DE69410568T2 - Stromabnehmervorrichtung - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Stromabnehmervorrichtungen für Schienenfahrzeuge und insbesondere auf eine Stromabnehmervorrichtung, die zur Verwendung auf einem Fahrzeug eines Hochgeschwindigkeitszuges geeignet ist.
- Schienenfahrzeuge, die elektrische Energie als Energiequelle verwenden, sind allgemein mit Stromabnehmervorrichtungen auf ihren Dächern zum Abnehmen elektrischer Energie durch den Kontakt mit Oberleitungen ausgerüstet.
- Solche Stromabnehmervorrichtungen, die als eine senkrecht bewegliche Anordnung ausgeführt sind, sind aus der FR-A-2 664 214 bekannt. Eine weitere Stromabnehmervorrichtung für ein Schienenfahrzeug ist aus der FR-A-2 657 052 bekannt. Diese Stromabnehmervorrichtung weist einen Stromabnehmer zum Abnehmen elektrischer Energie von einem Stromversorger auf, wobei der Stromabnehmer die Form eines ungekehrten U hat. Der Stromabnehmer wird durch zwei Isolatoren auf dem Fahrzeug gehalten. Außerdem weist die Stromabnehmervorrichtung nach der FR-A-2 657 052 zwei Leiter auf zum Weiterleiten der vom Stromabnehmer empfangenen Energie, wobei ein Leiter unmittelbar neben einem Isolator angebracht ist und der andere Leiter unmittelbar neben dem anderen Isolator auf dem Fahrzeug angebracht ist.
- Die japanische Offenlegungsschrift Nr. 304101/1992 offenbart eine Geräuschverringerungsanordnung, die durch das Installieren von Schallstoppern (Abdeckungen) vor und hinter einer Stromabnehmervorrichtung als eine Einrichtung zum Unterdrücken von Geräuschen bewerkstelligt werden kann. Diese Geräuschverringerungsanordnung ist derart aufgebaut, daß Schallstopper vor bzw. hinter einer Stromabnehmervorrichtung installiert sind, um die Stromabnehmervorrichtung so in den davon verzögerten Luftstrom zu bringen, so daß nicht nur aerodynamische Geräusche nicht von der Stromabnehmervorrichtung erzeugt werden sondern aerodynamische Geräusche davon auch nicht ausstrahlen können.
- Die in der genannten japanischen Patentanmeldungsveröffentlichung beschriebene Stromabnehmervorrichtung ist offensichtlich zum Verringern des von der Stromabnehmervorrichtung erzeugten Geräuschs während der Fahrt mit relativ hoher Geschwindigkeit gedacht. Im Falle von Hochgeschwindigkeitszügen der nächsten Generation, bei denen ein Betrieb mit Geschwindigkeiten bis zu 350 km/h angestrebt wird, gibt es jedoch immer noch ein Problem aerodynamischen Geräusches, das von den Geräuschstoppern selbst kommt, und die zum Verringern des Geräuschs von der Stromabnehmervorrichtung getroffene Maßnahme kann im Bereich hoher Geschwindigkeit kaum wirksam sein. Da der bei der Fortbewegung des Fahrzeugs erzeugte Luftwiderstand sich im Verhältnis zum Quadrat der Geschwindigkeit erhöht, wäre außerdem eine Erhöhung der Betriebskosten aufgrund des von den Schallstoppern erzeugten Luftwiderstands ein erstes Problem im Fall der Shinkansen der nächsten Generation, bei denen der Verkehrsbetrieb auf eine Geschwindigkeit weit über der gegenwärtigen angestrebt wird, zum Beispiel auf bis zu 350 km/h.
- Angesichts der obigen Probleme ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Stromabnehmervorrichtung vorzusehen, die so konstruiert ist, daß sie nicht nur das Geräusch, sondern auch den Luftwiderstand bei einem Hochgeschwindigkeitszug der nächsten Generation verringert.
- Erfindungsgemäß wird das Problem dadurch gelöst, daß eine Stromabnehmervorrichtung für ein Schienenfahrzeug vorgesehen wird mit einem Stromabnehmer für die Abnahme von Strom von einem Stromversorger, mit einem Isolator zum Isolieren und Halten des Stromabnehmers auf dem Fahrzeug und mit einem Leiter zum Leiten des von dem Stromabnehmer aufgenommenen Stroms zu einem Verbraucher, wobei der Leiter und der Isolator in einem vorgegebenen Abstand voneinander in Querrichtung des Fahrzeugs angeordnet sind.
- Das aerodynamische Geräusch wird erzeugt, wenn nahe der Oberfläche eines Gegenstands eine Turbulenz in der Luft entsteht. Wenn daher ein Leiter auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite eines Isolators angeordnet wird, wo eine solche Turbulenz stärker ist, werden auf der Oberfläche des Leiters Druckfluktuationen hervorgerufen, und Schallwellen werden erzeugt, die dann Gerusche dann abstrahlen lassen. Erfindungsgemäß ist der Leiter in einer Position auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Isolators angeordnet, wo die Turbulenz schwach ist, jedoch nicht an einer Position hinter dem Isolator, wo die Turbulenz stark ist, indem der Leiter seitlich so verschoben wird, daß das von einer Stromabnehmervorrichtung erzeugte Geräusch verringert wird.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung hat sowohl der Isolator als auch der Leiter jeweils einen Mittelteil in der Form eines langgestreckten Schafts und mehrerer in vorbestimmten Abständen angeordneten Rippen, wobei die Rippen einen größeren Durchmesser als der Mittelteil haben und die Rippen mindestens entweder des Isolators oder des Leiters in einem vorbestimmten Winkel zur Achsrichtung des Mittelteils auf dem Mittelteil angebracht sind.
- Vorzugsweise hat mindestens entweder der Isolator oder der Leiter einen stromlinienförmigen Querschnitt parallel zum Boden des Fahrzeugs. Dadurch wird eine weitere Geräuschverringerung erreicht.
- Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung hat ein Endteil des Leiters auf der Stromversorgerseite eine gekrümmte Oberfläche. Dadurch wird auch das Geräusch der Stomabnehmervorrichtung weiter verringert.
- Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung werden nun anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1 eine äußere Ansicht eines Hochgeschwindigkeitsfahrzeugs, an dem eine erfindungsgemäße Stromabnehmervorrichtung angebracht ist,
- Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 3 eine Vorderansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 4 eine Seitenansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung,
- Fig. 6 eine Vorderansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 5,
- Fig. 7 eine Seitenansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 5,
- Fig. 8 eine Ansicht von unten, bei der die erfindungsgemäße relative Position zwischen dem Isolator 4 und dem Leiter 5 gezeigt ist,
- Fig. 9 eine Kurvendarstellung, in der der Geräuschreduktionseffekt der erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung aus Windkanaltests gezeigt ist,
- Fig. 10 eine perspektivische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung,
- Fig. 11 eine Vorderansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 10,
- Fig. 12 eine Seitenansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 10,
- Fig. 13 eine perspektivische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung,
- Fig. 14 eine Vorderansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 13,
- Fig. 15 eine Seitenansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 13,
- Fig. 16 eine perspektivische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung,
- Fig. 17 eine Vorderansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 16,
- Fig. 18 eine Seitenansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 16,
- Fig. 19 eine Ansicht der Stromabnehmervorrichtung von Fig. 16 von unten,
- Fig. 20 einen Schnitt durch einen flexiblen Leiter, der eine weitere erfindungsgemäße Stromabnehmervorrichtung zeigt.
- Mit Bezug auf Fig. 1 bis 20 werden nun Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.
- Fig. 1 ist eine perspektivische Teilansicht eines Schienenfahrzeugs, das eine erfindungsgemäße Stromabnehmervorrichtung trägt. Fig. 2, 3 und 4 sind eine perspektivische, eine Vorder- bzw. eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung mit einem Isolator 4 und einem Leiter 5, die durch eine Halterung 17 gehalten werden. Weiter sind Fig. 5, 6 und 7 eine perspektivische, eine Vorder- bzw. eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung mit einem Isolator 4 und einem Leiter 5, die von Halterungen 17a bzw. 17b gehalten werden.
- Die Stromabnehmervorrichtung ist zum Liefern von elektrischem Strom über einen flexiblen Leiter 11 und den Leiter 5 an ein Fahrzeug 8 konstruiert, wobei die Energie von einer Stromversorgung 1 durch einen Kontakt mit einem Stromabnehmer 3 an diesen geleitet und an das Fahrzeug 8 abgegeben, für das verschiedene Maßnahmen zur Geräuschreduzierung getroffen wurden. Während kein Strom abgenommen wird, wird die Stromabnehmervorrichtung in einer Gehäusekuppel 10 untergebracht, indem sie an einem an seinem unteren Teil befestigten Schwenkmechanismus 13 gekippt wird. In Fig. 1, 2, 4, 5 und 7 zeigt ein Pfeil 15 an, in welche Richtung das Fahrzeug fährt.
- Der Leiter 5 dieser Stromabnehmervorrichtung ist in einer vorbestimmten Entfernung vom Isolator 4 zum Isolieren und Halten des Stromabnehmers 3 in der Querrichtung zum Fahrzeug angebracht (versetzte Anordnung). Im allgemeinen wird ein aerodynamisches Geräusch verursacht, wenn eine Turbulenz in der Luft in der Nähe der Oberfläche eines Gegenstandes entsteht. Wenn daher der Leiter 5 auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Isolators 4 angeordnet wird, wo die Turbulenz größer ist, entstehen auf der Oberfläche des Leiters 5 Druckfluktuationen, und Schallwellen entstehen, die davon abstrahlenden Schall verursachen. Zum Verhindern dieses Phänomens ist der Leiter 5 in einer Position, die nicht auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Isolators 4 liegt, wo die Turbulenz stark ist, sondern der Leiter wird zum Verringern des von der Stromabnehmervorrichtung ausgehenden Geräuschs versetzt angebracht.
- Die in Fig. 5, 6 und 7 gezeigte Stromabnehmervorrichtung hat einen Isolator 4 zum Halten des Stromabnehmers 3, die Halterungen 17a, 17b und Schwenkmechanismen 13a, 13b direkt unter leitenden Oberleitungen zum Liefern der von der Stromversorgung 1 kommenden elektrischen Energie an das Fahrzeug 8.
- Das dynamische Heben des Stromabnehmers 3, wenn das Fahrzeug 8 in einen Tunnel hinein- oder aus ihm herausfährt oder einem anderen Fahrzeug begegnet, kann vom direkt unter dem den Stromabnehmer tragenden Isolator 4 angebrachten Schwenkmechanismus 13a aufgefangen werden. Daher entsteht kein Momentzentrieren am Schwenkmechanismus 13a trotz der dynamischen Hebefluktuationen des Stromabnehmers 3. Der Schwenkmechanismus 13a trägt damit zur Stabilität der Stromabnehmervorrichtung selbst bei. Außerdem minimiert das Vorsehen des Schwenkmechanismus 13b direkt unter dem Leiter 5 die Seitwärtsbewegung eines Kabels 12, das an das Fahrzeug 8 am unteren Ende des Leiter 5 angeschlossen ist, wenn die Stromabnehmervorrichtung in der Gehäuseabdeckung untergebracht ist, während keine elektrische Energie zugeführt wird, wodurch die Metall-Materialermüdung aufgrund der wiederholten Seitwärtsbewegung verringert wird. Folglich kann die Lebensdauer des Kabels 12 verlängert werden.
- Fig. 8 ist eine Ansicht von unten der Stromabnehmervorrichtung nach einer erfindungsgemäßen Ausführungsform. In diesem Fall wird als der Abstand H zwischen der Mitte des Isolators 4 und der des Leiters 5 in der Längsrichtung des Fahrzeugs 420 mm gewählt und als Abstand W zwischen ihnen in der Querrichtung 500 mm. Anders ausgedrückt, die seitliche Versetzung beträgt 500 mm. Der Geräuschreduzierungseffekt kann nicht erreicht werden, wenn der Wert nicht beträchtlich groß ist. Wie in Fig. 8 gezeigt, ist der Leiter 5 so positioniert, daß er vom Stromabnehmer 3 bedeckt wird, wodurch feiner Metallstaub, der von Lichtbögen sowie von der Reibung zwischen der Stromversorgung 1 und den Gleitern 2 herrührt, nicht auf die Oberfläche des Leiters 5 fallen kann, was zur Erhöhung der Zuverlässigkeit der Isolation beiträgt. Außerdem ist es aus dem Gesichtpunkt der aerodynmischen Geräuschreduzierung wünschenswert, den Leiter 5 mit den Abnehmer 3 über die kürzeste Entfernung zu verbinden, wie das in Fig. 17 gezeigt ist.
- Fig. 9 zeigt das Verhältnis zwischen relativen Geräuschpegeln (dB) und Frequenzen auf der Grundlage der geschätzten tatsächlichen Geräusche, die aus Windkanaltests resultieren. Es sind die Geräusche zu sehen, die von einer herkömmlichen Stromabnehmervorrichtung eines Niederrahmen-Kreuzungstyps herrühren, wie er bei bisherigen "Nozomi"-Shinkansen-Fahrzeugen eingesetzt wird, und von der erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung, bei der sowohl der zylindrische Isolator 4 als auch der seitlich versetzte Leiter 5 direkt unter dem dreieckigen Stromabnehmer angebracht sind. Weiße Rautensymbole stellen in Fig. 9 die Testergebnisse für die herkömmliche Stromabnehmervorrichtung dar, während weiße Dreiecksymbole diejenigen für die erfindungsgemäße Stromabnehmervorrichtung darstellen. Der Gesamt-Schalldruckpegel der erfindungsgemäßen Stromabnehmervorrichtung ist um 19 dB niedriger als derjenige der herkömmlichen Stromabnehmervorrichtung, wodurch der Geräuschreduzierungseffekt stark verbessert wird.
- Fig. 10 bis einschließlich 15 zeigen eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform Fig. 10, 11 und 12 zeigen eine perspektivische, eine Vorder- bzw. eine Seitenansicht einer Stromabnehmervorrichtung mit einer gemeinsamen Halterung 17 zum Halten eines Isolators 4 und eines Leiters 5, wohingegen Fig. 13, 14 und 15 eine perspektivische, eine Vorder- bzw. eine Seitenansicht einer Stromabnehmervorrichtung mit Halterungen 17a, 17b zeigen, bei denen ein Isolator 4 bzw. ein Leiter 5 gehalten werden. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung sind die Querschnitte des Isolators 4 und des Leiters 5 in einer zum Boden des Fahrzeugs parallel verlaufenden Richtung stromlinienförmig ausgebildet. Wenn die stromlinienförmigen Querschnitte des Isolators 4 und des Leiters 5 so angeordnet sind, wird der Luftstrom glatter als wenn er am herkömmlichen zylindrischen Isolator 4 und Leiter 5 vorbeistreicht, wodurch aerodynamische Geräusche nicht so leicht entstehen. Dadurch kann eine weniger Geräusche erzeugende Stromabnehmervorrichtung hergestellt werden.
- Wenn der so angeordnete Isolator 4 verwendet wird, ist der Vorteil einer Schnittflächenrandlänge, d.h. der Gesamtlänge einer auf einer Seite um einen Axialquerschnitt des Isolators 4 umlaufenden Linie als einer der für den Isolator 4 wichtigen Faktoren wie folgt. Im Fall des herkömmlichen zylindrischen Isolators 4 wird ein Unterdruckbereich auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Isolators 4 erzeugt, wenn sich das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit bewegt. Zum Vermeiden eines durch einen Druckabfall verursachten Zusammenbruchs wurde daher die Schnittflächenrandlänge überbewertet, um den Druckabfall auszugleichen. Einige Bedingungen beim Isolator 4 können jedoch ein Vergrößern der Abmessungen des Isolators 4 nicht zulassen, auch wenn eine Vergrößerung der Schnittflächenrandlänge versucht wird. In einem solchen Fall kann das Auftreten einer Stelle, an der der statische Druck auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Isolators 4 extrem gering ist, durch eine Stromlinienform des Isolators 4 vermieden werden, und dadurch wird nicht nur der Zusammenbruch aufgrund des Druckabfalls verhindert, sondern auch die Schnittflächenrandlänge minimiert. Durch Anwenden der obigen Anordnung auf den Leiter 5 sind ähnliche Effekte zu erwarten.
- Fig. 16 bis einschließlich 19 zeigen eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform. Fig. 16, 17, 18 und 19 sind eine perspektivische, eine Vorder-, eine Seitenansicht einer Stromabnehmervorrichtung mit einem stromlinienförmigen glatten Übergang 16 zwischen einem Stromabnehmer 3 und einem Isolator 4, bzw. eine Ansicht eines Stromabnehmers 3 aus der Sicht eines Fahrzeugs 8 in Richtung einer Stromversorgung 1. Die Querschnitte des Isolators 4 und eines Leiters 5 sind den in Fig. 10 bis 15 gezeigten ähnlich. Der stromlinienförmige Übergang 16 zwischen dem Stromabnehmer 3 und dem Isolator 4 ist zur Vermeidung eines spitzen Winkels gedacht. Wenn der Stromabnehmer 3 und der Isolator 4 in einem spitzen Winkel zusammengefügt sind, wird ein Sekundärluftstrom erzeugt, der den Luftwiderstand erhöhen kann. Wenn ein Luftstrom nahe der Wandoberfläche sich abrupt verändert, kann außerdem leicht ein aerodynamisches Geräusch entstehen, wenn die Luftstromveränderungen Druckfluktuationen mit sich bringen. Da der Übergang 16 zwischen dem Stromabnehmer 3 und dem Isolator 4 stromlinienförmig ausgebildet ist, kann ein auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Isolators 4 entstehender Rückfluß jedoch im Vergleich zu einem zylindrischen Isolator noch weiter verringert werden, was zu einer Verringerung der aerodynamischen Hebekraft beiträgt, die aufgrund der Geschwindigkeitsdifferenz des durch den Isolator 4 verzögerten Luftstroms am Stromabnehmer auf der Seite des Fahrzeugs im Vergleich zur Seite der Stromversorgung 1 entsteht.
- Wie in Fig. 17 gezeigt, ist außerdem der Abstand zwischen einem Ende des Leiters 5 auf der Stromversorgungsseite 1 und dem Stromabnehmer 3 größer als die Länge des Übergangs 16 zwischen dem Stromabnehmer 3 und dem Isolator 4. Da der Leiter 5 nicht auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Isolators angeordnet ist, erzeugt der Luftstrom nahe dem Leiter 5 seitlich unausgeglichene dynamische Hebefluktuationen, die beim Stromabnehmer 3 zu einem Kippmoment führen können. Um diesem Problem auszuweichen, wird der Leiter 5 in einem vorbestimmten Abstand vom Stromabnehmer 3 gebracht, um so der Erzeugung des Kippmoments des Stromabnehmers 3 aufgrund der Störung des Luftstroms auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des Stromabnehmers 3 entgegenzuwirken. Die Verbesserung in einer stabilen Stromabnahmefunktion ist so geplant.
- Fig. 20 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Stromabnehmer. Ein Schnitt (Schnitt auf der Linie C-C von Fig. 17) im rechten Winkel zur Langsrichtung eines flexiblen Leiters 11, der sich von einem Stromabnehmer 3 zu einem Leiter 5 erstreckt, ist stromlinienförmig ausgebildet. Da der flexible Leiter 11 dünner ist als die anderen Bestandteile des Stromabnehmers 3, wird der Luftstrom auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des flexiblen Leiters 11 als ein starker sekundärer Luftstrom angesehen. Deshalb wird ein Karman-Wirbel, der leicht zu einer Quelle aerodynamischen Geräuschs werden kann, auf der in Strömungsrichtung hinteren Seite des flexiblen Leiters 11 dadurch am Entstehen gehindert, daß der Querschnitt im rechten Winkel zur Längsrichtung des flexiblen Leiters 11 stromlinienförmig ausgebildet ist, wodurch zur Geräuschunterdrückung beigetragen wird. Außerdem kann je nach Situation auch lediglich ein Gleiter 2 verwendet werden.
Claims (4)
1. Stromabnehmervorrichtung für ein Schienenfahrzeug (8)
- mit einem Stromabnehmer (3) für die Abnahme von Strom von
einem Stromversorger (1),
- mit einem Isolator (4) zum Isolieren und Halten des
Stromabnehmers (3) auf dem Fahrzeug (8) und
- mit einem Leiter (5) zum Leiten des von dem
Stromabnehmer (3) aufgenommenen Stroms zu einem Verbraucher,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Leiter (5) und der Isolator (4) in einem
vorgegebenen Abstand (W) voneinander in Querrichtung des
Fahrzeugs (8) angeordnet sind.
2. Stromabnehmervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
- daß der Isolator (4) und der Leiter (5) jeweils einen
zentralen Teil in Form eines langgestreckten Schaftes und
einer Vielzahl von Rippen (4a) haben, die in vorgegebenen
Abständen angeordnet und größer als der Durchmesser des
zentralen Teils sind, und
- daß die Rippen (4a) von wenigstens entweder dem Isolator
(4) oder dem Leiter (5) an seinem zentralen Teil mit
einem vorgegebenen Winkel bezüglich der Axialrichtung des
zentralen Teils festgelegt sind.
3. Stromabnehmervorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens entweder der
Isolator (4) oder der Leiter (5) einen stromlinienförmigen
Querschnitt parallel zur Bodenfläche des Fahrzeugs (8) hat.
4. Stromabnehmervorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Stirnabschnitt des Leiters (5)
auf der Stromversorgerseite eine gekrümmte Oberfläche hat.
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