DE69431908T2 - Fotoempfindliche, mit wasser entwickelbare druckplatten für den flexodruck - Google Patents

Fotoempfindliche, mit wasser entwickelbare druckplatten für den flexodruck

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DE69431908T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf fotoempfindliche, mit Wasser entwickelbare Druckplatten und zu deren Herstellung nützliche Zusammensetzungen.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Fotoempfindliche Harzplatten zur Herstellung von Reliefdruckplatten sind aus verschiedenen Gründen wie leichte Handhabbarkeit, Gesundheit der damit in Kontakt kommenden Arbeiter, Sicherheit und Vermeidung von Umweltverschmutzung vorzugsweise besser mit Wasser entwickelbar als mit organischem Lösungsmittel. Es ist auch sehr wünschenswert, in der Lage zu sein, Druckfarben auf Wasserbasis zum Drucken mit aus fotoempfindlichen Harzen hergestellten Reliefdruckplatten zu verwenden, weil Druckfarben auf Ölbasis zu Nebelbildung neigen und daher leicht Gesundheitsprobleme verursachen. Außerdem wird der Verwendung von Druckfarben auf Wasserbasis der Vorzug gegeben, weil der resultierende Druck nicht von einer Seite zur anderen durch das bedruckte Papier hindurch zu sehen ist und nicht so leicht auf die Finger abfärbt.
  • Es gibt verschiedene bekannte fotoempfindliche Harzplatten. Die für herkömmliche fotoempfindliche Harzplatten verwendeten fotoempfindlichen Harzzusammensetzungen basieren auf flüssigen ungesättigten Polyestern, Polyvinylalkoholen, wasserlöslichen Polyamiden, Celluloseacetatsuccinaten, spritlöslichen Polyamiden etc. All diese Stoffe leiden jedoch an bedeutsamen Nachteilen. Zum Beispiel sind flüssige ungesättigte Polyester umständlich in der Handhabung und machen eine Alkalilösung oder eine spezielle Luftbürste zum Entwickeln nötig. Polyvinylalkohole und wasserlösliche Polyamide haben eine extrem schwache Wasserfestigkeit, und folglich sind Druckfarben auf Wasserbasis mit solchen Harzen nicht einsetzbar. Celluloseacetatsuccinate erfordern die Verwendung einer Alkalilösung zur Entwicklung, und spritlösliche Polyamide erfordern die Verwendung eines brennbaren Alkohols.
  • Das US-Patent Nr. 3,801,328 (erteilt am 2. April 1974) offenbart eine mit Wasser entwickelbare, photopolymerisierbare Zusammensetzung zur Herstellung einer fotoempfindlichen Harzplatte. Die offenbarte Zusammensetzung umfasst ethylenisch ungesättigte Monomere, einen Photopolymerisationsinitiator und ein teilweise verseiftes Polyvinylacetat. Es hat sich herausgestellt, dass diese Zusammensetzung sich sehr zufriedenstellend mit Wasser entwickeln ließ, um eine Reliefdruckplatte zu ergeben. Allerdings ist die Wasserfestigkeit dieser Reliefdruckplatte an der Oberfläche gering, was wiederum ihre Verwendung mit einer Druckfarbe auf Wasserbasis ausschließt.
  • Zahlreiche andere mit Wasser entwickelbare, photopolymerisierbare Zusammensetzungen sind zur Herstellung fotoempfindlicher Harzplatten entwickelt worden, wie in der WO-A-88/02135 oder der EP-A-0 367 086 offenbart. Jede leidet an gewissen Nachteilen, z. B. Mangel an einer ausreichenden Wasserfestigkeit, um mit Druckfarben auf Wasserbasis nützlich zu sein, Mangel an einer ausreichend ganzheitlichen Struktur, um den physikalischen Erschütterungen des kommerziellen Druckbetriebs standzuhalten etc. Was also auf diesem Fachgebiet noch benötigt wird, sind Harze mit verbesserten chemischen und physikalischen Eigenschaften.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wurden neuartige, mit Wasser entwickelbare, photopolymerisierbare Zusammensetzungen entwickelt, die zur Herstellung von Druckplatten nützlich sind. Unter Verwendung der Zusammensetzungen der Erfindung hergestellte Druckplatten weisen eine ausgezeichnete Formstabilität auf und ermöglichen dadurch eine Handhabung der Platten, ohne einer übertriebenen Sorgfalt zu bedürfen. Wenn die erfindungsgemäßen Druckplatten einmal photopolymerisiert sind, weisen sie ausgezeichnete physikalische Eigenschaften auf und ermöglichen ihren Einsatz bei vielen sehr anspruchsvollen kommerziellen Verwendungszwecken, z. B. den kommerziellen Flexodruck. Diese Verwendungszwecke fordern von dem photopolymerisierten Harz eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit (so dass der Kontakt mit Druckfarben auf Wasserbasis die Harzeigenschaften nicht signifikant verändert) sowie hohe Elastizität (so dass die mit dem Druckverfahren verbundene physikalische Kontaktbehandlung die Harzeigenschaften nicht signifikant verschlechtert). Das photopolymerisierte Harz der Erfindung hält eine gute Balance zwischen Zugspannung, %-Dehnung und Elastizitätsmodul auf 30%. Die Photopolymerisation des Harzes der Erfindung bringt ein Produkt mit Farbübertragungsmerkmalen hervor, die mit Flexodruckstandards als akzeptabel angesehen werden und demonstriert ausreichende Zähfestigkeit für ausgedehnte Druckdurchläufe, wie sie auf solchen Gebieten wie dem Telefonbuchdruck, Comicsektordruck und dergleichen erforderlich sind.
  • Überraschenderweise sind die physikalischen Eigenschaften des Harzes der Erfindung nach dessen Photopolymerisation derart, dass die erfindungsgemäßen Stoffe auch für so anspruchsvolle Verwendungszwecke wie den Zeitungsdruck, Drucken mit Farben auf Ölbasis oder emulgierten (Öl-in-Wasser) Farben, Ballondruck, Metalldekorationsdruck und dergleichen eingesetzt werden können.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung werden fotoempfindliche, mit Wasser entwickelbare Harzzusammensetzungen bereitgestellt, die nach deren Photopolymerisation und Entwicklung nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweisen, wobei die Zusammensetzung umfasst:
  • (A) zwischen ca. 30 bis zu 90 Gew.-% eines Copolymers umfassend:
  • (i) zwischen 5 bis zu 95 Mol-% eines aliphatisch konjugierten Dienmonomers;
  • (ii) zwischen 1 bis zu 30 Mol-% einer α,β-ethylenisch ungesättigten Carboxylsäure;
  • (iii) zwischen 0,1 bis zu 10 Mol-% eines polyfunktionellen Vinylmonomers; und
  • (iv) zwischen 0 bis zu 70 Mol-% eines monofunktionellen Vinylmonomers:
  • (B) zwischen ca. 0,2 bis zu 2 Mol einer basischen stickstoffhaltigen Verbindung pro Mol von Carboxylgruppen im Copolymer (A);
  • (C) zwischen ca. 5 bis zu 70 Gew.-% eines Gemisches aus ethylenisch ungesättigten Monomeren, wobei das Gemisch mindestens ein ethylenisch ungesättigtes Monomer ausgewählt aus nachstehenden Gruppen (a), (b), (c) und (d) enthält, wobei (a), (b), (c) und (d) jeweils eine Acrylatrumpfstruktur aufweisen, d. h.:
  • wobei R gleich H oder Methyl ist und X ausgewählt ist aus:
  • (a) einer Alkylgruppe mit zwischen ca. 8 bis zu 15 Kohlenstoffatomen;
  • wobei jedes R' unabhängig aus H oder Methyl gewählt ist, R wie oben definiert und unabhängig vom R der Rumpfstruktur gewählt ist, und x eine ganze Zahl im Bereich von ca. 2 bis 6 ist;
  • (c) -[(CH&sub2;)x'-O]y-Y
  • wobei x' eine ganze Zahl im Bereich von ca. 1 bis 12 ist, y eine ganze Zahl im Bereich von ca. 4 bis 12 ist, und Y ausgewählt ist aus:
  • Alkyl mit zwischen ca. 3 bis zu 15 Kohlenstoffatomen, so dass zwei oder mehr der Rumpfspezies miteinander verkettet werden können, oder
  • wobei R wie oben definiert und unabhängig vom R der Rumpfstruktur gewählt ist; und
  • wobei x' und Y wie oben definiert, Z ein aliphatischer, aromatischer, aliphatisch substituierter aromatischer oder aromatisch substituierter aliphatischer Linker mit einem Molekulargewicht im Bereich von ca. 4.000-5.000 und z eine ganze Zahl im Bereich von ca. 0 bis 10 ist; und
  • (D) zwischen ca. 0,01 bis zu 10 Gew.-% mindestens eines Photopolymerisationsinitiators.
  • Wahlweise umfassen die Zusammensetzungen der Erfindung ferner zwischen ca. 0,5 bis zu 10 Gew.-% Polybutadien.
  • Nach ihrer Photopolymerisation und Entwicklung weisen die Zusammensetzungen der Erfindung eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit auf. Die Wasserfestigkeit kann auf eine Vielzahl von Arten gemessen werden, wie z. B. durch die prozentuale Dickezunahme, die nach ca. 2 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen weniger als ca. 1% und nach 24 Stunden Kontakt mit solchen Bedingungen weniger als ca. 3% beträgt. Die Zusammensetzungen der Erfindung besitzen auch ausgezeichnete physikalische Eigenschaften, z. B. eine Härte nach ihrer Photopolymerisation und Entwicklung von weniger als ca. 75, gemessen mit der Shore-A-Prüfung. Außerdem besitzen die Zusammensetzungen der Erfindung ausgezeichnete Spannungsdehnungseigenschaften, z. B. eine Zugspannung von > 190 g/mm² (gemessen mit dem Instron Series IX Analysator), eine Dehnung von > 55% und ein Elastizitätsmodul auf 30% von < 700 g/mm². Des Weiteren legen die Zusammensetzungen der Erfindung eine überlegene Reflexpunkt-Zähfestigkeit an den Tag (wie mit dem in Beispiel 6 beschriebenen Heidon-Verfahren gemessen).
  • Copolymere, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind aus einer Kombination von mehreren Bestandteilen hergestellt, z. B. einem aliphatisch konjugierten Dienmonomer, einer &alpha;,&beta;-ethylenisch Ungesättigten Carboxylsäure, einem polyfunktionellen Vinylmonomer und wahlweise einem monofunktionellen Vinylmonomer. Typischerweise umfassen solche Zusammensetzungen ca.:
  • (i) zwischen 5 bis zu 95 Mol-% eines aliphatisch konjugierten Dienmonomers;
  • (ii) zwischen 1 bis zu 30 Mol-% einer &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigten Carboxylsäure;
  • (iii) zwischen 0,1 bis zu 10 Mol-% eines polyfunktionellen Vinylmonomers; und
  • (iv) zwischen 0 bis zu 70 Mol-% eines monofunktionellen Vinylmonomers.
  • Bevorzugte Copolymerzusammensetzungen, die bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung verwendet werden, umfassen:
  • (i) zwischen 40 bis zu 85 Mol-% eines aliphatisch konjugierten Dienmonomers;
  • (ii) zwischen 2,5 bis zu 15 Mol-% einer &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigten Carboxylsäure;
  • (iii) zwischen 0,5 bis zu 5 Mol-% eines polyfunktionellen Vinylmonomers; und
  • (iv) zwischen 5 bis zu 30 Mol-% eines monofunktionellen Vinylmonomers.
  • Aliphatisch konjugierte Dienmonomere, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind Butadien, Isopren, Chloropren, Dimethylbutadien und dergleichen.
  • &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigte Carboxylsäuren, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind Methacrylsäure, Acrylsäure, Itaconsäure, Maleinsäure und dergleichen.
  • Polyfunktionelle Vinylmonomere, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind Ethylenglykol, Di(meth)acrylat, Divinylbenzol, 1,6-Hexandiol, Di(meth)acrylat, 1,4-Butandiol-di(meth)acrylat und dergleichen.
  • Monofunktionelle Vinylmonomere, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Hydroxyethyl(meth)acrylat, &beta;-Carboxyethyl(meth)acrylat und dergleichen sowie Gemische aus beliebigen zwei oder mehr davon.
  • Basische stickstoffhaltige Verbindungen, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind Dimethylaminopropylacrylamid, Dimethylaminopropylmethacrylamid (DMAPMA), N,N-Dialkylaminoalkyl(meth)acrylamid, Alkylamino(meth)acrylamid, N-Vinylpyrrolidon und dergleichen.
  • Ethylenisch ungesättigte Monomere mit einer Acrylatrumpfstruktur, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind Verbindungen mit der Struktur (a), wie z. B. 1,4-Butandiol-dimethacrylat (MBS); Verbindungen mit der Struktur (b), wie z. B. Laurylmethacrylat (MLS); Verbindungen mit, der Struktur (c), wie z. B. Polyethylenglykol (400) Dimethacrylat (MES), hochethoxyliertes Trimethylolpropan-triacrylat (MTH), propoxiliertes Neopentylglykol-diacrylat, ethoxyliertes Neopentylglykol-di(meth)acrylat, Polyethylenglykol (600) Di(meth)acrylat, Isobornylacrylat, 1,6-Hexandiol-di(meth)acrylat, ethoxyliertes Bisphenol A Di(meth)acrylat, Cyclohexyl- (meth)acrylat, Diethylenglykol-di(meth)acrylat, Glycerin-di(meth)acrylat sowie Verbindungen von beliebigen zwei oder mehr davon; Verbindungen mit der Struktur (d), wie z. B. aliphatisches Urethan-di(meth)acrylat und dergleichen.
  • Gegenwärtig bevorzugte Gemische von ethylenisch ungesättigten Monomeren, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind u. a. 1,4-Butandiol-dimethacrylat (stellvertretend für die Struktur (a)), Laurylmethacrylat (stellvertretend für die Struktur (b)), eine Verbindung aus Polyethylenglykol (400) Dimethacrylat, hochethoxyliertem Trimethylolpropan-triacrylat und propoxiliertem Neopentylglykol-diacrylat (stellvertretend für die Struktur (c)) und aliphatisches Urethandiacrylat (stellvertretend für die Struktur (d)).
  • Der Fachmann auf diesem Gebiet erkennt, dass bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung eine breite Palette von Photopolymerisationsinitiatoren verwendet werden kann. Der in der Zusammensetzung der Erfindung verwendete Initiator (A) schließt ganz normale Photoreaktionsinitiatoren ein, beispielsweise &alpha;-Diketonverbindungen (z. B. Diacetyl, Benzil und dergleichen), Acyloine (z. B. Benzoin, Pivaloin und dergleichen), Acyloinether (z. B. Benzoinmethylether, Benzoinethylether, Benzoinpropylether und dergleichen), polynukleare Chinone (Arithrachinon, 1,4-Naphthochinon), Acylphosphinoxide und dergleichen. Der Initiator (D) ist typischerweise in einem Anteil von 0,01 bis 10 Gewichtsteilen, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gewichtsteilen, je 100 Gewichtsteile des Copolymers (A) zugesetzt. Zu den gegenwärtig bevorzugten Initiatoren gehören Benzyldimethylketal, 2- Ethylanthrachinon oder Gemische davon.
  • Polybutadiene, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, sind 1,2-Polybutadien (cis-, trans- oder Gemische davon), 1,4-Polybutadien (cis-, trans- oder Gemische davon), Maleinsäureanhydridaddukte von Polybutadien, die dann über Standard-Ringöffnungstechniken und anschließende (Halb)-Veresterung oder (Halb)-Amidierung modifiziert werden können und dergleichen. Das gegenwärtig bevorzugt verwendete Polybutadien in der Praxis der vorliegenden Erfindung ist cis-1,2-Polybutadien. Polybutadiene, die im Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden, weisen typischerweise eindurchschnittliches Molekulargewicht im Bereich von ca. 1.000 bis zu 15.000 auf, mit bevorzugten Molekulargewichten im Bereich von ca. 2.000 bis zu 10.000; und besonders bevorzugte Polybutadiene weisen ein durchschnittliches Molekulargewicht im Bereich von ca. 4.000 bis zu 5.000 auf.
  • Die Zusammensetzung der Erfindung kann auch eine Vielzahl von Additiven enthalten, wie z. B. einen Weichmacher, der dazu beiträgt, die Glasumwandlungstemperatur des Polymers herunterzusetzen, und dadurch die Behandelbarkeit der Zusammensetzung erleichtert. Beispiele für Weichmacher, die bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung nützlich sind, schließen Wasser, Glycerin, ethoxylierte Phenole, ethoxyliertes Glycerin und dergleichen ein.
  • Die Zusammensetzung der Erfindung kann ferner Additive zur Verbesserung der Behandelbarkeit und Handhabungseigenschaften enthalten. Zu diesen Additiven gehören z. B. Polyethylenwachse, Paraffine, Ester von Stearinsäure (wie Sorbitolmonostearat), Ethylen-Acrylsäure-Copolymere, mehrwertiges Styrol und dergleichen.
  • Falls beispielsweise gewünscht wird, die Lagerstabilität der Zusammensetzungen der Erfindung zu erhöhen, kann noch ein Lagerungsstabilisator wie z. B. hydroxyaromatische Verbindungen (z. B. Hydrochinon, p-Methoxyphenol, p-t-Butylcatechol, 2,6-di-t-butyl-p- cresol, Pyrogallol und dergleichen), Chinone (z. B. Benzochinon, p-Toluchinon, p-Xylochinon und dergleichen), Amine (z. B. N-Phenyl-&alpha;-Naphthylamin und dergleichen), Imidazole (z. B. N-Methyl-Benzimidazol) und dergleichen in einem Anteil von 0,01 bis 2 Gewichtsteilen je 100 Gewichtsteile Copolymer (A) zugesetzt werden.
  • Andere Additive, die in die Zusammensetzung der Erfindung eingebunden sein können, sind Farbstoffe (z. B. Bengalische Rose, Eosin, Farbstoffe auf Xanthenbasis und dergleichen), tert.-Amin-Photosensibilisatoren und dergleichen.
  • Gegenwärtig bevorzugte Zusammensetzungen der Erfindung umfassen zusätzlich zu dem oben beschriebenen Copolymer:
  • (B) zwischen ca. 5 bis zu 7 Teile der basischen stickstoffhaltigen Verbindung je 100 Teile des Copolymers,
  • (C) zwischen ca. 20 bis zu 30 Teile des Gemisches aus ethylenisch ungesättigten Monomeren je 100 Teile des Copolymers,
  • (D) zwischen ca. 0,5 bis zu 2,5 Teile Photopolymerisationsinitiator je 100 Teile des Copolymers, und
  • (E) zwischen ca. 1 bis zu 3 Teile Polybutadien je 100 Teile des Copolymers.
  • Eine der wünschenswerten Eigenschaften von Zusammensetzungen der Erfindung ist ihre Entwickelbarkeit mit Wasser mit im wesentlichen neutralem pH-Wert. Demzufolge besteht bei der Entwicklung der Zusammensetzungen der Erfindung keine Notwendigkeit, pH- modifizierte (d. h. sauere oder basische) Vermittlungsstoffe zu verwenden.
  • Wegen ihrer hohen Lichtempfindlichkeit brauchen die fotoempfindlichen Zusammensetzungen der Erfindung nur eine kurze Belichtungszeit. Die Zusammensetzungen der Erfindung können in 1 bis 2 Minuten mit Wasser entwickelt werden. Photosatz- und entwickelte Zusammensetzungen können unmittelbar nach dem Trocknen zum Drucken verwendet werden, und daher kann die Zusammensetzung der Erfindung das herkömmliche komplizierte Verfahren und die Zeit zur Herstellung von Gummi- Reliefplatten für den Flexodruck weitgehend verbessern.
  • Flexodruckfarbe des Lösungsmitteltyps kann beim Flexodruck unter Verwendung einer Gummi-Reliefplatte verwendet werden, die aus der Zusammensetzung der Erfindung hergestellt ist. Da die Zusammensetzung der Erfindung, wenn sie einmal lichtbehandelt ist, außerdem eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit aufweist (trotz der hohen Wasserlöslichkeit der nicht abgebundenen Zusammensetzung der Erfindung), kann auch wässrige Flexodruckfarbe damit verwendet werden (im Einklang mit der allmählichen Verschiebung auf dem Drucksektor von Flexodruckfarben des Lösungsmitteltyps hin zu Flexodruckfarben des wässrigen Typs). Diese Verschiebung ist großteils von dem Wunsch getrieben, den Beitrag zu der von der Druckindustrie geleisteten Luft- und Wasserverschmutzung zu reduzieren.
  • Nicht nur, dass die Zusammensetzungen der Erfindung mit Flexodruckfarben nützlich sind, es hat sich außerdem herausgestellt, dass die Zusammensetzungen der Erfindung zur Verwendung mit Zeitungsdruckfarben auf Ölbasis, Wasser-in-Öl-(bis zu 30 Gew.-%)- Emulsion-Druckerpressenfarben und dergleichen geeignet sind.
  • Die Zusammensetzungen der Erfindung stellen nicht nur für den Flexodruck nützliche Harz- Reliefplatten bereit, sondern können auch vielseitig als fotoempfindliches Material für verschiedene Verwendungszwecke genutzt werden, wie z. B. die Herstellung von Reliefplatten für den Zeitungsdruck und das ganz normale Druckgeschäft, Namensschilder, bedruckte Leiterplatten, Anzeigen und Fotokleber und dergleichen. Außerdem können die erfindungsgemäßen fotoempfindlichen Zusammensetzungen auch als photopolymerisierbare Beschichtungen verwendet werden.
  • In Übereinstimmung mit einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden fotoempfindliche, mit Wasser entwickelbare Harzplatten mit ausgezeichneter Formstabilität bereitgestellt, wie sich dadurch andeutet, dass sie im wesentlichen keiner Änderung der Dickeneinheitlichkeit unterliegen, wenn sie einer Temperatur im Bereich von 25ºC bis 40ºC ausgesetzt werden, wobei die Platte nach deren Photopolymerisation und Entwicklung nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweist und die Platte einen Träger umfasst, auf dem eine Schicht der oben beschriebenen fotoempfindlichen Harzzusammensetzung abgelagert ist.
  • Träger, die zur Verwendung bei der praktischen Umsetzung der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogen werden, können aus einer Vielzahl von Stoffen hergestellt werden, z. B. Metall, Kunststoff, Papier, Holz, Glas und dergleichen. Beispielhafte Trägermaterialien sind dabei Stahl, Aluminium und Kunststoff (z. B. Polyethylenterephthalat).
  • Wahlweise haben dann fotoempfindliche, mit Wasser entwickelbare Harzplatten der Erfindung eine Deckbeschichtung darauf aufgebracht, die als Gleitschicht wirkt, um zu verhindern, dass Negative an der fotoempfindlichen Platte festkleben, wenn die beiden in Kontakt miteinander gebracht werden. Das Vorhandensein der Deckbeschichtung dient auch dazu, die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung der Plattenoberfläche zu verringern, wenn eine Reihe von Platten zu Lagerung, Versand etc. gestapelt werden.
  • Deckbeschichtungen können aus einer Vielzahl von Stoffen hergestellt werden, beispielsweise einem Bindemittel (z. B. Methylcellulose, Hydroxymethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxyethylcellulose und dergleichen), die wahlweise einen Farbstoff enthalten (um in die Platte einfallende Strahlung während der gewünschten Exposition zu absorbieren), einem suspendierten Mattierungsmittel (z. B. Glas, Siliciumdioxid, Talkum, Ton und dergleichen) usw. Wenn eine Deckbeschichtung vorhanden ist, wird sie typischerweise in einer Dicke von nur wenigen Mikron aufgebracht, i. a. weniger als ca. 15 um.
  • In Übereinstimmung mit noch einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Reliefdruckplatten bereitgestellt, die nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweisen, wobei die Platte einen Träger mit einer darauf abgelagerten photopolymerisierten Schicht der oben beschriebenen fotoempfindlichen Harzzusammensetzung umfasst.
  • In Übereinstimmung mit noch einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung fotoempfindlicher, mit Wasser entwickelbarer Harzplatten bereitgestellt, die zur Herstellung von Reliefdruckplatten mit ausgezeichneter Formstabilität geeignet sind, was dadurch angedeutet ist, dass sie im wesentlichen keiner Änderung der Dickeneinheitlichkeit unterliegen, wenn sie einer Temperatur im Bereich von 25ºC bis 40ºC ausgesetzt werden, wobei die Platte nach deren Photopolymerisation und Entwicklung nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweist, wobei das Verfahren die Ablagerung einer im wesentlichen homogenen, lösungsmittelfreien Kombination aus den Komponenten (A), (B), (C), (D) und wahlweise (E) umfasst, wie oben beschrieben.
  • Die "Ablagerung" der oben beschriebenen Zusammensetzungen auf den Träger kann auf viele verschiedene Arten durchgeführt werden, z. B. durch Extrusion, Walzbeschichtung, Wärmebearbeitung, Lösungsmittelgießen und dergleichen. Diese Techniken können von einem Fachmann auf diesem Gebiet ohne weiteres durchgeführt werden.
  • Der Fachmann auf diesem Gebiet erkennt, dass die optionale Deckbeschichtung auf viele verschiedene Arten auf die fotoempfindlichen, mit Wasser entwickelbaren Harzplatten der Erfindung aufgebracht werden können, wie z. B. durch Aufbringen eines Laminats auf die Oberfläche der Harzplatte, durch Verwenden eines Walzenbeschichters zum Aufbringen einer wässrigen Deckbeschichtungslösung auf die Oberfläche der Harzplatte und dergleichen.
  • In Übereinstimmung mit einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Reliefdruckplatten bereitgestellt, die nach deren Photopolymerisation und Entwicklung nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweisen, wobei das Verfahren umfasst:
  • - Aussetzen einer erfindungsgemäßen fotoempfindlichen Harzplatte (wie oben beschrieben) einer elektromagnetischen Strahlung von ausreichender Energie zur Förderung der Polymerisation des Harzes durch einen Negativfilm mit einem Bild darauf, und
  • - Auswaschen der Platte mit einer ausreichenden Menge Wasser zur Entfernung der fotoempfindlichen Harzzusammensetzung aus den nichtbelichteten Anteilen der Platte.
  • Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die folgenden nicht beschränkenden Beispiele ausführlicher beschrieben.
  • Beispiel 1
  • Siebenundfünfzig (57) Teile einer Copolymerzusammensetzung umfassend:
  • (i) 70 Mol-% eines aliphatisch konjugierten Dienmonomers (Butadien),
  • (ii) 9 Mol% einer &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigten Carboxylsäure (Methacrylsäure),
  • (iii) 2 Mol-% eines polyfunktionellen Vinylmonomers (Divinylbenzol),
  • (iv) 19 Mol-% eines monofunktionellen Vinylmonomers (Methylmethacrylat)
  • wurden mit ca. 2 Gew.-% Sorbitolmonostearat in einem Druckknetmischer mit einem Heizmantel gemischt. Dem Gemisch wurden 5,7 Teile Dimethylaminopropylmethacrylamid, 4 Teile 1,4-Butandiol-dimethacrylat, 11,6 Teile Laurylmethacrylat, 5,4 Teile ethoxyliertes Trimethylolpropan-triacrylat, 3,6 Teile einer 80/20-Mischung eines aliphatischen Urethandiacrylats und eines propoxilierten (2 Mol) Neopentylglykol-diacrylats (Produkt-Nr. CN966180, Sartomer, Exton, PA.), 1,9 Teile flüssiges 1,2-Polybutadien mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von ca. 4.500 (Ricon 142, Ricon Resins, Inc., Grand Junction; CO.), 5,4 Teile Phenylglykolether, 1,9 Teile 2,2-Dimethoxy-2-phenylacetophenon und 0,5 Teile 2,6-di-t-butylcresol zugesetzt. Die Bestandteile wurden eine Stunde lang gemischt.
  • Die Harzzusammensetzung wurde mit einer Dicke von 0,38 mm auf einen beschichteten Stahlträger extrudiert. Der resultierende Film wurde ultraviolettem Licht von einer Mitteldruck- Quecksilberdampflampe ausgesetzt, die ungefähr 5,0 zusammengefasste Belichtungseinheiten (IU) mit schwacher Intensität und 50 IU mit hoher Intensität durch einen Negativfilm hindurch abgab. Die bestrahlte Platte wurde dann mit 59ºC warmem Wasser gewaschen und auf < 5 ppm CaCO&sub3; weichgemacht. Zur Beseitigung des überschüssigen Wassers wurde eine Luftbürste verwendet und die Platte mit Quecksilberdampflampen nachbehandelt. Das Auswasch- und Nachbehandlungsverfahren dauerte ungefähr viereinhalb Minuten. Das Ergebnis war eine Flexodruckplatte. Die Shore A Härte des lichtbehandelten Polymerfilms betrug 75. Außerdem zeigte die Platte ausgezeichnete Zugspannungs- und Dehnungseigenschaften, wie in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst ist.
  • Beispiel 2
  • Es wurde eine Harzzusammensetzung hergestellt, wie in Beispiel 1 beschrieben, nur dass 1,55 Teile 2,2-Dimethoxy-2-phenylacetophenon (anstelle der in Beispiel 1 verwendeten 1,9 Teile) verwendet wurden. Das Harz wurde unter Verwendung einer Wärmepresse und Formen mit einer Dicke von 0,38 mm auf einem beschichteten Polyethylenterephthalat-Film abgelagert. Der Film wurde belichtet und entwickelt, wie in Beispiel 1 beschrieben, um eine Flexodruckplatte zu formen. Die Shore A Härte des Films war 72. Zusätzliche physikalische Eigenschaften der resultierenden Platte sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.
  • Beispiel 3
  • Es wurde eine Harzzusammensetzung hergestellt, wie in Beispiel 1 beschrieben, nur dass 0,39 Teile 2-Ethylanthrachinon und 0,44 Teile 2,2-Dimethoxy-2-phenylacetophenon (anstelle von 1,9 Teilen 2,2-Dimethoxy-2-phenylacetophenon allein) als Photoinitiatorsystem verwendet wurden. Das Harz wurde unter Verwendung beheizter Walzen bis zu einer Dicke von 0,38 mm auf einen beschichteten Stahlträger gepresst. Der Film wurde belichtet und bearbeitet, wie in Beispiel 1 beschrieben, um eine Flexodruckplatte zu formen. Die Shore A Härte des Films war 63. Die Platte legte eine ausgezeichnete Bildqualität und Behandelbarkeit an den Tag. Die Elastizität, gemessen mit einem Resiliometer (siehe Beispiel 6 zur Beschreibung, wie diese Messung durchgeführt wird), betrug 36. Zusätzliche physikalische Eigenschaften der resultierenden Platte sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.
  • Beispiel 4
  • Es wurde eine Harzzusammensetzung hergestellt, wie in Beispiel 1 beschrieben, nur dass 0,05% 2-Ethylanthrachinon und 0,05% 2,2-Dimethoxy-2-phenylacetophenon (anstelle von 1,9 Teilen 2,2-Dimethoxy-2-phenylacetophenon allein) als Photoinitiatorsystem verwendet wurden. Das Harz wurde unter Verwendung beheizter Walzen bis zu einer Dicke von 0,38 mm auf einen beschichteten Stahlträger gepresst und belichtet und entwickelt, wie in Beispiel 1 beschrieben. Die Shore A Härte des Films war 71. Zusätzliche physikalische Eigenschaften der resultierenden Platte sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.
  • Beispiel 5
  • Es wurde eine Harzzusammensetzung hergestellt, wie in Beispiel 1 beschrieben, jedoch wurden 1,5 Teile des 1,4-Butandiol-dimethacrylats durch PEG(400)-Dimethacrylat ersetzt. Es wurde also ein Gemisch aus 2,5 Teilen 1,4-Butandiol-dimethacrylat und 1,5 Teilen PEG(400)-Dimethacrylat verwendet. Das Harz wurde auf einen beschichteten Stahlträger gepresst, wie in Beispiel 4 und belichtet und bearbeitet, wie in Beispiel 1. Die Shore A Härte des Films war 75. Die Platte legte einen hohen Zähfestigkeitsgrad, gute Bildqualität und ausgezeichnete Behandelbarkeit an den Tag, wie in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.
  • Die physikalischen Eigenschaften der wie jeweils in den vorangehenden Beispielen beschrieben hergestellten Platten sowie dieses Beispiel sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Tabelle
  • a Siehe Beispiel 6 bezüglich Einzelheiten zum Erhalt dieser Werte
  • b Kommerzielles Flexoverfahren #2 (siehe Beispiel 6 bezüglich Einzelheiten zu dessen Durchführung)
  • c durch das Elastizitätsprüfungsverfahren bestimmt (siehe Beispiel 6)
  • d NB = nicht bestimmt
  • Die Daten in der vorangehenden Tabelle zeigen auf, dass die Zusammensetzungen der Erfindung die Eigenschaften niedrige Shore A Härte, gute Spannungsdehnungseigenschaften, hohe Wasserfestigkeit und ausgezeichnete Haltbarkeit verbinden.
  • Beispiel 6 Prüfmethoden A. Heidon Reflexpunkt-Zähfestigkeitsprüfung 1. Maschinenvorbereitung
  • Alles, was für diese Prüfung benötigt wird, ist der mechanische Teil eines Heidon 14 Abschäl-/Rutsch-/Kratz-Prüfers (Shinto Scientific Co., Ltd., Tokio, Japan) mit motorgetriebenem Schlitten und ausbalanciertem Arm. Befestigung mit dem Glasstift ausrichten und an dem Metallstößel befestigen. Gewichtsschale oben an der Befestigung einschrauben.
  • 2. Prüfungsverfahren
  • Ein 76 mm · 178 mm (3" · 7") großes Plattenprüfstück ausschneiden und unter Verwendung einer geeigneten Durchstrahlungsquelle belichten (z. B. Consolux- Belichtungseinheit (erhältlich von Burgess Corporation, Plymouth, MN) und "Punktzähigkeitsnegativ" (d. h. ein Negativ mit zwei Halbtonstreifen à 16 mm ( ") mal 10-22 mm (3 "), die Reflexpunkte enthalten, die fortlaufend von 3% bis 50% gehen).
  • Belichtete Platte in einem FP-2-Prozessor (NAPP SYSTEMS INC., San Marcos, CA.) mit 0,8 m (31") pro Minute bearbeiten; Platte nicht "austropfen" lassen. Herauskommende Platte stattdessen greifen und mit der Geschwindigkeit des Prozessors herausführen. Sobald die Platte aus dem Prozessor genommen ist, Zeitmessung für eine Zeitspanne von 10 Minuten beginnen. Platte an den Schlitten des Heidon-Prüfers anklammern und ein Gewicht auf der gegenüberliegenden Seite der Platte platzieren. Die Platte muss absolut eben am Schlitten anliegen, damit die Messung genau ist.
  • Nach Ablauf der Zeitspanne von zehn Minuten Arm absenken, bis die Fühlspitze auf der Plattenoberfläche ruht. Die Startposition sollte an der Oberseite der auf der Platte abgebildeten Punktfläche von 50% sein. Das 200 g-Gewicht in die Schale legen und den Kippschalter zum "Messen" betätigen, wodurch die Schlittenbewegung gestartet wird.
  • Wenn der Schlitten aufhört, sich zu bewegen, Gewicht entfernen, den Arm hochheben und sichern. Nun den Kippschalter auf "Umkehr" stellen, um den Schlitten zu seiner Ausgangsposition zurückzubringen. Plattenposition nachstellen, so dass eine frische Fläche von Punkten geprüft werden kann. Unter Verwendung des 200 g-Gewichtes zweimal wiederholen.
  • Nach Abschluss von drei Versuchen unter Verwendung des 200 g-Gewichtes Plätte umdrehen, so dass das Halbtonband gegenüber dem bereits geprüften unter der Fühlspitze liegt. Obige Prüfung unter Verwendung des 100g-Gewichtes an diesem Band wiederholen.
  • 3. Auswerten der Ergebnisse
  • Testplatte untersuchen. %-Punkt-Markierungen längs der verschiedenen Spitzenlichtflächen beachten. Auch die von der Fühlspitze auf der Plattenoberfläche hinterlassenen Kerben beachten. Diese Kerben stellen gebrochene Reflexpunkte dar. Der %-Punkt, an dem die Kerben beginnen, ist die Punktzahl der Platte und wird als Prozentwert angegeben. Für jede Platte werden i. a. zwei Punktzahlen angegeben, eine für die 200 g-Gewichtsbelastung und eine für die 100 g-Gewichtsbelastung.
  • B. Elastizitätsprüfungsverfahren - Shore SR1 Resilometer
  • Ausgehärtetes Harz in vier gleiche Stücke schneiden (2,5 cm · 2,5 cm) und stapeln; die Stapelhöhe sollte 12 mm ± 0,5 mm betragen. Harzstapel unter dem Resiliometer platzieren (Shore SRI Resilometer, Shore Instrument und Manufacturing Co., Jamaica, NY) und Messbolzen sechsmal fallen lassen. Durchschnittliche Prallhöhe der letzten drei Fälle aufzeichnen. Ein sanftes Loslassen des Messbolzens produziert die am besten reproduzierbaren Ergebnisse.
  • C. Härteprüfungsverfahren
  • 150 g Rohharz zwischen zwei silikonbeschichteten Mylarfolien platzieren und den resultierenden Schichtfilm in der Mitte der Formpresse positionieren. Für 5 Sekunden eine Kraft von 150 t @ 70ºC anlegen. Sechs bis acht Quadrate von 102 mm · 102 mm (4" · 4") aus dem resultierenden gepressten Rohharz ausschneiden und stapeln. Das Gewicht des Stapels sollte 75 bis 80 g betragen.
  • Den Harzstapel in der Mitte einer quadratischen Stahlrahmenform mit Innenabmessungen von 152 mm · 152 mm (6" · 6") · 3 mm Dicke platzieren. Harzstapel und Stahlrahmen zwischen zwei silikonbeschichteten Mylarfolien anordnen und den resultierenden Aufbau in der Mitte der Formpresse positionieren. Für 20 Sekunden 100 t Kraft @ 70ºC anlegen. Wiederholen, bis genügend blasenfreies Harz zum Ausschneiden von zwei 5 cm · 5 cm großen Quadraten vorhanden ist.
  • Gepresstes Harz noch in der Form 5 Minuten einer Mitteldruck-Quecksilberdampflampe aussetzen, die in einer Newsprinter-II-Belichtungseinheit montiert ist (NAPP SYSTEMS INC., San Marcos, CA.). Quadrat umdrehen und die andere Seite weitere 5 Minuten exponieren.
  • Von jeder Seite des 15 cm · 15 cm (6" · 6") großen Quadrats ungefähr 13 mm (¹/&sub2;") des ausgehärteten Harzes abgraten. Zwei 5 cm · 5 cm große Quadrate mit einer Dicketoleranz von ±50 Mikron ausschneiden und stapeln. Vor Vornehmen irgendwelcher Messungen den Harzstapel zwei Stunden bei einer Temperatur von 25ºC in einen Raum mit konstanter Temperatur setzen.
  • Automatischen Arbeitsobjektträger so einstellen, dass die Unterseite des Shore- Härteprüfers (nicht die Prüfspitze) ungefähr 6 mm (¹/&sub4;") vom Prüfling weg ist. Diese Vorgehensweise zum standardmäßigen Kalibrieren des Härteprüfers und Vornehmen der Messungen am Prüfling verwenden. Automatischen Arbeitsobjektträger anschalten und fünf Messungen vornehmen, 13 mm (¹/&sub2;") vom Rand an jeder Ecke und in der Mitte. Stapel umdrehen und fünf weitere Messungen vornehmen.
  • Die Durchschnitts- und Standardabweichung der zehn Messungen wird dann aufgezeichnet.
  • D. Kommerzielles Flexoverfahren #2
  • Zum Prüfen des kommerziellen Flexoharzes wird das kommerzielle Flexoverfahren #2 mit einer 100 kg-(1 kN)-Kraftmessdose an einem Instron Dehnungsmessstreifen-Extensometer Modell 4202 (Instron Corporation, Canton, MA) verwendet. Die verwendeten Gerätewerte sind:
  • Probenbreite 10 mm,
  • Messlänge 49,9999 mm,
  • Erfassungsdistanz 69,9999 mm, und
  • Gleitkopfgeschwindigkeit 75,0011 mm/min.
  • Eine stäbchenförmige Probe (~1,4 mm dick, vollständig ausgehärtetes Harz) wird zwischen Klammern eingesetzt (die mit ungefähr 70 mm Abstand angeordnet sind) und gut festgezogen. Es ist wünschenswert, dass die Probe möglichst gerade und möglichst wenig durchgebogen ist.
  • Mittlere Dicke der Probe eingeben und Instrument starten. Für jede Probe wiederholen (um gute statistische Ergebnisse zu erhalten, sollten ungefähr 8-10 Proben geprüft werden). Der Rechner des Instrumentes berechnet dann die mittleren Werte für die Zugspannung, die %-Dehnung und das Elastizitätsmodul auf 30%.

Claims (16)

1. Fotoempfindliche, mit Wasser entwickelbare Harzzusammensetzung, die nach deren Photopolymerisation und Entwicklung nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweist, wobei die Zusammensetzung umfasst:
(A) zwischen ca. 30 bis zu 90 Gew.-% eines Copolymers umfassend:
(i) zwischen 5 bis zu 95 Mol-% eines aliphatisch konjugierten Dienmonomers;
(ii) zwischen 1 bis zu 30 Mol-% einer &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigten Carboxylsäure;
(iii) zwischen 0,1 bis zu 10 Mol-% eines polyfunktionellen Vinylmonomers; und
(iv) zwischen 0 bis zu 70 Mol-% eines monofunktionellen Vinylmonomers:
(B) zwischen ca. 0,2 bis zu 2 Mol einer basischen stickstoffhaltigen Verbindung pro Mol von Carboxylgruppen im Copolymer (A);
(C) zwischen ca. 5 bis zu 70 Gew.-% eines Gemisches aus ethylenisch ungesättigten Monomeren;
wobei das Gemisch mindestens ein ethylenisch ungesättigtes Monomer ausgewählt jeweils aus nachstehenden Gruppen (a), (b), (c) und (d) enthält, wobei (a), (b), (c) und (d) jeweils folgende Rumpfstruktur aufweisen:
wobei R gleich H oder Methyl ist und X ausgewählt ist aus:
(a) einer Alkylgruppe mit zwischen ca. 8 bis zu 15 Kohlenstoffatomen;
wobei jedes R' unabhängig aus H oder Methyl gewählt ist, R wie oben definiert und unabhängig vom R der Rumpfstruktur gewählt ist, und x eine ganze Zahl im Bereich von ca. 2 bis 6 ist;
wobei x' eine ganze Zahl im Bereich von ca. 1 bis 12 ist, y eine ganze Zahl im Bereich von ca. 4 bis 12 ist, und Y ausgewählt ist aus:
Alkyl mit zwischen ca. 3 bis zu 15 Kohlenstoffatomen, so dass zwei oder mehr der Rumpfspezies miteinander verkettet werden können, oder
wobei R wie oben definiert und unabhängig vom R der Rumpfstruktur gewählt ist; und
wobei x' und Y wie oben definiert, Z ein aliphatischer, aromatischer, aliphatisch substituierter aromatischer oder aromatisch substituierter aliphatischer Linker mit einem Molekulargewicht im Bereich von ca. 4.000-5.000 und z eine ganze Zahl im Bereich von ca. 0 bis 10 ist; und
(D) zwischen ca. 0,01 bis zu 10 Gew.-% mindestens eines Photopolymerisationsinitiators.
2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, die ferner zwischen ca. 0,5 bis zu 10 Gew.-% Polybutadien umfasst.
3. Zusammensetzung gemäß Anspruch 2, die zusätzlich zu dem Copolymer umfasst:
(B) zwischen ca. 5 bis zu 7 Gew.-% der basischen stickstoffhaltigen Verbindung auf das Copolymer;
(C) zwischen ca. 20 bis zu 30 Gew.-% des Gemisches aus ethylenisch ungesättigten Monomeren auf das Copolymer;
(D) zwischen ca. 0,5 bis zu 2,5 Gew.-% Photopolymerisationsinitiator auf das Copolymer; und
(E) zwischen ca. 1 bis zu 3 Gew.-% Polybutadien auf das Copolymer.
4. Zusammensetzung gemäß Anspruch 3, wobei das aliphatisch konjugierte Dienmonomer Butadien oder Isopren ist, die &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigte Carboxylsäure Methacrylsäure ist, das polyfunktionelle Vinylmonomer Ethylenglykol-dimethacrylat, Divinylbenzol oder 1,6- Hexandiol-diacrylat ist, das monofunktionelle Vinylmonomer ausgewählt ist aus Ethylacrylat oder Methylacrylat, sowie Gemische aus beliebigen zwei oder mehr davon, und das Polybutadien ein 1,2-Polybutadien ist.
5. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei das Copolymer umfasst:
(i) zwischen 40 bis zu 85 Mol-% eines aliphatisch konjugierten Dienmonomers;
(ii) zwischen 2,5 bis zu 15 Mol-% einer &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigten Carboxylsäure;
(iii) z wischen 0,5 bis zu 5 Mol-% eines polyfunktionellen Vinylmonomers; und
(iv) zwischen 5 bis zu 30 Mol-% eines monofunktionellen Vinylmonomers.
6. Zusammensetzung gemäß Anspruch 5, wobei das aliphatisch konjugierte Dienmonomer Butadien oder Isopren ist, die &alpha;,&beta;-ethylenisch ungesättigte Carboxylsäure Methacrylsäure ist, das polyfunktionelle Vinylmonomer Ethylenglykol-dimethacrylat, Divinylbenzol oder 1,6- Hexandiol-diacrylat ist, und das monofunktionelle Vinylmonomer ausgewählt ist aus Ethylacrylat oder Methylacrylat, sowie Gemische aus beliebigen zwei oder mehr davon.
7. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei die basische stickstoffhaltige Verbindung Dimethylaminopropylmethacrylamid (DMAPMA) ist.
8. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei das Gemisch aus ethylenisch ungesättigten Monomeren (C) umfasst:
(a) 1,4-Butandiol-dimethacrylat (MBS);
(b) Laurylmethacrylat (MLS);
(c) Polyethylenglykol (400) Dimethacrylat (MES), hochethoxyliertes Trimethylolpropantriacrylat (MTH), propoxyliertes Neopentylglykol-diacrylat oder. Verbindungen beliebiger zwei oder mehr davon; und
(d) aliphatisches Urethanacrylat.
9. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der Photopolymerisationsinitiator aus Benzyldimethylketal, 2-Ethylanthrachinon oder Gemischen davon ausgewählt ist.
10. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, als Schicht abgelagert auf einen Träger einer fotoempfindlichen, mit Wasser entwickelbaren Harzplatte, wobei die Platte im wesentlichen keiner Änderung der Dickeneinheitlichkeit unterliegt, wenn sie einer Temperatur im Bereich von 25ºC bis 40ºC ausgesetzt wird, wobei die Platte nach deren Photopolymerisation und Entwicklung nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweist.
11. Zusammensetzung gemäß Anspruch 10, die ferner eine darauf abgelagerte Deckbeschichtung umfasst.
12. Zusammensetzung gemäß Anspruch 10, wobei der Träger aus Metall oder Kunststoffmaterial ausgewählt ist.
13. Verfahren zur Herstellung einer fotoempfindlichen, mit Wasser entwickelbaren Harzplatte, die zur Herstellung einer Reliefdruckplatte von ausgezeichneter Formstabilität geeignet ist, wobei die Platte im wesentlichen keiner Änderung der Dickeneinheitlichkeit unterliegt, wenn sie einer Temperatur im Bereich von 25ºC bis 40ºC ausgesetzt wird, wobei die Platte nach deren Photopolymerisation und Entwicklung nach 24 Stunden im Wasser bei Umgebungsbedingungen eine Dickezunahme von weniger als ca. 3% und eine mit der Shore-A-Prüfung gemessene Härte von weniger als ca. 75 aufweist, wobei das Verfahren die Ablagerung einer im wesentlichen homogenen, lösungsmittelfreien Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 auf einen geeigneten Träger umfasst.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13, wobei die Ablagerung durch Extrusion, Walzbeschichtung oder Wärmebearbeitung durchgeführt wird.
15. Verfahren gemäß Anspruch 13, das ferner das Aufbringen einer Deckbeschichtung auf die Oberfläche der fotoempfindlichen Harzschicht umfasst, die auf den Träger abgelagert wurde.
16. Verfahren gemäß Anspruch 13, wobei das Verfahren umfasst:
- Aussetzen einer fotoempfindlichen Harzplatte gemäß Anspruch 10 einer elektromagnetischen Strahlung durch einen Negativfilm mit einem Bild darauf zur Förderung der Polymerisation des Harzes, und
- Auswaschen der Plätte mit Wasser zur Entfernung der fotoempfindlichen Harzzusammensetzung aus den nichtbelichteten Anteilen der Platte.
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