DE69201565T2 - Desinfizierende shampoozusammensetzung für tiere. - Google Patents

Desinfizierende shampoozusammensetzung für tiere.

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DE69201565T2 DE69201565T DE69201565T DE69201565T2 DE 69201565 T2 DE69201565 T2 DE 69201565T2 DE 69201565 T DE69201565 T DE 69201565T DE 69201565 T DE69201565 T DE 69201565T DE 69201565 T2 DE69201565 T2 DE 69201565T2
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Description

    TECHNISCHES GEBIET
  • Die Erfindung betrifft Shampoos zum Reinigen und Pflegen des Haares und des Fells von Tieren. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind medikamenthaltige Shampoos, d.h. Shampoos mit Medikamenten, wie topischen therapeutischen Mitteln, antimikrobiellen Mitteln und dergl.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Es ist üblich, das Fell von Tieren, Z.B. Haustieren, wie Pferden und Rindern sowie Katzen und Hunden, mit Shampoos zu reinigen. Gewöhnlich müssen zum Reinigen, Konditionieren und Anfeuchten des Fells eines Tieres zwei oder mehrere getrennte Produkte verwendet werden. Wegen der Notwendigkeit der Verwendung mehrerer verschiedener Produkte erfordert die Pflege des Tieres einen hohen finanziellen und Zeitaufwand.
  • Außer zum Reinigen kann man Shampoos bei Haustieren auch zum Behandeln bei Hautproblemen oder Krankheiten, wie Fungi- oder Bakterieninfektionen, verwenden. Beispielsweise enthalten desinfizierende Shampoos im allgemeinen Medikamente, wie antimikrobiellen Mittel, damit das Fell des Tiers nicht nur gereinigt, sondern gleichzeitig auch desinfiziert wird. Die derzeit erhältlichen desinfizierenden Shampoos für die Verwendung bei Tieren enthalten als antimikrobiellen Wirkstoff gewöhnlich ein Jodophor oder ein Chlorhexadin. Es ist aber bekannt, daß derartige Wirkstoffe enthaltende Shampoos bei täglichem Gebrauch die Haut und das Haar austrocknen. Infolgedessen darf der desinfizierende Shampoo nicht zu oft angewendet werden und sind Konditionierungs- oder Feuchthaltemittel erforderlich.
  • Eindeutig besteht somit auf diesem Gebiet ein Bedürfnis nach einem einzigen Produkt, das bei einmaliger Anwendung zum Desinfizieren, Reinigen, Konditionieren und Feuchthalten des Fells von Tieren verwendet werden kann.
  • DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung schafft eine antimikrobielle Shampoozusammensetzung für Tiere mit einer ungefährlichen und wirksamen, stabilen Emulsion aus (a) einem antimikrobiellen Wirkstoff mit einem Fettsäuremonoester eines mehrwertigen Alkohols, (b) einem Chealtbildner, (c) einem Reinigungsmittel, (d) einem Konditionlerungsmittel und (e) einem Feuchthaltemittel. Vortellhafterweise schafft die Erfindung einen medikamenthaltigen Shampoo, der so mild ist, daß er zum Verhüten einer Fungiinfektion täglich verwendet werden kann.
  • Eine bevorzugte Shampoozusammensetzung enthält ferner als Zusatzstoffe z.B. einen Schaumverstärker, einen Duftstoff, einen Viskositätsmodifikator, ein Mittel zum Erzeugen eines Glanzes auf dem Fell und/oder ein einen perlmuttähnlichen Glanz erzeugendes Mittel. Mit der einzigen Kombination gemäß der Erfindung kann eine optimale Kombination von Eigenschaften und Wirkungen erzielt werden, zu denen die Disinfektion, d.h., die antimikrobielle Wirksamkeit, das Reinigen, Konditionieren und Feuchthalten gehört, und zwar in Kombination mit Unschädlichkeit und hohem Wirkungsgrad, einfacher Lagerung, einfachem Gebrauch und guten ästhetischen Wirkungen.
  • Derzeit wird bevorzugt, daß das oder die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verwendeten antimikrobiellen Mittel Glyzerinfettsäuremonoester, wie Monolaurin (im Handel unter der Handelsbezeichnung LAURICIDIN erhältlich) enthalten. Diese Monoester werden zusammen mit einem Chelatbildner verwendet, der auch als Feuchthaltemittel dienen kann.
  • Ein anderer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum gefahrlosen und wirksamen Desinfizieren, Reinigen, Konditionieren und Feuchthalten des Fells eines Tieres durch die Anwendung einer einzigen Shampoozusammensetzung, wie sie vorstehend beschrieben worden ist. Bisher standen alle diese Eigenschaften nicht in einem einzigen Shampoo zur Verfügung.
  • Erfindungsgemäße Shampoozusammensetzungen können an verschiedenen Tieren, einschließlich von Menschen, verwendet werden und eignen sich besonders gut für Haustiere, wie Pferde, Rinder, Hunde, Katzen und dergl. Durch die erfindungs gemäßen Shampoos wird das Haar oder die Haut nicht ausgetrocknet, wie dies bei den meisten im Handel erhältlichen antimikrobiellen Shampoos der Fall ist, besonders bei jenen, in denen als antimikrobielles Mittel Jod und Chlorhexadin verwendet wird.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung schafft für Tiere eine antimikrobielle Shampoozusammensetzung, die in unschädlichen und wirksamen, kompatiblen Mengen (a) ein antimlkroblelles Mittel mit einem Fettsäuremonoester eines mehrwertigen Alkohols, (b) einen Chelatbildner, (c) ein Konditionierungsmittel und (d) ein Feuchthaltemittel enthält. Eine bevorzugte Shampoozusammensetzung enthält ferner als Hilfsstoffe z.B. einen Schaumverstärker, einen Duftstoff, einen Viskositätsmodifikator, ein Mittel zum Erzeugen eines Glanzes auf dem Fell und/oder ein einen perlmuttartigen Glanz erzeugendes Mittel. Hilfsstoffe einer besonders bevorzugten Unterklasse sind jene, die auf dem Tell einen Glanz erzeugen.
  • Hier werden nachstehende Worte und Ausdrücke und davon abgeleitete Worte und Ausdrücke mit folgenden Bedeutungen verwendet:
  • Als "Shampoo" wird eine Zusammensetzung bezeichnet, die z.B. durch Schruppen in Gegenwart von zugesetztem Wasser, auf das Haar oder das Fell eines Tieres aufgeträgen wird, damit das Haar oder Fell desinfiziert, gereinigt, kondltioniert und feuchtgehalten wird.
  • Als "kompatibel" werden in einer Kombination verwendete Bestandteile oder Inhaltsstoffe bezeichnet, die therapeutisch wirksam sind und eine stabile Emulsion bilden, in der die Eigenschaften der Wirksamkeit, Unschädlichkeit, eines hohen Wirkungsgrades und der Stabilität in gewünschter Weise vereinlgt sind.
  • Als "desinfizierend" wird ein Shampoo bezeichnet, der geeignet ist, lebendige pathogene Mikroben, die auf oder in der Haut oder dem Fell eines Tieres vorhanden sind, zu töten, zu entfernen oder zu inhibieren oder ihre Anzahl oder ihre Wachstumsgeschwindigkeit auf andere Weise herabzusetzen.
  • Als "reinigend" wird ein Shampoo bezeichnet, der Schmutz oder andere Fremdstoffe von der Haut oder aus dem Fell eines Tieres entfernen kann.
  • Als "konditionierend" wird ein Shampoo bezeichnet, der dem Fell einen weichen Griff erteilen und der bewirken kann, daß die Haare glattliegen und leicht gekämmt werden können.
  • Als "feuchthaltend" wird ein Shampoo bezeichnet, der eine trocknende Wirkung, die ein Shampoo gegebenenfalls auf die Haut oder das Fell eines Tieres haben kann, auf ein gewünschtes, minimales Ausmaß herabsetzt.
  • Als "glanzerzeugend" wird ein Shampoo bezeichnet, der dem Fell eines Tieres ein glänzendes Aussehen verleihen kann.
  • In den erfindungsgemäßen Shampoos wird in einer wirksamen, aber unschädlichen Menge ein antimikrobielles Mittel in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen des Shampoos in einer wäßrigen Lösung verwendet. In derartigen Shampoozusammensetzungen wird ein therapeutisch wirksamer Monoester gewöhnlich in einer auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung bezogenen Menge von etwa 0,01 bis etwa 20 Gew.-%, vorzugsweise von etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.-% und insbesondere von etwa 1 bis etwa 5 Gew.-% verwendet.
  • Zu den für die Verwendung in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung geeigneten antimikrobiellen Mitteln gehören Fettsäuremonoester von mehrwertigen Alkoholen, wie Glyzerinfettsäureester, die zusammen mit einem Chelatbildner verwendet werden. Glyzerinfettsäuremonoester sind für andere Zwecke, z.B. in Nahrungsmittelzusammensetzungen und in topisch aufzutragenden Zubereitungen, z.B. als antimikrobielle Mittel in Kombination mit Chelatbildnern verwendet worden. Siehe z.B. die US-PSen 4 002 775 und 4 067 997 und die (der US-Patentanmeldung Serial No. 854 154 vom 21. April 1986 entsprechende) europäische Patentanmeldung 87303487.0 sowie die schwebende US-Patentanmeldung Serial No. 509 316 (vom 13. April 1990). Die derzeit bevorzugten Kombinationen eines antimikrobiellen Mittels und eines Chelatbildners sind Kombinationen von Monolaurin und eines Chelatbildners aus einer Hydroxyalkansäure, wie der Milchsäure, oder aus einem sauren Polyphosphat, wie saurem Natriumhexametaphosphat. Derartige Kombinationen werden bevorzugt, weil sie ein breites antimikrobielles Wirkungsspektrum haben, relativ billig und leicht erhältlich sind und sich als unschädllch erwiesen haben.
  • Zum Erhöhen der gramnegativen Wirksamkeit kann man die vorgenannten Fettsäuremonoester auch in Kombination mit anderen Fettsäuren oder Fettsäuregemischen verwenden. Der bevorzugte Glyzerinfettsäuremonoester kann auch modifiziert werden, indem die Glyzeringruppen mit bestimmten anderen substituierenden Ethergruppen, insbesondere Ethoxy- und Propoxygruppen, substituiert werden. Diese substituierten Glyzerinfettsäuremonoester können auch zusammen mit ausgewählten Fettsäuregemischen verwendet werden, wie sie in den vorgenannten europäischen und US-Patentanmeldungen beschrieben sind. Zu den für die Verwendung im Rahmen der Erfindung bevorzugten Glyzerinfettsäuremonoestern gehören Monocaprin, Monocaprylin und Monolaurin, wobei Monolaurin am meisten bevorzugt wird.
  • Befriedigende Wirkungen kann man auch mit Fettsäuremonoestern anderer mehrwertiger Alkohole, z.B. des Propylenglykols, der Saccharose, der Glucose und des Sorbits, und mit den Zuckerestern des Propylenglykols, der Saccharose, der Glucose und des Sorbits erzielen, wenn sie anstelle des Glyzerinfettsäureesters verwendet werden. Zu den geeigneten Fettsäureestern oder Glyzerinfettsäureestern gehören jene, die aus den Gruppen ausgewählt sind, die aus Fettsäureestern oder Glyzerinfettsäureestern ausgewählt sind, die in dem fettsäurefreien Teil des Moleküls etwa drei bis etwa dreißig Kohlenstoffatome enthalten, wobei jene bevorzugt werden, die Monoester sind und etwa drei Kohlenstoffatome enthalten.
  • Die Glyzerinfettsäuremonoester werden als antimikrobielle Mittel bevorzugt, weil sie nicht nur eine hohe Wirksamkeit und einen breiten Wirkungsbereich besitzen, sondern es sich auch erwiesen hat, daß sie mit der Haut und dem Fell von Tieren besonders kompatibel sind. Tatsächlich hat es den Anschein, daß sie häufig auch als Weichmacher wirksam sind. Z.B. ist festgestellt worden, daß durch den erfindungsgemäßen Shampoo das Fell des Tieres häufig weicher gemacht und die Haut anscheinend ebenfalls weicher gemacht wird. Für diesen Zweck is Monolaurin anscheinend gut geeignet.
  • Ester wie die vorstehend beschriebenen können in wäßrigen Lösungen eine Hydrolyse erfahren, und in manchen Fällen können bestimmte der Hydrolyseprodukte zu der antimikrobiellen Wirksamkeit beitragen. Die nachstehenden Angaben über die Konzentration derartiger Ester gelten für die ursprünglich hergestellten Zusammensetzungen ohne Berücksichtigung einer Hydrolyse, die bei längerer Lagerung eintreten kann.
  • Zu den bevorzugten Glyzerinfettsäureesterverbindungen gehören Substanzen wie Monocaprylin, Monocaprin, Monolaurin und deren Gemisclie. Man kann diese Substanzen auch modifizieren, indem man ihnen vor ihrer Verwendung in der Komposition eine oder mehrere Ethoxy/Propoxy-Einheiten hinzufügt. Die für den vorliegenden Zweck geeigneten Gemische aus drei Komponenten enthalten einen Glyzerinsäurefettsäureester (der gegebenenfalls wie hier beschrieben ethoxyliert oder propoxyliert sein kann), ferner eine erste Fettsäureverbindung und eine zweite Fettsäureverbindung.
  • Die für die Verwendung in derartigen aus drei Komponenten bestehenden Gemischen oder Kombinationen bevorzugte erste und zweite Fettsäureverbindung bestehen vorzugsweise aus geradkettigen Substanzen, und zu ihnen gehören ohne Einschränkung darauf gesättigte C&sub6;- bis C&sub1;&sub4;-Fettsäuren und ungesättigte C&sub1;&sub3;- bis C&sub1;&sub8;-Fettsäuren. Zu den bevorzugten gesättigten Fettsäuren gehören die n-Capronsäure, Heptansäure, Caprylsäure, Pelargonsäure, n-Caprinsäure, Undecansäure, Laurinsäure und Myristinsäure. Zu den am meisten bevorzugten Substanzen gehören die n-Capronsäure, Heptansäure, Caprylsäure, n-Caprinsäure, Undecansäure und Laurinsäure. Besonders bevorzugt werden die Laurin-, Heptan-, Capryl- und n-Caprinsäure.
  • Von den ungesättigten C&sub1;&sub3;- bis C&sub1;&sub4;-Fettsäuren werden jene bevorzugt, die eine oder zwei Doppelbindungen von cis-Typ besitzen, sowie Gemische derselben. Zu den besonders bevorzugten Substanzen gehören die Myristoleinsäure, Caprylsäure und n-Caprinsäure, Palmitoleinsäure, Linolelnsäure und Linolensäure und deren Gemische.
  • Die Glyzerinfettsäureester, die erste Fettsäure und die zweite Fettsäure werden in Mengen verwendet, in denen sie unschädllch und wirksam sind. In einer bevorzugten Ausführungsform sind sie in einem Gewichts-/Gewichtsverhältnis von Ester zu Gesamtfettsäureverbindungen von etwa 1:10 bis etwa 10:1, insbesondere von etwa 1:10 bis etwa 1:1 und in besonders bevorzugter Weise von etwa 1:10 bis etwa 1:5 vorhanden, wobei der Glyzerinester in einer Menge von etwa 0,1% bis etwa 5,0% der Gesamtzusammensetzung vorhanden ist.
  • Zu den in der Zusammensetzung und in dem Verfahren gemäß der Erfindung verwendbaren Reinigungsmitteln gehören die Tenside, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus den Sulfosuccinatestern, wie dem Dioctylnatriumsulfosuccinat, besteht, ferner die Tenside mit der Bezeichnung "PLURONIC", d.h. verschiedene im Handel erhältliche Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Copolymere (BASF Corp., Parsippany, NJ), Natriumlaurylsulfat und verschiedene alkoxylierte Derivate, die als Natriumlaurylethersulfate bekannt sind, Cocaminderivate, wie das Dimethylcocaminoxid, der Polyoxyethylencetylether, ferner Sorbitester, wie Sorbitanmonolaurat, Triethanolaminlaurylsulfat, Natriummethylcocoyllaurat und Gemische derselben.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die Reinigungsmittel aus Dioctylnatriumsulfosuccinat, ferner aus Tenslden mit der Bezeichnung PLURONIC, z.B. PLURONIC "F68", aus Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurylethersulfat und Gemischen derselben. Besonders bevorzugt werden PLURONIC "F68", Natriumlaurylethersulfat, Natriumlaurylsulfat und deren Gemische.
  • In den erfindungsgemäßen Shampoos werden die Reinigungsmittel auf das Gewicht der Gesamtzusammensetzung bezogen in relativ großen Mengen, z.B. von etwa 20 bis etwa 70 Gew.-% und vorzugsweise von etwa 40 bis etwa 60 Gew.-%, verwendet. Diese Mittel werden im Handel im allgemeinen in Form von wäßrigen Lösungen des Wirkstoffs geliefert, und als Menge des verwendeten Wirkstoffs wird hier die Menge der im Handel erhältlichen Lösung angegeben. Auf Grund der hier gegebenen Lehre kann der Chemiker aber auch jedes der geeigneten Tenside selbständig erzeugen und verwenden.
  • Die bevorzugeten Reinigungsmittel, wie Lösungen von Natriumlaurylethersulfat, werden im Handel im allgemeinen In Form von Lösungen von 15 bis 60% Natriumlaurylethersulfat in Wasser oder Wasser/Ethanol geliefert. Mit dem Ausdruck Natriumlaurylethersulfat bezeichnet der Fachmann Gemische von alkoxylierten Natirumlaurylsulfaten, wie sie im allgemeinen im Handel erhältlich sind.
  • Zu den für die Verwendung in den erfindungsgemäßen Shampoos geeigneten Konditionierungmitteln gehören Tenside, die relativ hydrophil sind, d.h. organische Substituenten, wie Hydroxysubstituenten, enthalten. Ein Beispiel eines derartigen Tensids ist Natriumisostearoyllactylat. Andere geeignete Konditionierungsmittel für Haar können vom Fachmann auf Grund der vorliegenden Lehre angegeben werden. Dazu gehören Proteine, Lanolinderivate, Siliconderivate und quaternäre Ammonderivate. Derzeit wird als Konditionierungsmittel für Haar das Natriumisostearoyllactylat bevorzugt, das im Handel erhältlich ist. Das Konditionierungsmittel wird im allgemeinen in einer auf das Gesamtgewicht der Shampoozusammensetzung bezogenen Menge von etwa 1 bis etwa 10 und vorzugsweise von etwa 4 bis etwa 5 Gew.-% verwendet.
  • Auf Grund der vorliegenden Lehre kann der Fachmann für die Verwendung in dem Shampoo geeignete Feuchthaltemittel angeben. Dazu gehören Mittel wie Lanolin und seine Derivate, weichmachende Öle, wie Isopropylmyristat und Isopropylpalmitat und dergl., Glyzerin, Propylenglykol, Milchsäure, Natriumlactat, teilethoxylierte Glyzeride (z.B. SOFTIGEN 767, ein Gemisch von Mono-, Di- und Triglyzeriden, in denen die freie Hydroxygruppe mit Ethylenoxid ethoxyliert ist; Huls America, Inc., Piscatawny, NJ), PATIONIC ISL, ein Natriumisostearyllactylat (R.I.T.A-. Woodstock, IL) und Glyzerinmonolaurat. Zu den bevorzugten Feuchthaltemittel n gehören das Glycerylmonolaurat und die Milchsäure, weil diese Substanzen in dem Shampoo zwei Zwecken dienen, und zwar als antimikrobielle Wirkstoffe und als Chelatbildner.
  • Die Feuchthaltemittel können in einer auf das Gewicht der Shampoozusammensetzung bezogenen Gesamtkonzentration zwischen etwa 0 und etwa 20 Gew.-%, vorzugsweise zwischen etwa 1 und etwa 10 Gew.-%, verwendet werden.
  • Zu den für die Verwendung in der Zusammensetzung und dem Verfahren gemäß der Erfindung geeigneten Chelatbildnern gehören jene, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus der Ethylendiamintetraessigsäure ("EDTA"), EDTA(Na)&sub2;, EDTA(Na)&sub4;, den Hydroxyalkansäuren, wie der Milchsäure, dem sauren Natriumhexametaphosphat (im Handel von International Sourcln, Inc., Upper Saddle River, NJ, als saures Natriumhexymetaphosphat SPORIX erhältlich) und Gemischen derselben besteht. Die Milchsäure wird bevorzugt, weil sie in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung sowohl als Chelatbildner als auch als Feuchthaltemittel wirksam sein kann. Der Chelatbildner wird im allgemeinen in einer auf das Gesamtgewicht der Shampoozusammensetzung bezogenen Menge von etwa 0,1 bis etwa 5 und vorzugsweise von etwa 0,5 bis etwa 2 Gew.-% verwendet.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können gegebenenfalls noch eine Anzahl von anderen Hilfsstoffen enthalten, mit denen verbesserte und/oder zusätzliche Eigenschaften oder Merkmale erzielt werden, jedoch nur in solchen Mengen, daß diese Hilfsstoffe die Zusammensetzung nicht in einem solchen Grade nachteilig verändern, daß sie für ihren beabsichtigten Zweck nicht mehr geeignet wäre. Zu diesen Hilfsstoffen gehören z.B. Schaumverstärker, Duftstoffe, Viskositätsmodiflkatoren, Glanzbildungsmittel, Mittel zum Erzeugen eines perlmuttähnlichen Glanzes, Verdickungsmittel, Farbstoffe und dergl.
  • Der oder die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltene Schaumverstärker sind im allgemeinen hydrophlle nichtionische Tenside, wie Amide, z.B. Cocodiethanolamid, und langkettige Tenside PLURONIC, sowie stark schaumtreibende anionische Tenside, wie das Natirumlaurylsulfat. Für den Fachmann versteht es sich, daß bestimmte der vorstehend beschriebenen Tenside, die als Oberflächenreinigungsmittel geeignet sind, auch eine gewisse schaumverstärkende Wirksamkeit haben können.
  • Als "Schaumverstärker" wird hier ein Inhaltsstoff bezeichnet, durch den die Menge und/oder die Beständigkeit des von einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung gebildeten Schaums vergrößert bzw. erhöht wird. Ein derzeit im Rahmen der Erfindung bevorzugter Schaumverstärker ist das Cocodiethanolamid. Schaumverstärker werden in den Mengen verwendet, mit denen die gewünschte Wirkung erzielt wird, im allgemeinen in einer auf das Gesamtgewicht der Shampoozusammensetzung bezogenen Menge von etwa 1 bis etwa 10 und vorzugsweise von etwa 2 bis etwa 4 Gew.-%.
  • Als "Duftstoff" wird hier ein Inhaltsstoff bezeichnet, mit dem etwaige unerwünschte Gerüche anderer Bestandteile einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung überdeckt und/ - oder einfach ein angenehmer Geruch erzeugt wird. Geeignete Duftstoffe sind dem Fachmann bekannt. Zu den für die Verwendung im Rahmen der Erfindung besonders gut geeigneten Duftstoffen gehören MUSK 3210E (Santell Corp.) und HERBAL FRAGRANCE (Universal Flavors, Inc.). Duftstoffe sind im allgemeinen relativ stark wirksame Chemikalien und daher nur in kleinen Mengen erforderlich, z.B. auf das Gesamtgewicht der Shampoozusammensetzung bezogen in Mengen von etwa 0,01 bis etwa 2 Gew.-%, vorzugsweise von etwa 0,05 bis etwa 1 Gew.-%, damit die beabsichtigte Wirkung erzielt wird.
  • Die geeigneten Viskositätsmodifikatoren sind im allgemeinen organische Lösungsmittel, die in Wasser mindestens teilweise löslich sind und die dazu dienen, ein Gelieren und ein zu starkes Eindicken des Shampoos zu vermindern. Als "Viskositätsmodifikator" wird hier ein Inhaltsstoff bezeichnet, der dazu dient, die Zusammensetzung auf eine gewünschte Viskosität einzustellen. Viskositätsmodifikatoren werden im allgemeinen in relativ kleinen Mengen verwendet. Für den Fachmann versteht es sich jedoch, daß die Auswahl und die Menge des Viskositätsmodifikators von den Arten und Mengen der anderen Inhaltsstoffe und der für den Shampoo gewünschten Viskosität anhängig ist. Die Wahl der Viskosität ist stark von den Wünschen des Benutzers abhängig. Bei manchen Tieren kann ein dickerer Shampoo von höherer Viskosität erwünscht sein, z.B. bei Pferden und anderen kurzhaarigen Tieren. Für langhaarigere Tiere kann ein Shampoo mit einer niedrigeren Viskosität erwünscht sein.
  • In bevorzugten Shampoos gemäß der Erfindung beträgt die auf das Gesamtgewicht der Shampoozusammensetzung bezogene Menge des Viskositätsmodifikators im allgemeinen etwa 0,1 bis etwa 5 und vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 2 Gew.-%: Ein bevorzugter Viskositätsmodifikator ist das Propylenglykol. Die Viskosität liegt im allgemeinen im Bereich von etwa 1000 bis etwa 4000 mPa.s, vorzugsweise von etwa 1200 bis etwa 3800 mPa.s und insbesondere von etwa 1400 bis etwa 2600 mPa.s.
  • Hilfsstoffe können gegebenenfalls auch dazu verwendet werden, das Aussehen zu verändern. Zu diesen Hllfsstoffen gehören Farbstoffe und andere das Aussehen verändernde Stoffe, wie Ethylenglykoldistearat und Ethylenglykolmonostearat, mit denen manchen Shampooansätzen ein perlmuttähnliches oder schimmerndes Aussehen erteilt wird.
  • Zu den in Schampoos verwendbaren Hilfsstoffen gehören ferner Oxidationsschutzmittel, Verdickungsmittel, Lösungsvermittler, schleifend wirkende Mittel und dergl. Zu den Verdickungsmitteln gehören das Natriumchlorid, ferner Gums, wie Xanthangum, und Polymere, wie jene der CARBOPOL-Reihe.
  • Man kann die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen nach Verfahren herstellen, die dem Fachmann bekannt sind. Die verschiedenen Inhaltsstoffe können auf jede geeignete Weise miteinander vereinigt werden, z.B. auch in der in den nachstehenden BEISPIELEN beschriebenen Weise. Die Zusammensetzungen enthalten Wasser als Verdünnungsmittel im allgemeinen in einer auf das Gesamtgewicht der ganzen Shampoozusammensetzung bezogenen Menge von etwa 25 bis etwa 75 (und vorzugsweise von etwa 35 bis etwa 50) Gew.-%. Das Wasser ist im allgemeinen entionisiertes oder destilliertes Wasser oder relativ reines Wasser, damit in die Zusammensetzung keine unbekannten Inhaltsstoffe eingeführt werden, die die Eigenschaften der medikamenthaltigen Shampoos gemäß der Erfindung verändern könnten.
  • In dem auch in den nachstehenden BEISPIELEN ausführlicher beschriebenen Verfahren gemäß der Erfindung wird eine Zusammensetzung der hier beschriebenen Art zum Schamponieren eines Tieres verwendet. Die Zusammensetzung wird vorzugsweise zusammen mit Zusatzwasser mit dem Fell des Tieres in Berührung gebracht und wird solange genügend, z.B. unter Schaumbildung, in das Fell eingerieben, so daß eine desinfizierende, reinigende und konditionierende Wirkung erzielt wird.
  • Zum Nachweis der antimikrobiellen Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Shampoos wurden Proben der Shampoos gegen verschiedene Bakterien und Fungi getestet, von denen bekannt ist, daß sie auf dem Haar und der Haut von Tieren vorhanden sind. In Standardtests hat es sich gezeigt, daß die Shapoos selbst bei einer Verdünnung von 128:1 mit Wasser eine brauchbare antimikrobielle Wirksamkeit in vitro haben.
  • Es hat sich gezeigt, daß die erfindungsgemäßen Shampoos gegen verschiedene Mikroben wirksam sind, z.B. gegen gramnegatlve und grampositive Bakterien, Hefen und Fungi, u.a., gegen die nachstehenden üblichen Fungiarten Trichophyton equinum, Trichophyton mentagrophytes, Trichophyton verrucosum, Microsporum canis, Microsporum gypseum und Malasezzia canis.
  • Ferner haben sich die erfindungsgemäßen Shampoos gegen verschiedene Bakterien als wirksam erwiesen, zu denen Staphylococcus aureus, S. intermedius und S. epidermidis, Streptococcus agalactiae, S. uberis und S. pyogenes, Escherichia coli, Salmonella typhimurium, Klebsiella pneumoniae und Pseudomonas aeuginosa gehören.
  • Diese Fungi und Bakterien wurden als Indikatorarten für den Nachweis eines breiten antimikrobiellen Wirkungsspektrums der erfindungsgemäßen Shampoos verwendet.
  • Alle angegebenen Prozentsätze der angegebenen Inhaltsstoffe werden als auf das Gewicht der Zusammensetzung bezogene Mengen in Gewichtsprozent angegeben, sofern nichts anderes gesagt wird.
  • BEISPIEL 1 Erzeugung von Shampoozusammensetzungen
  • Nach folgendem allgemeinem Verfahren wurden drei verschiedene Zusammensetzungen gemäß der Erfindung hergestellt. Einem Becher, der eine bekannte Gewichtsmenge Wasser von etwa 71ºC enthielt, wurde unter Rühren eine gewogene Menge Natriumlaurylethersulfat als Reinigungsmittel zugesetzt. Danach wurden in Zeitabständen von fünf Minuten in gewogenen Mengen die übrigen der in der TABELLE 1 angegebenen Inhaltsstoffe zugesetzt. Nach dem Abkühlen des Gemisches auf etwa 43ºC wurde der Duftstoff zugesetzt. Bei der Zusammensetzung B wurde zuletzt der grüne Farbstoff zugesetzt. TABELLE 1 Inhaltsstoff Zus. A (%) Zus. B (%) Zus. C. (%) Antimikrobielles Mittel: LAURICIDIN (Monolaurin) (Lauricidin Inc., Monroe, MI) Chelatbildner: Milchsäure Oberflächenreinigungsmittel: Tensidkonzentrat TAURANOL WS (Finetex, Inc., Elmwood Part, NJ) Natriumlaurylethersulfat (SIPON ES-2, Rhone-Poulenc, Canbury, NJ) Haarkonditionierungsmittel: Tensidzusammensetzung FINEQUAT CT (Finetex, Inc.) PATIONIC ISL (Natriumisostearoyllactylat) (R.I.T.A., Woodstock, IL) Schaumverstärker: MACKAMIDE C(Cocodiethanolamid) (McIntyre Chemical Co., Chicago, IL) Duftstoff: HERBAL FRAGRANCE (Universal Flavors, Inc., Indianapolis IN) Viskositätsmodifikator: Propylenglykol Farbstoff: FDC Green No. 3 (H. Kohnstamm, New York, NY) Entioniesiertes Wasser Tropfen
  • Die Zusammensetzung A war eine weiße Lotion. Die Zusammensetzung B war anfänglich eine weiße Lotion und wurde nach dem Zusatz des Farbstoffs eine grüne Lotion. Die Züsammensetzung C war eine weiße Lotion, die eine merklich niedrigere Viskosität hatte als die Zusammensetzungen A und B.
  • BEISPIEL 2 Verwendung von Shampoozusammensetzungen
  • Zum Bewerten der Wirksamkeit der Zusammensetzung A des Beispiels 1 wurden beide Seiten eines Pferdes mit warmem Wasser gespült und wurde dann die eine Seite mit dem Shampoo der Zusammensetzung A und die andere Seite mit einem im Handel erhältlichen Shampoo FARNAM'S WONDER BLUE (Farnam Co., Phoenix, AZ) eingeschäumt. Jeder Shampoo wurde aus dem Haar des Pferdes mit warmem Wasser herausgespült. Dann wurde das Haar etwa 60 min an der Luft getrocknet (Lufttemperatur etwa 27ºC, relative Luftfeuchtigkeit etwa 60%).
  • Der Schwanz des Pferdes wurde ebenfalls mit der Zusammensetzung A gewaschen und dann gekämmt. Er ließ sich ohne weitere Behandlung mit einem Konditionierungsmittel ohne weiteres kämmen.
  • Während des Einschäumens bildete die Zusammensetzung A Schaum in einer kleineren Gesamtmenge, und bei ihr dauerte das Elnschäumen nicht so, lang wie bei dem handelsüblichen Shampoo. Das mit der Zusammensetzung A gereinigte Haar hatte einen stärkeren Glanz, und das Fell, die Mähne und der Schwanz waren im Griff weicher, seidiger und glatter. Das mit der Zusammensetzung A gereinigte Haar trocknete auch langsamer, woraus hervorging, daß es Wasser länger halten konnte und länger feuchtgehalten wurde.
  • Das mit den beiden Shampoos gewaschene Fell des Pferdes wurde von insgesamt fünf einzelnen Juroren bewertet. Alle erklärten, daß mit dem Shampoo gemäß der Erfindung hinsichtlich des Griffes und des Aussehens ein besseres Ergebnis erzielt worden sei.
  • BEISPIEL 3 Shampoozusammensetzung mit anderen Oberflächenreinigungsmitteln
  • Nach dem im BEISPIEL 1 beschriebenen allgemeinen Verfahren wurden mit den in der TABELLE 2 angegebenen Inhaltsstoffen drei Varianten einer Shampoozusammensetzung gemäß der Erfindung hergestellt. TABELLE 2 Inhaltsstoff Zus. D (%) Zus. E (%) Zus. F (%) Antimikrobielle Mittel: LAURICIDIN BHA (butyliertes Hydroxyanisol, Eastman Chemical Products, Kingsport, TN) EMERY 658 (Caprylsäure/Caprinsäure, Emery Chemicals, Los Angeles, CA) Chelatbildner: Ethylendiamintetraessigsäure-Tetranatriumsalz Reinigungsmittel: MACKADET SBC-8 (Shampoogrundlage, McInyre Chemical Co.) MACKANATE EL (Dinatriumlaurylethersulfosuccinat, McInyre Chemical Co.) Reinigungsmittel und Schaumverstärker: CYCLORYL NWC (Shampoogrundlage aus Natriumlaurylethersulfat, "Cocamide DEA" und Triethanolaminlaurylsulfat, Alcolac, Baltimore, MD) Konditionierungsmlttel: MACKAM WGB (Weizenkeimbetain, McIntyre Chemical Co.) Laneto 100 (PEG-75 Lanolin, R.I.T.A. Corp., Woodstock, IL) Schaumverstärker: MACKAMIDE C Entionisiertes Wasser
  • Der Shampoo mit der Zusammensetzung D war eine klare, gelb- bis bernsteinfarbene Lösung von befriedigender Viskosität. Der Shampoo mit der Zusammensetzung E war eine klare gelbe Lösung von fast gelartiger Viskosität. Der Shampoo mit der Zusammensetzung F war ein klarer gelber Shampoo mit einem seifigen Geruch und einer relativ niedrigen Viskosität.
  • BEISPIEL 4 Shampoozusammensetzung mit anderen Chelatbildnern
  • Eine Variante einer erfindungsgemäßen Shampoozusammensetzung wurde nach dem im Beispiel 1 beschriebenen allgemeinen Verfahren und mit den in der TABELLE 3 angegebenen Inhaltsstoffen hergestellt. TABELLE 3 Inhaltsstoff (%) Zus. G (%) Antimikrobielle Mittel: LAURICIDIN Chelatbildner: SPORIX (saures Natriumhexametaphosphat, International Sourcin, Inc., Upper Saddle River, NJ) Reinigungsmittel: SIPONES-2 (Rhone-Poulenc Corp., Canbury,NJ) PLURONIC F-68 8BASF Corp., Parsippany, NJ) Konditionlerungsmittel: Natriumlactat Schaumverstärker: MACKAMIDE C (McIntyre Chemical Co., Chicago, IL) Mittel zum Erteilen eines perlmuttähnlichen Aussehens; Ethylenglykoldistearat Destilliertes Wasser
  • Bei der Verwendung bei Hunden und Katzen wurde mit der Zusammensetzung G ein seidiges, glänzendes Fell erhalten. Ferner wurde bei der Verwendung der Zusammensetzung G gegenüber der Verwendung des medikamentfreien Pflegeshampoos ALLEGROOMS (Virbac Inc., Fort Worth, TX) bei den Fellen von Katzen und Hunden kein Unterschied festgestellt.
  • BEISPIEL 5 Verwendung von Zusammensetzungen
  • Die Shampoos mit den Zusammensetzungen C und D wurden wie im BEISPIEL 2 beschrieben auf entgegengesetzten Seiten eines Pferdes bewertet und miteinander verglichen. Mit der Zusammensetzung C wurde auch der Schwanz des Pferdes gewaschen. Mit der Zusammensetzung C wurde mehr Schaum gebildet als mit dem Shampoo mit der Zusammensetzung D. Die Pferde wurden mit warmem Wasser abgespült und an der Luft trocknen gelassen, was etwa 45 min dauerte (Lufttemperatur etwa 30ºC, relative Luftfeuchtigkeit etwa 60%).
  • Bei der Bewertung des Grlffes und des Aussehens des Haars des Pferdes erklärten 5 Juroren übereinstimmend, daß mit dem Shampoo mit der Zusammensetzung D ein seidigerer Griff erzielt worden sei. Zwei Juroren bevorzugten jedoch die mit dem Shampoo mit der Zusammensetzung A wie im BEISPIEL 2 beschrieben erzielten Gesamtergebnisse. Der Schwanz konnte ohne weiteres gekämmt werden, war im Griff aber nicht so seidig, wie wenn der Shampoo mit der Zusammensetzung A wie im BEISPIEL 2 beschrieben, verwendet wurde.
  • BEISPIEL 6 Verwendung von Zusammensetzungen mit Schaumverstärker und Duftstoff
  • Der Shampoo mit der im BEISPIEL 1 beschriebenen Zusammensetzung A und der Shampoo mit der im nachstehenden Beispiel 7 beschriebenen Zusammensetzung H wurde wie im BEISPIEL 2 beschrieben auf entgegengesetzten Seiten eines Pferdes bewertet. Diese beiden Zusammensetzungen unterscheiden sich nur dadurch, daß bei der lierstellting der Zusammensetzung H ein Schaumverstärker und ein Duftstoff zugesetzt worden waren. Mit dem Shampoo mit der Zusammensetzung H wurde mehr Schaum gebildet und er konnte nach dem Waschen leichter herausgespült werden. Mit dem Shampoo mit der Zusammensetzung H wurde der Schwanz des Pferdes gewaschen, und danach wurde der Schwanz gespült.
  • Um das Trocknen zu beschleunigen, wurde ein Ventilator verwendet, dem das Gesicht des Pferdes zugekehrt war. Die Luftfeuchtigkeit war hoch (etwa 68%), und die Temperatur betrug etwa 28ºC. Zum Trocknen wurde etwa eine Stunde benötigt.
  • Bei der Bewertung des Griffs und des Aussehens des Haars des Pferdes erklärten fünf Juroren übereinstimmend, daß das mit dem Shampoo mit der Zusammensetzung A erzielte Haar ebenso seidig und glänzend sei wie das mit der vorstehend beschriebenen Zusammensetzung A erzielte, daß aber die festgestellte Reinigungsfähigkeit der Zusammensetzung durch die größere Menge des Schaumverstärkers unterstützt worden sei. Der Schwanz ließ sich leicht kämmen und fühlte sich seidig an. Es wurde ferner ein Moschusgeruch festgestellt, der als rein und frisch beschrieben wurde.
  • BEISPIEL 7 Einfluß einer Veränderung der Quelle des Oberflächenreinigungsmittels
  • Nach dem vorstehend beschriebenen allgemeinen Verfahren wurden mit den in der TABELLE 4 angegebenen Inhaltsstoffen zwei erfindungsgemäße Zusammensetzungen hergestellt, bei denen nur die Quelle des Natriumlaurylethersulfats verändert wurde. Es wurde nach folgendem Verfahren gearbeitet: Das Wasser wurde auf etwa 70ºC (71,2±2,8ºC) erhitzt und dann während der langsamen Zugabe des jeweiligen Natriumlaurylethersulfats gerührt. Während der Zugabe der Milchsäure und des Propylenglykols wurde die Lösung wieder auf etwa 70ºC aufgewärmt. Zu den auf etwa 71ºC befindlichen Lösung wurde das auf etwa 46ºC (46,1 bis 48,9ºC) erwärmte Natriumisostearyllactylat zugesetzt. 5 Minuten nach der vollständigen Zugabe des Konditlonierungsmittels PATIONIC ISL wurde das Cocodiethanolamid (MACKAMIDE C) zugesetzt. 5 Minuten nach der vollständigen Zugabe des Schaumverstärkers MACKAMIDE C wurde der Lösung schmelzflüssiges Ethylenglykoldistearat ("EGDS") zugesetzt. Dann wurde der Lösung langsam das antimikrobielle Mittel LAURICIDIN zugesetzt. Die Lösung wurde auf etwa 40ºC (37,8 bis 43,3ºC) abkühlen gelassen. Dann wurde der Moschusduftstoff zugesetzt und das Mischen noch 30 min fortgesetzt. TABELLE 4 Inhaltsstoff Zus. H (%) Zus. I (%) Antimikrobielles Mittel: LAURICIDIN Chelatbildner: Milchsäure Oberflächenreinigungsmittel: Natriumlaurylethersulfat (STANDOPOL ES-2, Henkel Corp., Ambler, PA Natrlumlaurylethersulfat (SIPON ES-2, Rhone-Poulenc Corp.,(Canbury, NJ) Kondltionierungsmittel: PATIONIC ISL Schaumverstärker: MACKAMIDE C Duftstoff: MUSK FRAGRANCE 3210E (Santell Corp., Chicago, IL) Viskositätsmodifikator: Propylenglykol Einen perlmuttähnlichen Glanz erzeugendes Mittel: Ethylenglykoldistearat ("EGDS") Entionisiertes Wasser
  • Zur Bestimmung des pH-Wertes jeder Zusammensetzung wurde ein pH-Meßgerät CORNING METER 125 mit zwei Eichungen bei dem pH-Wert 4 bzw. dem pH-Wert 7 verwendet. Das Instrument wurde abgelesen, nachdem zum Einstellen eines Gleichgewichts 1 min verstrichen war. Für die Zusammensetzung G wurde der pH-Wert 3,86 und für die Zusammensetzung H der pH-Wert 3,68 festgestellt. Für jede Zusammensetzung wurde die Viskosität mit einem Viskosimeter BROOKFIELD LVT bestimmt, das ohne die Schutzvorrichtung und mit der Spindel Nr. 4 bei 60 U/min betrieben wurde. Als Durchschnitt von drei Aufnahmen wurden für die Zusammensetzung H 2360 mPa.s und für die Zusammensetzung I 2507 mPa.s bestimmt.
  • Sowohl die Zusammensetzung H als auch die Zusammensetzung I war eine zähflüssige weiße Flüssigkeit mit einem perlmuttartigen Glanz.
  • BEISPIEL 8 Antimikrobielle Wirksamkeit
  • Eine (mit der Zusammenstzung I identische, aber 0,2% Moschusduftstoff und 35,3% entionlsiertes Wasser enthaltende) Charge aus der erfindungsgemäßen Shampoozusammensetzung wurde auf ihre antimikrobielle Wirksamkeit sowohl gegen Bakterien als auch gegen Fungi bewertet. Aus der nachstehenden TABELLE 5 ergibt sich, daß sich der Shampoo zum Abtöten sowohl von Bakterien als auch von Fungi geeignet erwies. Die Bewertung erfolgte nach dem vom National Mastitls Council vorgeschlagenen und in der im November 1977 herausgegebenen Schrift "Proposed Guideline to Determine Biocidal Activity within a Teat Dip Solution as a Modification of the Germicidal and Detergent Sanitizer Test Official Methods of Analysis, A.0.A.C. Twelfth Edition, Section 4,023-4.4.032, S. 63-65, 1975. Auf den Offenbarungsgehalt dieser Schrift wird hier ausdrücklich Bezug genommen.
  • Die Bakterien wurden durch den Shampoo in 5 min im wesentlichen vollständig abgetötet. Da große anfängliche Zählwerte für das Inokulum bei den meisten Fungi nicht erhalten werden konnten und die Fungi dazu neigten, über die Platten auszuschwärmen, sind die für alle Fungi mit Ausnahme von M. canis angegebenen Logarithmen der Abnahme nur Annäherungswerte. TABELLE 5 Abtötungsleistung des Shampoos gegen Bakterien und Fungi Logarithmus der Abnahme bei 25ºC Organismus 2 min. 5 min. 10 min. S. aureus P. aeruginosa E. coli M. gypseum Microsporum canis Malasezzia canis T. mentagrophytes T. equlnum

Claims (14)

1. Antimikrobielle Shampoozusammensetzung mit einer stabilen Emulsion aus
i) 0,01 bis 20 Gew.-% eines antimikrobiellen Mittels, das wenigstens teilweise aus einem Fettsäuremonoester eines mehrwertigen Alkohols besteht,
ii) 0,1 bis 5 Gew.-% eines Chelatbildners, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Ethylendiamintetraessig säure und deren Salzen, Milchsäure und sauren Polyphosphaten besteht,
iii) 20 bis 70 Gew.-% eines Reinigungsmittels, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Sulfosuccinatestern, Tensiden auf der Grundlage von Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Copolymeren, Natriumlaurylsulfat und deren Derivaten, Polyoxyethylencetylether, Sorbitalestern, Triethanolaminlaurylsulfat, Natriumcocoyltaurat und Gemischen derselben besteht,
iv) 1 bis 10 Gew.-% eines Konditionlerungsmittels, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Proteinen, Lanolin und Derivaten derselben, Siliconderivaten und Derivaten von quaternären Ammoniumsalzen, Natriumisostearyllactylat und Gemischen derselben besteht,
v) 0 bis 20 Gew.-% eines Feuchthaltemittels, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus der Milchsäure und Natriumlactat besteht, und
vi) 25 bis 75 Gew.-% Wasser.
2. Shapoozusammensetzung nach Anspruch 1, in der die Emulsion zu etwa 0,1 bis 10 Gew.-% aus dem antimikrobiellen Mittel besteht.
3. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, in der die Emulsion zu etwa 1 bis 5 Gew.-% aus dem antimikrobiellen Mittel besteht.
4. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, In der die Emulsion zu etwa 40 bis 60 Gew.-% aus dem Reinigungsmittel besteht.
5. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, in der die Emulsion zu etwa 4 bis 5 Gew.-% aus dem Kontinionierungsmittel besteht.
6. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, in der die Emulsion zu etwa 1 bis 10 Gew.-% aus dem Feuchthaltemittel besteht.
7. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, in der die Emulsion zu etwa 0,5 bis 2 Gew.-% aus dem Chelatbildner besteht.
8. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, in der das antimikrobielle Mittel ein Glycerinfettsäuremonoester ist.
9. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 8, In der das antimikrobielle Mittel ein Glycerinfettsäuremonoester ist, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Monocaprln, Monocaprylin, Monlaurin und Gemischen derselben besteht.
10. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, in der das antimikrobielle Mittel Monlaurin ist.
11. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 10, in der das Reinigungsmittel aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Natriumlaurylethersulfat, Tenslden auf der Grundlage von Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockcopolymeren, Dinatriumoleamidopolyethylenglykol-2-sulfosucclnat, Natriumethylcocoyltaurat und Dioctylnatriumsulfosuccinat besteht.
12. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 10, in der der Chelatbildner Milchsäure ist.
13. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 10, in der der Chelatbildner ein saures Polyphosphat ist.
14. Shampoozusammensetzung nach Anspruch 1, die zusätzlich
vii) 1 bis 10 Gew.-% eines Schaumverstärkers,
viii) 0,01 bis 2 Gew.-% eines Duftstoffes und
ix) 0,1 bis 5 Gew.-% eines Viskositätsmodifikators enthält.
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