HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die Erfindung betrifft eine Harzzusammensetzung zur Verwendung
als Anstrichmittel, welches eine Beschichtung mit verbessertem
Aussehen, hoher Härte und ausgezeichneter
Witterungsbeständigkeit, chemischer Beständigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit und
Wasserfestigkeit ergibt.
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In den letzten Jahren besteht auf dem Gebiet der
Anstrichmitteltechnik, insbesondere für Kraftfahrzeug-Deckanstriche, eine
verstärkte Nachfrage nach einem Anstrichmittel, das zu einem
verbesserten Aussehen des Anstrichfilms, d.h. verbesserter
Glätte und Glanz, führt. Um diese Anforderungen zu erfüllen,
ist versucht worden, den Anstrichfilm durch Steuern der
Fließeigenschaften während des Trocknens und Härtens der
Anstrichmittel oder durch Herabsetzen der Schrumpfung während des
Trocknen- oder Härtungsschrittes zu glätten. Es wurden jedoch
nur wenige Versuche unternommen, den Glanz des Anstrichfilms
durch Erhöhen des Brechungsindex des für das Anstrichmittel
verwendeten Harzes zu verbessern. Wenn beispielsweise der Glanz
der Beschichtung durch den Rs-Wert (Glanz bei 30 Grad, gemessen
mit dem Dorigon-Goniophotometer, hergestellt von Hunter Lab.)
angegeben wird, ist es schwierig, eine Beschichtung mit einem
Rs-Wert von nicht weniger als 86 zu schaffen, wenn die
Beschichtung nicht Styrol enthält. Beispielsweise haben die
Brechungsindices von Homopolymeren von Methylmethacrylat,
Butylmethacrylat, Hexylmethacrylat, Ethylacrylat und
Butylacrylat niedrige Werte wie 1,490, 1,483, 1,481, 1,469 bzw.
1,466, wobei diese Monomeren im allgemeinen als Monomere für
die Herstellung von Acrylharzen für Anstrichzwecke verwendet
werden. Wenn auch einerseits die Fluor enthaltenden Harze in
ihrer Witterungsbeständigkeit verbessert sind und die
allgemeine
Aufmerksamkeit auf sich ziehen, zögert man bei ihrer
praktischen Anwendung, da sie niedrige Brechungsindices im
Bereich von 1,3 bis 1,4 haben, so daß Anstrichfilme mit gutem
Aussehen kaum zu erreichen sind. Obwohl andererseits das
Homopolymer von Styrol einen hohen Brechungsindex von 1,60 hat, hat
es eine geringe Witterungsbeständigkeit, so daß seine
Verwendung als Deckanstrich für Kraftfahrzeuge eingeschränkt ist, da
die für Kraftfahrzeuge angewandten Anstrichmittel über einen
langen Zeitraum dauerhaft sein müssen.
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Es ist allgemein bekannt, daß die Wechselbeziehung zwischen der
chemischen Struktur einer organischen Verbindung und dem
Brechungsindex durch die Lorentz-Lorentz-Formel angegeben wird,
d.h. durch die folgende Formel (II):
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worin ηD der Brechungsindex ist,
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[R] das Molekularbrechungsvermögen ist,
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[R] = 4π/3 NA α ist (worin NA die
Avogadrosche Zahl und α die
Polarisierbarkeit ist),
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V das Molvolumen ist und
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V = M/ ist (worin M das Molekulargewicht
und die Dichte ist).
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Deshalb hat man zum Erhöhen des Brechungsindex einer Verbindung
versucht, das Molekularbrechungsvermögen [R] durch Einführen
einer chemischen Struktur mit höherer Polarisierbarkeit zu
erhöhen oder das Molvolumen V durch Einführen eines Atoms
herabzusetzen, welches die Dichte des Moleküls auf einen höheren
Wert bringt. Im Hinblick auf den vorstehend erläuterten
Gesichtspunkt wurden auf dem Gebiet der Kunststofflinsen einige
organische optische Materialien mit hohen Brechungsindices
erforscht, mit dem Ergebnis, daß als organische optische
Materialien mit großem Molekularbrechungsvermögen [R] Harze
entwickelt wurden, die jeweils eine große Menge Halogenatome, wie
Chlor und Brom, oder eine große Menge aromatische Ringe
enthalten. Es wurden auch als organische optische Materialien mit
kleinem Molvolumen V Harze entwickelt, die jeweils ein
Schwermetall, wie Blei, Barium oder Lanthan, enthalten.
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Wenn jedoch zur Schaffung eines höheren Brechungsindex in einem
Harz eine große Menge Halogenatome vorhanden ist, ist die
Witterungsbeständigkeit des Harzes infolge der chemischen
Aktivität der Halogenatome verschlechtert. Wenn dagegen eine große
Menge aromatischer Ringe vorhanden ist, ist der Schmelzpunkt
des Monomeren erhöht, was die Verarbeitbarkeit oder den
Betriebswirkungsgrad bei der Polymerisationsstufe nachteilig
beeinflußt. Andererseits neigen die Schwermetalle enthaltenden
Harze zur Aufspaltung an den Stellen, an denen die Metalle an
die organischen Verbindungen gebunden sind, was zu einer
geringen chemischen Beständigkeit führt, so daß sich die Harze als
solche nicht für die Verwendung als Anstrichmittel eignen.
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Poly(meth)acrylat-Copolymere, die aus polycyclische
(Meth)acrylat-Monomere enthaltenden Monomergemischen
hergestellt worden sind, sind für die Verwendung als optische
Materialien für optische Fasern, optische Platten,
optisch-empfindliche Karten, Kunststofflinsen und durchsichtige leitfähige
Folien vorgeschlagen worden, da sie hinsichtlich
Durchsichtigkeit, Wärmebeständigkeit, chemischer Beständigkeit,
Lösungsmittelbeständigkeit und mechanischer Festigkeit verbessert
sind. Insbesondere offenbart die japanische offengelegte
Patentveröffentlichung No. 8355/1988 einen ein polycyclisches
Alkyl(meth)acrylat umfassenden (Meth)acrylester; die japanische
offengelegte Patentveröffentlichung 141009/1987 ein
Poly(meth)acrylat-Copolymer mit besonderer Grenzviskositätszahl und
Glasübergangstemperatur, wobei das Copolymer ein Polymer umfaßt,
das aus einem polycyclischen (Meth)acrylatmonomer hergestellt
ist; die japanische offengelegte Patentveröffentlichung No.
209114/1987 ein Poly(meth)acrylat-Copolymer mit besonderer
Grenzviskositätszahl und Glasübergangstemperatur, wobei das
Copolymer durch Copolymerisation eines polycyclischen
(Meth)acrylatmonomersn mit einem (Meth)acrylatmonomer
hergestellt ist; und die japanische offengelegte
Patentveröffentlichung No. 141012/1987 ein Poly(meth)acrylat-
Copolymer mit besonderer Grenzviskositätszahl und
Glasübergangstemperatur, das weitgehend kein erstarrtes
vernetztes Polymer enthält, wobei das Copolymer aus einem
polycyclischen (Meth)acrylatmonomer, einem (Meth)acrylatmonomer und
einem polyfunktionellen (Meth)acrylatmonomer mit 2 bis 4
(Meth)acryloyloxygruppen in einem Molekül hergestellt ist.
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Jedoch wurden die oben beschriebenen
Poly(meth)acrylat-Copolymeren sämtlich für die Herstellung von geformten Erzeugnissen
entwickelt, die als optische Materalien verwendet werden, wie
als Kunststofflinsen oder dergleichen, so daß es schwierig ist,
sie direkt als Harze für Anstrichmittel einzusetzen.
Insbesondere dann, wenn ein polyfunktionelles (Meth)acrylat als einer
der polymerisierbaren Bestandteile verwendet wird, wie durch
die japanische offengelegte Patentveröffentlichung No.
141012/1987 gelehrt wird, wird die Viskosität des erhaltenen
Copolymers per se erhöht, was es unmöglich macht, dasselbe als
Harz für Anstrichmittel einzusetzen. Unter diesen Umständen
besteht eine verstärkte Nachfrage nach der Entwicklung eines
Anstrichmittels, das als die Beschichtung bildenden Bestandteil
ein Harz enthält, welches einen hohen Brechungsindex hat und im
Hinblick auf Witterungsbeständigkeit, chemische Beständigkeit
und Wasserfestigkeit verbessert ist, so daß die Beschichtung
eine hohe Härte hat.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer
Harzzusammensetzung zur Verwendung als Anstrichmittel, so daß ein Anstrichfilm
erhalten wird, der ein gutes Aussehen und eine gute Härte hat
und im Hinblick auf Witterungsbeständigkeit, chemische
Beständigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit und Wasserfestigkeit
verbessert ist.
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Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden durch die
nachfolgende ausführliche Beschreibung der Erfindung verdeutlicht.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Harzzusammensetzung zur
Verwendung als Anstrichmittel, welche ein Copolymer enthält, das
durch Copolymerisation eines durch die folgende Formel (I)
dargestellten Monomers (I)
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worin eines von X&sub1; und X&sub2; eine Acryloyloxy- oder
Methacryloyloxygruppe darstellt, während das andere
ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis
6 Kohlenstoffatomen ist, R&sub1; bis R&sub1;&sub0; jeweils ein
Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6
Kohlenstoffatomen bedeutet und n eine ganze Zahl von
1 bis 4 ist,
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mit einem α,ß-ethylenisch ungesättigten Monomer mit einer
reaktiven, funktionellen Gruppe und einem α,ß-ethylenisch
ungesättigten Monomer ohne reaktive Gruppen hergestellt wird, wobei
das Monomergemisch zur Herstellung des Copolymers 5 bis 95
Gew.-% des Monomers (I) enthält.
BESCHREIBUNG VON BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
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Die Erfindung wird nachfolgend im einzelnen erläutert.
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Die zur Verwendung als Anstrichmittel geeignete
Harzzusammensetzung nach der Erfindung enthält als wesentliche Komponente
ein Copolymer, das durch Copolymerisation eines besonderen
Monomers (I) mit einem α,ß-ethylenisch ungesättigten Monomer
mit einer reaktiven funktionellen Gruppe und einem
α,ß-ethylenisch ungesättigten Monomer ohne reaktive funktionelle Gruppe
hergestellt ist.
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Das in dem Monomergemisch zur Herstellung des Copolymers, das
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung als wesentliche
Komponente enthalten ist, verwendete Monomer (I) wird durch die
folgende Formel (I) dargestellt:
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worin eines von X&sub1; und X&sub2; eine Acryloyloxy- oder
Methacryloyloxygruppe darstellt, während das andere
ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis
6 Kohlenstoffatomen ist, R&sub1; bis R&sub1;&sub0; jeweils ein
Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6
Kohlenstoffatomen bedeutet und n eine ganze Zahl
von 1 bis 4 ist.
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Wenn mindestens eines von X&sub1;, X&sub2; und R&sub1; bis R&sub1;&sub0; eine
Alkylgruppe mit 7 oder mehr Kohlenstoffatomen ist oder n eine ganze
Zahl von 5 oder mehr ist, wird die Herstellung des Monomers
schwierig. Bevorzugte Beispiele für durch die obige Formel (I)
dargestellte Monomere (I) sind in der folgenden Tabelle 1
aufgelistet.
Tabelle 1
Chemische Formel
Name der Verbindung
Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-3-acrylat
9-substituiertes Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
R = Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl oder Hexyl
8-substituiertes Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
R = Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl oder Hexyl
8,9-disubstituiertes Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
R,R' = Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl oder Hexyl
2,10-Dimethyltetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
(wird fortgesetzt)
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Chemische Formel
Name der Verbindung
2,7-Dimethyltetracyclo-(4.4.0.12,5.17,10)-dodecyl-
3-acrylat
Hexacyclo-(6.6.1.13,5,110,13.02,7.09,14]-heptadecyl-
4-acrylat
11-Methylhexacyclo-[6.6.1.13,5.110,13.02,7.09,14]-
heptadecyl-4-acrylat
12-Methylhexacyclo-[6.6.1.13,6.110,13.02,7.09,14]-
heptadecyl-4-acryat
Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-3-methacrylat
(wird fortgesetzt)
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Chemische Formel
Name der Verbindung
9-substituiertes Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
R = Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl oder Hexyl
8-substituiertes Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
R = Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl oder Hexyl
8,9-disubstituiertes Tetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
R,R'
= Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl oder Hexyl
2,10-Dimethyltetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-acrylat
2,7-Dimethyltetracyclo-[4.4.0.12,5.17,10]-dodecyl-
3-methacrylat
(wird fortgesetzt)
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Chemische Formel
Name der Verbindung
Hexacyclo-(6.6.1.13,5,110,13.02,7.09,14]-heptadecyl-
4-methacrylat
11-Methylhexacyclo-[6.6.1.13,5.110,13.02,7.09,14]-
heptadecyl-4-methacrylat
12-Methylhexacyclo-[6.6.1.13,6.110,13.02,7.09,14]-
heptadecyl-4-methacryat
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Das Monomer (I) kann beispielsweise durch das in der
japanischen offengelegten Patentveröffentlichung No. 8355/1988
beschriebene Verfahren hergestellt werden. Genauer gesagt wird
Ameisensäure über eine Additionsreaktion an die ungesättigte
Bindung eines polycyclischen Olefins der folgenden Formel (III)
angelagert:
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worin R&sub1; bis R&sub1;&sub2; jeweils ein Wasserstoffatom oder
eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten
und n eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist.
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Dabei wird ein Aineisensäureester des polycyclischen Olefins
hergestellt, wonach hydrolysiert wird, um einen polycyclischen
Alkohol zu erhalten, welcher mit (Meth)acrylsäure oder einem
Ester davon umgesetzt wird.
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Erfindungsgemäß ist das Monomer (I) in dem Monomergemisch zur
Herstellung des Copolymers, welches die wesentliche Komponente
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist, in einer Menge
von 5 bis 95 Gew.-% enthalten. Wenn der Gehalt an Monomer (I)
weniger als 5 Gew.-% beträgt, kann der Brechungsindex der
erhaltenen Beschichtung nicht auf den gewünschten Wert erhöht
werden, so daß das Aussehen des Anstrichfilms nicht verbessert
werden kann. Wenn dagegen der Gehalt an Monomer (I) mehr als 95
Gew.-% beträgt, wird es schwierig, eine reaktive funktionelle
Gruppe einzuführen, was dazu führt, daß die erhaltene
Beschichtung
in solchem Maße spröde wird, wie es für die praktische
Anwendung ungeeignet ist. Aus diesen Gründen sollte der Gehalt
an Monomer (I) innerhalb des definierten Bereiches liegen.
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Die jeweils eine reaktive funktionelle Gruppe aufweisenden α,ß-
ethylenisch ungesättigten Monomeren sind Monomere, die jeweils
eine Hydroxylgruppe aufweisen, wie 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat,
2-Hydroxypropyl(meth)acrylat, 3-Hydroxypropyl(meth)acrylat, 2-
Hydroxybutyl(meth)acrylat, 3-Hydroxybutyl(meth)acrylat, 4-
Hydroxybutyl(meth)acrylat, Dipentaerythritol-hexa(meth)acrylat,
Additionsprodukte von -Caprolacton (Monomer bis Decamer) und
2-Hydroxyethyl(meth)acrylat und Additionsprodukte von
-Caprolacton (Monomer bis Decamer) und 2-Hydroxypropyl(meth)acrylat;
Monomere, die jeweils eine Carboxylgruppe aufweisen, wie
Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure, Crotonsäure, Maleinsäure
und Fumarsäure; Monomere, die jeweils eine Epoxygruppe
aufweisen, wie Glycidyl(meth)acrylat, Methylglycidyl(meth)acrylat und
Vinylglycidylether; Monomere, die jeweils eine Amidgruppe
aufweisen, wie Acrylamid und Methacrylamid; Monomere, die jeweils
eine Aminomethylolgruppe aufweisen, wie N-Methylolacrylamid und
N-Methylolmethacrylamid; Monomere, die jeweils eine alkylierte
Aminomethylethergruppe aufweisen, wie N-Methoxymethylacrylamid,
N-Methoxymethylmethacrylamid, N-Butoxymethylacrylamid,
N-Butoxymethylmethacrylamid und Methylacrylamidglycolatmethylether;
Monomere, die jeweils eine Isocyanatgruppe aufweisen, wie
Isocyanatethyl(meth)acrylat,
m-Isopropenyl-α,α-dimethylbenzylisocyanat, ein halbblockiertes Produkt von
Isophorondiisocyanat und 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat, ein halbblockiertes
Produkt von 1,6-Hexamethylendiisocyanat und
2-Hydroxyethyl(meth)acrylat, ein halbblockiertes Produkt von
Toluoldiisocyanat und 2-Hydroxyethyl(meth)-acrylat, ein halbblockiertes
Produkt von Isophorondiisocyanat und
2-Hydroxypropyl(meth)acrylat, ein halbblockiertes Produkt von
1,6-Hexamethylendiisocyanat und 2-Hydroxypropyl(meth)-acrylat und ein halbblockiertes
Produkt von Toluoldiisocyanat und 2-Hydroxypropyl(meth)acrylat;
Monomere, die jeweils eine Cyclocarbonatgruppe aufweisen, wie
4-(Meth)acryloyloxymethyl-1,3-dioxolan-2-on
und
4-(Meth)acryloyloxyethyl-1,3-dioxolan-2-on; Monomere, die jeweils eine
Acetoacetoxyalkylgruppe aufweisen, wie Acetoacetoxyethylacrylat
und Acetoacetoxyethylmethacrylat; Monomere, die jeweils eine
Aminogruppe aufweisen, wie Aminoethyl(meth)acrylat,
Aminopropyl(meth)acrylat, Methylaminoethyl(meth)acrylat,
Methylaminopropyl(meth)acrylat, Ethylaminoethyl(meth)acrylat,
Ethylaminopropyl(meth)acrylat, Dimethylaminoethyl(meth)acrylat
Diethylaminopropyl(meth)-acrylat,
N-tert.-Butylaminoethyl(meth)acrylat und N-tert.-Butylaminopropyl(meth)acrylat;
Monomere, die jeweils eine Säureanhydridgruppe aufweisen, wie
Maleinsäureanhydrid und Itaconsäureanhydrid; Monomere, die
jeweils eine Alkenylgruppe und keine endständige Doppelbindung
aufweisen, wie Veresterungsprodukte von (Meth)acrylsäure und
Perillaölfettsäureglycidylester, Veresterungsprodukte von
(Meth)acrylsäure und Sojabohnenölfettsäureglycidylester,
Veresterungsprodukte von (Meth)acrylsäure und
Saflorölfettsäureglycidylester, Veresterungsprodukte von (Meth)acrylsäure und
Leinölfettsäureglycidylester, Veresterungsprodukte von
Glycidyl(meth)acrylat und Perillaölfettsäure, Veresterungsprodukte
von Glycidyl(meth)acrylat und Sojabohnenölfettsäure,
Veresterungsprodukte von Glycidyl(meth)acrylat und Saflorölfettsäure,
Veresterungsprodukte von Glycidyl(meth)-acrylat und
Leinölfettsäure, Veresterungsprodukte von Methylglycidyl(meth)acrylat und
Perillaölfettsäure, Veresterungsprodukte von
Methylglycidyl(meth)acrylat und Sojabohnenölfettsäure,
Veresterungsprodukte von Methylglycidyl(meth)acrylat und Saflorölfettsäure und
Veresterungsprodukte von Methylglycidyl(meth)acrylat und
Leinölfettsäure; und Monomere, die jeweils eine Aziridingruppe
aufweisen, wie 2-(1-Aziridinyl)ethylmeth-acrylat. Diese Monomeren
können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden. Der
Gehalt an a,ß-ethylenisch ungesättigtem Monomer mit einer
reaktiven funktionellen Gruppen in dem Monomergemisch für die
Herstellung des Copolymers kann in Abhängigkeit von dem
gewünschten Brechungsindex, der mechanischen Festigkeit, wie Härte,
Festigkeit und Zähigkeit, der Glasübergangstemperatur, welche
den Fließpunkt oder die Wärmeerweichungseigenschaften des
Copolymers beeinflußt, der gewünschten Beständigkeit gegenüber
Chemikalien, einschließlich Beständigkeit gegenüber Säuren oder
Alkalien, und auch in Abhängigkeit von der Konzentration der
funktionellen Gruppen variieren. Es ist jedoch erwünscht, daß
der Gehalt an α,ß-ethylenisch ungesättigtem Monomer mit
reaktiver funktioneller Gruppe in dem Monomergemisch vorzugsweise in
dem Bereich von 1 bis 80 Gew.-%, stärker bevorzugt von 5 bis 60
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Monomergemisches,
liegt.
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Die a,ß-ethylenisch ungesättigten Monomeren jeweils ohne
reaktive funktionelle Gruppe sind Methyl(meth)acrylat,
Ethyl(meth)acrylat, n-Propyl(meth)acrylat, Isopropyl(meth)acrylat, n-
Butyl(meth)acrylat, Isobutyl(meth)acrylat,
sec.-Butyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat, Benzyl(meth)acrylat,
2-Ethylhexyl(meth)acrylat, Stearyl(meth)acrylat, Styrol,
α-Methylstyrol, p-Vinyltoluol und Acrylnitril. Diese
Verbindungen können einzeln oder in Kombination verwendet werden. Der
Gehalt an α,ß-ethylenisch ungesättigtem Monomer ohne reaktive
funktionelle Gruppe in dem Monomergemisch für die Herstellung
des Copolymers kann in Abhängigkeit von den gewünschten
Eigenschaften des erhaltenen Copolymers geeignet ausgewählt werden
und vorzugsweise 1 bis 80 Gew.-%, stärker bevorzugt 5 bis 60
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Monomergemischs,
betragen.
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Bei der Herstellung des in der Zusammensetzung nach der
Erfindung enthaltenen Copolymers als wesentlicher Komponente kann
ein die vorstehend genannten Monomeren enthaltendes
Monomergemisch in Gegenwart eines Radikalpolymerisationsinitiators
nach jedem beliebigen bekannten
Radikalpolymerisationsverfahren, Polymerisationsverfahren in Masse,
Lösungspolymerisationsverfahren, Emulsionspolymerisationsverfahren und
Suspensionspolymerisationsverfahren polymerisiert werden. Beispiele für
bevorzugte Radikalpolymerisationsinitiatoren umfassen
organische
Peroxide, Azoverbindungen und anorganische Peroxide, wobei
spezifische Beispiele Peroxide, wie Benzoylperoxid,
2,4-Dichlorbenzoylperoxid, tert.-Butylperoxy-2-ethylhexanoat, tert.-
Butylperoxybenzoat und Dicumylperoxid, Azobis-Verbindungen, wie
Azobisisobutyronitril, Azobis-2,4-dimethylvaleronitril und
Dimethyl-2,2'-azobisisobutyrat, anorganische Peroxide, wie
Kaliumpersulfat, und Gemische davon sind. Der Anteil des dem
Monomergemisch zugesetzten Radikalpolymerisationsinitiators
variiert in Abhängigkeit von dem angewandten
Polymerisationsverfahren, den Polymerisationsbedingungen und den verwendeten
copolymerisierbaren Monomeren, wobei es erwünscht ist, daß der
Anteil des zugesetzten Polymerisationsinitiators vorzugsweise
im Bereich von 0,1 bis 10 Gewichtsteilen, bezogen auf 100
Gewichtsteile des Monomergemisches, liegt.
Polymerisationstemperatur und -dauer können ebenfalls in Abhängigkeit von der
spezifischen Zusammensetzung des Monomergemisches, der
Reaktivität des Monomergemisches und der spezifischen Art und der
zugesetzten Menge des Polymerisationsinitiators variieren,
wobei es erwünscht ist, daß die Polymerisation im allgemeinen
bei 10 bis 150ºC über einen Zeitraum von 1 bis 100 Stunden
durchgeführt wird. Das Molekulargewicht des erhaltenen
Copolymers variiert in Abhängigkeit von dem angewandten
Polymerisationsverfahren und ist nicht besonders eingeschränkt, jedoch
liegt das bevorzugte Molekulargewicht des Copolymers im Bereich
von 1000 bis 1 000 000.
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Das erfindungsgemäß geschaffene Copolymer kann direkt als eine
Komponente einer Anstrichharzzusammensetzung verwendet werden.
Es kann jedoch weiter chemisch modifiziert werden, um eine
reaktive funktionelle Gruppe einzuführen, und dann als
Copolymer, das die so eingeführte reaktive funktionelle Gruppe
aufweist, eingesetzt werden, beispielsweise durch
Emulsionspolymerisation in Kombination mit einem polyfunktionellen Monomer mit
zwei oder mehr α,ß-ethylenisch ungesättigten Gruppen in einem
Molekül zur Erzeugung von feinen organischen Teilchen mit
innerer Vernetzung. Ein solches Copolymer kann direkt in einem
wäßrigen Anstrichsystem verwendet oder das
Emulsionspolymerisationsprodukt kann in eine organische Lösungsmittelphase
übergeführt und dann als Komponente in einem Anstrichmittel vom
Lösungsmitteltyp verwendet werden. Die Copolymeren nach der
Erfindung können zur Herstellung von Copolymeren in Form eines
organischen feinen Pulvers durch ein nichtwäßriges
Dispersionspolymerisationsverfahren (NAD-Verfahren) behandelt werden.
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Die Harzzusammensetzung zur Verwendung als Anstrichmittel nach
der Erfindung kann einen Härter enthalten, der mit dem
Copolymer unter Bildung einer vernetzten Struktur reagiert. Ein
geeigneter Härter kann in Abhängigkeit von den reaktiven
funktionellen Gruppen des spezifischen Copolymers unter den
folgenden Verbindungen ausgewählt werden. Wenn das Copolymer eine
Hydroxyl- und/oder Carboxylgruppe aufweist, umfassen
verwendbare Härter beispielsweise Aminoverbindungen, wie Melamin,
Harnstoff und Kondensationsprodukte von Glycoluril mit
Formaldehyd, wobei spezifische Beispiele monomere
Melamin-Formaldehyd-Harze, wie Hexamethoxymethylmelamin,
Hexa-n-butoxymethylmelamin, Hexaisobutoxymethylmelamin und
Methoxy-butoxymethylmelamin sind, und polyinere Produkte, die durch Polykondensation
der vorstehend genannten Melamin-Formaldehyd-Harze erhalten
wurden. Weitere Beispiele für Härter sind Isocyanatverbindungen
oder blockierte Isocyanatverbindungen; spezifische Beispiele
sind p-Phenylendiisocyanat, Biphenyldiisocyanat,
Toluoldiisocyanat, 3,3'-Dimethyl-4,4'-biphenylendiisocyanat, 1,4-
Tetramethylendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat,
2,2,4-Trimethylhexan-1,6-diisocyanat, Methylenbis(phenylisocyanat),
Lysinmethylesterdiisocyanat, Bis(isocyanatethyl)fumarat,
Isophorondiisocyanat, Methylcyclohexyldiisocyanat, Biurete oder
Isocyanurate dieser Isocyanatverbindungen und blockierte
Produkte dieser Verbindungen, die jeweils mit einer Verbindung
mit einem aktiven Wasserstoffatom blockiert sind.
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Wenn das Copolymer eine Carboxylgruppe hat, kann als Härter
eine Aziridinverbindung, wie
2,2-Bishydroxymethylbutanoltris[3-(1-aziridinyl) propionat]
und
1,6-Hexamethylendiethylenharnstoff, oder eine Chelat-bildende Verbindung verwendet werden.
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Wenn das Copolymer eine Oxiran- und/oder eine
Cyclocarbonatgruppe aufweist, kann eine Polyamin- oder eine
Polyamidverbindung als Härter verwendet werden. Spezifische Beispiele
umfassen Ethylendiamin, Hexamethylendiamin, Triethylentetramin, 3-
Diethylaminopropylamin, Dibutylaminopropylainin,
Tetramethylethylendiamin, 4,9-Dioxadodecan-1,12-diamin,
4,7,10-Trioxatridecan-1,13-diamin,
"Bis(3-aminopropyl)polytetrahydrofuran-750", "Bis(3-aminopropyl)polytetrahydrofuran-1100",
"Bis(3-aminopropyl)polytetrahydrofuran-2100" (Handelsnamen,
hergestellt von BASF), durch reduzierende Umsetzung von
mehrwertigen Alkoholen und Acrylnitril erhaltene Polyamine und
durch Kondensationspolymerisation von Polyaminen mit
Polycarbonsäuren erhaltene Polyamidverbindungen.
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Wenn das Copolymer eine Oxiran- und/oder Hydroxylgruppe
aufweist, kann eine Polycarbonsäure und/oder ein -säureanhydrid
als Härter verwendet werden. Spezifische Beispiele umfassen
beispielsweise Phthalsäureanhydrid, Isophthalsäure,
Terephthalsäure, Tetrahydrophthalsäureanhydrid,
Hexahydrophthalsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure,
Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adidpinsäure,
Trimethyladipinsäure, Sebacinsäure, Dodecandicarbonsäure,
Trimellithsäureanhydrid, Pyromellithsäureanhydrid und Butantetracarbonsäure.
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Wenn das Copolymer eine Carboxyl- oder Aminogruppe aufweist,
kann eine Polyepoxyverbindung als Härter verwendet werden.
Spezifische Beispiele umfassen "Epomic R310", "Epomic R140",
"Epomic R301" und "Epomic R304" (Handelsnamen, hergestellt von
Mitsui Petrochemical Industries, Ltd.), "Epikote 828", "Epikote
834", "Epikote 1001" und "Epikote 1004" (Handelsnamen,
hergestellt von Shell International Chemical Corp.), "Epiclon 830",
"Epiclon 840" und "Epiclon 850" (Handelsnamen, hergestellt von
Dainippon Ink and Chemicals, Incorporated) und "Epitohto YD-
115", "Epothohto YD-011", "Epotohto YD-8124" und "Epotohto YD-
120" (Handelsnamen, hergestellt von Toto Kasei K.K.).
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Die Menge an dem Copolymer nach der Erfindung zugesetztem
Härter kann in Abhängigkeit von dem spezifischen Verwendungszweck
der Anstrichzusammensetzung variieren. Wenn beispielsweise die
Anstrichzusammensetzung nach der Erfindung als wärmehärtende
Anstrichzusammensetzung verwendet wird, kann das
Mischungsverhältnis von Copolymer und Härter unter Berücksichtigung der
verwendeten Monomeren, der spezifischen Art des verwendeten
Härters und der für den spezifischen Verwendungszweck gewünschten
physikalischen und chemischen Eigenschaften variieren. Es wird
bevorzugt, daß das Mischungsverhältnis von Monomer zu Härter
innerhalb des Bereiches von 95:5 bis 50:50 variiert. Wenn das
Mischungsverhältnis des Härters weniger als 5 Teile, bezogen
auf 100 Teile Gemisch, beträgt, wird die Dichte der
Vernetzungsstruktur in der gehärteten Beschichtung zu niedrig, um der
Beschichtung eine ausreichende Härte, Chemikalienbeständigkeit
und Lösungsmittelbeständigkeit zu verleihen. Wenn dagegen das
Mischungsverhältnis des Härters mehr als 50 Teile, bezogen auf
100 Teile Gemisch, beträgt, hat die erhaltene Beschichtung eine
übermäßige Vernetzungsstruktur, so daß sie in einem Maße spröde
wird, daß sie im praktischen Gebrauch nicht widerstandsfähig
ist. Temperatur und Zeitdauer, die für das Härten der
Anstrichzusammensetzung nach der Erfindung erforderlich sind, variieren
in Abhängigkeit von der spezifischen Art des Copolymers und der
spezifischen Art des zugesetzten Härters, so daß im allgemeinen
bei 50 bis 200ºC für 2 Minuten bis zu einer Stunde gehärtet
werden kann.
-
Wenn das Copolymer nach der Erfindung eine Aminoinethylolgruppe
oder eine Alkenylgruppe ohne endständige Doppelbindung
aufweist, braucht kein Härter verwendet zu werden. Wenn das
Copolymer eine Aminomethylolgruppe aufweist, wird das Copolymer
selbsthärtend, während in dem Fall, daß das Copolymer eine
Alkenylgruppe ohne endständige Doppelbindung aufweist, das
Copolymer durch Trocknen bei Raumtemperatur gehärtet werden
kann.
-
Die erfindungsgemäß geschaffene Harzzusammensetzung kann ohne
Zusatz irgendeines färbenden Pigments oder dergleichen als
klares Anstrichmittel verwendet werden, jedoch kann auch ein
färbendes Pigment, Aluminiumpigment oder Metallpigment zugesetzt
werden, um als Farbanstrich, Emailleanstrich oder Metallic-
Anstrich verwendet zu werden. Sie kann ohne Verwendung
irgendeines Lösungsmittels als Pulverbeschichtung oder unter
Verwendung eines organischen Lösungsmittels oder von Wasser als
Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel als Beschichtung auf Basis
eines organischen Lösungsmittels oder auf Wasserbasis verwendet
werden. Der Zusammensetzung nach der Erfindung können
verschiedene Additive zugegeben werden, wie sie zum Modifizieren oder
Verbessern von Anstrichzusammensetzungen üblich sind. Beispiele
für Additive, die der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
zugesetzt werden können, sind Ultraviolettlichtabsorber, wie 2-
Hydroxy-4-n-octoxybenzophenon und Substitutionsprodukte von
Benzotriazol, Antioxidationsmittel, wie gehinderte Phenole und
gehinderte Amine, Oberflächenregulierungsmittel, wie
Siliconharze, Katalysatoren zum Härten und Fließregulierungsmittel.
Die Harzzusammensetzung nach der Erfindung kann nach einer
bekannten Technik, die dem gewünschten Zweck gemäß ist,
hergestellt, aufgetragen und getrocknet werden.
-
Die Harzzusammensetzungen nach der Erfindung eignen sich für
verschiedene Anstrichzusammensetzungen, da sie den
Beschichtungen ein gutes Aussehen verleihen, wobei jede einen Rs-Wert
(Glanz bei 30 Grad, gemessen mit einem Dorigon-Goniophotometer,
hergestellt von Hunter Lab., im allgemeinen gemäß ASTM E 430)
von nicht weniger als 86 hat.
BEISPIELE DER ERFINDUNG
-
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf einige Beispiele und
Vergleichsbeispiele ausführlicher beschrieben. Es ist jedoch zu
bemerken, daß die folgenden Beispiele lediglich
veranschaulichenden Charakter haben, so daß die Erfindung nicht auf diese
beschränkt ist. In den folgenden Beispielen steht "Teile" für
"Gewichtsteile" und "%" für "Gew.-%".
Bezugsversuche - Herstellung der Copolymeren A bis O:
-
In einen mit einem Rührer, einem Thermometer, einem
Rückflußkühler, einem Stickstoffeinleitungsrohr und einem Tropftrichter
versehenen Kolben wurden 70 Teile Xylol gegeben, das unter
Rühren und Einleiten von Stickstoff in den Kolben auf 140ºC
erhitzt wurde. Dann wurden jeweils die in Tabelle 2 angegebenen
Monomergemische und Polymerisationsinitiatoren bei konstanter
Rate über einen Zeitraum von 2 Stunden durch den Tropftrichter
zugetropft, wobei die Temperatur konstant auf 140ºC gehalten
wurde. Nach Beendigung des Zutropfens wurde der Kolbeninhalt 30
Minuten auf 140ºC gehalten, wonach 0,2 Teil tert.-Butylperoxy-
2-ethylhexanoat zugesetzt und der Kolbeninhalt weitere 2
Stunden auf 140ºC gehalten wurde, wodurch jede der
Copolymerlösungen A bis M mit den in Tabelle 2 angegebenen Eigenschaften
erhalten wurde.
-
Die Copolymeren N und O wurden wie folgt synthetisiert: In
einen Kolben, wie er vorstehend beschrieben verwendet wurde,
wurden 149 Teile n-Butylacetat gegeben, das unter Rühren und
Einleiten von Stickstoff in den Kolben auf 125ºC erhitzt wurde,
wonach jeweils das Monomergemisch und jeweils der
Polymerisationsinitiator, wie in Tabelle 3 angegeben, bei konstanter Rate
über einen Zeitraum von 2 Stunden durch den Tropftrichter
zugetropft wurden, wobei die Temperatur des Kolbeninhalts auf 125ºC
gehalten wurde. Nach Beendigung des Zutropfens wurde der
Kolbeninhalt
30 Minuten auf 125ºC gehalten, eine zusätzliche Menge
des Polymerisationsinitiators zugegeben und der Kolbeninhalt
weitere 2 Stunden auf 125ºC gehalten. Dann wurde das Gemisch in
dem Kolben auf 100ºC abgekühlt und jeweils das
Fettsäurederivatgemisch mit der in Tabelle 3 angegebenen Zusammensetzung
zugegeben. Das Gemisch in dem Kolben wurde unter Rühren erneut
auf 125ºC erhitzt und unter fortgesetztem Rühren auf dieser
Temperatur gehalten, bis die Säurezahl des Lösungsgemisches
weniger als 1 erreichte. Die Reaktion wurde abgebrochen und die
Copolymerlösungen N und O mit den jeweils in Tabelle 3
angegebenen Eigenschaften erhalten.
Tabelle 2
Monomer a)
Polymerisationsinitiator Perbutyl
Gesamtmenge (Gewichtsteile)
Eigenschaften
Erhitzungsrückstand (%)
Hydroxyl-Gehalt (Mol/kg)
Säure-Gehalt (Mol/kg)
Epoxy-Gehalt (Mol/kg)
Glasübergangstemp. (ºC)
Gewichtsmittel d.Molek.-gew.
Gardner-Viskosität (bei 25ºC)
(wird fortgesetzt)
a) Monomer TD-A: Tetracyclo-[4.4.012 5,17 10]-dodecyl-3-acrylat;
TD-MA: Tetracyclo-[4.4.012 5,17 10]-dodecyl-3-acrylat;
HEMA: 2-Hydroxyethylmethacrylat; BMA: n-Butylmethacrylat; EHA: 2-Ethylhexylacrylat
HEA: 2-Hydroxyethylmethacrylat; STMA: Stearylmethacrylat; GMA: Glycidylmethacrylat;
AA: Acrylsäure; ST: Styrol; MMA: Methylmethacrylat.
b) "Perbutyl O": Handelsname, tert.-Butylperoxy-2-ethylhexanoat (hergestellt von Nippon Oil and Fats Co.,Ltd)
c) Der Hydroxyl-Gehalt, der Säure-Gehalt, der Epoxygehalt, die Glasübergangstemperatur und das
Gewichtsmittel des Molekulargewichts sind aus dem Rückstand nach Erhitzen bestimmte Werte.
1) Der Erhitzungsrückstand wurde gemäß JIS K 5400 8.2 (1979) bestimmt.
Tabelle 2 (Fortsetzung)
Copolymer
Monomer a)
Polymerisationsinitiator Perbutyl
Gesamtmenge (Gewichtsteile)
Eigenschaften
Erhitzungsrückstand (%)
Hydroxyl-Gehalt (Mol/kg)
Säure-Gehalt (Mol/kg)
Epoxy-Gehalt (Mol/kg)
Glasübergangstemp. (ºC)
Gewichtsmittel d.Molek.-gew.
Gardner-Viskosität (bei 25ºC)
Tabelle 3
Copolymer
Monomer und Polymerisationsinitiator
Zusätzlicher
Katalysator
Gemisch von Fettsäurederivaten
Eigenschaften
Perbutyl
Blemmer
Hydrochinon
Tetrabutylammoniumchlorid
Rückstand nach Erhitzen (%)
Iodzahl b)
Gewichtsmittel des
Molekulargewichts
Gardner-Viskosität
(bei 25ºC)
Anmerkung a): "Blemmer SB": Handelsname, hergestellt von Nippon
Oil and Fats Co., Ltd.,
Sojabohnenölfettsäureglycidylester,
Epoxyäquivalent = 400,
Iodzahl = 105
b): Die Iodzahl und das Gewichtsmittel des
Molekulargewichts sind die Werte des Rückstandes nach dem
Erhitzen.
Beispiele 1 bis 10 und Vergleichsbeispiele 1 bis 3
Zweifach beschichteter, einfach eingebrannter Metallic-Anstrich
(A) Herstellung eines klaren Anstrichmittels:
-
Unter Verwendung der Copolymerlösungen A bis D, G, H und K bis
M wurden jeweils die Anstrichmittel mit den in Tabelle 4
angegebenen Zusammensetzungen hergestellt. Jedes Anstrichmittel
wurde mit einem Verdünnungsmittel (Xylol/n-Butanol = 9/1,
Gewichtsverhältnis) bis auf eine Viskosität verdünnt, die zum
Beschichten geeignet war (25 Sekunden bei 20ºC, gemessen unter
Verwendung eines Ford-Bechers No. 4), um ein klares
Anstrichmittel zu erhalten.
Tabelle 4
Beispiel
Vergl.-beispiel
Copolymerlösung
Lösung von Fluor enthaltendem Harz
Aminoharzlösung
Ultraviolettlichtabsorberlösung
Lichtstabilisatorlösung
Verlaufmittel
Xylol
n-Butanol
a) "Lumiflon LF946" (Handelsname, hergestellt von Asahi Glass Company Limited,
Hydroxylzahl = 75, Säurezahl = 5, Erhitzungsrückstand = 65 %)
b) "Superbeckamine J-820-60" (Handelsname, hergestellt von Dainippon Ink and Chemicals, Inc.,
Lösung von butyliertem Melaminharz, Erhitzungsrückstand = 60 %)
c) "Tinuvin 900" (Handelsname, hergestellt von Ciba Geigy Japan,
10 %ige Lösung eines Benzotriazolderivats in Xylol)
d) "Sanol LS292" (Handelsname, hergestellt von Sankyo Company, Limited,
20 %ige Lösung von Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-pypedyl)sebacat in Xylol)
e) "Modaflow" (Handelsname, hergestellt von Monsanto Inc., 10 %ige Lösung in Xylol)
(B) Herstellung der Beschichtung:
-
Ein kationischer Elektrotauchlack "Aqua No. 4200" (Handelsname,
hergestellt von Nippon Oil and Fats Co., Ltd.) wurde durch
Elektrotauchen auf eine mit Zinkphosphat behandelte
Weichstahlplatte aufgetragen, wodurch eine Beschichtung mit einer
Trockenfilmdicke von 20 um erhalten wurde, die 25 Minuten bei
175ºC eingebrannt wurde. Als Einlaßgrund wurde "Epico No.
1500CP Sealer" (Handelsname, hergestellt von Nippon Oil and
Fats Co., Ltd.) zur Bildung einer Beschichtung mit 40 um
Trockenfilmdicke aufgesprüht und der Einlaßgrund 30 Minuten bei
140ºC eingebrannt, wodurch eine Testplatte erhalten wurde.
-
"Belcoat No. 6000" (Handelsname, hergestellt von Nippon Oil and
Fats Co., Ltd.), ein Silbermetallic-Anstrichmittel, wurde auf
die vorstehend hergestellte Testplatte durch Aufsprühen in zwei
Schritten mit einem Abstand von 1 Minute und 30 Sekunden
aufgetragen, wodurch eine Beschichtung von 15 um Trockenfilmdicke
erhalten wurde. Dann wurde 3 Minuten bei 20ºC gehärtet, wonach
jedes klare Anstrichmittel (A) aufgesprüht und 30 Minuten bei
140ºC eingebrannt wurde.
-
Die Eigenschaften der Beschichtungen sind in Tabelle 5
angegeben. In jedem der Beispiele 1 bis 4 und der Beispiele 8 bis 10,
bei denen Acrylcopolymere verwendet wurden, und auch in jedem
der Beispiele 5 bis 7, bei denen ein Fluor enthaltendes Harz
mit niedrigem Brechungsindex beigemischt war, hatte jede
Beschichtung ein verbessertes Aussehen (mit hohen Rs-Werten),
Säurebeständigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit,
Witterungsbeständigkeit, Wasserfestigkeit und hohe Härte. Im Gegensatz dazu
hatten die durch die Vergleichsbeispiele 1 und 2 hergestellten
Beschichtungen niedrige Brechungsindices, da sie kein Monomer
(I) enthielten, wobei der Brechungsindex der Beschichtung des
Vergleichsbeispiels 1 1,512 betrug, was niedriger ist als die
Brechungsindices im Bereich von 1,521 bis 1,558 der Beispiele 1
bis 4 und 8 bis 10, und wobei der Brechungsindex der
Beschichtung des Vergleichsbeispiels 2 1,498 betrug, was deutlich
niedriger ist als der Brechungsindex 1,541 von Beispiel 6. Die
Folge davon war ein zu schlechtes Aussehen der Beschichtungen
der Vergleichsbeispiele, da der Rs-Wert von 84 bei
Vergleichsbeispiel 1 niedriger war als die Rs-Werte im Bereich von
90 bis 97 der Beispiele 1 bis 4 und 8 bis 10 und der Rs-Wert
von 80 des Vergleichsbeispiels 2 niedriger war als der Rs-Wert
von 92 des Beispiels 6. Die Härten der Beschichtungen der
Vergleichsbeispiele waren niedriger als die der Beschichtungen der
erfindungsgemäßen Beispiele, d.h. daß die Härte der
Beschichtung des Vergleichsbeispiel 1 10,1 betrug, verglichen mit
einer Härte im Bereich von 12,5 bis 16,0 bei den Beispielen 1
bis 4 und 8 bis 10, während die Härte des Vergleichsbeispiels 2
10,3 betrug, verglichen mit einer Härte von 14,3 der
Beschichtung des Beispiels 6. Es wurde weiter gefunden, daß die
Beschichtungen der Vergleichsbeispiele hinsichtlich
Säurebeständigkeit und Wasserfestigkeit schlechter waren als die
Beschichtungen der erfindungsgemäßen Beispiele.
-
Da zur Herstellung des in Vergleichsbeispiel 3 verwendeten
Copolymers eine große Menge Styrol verwendet wurde, war die
Beschichtung des Vergleichsbeispiels 3 insbesondere
hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit erheblich schlechter.
Tabelle 5
Beispiel
Copolymer
Polymermischung
Härter
Beschichtungssystem
Härtungsbedingungen
Eigenschaften der Beschichtung
Gehalt an Monomer (I) im Copolymer (%)
Reaktive funktionelle Gruppe
im Copolymer
Copolymer/Fluor enthaltendes Harz
Verh. v. Hauptbestandteil zu Aminoverbindung (Hauptbest./Aminoverbindg.)
Brechungsindex (bei 20ºC)
Aussehen d.Beschichtg. (Rs-Wert)
Säurebeständigkeit
Lösungsmittelbeständigkeit
Witterungsbeständigkeit
Wasserfestigkeit
Härte
2-fach beschichteter, 1-fach eingebrannter Metallic-Anstr.
(wird fortgestzt)
a) Rs-Wert: Glanz bei 30 Grad (gemessen unter Verwendung eines Dorigon-Goniophotometers,
hergestellt von Hunter Lab.)
b) Säurebeständigkeit: 2 ml einer 40%igen Schwefelsüarelösung wurden auf einen Probekörper getropft
und 24 Stunden bei 20ºC stehengelassen, wonach die Beschichtung visuell auf
etwaige aufgetretene Unregelmäßigkeiten untersucht wurde.
c) Lösungsmittelbeständigkeit: Die Beschichtung wurde mit einer 10-lagigen Mullschicht actmal
hin- und hergerieben, wonach die Beschichtung visuell auf etwaige
aufgetretene Unregelmäßigkeiten untersucht wurde.
d) Witterungsbeständigkeit: Nachdem die Beschichtung 3000 h in einer Fluorszenz-Ultraviolettlicht-
Bewitterungs-Meßvorrichtung bewittert worden war, wurde sie visuell auf
etwaige aufgetretene Unregelmäßigkeiten untersucht.
e) Wasserfestigkeit: Der Probekörper wurde 240 Stunden in einer auf einer Temperatur von 50ºC
und einer Feuchte von 95 % gehaltenen Klimakammer gehalten, wonach die
Beschichtung visuell auf Bläschenbildung untersucht wurde.
f) Härte: Gemessen bei 20ºC unter Verwendung des Micro Hardness Testers, Modell M, hergestellt von
Shimazu Corporation. Je größer der Wert ist, desto härter ist die Beschichtung.
Tabelle 5 (Fortsetzung)
Vergleichsbeispiel
Copolymer
Polymermischung
Härter
Beschichtungsystem
Härtungsbedingungen
Eigenschaften der Beschichtung
Gehalt an Monomer (I) im Copolymer (%)
Reaktive funktionelle Gruppe
im Copolymer
Copolymer/Fluor enthaltendes Harz
Verh. v. Hauptbestandteile zu Aminoverbindg. (Hauptbestandt./Aminoverb.)
Brechungsindex (bei 20ºC)
Aussehen d. Beschichtg. (Rs-Wert)
Säurebeständigkeit
Lösungsmittslbeständigkeit
Witterungsbeständigkeit
Wasserfestigkeit
Härte
2-fach beschichteter, 1-fach eingebr. Metallic-A.
Deutliche Anzeichen von Rost
gut
Aftreten von Rissen nach 1500 h
*) = geringe Bläschenbildung
Beispiele 11 bis 13 und Vergleichsbeispiele 4 bis 6
Fester Zweikomponenten-Anstrich, einfache Beschichtung
(A) Herstellung des Anstrichmittels:
-
Jede der in Tabelle 6 angegebenen Zusammensetzungen, mit
Ausnahme der Härter, wurde zum Dispergieren in eine
Farbschüttelvorrichtung gegeben, bis eine Teilchengröße von weniger als 10
um erhalten worden war, wodurch die jeweiligen Zweikomponenten-
Anstrichmittel hergestellt wurden.
Tabelle 6
Beispiel
Vergleichsbeispiel
Copolymerlösung
Titandioxid
Xylol
n-Butylacetat
Verläufmittel
Härter c)
Isocyanat-Verbindg.
Aziridin.-Verbindg.
Polyamin-Verbindg.
-
a) "TEIKA Titanium Oxide JR-602" (Handelsname, hergestellt
von Teikoko Kako K.K., Titandioxid vom Rutil-Typ)
-
b) "Modaflow" (Handelsname, hergestellt von Monsanto Inc.,
10 %ige Lösung in Xylol
-
c) Isocyanatverbindung: "Coronate EH" (Handelsname,
hergestellt von Nippon Polyurethane
Industry K.K., Trimer von
Hexamethylendiisocyanat, Gehalt an Isocyanatgruppen
21 %, Erhitzungsrückstand 100 %
-
Aziridinverbindung: "Chemitite PZ-33" (Handelsname,
hergestellt von Nippon Shokubai Kagaku Kogyo
Co., Ltd.,
2,2-Bishydroxymethylbutanoltris[3-(1-aziridinyl)propionat],
Prozentsatz an wirksamer
Komponente 85 %
-
Polyaminverbindung: 4,7,10-Trioxatridecan-1,13-diamin
(hergestellt von BASF AG,
Molekulargewicht 220,3, Prozentsatz an
wirksamer Komponente 95 %)
(B) Herstellung der Beschichtung:
-
Unmittelbar nach dem Zusetzen eines jeden Härters zu jedem der
in Tabelle 6 angegebenen Anstrichmittel vom Zweikomponenten-Typ
wurde das Gemisch unter Rühren mit einem Verdünnungsmittel
(Xylol/n-Butylacetat = 7/3, Gewichtsverhältnis) auf eine
Viskosität verdünnt, die zum Auftragen geeignet war (25 Sekunden bei
20ºC, gemessen mit Ford-Becher No. 4).
-
Danach wurde wie in den Beispielen 1 bis 10 jedes
Anstrichmittel auf die Testplatte, welche durch Elektrotauchen und mit dem
Einlaßgrund beschichtet worden war, aufgesprüht und die Platte
30 Minuten bei 80ºC eingebrannt.
-
Die Eigenschaften der erhaltenen Beschichtungen sind in Tabelle
7 angegeben. Die Beispiele 11 bis 13 ergaben Beschichtungen mit
verbessertem Aussehen (hohen Rs-Werten), Säurebeständigkeit,
Lösungsmittelbeständigkeit, Witterungsbeständigkeit,
Wasserfestigkeit und hoher Härte. Im Gegensatz dazu hatten die
Beschichtungen der Vergleichsbeispiele 4 bis 6, die kein
Monomer (I) enthielten, niedrige Brechungsindices, d.h. daß die
Beschichtung des Vergleichsbeispiels 4 einen Brechungsindex von
1,508 aufwies, der niedriger war als der Brechungsindex von
1,545 von Beispiel 11, während die Beschichtung des
Vergleichsbeispiels 5 einen Brechungsindex von 1,505 aufwies,
welcher niedriger war als der Brechungsindex von 1,542 von
Beispiel 12. Die Beschichtung des Vergleichsbeispiels 6 hatte
einen Brechungsindex von 1,507, welcher niedriger war als der
Brechungsindex von 1,544 von Beispiel 13. Demnach war das
Aussehen der Beschichtungen der Vergleichsbeispiele zu schlecht,
d.h. daß in Vergleichsbeispiel 4 der Rs-Wert 81 betrug,
gegenüber dem Rs-Wert von 93 des Beispiels 11. Die Beschichtung des
Vergleichsbeispiels 5 hatte einen Rs-Wert von 80, gegenüber dem
Rs-Wert von 92 des Beispiels 12, während die Beschichtung des
Vergleichsbeispiels 6 einen Rs-Wert von 82 hatte, gegenüber
einem Rs-Wert von 93 des Beispiels 13. Die Härten der
Beschichtungen der Vergleichsbeispiele waren niedriger als die der
Beschichtungen der erfindungsgemäßen Beispiele, d.h. daß die
Härte der Beschichtung des Vergleichsbeispiels 4 10,2 betrug,
gegenüber einer Härte von 13,4 des Beispiels 11. Die Härte der
Beschichtung des Vergleichsbeispiels 5 betrug 10,8, gegenüber
einer Härte von 14,2 des Vergleichsbeispiels 12, während die
Härte der Beschichtung des Vergleichsbeispiels 6 6,1 betrug,
gegenüber einer Härte von 9,5 des Beispiels 13. Es wurde weiter
gefunden, daß die Beschichtungen der Vergleichsbeispiele den
Beschichtungen der erfindungsgemäßen Beispiele in
Säurebeständigkeit und Wasserfestigkeit unterlegen waren.
Tabelle 7
Beispiel
Vergleichsbeispiel
Copolymer
Härter
Beschichtungssystem
Härtungsbedingungen
Eigenschaften der Beschichtung
Gehalt an Monomer
(I) im Copolymer
Rekative funktionelle
Gruppe im
Copolymer
Brechungsindex (bei 20ºC)
Ausshen d. Beschichtung
(Rs-Wert)
Säurebeständigkeit
Lösungsmittelbeständgk.
Witterungsbeständigkeit
Wasserfestigkeit
Härte
Isocyanat-Verbindung
Zweikomponenten-Typ, einfach beschichtet, fest
gut
Aziridin-Verbindung
Polyamin-Verbindg.
Isocyanat-Verbindung
Geringe Aneichen von Flecken
Auskreisden nach
Starke
*) = Geringe Bläschenbildung
Für a) bis c), e) und f) gilt dasselbe wie in den Fußnoten von Tabelle 5
d) Witterungsbeständigkeit: Nachdem die Beschichtung 1500 Stunden in einem Sunshine Weather
Meter bewittert worden war (JIS D 0205 7.6) (1976), wurde sie
visuell auf etwaige aufgetretene Unregelmäßigkeiten untersucht.
Beispiel 14 und Veraleichsbeispiel 7
Lufttrocknender einfach-beschichteter fester Anstrich
(A) Herstellung des Anstrichmittels:
-
Jede der in Tabelle 8 angegebenen Zusammensetzungen, mit
Ausnahme der Trocknungsmittel, wurden zum Dispergieren in eine
Farbschüttelvorrichtung eingegeben, bis eine Teilchengröße von
weniger als 10 um erhalten wurde, wodurch jeweils
lufttrocknende Anstrichmittel erhalten wurden.
(B) Herstellung der Beschichtung:
-
Nach dem Zusetzen eines Trocknungsmittels zu jedem der in
Tabelle 8 angegebenen lufttrocknenden Anstrichmittel wurde das
Gemisch unter Rühren mit einem Verdünnungsmittel (Xylol/n-
Butylacetat = 5/5, Gewichtsverhältnis) auf eine Viskosität
verdünnt, die zum Beschichten geeignet war (18 Sekunden bei 20ºC,
gemessen mit Ford-Becher No. 4).
-
Danach wurde wie in den Beispielen 1 bis 10 jedes der
Anstrichmittel auf eine Testplatte, die durch Elektrotauchen und mit
dem Einlaßgrund beschichtet worden war, aufgesprüht und die
Platte dann 14 Tage bei Raumtemperatur getrocknet.
-
Die Eigenschaften der erhaltenen Beschichtungen sind in Tabelle
9 angegeben. Beispiel 14 ergibt eine Beschichtung mit
verbessertem Aussehen (hohem Rs-Wert), Säurebeständigkeit,
Lösungsmittelbeständigkeit, Witterungsbeständigkeit, Wasserfestigkeit
und hoher Härte. Im Gegensatz dazu hatte die Beschichtung des
Vergleichsbeispiels 7, da sie kein das Monomer (I) enthaltendes
Copolymer enthielt, einen Brechungsindex von 1,503, was kleiner
ist als der Brechungsindex von 1,558 in Beispiel 14, während
die Beschichtung des Vergleichsbeispiels ein schlechtes
Aussehen hatte, d.h. daß ihr Rs-Wert 81 betrug, gegenüber dem von 98
des Beispiels 14. Die Härte der Beschichtung des
Vergleichsbeispiels
7 betrug 15,3, was kleiner ist als die Härte von 19,5
der Beschichtung des Beispiels 14. Es wurde weiter gefunden,
daß die Beschichtung des Vergleichsbeispiels 7 der Beschichtung
des Beispiels 14 in Säurebeständigkeit und Wasserfestigkeit
unterlegen war.
Tabelle 8
Beispiel
Vergleichsbeispiel
Copolymerlösung
Titandioxid a)
Xylol
n-Butylacetat
Verlaufmittel b)
Trocknungsmittel c)
Anmerkung: a) und b) sind ebenso, wie in den Fußnoten
von Tabelle 6 angegeben.
d): Lösung von Kobaltnaphthenat in Xylol
(Kobalt-Gehalt: 6 %)
Tabelle 9
Beispiel
Vergleichsbeispiel
Gehalt an Monomer (I) im Copolymer (%)
Reaktive funktionelle Gruppe im Copolymer
Beschichtungssystem
Eigenschaften der Beschichtung
Brechungsindex (bei 20ºC)
Aussehen (Rs-Wert) a)
Säurebeständigkeit
Lösungsmittelbeständigk. c)
Witterungsbeständigkeit d)
Wasserfestigkeit e)
Härte f)
Lufttrocknender Typ, einfach beschithtet, fest
gut
Starke Anzeichen von Flecken
Starke Kratzer
Auskreiden
nach 800 h
Geringe Bläschenbildung
Anmerkung: a) bis f) sind ebenso, wie in den Fußnoten von
Tabelle 5 angegeben.
g): Alkenylgruppe ohne Doppelbindung am endständigen
Kohlenstoffatom, liegt vor in Sojabohnenölfettsäure.