhärent vorliegenden
Vorteile zu erreichen. Die Verbindungen, Verfahren, Methoden
und Techniken, die hier beschrieben wurden, sind
beispielhaft für bevorzugte Ausführungsformen und sollen als
Beispiele dienen. Änderungen und andere Verwendungen der
Erfindung sind durch den Umfang der beigefügten Ansprüche
definiert.