DE69500089T2 - Behandlung von Geflügel - Google Patents

Behandlung von Geflügel

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf die Behandlung von Geflügel und insbesondere auf ein Gerät und ein Verfahren zum Betäuben von Geflügel mit Gas. Der Ausdruck Betäuben wird hier in der Bedeutung eines Verlustes der Beweglichkeit oder der motorischen Funktionen des Geflügels verwendet, zum Beispiel aufgrund von Sauerstoffmangel, zeitweisem Verlust des Bewußtseins oder Tod durch Ersticken.
  • Zum Schlachten wird Geflügel im allgemeinen elektrisch betäubt und dann durch Durchschneiden der Kehlen geschlachtet. Bei diesem Verfahren holen Arbeiter die lebenden Vögel aus Schubläden oder Kästen, fesseln sie an ihren Beinen und hängen sie kopfüber mit ihren Füßen an Haken an ein Hängeseil, das die Vögel zu einem elektrischen Betäubungsbad führt, in dem der Kopf jedes einzelnen Vogels in eine Salzlake eingetaucht und ein elektrischer Strom über die Fessel durch den Vogel geleitet wird. Dieses Verfahren hat eine Anzahl von Nachteilen. Beim Fesseln der Vögel zappeln und schlagen sie mit ihren Flügeln, und manchmal wird ihr Körper beschädigt. Das elektrische Betäuben führt auch zu Zuckungen, die die Fleischqualität mindern und das Proportionieren oder Entbeinen verzögern können. Zum Überwinden dieser Schwierigkeiten ist das Betäuben des Geflügels mit Gas zum Beispiel in der EP 0 434 278 und EP 0 434 279 vorgeschlagen worden. Die EP 0 434 279 offenbart ein Verfahren und ein Gerät zur Gasbetäubung von Geflügel, das in Behältern aufgenommen ist, bei denen es sich um die zum Transport des Geflügels von der Farm zum Schlachtplatz verwendeten Behälter handeln kann. Das in der EP 0 434 279 offenbarte Gerät enthält eine Kammer zur Aufnahme von Luft oder von Gasen, die schwerer als Luft sind und das Betäuben des Geflügels bewirken, und einen Aufzug zum Absenken der Behälter in die Kammer und anschließenden Anheben der Behälter aus der Kammer nach einer für das Gas oder die Gase zum Betäuben des Geflügels ausreichenden Zeit. Diese früheren Vorschläge stellen jedoch keine praktischen Mittel und Verfahren zur Betäubung des Geflügels durch Gas dar, und die vorliegende Erfindung zielt auf das Heilen dieses Mangels ab.
  • Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung umfaßt ein Gerät zum Betäuben von in Behältern aufgenommenem Geflügel mit Gas eine Kammer zur Aufnahme von ein Betäuben des Geflügels bewirkendem Gas oder dies bewirkenden Gasen, das oder die schwerer als Luft sind, und Eintauchmittel zum Absenken der Behälter in die Kammer und zum anschließenden Anheben der Behälter aus der Kammer nach einer für das Gas oder die Gase zum Betäuben des Geflügels ausreichenden Zeit und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Eintauchmittel Absenkmittel zum Absenken der Behälter in die Kammer, Fördermittel zum Fördern der Behälter in der Kammer und Hubmittel zum Anheben der Behälter aus der Kammer aufweisen, und ist weiter dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät Abdeckmittel zum Abdecken der Behälter mindestens bis zum Betäuben des Geflügels aufweist, wobei die Abdeckmittel zulassen, daß die Behälter oben offen sind.
  • Vorzugsweise sind die Abdeckmittel zum Ermöglichen des Gasdurchtritts von durchbrochener, gitterartiger oder gelochter Konstruktion.
  • Die Absenkmittel umfassen vorzugsweise eine allgemein horizontale Platte, die die Behälter von einem Beschickungsförderer aufnimmt, sie in die Kammer absenkt und sie dann dem Beschickungsende des Fördermittels in der Kammer zuführt, bevor die nun leere Platte zur Aufnahme des nächsten Satzes der das Geflügel enthaltenden Behälter angehoben wird. Die Abdeckmittel enthalten vorzugsweise einen in einem Abstand über der Platte befindlichen Deckel zum Abdecken der Oberseiten der Behälter, die sich auf der Platte befinden.
  • Die Platte der Absenkmittel nimmt zweckmäßig eine Vielzahl von oben offenen Behältern auf, zum Beispiel drei, so daß jede Abwärtsbewegung der Platte diese Vielzahl der Behälter in die Kammer absenkt.
  • Die Absenkmittel können alternativ einen geneigten Förderer umfassen mit einem die Behälter vom Beschickungsförderer aufnehmenden oberen Ende und einem die Behälter dem Fördermittel zuführenden unteren Ende.
  • Das Hubmittel kann ähnlich dem Absenkmittel sein, umfassend eine allgemein horizontale Platte in der Form eines Förderers, der sich hin- und hergehend auf und ab bewegt und sich zum Anheben der das Geflügel enthaltenden Behälter zum Beschickungsende eines Ableitungsförderers nach oben und dann im unbeladenen Zustand zur Aufnahme des nächsten Satzes der Geflügel enthaltenden Behälter nach unten bewegt. Die Platte des Hubmittels nimmt vorzugsweise eine Vielzahl von Behältern auf, aber das Hubmittel braucht zum Abdecken der Behälter nicht zwangsläufig einen Deckel, da das Geflügel auf dieser Stufe durch das Gas betäubt wurde.
  • Alternativ kann das Hubmittel endlose Ketten aufweisen, die in stetigen Schleifen angetrieben werden, so daß von den Ketten getragene Vorsprünge die Behälter erfassen und sie bis zur Ebene des Ableitungsförderers anheben, wobei ein Schiebermechanismus die angehobenen Behälter von den Hubmitteln auf den Ableitungsförderer schiebt.
  • Als eine Alternative zur Verwendung eines Förderers oder einer endlosen Kette kann das Hubmittel eine Säule aufweisen, die an jeder einer Vielzahl von Ebenen (zum Beispiel vier) Klinken zum Abstützen eines Behälters aufweist. Auf der untersten Ebene wird ein Behälter aufgenommen und dann mit einem Hubmittel auf die nächsthöhere Ebene gestoßen, wo sie von den auf dieser Ebene befindlichen Klinken abgestützt wird. Der nächstfolgende Behälter wird auf der untersten Ebene aufgenommen, und die beiden Behälter werden dann um eine Ebene angehoben, wo sie von den jeweiligen Klinken abgestützt werden. Dieses Verfahren setzt sich fort, bis ein Behälter die obere Ebene erreicht, in der er ausgeklinkt und horizontal auf den Ableitungsförderer gestoßen wird. Im Betrieb wird damit jede Ebene von einem Behälter besetzt und jeder Behälter bewegt sich in der Säule stufenweise von einer Ebene zu der nächsthöheren Ebene nach oben, während der oberste Behälter aus der Säule gestoßen und ein neuer Behälter auf der untersten Ebene aufgenommen wird. Die Klinken können durch Schwerkraft betätigt, durch die Aufwärtsbewegung der Behälter verschoben und dann bei Ankunft des Behälters in der Ebene in eine Haltestellung geschwenkt werden, in der sie den Behälter abstützen und seine Abwärtsbewegung verhindern.
  • Gemäß einem anderen Gesichtspunkt der Erfindung umfaßt ein Verfahren zum Betäuben von in Behältern aufgenommenem Geflügel mit Gas das Absenken der Behälter in eine ein Betäubungsgas enthaltende Kammer und das Anheben der Behälter aus der Kammer nach einer für das Gas zum Betäuben des Geflügels ausreichenden Zeit und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter oben offene Behälter sind und zum Verhindern des Entweichens des Geflügels aus ihnen mindestens bis zu dessen Betäuben abgedeckt werden, während der Eintritt von Gas in die Behälter zugelassen wird, und wobei das Verfahren das Fördern der Behälter durch die Kammer für eine für das Gas zum Betäuben des Geflügels ausreichenden Zeit einschließt.
  • Das Betäubungsgas kann ein einziges Gas, wie zum Beispiel Argon, oder ein Gasgemisch, zum Beispiel Argon und Kohlendioxid, sein. Das Verfahren verläuft vorzugsweise stetig und führt zu einer gleichmäßigen Versorgung mit betäubtem Geflügel.
  • Das Geflügel wird dem Gas vorzugsweise während einer für seine Tötung ausreichenden Zeit ausgesetzt, obwohl es auch möglich ist, daß die Vögel bis zu einem Ausmaß betäubt werden, daß sie an Sauerstoffmangel leiden. Dieser Zustand des Sauerstoffmangels sollte mindestens bis zum Aufhängen der Vögel an das Hängeseil und vorzugsweise bis zu ihrem Schlachten anhalten.
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nun an einem Beispiel unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Dabei ist:
  • Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform des Gerätes nach der Erfindung,
  • Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Behälters in der Form einer zur Aufnahme von Geflügel bei dem Gerät nach Fig. 1 verwendeten, oben offenen Schublade,
  • Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer abgewandelten Form des Abführungsendes des Gerätes nach Fig. 1,
  • Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des Gerätes nach der Erfindung,
  • Fig. 5 eine perspektivische Darstellung einer abgeänderten Weise des Aufnehmens von Schubladen in das Gerät oder des Abgeben von Schubladen aus dem Gerät gemäß irgendeiner der Figuren 1, 3 oder 4 und
  • Fig. 6 eine schematische Seitenansicht einer dritten Ausführungsform des Gerätes nach der Erfindung.
  • Gemäß der Darstellung in Fig. 1 weist das Gerät einen horizontal langgestreckten rechteckförmigen, oben offenen Tank 10 auf, der an einem Ende mit einem Einlaß 12 versehen ist und der eine Kammer umschließt, die ein Gas 14 (oder ein Gasgemisch) schwerer als Luft aufnimmt. Das Gas 14 wird aus einer Quelle 16 über ein Ventil 18 zugeführt, das zum Halten des Gases im Tank 10 innerhalb eines vorbestimmten Höhenbereiches gesteuert wird.
  • An einem Einführungsende des Tanks führt ein Einschubförderer 20 die Behälter in der Form von oben offenen Schubladen 22 (Fig. 2) zu, die lebendes Geflügel enthalten, das durch eine Abdeckplatte 21 in der in der europaischen Patentschrift Nr. 0 061 869 der Anmelder offenbarten Weise an einem Entkommen gehindert wird. Eine Musterschublade 22 wird in Fig. 2 gezeigt. Jede Schublade 22 wird aus einem Kunststoff geformt und weist einen gelochten Boden und gelochte Seitenwände auf. Der Förderer 20 führt die Schubladen 22 in einer seriellen Weise mit der Längsrichtung jeder Schublade 22 senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung zu, obwohl die Schubladen 22 auch mit ihrer kürzeren Abmessung voraus zugeführt werden könnten.
  • Der Förderer 20 führt die das Geflügel enthaltenden Schubladen 22 einem Absenkmittel aus einer allgemein horizontalen Platte 24 in der Form eines zur gleichzeitigen Aufnahme von drei Schubladen 22 bemessenen Förderers zu. Ein Deckel 26 ist über der Platte 24 in einem zur Aufnahme der Schubladen auf der Platte ausreichenden Abstand angeordnet, und diese wird von dem Deckel 26 wirksam abgedeckt zum Vermeiden des Entweichens von Geflügel aus den oben offenen Schubladen 22. Der Deckel 26 ist gelocht, perforiert oder von gitterartiger Konstruktion. Die Platte 24 und der Deckel 26 sind an festen Führungsstäben 23 zwischen einer in ausgezogenen Linien dargestellten angehobenen Stellung und einer in gebrochenen Linien dargestellten abgesenkten Stellung vertikal verschiebbar.
  • Nach Aufnahme eines Satzes mit drei Schubladen werden die Platte 24 und der Deckel 26 zusammen bis in das Einführungsende des Tanks 10 abgesenkt. In der abgesenkten Stellung ist die Platte 24 mit dem Eingangsende von horizontal verlaufenden Fördermitteln 28, die stetig angetrieben werden, ausgerichtet. Bei Inbetriebnahme des Förderers der Platte 24 wird der aus den drei Schubladen 22 bestehende Satz dann auf den ersten Förderer des horizontal verlaufenden Fördermittels 28 gestoßen, das die oben offenen Schubladen und das in diesen befindliche Geflügel entlang dem Boden des Tanks 10 fördert. Ein fester, über dem Fördermittel 28 angeordneter Deckel 30 (der zum Ermöglichen eines Gasdurchtritts auch gelocht oder perforiert oder von gitterartiger Konstruktion sein kann) verhindert ein Entweichen des Geflügels.
  • Nach dem Abnehmen der Schubladen von der Platte 24 werden diese und der Deckel in die (in Fig. 1 in ausgezogenen Linien dargestellte) obere Lage angehoben und sind bereit zur Aufnahme eines neuen Satzes Schubladen 22. Der intermittierende Antrieb des Förderers 24 und die zeitlich abgestimmte vertikale Hin- und Herbewegung der Platte kann mit hydraulischer, pneumatischer oder elektrischer Energie erfolgen.
  • Am Ausgangsende des Tanks 10 werden die oben offenen Schubladen 22 Hubmitteln 32 zugeführt, die die Schubladen, eine auf jeder Ebene, einer oberen Stellung zuführen, wo eine Stoßeinrichtung die Schubladen 22 dem Einführungsende eines Abführungsförderers 34 zuführt. Das Hubmittel weist auseinanderliegende Ketten auf, von denen jede in einer endlosen Schleife schrittweise angetrieben wird. Jede Schublade wird von an den Ketten vorgesehenen Vorsprüngen erfaßt, und die Ketten heben die Schubladen deshalb im Tank in die angehobene Stellung, in der sie mit dem Abführungsförderer 34 auf einer Höhe liegen. Der Antrieb des Hubmittels 32 kann mit hydraulischer, pneuamtischer oder elektrischer Energie erfolgen. Der Rahmen, der die Kettenräder trägt, um die die Ketten laufen, wird in Fig. 1 bei 31 gezeigt.
  • Bei Gebrauch wird der Tank 10 bis auf die erforderliche Tiefe, wie zum Beispiel ein Meter, mit dem Gas gefüllt. Die oben offenen Schubladen 22, die sämtlich lebendes Geflügel enthalten, werden auf die Platte 24 geschoben, und der Förderer der Platte wird bis zur Aufnahme von drei Schubladen auf der Platte 24 in Betrieb gesetzt. Der Förderer 26 verhindert das Entweichen des Geflügels. Beim Absenken der Platte 24 auf den Führungsstangen 23 erleichtert die gelochte Konstruktion der Schubladen 22 und des Deckels 26 den Eintritt des Betäubungsgases und das Austreiben von Luft aus dem Raum innerhalb der Schubladen. Beim Fördern der Schubladen 22 durch den Tank 10 wird das Geflügel betäubt, das heißt, daß es schnell das Bewußtsein verliert und dann stirbt. Der Deckel 30 stellt sicher, daß kein Vogel während des Gasbetäubungsvorganges aus den Schubladen 22 entweicht. Wenn die Schubladen den Boden des Hubmittels 32 erreichen, war das Geflügel eine zum Abtöten sämtlicher Vögel ausreichende Zeit, zum Beispiel zwei Minuten, dem Gas ausgesetzt. Die Anordnung von Deckeln über den Schubladen unterhalb des Deckels 30 ist deshalb nicht erforderlich, da sämtliches Geflügel zu diesem Zeitpunkt tot ist. Während des Anhebens in dem Hubmittel 32 erleichtert die gelochte Natur der Schubladen das "Einziehen" des Betäubungsgases und vermindert damit eine Gasverschwendung.
  • Der Abführungsförderer 34 fördert das tote Geflügel in eine Hängestation, in der die Arbeiter die Füße jedes Vogels zusammenbinden und jeden Vogel an einem Haken an einem Hängeseil aufhängen. Dieses befördert die Vögel in eine Schlachtstation. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Betäubungsverfahren sind die Vögel, wenn die Arbeiter sie an dem Hängeseil aufhängen, tot. Damit sind die Vögel schlaff, lassen sich leicht handhaben und die Gefahr einer Beschädigung ihrer Körper ist im Vergleich mit herkömmlichen elektrischen Betäubungsverfahren stark herabgesetzt.
  • Fig. 3 zeigt ein abgeändertes Hubmittel 32, das drei Schubladen gleichzeitig anhebt. Das Hubmittel 32 weist eine Platte auf, die sich zwischen der abgesenkten, in gestrichelten Linien dargestellten und der angehobenen, in ausgezogenen Linien dargestellten Stellung hin und her bewegt. Damit kann das Hubmittel 32 als dem Absenkmittel ähnlich angesehen werden. Tatsächlich ist auch ein Deckel vorgesehen, obwohl dieser nicht benötigt wird, da das in den Schubladen 22 befindliche Geflügel zu diesem Zeitpunkt tot ist.
  • Fig. 4 zeigt ein Gerät, das dem nach Fig. 1 ähnlich ist (gleiche Bauteile tragen die gleichen Bezugszeichen), ausgenommen, daß der Tank 10 mit einem Aufsatz oder einem Deckel 36 versehen ist, der das Zurückhalten des Gases unterstützt und damit eine Verschwendung und die sich daraus ergebende Notwendigkeit, den Gaspegel aufzufüllen, herabsetzt. Die Einleitung in den Tank 10 erfolgt am Einführungsende durch eine Öffnung, die mit einer schwenkbar angebrachten Klappe 38 verschließbar ist, die durch Schwerkraft in Schließstellung gehalten wird, aber durch die Vorbewegung der Schubladen ausreichend angehoben wird, um die das Geflügel enthaltenden Schubladen anzunehmen. Am Abführungsende weist der Aufsatz oder der Deckel 36 eine Austrittsöffnung auf, die mit einer schwenkbaren Klappe 40 verschlossen ist, die durch Schwerkraft in Schließstellung gehalten wird.
  • Die Figuren 1, 3 und 4 zeigen Anordnungen, bei denen die Schubladen 22 dem Tank zugeführt und aus diesem abgeführt werden, und zwar in einer Richtung im allgemeinen parallel zu der Richtung der Bewegung der Schubladen durch den Tank. Es kann Gelegenheiten geben, bei denen ein Schieben der das Geflügel enthaltenden Schubladen 22 auf die Platte 24 in einer Richtung quer zu der Richtung der Bewegung der Schubladen durch den Tank, das heißt ein Beladen der Schubladen auf die Platte 24 von der einen oder anderen Seite des Gerätes, bequemer ist. Ähnlich kann es unter bestimmten Umständen bequemer sein, die Schubladen vom Hubmittel aus auf die eine oder andere Seite des Gerätes zu verbringen. Fig. 5 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform des Absenk- oder Hubmittels, mit dem dies erreicht wird.
  • Beim Verwenden der Konstruktion von Fig. 5 als Absenkmittel wird ein Satz aus drei Schubladen 22 von einer Seite des Gerätes in eine Stellung auf der Platte 24 unter dem Deckel 26 verbracht. Die Platte 24 und der Deckel 26 sinken dann in eine in gebrochenen Linien dargestellte abgesenkte Lage ab, wie dies vorstehend beschrieben wurde.
  • Beim Verwenden der Konstruktion von Fig. 5 als Hubmittel werden drei Schubladen wie in Fig. 3 zur gleichen Zeit angehoben, und der aus den drei Schubladen bestehende Satz wird seitwärts auf das Einführungsende des Abführungsförderers 34 gestoßen, der die Schubladen dann in einer horizontalen Richtung senkrecht zu der allgemein horizontalen Richung der Bewegung der Schubladen durch das Gerät fördert.
  • Das beschriebene Gerät hat die Fähigkeit zum Betäuben von Hühnern in einem stetigen Verfahren mit einer Geschwindigkeit von zwei- bis zwölftausend Vögeln pro Stunde.
  • Das in Fig. 6 gezeigte Gerät kann als eine Abwandlung des Gerätes nach Fig. 4 angesehen werden, und sich in den beiden Figuren entsprechende Bauteile tragen die gleichen Bezugszeichen. Fig. 6 unterscheidet sich von Fig. 4 dadurch, daß das Absenkmittel einen geneigten Förderer 42 aufweist, der an seinem oberen Ende Geflügel enthaltende, oben offene Schubladen 22 aufnimmt, die über die Klappe 38 durch den Zuführungsförderer 20 zugeführt werden. Ein aufwärts geneigter Förderer kann wie der Förderer 42 anstelle des vertikal verschiebbaren Hubmittels 32 irgendeiner Ausführungsform zum Herausheben der Schubladen aus dem Tank verwendet werden.
  • Der geneigte Förderer 42 läuft stetig und fördert die Schubladen 22 nacheinander auf einer nach unten geneigten Bahn zum Eingangsende des Fördermittels 28. Ein über dem Förderer 42 angeordneter geneigter festehender Deckel 44 verhindert ein Entweichen des Geflügels aus den Schubladen 22 während des Absinkens in die Kammer 10. Der geneigte Förderer 42 führt zu einem stärker stufenweisen Absenken in das Gas, und die zusammengefaßte Wirkung der horizontalen und vertikalen Bewegungsanteile führt zu einem besseren Eindringen des Betäubungsgases in die Schubladen 22.
  • Es leuchtet ein, daß der geneigte Förderer 42 und der Deckel 44 anstelle der Platte 24 und des Deckels 26 bei dem Gerät nach Fig. 1 vorgesehen werden können.
  • Falls erforderlich, könnte der Förderer 20 bei Betrachtung der Figuren 1, 4 und 6 auf der rechten Seite des Absenkmittels angeordnet werden, und der Förderer 20 würde die Schubladen dann dem Hubmittel mit einer nach links gerichteten Bewegung zuführen. Ähnlich könnte der Förderer 34 auf der linken Seite des Hubmtitels angeordnet werden, und der Förderer 34 würde die Schubladen dann in einer nach rechts gerichteten Bewegung vom oberen Ende des Hubmittels abführen.

Claims (12)

1. Gerät zum Betäuben von in Behältern (22) aufgenommenem Geflügel mit Gas mit einer Kammer (10) zur Aufnahme von ein Betäuben des Geflügels bewirkendem Gas oder dies bewirkenden Gasen, das oder die schwerer als Luft sind, und mit Eintauchmitteln zum Absenken der Behälter in die Kammer (10) und zum anschließenden Anheben der Behälter (22) aus der Kammer (10) nach einer für das Gas oder die Gase zum Betäuben des Geflügels ausreichenden Zeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintauchmittel Absenkmittel (23, 24) zum Absenken der Behälter in die Kammer, Fördermittel (28) zum Fördern der Behälter (22) in der Kammer und Hubmittel (32) zum Anheben der Behälter aus der Kammer aufweisen, und dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät Abdeckmittel (26, 30) zum Abdecken der Behälter mindestens bis zum Betäuben des Geflügels aufweist, wobei die Abdeckmittel zulassen, daß die Behälter oben offen sind.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckmittel (26, 30) zum Ermöglichen des Gasdurchtritts von durchbrochener, gitterartiger oder gelochter Konstruktion sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Absenkmittel eine allgemein horizontale Platte (24) aufweisen, die die Behälter von einem Beschickungsförderer (20) aufnimmt, sie in die Kammer (10) absenkt und sie dann dem Beschikkungsende des Fördermittels (28) in der Kammer zuführt, bevor die nun leere Platte (24) zur Aufnahme des nächsten Satzes der das Geflügel enthaltenden Behälter (22) angehoben wird.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (24) die Form eines Förderers aufweist.
5. Gerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckmittel einen in einem Abstand über der Platte (24) befindlichen Deckel (26) zum Abdecken der Oberseiten der Behälter, die sich auf der Platte befinden, und einen weiteren Deckel (30) über dem Fördermittel (28) aufweisen.
6. Gerät nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (24) der Absenkmittel eine Vielzahl von oben offenen Behältern aufnimmt, so daß jede Abwärtsbewegung der Platte diese Vielzahl der Behälter in die Kammer (10) absenkt.
7. Gerät nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubmittel (32) eine allgemein horizontale Platte in der Form eines Förderers aufweisen, der sich hin- und hergehend auf und ab bewegt und sich zum Anheben der das Geflügel enthaltenden Behälter zum Beschickungsende eines Ableitungsförderers (34) nach oben und dann im unbeladenen Zustand zur Aufnahme des nächsten Satzes der Geflügel enthaltenden Behälter nach unten bewegt.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte der Hubmittel (32) eine Vielzahl von Behältern (22) aufnimmt.
9. Gerät nach Anspruch 7, wobei die Hubmittel (32) endlose Ketten aufweisen, die in stetigen Schleifen angetrieben werden, so daß von den Ketten getragene Vorsprünge die Behälter erfassen und sie bis zur Ebene des Ableitungsförderers (34) anheben, wobei ein Schiebermechanismus die angehobenen Behälter von den Hubmitteln auf den Ableitungsförderer schiebt.
10. Ein Verfahren zum Betäuben von in Behältern (22) aufgenommenem Geflügel mit Gas mit Absenken der Behälter in eine ein Betäubungsgas enthaltende Kammer (10) und Anheben der Behälter aus der Kammer nach einer für das Gas zum Betäuben des Geflügels ausreichenden Zeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter oben offene Behälter sind und zum Verhindern des Entweichens des Geflügels aus ihnen mindestens bis zu dessen Betäuben abgedeckt werden, während der Eintritt von Gas in die Behälter (22) zugelassen wird, und daß das Verfahren das Fördern der Behälter durch die Kammer (10) für eine für das Gas zum Betäuben des Geflügels ausreichenden Zeit einschließt.
11. Ein Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Betäubungsgas ein einziges Gas, wie zum Beispiel Argon, ist.
12. Ein Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Betäubungsgas ein Gasgemisch, zum Beispiel Argon und Kohlendioxid, ist.
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