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Querverweis auf verwandte
Anmeldungen
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Diese Anmeldung beansprucht den Nutzen
der provisorischen US-Anmeldung Nr. 60/007.150, eingereicht am 1.
November 1995.
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Technisches Gebiet Diese Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Herstellung von pharmazeutischen Granulaten
von Makrolid-Antibiotika, wie Granulate, die aus Clarithromycin
und Acrylsäurecarbomeren
bestehen. Ausdrücklicher
betrifft die Erfindung ein verbessertes Verfahren zur Herstellung
von solchen Granulaten, worin kein organisches Lösungsmittel verwendet wird.
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Hintergrund der Erfindung
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Makrolid-Antibiotika sind intensiv
genutzt worden bei der Behandlung eines großen Spektrums von bakteriellen
Infektionen. Das Makrolid-Antibiotikum 6-O-Methylerythromycin A
(Clarithromycin) ist besonders nützlich
bei der Behandlung von gewöhnlichen
pädiadrischen
Infektionen des Mittelohrs und des oberen Respirationstraktes. Wenn
Makrolid-Antibiotika an Kinder und andere Patienten verabreicht
werden, die Schwierigkeiten oder eine Abneigung haben, feste Arzneiformen
(wie Tabletten oder Kapseln) zu schlucken, werden flüssige Formulierungen
wie Lösungen,
Emulsionen und Suspensionen vorgezogen. Jedoch sind Makrolid-Antibiotika
außerordentlich
bitter und selbst Spurenmengen, die in flüssigen Arzneiformen gelöst sind,
werden häufig
als schlecht schmeckend wahrgenommen. Folglich ist daran gedacht
worden, den Geschmack solcher Arzneistoffe zu maskieren, indem sie
als Suspensionen, in einer mit Aromastoffen versetzten Flüssigkeit,
von feinen Partikeln hergestellt werden, welche überzogen oder abgedichtet sind
mit einem Mittel, das die Auflösung
des Arzneistoffs verhindert, bis die Partikel geschluckt worden
sind. Auf diese Weise ist eine ausreichende Geschmacksmaskierung
erreicht worden, während
die gewünschten
pharmakokinetischen Eigenschaften beibehalten wurden. Die vorteilhaftesten
Ergebnisse bis heute sind erhalten worden mit oralen flüssigen Suspensionen,
in welchen die obigen Partikel aus Komplexen oder Absorbaten eines
Makrolid-Antibiotikum und eines Carbomers bestehen, wie beschrieben
in United States Patent Nr. 4.808.411, erteilt für Fu Lu et al. am 28. Februar
1989. PHARMACEUTICAL RESEARCH, Vol. 8, Nr. 6, 1991, NEW YORK (US),
Seite 706–712, XP000645421
MOU-YING FU LU; et al.: 'A
polymer carrier system for taste masking of macrolide antibiotics', offenbart die Herstellung
von Makrolid-Carbopol-Komplexen,
indem vorbestimmte Verhältnisse
von Arzneistoff und Polymer in Wasser oder alkoholisch-wässerigen
Mischungen gelöst
oder aufgeschlämmt
werden.
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Diese Komplexe oder Absorbate werden
typischerweise hergestellt, indem der Arzneistoff in einer Mischung
von Aceton und Alkohol aufgelöst
wird und Carbomer hinzugegeben wird, oder indem eine Aufschlämmung des
Arzneistoffes und des Carbomers in Aceton oder einer Aceton/Alkohol-Mischung
gemischt wird. Jedoch zeigt die Nutzung der zuvor genannten Verfahren
im industriellen Maßstab
eine Reihe von Problemen, einschließlich Arbeitnehmersicherheit,
Emission von Lösungsmitteldämpfen in
die Atmosphäre
und Kosten. Entsprechend besteht ein besonderer Bedarf an einem
Verfahren, das keinen Alkohol oder keine organischen Lösungsmittel
einsetzt.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Unter einem ersten. Gesichtspunkt
stellt die Erfindung ein Verfahren bereit zur Herstellung von Granulaten
eines Makrolid-Antibiotikums,
welches die folgenden Schritte umfasst:
- a)
Mischen eines Makrolid-Antibiotikums und eines Carbomers in einem
Gewichtsverhältnis
von zwischen 1 : 10 und 5 : 2;
- b) Befeuchten der Mischung in der Abwesenheit eines organischen
Lösungsmittels
mit zwischen 1,5 und 2,5 Gewichtsteilen Wasser;
- c) Mischen der Mischung für
einen Zeitraum, der ausreichend ist, um die Bildung von Makrolid-Antibiotikum-Carbomer-Ganulaten
zu erlauben, wobei das Mischen in einem Gefäß erreicht wird, welches einen Kopfraum
hat, der bei einer Temperatur von 30 bis 70°C gehalten wird;
- d) Trocknen der Makrolid-Antibiotikum-Carbomer-Granulate.
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Vorzugsweise ist das Carbomer ein
Acryl-Polymer wie Acrylsäurepolymer
CARBOPOL 974P® und das
antibiotische Makrolid ist gewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Erythromycin und einem Clarithromycin,
vorzugsweise Clarithromycin. Allgemein umfasst die Mischung, die
in Schritt (a) gebildet wurde, Clarithromycin und Acryl-Polymer
in einem Verhältnis
von zwischen 1 : 10 und 5 : 2, normalerweise 5 : 3.
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In einer Variation umfasst das oben
beschriebene Verfahren weiter den zusätzlichen Schritt, vor dem Schritt
(d), Mischen der Makrolid-Antibiotikum-Carbomer-Granulate, die in
Schritt (c) gebildet wurden, mit einer wässerigen Lösung eines Bindemittels, typischerweise
Polyvinylpyrrolidon.
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Optimalerweise wird die Reaktionstemperatur
zwischen 30 und 50°C
gehalten, idealerweise bei 40°C. Die
Temperatur kann mittels eines Kühlmantels
gehalten werden, typischerweise bei 20 bis 40°C.
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Unter einem anderen Gesichtspunkt
stellt die Erfindung ein Verfahren bereit zur Erhöhung der
Härte von
pharmazeutischen Granulaten von Makrolid-Antibiotikum-Carbomer,
welches die folgenden Schritte umfasst:
- (a)
Mischen der Granulate mit einer wässerigen Lösung eines Bindemittels, typischerweise
Polyvinylpyrrolidon; und
- (b) Trocknen der Granulate.
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Die in diesem Verfahren gebildeten
Clarithromycin-Carbomer-Granulate
sind mit jenen, die unter Verwendung von Alkohol oder Alkohol/Aceton-Mischungen
gebildet wurden, hinsichtlich Geschmacksmaskierung und Eignung zur
Verwendung in flüssigen
Arzneiformen vergleichbar.
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Kurze Beschreibung der
Figuren der Zeichnung
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1 zeigt
eine grafische Darstellung der Kopfraumtemperatur als eine Funktion
der Granulierung und Manteltemperatur für Clarithromycin-CARBOPOL 974P®-Granulierungen in
einem 600-Liter-GRAL.
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2 zeigt
eine grafische Darstellung der Kopfraumtemperatur als eine Funktion
von Granulierungszeit und Chargengröße für Clarithromycin-CARBOPOL 974P®-Granulierungen
in einem 600-Liter-GRAL.
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3 ist
ein Diagramm, das eine Gegenüberstellung
der Partikelgrößenverteilung
für überzugsfreie Clarithromycinpartikel,
die in einem 600-Liter-GRAL hergestellt wurden, und der Wirkung
der Einfügung
von Feinanteilen während
der PVP-Granulierung zeigt.
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4 ist
ein Diagramm, das eine Gegenüberstellung
von prozentualem Anteil erzeugter Feinanteile als eine Funktion
der Siebezeit für überzugsfreie
Clarithromycinpartikel, die in dem 600-Liter-GRAL hergestellt wurden,
und der Wirkung der Einfügung
von Feinanteilen während
der PVP-Granulierung zeigt.
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5 zeigt
eine grafische Darstellung von Etherextrahierbarem Material als
eine Funktion der Kopfraumtemperatur für Clarithromycin-CARBOPOL 974P®-Granulierungen
in einem 600-Liter-GRAL.
Das Sternchen (*) zeigt an, dass die Kopfraumtemperaturen am Ende
der ersten Granulierung für
eine Chargengröße von 67
kg erhalten wurden.
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6 zeigt
eine grafische Darstellung der Kopfraumtemperatur als eine Funktion
der Granulierungszeit für
Clarithromycin-CARBOPOL 974P®-Granulierungen
in einem 1200-Liter-GRAL
mit einer Manteltemperatur von 25°C/30°C und 30°C/35°C.
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7 ist
ein Diagramm, das das lineare Verhältnis der Werte zeigt, die
in 6 dargestellt sind.
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8 zeigt
eine grafische Darstellung der Kopfraumtemperatur als eine Funktion
der Granulierungszeit für
Clarithromycin-CARBOPOL 974P®-Granulierungen
in einem 1200-Liter-GRAL
mit einer Manteltemperatur von 25°C/30°C.
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Ausführliche Beschreibung
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Der Ausdruck "Makrolid-Antibiotikum", wie er hier verwendet wird,
bezeichnet eine Verbindung, die typischerweise gekennzeichnet ist
dadurch, dass sie einen 14-gliedrigen Makrolactonring und zwei O-verknüpfte Zuckermoleküle aufweist,
wie sie in den Erythromycinen A, B, C und D vorgefunden werden.
Nützliche
Makrolid-Antibiotika umfassen, sind aber nicht beschränkt auf,
Erythromycin, Dirithromycin, Josamycin, Midecamycin, Kitasamycin,
Tysolin, Roxithromycin, Rokitamycin, Oleandomycin, Miocamycin, Flurithromycin,
Rosaramicin, Azithromycin und Clarithromycin.
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Clarithromycinverbindungen (6-O-Methylerythromycine)
sind eine Teilgruppe der Makrolid-Antibiotika, die durch die folgende
Formel dargestellt werden:
worin
R
1 entweder OH oder H ist, R
2 entweder
CH
3 oder H ist und R
3 CH
3 ist. Es gibt mehrere Typen von Clarithromycinen.
Zum Beispiel ist Clarithromycin A eine Verbindung mit der Formel
I, worin R
1 OH ist, R
2 CH
3 ist und R
3 CH
3 ist. Clarithromycin B ist eine Verbindung
mit der Formel I, worin R
1 H ist, R
2 CH
3 ist und R
3 CH
3 ist. Clarithromycin
C ist eine Verbindung mit der Formel I, worin R
1 OH
ist, R
2 H ist und R
3 CH
3 ist. Clarithromycin D ist eine Verbindung
mit der Formel I, worin R
1 OH ist, R
2 H ist und R
3 CH
3 ist. Auch wenn keine besondere Form für Clarithromycin
oder das Makrolid-Antibiotikum für
den Einsatz der vorliegenden Erfindung wesentlich ist, wird Clarithromycin
A derzeit bevorzugt.
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Ein Verfahren der vorliegenden Erfindung
umfasst die Bildung eines granulierten Produktes (nämlich von "Granulaten") aus einem Makrolid-Antibiotikum
(wie Clarithromycin) und einem Carbomer in der Anwesenheit von Wasser
allein. Wie er hier verwendet wird, bezeichnet der Ausdruck "Granulat(e)" eine Zusammensetzung
von Material, die 25% bis 90% eines Makrolid-Antibiotikums und 10% bis 75% eines
Carbomers umfasst. Auch wenn nicht beabsichtigt ist, durch irgendeine
besondere Theorie beschränkt
zu sein, wird für
das Granulat angenommen, dass es zusammengehalten wird durch Wechselwirkungen
wie (i) die ionische Anziehung zwischen der Aminosäurezuckergruppe
typischer Makrolid-Antibiotika und der Carbonylgruppe des Carbomers,
und (ii) den Geleigenschaften des Carbomers.
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Die Carbomere, die in dieser Erfindung
eingesetzt werden, sind verzweigte Acrylsäurepolymere mit einem hohen
Grad von Quervernetzung und einer hohen Verdichtungskapazität. Sie haben
die allgemeine Formel:
worin n 10.000 bis 60.000
ist. Das durchschnittliche Äquivalentgewicht
ist 76, während
das Molekulargewicht ungefähr
3 Millionen ist. In seinem präsolvatisierten
Zustand ist das Carbomer ein dicht geknäueltes Molekül und seine
Verdichtungseigenschaften sind begrenzt. Wegen seines relativ hohen
Molekulargewichts und der intensiven Harzquervernetzung kann das
Carbomer jedoch ein Hochviskositätsgel
erzeugen. Für
diese Gelbildung wird anfänglich
vermutet, dass sie als ein Ergebnis von Hydratisierung und partieller
Entknäuelung
auftritt. Neutralisieren der Säuregruppen
des Carbomers mit einer geeigneten organischen oder anorganischen Base
ist erforderlich, um das Molekül
weiter zu entknäueln
und Hochviskositätslösungen zu
erzeugen.
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Traditionell wurde die Bildung eines
Makrolid-Antibiotikum/Carbomer-Granulats
erreicht, indem zuerst ein medizinisches Salz des gewünschten
Carbomers hergestellt wurde, indem es in einem Lösungsmittel dispergiert wurde
und dann das resultierende Polymer mit verschiedenen Aminen oder
anorganischen Basen neutralisiert wurde (Secard, 1962; Bremecker,
1989; Misek et al., 1956). Alternativ wurde, wenn Carbomersalzbildung
nicht erreicht werden konnte, ein Arzneistoff physikalisch in einem
festen Carbomermatrixgel eingeschlossen. In diesem Verfahren brach
nach Dispersion des Arzneistoffes in einem Carbomer die Gelstruktur zusammen,
was zum Einschluss der Arzneistoffmoleküle in der Carbomermatrix führte (Secard,
1962). In beiden zuvor genannten Verfahren wurde der Arzneistoff
erst hinzugegeben, nachdem das Polymer vollständig in dem geeigneten Lösungsmittel
dispergiert war.
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Die Herstellung von bestimmten MakrolidAntibiotikum/Carbomer-Granulaten,
insbesondere von überzugsfreien
Clarithromycingranulaten ist ziemlich einzigartig, da die Wechselwirkung
des Arzneistoffes und eines Carbomers in dem festen Zustand stattfinden
kann und sowohl Clarithromycin als auch Carbomer vorhanden ist,
wenn das Granulierlösungsmittel
hinzugegeben wird. Das Lösungsmittel
wird über
einen Zeitraum hinzugegeben, der für eine wirksame Wechselwirkung
zwischen Clarithromycin und den Carbomermolekülen ausreichend ist. Da für die Wechselwirkung
zwischen Clarithromycin und Carbomer erwartet wird, dass sie in dem
festen Zustand stattfindet, sollten die physikalischen Eigenschaften
eines einzelnen Carbomers als ein trockener Feststoff ebenfalls
berücksichtigt
werden, da diese Eigenschaften eine entscheidende Rolle bei seiner
Wechselwirkung mit Clarithromycin spielen.
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Ein Beispiel für ein geeignetes Carbomer ist
CARBOPOL 974P®.
Neben den oben erwähnten
Eigenschaften wird CARBOPOL 974P® wegen
seines hohen Reinheitsgrades und seiner intensiven Toxizitätsstudien
zur Verwendung in der pharmazeutischen Industrie empfohlen. Dieses
spezielle Carbomer kann wegen seines relativ hohen Molekulargewichts
(das heißt,
das mittlere Molekulargewicht ist ungefähr 3.000.000) und extensiver
Harzquervernetzung ein Gel mit hoher Viskosität erzeugen. Anfänglich wird
für die
Gelbildung dieses Polymers angenommen, dass sie als ein Ergebnis
von teilweisem Schwellen durch Wassermoleküle auftritt. Jedoch führt die
Neutralisation der Säuregruppen
dieses Polymers mit einer organischen oder anorganischen Base zu
einer weiteren Steigerung der Viskosität und Gelbildung.
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"Granulierung" bezeichnet normalerweise
das Verfahren, feine Pulver in zunehmend größere Partikelgröße zu bringen,
indem sie aneinander gebunden werden. In der vorliegenden Anmeldung
wird "Granulierung" auf eine ähnliche
Art und Weise verwendet, um das Zusammenbringen des Makrolid-Arzneistoffes
und des Carbomerpolymers in zunehmend größeren Komplexen zu beschreiben.
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In dem anfänglichen Verfahren der Bildung
von Makrolid-Antibiotikum-"Granulaten" werden ein Makrolid-Antibiotikum
wie Clarithromycin A und ein geeignetes Carbomer zusammengebracht,
in trockener Form, in einem geeigneten Mischkessel. Ein Mischkessel
ist jede Vorrichtung, welche das gewünschte Makrolid-Antibiotikum
und das Carbomer mischt oder vermengt. Vorzugsweise umfasst die
Mischvorrichtung einen Granulator. Ein Granulator ist eine spezielle
Vorrichtung, welche eine oder mehrere chemische Verbindungen in
granulöser
Form, typischerweise mit einem definierten Korngrößenbereich,
vermengt oder mischt. Vorzugsweise ist ein Mischkessel außerdem mit
einem Mittel zum Messen der Kopfraumtemperatur ausgerüstet. "Kopfraum", wie hier verwendet,
bezeichnet den Luftraum, der zwischen der Verbindung oder den Verbindungen,
die in dem Granulator enthalten sind, und der Innenseite des Granulatordeckels
vorhanden ist. "Kopfraumtemperatur" bezeichnet die Temperatur
der Luft in dem Kopfraum und zeigt die Temperatur der Mischung an,
die in dem Kessel enthalten ist. Ein Beispiel für ein Mittel zum messen der
Kopfraumtemperatur ist eine Temperatursonde, welche durch den Deckel
des Granulators in den Kopfraumbereich eingesetzt werden kann. Granulatoren
des beschriebenen Typs sind dem Durchschnittfachmann gut bekannt.
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Der Typ des gewählten Mischkessels hängt ab von
dem Volumen des Arzneistoffes und des Carbomers, die der Benutzer
zu mischen beabsichtigt. Zum Beispiel können im kleinen Maßstab der
Arzneistoff und das Carbomer in Edelstahlschüsseln oder Mörsern gemischt
werden. In einem großen
Maßstab
können V-Mischer
wie der Patterson-Kelley-V-Mischer oder Planetenmischer wie der
Glen-Mischer und der Hobart-Mischer verwendet werden. Eine bevorzugte
Mischvorrichtung nutzt einen Hochschergranulator wie das GRAL-System
(Colette Manufacturing Co.).
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Gemäß dem erfinderischen Verfahren
werden 6-O-Methylerythromycin
A und Carbomer in einem Verhältnis
von zwischen 1 : 10 bis 5 : 2, vorzugsweise in einem Verhältnis von
5 : 2 bis 5 : 3 trocken miteinander gemischt oder vermengt. Das
Carbomer kann jedes beliebige Acrylsäurepolymer sein, das bei einer
geeigneten Temperatur und Konzentration in Wasser zu Gelbildung
in der Lage ist. Ein bevorzugtes Carbomer ist CARBOPOL 974P®, NF (kommerziell
erhältlich
von B.F. Goodrich Co.).
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In dem nächsten Schritt des Verfahrens
wird die Mischung in der Abwesenheit eines organischen Lösungsmittels
mit Wasser befeuchtet und für
einen Zeitraum gemischt, der ausreichend ist, dass Granulierung auftritt.
Wie er hier verwendet wird, bedeutet der Ausdruck "organisches Lösungsmittel" jede organische
Verbindung, die in der Lage ist, entweder das interessierende Makrolid-Antibiotikum
oder das interessierende Carbomer zu lösen. Repräsentative Beispiele umfassen
Alkohole wie Ethanol oder Isopropanol, Ether und Aceton.
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Im Allgemeinen wird durch Erhöhung der
Menge von Wasser in der Arzneistoff-Carbomer-Mischung die Wirksamkeit
der Arzneistoff-Carbomer-Wechselwirkung erhöht. Diese wirksamere Wechselwirkung
kann zurückgeführt werden
auf die Rolle von Wasser bei der Steigerung der Flexibilität des Carbomers
und auf die erhöhte
Konzentration von Arzneistoff in der wässerigen Phase. Jedoch führt eine
Erhöhung
der Wasserkonzentration schließlich
zur Bildung einer Paste, welche schwer zu trocknen ist. Folglich
werden in der am meisten bevorzugten Ausführungsform 1,5 bis 2,5 kg Wasser
zu 1 kg Pulver über
60 Minuten hinzugefügt,
gefolgt durch Mischen für
weitere 30 bis 60 Minuten.
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Die Bildung von Arzneistoff-Carbomer-Granulaten
wird wegen der Arzneistoff-Carbomer-Wechselwirkung begleitet von
der Erzeugung von Wärme.
Die Temperatur der Reaktion wird zwischen 30 und 70°C gehalten.
Die Reaktionstemperatur kann durch jedes geeignete Mittel reguliert
werden, zum Beispiel durch einen Kühlmantel rund um den Reaktionskessel
herum. Die Reaktionstemperatur kann durch jedes geeignete Thermosensormittel überwacht
werden, z. B. durch eine Temperatursonde, die in den Kopfraum oder
in das Reaktionsgemisch eingesetzt wird. Im Allgemeinen erhöht sich
die Qualität
der erhaltenen Granulate mit zunehmender Temperatur, bis zu 70°C, wobei über dieser
Temperatur das Makrolid-Antibiotikum
zum Zersetzen neigt. Gleichzeitig wird der Granulierungsprozess
durch Überkühlen verzögert. Somit
ist die optimale Temperatur abhängig
von mehreren Faktoren, aber bedeutet allgemein Tauschgeschäfte zwischen
besserer Granulierung und Einfachheit der Verarbeitung:
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Ein bevorzugtes Mittel zum Beibehalten
der Reaktionstemperatur ist mittels eines Kühlmantels um den Kessel herum.
Folglich ist ein bequemes Mittel zum Überwachen der Temperatur die Überwachung
der Eingangs- und Ausgangstemperatur des Kühlmantels. Selbstverständlich wird
dies vorgenommen, nachdem die Größe des Mischkessels,
das Volumen des Kopfraums und die typischen Wärmeübertagungsverluste von dem Reaktionsgemisch
zu dem Kühlmantel
in Betracht gezogen worden sind. Zum Beispiel ist in einem 600-1-GRAL,
einem Hochschergranulator mit einer Chargengröße von 60–120 kg Material, eine bevorzugte Temperatur
für den
Kopfraum 30–35°C, was sich
in eine Kühlmanteltemperatur
von 20–25°C übersetzen
lässt.
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Die Granulate werden dann getrocknet,
zum Beispiel in einem Trockenofen oder einem Wirbelschichttrockner,
und sortiert, zum Beispiel in einem Sweco-System. Solche Trocknungssysteme
sind dem Durchschnittsfachmann gut bekannt. Zum Gebrauch in pädiatrischen
Suspensionen sind Granulate erwünscht
mit einer Partikelgröße zwischen
177 und 420 μm
(40 und 80 Maschenweite). Granulate, die nicht durch das 420-μm-(40 Maschenweite)-Sieb
hindurchgehen, können
gemahlen werden, um die Ausbeute von Partikeln mit 420–177 μm (40–80 Maschenweite)
zu erhöhen.
Hammermühlen
wie der FitzMill Comminutor oder Wirbelluftmühlen sind zum Verringern der
Partikelgröße am wirksamsten.
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Für
eine wirksamere Geschmacksmaskierung und eine erhöhte Fähigkeit,
während
weiterer Bearbeitung intakt zu bleiben, sind härtere Granulate erwünscht. Die
Härte der
Granulate kann erhöht
werden durch eine zweite Granulierung unter Verwendung eines Bindemittels,
welches dazu dient, den Granulaten eine zusätzliche Festigkeit zu verleihen.
Geeignete Bindemittel umfassen Stärke, Gelatine und Zucker wie
Saccharose, Glukose, Dextrose, Molassen und Laktose, und natürliche und
synthetische Gummis wie Gummi arabicum, Natriumalginat, Extrakt
von Irish-Moos,
Panwar-Gummi, Ghatti, Schleim von Isapol husks, Carboxymethylcellulose,
Methylcellulose, Polyvinylpyrrolidon, Veegum und Lärchenarabogalaktan.
Andere mögliche
Bindemittel umfassen Polyethylenglykol, Ethylcellulose, Wachse,
Wasser und Alkohol. Während
Wasser und Alkohol keine richtigen Bindemittel sind, kann ihre Lösungsmittelwirkung
auf das Arzneistoff-Carbomer-Granulat
die Umwandlung des pulverförmigen
Materials zu Granulaten unterstützen.
Eine bevorzugte Klasse von Bindemitteln sind die Polyvinylpyrrolidinone
(PVPs). Ein besonders bevorzugtes Bindemittel ist POVIDONE (PVP
K-90), erhältlich
von ISP Technology Inc. (Wayne, NJ). Das Bindemittel kann in trockener
Form dispergiert werden, gefolgt von Befeuchten mit einem geeigneten
Lösungsmittel,
und zu einer Aufschlämmung
oder Suspension der Arzneistoff-Carbomer-Granulate in einem geeigneten
Lösungsmittel
hinzugegeben werden oder in einer Granulierlösung verwendet werden. In einer
bevorzugten Ausführungsform
werden die Partikel, die nach dem Trocknen der anfänglichen
Granulierung erhalten wurden, ein zweites Mal granuliert unter Verwendung
einer Lösung
von PVP K-90 in destilliertem Wasser oder Ethanol, gefolgt von Sortieren
und Mahlen wie oben beschrieben. In der am meisten bevorzugten Ausführungsform
wird eine 10-15%ige Lösung
von PVP K-90 in destilliertem Wasser für die zweite Granulierung verwendet.
Ein unerwartetes Ergebnis der wässerigen
Granulierung ist die erhöhte
Härte der
Granulate bezüglich
der Granulate, die durch Verfahren nach dem Stand der Technik produziert
werden, wo Alkohol anstelle von Wasser als das Granulierlösungsmittel
verwendet wird.
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Die relative Härte von Granulaten, die in
wässeriger
und Alkoholgranulierung produziert werden, ist in Tabelle 1 gezeigt.
Die relative Härte
wurde bestimmt unter Verwendung des Siebhärtetests, beschrieben von Krycer
und Pope in "An
Evaluation of Tablet Bindung Agents, Part I: Solution Binders", Powder Technology, 1983,
34, 39–51.
In diesem Verfahren wurden ein Nest von Sieben (40 und 80 Maschenweite
und Schale), ein Siebrüttler
(Modell Nr. SS-15, Gilson Sieve Co.) und 12 Keramikkügelchen,
jedes mit einem Gewicht von etwa 16 Gramm und von annähernd gleicher
Größe, verwendet.
Die Keramikkügelchen
wurden auf das 177-μm(80 Maschenweite)-Sieb
gelegt und die Granulate mit 420–177 μm (40–80 Maschenweite) wurden oben
auf das 420-μm(40
Maschenweite)-Sieb gelegt und unterschiedliche Zeitintervalle lang
gesiebt. Die Masse von den Partikeln, die durch das 177-μm(80 Maschenweite)-Sieb
hindurchgingen, lieferte nützliche
Informationen über die
relative Härte
der Granulate.
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TABELLE
1
Relative Härte
von Granulaten, die in Alkohol- und wässeriger Granulierung produziert
wurden
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Der oben beschriebene Sortier- und
Mahlprozess erzeugte bis zu 30% Feinanteile (Partikel, welche durch
ein 177-μm(80
Maschenweite)-Sieb hindurchgingen). Die Ausbeute von gewünschten Partikeln
mit 420–177 μm (40–80 Maschenweite)
kann erhöht
werden durch Wiedergranulieren der Feinanteile mit destilliertem
Wasser oder einer 2-3%igen Lösung
von PVP in destilliertem Wasser. Die Ausbeute von Partikeln mit 420–177 μm (40–80 Maschenweite),
die in diesem Wiedergranulierungsschritt erhalten wird, ist typischerweise etwa
50%.
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Der Geschmacksschutz, der durch die
wässerige
Granulierung von 6-O-Methylerythromycin A gewährt wird, wird weiter erhöht durch
einen Polymerüberzug
der Granulate. Eine Vielzahl von Polymerstoffen kann eingesetzt
werden, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf, Ethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose,
Polyvinylacetatphthalat, Celluloseacetatphthalat, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat
und Schellack. Andere Polymer, die für gewöhnlich nach Handelsnamen bekannt
sind, umfassen EUDRAGIT E-100, S-100 und L-100, erhältlich von Rohm and Haas Company.
Der bevorzugtste Überzug
ist Hydroxypropylmethylcellulosephthalat.
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Das Vorhergehende kann besser verstanden
werden durch die folgenden Beispiele, die zum Zwecke der Veranschaulichung
präsentiert
werden.
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Allgemeine experimentelle
Verfahren
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1. Allgemeine Herstellung
von unüberzogenen
Clarithromycinpartikeln
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- a. Erste Granulierung: Während der ersten Granulierung
wurden Clarithromycinpartikel anfänglich mit CARBOPOL 974P® in einem
Masseverhältnisse
von 5 : 3 15 Minuten lang gemischt, um gutes Mischen sicherzustellen.
Die Mischung wurde dann mit destilliertem Wasser für unterschiedliche
Zeiträume
und bei unterschiedlichen Temperaturen granuliert. Nachdem die Granulierung
vollständig
war, wurden die Granulate in einen Wirbelschichttrockner überführt und
mindestens eine Stunde lang getrocknet, oder bis ein Trockenverlust
(lost on drying, LOD)-Wert
von weniger als 5% erreicht wurde.
- b. Zweite Granulierung: In der zweiten Granulierung wurden die
getrockneten Clarithromycin-CARBOPOL 974P®-Granulate mit einer Lösung von
Polyvinylpyrrolidon (PVP) in destilliertem Wasser wiedergranuliert. Am
Ende dieses Granulierungsschrittes wurde das Material noch einmal
in einem Wirbelschichttrockner getrocknet, bis ein LOD-Wert (siehe
unten) von weniger als 2% erreicht wurde.
- c. Wiedergranulierung: Die Feinanteilepartikel (d. h. die Fraktion
von Material, die durch ein 80-Maschenweite-Sieb hindurchging),
die als ein Ergebnis des Mahlens und Verarbeitens produziert wurden,
wurden wieder granuliert, um die Partikelgröße zu erhöhen und die Gesamtausbeute
von überzugsfreien
Clarithromycinpartikeln mit 420-177-μm (40–80 Maschenweite) zu verbessern.
In dem Wiedergranulierungsprozess wurde verdünntes Wasser als das Granulierlösungsmittel
verwendet (sofern nichts anderes angegeben), um die Konzentration
von PVP während
der Formulierung konstant zu halten.
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2. In-Prozess Temperaturkontrollmessungen
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Ein Thermoelement (Thermometer vom
Typ 52 K/J, John Fluke Manufacturing, Everett, WA) wurde in den "Kopfraum über dem
Granulierfeststoff eingeführt
und Messungen wurden periodisch aufgezeichnet für alle die Experimente, die
in 75-, 600- und 1200-1-GRALs durchgeführt wurden.
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Die Manteltemperatur in dem 10-Liter-GRAL
wurde reguliert unter Verwendung eines Kreislaufwasserbads. Wegen
der begrenzten Kapazität
von verfügbarem
Kreislaufwasser wurde die Manteltemperatur für den 75-Liter-GRAL reguliert
unter Verwendung von kaltem Leitungswasser, wobei sowohl Eingang-
und als auch Ausgangsmanteltemperatur in Fünf-Minuten-Intervallen aufgezeichnet
wurde. Die Manteltemperatur des 600-Liter-GRALs wurde unter Verwendung
eines eingebauten Kühlsystems
reguliert. Mischer und Hackerleistungsablesungen für alle Experimente
in den 75-, 600- und 1200-Liter-GRALs wurden überwacht und als eine Funktion
der Zeit aufgezeichnet.
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3. Granulathärtetest
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Die relative Härte von produzierten Granulaten
nach jedem Granulierungsschritt wurde unter Verwendung eines Siebhärtetests (Krycer
und Pope, 1983) untersucht. Da der gewünschte Partikelgrößenbereich
für überzugsfreie
Clarithromycinpartikel zwischen 420–177 μm (40–80 Maschenweite) beträgt, lieferte
Messung der Fraktion von Material, die durch ein 177-μm(80 Maschenweite)-Sieb
hindurchging, nützliche
Informationen bezüglich
der relativen Härte
dieser Partikel. In diesem Verfahren wurde ein Nest von Sieben (420–177 μm (40, 80
Maschenweite) und Schale), ein Siebrüttler (Modell Nr. SS-15, Gilson
Sieve Co.) und 12 Keramikkügelchen (wobei
jedes Kügelchen
ein Gewicht von ungefähr
16 Gramm hatte und alle Kügelchen
von einer annähert
gleichen Größe waren),
die auf ein 177-μm(80
Maschenweite)-Sieb gelegt wurden, verwendet. Die überzugsfreien Clarithromycinpartikel
mit 420-177-μm
(40–80
Maschenweite) wurden oben auf das 420-μm(40 Maschenweite)-Sieb gelegt
und dann für
unterschiedliche Zeitintervalle geschüttelt. Die Masse von Granulaten,
die durch das 177-μm(80
Maschenweite)-Sieb hindurchging, wurde gewogen und aufgezeichnet.
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4. Analytische
Assays
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a. HPLC-Assay:
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Dieses Verfahren wurde genutzt, um
die Konzentrationen von Clarithromycin quantitativ zu bestimmen,
nachdem beide Granulierungsschritte abgeschlossen waren. Das verwendete
Assayverfahren ist ein standardisiertes Literaturverfahren.
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b. Infrarot(IR)-Technik:
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Dieses Verfahren der Analyse wurde
verwendet, um die Strukturänderungen
zu untersuchen und zu vergleichen, die resultieren könnten, wenn
Wasser für
Alkohol als Granulierlösungsmittel
ersetzt wird. Die IR-Muster von Granulaten in verschiedenen Stadien
der Granulierung wurden mit denen von jeder Komponente und Granulaten
verglichen, die über
Alkoholgranulierung erhalten wurden. Eine qualitative Untersuchung von
jeder Probe wurde unter Verwendung eines Infrarot-Spektrophotometers
mit Kaliumbromidpellets durchgeführt.
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c. Pulverdiffraktionsmessung:
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Qualitative Pulverdiffraktionsmessungen
von verschiedenen Proben wurden durchgeführt unter Verwendung eines
Nicolet Pulverdiffraktometers (Micro-Vax-Computer-System, Modell
I2 mit Software-Version 2.41. Siemens Analytical X-ray Distributors),
indem 25 Punkte in jedem 2-q-Streuwinkel gemessen und das Ganze
bei Raumtemperatur betrieben wurde.
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d. Etherextrahierbarkeit-Analyse:
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Dieser Assay wurde primär genutzt,
um die Konzentration von freiem Clarithromycin nach jedem Granulierungsschritt
zu bewerten. Die Etherextrahierbarkeit-Analyse ist entwickelt worden
beruhend auf dem einfachen Prinzip, dass CARBOPOL 947P® und PVP
vollständig
unlöslich
in Ether sind, während
Clarithromycin-Moleküle
eine sehr hohe Etherlöslichkeit
besitzen. Als ein Ergebnis der Wechselwirkung zwischen Clarithromycin-
und CARBOPOL 974P®-Molekülen während des
Granulierungsprozesses werden die Clarithromycin-CARBOPOL 974P®-Partikel unlöslich in
Ether bleiben. Filtration einer Mischung von diesen Granulaten in Ether
führt zu
Einschluss von allen Clarithromycin-CARBOPOL 947P®- oder Clarithromycin-CARBOPOL 947P®-PVP-Partikeln,
während
das freie Clarithromycin in der Lösung bleibt und wiedergewonnen
wird, wenn der Lösungsmittelteil
der filtrierten Lösung
verdampft wird. Das ausführliche
Verfahren ist zu finden unter Standard Control Procedure (SCP),
Listen-Nr. 31043, herausgegeben am 4/07/92 (Abbott Labs).
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e. Trockenverlust:
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Zwei gravimetrische Verfahren, ein
Vakuumofen bei 60°C
und ein Computrac bei 110°C,
wurden genutzt, um die Konzentration von Wasser bei unterschiedlichen
Granulierungsschritten zu überprüfen.
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f. Auflösung:
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Die Geschwindigkeit der Auflösung von überzugsfreien
Clarithromycin-Partikeln, die mit wässeriger Granulierung produziert
wurden, wurde verglichen mit gegenwärtigen (nämlich alkoholgranulierten) überzugsfreien
Partikeln. Das HPLC-Verfahren,
das zum Prüfen
verwendet wurde, ist oben beschrieben.
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BEISPIEL 1
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Bildung von Clarithromycin/CARBOPOL
974P®-Granulaten
in einem 10-Liter-GRAL
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- A. Erste Granulierung: Vorbereitende Experimente
wurden entworfen, um die unterschiedlichen Variablen zu untersuchen,
die den ersten Granulierungsprozess (von Clarithromycin und Carbomer)
beeinträchtigen können. Ein
Mehrebenenfaktorbestimmungsentwurf wurde genutzt, um den wässerigen
Granulierungsprozess zu untersuchen. In dieser Reihe von Experimenten
wurden ausschließlich
625 Gramm Clarithromycin und 375 Gramm CARBOPOL 974P® (Masseverhältnis 5
: 3) verwendet. Das Granulierlösungsmittel
war 100% Wasser. Die Wirkung der Manteltemperatur, die Geschwindigkeit
der Wasserzugabe und die Gesamtmenge von zugesetztem Wasser waren
die Variablen, die in dieser Studie untersucht wurden. Die Wirkung
dieser Variablen auf die Granulierung wurde gemessen, indem (1)
die Leichtigkeit der Fluidisation und (2) der prozentuale Anteil
von Etherextrahierbarem Material (nämlich Clarithromycin) gemessen
wurde. Tabelle 2 zeigt eine Zusammenfassung von allen Experimenten,
die in dem 10-Liter-GRAL durchgeführt wurden.
- 1. Wirkung der Manteltemperatur: Wie in Tabelle 2. angezeigt
ist, wirkt sich bei kleineren Mengen von Wasser (nämlich 1,6
kg Wasser/1,0 kg Pulver) die Manteltemperatur nicht signifikant
auf die Leichtigkeit der Fluidisation der Granulate aus, und eine Änderung
der Manteltemperatur um 12°C
wirkte sich nicht auf die Qualität
des Endproduktes (nämlich
auf das Ausmaß der
Wechselwirkung zwischen Clarithromycin und CARBOPOL 974P®, wie durch
Etherextrahierbarkeit-Analyse gemessen) für eine gegebene Granulierungszeit
aus. Jedoch neigte eine Granulierung bei tieferen Temperaturen dazu,
zur Bildung eines flüssigeren
Materials zu führen
(da Gelbildung wirksamer verzögert
wurde). Bei den höheren
Konzentrationen von Wasser (nämlich
2,0 kg Wasser/1,0 kg Pulver) verbesserte eine Erhöhung der
Manteltemperatur die Qualität
der gebildeten Partikel (nämlich
bezüglich
der Leichtigkeit der Fluidisation) und verringerte die Konzentration
der gemessenen Ether-extrahierbaren Substanzen. TABELLE
2
- 2. Menge an Wasser: Wie ebenfalls in Tabelle 2 gezeigt ist,
führt eine
Erhöhung
der Menge von zugesetztem Wasser bei einer gegebenen Temperatur
für die
gleiche Granulierungszeit zur Bildung einer Paste, verbessert (d.
h. senkt) aber den Etherextrahierbarkeitswert. Zum Beispiel führte bei
einer Manteltemperatur von 12°C
eine Erhöhung
der Konzentration von Wasser zu einer Verringerung der Etherextrahierbarkeitswerte
von 15% (für
1,6 kg Wasser, siehe Beispiel Nr. 5) auf weniger als 10% (für 2,5 kg
Wasser, siehe Beispiel Nr. 8). Folglich scheint es so zu sein, dass
eine Erhöhung
der Menge von Wasser die Wirksamkeit der Wechselwirkung zwischen
Clarithromycin- und CARBOPOL 974P®-Molekülen verbesserte.
Die wirksamere Wechselwirkung zwischen Polymer und Arzneistoff kann
zurückgeführt werden
auf die Rolle von Wasser bei der Steigerung der Flexibilität des Polymers
(da die Glasumwandlungstemperatur verringert ist) und auch bei der
Erhöhung
der Konzentration von Clarithromycin in der Lösungsphase. Jedoch führt eine
erhöhte
Wasserkonzentration zu intensiverer Gelbildung, welche den Nachteil
besitzt, dass sie die Tendenz zur Fluidisierung verringert.
- 3. Granulierungszeit: Eine Erhöhung der Granulierungszeit
führte
zu niedrigeren Etherextrahierbarkeitswerten für die gleiche Manteltemperatur
und den gleichen Wassergehalt, wie in Tabelle 2 oben gezeigt. Wenn jedoch
das Wasser über
die erste Stunde der Granulierung hinzugegeben wurde und dann dem
Material erlaubt wurde, für
einen zusätzlichen
Zeitraum zu granulieren, wurden die Etherextrahierbarkeitswerte
weiter verbessert. Zum Beispiel wurden Etherextrahierbarkeitswerte
auf weniger als 2% verringert, wenn Wasser über die erste Stunde hinzugegeben
wurde und das Material dann eine weitere Stunde lang granulierte (siehe
Beispiele Nr. 12 und 13), im Vergleich zu einem Etherextrahierbarkeitswert
von 7%, wenn das Wasser fortlaufend über einen Zeitraum von 2 Stunden
hinzugegeben wurde (siehe Beispiel Nr. 6). Zugabe von Wasser über die
erste Stunde der Granulierung ermöglichte, dass die Gesamtkonzentration
von Wasser während
der späteren
Phase (d. h. in der zweiten Stunde) für die Wechselwirkung zwischen
Clarithromycin- und CARBOPOL 974P®-Molekülen verfügbar wurde.
- B. Zweite Granulierung: Die zweite Granulierung von Partikeln
wurde durchgeführt
mit einer Manteltemperatur, die auf 15°C eingestellt war. Eine 13,9%ige
Lösung
von PVP in destilliertem Wasser oder Alkohol wurde als das Granulierlösungsmittel
verwendet und das Material wurde eine Stunde lang granuliert. Tabelle
3 zeigt die Etherextrahierbarkeitsergebnissse von vier Granulierungen,
wobei eine wässerige
PVP-Lösung mit
einer Konzentration von 13,9 als Granulierlösungsmittel verwendet wurde.
Wie in dieser Tabelle gezeigt ist, zeigen die überzugsfreien Clarithromycin-Partikel
niedrigere Etherextrahierbarkeitswerte im Vergleich zu Granulaten,
die nach dem ersten Granulierungsschritt gebildet waren. Zum Beispiel
wurden Etherextrahierbarkeitswerte von 6,1% und 5,7%, die nach der
ersten Granulierung erhalten wurden, verringert auf 2,6% bzw. 1,8%
nach PVP-Granulierung. Unabhängige
Studien haben gezeigt, dass die Granulierung mit PVP-Lösung zur
Abscheidung von PVP auf der Außenfläche von
Granulaten führte,
deshalb wurde eine bestimmte Menge von Arzneistoff durch PVP maskiert
in guter Übereinstimmung
mit niedrigeren Etherextrahierbarkeitsergebnissen (CMR Report Nr.
93276).
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Die wässerigen Clarithromycin- und
CARBOPOL 974P®-
und wässerigen
PVP-Granulierungen wurden erfolgreich auf die Hochschergranulatoren
75-, 600- und 1200-Liter-GRAL vergrößert. Die überzugsfreien Partikel zeigten ähnliche
physikalische und chemische Merkmale wie die gegenwärtigen überzugfreien
Partikel, die mit Alkoholgranulierung produziert wurden. Der wässerige
Granulierungsprozess zeigte den zusätzlichen Vorteil der Leichtigkeit
der Handhabung und des Transfers. Evaluierung von zwei Typen von
Mühlen,
Comil und Fluid Air Mill, zeigte, dass die Comil mit ihrer Schermahlwirkung
nicht wirksam war bei der Verringerung der Größe von überzugsfreien Partikeln, die über wässerige
Granulierung produziert wurden.
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BEISPIEL 2
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Bildung von Clarithromycin/CARBOPOL
974P®-Granulaten
in einem 600-Liter-GRAL
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- A. Erste Granulierung: Zu einem 600-1-GRAL-Mischapparat
wurde 6-O-Methylerythromycin A (50 kg) und CARBOPOL 974P® (B.F. Goodrich
Co.) (30 kg) hinzugegeben. Die GRAL-Manteleingangstemperatur wurde auf 20°C eingestellt
und die Ausgangstemperatur wurde auf 25°C eingestellt. Der Mischer wurde
auf niedrig eingestellt und der Granulator wurde auf niedrig eingestellt,
und die Mischung wurde 15 Minuten lang vermischt. Der Mischer und
der Granulator wurden auf niedrig eingestellt und destilliertes
Wasser (128,4 kg) wurde durch die GRRL-Flüssigkeitszugabeöffnung über 60 Minuten
verteilt hinzugegeben. Der GRAL wurde geöffnet, die Seitenwände wurden
abgekratzt und die Granulierung wurde dann weitere 60 Minuten lang
fortgesetzt.
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Die GRAL-Ablaufrinne wurde geöffnet und
der Inhalt wurde schnell in eine Trocknertrommel abgelassen. Die
Trocknertrommel wurde in einem Aeromatic Wirbelschichttrockner angeordnet
und die Granulierung wurde getrocknet (Eingangslufttemperatur 90°C, Luftstrom
4500 CFM), bis eine Ausgangslufttemperatur von 70°C erreicht
wurde, wonach das Trocknen weitere 15 Minuten fortgesetzt wurde,
gefolgt von einem 15-Minuten-Kühlzyklus.
Die Granulierung wurde dann durch ein 1,6-cm(0,625 Inch)-Lochband
unter Verwendung einer Wirbelluftmühle gemahlen (Rücklaufgeschwindigkeit
2500 Upm, Förderschnecke
bei 30 Upm) und wie oben beschrieben wieder getrocknet. Die getrockneten
Granulate wurden dann durch ein 0,07-cm(0,028 Inch)-Siebband (Vorlaufgeschwindigkeit
bei 3000 Upm, Fördergeschwindigkeit
30 Upm) in der Wirbelluftmühle
gemahlen.
- B. Zweite Granulierung: Die gemahlenen
Granulate wurden in einen 600-1-GRAL-Mischapparat gebracht, die
GRAL-Manteleingangstemperatur
wurde auf 20°C
eingestellt und die Ausgangstemperatur wurde auf 25°C eingestellt.
Der Mischer und der Granulator wurden auf niedrig eingestellt und
eine 15%ige Lösung von
PVP K-90 in destilliertem Wasser (46 kg) wurde durch die GRAL-Flüssigkeitszugabeöffnung über 60 Minuten
verteilt hinzugegeben.
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Die getrocknete Granulierung wurde
dann unter Verwendung eines Sweco-Sichters über 595, 420 und 177-μm-Siebe (30,
40 und 80 Maschenweite) gesiebt. Die 420-177-μm(40-80 Maschenweite)-Granulate und die
Granulate kleiner als 177 μm
(80 Maschenweite) wurden gesammelt, und die Granulate größer als
595–420 μm (30–40 Maschenweite)
wurden in der Wirbelluftmühle
(0,4-cm(0,156 Inch)-Band,
2700 Upm, Förderschnecke
bei 30 Upm) gemahlen, um das zu große Material kleiner zu machen.
Die gemahlenen Granulate wurden dann wie oben beschrieben gesiebt
und die 420-177-μm(40-80 Maschenweite)-Granulate
wurden mit jenen vereinigt, die oben erhalten wurden.
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Das obige Verfahren wurde dann an
vier weiteren 50-kg-Chargen
von 6-O-Methylerythromycin A wiederholt. Die 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-Granulate
von allen fünf
Läufen
wurden vereinigt, um 291,9 kg 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-Granulate
und 111,9 kg Feinanteile (Granulate kleiner als 177 μm (80 Maschenweite))
zu ergeben.
- C. Wiedergranulierung von Feinanteilen:
Die Feinanteile (Granulate kleiner als 177 μm (80 Maschenweite)) von Schritt
B wurde in einen 600-1-GRAL-Mischapparat gebracht, die GRAL-Manteleingangstemperatur wurde
auf 20°C
eingestellt und die Ausgangstemperatur wurde auf 25°C eingestellt.
Der Mischer und der Granulator wurden auf niedrig eingestellt und
destilliertes Wasser (60 kg) wurde durch die GRAL-Flüssigkeitszugabeöffnung über 60 Minuten
verteilt hinzugegeben. Das wiedergranulierte Material wurde dann
aus dem GRAL abgelassen und in einem Wirbelschichttrockner wie in
Beispiel 1, Schritt B oben beschrieben getrocknet. Das getrocknete,
wiedergranulierte Material wurde dann unter Verwendung eines Sweco-Sichters über 595,
420 und 177-μm-Siebe
(30, 40 und 80 Maschenweite) gesiebt, um 70,9 kg 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-Granulate
und 38,9 kg Partikel kleiner als 177 μm (80 Maschenweite) zu ergeben.
Die Gesamtausbeute von 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-6-O- Methylerythromycin-Granulaten
sowohl von Beispiel 1 als auch Beispiel 2 betrug 362,8 kg, was eine
Ausbeute von 83% des theoretischen Werts darstellt.
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BEISPIEL 3
-
Bildung von Clarithromycin/CARBOPOL
974P®-Granulaten
in einem 600-Liter-GRAL
-
- A. Erste Granulierung: Die Granulierungsparameter
in dem 600-Liter-GRAL
wurden außerdem
bei Produktionschargengrößen von
66,7 und 80 kg untersucht. Die Menge von jedem Bestandteil wurde
linear erhöht gemäß der verwendeten
Chargengröße. 1 zeigt die Kopfraumtemperatur
als eine Funktion der Granulierungszeit für verschiedene Clarithromycin-
und CARBOPOL 974P®-Granulierungsläufe unter
Verwendung einer Chargengröße von 66,7
kg. Beruhend auf den Ergebnissen aus 10- und 75-Liter-GRAL-Studien wurde anfänglich eine
Eingangs-/Ausgangs-Manteltemperatur
von 12°C/14°C verwendet.
Jedoch zeigte ein Vergleich der Kopfraumtemperaturen für die erste
Granulierung etwas kleinere Werte verglichen mit den ähnlichen
Granulierungsläufen,
die in dem 75-Liter-GRAL durchgeführt wurden (Daten nicht gezeigt).
Wirksameres Mischen der Granulate in dem 600-Liter-GRAL und die
kleinere relative Chargengröße sind
möglicherweise
verantwortlich für
die beobachteten niedrigen Kopfraumtemperaturen. Des weiteren wird
das Kühlsystem,
das zur Kontrolle der Manteltemperatur in dem 600-Liter-GRAL verwendet
wurde, auf einem negativen Rückmeldungsmechanismus
betrieben, so dass alle Wärme,
die während
des Verfahrens erzeugt wurde und die zu einer erhöhten Ausgangstemperatur
führen
könnte,
durch eine automatische Erniedrigung der Eingangstemperatur kompensiert
wird. Beruhend auf früheren
Studien wurde gezeigt, dass die Kopfraumtemperaturen indirekt einige
Informationen bezüglich
des Ausmaßes
der Wechselwirkung zwischen den Clarithromycin- und CARBOPOL 974P®-Molekülen bereitstellen,
so dass etwas Anpassung der Manteltemperatur als notwendig erachtet
wurde, um die gewünschte
Kopfraumtemperatur zu erhalten. Eine Erhöhung der Eingang/Ausgang-Manteltemperatur
auf 20°C/25°C lieferte
die notwendige Temperatur, wo die Kopfraumtemperaturen von über 30°C erreicht
wurden, die für
die wirksame Wechselwirkung zwischen Clarithromycin- und CARBOPOL
974P®-Molekülen erforderlich
waren. Tabelle 4 zeigt die Ergebnisse der Etherextrahierbarkeit-
und LOD-Tests für
verschiedene Clarithromycin- und CARBOPOL 974P®-Granulierungen. Aus diesen Ergebnissen
folgt, dass eine Erhöhung
der Manteltemperatur auf 20°C/25°C zu einer
Verringerung der Etherextrahierbarkeitswerte führt, in guter Übereinstimmung
mit der beobachteten Zunahme der Kopfraumtemperatur (1). Ein Vergleich von Kopfraumtemperaturen
zwischen 75- und 600-Liter-GRALs
zeigte eine viel kleinere Konzentration von Wärmeakkumulation in dem 600-Liter-GRAL
mit einer Charge von 66,7 kg, wo die Temperaturerhöhung während der
letzteren Stufe der Granulierung auf lediglich wenige Grade begrenzt
war.
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2 zeigt
den Vergleich der Kopfraumtemperaturen für zwei verschiedene Granulierungsläufe mit
einer Chargengröße von 66,7
bzw. 80 kg (bei 20°C/25°C Manteltemperatur).
Wie erwartet führte
die größere Chargengröße zu höheren gemessenen
Kopfraumtemperaturen. Niedrigere Etherextrahierbarkeitswerte (gezeigt
in Tabelle 3 unten), die mit einer Chargengröße von 80 kg erhalten wurden,
sind in guter Übereinstimmung
mit den höheren
Kopfraumtemperaturen, die beobachtet wurden.
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- B. Zweite Granulierung: Die zweite Granulierung
von Clarithromycin-Partikeln wurde über eine Stunde bei unterschiedlichen
Manteltemperaturen durchgeführt,
wie in Tabelle 4 unten gezeigt ist. Eine Erhöhung der Manteltemperatur hatte
keine signifikante Wirkung auf den PVP-Granulierungsschritt.
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- C. Zweite Granulierung mit Einfügung von
Feinanteilen: Um die Verarbeitungszeit zu minimieren, wurde eine
Bewertung der Wirkung der Einfügung
der Feinanteile in die zweite PVP-Granulierung als ein Mittel zum Beseitigen
des Wiedergranulierungsschritts versucht. Experimente wurden durchgeführt, wobei
zwei unterschiedliche Konzentrationen von Feinanteilen in den PVP-Granulierungsschritt
aufgenommen wurden. 3 vergleicht
die Partikelgrößenverteilung
für diese
Granulierungsversuche mit den unvermischten überzugsfreien Clarithromycin-Partikeln,
nachdem die Granulate unter Verwendung eines Sweco-Systems gesiebt
waren. Wie in diesem Diagramm gezeigt wird, wurde keine signifikante
Verbesserung bei der Konzentration von überzugsfreien Partikeln, die über dem
177-μm(80 Maschenweite)-Sieb
(d. h. die Ausbeute) zurückgehalten
wurden, beobachtet. Jedoch wurde für eine Erhöhung der Konzentration von
Feinanteilen, das in die wässerige
Granulierung eingefügt
wurde, gezeigt, dass sie zu einer Zunahme des prozentualen Anteils
von, erzeugten Feinanteilen führt
in einem fast, linearen Verhältnis
zu der Konzentration von Feinanteilen, das anfänglich eingefügt wurde.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Einfügung von Feinanteilen in die
zweite Granulierung die Ausbeute von erzeugten 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-Partikeln verringert.
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4 zeigt
das Ergebnis von Granulathärtetests
für verschiedene
wässerige
und alkoholische Granulierungen. Ein Vergleich des prozentualen
Anteils von erzeugten Feinanteilen für unterschiedliche Granulierungen
zeigt relativ harte Partikel, wenn überzugsfreie Partikel über eine
wässerige
Granulierung produziert wurden (unabhängig von der Anwesenheit oder
Abwesenheit von eingefügten
Feinanteilen) im Vergleich zu ähnlichen überzugsfreien
Partikeln, die unter Verwendung von Alkohol granuliert wurden. Ein
Vergleich von zwei unterschiedlichen Alkoholgranulierungen, unvermischtem
Material (im Anschluss an PVP-Granulierung) und einer Mischung von
unvermischten Granulaten mit wiedergranulierten Partikeln mit einer
Größe von 420–177 μm (40–80 Maschenweite)
zeigte keine signifikante Änderung.
Folglich scheint es so zu sein, dass sobald die 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-Partikel
gebildet sind, sie nicht signifikant in der Härte oder Festigkeit variieren.
- D. Wiedergranulierung: Wiedergranulierung von
Feinanteilen wurde ausgeführt
unter Verwendung von destilliertem Wasser und einer 3%igen PVP-Lösung bei
einer Geschwindigkeit von 1 kg/Minute mit der Eingang/Ausgang-Manteltemperatur
von 20°C/25°C. Ein Vergleich
der Wiedergranulierungsläufe
unter Verwendung von zwei unterschiedlichen Granulierlösungen führte zu
einer ähnlichen
Konzentration von 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-Partikeln,
was keine signifikante Verbesserung der Ausbeute aufgrund der Anwesenheit
von PVP nahe legt. Der Anteil von 420-177-μm(40–80 Maschenweite)-Partikeln
nach beiden Wiedergranulierungsläufen
wurde zu etwa 55% berechnet.
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BEISPIEL 4
-
Bildung von Clarithromycin/CARBOPOL
974P® in
einem 1200-Liter-GRAL
-
Ein einzelner experimenteller Granulierungslauf
in einem 1200-Liter-GRAL mit Eingang/Ausgang-Manteltemperaturen
von 20°C/25°C wurde im
Wesentlichen wie in Beispiel 3 durchgeführt.
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Das Material ließ sich angemessen verarbeiten,
jedoch lag der berichtete Etherextrahierbarkeitswert nach dem zweiten
Granulierungslauf (d. h. PVP-Granulierung) über der Prozesskontrolle von
1,0% (nämlich 1,6%).
Beruhend auf den vorhergehenden Studien in dem 600-GRAL wurde ein
direkter Zusammenhang zwischen den Etherextrahierbarkeitswerten
und den Kopfraumtemperaturen, die während des Granulierungslaufs gemessen
wurden, gezeigt, wobei höhere
Kopfraumtemperaturen während
der ersten Granulierung im Allgemeinen zu einem niedrigeren Etherextrahierbarkeitsergebnis
führen
(5). Beruhend auf diesen
Ergebnissen und um die Etherextrahierbarkeitswerte für die Granulierungen,
die in dem 1200-Liter-GRAL ausgeführt wurden, zu verbessern,
wurden zwei zusätzliche
experimentelle Läufe
ausgeführt
unter Verwendung von höheren
voreingestellten Manteltemperaturen von 25°C/30°C und 30°C/35°C. 6 zeigt die Kopfraumtemperaturen als
eine Funktion der Zeit für
beide erste Granulierungsläufe
in dem 1200-Liter-GRAL. Wie in dieser Fig. gezeigt ist, erhöhen sich
die Kopfraumtemperaturen leicht während des Wasserzugabeschritts,
gefolgt von einer schnellen Zunahme, nachdem das gesamte Wasser
hinzugegeben worden ist (nämlich
während
der zweiten Stunde der Granulierung). Eine Anpassung der Kopfraumtemperaturdaten
während
der zweiten Stunde der ersten Granulierung nach der Methode der
kleinsten Quadrate zeigt einen linearen Zusammenhang mit der Granulierungszeit,
wobei eine größere Steigung
für das
Experiment berechnet wurde, das bei der höheren Manteltemperatur durchgeführt wurde
(7). Jedoch zeigte ein
Vergleich von gemessenen Etherextrahierbarkeitswerten nach der ersten
Granulierung keinen signifikanten Unterschied, sobald die Manteltemperatur über 20°C/25°C erhöht wurde.
Alternativ zeigten die gemessenen Etherextrahierbarkeitswerte nach
den PVP-Granulierungen leicht geringere Werte für den Granulierungslauf mit
den höheren
Manteltemperatureinstellungen. Folglich scheint es so zu sein, dass,
während
die Verringerung von Etherextrahierbarkeitswerten während der
PVP-Granulierung in dem 600-Liter-GRAL nicht signifikant durch die
Manteltemperaturen beeinträchtigt
wird, eine Erhöhung
der Temperatur des Mantels während
diesem letzteren Granulierungsschritt zu etwas niedrigeren Etherextrahierbarkeitswerten
in dem 1200-Liter-GRAL führen
kann. Zwei zusätzliche
Granulierungen mit dem 1200-Liter-GRAL wurden durchgeführt, um
die Wirkung von höheren
Manteltemperatureinstellungen zu bewerten (gezeigt in Tabelle 5).
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8 zeigt
eine gute Reproduzierbarkeit für
die Kopfraumtemperaturen als eine Funktion der Granulierungszeit
für drei
verschiedene "erste" Granulierungsläufe, die
bei der gleichen Manteltemperatur von 25°C/30°C durchgeführt wurden. Die Etherextrahierbarkeitswerte,
die nach den ersten und zweiten Granulierungen erhalten wurden,
sind in Tabelle 6 unten gezeigt, wobei diese Werte den erforderlichen
Grenzwert nach der zweiten Granulierung erfüllen (nach der ersten Granulierung
ist kein spezieller Etherextrahierbarkeitsgrenzwert erforderlich).
Beruhend auf diesem Ergebnis ist es daher wünschenswert, die Eingang/Ausgang-Manteltemperatureinstellungen
für die
1200-Liter-GRAL-Granulierungen
auf 25°C/30°C für den ersten Granulierungsschritt
und auf 30°C/35°C für den zweiten
Granulierungsschritt zu ändern.
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