-
Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine elektrische Lampe, welche aufweist:
einen Lampenkolben
mit einem Pressglasreflektorkörper;
eine
Lichtquelle innerhalb des Lampenkolbens, welche bei Emissionslicht
aktivierbar ist;
einen Lampensockel mit Lampenkontakten, welche
mit der Lichtquelle elektrisch verbunden sind, wobei einer der Lampenkontakte
eine Gewindeummantelung aufweist; sowie
eine Fassung, welche
an dem Pressglasreflektorkörper
des Lampenkolbens mechanisch befestigt ist und den Lampensockel
trägt.
-
Eine Lampe dieser Art ist aus US-Patent
4 658 178 in Form einer PAR-Lampe
bekannt. Die Fassung besteht aus Kunststoff und weist ein erstes
Ende mit rampenähnlichen
Erweiterungen auf, welche in Vertiefungen in dem Reflektorkörper eingreifen,
um die Fassung an dem Kolben mechanisch zu befestigen. Die Fassung
weist ein zweites Ende auf, welches einen schraubbaren Lampensockel
in Form einer äußeren Gewindeummantelung,
die an einem Schaftteil der Kunststofffassung und einem Mittelkontakt
angebracht ist, trägt. Die
Zuleitungsdrähte
von der Lichtquelle sind mit jedem der Kontakte verschweißt. Es werden
zur Anpassung an verschiedene Temperaturen des Lampenkolbens unterschiedliche
Kunststoffe für
die Fassung offenbart.
-
Es hat sich gezeigt, dass bei einer
Ganzkunststofffassung die relativ hohe Temperatur der Rückseite des
PAR-Lampenkolbens – bei
so niedrigen Lampenleistungen wie etwa 100 W – die Charakteristiken bestimmter
Kunststoffe mit der Zeit veränderte.
Zum Beispiel hat sich gezeigt, das bei einer Ganzkunststofffassung
ULTEM 1000TM, lieferbar durch General Electric
Company, bei einer Kolbentemperatur von etwa 210–300°C an der Fassungs-/Kolben-Grenzfläche ein
Reißen
und eine Klärung
des Kunststoffes erfolgte, was zu einer Reduzierung der Integrität der Fassung
führt.
-
Der Lampenkonstrukteur könnte in
diesem Fall versuchen, einen anderen Kunststoff mit einer höheren Temperaturbeständigkeit
zu wählen.
Jedoch können
solche Materialien andere, weniger wünchenswerte Charakteristiken,
wie z. B. höhere
Ausgangskosten, Beschränkungen
bezüglich
des Pressvorgangs, Brüchigkeit, geringere
Elastizität
usw., aufweisen. Kunststofffassungen werden typischerweise an dem
Lampenkolben durch mechanische Mittel, wie z. B. Kontaktnasen oder
Vorsprünge,
die in jeweilige Vertiefungen an dem Basisende des Lampenkolbens
eingreifen, befestigt, um die Verwendung von Klebemitteln und anschließende Härtungszeiten
zu vermeiden. Hochtemperaturkunststoffe weisen im Allgemeinen einen
höheren
Glasfasergehalt auf, wodurch sie weniger elastisch und in der Regel
brüchiger
werden. Des Weiteren weisen Pressglasreflektorkörper im Laufe einer Produktionsperiode
auf Grund der Abnutzung der Form im Allgemeinen große Maßabweichungen,
zum Beispiel in der Größenordnung
von 0,5 mm bei einer Lampe PAR 38, auf. Bei Hochtemperaturkunststofffassungen
machen es diese Toleranzen schwierig, eine genaue Anpassung an den
Lampenkolben zu erreichen, da sie nicht elastisch genug sind, sich
bei Untergröße zu dehnen
und in den Lampenkolben einzurasten, was bei Herstellung in einer
nicht akzeptablen Ausschussrate resultiert. Die höhere Brüchigkeit
von Hochtemperaturkunststoffen führt
durch Unterschiede des Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen dem Kunststoff und dem Reflektorkörper bei Verwendung der Lampe
ebenfalls zur Rissbildung.
-
Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde,
eine elektrische Lampe mit einer verbesserten, mit Fassung versehenen
Lampensockelkonstruktion vorzusehen, welche löt- und schweißungsfrei ist.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung
ist eine Lampe der eingangs beschriebenen Art dadurch gekennzeichnet,
dass:
die Fassung einen Fassungsteil aus Metall, welcher an
dem Pressglasreflektorkörper
des Lampenkolbens mechanisch befestigt ist, sowie einen Fassungsteil
aus Kunststoff aufweist, welcher an dem Fassungsteil aus Metall
mechanisch befestigt ist und die Gewindeummantelung trägt.
-
Der erfindungsgemäße Fassungsteil aus Metall
ist nachgiebig genug, um eine einfache Montage an dem Lampenkolben
durch bekannte Techniken, wie z. B. Vernieten, zu ermöglichen.
Zudem zeigte es sich, dass der Fassungsteil aus Metall einen vorteilhaften
Temperaturabfall über
seine Länge
vorsieht, wodurch die durch den Kunststoffteil erfahrene Temperatur
in der Größenordnung
von 5–7,5%
reduziert wird. Dieses war eine Überraschung,
da Metalle im Allgemeinen eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen und nicht
erwartet würde,
dass die durch den Kunststoffteil erfahrene Temperatur signifikant reduziert
wird. Dieser Temperaturabfall ermöglicht die Verwendung eines
weniger hitzebeständigen
Kunststoffes, welcher im Allgemeinen kostengünstiger ist und in der Regel
wünschenswertere,
mechanische Charakteristiken zum Anbringen der Komponenten an den
Lampensockel, wie z. B. größere Elastizität, als ein
hitzebeständigerer
Kunststoff vorsieht.
-
Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel
weist der Fassungsteil aus Metall Teile auf, welche in dem Fassungsteil
aus Kunststoff angeformt sind. Hierdurch wird eine kostengünstige Methode
vorgesehen, um die beiden Fassungsteile aneinander zu befestigen,
was während
des Pressvorgangs des Kunststoffteils der Fassung automatisch erreicht
wird. Vorteilhafterweise weist der Teil des Fassungsteils aus Metall,
welcher in dem Fassungsteil aus Kunststoff angeformt ist, einen
Flanschrand in Umfangsrichtung auf. Der Flanschrand verleiht der
Muffe im Bereich der Verbindungsstelle strukturelle Steifheit und
sieht dabei ebenfalls eine zusätzliche
Oberfläche
zum Kontakt mit dem Kunststoff vor, wodurch die Gesamtintegrität der Hybridfassung
verbessert wird.
-
Es sei erwähnt, dass US-Patent 2 262 629
eine PAR-Lampe mit einer Metallfassung, welche einen Sockel trägt, der über einem
Isolationskörper
eine Gewindeummantelung aufweist, zeigt. Der Isolationskörper, wie
in der Industrie seit fast 50 Jahren verwendet, besteht nicht aus
Kunststoff, sondern aus Glas. Ein solcher Isolator ist als Fassung
nicht gut einsetzbar.
-
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung weist der Lampensockel einen Lampensockelkontakt
auf, welcher mit einer leitfähigen
Zuleitung von der Lichtquelle elektrisch verbunden ist. Der Lampensockelkontakt
weist (i) einen Kontaktteil, um einen entsprechenden Kontakt in
einer Buchse zu kontaktieren, und (ii) einen, sich von dem Kontaktteil
aus erstreckenden, starren Schaft auf. Der Fassungsteil aus Kunststoff
weist eine Bohrungswand auf, welche eine Klemmbohrung zur Aufnahme
des Schafts definiert, wobei die Bohrung so bemessen ist und der
die Klemmbohrung umgebende Kunststoffteil eine Elastizität aufweist,
die so ausgewählt
wird, dass (i) die elektrische Zuleitung zwischen dem Schaft und
der Bohrungswand sicher festgehalten wird, wenn der Schaft in die
Klemmbohrung eingesetzt wird, wobei der Kontaktteil gegen den Isolationsteil
angeordnet ist, und (ii) der Lampenkontakt in der Klemmbohrung lediglich
durch Reibung zwischen dem Schaft und der Bohrungswand festgehalten
wird, wobei der Schaft und die Bohrungswand frei von Einschnappeingriffen
sind.
-
Die obigen Merkmale sehen eine einfache,
auf schnelle Weise herstellbare Lampensockelausführung vor, bei welcher durch
einfaches Einsetzen des Schafts des Kon takts in die Klemmbohrung
(i) der Lampenkontakt in dem Lampensockel sicher festgehalten und
(ii) eine zuverlässige,
elektrische Verbindung der Zuleitung zu dem Kontakt sowie mechanische
Verbindung der Zuleitung zu dem Lampensockel vorgesehen wird. Der Kontakt
selbst ist einfach – es
sind keine flexiblen Segmente, Kontaktnasen, Lippen, Laschen oder
Finger vorhanden. Infolgedessen ist kein Schließen dieser Elemente wie bei
bekannten Lampensockeln, wie z. B. aus US-Patent 2 664 551, 2 736
873 und
US 2 732 532 bekannt,
erforderlich. Auch ist keine zusätzliche
Verschweißung,
Lötung,
Vernietung, Pinning, Gesenkschmieden oder eine andere Metallumformung
dieses Kontakts notwendig. Die einfache Form des Kontakts und die
einfache, axiale Einsetzbewegung des Kontakts in die Bohrung schließt eine
relativ einfache Mechanisierung ein, was für die, für eine wirtschaftlich erfolgreiche
Lampenproduktion erforderliche, sehr schnelle Herstellung außerordentlich
wichtig ist.
-
Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel
erstreckt sich die Zuleitung in die Klemmbohrung, wobei deren freies
Ende sich in die Richtung der Einsetzung des Schafts in die Klemmbohrung
erstreckt. Dadurch wird die Möglichkeit
verhindert, dass die Zuleitung bei Einsetzen des Schafts in die
Klemmbohrung aus der Bohrung zu dem Lampenkolben hin gedrückt wird.
Dieses weist ebenfalls den signifikanten Vorteil auf, dass, da das
freie Ende der Zuleitung in die Bohrung in Richtung des Kolbens
verläuft,
sich die Zuleitung nicht zu der Außenseite des Lampensockels
erstreckt. Somit ist kein Zurichten der Zuleitung erforderlich,
wodurch die Herstellung weiter vereinfacht wird.
-
Die oben beschriebene Ausrichtung
der Zuleitung wird in einem Ausführungsbeispiel
durch eine Führungsbohrung
in dem Fassungsteil aus Kunststoff durchgeführt, welche sich in Angrenzung
an die Klemmbohrung axial erstreckt. Die Zuleitung verläuft von
dem Lampenkolben durch die Führungsbohrung
in der zu der Richtung der Einsetzung des Schafts umgekehrten Richtung
und erstreckt sich dann in die Klemmbohrung, wobei eine einfache
Gewindebahn vorgesehen ist. Vorteilhafterweise weist die Führungsbohrung
konusförmige
Führungswände auf,
welche sich in der Richtung von dem Lampenkolben weg verengen, um,
während
die Fassung auf den Lampenkolben aufgebracht wird, um die Zuleitung
aufzunehmen, die Zuleitung in die Führungsbohrung und durch diese
zu führen.
Damit ist bei Ausrichtung der Fassung mit dem Kolben ein geringerer kritischer
Zustand erforderlich, um die Zuleitung während der Hochgeschwindigkeitsproduktion
auf zuverlässige
Weise mit Gewinde zu versehen.
-
Um ein sauberes, missbrauchsicheres
Aussehen vorzusehen, ist es wünschenswert,
dass die Führungsbohrung
in Angrenzung an die Klemmbohrung abschließt, so dass die Führungsbohrung
und die sich von dieser in die Klemmbohrung erstreckende Zuleitung
von dem Kontaktteil des Lampensockelkontakts vollständig bedeckt
sind. Um das Aussehen und die Missbrauchsicherheit weiter zu verbessern,
weist in einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Isolationsteil eine Gegenbohrung mit einer zu dem Kontaktteil
komplementären Form
auf, in welche der Kontaktteil eingelassen ist. Das Einlassen des
umlaufenden Außenrandes
macht es auf diese Weise für
einen Benutzer sehr schwierig, den Kontakt ohne Werkzeuge zu entfernen.
-
Statt dass die Führungsbohrung in Angrenzung
an die Klemmbohrung axial verläuft,
um die Zuleitung nach außen
zu leiten, kann die Führungsbohrung
mit der Klemmbohrung direkt verbunden sein und die Zuleitung, zum
Beispiel in rechten Winkeln zu deren Achse, direkt in die Klemmbohrung
führen.
Dieses hat den Vorteil, dass die Klemmbohrung selbst als Stopp wirkt,
um die Freilegung der Zuleitung zu beschränken, wodurch die Länge der
in der Bohrung gehaltenen Zuleitung automatisch bemessen wird.
-
In einem weiteren Ausführungsbeispiel,
geeignet für
Lampen mit Zuleitungen, welche einen leitenden Kern aufweisen, der
von einem Isoliermantel bedeckt ist, weist die Führungsbohrung selbst eine Arretierung auf,
welche in den Mantel, nicht jedoch den Kern greift, um die Länge des
in die Klemmbohrung eingesetzten Kerns konstant zu halten. Durch
dieses Merkmal wird auch die Möglichkeit
verhindert, dass die Zuleitung bei Einsetzen des Schafts weiter
in die Bohrung gezogen wird.
-
Die oben beschriebenen Führungsmerkmale
sind ebenfalls auf die weitere, von der Gewindeummantelung gehaltene
Zuleitung anwendbar.
-
Ausführungsbeispiele der Erfindung
sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
-
1 – einen
schematischen Querschnitt einer PAR-Lampe, welcher ein erstes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Lampensockels
mit Hybridfassung zeigt;
-
2 – einen
schematischen Querschnitt des Kunststoffteils der Fassung, welcher
ein zweites Ausführungsbeispiel
darstellt, wobei eine Änderung
des Gewindewegs der mittleren Zuleitung im Vergleich zu dem in 1 dargestellten erfolgte;
sowie
-
3 – einen
schematischen Querschnitt eines dritten Ausführungsbeispiels, welches einen
weiteren Gewindeweg für
die mittlere Zuleitung zeigt.
-
1 zeigt
einen Endabschnitt des Reflektorkörpers einer Lampe mit parabolischem,
aluminisiertem Reflektor (PAR), die einen Lampensockel aufweist,
welcher mehrere Merkmale der Erfindung vereinigt.
-
Die Lampe weist einen Lampenkolben 1 aus
Pressglas mit mehreren Aussparungen 3 auf. Ein leitender,
mittlerer Zuleitungsdraht 5 und ein entsprechender, seitlicher
Draht 7 erstrecken sich jeweils von Druckhülsen 9, 11 in
der axialen Richtung von dem Lampenkolben 1 weg. Die Druckhülsen 9, 11 schließen den
Kolben 1 hermetisch ab, verleihen der Lichtquelle mechanischen
Halt und sehen eine elektrische Verbindung, in der Figur in Form
eines Glühfadens 8,
in bekannter Weise vor. Alternativ könnte die Lichtquelle durch
einen Halogenbrenner oder eine Hochdruckgasentladungsbogenröhre, wie
z. B. eine Metallhalogenidbogenröhre, dargestellt
sein.
-
Ein Lampensockel 15 ist
an dem Kolben 1 angebracht und weist eine Fassung 17, 40 mit
einem Kunststoffteil 17 aus Kunstharz und einem Metallteil 40 auf.
Der Kunststoffteil 17 trägt den Lampensockel 15 mit
einem Mittelkontakt 19 und einer Gewindeummantelung 30.
Der Kontakt 19 weist (i) einen Kontaktteil 21,
um einen entsprechenden Kontakt in einer Buchse zu kontaktieren,
sowie (ii) einen starren Schaft 23, welcher sich von dem
Kontaktteil 21 aus erstreckt, auf. Der Kunststoffteil 17 weist
einen wieder eintretenden Abschnitt 25 auf, wobei eine
Bohrungswand 27 eine Klemmbohrung 26 zur Aufnahme
des Schafts definiert. Die Bohrungswand 27 weist einen
Durchmesser auf, welcher relativ zu diesem von Schaft 23 gewählt wird,
und der Kunstharz des Teils 17 weist einen Elastizitätsmodul
auf, welcher so ausgewählt
wird, dass die mittlere Zuleitung 5 zwischen dem Schaft 23 und
der Bohrungswand 27 bei Einsetzen des Schafts in die Klemmbohrung 26 sicher gehalten
wird, wobei die Unterseite 22 des Kontaktteils 21 gegen
die Endfläche 29 des
wieder eintretenden Abschnitts 25 angeordnet ist. Der Lampenkontakt 19 und
der Zuleitungsdraht 5 werden auf Grund der Elastizität des Kunstharzes
der Bohrungswand in der Klemmbohrung 26 lediglich durch
die Presspassung zwischen dem Schaft 23 und der Bohrungswand 27 gehalten.
-
Bei dem Lampensockel von 1 ist sowohl der Schaft 23 als
auch die Bohrungswand 27 kreiszylinderförmig. Der Schaft 23 weist,
ebenso wie Bohrungswand 27 (an Bezugsziffer 28)
einen abgerundeten/abgeschrägten
Rand 24 auf, um den Schaft bei Einsetzen in die Klemmbohrung
zu führen.
Alternativ kann der Schaft/die Bohrung eine minimale Konizität, zum Beispiel
in der Größenordnung
von 1°–2°, zu dem
Lampenkolben hin aufweisen. Der Schaft 23, wie dargestellt,
ist fest, kann jedoch röhrenförmig sein.
-
Durch die Einfachheit dieser Formen
können
diese Elemente kostengünstiger
hergestellt werden als einige der, vom Stand der Technik her bekannten,
komplizierteren Komponenten, wie z. B. die Federfinger des in US-Patent
2 336 529 dargestellten Kontakts oder die Quadrantlaschen von US-Patent
2 664 551. Bei der vorliegenden Erfindung ist die Anordnung nach
Einsetzen des Kontakts in die Klemmbohrung komplett, während der
röhrenförmige Niet
des Kontakts und die Laschen, Kontaktnasen, Lippen oder Segmente
der erwähnten
Patente sowie anderer bekannter Patente eine weitere mechanische
Deformation erforderlich machen, um, nachdem die Kontakte zunächst an
ihren Isolationskörpern
angebracht wurden, den Draht zu halten. Folglich zeigt sich, dass
die offenbarte Anordnung gemäß der Erfindung
eine einfache, elegante und dennoch effektive Lösung darstellt, welche in der
Lampentechnik bislang unerkannt war.
-
Der Gewindekontakt 30 aus
Metall befindet sich in elektrischem Kontakt mit dem seitlichen
Zuleitungsdraht 7, welcher sich von Druckhülse 9 durch
Bohrung 31 und dann in der Richtung (durch Pfeil A gekennzeichnet)
der Einsetzung des Gewindekontakts 30 zurück zu dem
Kolben 1 erstreckt. Die Gewindeummantelung 30 ist
an dem Fassungsteil 17 aus Kunststoff an der, durch Bezugsziffer 33 gekennzeichneten,
axialen Stelle im Gesenk angeschmiedet oder mit diesem vernietet,
um sie an diesem mechanisch zu befestigen und einen elektrischen
Kontakt mit dem seitlichen Draht 7 herzustellen. Es sei
erwähnt,
dass es bei handelsüblichen Kompaktleuchtstofflampen
bekannt ist, den seitlichen Zuleitungsdraht zwischen der, aus Metall
bestehenden Gewindeummantelung des Lampensockels und dem Kunststoffgehäuse durch
Gesenkschmieden, Vernieten oder andere Verformung der Gewindeummantelung
auf dem Kunststoffgehäuse
zu befestigen, wobei der seitliche Zuleitungsdraht dazwischen vorgesehen
ist.
-
Der Fassungsteil 40 aus
Metall weist einen ersten Umgrenzungsendabschnitt 41 auf,
um den Basisteil 2 des Lampenkolbens aufzunehmen. Ein zweiter
Umgrenzungsendabschnitt 43 ist in einem ersten Endabschnitt
des Fassungsteils 17 aus Kunststoff angeformt. Der zweite
Endabschnitt 43 des Fassungsteils 40 aus Metall
weist einen Flanschrand 45 auf, welcher sich im Allgemeinen
quer zu der Lampenachse erstreckt. Der Flanschrand 45 erstreckt
sich um den gesamten Umfang des Fassungsteils 40 aus Metall.
Der Rand 45 weist ebenfalls Vertiefungen oder Öffnungen
auf, welche um dessen Umfang verteilt sind und durch welche sich
der Fassungsteil 17 aus Kunststoff erstreckt. Dieses stellt
sicher, dass, durch Drehung bewirkt, der Fassungsteil 17 mit
dem Fassungsteil 40 verbunden ist.
-
Der zweite Endabschnitt 41 ist
durch Vernietung in Aussparung 3 an dem Basisteil 2 befestigt.
Es ist kein Klebemittel erforderlich.
-
Es wurden verschiedene Muster hergestellt,
um die praktische Brauchbarkeit der Hybridlampensockel gemäß der Erfindung
zu testen. Bei einer ersten Prüfung
wurden Lampensockel mit Hybridfassungen gemäß 1 mit sämtlichen Ganzkunststofffassungen
verglichen. In beiden Fällen
handelte es sich bei dem Kunststoff um ULTEM 1000. Bei dem Lampensockel
gemäß 1 bestand die Metallfassung
aus Messing und wies eine Wanddicke von 0,4 bis 0,5 mm auf. Beide
Muster wurden bei einer Temperatur von 250°C, welche die maximale Temperatur
für eine
High-Hat-Vorrichtung nach dem IEC-Standard darstellt, in einen Ofen eingebracht.
Nach 48 Stunden schmolzen die Sockel mit Ganzkunststofffassungen
vollständig,
und es verblieb eine Kunststofflache, während die Sockel mit Hybridfassungen
gemäß der Erfindung
intakt und verwendbar blieben. Dieses war absolut überraschend,
da nach 48 Stunden in dem Ofen sowohl die Sockel mit Ganzkunststofffassung
als auch diese mit Hybridfassung, ungeachtet des Unterschieds in
der Wärmekapazität und der Konduktanz
zwischen dem Metallfassungsteil der Hybridsockel und dem entsprechenden
Kunststoffteil der Ganzkunststoffsockel, den gleichen Temperaturen
ausgesetzt waren. Es wird angenommen, dass das Vorhandensein des
Fassungsteils aus Metall strukturelle Integrität vorsah und verhinderte, dass
sich der Kunststoff verformte und schmolz.
-
Bei zusätzlichen Tests wurden sechs
Sockel hergestellt und 90 Stunden lang erneut bei 250°C in einen Ofen
eingebracht. Bei den sechs Sockeln handelte es sich um drei Hybrid-
und drei Ganzkunststoffsockel mit jeweils den Kunststoffen von Tabelle
I.
-
-
Wie in Tabelle II dargestellt, wiesen
nach 90 Stunden sämtliche
Ganzkunststofffassungen signifikanten, sichtbaren Schaden, einschließlich Fehlstellen
und Formverzerrungen, auf. Im Gegensatz dazu zeigten die Hybridfassungen
von Ryton und Amodel keinen sichtbaren Schaden. Der Hybridsockel
von Wellamid zeigte eine geringfügige
Verzerrung auf der Innenseite des Mantels.
-
-
In einem weiteren Test brannten zwei
komplette PAR-Lampen, 120 W, 120 V, mit dem Sockel nach oben, in
High-Hat-Vorrichtungen, bei 100%, 110% und 120% Nennspannung und
konstant 2 Stunden bei jeder Spannung. Eine Lampe wies einen Ganzkunststoffsockel
von Wellamid, Nylon 66, und eine Lampe einen Hybridsockel
auf, bei welchem der Kunststoffteil aus Amodel-Kunststoff war. Temperaturmessungen
wurden an der Grenzfläche
von der Fassung zu dem hinteren Reflektorende („Temp 1") und an der Verbindungsstelle zwischen
dem Fassungsteil aus Metall und dem Fassungsteil aus Kunststoff
(für den
Hybridsockel) und der entsprechenden Stelle für den Ganzkunststoffsockel
(„Temp
2") durchgeführt. Diese
Temperaturen sind in Tabelle III dargestellt.
-
-
-
Wie in Tabelle III dargestellt, betrug
die höchste
Temperatur, welcher die Ganzkunststofffassungen an der Grenzfläche von
dem Kunststoff zu dem Glasreflektorkörper ausgesetzt war, 202°C. Bei der
Hybridfassung war die höchste
Temperatur an der Grenzfläche
zu dem Reflektorkörper
die Gleiche, wobei dieser Temperatur jedoch der Fassungsteil aus
Metall ausgesetzt war. Die höchste
Temperatur, welcher der Kunststoff ausgesetzt war, war 187°C, etwa 7,5%
weniger als bei der Ganzkunststofffassung. Bei Nennspannung war
die höchste Temperatur
des Kunststoffs noch immer etwa 5% geringer als bei der Ganzkunststofffassung.
Es sei erwähnt, dass
nicht davon ausgegangen wird, dass der Unterschied des Kunststoffs
zwischen den beiden Mustern die Temperaturmessungen beeinflusst.
-
2 zeigt
eine Änderung
des Kunststoffteils zur Verwendung bei Lampen mit isolierten, leitfähigen Zuleitungen.
Teile, welche mit denen in 1 identisch
sind, tragen die gleichen Bezugsziffern. Die Zuleitungen 5, 7 in
diesem Ausführungsbeispiel
weisen jeweils um ihren leitfähigen
Einlitzenkern 5b, 7b einen Isoliermantel 5a, 7a auf.
Der Fassungsteil 37 weist konische Führungswände 49 auf, um die
Zuleitung 5a durch die Führungsbohrung 50 zu
leiten. Die Führungswände 49 dienen
ebenfalls als Stopp, um die Länge
des zugerichteten Endabschnitts 5c (mit entferntem Isoliermantel),
welcher sich durch Eingreifen in das Ende des Isoliermantels aus
der Führungsbohrung 50 erstreckt,
zu begrenzen. Da sich der freie Endabschnitt 5c jedoch
in die gleiche Richtung wie diese der Einsetzung des Schafts in
die Klemmbohrung erstreckt, kann der freie Endabschnitt während des
Einsetzens des Schafts 23 nicht aus der Bohrung gedrückt werden.
Die Bewegung des Zuleitungsdrahts 5 wird durch die Interaktion
des Endes des Mantels 5a mit den konischen Führungswänden weiter
begrenzt.
-
Der Fassungsteil 37 weist
ebenfalls eine Aussparung 53 auf, welche zu dem Außenumfangsrand 22b von
Kontakt 19 in der Form komplementär ist. Ein Vertiefen dieses
Randes verhindert eine unsachgemäße Behandlung
des Benutzers zum Entfernen von Kontakt 19. Die Führungsbohrung 50 und
Zuleitung 5 sind ebenfalls von dem Kontaktabschnitt 21 von
Kontakt 19 bedeckt, wodurch ein sauberes Aussehen sichergestellt
ist.
-
3 zeigt
eine Ausführung ähnlich dieser
in 2, bei welcher jedoch
die Führungsbohrung 61 unmittelbar
mit der Klemmbohrung 66 in Verbindung steht, wobei sich
diese im Allgemeinen quer zu der Richtung der Einsetzung von Schaft 23 (1) erstreckt. Der Kontakt 19 ist
nicht gezeigt, um die Position von Endabschnitt 5c nach
Hindurchtreten durch die Führungsbohrung 61 besser
darzustellen.
-
Bei den oben gezeigten Ausführungsbeispielen
stellen Messing und Aluminium geeignete Materialien für den Mittelkontakt 19,
die Gewindeummantelung 30 und den Fassungsteil 40 dar.
Es sei erwähnt,
dass bei Sockeln nach dem Stande der Technik, welche einen Glasisolator
aufweisen, kein Aluminium für
die Gewindeummantelung verwendet werden konnte, da das geschmolzene
Glas das Aluminium zerstörte.
Somit wird durch die wesentlich niedrigere Temperatur, bei welcher
Kunststoffe in dem Fassungsteil aushärten, die Auswahl der dem Lampenkonstruktuer
zur Verfügung
stehenden Metalle erweitert. Die Zuleitungsdrähte für die Ausführungsbeispiele von 2, 3 wiesen eine (1) verzinnte
Kupferlitze mit einem PVC/Nylon-Isoliermantel auf.