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Hintergrund
der Erfindung
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Bereich der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft Verfahren zur Messung der Funktion von Lymphozyten
und ihre Antworten auf Mitogene oder spezifische Antigene. Die Verfahren
sind zur Messung der Antworten von T-Lymphozyten geeignet, wenn
diese eine Subpopulation von Zellen darstellen, und sie sind weiterhin
geeignet zur Messung der Funktion von spezifischen Untergruppen
von T-Lymphozyten. Jede dieser Subpopulationen oder Untergruppen
einer Subpopulation haben charakteristische Determinanten auf ihrer
Zelloberfläche.
Die Erfindung betrifft weiterhin Testkits zur Durchführung dieser
Verfahren. Die erfindungsgemäßen Verfahren
erleichtern ein Screening von komplexen biologischen Fluiden, wie
Gesamtblut, durch Inkubation einer Probe des Fluids mit einem Mitogen
oder Antigen, Abtrennen der interessierenden Untergruppe, z. B.
mittels Affinitätsauftrennung
und Nachweis des Vorhandenseins einer inneren zellulären Komponente,
ATP, die als Ergebnis der Antwort erhöht ist.
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Hintergrund
der Erfindung
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Das
Immunsystem spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle von Infektionserkrankungen
und Krebs. Lymphozyten, eine Klasse von weißen Blutzellen, sind entscheidende
Zellarten, die für
die Aktivitäten
des Immunsystems verantwortlich sind. Lymphozyten können in
zwei Hauptkategorien unterteilt werden, T-Lymphozyten und B-Lymphozyten.
Eine Gesamtbeurteilung der Funktion des Immunsystems und insbesondere
der Lymphozyten ist bei einer Beurteilung einer Immundefizienz aufgrund
von genetischen Faktoren, einer Infektionserkrankung, wie HIV, von
Arzneimitteln nach Transplantation, durch Stress, durch Alterung
oder durch Ernährungsmängel wichtig.
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Lymphozyten
exprimieren Rezeptoren auf ihrer Zelloberfläche, die spezifische Antigene
oder Epitope binden. Ein Aussetzen gegenüber einem Antigen führt zu einer
Expansion der Lymphozytenpopulation, die gegenüber dem Antigen reaktiv ist.
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Die
Messung der Antwort des Immunsystems gegenüber einem spezifischen Antigen
kann bei der Diagnose von Infektionserkrankungen, einer Hypersensitivität gegenüber bestimmten
Mitteln, einer Exposition von immunologisch reaktiven Arzneimitteln
oder bei der Antwort bei Vakzinierung nützlich sein.
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Die
Funktion der B-Zellen oder ihre Antwort auf ein spezifisches Antigen
kann durch Messen des Niveaus eines spezifischen Antikörpers in
Körperflüssigkeiten,
wie Blut, Speichel oder Urin, bewertet werden. Die Funktion der
T-Lymphozyten oder ihre Antwort auf spezifische Antigene ist schwieriger
zu messen. Die Messung der Funktion von T-Lymphozyten oder T-Zellen
ist aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwierig. Erstens, gibt
es verschiedene Unterarten von T-Zellen mit unterschiedlichen Funktionen.
Diese Untergruppen werden teilweise durch die Expression von charakteristischen
Zelloberflächenmarkern
und teilweise durch eine Vielzahl von funktionalen Assays einschließlich der
Messung von Zytokinen klassifiziert. Zweitens, T-Zellen antworten
auf Antigene nur, wenn diese durch andere Zellen in Verbindung mit
den Haupthistokompatibilitäts-Antigenen
auf der Oberfläche
der präsentierenden
Zelle präsentiert
werden. Drittens, viele der Funktionen der T-Zellen hängen vom Zell-Zell-Kontakt
mit Effektorzellen ab, oder die Funktionen sind kaum lokalisiert.
Die derzeitigen Verfahren zur Messung der Immunfunktion sind langwierig,
zeitaufreibend und kaum an die Ausstattung der klinischen Labore
angepasst.
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Verfahren,
wie sie derzeit zur Messung der Immunfunktion verwendet werden,
schließen
ein: Verfahren basierend auf dem Zählen der Anzahl von T-Zellen
oder der verschiedenen Untergruppen; Verfahren basierend auf der
Messung der Proliferation der Lymphozyten, Verfahren basierend auf
der Messung der cytotoxischen Aktivität oder der Sekretion von Zytokinen
und Verfahren, die in-vivo benutzt werden, wie Hauttests und adoptiver
Transfer. Diese Verfahren sind in der Literatur ausführlich beschrieben
(siehe z. B. Groeneveld et al., Journal of the International Federation
of Clinical Chemistry, 6: 84–94;
1994; Clough and Roth, JAVMA 206: 1208–1216, 1995).
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Die
in den klinischen Laboratorien hauptsächlich verwendeten Verfahren
basieren auf dem Zählen
der Anzahl der T-Zellen oder deren Untergruppen. Eine Vielzahl von
Techniken wurden beschrieben einschließlich der Immunfluorenszenzmikroskopie, der
Immunzytochemie, der Enzym-Immunoassays und der Durchflusszytometrie.
Insbesondere die Durchflusszytometrie wird in Einrichtungen der
klinischen Laboratorien verbreitet verwendet. Die Durchflusszytometrie
ist insbesondere zur Messung von interessierenden Untergruppen innerhalb
einer komplexen Population von Zellen nützlich. Zum Beispiel beschreibt
das U.S.-Patent Nr. 4,727,020 von Recktenwald die Verwendung von
zwei Fluoreszenzkanälen,
um Zellen in einer Subpopulation, die spezifisch mit zwei verschiedenen
Immunfluoreszenzmitteln markiert sind, nachzuweisen. U.S.-Patent
Nr. 4,284,412 von Hansen et al. beschreibt die Verwendung von Fluoreszenzkanälen, um
das Vorwärts-
und das Seitwärts-Streulicht der Zellen
verschiedener Subpopulationen des Bluts zu messen. Die größten Nachteile der
Durchflusszytometrie sind, dass sie eine komplexe und teure Ausrüstung erfordern,
jede Probe muss einzeln gemessen und analysiert werden, und die
Ergebnisse benötigen
einer Interpretation und sind häufig
nicht wiederholbar. Diese Nachteile sind insbesondere akut in klinischen
Laboren, die täglich
eine Vielzahl von Patientenproben verarbeiten müssen und wo die Notwendigkeit
von konsistenten und zuverlässigen
Ergebnissen extrem wichtig ist.
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Die
U.S.-Patente 5,385,822 von Melnicoff et al. und 5,374,531 von Jensen
offenbaren alternative Verfahren in der Durchflusszytometrie zur
Zählung
der Anzahl von Lymphozyten oder einer Untergruppe von Lymphozyten
innerhalb einer Mischpopulation von Zellen. Die in diesen Patenten
beschriebenen Verfahren beinhalten ein Koppeln einer nachweisbaren
Reportersubstanz an eine Biomembran oder die Aufnahme einer Reportersubstanz
in eine Zelle, ein anschließendes
Abtrennen der interessierenden Untergruppe oder Population und Nachweis
der Reportersubstanz. Diese Verfahren benutzen die Affinitätstrennung,
um interessierende Populationen aus einer komplexen Zellmischung
abzutrennen. Diese Technik erlaubt Verbesserungen gegenüber der
Durchflusszytometrie, basieren aber nach wie vor auf Zellzähltechniken.
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Die
Hauptschwierigkeit mit all diesen Zellzähltechniken ist die, dass sie
nicht die Funktion der spezifischen Zellen oder ihrer Antworten
gegenüber
spezifischen Antigenen oder Mitogene messen. Die Zellen, die auf
die Mitogene oder Antigene antworten, haben einzigartige Zelloberflächenmarker,
die nur auf den antwortenden Zellen gefunden werden. Verfahren zum
Zählen
der Anzahl der Zellen, die diese Marker aufzeigen, wurden beschrieben.
Diese Verfahren sind aber relativ unempfindlich aufgrund der Tatsache,
dass die antwortenden Zellen im Allgemeinen eine kleine Fraktion
der Gesamtpopulation darstellen. Diese Verfahren sind zeitaufwendig
und nur wenig reproduzierbar.
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Die
direkte Messung von Antworten von Lymphozyten schließt Lymphozyten-Proliferationsassays,
Zytotoxizitätsassays
und die Messung von Zytokinen ein. Im Allgemeinen benötigen diese
Verfahren ein Abtrennen der weißen
Zellen von der ursprünglichen
Probe, gefolgt von einem Inkubieren mit dem Antigen oder Mitogen.
Die Messung der Funktion der spezifischen Untergruppen der Lymphozyten
erfordert eine intensive Bearbeitung vor dem Assay. Die Notwendigkeit
von Antigenpräsentierenden
Zellen bedeutet dann, dass zusätzliche
Zellen zu der Kultur zurück
gegeben werden müssen.
Lymphoproliferations-Assays basieren auf ein Aufteilen der antwortenden
Zellen und werden üblicherweise
mit radioaktiven Isotopen durchgeführt. Da sie die Teilung einer
kleinen Zellpopulation bewerten und Gewebekulturen notwendig machen,
dauern diese Assays 3 bis 10 Tage und unterliegen signifikanten
Schwankungen aufgrund der speziellen Technik und der im Assay verwendeten
Reagenzien. Zytotoxizitätsassays
benötigen
ebenfalls eine umfangreiche Bearbeitung der Zellen und sind in ähnlicher
Weise in Abhängigkeit
von den speziellen benutzten Bedingungen stark variabel. Zytokinassays
können
ebenfalls durchgeführt
werden, sie benötigen
aber viele Schritte und ein Abtrennen der interessierenden Untergruppe
vor Stimulation der Zellen. U.S.-Patent 5,344,755 von McMicheals
beschreibt eine Modifikation der Zytotoxizitätsassays basierend auf einer
anfänglichen
immunmagnetischen Abtrennung der T-Lymphozyten, dieses Verfahren
benötigt
aber nach wie vor eine umfangreiche Bearbeitung der Effektorzellen.
U.S.-Patent Nr. 5,344,755 stellt ein Beispiel der Verwendung von
Zytokinmessungen, zur Bewertung des Immunstatus in HIV-positiven
Patienten bereit, dieses ist aber zeitaufwendig und erfordert eine
Vielzahl von Schritten. Diese Verfahren erfordern ein Abtrennen
von kritischen Zellarten, lange Inkubationszeiten und in einigen
Fällen
die Verwendung von radioaktiven Substanzen. Aus diesen Gründen sind
diese Verfahren nicht zur klinischen Anwendung geeignet.
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Die
Abtrennung der Zellen mittels Affinität unter Verwendung von proteinbeschichteten
Magnetpartikeln oder anderen Arten von festen Trägern, wie Polystyrolpartikeln,
ist bekannt und wird als ein Teil der verschiedenen, oben genannten
Verfahren verwendet, siehe U.S.-Patent Nr. 5,374,531, 5,385,822,
5,344,755. Verschiedene Verfahren zum Sortieren biologischer Populationen
mit Hilfe der Affinitätstrennung
mit festen Trägern
wurden in der Patentliteratur und anderswo beschrieben. Siehe zum
Beispiel U.S.-Patent Nr. 3,970,518, 4,710,472, 4,677,067, 4,666,595,
4,230,685, 4,219,411, 4,157,323, siehe auch E. T. Menz et al., Am.
Biotech. Lab. (1986); J. S. Kemshead et al., Molec. Cell. Biochem.,
67: 11–18
(1985); T. Leivestag et al., Tissue Antigens, 28: 46–52 (1986);
und J. S. Bern nan et al., J. Immunol., 138: 2100–03 (1987).
Bei der Durchführung
solcher Verfahren ist typischerweise ein bindendes Molekül (z. B.
ein monoklonaler Antikörper)
an die festen Träger,
wie Magnetpartikel oder Plastikkügelchen
konjugiert und diese werden zu der zu testenden Probe unter Bedingungen,
die ein Binden einer charakteristischen Determinante an das interessierende
Analyt bewirken, hinzugefügt.
Die dann mit dem festen Träger
komplexierten Zellen werden von den nicht-komplexierten Zellen in
dem sie einem magnetischen Feld ausgesetzt werden oder mit anderen
Verfahren in Abhängigkeit von
der Art des festen Trägers
abgetrennt. Die Verwendung dieser Technik zur Abtrennung bestimmter
Subpopulationen von Lymphozyten aus Knochenmarkzellen vor der Transplantation
und zur Eliminierung von post-Transplantat graft-versus-host Reaktion
wurde berichtet. Siehe A. Butturini et al., Prog. Bone Marrow Transpl.
4: 13–22
(1987). Andere beschriebene Verwendungen dieser Technologie schließen das
Abtrennen von Tumorzellen (siehe: Kemshead et al., B. J. Cancer
54: 771–78
(1986)) und das Abtrennen von Lymphozyten Subpopulationen zur anschließenden funktionalen
Untersuchung ein.
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Die
Probleme, die auftreten, wenn die Lymphozyten zuerst mittels magnetischer
oder anderer Festphasen Affinitätstechnik
oder Gradientenzentrifugationsabtrennung, wie in „Journal
of Immun. Meth., 72, 1984, 127–32,
Ishizaka, A. „Evaluation
of the Proliferative Response of Lymphocyzes by Measurement of Intracellular
ATP", und anschließender Verwendung
für funktionelle
Assays, auftreten, sind, dass die Interaktion des Lymphozyts mit
dem bindenden Molekül
funktionale Veränderungen
in dem Lymphozyt induzieren kann, die spätere Veränderungen, die gemessen werden
sollen, verschleiern. Weiterhin können die zur Antwort der Z-Zellen
notwendigen akzessorischen Zellen nicht länger vorhanden sein, insbesondere
wenn eine spezifische Untergruppe an Zellen isoliert wird. Weiterhin
werden die isolierten Zellen aus der natürlichen Umgebung entfernt,
und es ist schwierig, die Stabilität der Probe, die zur weiteren
Zellkultivierung notwendig ist, aufrechtzuerhalten.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein leichtes, zuverlässiges und
relativ schnelles Verfahren zur Analyse der Funktion von verschiedenen
Gruppen und Untergruppen von Lymphozyten bereit. In einer bevorzugten Ausführungsform
beinhaltet das erfindungsgemäße Verfahren
ein Inkubieren der Zellpopulation mit einem Mitogen oder Antigen,
Abtrennen der gewünschten
Untergruppe von Zellen aufgrund der Interaktion mit einem spezifischen
bindenden Reagenz, das an eine Festphase angeheftet ist, mit einer
Zelloberflächendeterminante,
die sich auf der interessierenden Untergruppe von Zellen befindet,
Lysieren der abgetrennten Zellen und Messen einer intrazellulären Komponente,
die erhöht
ist, wenn die Zellen auf den Stimulus antworten. Es können auch
andere induzierende Mittel neben Mitogenen und Antigenen am Anfang
der Durchführung
der Erfindung verwendet werden. Geeignete induzierende Mittel können Zytokine
und Wachstumsfaktoren, Allergene, Allo-Antigene, Peptide oder niedermolekulare
Verbindungen, konjugiert an einem Proteinträger, wie Kohlenhydrate (Polysaccharide),
Lipide und Nukleinsäuren
sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird die funktionelle Aktivität einer Gruppe oder Untergruppe
von Lymphozyten, die sich durch eine charakteristische Zelloberflächen-Determinante
unterscheiden und die sich in einer Mischzellpopulation befindet,
gemessen durch: Aussetzen der Probe einem Mitogen oder Antigen oder
anderen induzierenden Mittels, Inkubieren der Probe für einen
Zeitraum, Binden der Gruppe oder Untergruppe von Lymphozyten an
einen festen Träger
durch die Interaktion der Zelloberflächendeterminante und einer
spezifisch bindenden Substanz, die mit dem festen Träger verbunden
ist, Waschen der Zellen, um alle nicht gebundenen Zellen zu entfernen,
genauso wie mögliche
störende
Substanzen im Medium, Lysieren der Zellen und Nachweis von ATP in
der Lösung.
Die erhaltenen Ergebnisse können
gegen einen bekannten Standard verglichen werden. Alternativ kann
die Probe in zwei oder mehr Teile geteilt werden, wobei mindestens
einer der Teile ohne Zugabe irgendeiner Stimulanz inkubiert wird,
während
der zweite Teil mit Zugabe eines Antigens oder Mitogens oder anderen
induzierenden Mitteln inkubiert wird.
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Ein
Aspekt der Erfindung ist die Bestimmung der Antwort von Lymphozyten
gegenüber
einem Mitogen. In diesem Falle ist die Antwort einer Gruppe von
Lymphozyten gegenüber
einem Mitogen ein allgemeines Maß für die Immunfunktion. Diese
Anwendung ist insbesondere signifikant bei der Messung der Wirkung
von immunsuppressiven Arzneimitteln oder Mitteln bedeutend. In diesem
Falle kann die Empfindlichkeit (responsiveness) einer gesamten Lymphozytengruppe,
wie der T-Lymphozyten
bestimmt werden. Alternativ kann die Wirkung eines Virus, wie HIV,
durch Untersuchung der Antwort auf ein Mitogen auf eine Untergruppe
von T-Lymphozyten,
die CD4 als Zelloberflächendeterminante
exprimieren, bewertet werden.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bestimmung der Antwort von
Lymphozyten auf Antigene, die infektiöse Mittel, Arzneimittel, Chemikalien,
Auto-Antigene oder Tumorantigene einschließen können. Dieser Aspekt der Erfindung
ist insbesondere bei der Kontrolle eines Aussetzens eines Individuums
einer infektiösen Erkrankung
oder einem Mittel oder bei der Diagnose der Hypersensitivität, Autoimmunerkrankung
oder Krebs wichtig.
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Dieser
Aspekt der Erfindung ist weiterhin bei der Überwachung der Wirksamkeit
von Vakzinen und bei der Beurteilung der Immuntoxizität von Chemikalien,
Arzneimitteln und industriellen Verbindungen nützlich.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung ist der, dass die Antwort von T-Lymphozyten
von verschiedenen Untergruppen einschließlich Untergruppen, die sich
aufgrund der Funktion oder der Differenzierung unterscheiden, gegenüber einem
Mitogen oder Antigen aufgrund der Expression von verschiedenen Determinanten,
die spezifisch für
eine Funktion, für
die Differenzierung oder als Aktivierungsmarker auf der Zelloberfläche sich
befinden, bewertet werden kann. In diesem Aspekt der Erfindung wird
ein Antigen zu einer Probe gegeben und über einen Zeitraum inkubiert.
Nach der Inkubation wird die interessierende Untergruppe an Zellen
durch Binden der Zellen an einen festen Träger über eine Determinante auf der
Zelloberfläche
isoliert. Die Zellen werden gewaschen und lysiert und das Niveau
an einer intrazellulären
Komponente, die sich als Ergebnis der Aktivierung erhöht, wird
gemessen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ist aufgrund der Messung einer intrazellulären Komponente, dessen Niveau
aufgrund der Lymphozytenexposition gegenüber einem Mitogen oder Antigen
sich schnell erhöht,
ATP, NADP oder PCNA, hochsensitiv. In einer vorteilhaften Ausführungsform
wird das Niveau an ATP unter Zuhilfenahme der Biolumineszenzreaktion
von Luziferin : Luziferase gemessen. Die Biolumineszenzmessung von ATP
ist ein hochsensitives Maß.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung ist der, dass die für das Verfahren
notwendige Gesamtzeit im Allgemeinen zwischen 6 bis 72 Stunden liegt
und typischerweise 18 bis 24 Stunden beträgt. Der relativ kurze Zeitraum
ist ein Vorteil im Vergleich zu den derzeitigen Verfahren, die bis
zum Abschluss 3 bis 10 Tage brauchen.
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Testkits
werden zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
bereitgestellt. Die Testkits enthalten typischerweise das Antigen
oder Mitogen (oder ein anderes induzierendes Mittel), die feste
Phase mit geeigneten bindenden Substanzen, die zum Nachweis der
ATP-Niveaus notwendigen Reagenzien, geeignete Verdünnungs- und Waschlösungen,
Standards oder Instruktionen zu deren Herstellung und gegebenenfalls anderes
Zubehör,
wie Teströhrchen,
magnetische Abtrenner, Wascher und Transferpipetten, die bei der
Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
nützlich
sind.
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Kurze Beschreibung
der Abbildungen
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Die
vorgenannten und weiteren Ziele, Aspekte und Vorteile werden durch
die folgende detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung unter Bezugnahme auf die Abbildungen, deutlicher.
Diese sind:
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1 ist
ein Säulendiagramm,
das die relativen Lichteinheiten, die von den Lymphozyten, die mit
verschiedenen Mitogenen und Antigenen, wie in Beispiel 2 dargestellt,
stimuliert wurden, freigesetzt werden, und die
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2 ist
eine Darstellung mit drei Abbildungen, die die PHA-Stimulation von
T-Lymphozyten getrennt über CD4,
CD69 oder CD3, aufzeigt.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt sensitive und effiziente Verfahren
zur Messung der Empfindlichkeit einer Gruppe oder Untergruppe von
Lymphozyten (z. B. T-Zellen oder 25 B-Zellen), die sich durch einige
charakteristische Determinanten, die auf der Zelloberfläche exprimiert
werden, innerhalb einer Mischzellpopulation unterscheiden. Insbesondere
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Messung der Antwort von
Lymphozyten auf induzierende Mittel einschließlich Mitogene oder Antigene,
genauso wie auf Zytokine und Wachstumsfaktoren, Allergene, Allo-Antigene,
Peptide oder niedermolekulare Verbindungen, konjugiert an einem
Proteinträger,
wie Kohlenhydrate (Polysaccharide), Lipide und Nukleinsäuren.
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Die
vorliegende Erfindung überwindet
die Probleme des Standes der Technik durch Abtrennen der T-Zellen,
nachdem die Zellprobe dem Antigen ausgesetzt wurde und in einem
Zeitrahmen, bei dem die Interaktion des Lymphozyten mit dem bindenden
Molekül
auf dem Kügelchen
nicht die Ergebnisse beeinflussen.
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Ein
zweiter und entscheidender Aspekt der Erfindung beinhaltet das Messen
der ATP-Niveaus in den Zellen nach Abtrennung der interessierenden
Untergruppe. Es ist bekannt, dass die ATP-Niveaus für die Stoffwechselaktivität indikativ
sind. Siehe hier z. B. Kangas et al., Med. Biol. 62: 338–43 (1984)
und Lundin et al. Meth. Enzymol. 133: 27–42. Die Messung der ATP-Niveaus
wurden zu Untersuchungen von chemotherapeutischen Arzneimitteln
und anderen Mitteln auf Zelllinien verwendet und wurde verwendet,
um die Zunahme der Biomasse und der Zellzahl zu überwachen. Die ATP-Niveaus
können
sehr sensitiv unter Verwendung der Biolumineszenzreaktion der Glühwürmchen Luciferase
mit Luciferin gemessen werden, siehe z. B. Leach und Webster, Meth.
Enzymol. 13~: 51–70,
(1986). Eine Vielzahl von Verfahren zur Untersuchung der ATP-Niveaus in
Bakterien oder in somatischen Zellen wurden berichtet. Siehe z.
B. U.S.-Patent Nr. 3,690,832; 5,283,179; 4,144,134; 4,283,490 und
4,303,752. Was bisher nicht im Stand der Technik erkannt wurde,
ist, dass ein Ergebnis der Antwort von T-Zellen auf ein induzierendes
Mittel, wie auf ein Mitogen oder Antigen, sich die Stoffwechselaktivität der antwortenden
Zelle signifikant erhöht
und dass diese Erhöhung
in einer signifikanten Erhöhung
der ATP-Niveaus widergespiegelt wird. Weiterhin können kleine
Veränderungen
der ATP-Niveaus oder Veränderungen
der ATP-Niveaus in einer kleinen Zellzahl aufgrund der Sensitivität des Luciferin
: Luciferase-Systems gemessen werden.
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Die
Erfindung richtet sich auf ein derzeit vorhandenes Hauptproblem
zur Verbesserung von Verfahren zur Messung der Empfindlichkeit von
T-Lymphozyten auf Mitogene und Antigene, d. h. der T-Zell-Funktion. Diese
Verfahren zeigen vergleichbare oder größere Empfindlichkeit als bisher
zur Verfügung
stehende Verfahren auf. Diese Verfahren erlauben, dass der Benutzer
viele Proben in einer relativ kurzen Zeit analysieren kann und eliminiert
die Notwendigkeit einer teuren Ausrüstung und für hoch qualifiziertes Personal
zur Durchführung des
Verfahrens und verwendet keine radioaktiven Materialien.
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Die
erfindungsgemäßen Verfahren
können
zusätzlich
oder anstelle von Verfahren und Tests, wie sie in den klinischen
Laboratorien durchgeführt
werden, zur Bestimmung der Zellzahl von Lymphozyten in verschiedenen
Subpopulationen verwendet werden. Die hier beschriebenen Verfahren
berücksichtigen
die notwendige Sensitivität
der Assays, die wesentlich länger
brauchen mit dem verkürzten
Zeitrahmen von Zellzählassays.
Die Verwendung von Standards und die Bereitstellung von Testkits,
die auf diese Verfahren basieren, und die alle notwendigen Reagenzien
beinhalten, führen
zu einer erhöhten
Reproduzierbarkeit und Konsistenz, die für in den klinischen Laboratorien
durchgeführten
Tests notwendig sind.
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Die
erfindungsgemäßen Verfahren
haben verschiedene Vorteile über
die derzeit bestehenden Verfahren. Die notwendige Zeit einer Antwort
ist wesentlich kürzer
als bei anderen Assays. Die Bereitstellung von allen Materialien
in einem Testkit, die für
den Assay notwendig sind und die Einfachheit der Art der Messung führen zu
einer Konsistenz in den Ergebnissen von unterschiedlichen Laboren.
Weiterhin können eine
Vielzahl von Proben gleichzeitig untersucht werden. Die Verfahren
sind einfach, schnell, sensitiv und mit den Ausstattungen der klinischen
Laboratorien durchführbar.
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Induzierende
Mittel
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Im
Zusammenhang mit dieser Erfindung sind induzierende Mittel Substanzen,
die mit Lymphozyten interagieren, so dass das Ergebnis der Interaktion
eine Veränderung
im Zustand der Zelle ist. Insbesondere beziehen sich induzierende
Mittel auf Substanzen, die dafür
Sorgen, dass ruhende Lymphozyten aktiviert werden und die eine funktionelle
Aktivitäten
der Zelle induzieren können.
Allgemein gesprochen fallen die induzierenden Mittel in zwei Klassen:
(i) Mitogene sind induzierende Mittel, die mit allen Lymphozyten
einer bestimmten Untergruppe agieren und eine Aktivierung gefolgt
von einer Proliferation der antwortenden Zelle induzieren und (ii)
Antigene, die durch spezifische Rezeptoren auf einer begrenzten
Untergruppen von Zellen interagieren. Es können aber auch andere Substanzen
als induzierende Mittel verwendet, einschließlich Zytokine und Wachstumfaktoren,
Allergene, Allo-Antigene, Peptide oder niedermolekulargewichtige
Verbindungen, konjugiert an Proteinträger, wie Kohlenhydrate (Polysaccharide),
Lipide und Nukleinsäuren.
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Mitogene
für unterschiedliche
Populationen von Lymphozyten sind bekannt und schließen Lektine,
Antikörper,
die gegen bestimmte Zelloberflächenrezeptoren
der Lymphozyten, wie CD3 bei T-Lymphozyten oder CD2 für B-Lymphozyten,
gerichtet sind, Wachstumsfaktoren und Lymphokine, Phorbolester und
andere biochemische Substanzen, die dem Fachmann bekannt sind. Bevorzugte
Mitogene schließen
Phytohemagluttinin (PHA), Con A und einen monoklonalen Antikörper gegen
CD3 ein.
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Die
Antigene reagieren mit einer kleineren Untergruppe von Lymphozyten über die
spezifischen Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Jeder Lymphozyt hat auf
seiner Zelloberfläche
einen Rezeptor für
ein spezifisches Antigen oder Molekül. Bei B-Lymphozyten ist der Zelloberflächenrezeptor
ein membrangebundener Antikörper.
Für T-Lymphozyten
ist dies der Zelloberflächenrezeptor
der T-Zellrezeptor, der Antigen, das im Zusammenhang mit dem Haupthistokompatibilitätsmolekül auf der
Oberfläche
einer anderen Zelle präsentiert wird,
erkennt. Die Antwort des Immunsystems auf spezifische fremde Eindringlinge
basiert auf der Erkennung von Antigenen durch die Rezeptoren auf
der Zelloberfläche
dieser Zellen und die daraus resultierende funktionale Aktivierung,
die als Ergebnis dieser Interaktion eintritt. Im Allgemeinen sind
die Antigene, die an diese Zelloberflächenrezeptoren gebunden sind,
kleine Teile von größeren Molekülen und
können
Teile von infektiösen
Mitteln, wie Viren, Bakterien, Pilze und dergleichen, Arzneimittel,
organische Chemikalien und anorganische Chemikalien, wie Silikon,
Metalle, wie Beryllium und Proteine, wie Tumorzellproteine oder
Proteine, die von implantierten oder transplantierten Organe stammen.
Vorteilhafte Antigene schließen
ein: gp120 Protein oder Peptide von gp120 von HIV Hüll-Glykoprotein,
die äußeren Oberflächenproteine
von Bakterien, wie OSPA, B oder C von Borrelia burgdorferi, SiO2, zerstörte
inaktivierte Q-Fieberzellen,
PPD oder Tetanus toxoid.
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Ziellymphozyten
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Die
Untergruppe an interessierenden Zellen sind in Testproben oder Stücken verschiedenen
Ursprungs einschließlich
biologischen Fluids, wie Gesamtblut, Urin, Stuhl, Speichel, cerebrospinaler
Flüssigkeit, Fruchtwasser,
Gewebeextrakten, Lavage, Tumorbiopsien, Transplantatbiopsien vorhanden,
oder sie können aus
einer Kultur stammen. Interessierende Zellen sind von humanem oder
tierischem Ursprungs. Die Proben können auch Proben von verschiedenem
biologischen Ursprungs, die teilweise mittels Dichtegradientenzentrifugation
aufgereinigt wurden oder durch andere Abtrennungsverfahren, die
zur Isolierung teilweiser aufgereinigter Zellproben verwendet werden,
sein.
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Die
Erfindung kann mit Langzeitzelllinien, wie MDLT-4, HL-60, TF-1,
NFS60 und L-929
durchgeführt werden.
Diese Zellen, genauso wie solche aus biologischen Fluiden, können aus
gefrorenen Vorräten
stammen. In einer bevorzugten Ausführungsform stellt die Verwendung
von eingefroren Lymphozyten einen Mechanismus zum Transport von
klinischen oder experimentellen Proben ohne Degradation dar.
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Bei
der Analyse einer Probe, die eine interessierende Zelluntergruppe
enthält,
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren,
wird die Zellpopulation in einem natürlichen biologischen Fluid
oder in einem geeigneten biologischen oder synthetischem Medium
suspendiert, anfänglich
einem Mitogen oder einem spezifischen Antigen oder anderen interessierenden
induzierenden Mittel ausgesetzt. Es ist ein besonderer Aspekt der
Erfindung, dass das Aussetzen für
einen relativ kurzen Zeitraum geschieht. In Abhängigkeit von der Art des zu
untersuchenden Antigens oder Mitogens ist der Zeitraum der Exposition
6 bis 72 Stunden oder länger, üblicherweise
ist sie aber 24 Stunden.
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Von
besonderem Interesse für
diagnostische, therapeutische und Forschungszwecke sind Messungen
der Antworten von T-Lymphozyten und Lymphozytenuntergruppen, einschließlich die
hauptfunktionellen Untergruppen, wie T-Helferzellen und suppressor/zytotoxische
Zellen auf Mitogene oder auf spezifische Antigene. Die Quantifizierung
der Empfindlichkeit einer spezifischen Untergruppe von T-Lymphozyten ist bei
bestimmten physiologischen Bedingungen wichtig. Z. B. verlieren
Individuen, die mit dem humanen Immundefizienz Virus infiziert sind,
die Antwortfähigkeit
auf Mitogene als auch Antigene in der CD4-Zellpopulation vor dem
Verlust einer Aktivität
in anderen Zelluntergruppen. In ähnlicher
Weise ist die Empfindlichkeit von Subklassen von T-Zellen auf Mitogenen
wichtig bei der Überwachung
von Individuen, die aufgrund von chronischem Stress, Chemotherapie
oder Arzneimittelbehandlung potentiell immunsupprimiert sind. Die
Quantifizierung der Empfindlichkeit einer Untergruppe von Lymphozyten
auf ein spezifisches Antigen ist wichtig bei der Bestimmung der
Exposition eines Individuums gegenüber dem infektiösen Mitteln
oder einem Arzneimittel oder einer Verbindung oder zur Bestimmung
der Hypersensitivitätsreaktion
auf ein Arzneimittel oder einer Chemikalie. Neben den funktionellen
Hauptuntergruppen schließen
andere interessierende Untergruppen von Zellen Zellen in unterschiedlichen
Stufen der Differenzierung oder Zellen zu unterschiedlichen Zeitpunkten
nach anfänglicher
Interaktion mit einem Mitogen oder Antigen, ein.
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Charakteristische
Determinanten
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Die
interessierenden funktionellen Untergruppen unterscheiden sich in
der Expression von charakteristischen Zelloberflächendeterminanten. Weiterhin
unterscheiden sich Zellen der gleichen Untergruppe aber in verschiedenen
Stadien der Differenzierung durch die Expression von charakteristischen
Determinanten auf der Zelloberfläche.
Zellen mit unterschiedlicher funktionaler Aktivität oder zu
unterschiedlichen Zeitpunkten nach anfänglicher Interaktion mit einem
Mitogen oder Antigen können
also unterschiedliche Zelloberflächendeterminanten
exprimieren.
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In
dieser Erfindung bezeichnet charakteristische Determinante ein Element,
das die Art von irgendwas identifiziert oder bestimmt. Wenn es unter
Bezug auf die erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet wird, bedeutet „Determinante" ein Molekül, das auf
der Zelloberfläche
exprimiert wird, das in einer gewissen Art und Weise charakteristisch
für diese
Zelle ist. Zell-assoziierende Determinanten schließen z. B.
Komponenten der Zellmembran, wie membrangebundene Proteine oder
Glykoproteine oder Lipide oder Glykolipide ein und schließen Zelloberflächenantigene
von sowohl der Wirtszelle als auch viralen Ursprungs ein, sowie
Histokompatibilitätsantigene
oder Membranrezeptoren.
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Eine
Determinante ist ein Teil einer Zelle, der mit einer spezifisch
bindenden Substanz interagiert. Die Zellen werden mit Hilfe der
spezifischen Interaktion zwischen den Determinanten auf der Zelloberfläche und den
spezifischen bindenden Substanzen, die an Festphasen angeheftet
sind, abgetrennt. Das Verfahren wird im Folgenden auch als „Affinitätstrennung" bezeichnet. Spezifische
bindende Substanzen, die mit Zelloberflächendeterminanten interagieren
können,
schließen
Antikörper
ein, die die Determinanten erkennen können.
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Die
Erfindung kann als ein Verfahren zur Messung von jeden immunologisch
aktiven Zellen, die sich durch irgendwelche charakteristischen Oberflächendeterminanten
unterscheiden, gemessen werden. Die Erfindung kann z. B. verwendet
werden zur Messung von Krebszellen, Thymozyten, dendritischen Zellen,
Langhans-Zellen, NK-Zellen,
Monozyten, Myeloid-Zellen, Plättchen,
Eosinophilen, Basophilen, Megakaryozyten, Granulozyten, Makrophagen,
Reed Sternberg-Zellen, Vorläufer
B-Zellen, Panmyeloid,
hematopoietischen Vorläuferzellen,
Endothelzellen, Plasmazellen, Panleukozyten, proliferierende Zellen,
Pan B einschließlich
Vorläufern,
Burketts Lymphom-Zellen, zirkulierenden und interdigitierenden retikulären dendritischen
Zellen, Neutrophilen, Mucosa assoziierenden T-Lymphozyten und Choriokarzinom-Zellen.
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Bindende Substanzen
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Das
Bestimmen des Vorhandenseins oder der Menge an Zelluntergruppen
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird durch die selektive Interaktion zwischen den Zellen der interessierenden
Untergruppe und einer spezifisch bindenden Substanz erzielt. Die
spezifisch bindende Substanz, die bei der Durchführung der Erfindung verwendet
wird, muss ein selektives Erkennen von charakteristischen zellulären Determinanten aufzeigen.
Bei der Analyse einer Mischzellpopulation auf eine Subpopulation
und/oder Untergruppe mit einem charakteristischen Zelloberflächenantigen
kann z. B. die spezifische bindende Substanz der komplementäre Antikörper sein,
der immunspezifisch das interessierende Antigen erkennt. Aufgrund
dieser selektiven Erkennung ist die spezifisch bindende Substanz
in der Lage, mit der interessierenden Untergruppe zu interagieren und
daran zu binden, um Komplexe oder Aggregate zu bilden, die physikalisch
oder chemisch aus dem Testmedium oder von anderen Komponenten darin,
die nicht von Interesse sind, abzutrennen. In einer bevorzugten Ausführungsform
werden Blutproben, die T-Lymphozyten
und Monozyten enthalten, die auf das Oberflächenantigen CD4 tragen, einer
spezifisch bindenden Substanz umfassend einen CD4 monoklonalen Antikörper ausgesetzt.
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Der
Ausdruck „Antikörper", wie er hierin verwendet
wird, schließt
monoklonale oder polyklonale Immunglobuline und immunreaktive Immunglobulinfragmente
ein. Andere Arten von spezifisch bindenden Substanzen schließen Lektine,
Hormone, Zytokine, Rezeptorliganden usw. ein.
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Die
monoklonalen Antikörper
gegen bestimmte Zelloberflächendeterminanten
sind von besonderer Wichtigkeit bei dieser Ausführungsform der Erfindung. Lymphozyten
z. B., die eine Subpopulation des Gesamtbluts umfassen, können durch
einen monoklonalen Antikörper,
der gegen ein Leukozytenoberflächenantigen gerichtet
ist, selektioniert werden. Das CD45-Antigen wird einheitlich auf
allen Lymphozyten exprimiert; allerdings wird das CD45-Antigen auch
auf Monozyten exprimiert. Wenn daher eine selektive Bindung von
Lymphozyten gewünscht
wird, ist es notwendig, einen CD45 monoklonalen Antikörper auszuwählen, der
signifikant mehr Bindungsstellen pro Zelle bei Lymphozyten aufzeigt
als bei Monozyten oder der Lymphozyten mit einer größeren Stärke als
Monozyten bindet.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist es wünschenswert
nur T-Helferzellen
aus der Gesamtblutprobe abzutrennen. Dies wird wie oben beschrieben
unter Verwendung von monoklonalen Antikörpern, die gegen T-Zelloberflächenantigene
gerichtet sind, wie CD4, erreicht oder es wird erreicht durch Verwendung
einer Kombination von Antikörpern,
die im Wesentlichen mit T-Helferlymphozyten
reagieren. In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform werden Lymphozyten,
die durch Aussetzen gegenüber
einem spezifischen Antigen aktiviert wurden mit Hilfe von Antikörpern, gerichtet
gegen Antigene, die nur nach Aktivierung auf der Zelloberfläche exprimiert
werden, abgetrennt. Diese Antikörper
reagieren mit einer oder einer Kombination der folgenden Zelloberflächenantigene,
CD25, CD69, CD71, CD45RO oder MHC Klasse 11-Antigene. Die Verwendung
dieser Antigene zur Abtrennung führt
zu einer signifikanten Amplifikation des Signals beim Assay, da
nur die Zellen, die diese Marker exprimieren, auf das Signal des
Antigens oder Mitogens geantwortet haben.
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Spezifisch
bindende Substanzen sind üblicherweise
an eine Festphase oder einer unlöslichen
Fluid-Phase befestigt, um ein Abtrennen aus dem Testmedium zu erleichtern.
Eine Vielzahl von Festträgermaterialien
können
verwendet werden, z. B. Polystyrol, Nylon oder Agarosekugeln und
diese sind dem Fachmann wohl bekannt. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung sind die spezifisch bindenden Substanzen an eine Vielzahl
von Magnetkügelchen
befestigt, diese umfassen ein ferromagnetisches, paramagnetisches
oder diamagnetisches Material. Techniken zum Anheften der spezifisch
bindenden Substanz an die Kügelchen
sind dem Fachmann bekannt. Geeignete Techniken schließen ein
Kreuzvernetzen, ein kovalentes Binden oder eine physikalische Absorption
ein. Alternativ wird eine Nichtfestphase, im Wesentlichen die spezifisch
bindende Substanz in Verbindung mit einer zweiten oder zusätzlichen
spezifisch bindenden Substanz, die in der Lage ist, selektiv mit
der primär
spezifisch bindenden Substanz zu interagieren und die an einer Festphase
befestigt ist, verwendet. Beispielhafte primäre und zusätzliche spezifisch bindende
Substanzen, die für diese
Zwecke hilfreich sind, sind: löslicher
Mausantikörper/Protein
A befestigt an einer Festphase; löslicher Mausantikörper/anti-Maus-Immunglobulin
aus einer anderen Art und befestigt an einer Festphase; und biotinylierter
Antikörper/Avidin,
das an einer Festphase befestigt ist.
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Wenn
die zu untersuchende Probe aus einer Kultur stammt oder durch Dichtegradiententrennung
vor dem Abtrennen mit einem festen Träger abgetrennt wurde, ist ein
einfaches Abtrennungsverfahren ausreichend, um die Untergruppe der
interessierenden Lymphozyten von dem Rest der Zellpopulation abzutrennen. Im
Falle von umfassenderen Proben, wie Gesamtblut, ist es notwendig,
zeitweise den Komplex zu waschen, um Zellen, die sich unspezifisch
verfangen oder gebunden haben, zu entfernen. Eine Vielzahl von Lösungen, z.
B. 0,15 M Ammoniumchlorid, 1,0 M Kaliumcarbonat, 0,1 M EDTA, pH
7,2), die spezifisch rote Blutzellen, Plättchen oder andere mögliche Verunreinigungen
lysieren, sind dem Fachmann bekannt. Weiterhin können Lösungen, die andere Substanzen,
wie Proteine, Zucker oder Salze enthalten oder die spezielle pH-Werte
aufweisen, nützlich
bei der Reduktion der nicht spezifischen Bindung von anderen Zellarten
oder bei der Eliminierung oder bei Lyse von Zellarten, die von den
Interessierenden abgetrennt werden sollen (z. B. eine Lösung von
Hank's gepufferter
Salzlösung
enthaltend 10% FKS ist insbesondere nützlich) nützlich sein. Nach dem Abtrennen
und einem darauf folgenden Waschen, wenn notwendig, wird das Medium
von dem Komplex entfernt.
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Lyse
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Gefolgt
von dem Abtrennen der interessierenden Zellen wird die abgetrennte
Zellpopulation durch Zugabe einer Lösung, die Substanzen enthält, welche
Lymphozyten lysieren können,
lysiert. Eine Vielzahl von solchen Lösungen existiert und diese
sind dem Fachmann wohl bekannt. Diese Lösungen schließen destilliertes
Wasser, Lösungen
enthaltend Detergenzien, wie Triton-X oder NP-40 und gepufferte
Lösung,
wie HEPES enthaltend 0,1 M Benzalkoniumchlorid, pH 7,4, ein. Es
ist wichtig, dass das Material und die ausgewählte Lösung nicht mit dem System zur
Messung von ATP interferieren, also kein ATP enthalten und ATP nicht
abbauen.
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Ein
wesentliches Merkmal der Erfindung ist es, dass die Zeit von der
Exposition der Probe bis zum Zeitpunkt, bei dem Zellen lysiert werden,
gering ist, üblicherweise weniger
als 2 Stunden, bevorzugt weniger als 1 Stunde. Dies ist wichtig,
da eine Interaktion der Lymphozyten mit vielen Antikörpern gegen
Zelloberflächenantigene
zu einer Antwort führen
kann. Dies stellt ein wesentliches Problem bei Bestimmung der Funktion von
spezifischen Zellarten dar, da die Isolierung dieser Zellart eine
Zellaktivierung induzieren kann.
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Messung der
ATP-Niveaus
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Nach
der Lyse der Zellen wird das Niveau an ATP in der Lösung gemessen.
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird das ATP durch Zugabe einer Lösung, die die Luciferase des
Glühwürmchens
und Luciferin in Anwesenheit von Magnesiumionen enthält, gemessen.
ATP kann weiterhin durch andere Mittel einschließlich immunchemischen oder
biochemischen Reaktionssystemen gemessen werden. Die Messung einer
intrinsischen Komponente einer Zelle ist wichtig, da es einen zusätzlichen
Schritt eliminiert, genauso die intrinsische Variabilität irgendeines
Markierungsverfahrens. Erhöhtes
ATP wird als ein Marker für
eine erhöhte
Zellmasse verwendet, ist aber relativ unempfindlich, da alle Zellen
der Population ein Grundniveau an ATP aufzeigen. Die vorliegende
Erfindung funktioniert, da die Messung von ATP nach einer Abtrennung
der interessierenden Zellpopulation gemacht wird.
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Kits
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Die
verschiedenen Reagenzien zusammen mit dem verschiedenen Zubehör, das zur
Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
verwendet wird, einschließlich
Medien zur Verdünnung,
feste Träger
zum immobilisieren der Zellen, Lysereagenzien, Antigene oder Mitogene
und Waschpuffer, eine oder mehrere Standards, oder Anweisungen zur
Herstellung davon werden in geeigneter Weise in einem Testkit verpackt.
Die in dem Testkit vorhandenen Reagenzien können verschiedene Formen aufweisen
und können
im trockenen Zustand mit geeigneten Verdünnern verpackt vorliegen oder
können
in einer gebrauchtsfertigen Form bereitgestellt werden.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
sind Kits zur Untersuchung der T-Zellantworten
vorgesehen. Insbesondere ein Kit enthaltend Antigene oder Mitogene
oder andere induzierende Mittel entweder in flüssiger oder lyophilisierter
Form, paramagnetische Kugeln, die mit einem Antikörper zur
Isolierung einer vorbestimmten Untergruppe von Zellen, Zellkulturmedien
zur Verdünnung
der Proben, Waschpuffer zum Waschen der Komplexe und damit verbundene
Reagenzien zur Durchführung
des Assays.
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Die
folgenden Beispiele werden dargestellt, um die Erfindung weiter
zu beschreiben. Diese Beispiele dienen nur der besseren Darstellung
spezifischer Anwendungsmöglichkeiten
des erfindungsgemäßen Verfahrens
und sollen in keiner Weise die Erfindung beschränken.
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Beispiele
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Beispiel 1: Nachweis der
Empfindlichkeit von CD4 positiven T-Lymphozyten gegenüber einem
Mitogen, nützlich
zur Messung der Immunfunktionen bei HIV-Infektionen in Antwort auf Stress oder
nach Chemotherapie
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Periphere
mononukleäre
Zellen aus dem Blut wurden aus Herkunftsleukozyten (Gulf Coast Blutbank), die
ursprünglich
aus dem peripheren Blut von normalen Personen durch Gradientenzentrifugation über Ficoll-Hypaque
erhalten wurden, isoliert. Die Zellen aus der Leukozytenschicht
wurden mittels Zentrifugation in RPMI, das 10 fötales Kälberserum (FKS) enthält, gespült und wurden
auf eine Zelldichte von ca. 1 × 105 Zellen/ml mit RPMI mit 5% fötales Kälberserum
(FKS) eingestellt. Ein Aliquot der Zellen wurde unstimuliert kultiviert,
während
ein zweites Aliquot der Zellen mit Phytohemaggluttinin (PHA), einem
T-Zell-Mitogen, bei einer Konzentration von 1 μm/ml für 24 Stunden stimuliert wurde.
Die Aliquots wurden 1 : 20 mit RPMI 1640 mit 10% FKS verdünnt. Der
Antikörper
gegen CD4 wurde mit einer Konzentration von 2 μm/ml zu den Kulturen gegeben.
Die Zellen wurden bei Raumtemperatur für 30 Minuten inkubiert, anschließend wurden
100 μm paramagnetische
Kügelchen,
die mit einen Ziege-anti-Maus-Antikörper (erhalten von Advanced
Magnetics) beschichtet waren, hinzugeben. Die Zellsuspension wurde
vorsichtig vermischt und für
30 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert. Die Zellen und die Kügelchen
wurden resuspendiert, an einen permanenten Magneten gestellt, in einer
Art, dass das Magnetfeld sich senkrecht zu der Schwerkraft befand.
Nachdem die Kügelchen
ein dichtes Pellet ausbildeten wurde das Medium abgesaugt und der
Magnet entfernt. Weiterer Puffer wurde zugefügt, und die Zellen und die
Kügelchen
wurden resuspendiert. Dieses Verfahren wurde einige Male wiederholt.
Nach vollständiger
Entfernung des Mediums wurden die Zellen in den Pellet der Kügelchen
mit einer Detergenzlösung,
die als somatic cell lysis reagent (Sigma) bezeichnet wird, lysiert
und das Röhrchen
wurde in ein Luminometer gestellt. 100 μm einer Mischung enthaltend
Luciferin, Luciferase und Mg2+ in einer Lösung enthaltend 0,25 mM Hepes,
0,1 mM DTT und 0,5% BSA wurden in das Röhrchen gegeben, und die Werte
wurden bestimmt.
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Negativkontrollen
bestehend aus Lysepuffer oder Zellen, die mit unspezifischen Kügelchen,
d. h. Kügelchen,
die mit einem anderen Isotyp als der des primären Antikörpers beschichtet waren, wurden
ebenfalls getestet. Schließlich
wurde ein ATP-Standard bei jedem Assay mitlaufen gelassen, um zu
bestätigen,
dass die Luciferin : Lucerifase-Reaktion auf entsprechenden Niveaus
ablief. Die Tabelle 1 unten zeigt die erhaltenen Ergebnisse.
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Beispiel 2: Messung der
Antwort von CD4 positiven T-Lymphozyten auf Mitogene, Zytokine und
auf ein Toxin-Antigen
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Periphere
mononukleäre
Zellen aus dem Blut von verschiedenen unterschiedlichen Individuen
wurden mittels Gradientenzentrifugation isoliert, gewaschen und
in RPMI 1640 mit 5% FKS kultiviert. Die Zellen wurden aliquotiert
und wurden entweder unstimuliert gelassen und wurden mit PHA, CD3-Antikörper, Tetanus-Toxin
oder viralen Antigenen von Influenza stimuliert. Alle Proben wurden
mit unterschiedlichen Antigenen inkubiert. Nach einer 48 stündigen Inkubation
wurden die Zellen mit RPMI 1640 verdünnt mit monoklonalen Antikörpern gegen
das CD4-Antigen aus der Maus für
30 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert, anschließend mit einem
Ziege-anti-Maus-IgG
konjugiert an paramagnetische Kügelchen
(Advanced Magnetics, Inc.) für
30 Minuten bei Raumtemperatur. Nach dem Abtrennen mit Hilfe eines
permanenten Magneten und dem Waschen der Probe wurden die Zellen
mit dem somatic cell lysis reagent (Sigma Chemical) lysiert. Luciferin/Luciferase-Reagenz
(Sigma Chemical) wurde 1 : 10 verdünnt und 100 μl wurden
hinzugefügt.
Die relativen Lichteinheiten wurden bestimmt. Die 1 zeigt
die Antwort der verschiedenen Patientenproben auf diese Mitogene und
Antigene und zeigt die Fähigkeit
der erfindungsgemäßen Verfahren
auf, die Antworten auf Mitogene und Antigene in individuellen Patientenproben
nachzuweisen.
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Beispiel 3: Vergleich
der nach PHA-Stimulation von T-Lymphozyten, die mit CD4, CD69 oder
CD3 aufgetrennt wurden, erhaltenen Ergebnisse
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Dieses
Beispiel untersucht die Fähigkeit
die Assays mit verschiedenen Zelloberflächenmarkern durchzuführen. Periphere
mononukleäre
Zellen wurden entweder nicht stimuliert oder mit PHA (1%) für 24, 48,
72 oder 96 Stunden stimuliert. Aliquots der nicht stimulierten Zellen
oder der PHA-stimulierten Zellen wurden mit einem Maus-monoklonalen
Antikörper
gegen CD3, T-Zellrezeptor, CD4 oder CD69 für 30 Minuten bei Raumtemperatur
inkubiert. Alle Aliquots wurden anschließend mit den paramagnetischen
Kügelchen
an die Ziege-Antimaus-IgG absorbiert waren für 30 Stunden bei Raumtemperatur
inkubiert. Die Komplexe von Zellen und Kügelchen wurden mit einem permanenten
Magnet abgetrennt und dreimal mit RPMI mit 10% FKS gewaschen. Die
Zellen wurden mit 0,5% NP-40-Lösung lysiert.
Luciferin : Luciferase-Mischung (Sigma Chemical Company) wurde 1
: 10 verdünnt
und 100 μl
wurden zu jedem Röhrchen
gegeben. Die 2 zeigt die Ergebnisse dieser
Assays. In allen Fällen
waren die relativen Lichteinheiten von den stimulierten Zellen größer als die
von den unstimulierten Zellen. Dieses zeigt die Verwendung von verschiedenen
Zelloberflächenmarkern zur
Untersuchung der Antwort von Lymphozyten aus verschiedenen Untergruppen.
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Beispiel 4: Messung der
T-Lymphozyten-Antwort auf ein bakterielles Antigen
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Balb/c-Mäuse wurden
mit insgesamt 100 μg
Q-Fieberantigen, hergestellt aus Nine mile strain (Integrated Diagnostics,
Inc.) emulgiert in kompletten Freunds-Adjuvant, immunisiert. Blutproben
(Prebleeds) wurden aus dem Orbitalsinus von 10 Mäusen genommen. Weiteres Blut
wurde 7 Tage nach Inokulation erhalten. Circa 100 bis 200 ml Blut
wurden von jeder Maus erhalten. Periphere mononukleäre Zellen
aus dem Blut wurden durch Dichtegradientenzentrifugation erhalten.
Die Schicht mit den weißen
Zellen wurde entfernt und mit RPMI 1640 mit 10% FKS gewaschen. Circa
100 μl der
Zellen wurden dann in jedes Röhrchen
gegeben. Die Zellpellets wurden entweder ohne irgendwelche Zusätze oder
in Anwesenheit von Q-Fieber-Antigen (10 μg/ml oder 1 μg/ml) kultiviert. Nach 24 Stunden
wurden die Kulturen 1 : 10 mit RPMI-1640 mit 10% FKS verdünnt und
100 μl von
superparamagnetischer Kügelchen
beschichtet mit Antikörper
gegen Maus-CD4 (Advances Magnetics, Inc.) wurden hinzugefügt. Die
Kügelchen
und die Zellen wurden bei Raumtemperatur für 30 Minuten inkubiert. Die
Kügelchen
zusammen mit den komplexierten Zellen wurden mit einem permanenten
Magneten abgetrennt und dreimal mit RPMI mit 10% FKS gewaschen.
Die Zellen wurden durch Zugabe von 100 μl somatic cell lysis reagent
(Sigma Chemical Co.) lysiert. Nach weiteren 10 Minuten bei Raumtemperatur
wurden 100 μl
Luciferase : Luciferin-Reaktionsmischung (Sigma Chemical Co.) hinzu
injiziert und das freigesetzte Licht wurde mit einem Luminometer
bestimmt.
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Bei
den Prebleeds der Mäuse
zeigten die mit Q-Fieber-Antigen inkubierten Proben Signale, die
identisch waren zu denen inkubiert ohne Q-Fieber-Antigen. Die folgende
Tabelle zeigt die Ergebnisse der Proben erhalten nach 7 Tagen nach
Injektion des Antigens. Es konnte eine dosisabhängige Antwort der T-Zellen
nachgewiesen werden.
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Beispiel 5: Messung der
Antwort von T-Lymphozyten unter Verwendung von Gesamtblut als Probe
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Blutproben
wurden von normalen Spendern erhalten und in Heparin als Anti-Koagulans gesammelt. Aliquots
vom Blut (100 μl)
wurden 1 : 5 mit RPMI-1640 verdünnt.
Replikate erhielten entweder keinen Zusatz, 1% PHA, oder IL-2 mit
100 U/ml Endkonzentration. Die Proben wurden über Nacht bei 37°C inkubiert.
Am folgenden Tag wurden 100 μl
der Proben entfernt, mit Maus-monoklonalen Antikörpern gegen CD4-Antigen für 30 Minuten
bei 37°C
inkubiert. Die paramagnetischen Kügelchen beschichtet mit Ziege-anti-Maus-IgG
wurden zu jeder Probe hinzugefügt
(100 μl)
und für
30 Minuten bei 37°C
inkubiert. Die Kugel-Zell-Komplexe
wurden aus den Proben mit Hilfe eines permanenten Magneten isoliert,
und die Komplexe wurden dreimal mit PBS enthaltend 10% FKS und 0,1%
BSA gewaschen. Die Zellen wurden mit destilliertem Wasser lysiert.
Luciferin : Luciferase wurde zugegeben und die relativen Lichteinheiten
wurden bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse.
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Beispiel 6: Messung der
Antworten von CD8 positiven T-Lymphozyten auf virales Antigen
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Periphere
mononukleäre
Blutzellen wurden aus heparinisiertem Gesamtblut von normalen Blutspendern
mittels Dichtegradientenzentrifugation isoliert. Die Zellen wurden
in RPMI mit 10% FKS gewaschen und in diesem Medium in einer Dichte
von 1 × 105 Zellen/ml resuspendiert und aliquotiert.
Replikate enthielten entweder keine Zugabe oder verschiedene Niveaus
an Influenza A-Antigen oder PHA. Nach 24 Stunden wurde ein Maus-monoklonaler
Antikörper
gegen CD8 hinzugefügt,
und die Zellen wurden für
30 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert. Paramagnetische Kügelchen
gekoppelt mit Ziege-anti-Maus-IgG wurden hinzugefügt, und
die Komplexe wurden abgetrennt, indem die Kulturen an einen permanenten
Magneten gestellt wurden. Die Komplexe wurden dreimal mit PBS enthaltend
10% FKS gewaschen und anschließend
wurden die Zellen mittels 0,05% Triton × 100 in PBS lysiert. Die ATP-Niveaus
wurden mittels Luciferin : Luciferase bestimmt. Alle Individuen
zeigten Antworten auf PHA mit Stimulationsindizes von > 10, während der
Bereich der Stimulationsindizes auf virale Antigene von Influenza
im Bereich von 1,2 bis 4,0 lagen.
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Beispiel 7: Messung der
Antwort von T-Lymphozyten auf Recall-Antigene (Gedächtnisantigene)
verglichen mittels Durchflusszytometrie
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Blut
wurde von normalen Spendern in Sammelröhrchen, die Heparin enthielten,
gesammelt. Tetanus-Toxin mit 10 ng/ml, Candida albicans mit 20 ng/ml;
Influenza A in einer Verdünnung
von 14; humanes Transferrin mit 10 ng/ml oder kein Zusatz wurden
zu 500 μl
Blut gegeben und bei 37°C
für 24
bis 48 Stunden inkubiert. 100 Mikroliter Probe wurden entfernt und
mit 20 μl
paramagnetischen Kügelchen
beschichtet mit Maus-monoklonalen Antikörper gegen CD4-Antigen (Perseptive
BioSystems) für
30 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert. Die Komplexe aus Kügelchen
und Zellen wurden aus der Probe mittels einem permanenten Magneten
entfernt und dann dreimal mit RPMI 1640 Medium enthaltend 5% FKS
gewaschen. Die Zellen wurden durch Zugabe von 15 μl somatic
cell lysing reagent (Sigma Chemical Co.) lysiert, gefolgt von einer
Zugabe von 150 μl
Luciferase : Luciferase-Reaktionsmischung
(Sigma Chemical Co.). Die Freisetzung des Lichts wurde mit einem
Luminometer bestimmt und die Stimulationsindizes wurden berechnet.
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Die
Proben für
die Durchflusszytometrie wurden hergestellt, indem 50 μl Gesamtblut
von jeder Probe, denen ein Recall-Antigen zugegeben wurde, mit 10 μl Mausmonoklonaler
Antikörper
gegen CD4 konjugiert mit FITC (Dako Corp.) inkubiert wurden. Die
Zellen wurden mittels Durchflusszytometer gezählt.
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Die
folgenden Tabellen zeigen, das messbare T-Zellaktivierung durch
Recall-Antigene
mit den beschriebenen Verfahren nach 24 Stunden oder 48 Stunden
Exposition erreichbar ist. Eine Zunahme in der Zellzahl wurde im
parallelen Durchflusszytometrie-Experimenten nicht festgestellt.
Dies mag darin begründet
sein, dass das Assay-Verfahren sensitiv genug ist, um eine Zunahme
in der Stoffwechselaktivität,
wie sie durch Zunahme der ATP-Niveaus aufgezeigt wurde, nachgewiesen
werden kann, bevor die Niveaus an Zellproliferation ausreichend
hoch sind, um für
die Durchflusszytometrie messbar zu sein. Humanes Transferrin ist
ein natürliches
Material, das als nicht fremd erkannt wird, und daher ruft dieses
keine Immunantwort hervor. Es wird als Negativkontrolle im Assay
verwendet.
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