-
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wickelkern, insbesondere einen
Wickelkern zum Aufwickeln eines Farbbandes, das drehbar in einer Bandkassette
angeordnet ist und das für Druckzwecke verwendet wird.
-
Es sind Thermotransferdrucker bekannt, bei denen ein Papierblatt als
Aufzeichnungsmedium zwischen einer Anlageplatte und einem Thermokopf hindurchgeführt
wird, wobei es zwischen einer Förderrolle und einer Druckrolle, die mit der Förderrolle in
Druckkontakt steht, gehalten wird, und wobei sich der Thermokopf an der Anlageplatte
entlang bewegt, während er mit der Platte über das Papier in Druckkontakt steht. Dabei
erzeugen Wärmeerzeugungselemente im Thermokopf selektiv gemäß einem
Aufzeichnungssignal Wärme, während das Farbband aufgewickelt wird, um die Farbe auf dem
Farbband durch Aufschmelzen auf das Papier zu übertragen und damit die gewünschte
Aufzeichnung auf dem Papier zu bewirken.
-
Um ein Rutschen des Farbbandes auf dem Wickelkern zu vermeiden, schlägt E.
Hagstrom im US-Patent Nr. 5 326 182 die Verwendung einer Antriebsnabe vor, die in den
Wickelkern für ein Farbband einrastet.
-
Fig. 10 ist eine perspektivische Ansicht des schematischen Aufbaus des
Schlittenabschnitts 23 eines herkömmlichen Thermotransferdruckers 21. Eine Anlageplatte
22 in der Form einer flachen Platte ist in der Nähe des Mittelteils eines Rahmens (nicht
gezeigt) so angebracht, daß die Druckfläche im wesentlichen senkrecht zum Rahmen liegt.
Vor der und parallel zur Platte 2 ist unten eine Führung 27 angebracht, an der der Schlitten
23 entlanggleitet. Ein Antriebsriemen 28, der um zwei Rollen (nicht gezeigt) geführt ist,
wird von einem Schrittmotor (nicht gezeigt) angetrieben, so daß der Schlitten 23 sich an
der Führung 27 hin und her bewegt.
-
Am vorderen Endabschnitt des Schlittens 23 ist gegenüber der Platte 22 ein
Thermokopf 24 angebracht. Der Thermokopf kann mittels eines geeigneten
Mechanismusses mit der Plätte 22 in Kontakt gebracht werden und sich davon weg bewegen. Auf
die Oberseite des Schlittens 23 wird eine Bandkassette 26 (siehe Fig. 13) aufgelegt. Die
Bandkassette 26 enthält ein Farbband 25 und führt das Farbband zwischen dem
Thermokopf 24 und der Platte 22 hindurch.
-
Am Schlitten 23 sind als Bestandteile eines Farbbandvorschubmechanismusses
ein Wickelmechanismus 29 und ein Zuführmechanismus angebracht, um das Farbband 25
in der Richtung des Pfeiles A in der Zeichnung zu bewegen.
-
Der Farbbandvorschubmechanismus wird im folgenden näher erläutert.
-
Wie in den Fig. 11 und 12 gezeigt, weist der Wickelmechanismus 29 eine
Aufwickelwelle 30 auf. Der untere Endabschnitt der Aufwickelwelle 30 ist einstückig mit
einem Stützflansch 32 versehen, der nach außen vorsteht. Auf den unteren Endabschnitt ist
lose ein Aufwickelzahnrad 31 aufgesetzt, das sich unabhängig von der Aufwickelwelle 30
drehen kann. Zwischen der Unterseite des Aufwickelzahnrades 31 und dem Stützflansch 32
der Aufwickelwelle 30 ist als Rutschmechanismus ein Filzstück eingesetzt. Am oberen
Ende der Aufwickelwelle 30 ist ein Aufwickelspulenkopf 35 befestigt, der an der Oberseite
des Schlittens 23 vorsteht und der mit einer Aufwickelöffnung 34 in der Bandkassette 26 in
Eingriff kommt. An der äußeren Umfangsfläche 36 des Aufwickelspulenkopfes 35 sind
nach jeweils einem Drittel des Umfangs drei Eingriffsvorsprünge 37 ausgebildet. Auf der
Unterseite des Aufwickelspulenkopfes 35 ist eine ringförmige Aufnahmenut 38
ausgebildet. An der äußeren Umfangsseite der Aufwickelwelle 30 ist eine Vorspannfeder 39
angeordnet, deren oberer Endabschnitt von der Aufnahmenut des Aufwickelspulenkopfes 35
aufgenommen wird und dessen unterer Endabschnitt an der Oberseite des
Aufwickelzahnrads 32 anliegt. Mit der Vorspannkraft der Vorspannfeder 39 steht das Aufwickelzahnrad
32 mit dem Stützflansch 31 der Aufwickelwelle 30 über das Filzstück 33 in Druckkontakt.
Ein Antriebszahnrad 40, das an der Welle 48 eines Aufwickelmotors 47 für das
Farbband 25 angebracht ist, greift in das Aufwickelzahnrad 32 ein. Das Antriebszahnrad 40
dreht sich beim Betrieb des Farbband-Aufwickelmotors 47, und damit dreht sich das
Aufwickelzahnrad 32. Diese drehende Antriebskraft wird mittels der Reibungskraft des
Filzstücks 33, die durch die Vorspannkraft der Feder 39 erzeugt wird und die das
Aufwickelzahnrad 32 bewegt, zu der Aufwickelwelle 30 übertragen.
-
Der erwähnte Farbbandzuführmechanismus braucht hier nicht beschrieben zu
werden.
-
Wie in der Fig. 13 gezeigt, besteht die Bandkassette 26, die auf die C> berseite
des Schlittens 23 aufgesetzt wird, aus einem Gehäusekörper 41, der in der Aufsicht im
wesentlichen rechteckförmig ist und der ein oberes Gehäuseteil 41A und ein unteres
Gehäuseteil 41 B umfaßt. Im Inneren des Gehäusekörpers 41 befinden sich zwei Kerne 42, 42,
die drehbar angeordnet sind, zwei Andrückrollen 43, 43, die ebenfalls drehbar angeordnet
sind, und eine Anzahl von Führungsrollen (nicht gezeigt), die drehbar angeordnet im Weg
des Farbbandes liegen.
-
Die beiden Kerne 42, 42 haben jeweils eine im wesentlichen zylindrische
Form, und das Farbband 25, das die Eigenschaft einer Wärmesublimation oder eines
Wärmeschmelzens aufweist, ist mit seinen beiden Enden auf die äußere Umfangsfläche der
Kerne 42, 42 aufgewickelt. Wenn die beiden Kerne 42, 42 auf den Schlitten 23 des
Druckers aufgesetzt sind, für den die Bandkassette 26 vorgesehen ist, wird der Kenn 42, der
sich in der Fig. 13 auf der linken Seite befindet, als Aufwickelkern 42A für das Aufwickeln
des Abschnitts des Farbbands 25 verwendet, der zum Aufzeichnen verwendet wurde,
während der Kern 42 auf der rechten Seite dieser Abbildung als Zuführkern 42B zum Zuführen
des Farbbandes 26 beim Aufzeichnen verwendet wird.
-
An der inneren Umfangsfläche 44 jedes der Kerne 42 ist eine Anzahl von
Eingriffsnuten 45, 45 in Keilnutform ausgebildet, die in Umfangsrichtung beabstandet sind.
Das Innere der inneren Umfangsfläche 44 des in der Fig. 13 linken Aufwickelkerns 42A
wird als Aufwickelöffnung 46A für den Eingriff eines Aufwickelspulenkopfes 35A am
Schlitten 23 des Druckers verwendet, während die Innenseite der inneren Umfangsfläche
des in der Fig. 13 rechten Zuführkerns 42B als Zuführöffnung 46B für den Eingriff eines
Abgabespulenkopfes B verwendet wird, der den erwähnten Zuführmechanismus bildet.
-
Beim Aufsetzen der Bandkassette 26 auf den Schlitten 23 kann es vorkommen,
daß das Farbband 25 in der Bandkassette zwischen den beiden Kernen 42, 42 etwas
durchhängt. Es war in diesem Fall bisher erforderlich, daß der Benutzer den durchhängenden
Abschnitt des Farbbandes von Hand aufgewickelt hat.
-
Darüberhinaus ist an der inneren Umfangsfläche 44 des herkömmlichen Kerns
42 nur eine Anzahl von Eingriffsnuten 45, 45 in Keilnutform ausgebildet, die in
Umfangsrichtung beabstandet sind, so daß nach dem Aufsetzen der Bandkassette auf den Schlitten
23 Staub von den oberen Öffnungen in die Eingriffsnuten 45; 45 gelangen kann, mit dem
Ergebnis, daß die Drehung beim Aufwickeln des Farbbandes 25 nicht stabil ist und die
Zuführung des Farbbandes instabil wird, was zu einer Verschlechterung der Druckiqualität
führt.
-
Auch kann die Bandkassette 26 ohne Rücksicht auf die Breite des verwendeten
Farbbandes 25 auf den Schlitten 23 aufgesetzt werden, so daß sich irrtümlich ein Farbband
25 mit zu geringer Druckbreite in der Bandkassette 26 befinden kann.
-
Diese Probleme sind nicht auf die Aufwickelspule 35 auf dem Schlitten 23 des
erwähnten Thermotransferdruckers und den Aufwickelkern 42A in der auf den Schlitten
aufgesetzten Bandkassette 26 beschränkt, sondern können auch bei einem Wickelkern in
einer Kassette, die ein Etikettendruckband oder dergleichen in aufgewickelter Form
aufnimmt, und einem Aufwickelspulenkopf an einer Einheit wie einem Etikettendrucker
auftreten, auf den die Kassette aufzusetzen ist.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Wickelkern zu schaffen, bei
dem eine Bandkassette auf eine zu bestückenden Einheit in einem guten, nicht
durchhängenden Zustand des darin enthaltenen Gegenstandes aufgesetzt werden kann und mit dem
verhindert werden kann, daß nach dem Aufsetzen der Kassette Staub in die Eingriffsnuten
eindringt, wobei auch sichergestellt ist, daß nur eine solche Kassette auf eine Einheit
aufgesetzt werden kann, die auch für die Einheit vorgesehen ist.
-
Erfindungsgemäß wird ein Wickelkern für eine Bandkassette geschaffen, die
eine Gewebe in einem aufgewickelten Zustand aufnimmt, wobei der Wickelkern eine
Anzahl von Eingriffsnuten aufweist, die an seiner inneren Umfangsfläche in
Umfangsrichtung für den Eingriff mit einer Anzahl von Eingriffsvorsprüngen ausgebildet sind, die in
Umfangsrichtung in gleichen Abständen an der äußeren Umfangsfläche eines
Aufwickelspulenkopfs an einer zu bestückenden Einheit ausgebildet sind, auf die die Kassette
aufzusetzen ist, wobei die Eingriffsnuten jeweils seitliche Eingriffsabschnitte für den Eingriff
mit den Seitenflächen der einzelnen Eingriffsvorsprünge und einen oberen
Eingriffsabschnitt für den Eingriff mit der axialen Spitzenfläche der einzelnen Eingriffsvorsprünge in
einer zusammenstoßenden oder abdeckenden Beziehung aufweisen, wodurch die
Eingriffsvorsprünge mit den seitlichen Eingriffsabschnitten der einzelnen Eingriffsnuten fest in
Umfangsrichtung des Wickelkernes in Eingriff kommen können, und wobei des weiteren
der Eintritt von Staub in die Eingriffsnuten von oben durch den oberen Eingriffsabschnitt
in axialer Richtung des Wickelkerns möglich ist, wobei, wenn versucht wird, zum Beispiel
eine Bandkassette mit einem zu schmalen Farbband auf eine dafür nicht geeignete Einheit
aufzusetzen, die oberen Eingriffsabschnitte der Eingriffsnuten gegen die oberen Abschnitte
der Eingriffsvorsprünge des Aufwickelspulenkopfes stoßen und dadurch ein Aufsetzen der
Kassette verhindern, so daß ein fehlerhaftes Aufsetzen von Kassetten verhindert werden
kann.
-
Es kann ein Wickelkern für eine Bandkassette vorgesehen werden, bei dem
sich an die seitlichen Eingriffsabschnitte der einzelnen Eingriffsnuten am einsetzseitigen
Endabschnitt der Eingriffsnut jeweils ein Eingriffsführungsabschnitt anschließt, wobei der
Eingriffsführungsabschnitt als schräge Fläche ausgebildet ist, damit der Eingriffsvorsprung
am Aufwickelspulenkopf daran entlanggleiten kann und in eine der Eingriffsnuten des
Wickelkerns geführt wird, so daß der Eingriffsvorsprung leicht in den Eingriffsvorsprung
geleitet wird.
-
Es kann ein Wickelkern für eine Bandkassette vorgesehen werden, bei dem die
Anzahl von Eingriffsnuten in der inneren Umfangsfläche des Wickelkerns mittels der
erwähnten Eingriffsführungsabschnitte miteinander verbunden sind, so daß die
Eingriffsabschnitte mittels der Eingriffsführungsabschnitte oder direkt mit den Eingriffsnuten in
Eingriff kommen können.
-
Es kann ein Wickelkern für eine Bandkassette vorgesehen werden, bei dem die
Eingriffsnuten derart ausgebildet sind, daß abwechselnd in Umfangsrichtung in gleichen
Abständen eine Eingriffsnut mit einer Eingriffsnuteinführungsseite an einem axialen Ende
des Wickelkernes und eine Eingriffsnut mit einer Eingriffsnuteinführungsseite am
gegenüberliegenden Ende des Wickelkern angeordnet sind, so daß die Bandkassette relativ zum
Aufwickelspulenkopf von jeder axialen Seite des Wickelkerns aufgesetzt werden kann.
-
Die Erfindung kann einen Wickelkern in einer Bandkassette vorsehen, bei dem
die Eingriffsführungsabschnitte, die die einführungsseitigen Endabschnitte der
Eingriffsnuten mit Einführungsseiten am gleichen Endabschnitt des Wickelkerns verbinden, auch als
obere Eingriffsabschnitte der Eingriffsnuten dienen, deren Einführseite am anderen
Endabschnitt liegt, wodurch der Wickelkern, der eine solche verlustfreie Form hat, von jeder
axialen Seite des Kerns her auf den Aufwickelspulenkopf aufgesetzt werden kann. Da die
Eingriffsnuten in der gleichen Anzahl ausgebildet sind wie die Eingriffsvorsprünge am
Aufwickelspulenkopf, ist außerdem die Bearbeitungsgenauigkeit der Eingriffsnuten erhöht,
und es kann ein stabiler Vorschub des in der Bandkassette enthaltenen Gegenstandes, etwa
ein Farbband, erhalten werden.
-
Die Erfindung kann einen Wickelkern in einer Bandkassette vorsehen, bei dem
von den seitlichen Eingriffsabschnitten der einzelnen Eingriffsnuten der seitliche
Eingriffsabschnitt an der Wicklungsrichtungsseite des Wickelkerns kürzer ist als der seitliche
Eingriffsabschnitt an der der Wicklungsrichtung des Wickelkerns entgegengesetzten Seite,
wobei die Eingriffsführungsabschnitte jeweils als schräge Fläche zwischen dem
einführungsseitigen Ende eines seitlichen Eingriffsabschnitts an der Wicklungsrichtungsseite des
Wickelkerns und dem einführungsseitigen Ende eines seitlichen Eingriffsabschnitts an der
der Wicklungsrichtung des Kerns entgegengesetzten Seite der benachbarten Eingriffsnut
mit einer Einführungsseite in der gleichen Richtung ausgebildet sind, wodurch die
Eingriffsvorsprünge, die gegen den Eingriffsführungsabschnitt stoßen, sicher in die
Eingriffsnuten an der Wicklungsrichtungsseite des Wickelkerns geführt und damit in Eingriff
gebracht werden.
-
Die Erfindung kann einen Wickelkern in einer Bandkassette vorsehen, bei dem
von den seitlichen Eingriffsabschnitten der seitliche Eirtgriffsabschnitt an der
Wicklungsrichtungsseite des Wickelkerns kürzer ist als der seitliche Eingriffsabschnitt an der der
Wicklungsrichtung des Wickelkerns entgegengesetzten Seite, wobei der
Eingriffsführungsabschnitt jedes seitlichen Eingriffsabschnitts derart am einführungsseitigen Ende des
seitlichen Eingriffsabschnitts ausgebildet ist, daß er sich von der zugehörigen Eingriffsnut weg
erstreckt, und wobei das spitze Ende des Eingriffsführungsabschnitts in den seitlichen
Eingriffsabschnitt übergeht, der an der Wicklungsrichtungsseite des Kerns der
Eingriffsnuten mit dem spitzen Ende des mit dem seitlichen Eingriffsabschnitt an der der
Kernwicklungsrichtung entgegengesetzten Seite der benachbarten Eingriffsnut kontinuierlich
verlaufenden Eingriffsführungsabschnitt verbunden ist, wodurch der Eingriffsvorsprung mit der
Eingriffsnut über den Eingriffsführungsabschnitt oder direkt in Eingriff kommen kann.
-
Die Erfindung kann einen Wickelkern in einer Bandkassette vorsehen, bei dem
der obere Eingriffsabschnitt der einzelnen Eingriffsnuten eine steil geneigte Form hat,
wodurch der Eingriffsvorsprung über den Eingriffsführungsabschnitt oder direkt mit der
Eingriffsnut in Eingriff kommen kann.
-
Ausführungsformen der Erfindung werden nun beispielhaft anhand der
beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
-
Fig. 1 eine Abwickelansicht der inneren Umfangsfläche eines Bandwickelkerns
gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
-
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Bandwickelkern;
-
Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Linie III-III in der Fig. 2;
-
Fig. 4 eine Seitenansicht des Wickelkerns;
-
Fig. 5 eine Schnittansicht längs der Linie V-V in der Fig. 4;
-
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Zustands, bei dem ein
Eingriffsvorsprung an einem Aufwickelspulenkopf eines Druckers mit einer Eingriffsnut im
Wickelkern in Eingriff steht;
-
Fig. 7 eine Abwickelansicht der inneren Umfangsfläche eines Bandwickelkerns
gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
-
Fig. 8 eine Abwickelansicht der inneren Umfangsfläche eines Bandwickelkerns
gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
-
Fig. 9 eine Abwickelansicht der inneren Umfangsfläche eines Bandwickelkerns
gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
-
Fig. 10 eine perspektivische schematische Ansicht des Aufbaus des
Schlittenabschnitts eines herkömmlichen Thermotransferdruckers;
-
Fig. 11 eine schematische Schnittansicht des Aufbaus eines
Farbbandwickelmechanismusses bei dem Thermotransferdrucker;
-
Fig. 12 eine perspektivische schematische Ansicht des Aufbaus des
Farbbandwickelmechanismusses; und
-
Fig. 13 eine perspektivische schematische Ansicht des Aufbaus einer
Bandkassette für den Thermotransferdrucker.
-
Anhand der Fig. 1 bis 9 werden nun erfindungsgemäße Wickelkerne
beschrieben.
-
Fig. 1 zeigt eine Abwickelansicht der inneren Umfangsfläche eines
Wickelkerns gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, Fig. 2 eine Aufsicht
auf den Wickelkern, Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Linie III-III in der Fig. 2, Fig. 4
eine Seitenansicht des Wickelkerns und Fig. 5 eine Schnittansicht längs der Linie V-V in
der Fig. 4.
-
Wie in der Fig. 4 gezeigt, hat der Wickelkern der ersten Ausführungsform, der
mit 1 bezeichnet ist, im wesentlichen eine zylindrische Form, und in die innere
Umfangsfläche 2 des Wickelkerns 1 ist eine Anzahl von Eingriffsnuten 7 eingeformt, die für den
Eingriff mit einer Anzahl von Eingriffsvorsprüngen 37 vorgesehen sind, die in
Umfangsrichtung in gleichen Abständen an der äußeren Umfangsfläche eines
Aufwickelspulenkopfes 35A ausgebildet sind. Der Aufwickelspulenkopf 35A befindet sich am Schlitten 23.
Wie in der Fig. 1 gezeigt, sind die Eingriffsnuten 7 derart ausgebildet, daß in der inneren
Umfangsfläche 2 in Umfangsrichtung in gleichen Abständen abwechselnd drei
Eingriffsnuten mit Einführungsseiten an einem axialen Ende des Wickelkerns 1 und drei
Eingriffsnuten 7 mit Einführungsseiten am gegenüberliegenden Ende ausgebildet sind.
-
Jede der Eingriffsnuten 7 weist für den Eingriff mit den Seitenflächen der
einzelnen Eingriffsvorsprünge 37 seitliche Eingriffsabschnitte 8 und für den Eingriff mit einer
axialen Spitzenfläche 11 des Eingriffsvorsprunges in einer anstoßenden oder abdeckenden
Beziehung einen oberen Eingriffsabschnitt 9 auf.
-
Von den seitlichen Eingriffsabschnitten 8 ist der Eingriffsabschnitt 8 (der
wicklungsseitige seitliche Eingriffsabschnitt 8A) an der Wicklungsrichtungsseite des
Wickelkerns 1 kürzer als der Eingriffsabschnitt 8 (seitlicher Eingriffsabschnitt 813 an der
gegenüberliegenden Seite) an der Seite, die der Wicklungsrichtung des Kerns 1
gegenüberliegt. Am einführungsseitigen Ende der einzelnen seitlichen Eingriffsabschnitte 8 ist
derart ein Eingriffsführungsabschnitt 10 ausgebildet, daß er sich von der Eingriffsnut 7
weg erstreckt. Der Eingriffsführungsabschnitt 10 ist als schräge Fläche ausgebildet, um zu
bewirken, daß der Eingriffsvorsprung 37 in die entsprechende Eingriffsnut 7 gleitet.
-
Alle Eingriffsführungsabschnitte 10 sind so ausgestaltet, daß sie wie oben unter
gleichen Winkeln verlaufen. Jeder Eingriffsführungsabschnitt 10 umfaßt einen
Eingriffsführungsabschnitt 10A, der in den wicklungsseitigen seitlichen Eingriffsabschnitt 8A der
einzelnen Eingriffsnuten 7 übergeht, und einen Eingriffsführungsabschnitt 10B, der in den
gegenüberliegenden seitlichen Eingriffsabschnitt 8B der benachbarten Eingriffsnut 7 mit
einer Einführungsseite in der gleichen Richtung übergeht. Das Ende des Eingriffsführungsabschnitts
10A an der Spitze ist mit dem Ende des Eingriffsführungsabschnitts 10B an der
Spitze verbunden. Im Ergebnis ist die Anzahl von benachbarten Eingriffsnuten 7, deren
Einführungsseiten jeweils in die gleiche Richtung weisen, jeweils über die Eingriffsführungsabschnitte 10A und 10B miteinander verbunden.
-
Bei dem Wickelkern 1 dieser Ausführungsform ist der obere Eingriffsabschnitt
9 in steil geneigter Form so ausgebildet, daß er sich axial nach oben konform zu der Form
erstreckt, die im wesentlichen der Form der axialen Spitzenfläche 11 der einzelnen
Eingriffsvorsprünge 37 am Aufwickelspulenkopf 35A entspricht. Der obere Eingriffsabschnitt
9 verläuft unter Anstoßen oder in einem Abstand davon entlang der axialen Spitzenfläche
11 des Eingriffsvorsprungs 37, um die Spitzenfläche 11 abzudecken.
-
Bei den Eingriffsführungsabschnitten 10A und 10B, die sich unter einem
gleichen Winkel von den einzelnen Eingriffsnuten 7 weg erstrecken, ist die schräge Fläche des
Eingriffsführungsabschnitts 10A, die an den wicklungsseitigen Eingriffsabschnitt 8A
angrenzt, kürzer als der gegenüberliegende seitliche Eingriffsabschnitt 8B, und die schräge
Fläche des Eingriffsführungsabschnitts 10B, die an den gegenüberliegenden seitlichen
Eingriffsabschnitt 8B angrenzt, ist kurz ausgebildet. Die Länge des
Eingriffsführungsabschnitts 10B ist nahezu gleich der der Seite, die den oberen Eingriffsabschnitt 9 bildet, und
die obige Verbindung weist eine steil geneigte Form auf, die axial nach unten zeigt. Der
Eingriffsführungsabschnitt 10, der die einführungsseitigen Enden der Eingriffsnuten 7 mit
Einführungsseiten am gleichen Endabschnitt des Wickelkerns 1 verbindet, dient daher auch
als oberer Eingriffsabschnitt 9.
-
In jeder Eingriffsnut 7 dieses Wickelkerns 1 ist der Bereich des Abschnitts (in
der Fig. 1 gestrichelt), der zwischen dem wicklungsseitigen seitlichen Eingriffsabschnitt
8A einer Eingriffsnut 7 und dem wicklungsseitigen seitlichen Eingriffsabschnitt 8A der
benachbarten Eingriffsnut 7 mit einer Einführseite an dem axial gegenüberliegenden Ende
des Wickelkerns 1 liegt, größer als der Bereich des Abschnitt, der zwischen dem seitlichen
Eingriffsabschnitt 8B an der gegenüberliegenden Seite einer Eingriffsnut 7 und dem
seitlichen Eingriffsabschnitt 8B auf der gegenüberliegenden Seite der benachbarten Eingriffsnut
7 mit der Einführseite an der axial gegenüberliegenden Seite des Wickelkerns 1 liegt.
-
Im folgenden wird die Arbeitsweise dieser Ausführungsform beschrieben.
-
Beim Aufsetzen der Kassette 26 mit dem wie oben beschrieben aufgebauten
Wickelkern 1 auf den Schlitten 23 kommen die Eingriffsvorsprünge 37 am
Aufwickelspulenkopf 35A des Schlittens 23 mit den Eingriffsnuten 7 im Wickelkern 1 der Kassette 26 in
Eingriff.
-
In diesem Fall kommt, wenn die Eingriffsnuten 7 und die Eingriffsvorsprünge
37 zueinander ausgerichtet sind, das spitze Ende der Eingriffsvorsprünge 37 jeweils mit der
zugehörigen Eingriffsnut 7 direkt in Eingriff, ohne daß das spitze Ende an den
Eingriffsführungsabschnitt 10 am Wickelkern 1 anstößt.
-
Oft weichen beim Aufsetzen die Stellungen der Eingriffsnuten 7 und der
Eingriffsvorsprünge 37 voneinander ab. Die Spitze der einzelnen Eingriffsvorsprünge 37 stößt
dann zuerst an den Eingriffsführungsabschnitt 10 am Kern 1 an und gleitet an der schrägen
Fläche des Eingriffsführungsabschnitts 10 entlang mit dem Ergebnis eines Eingriffs der
Eingriffsvorsprünge in die Eingriffsnuten 7.
-
Wenn dabei das spitze Ende der Eingriffsvorsprünge 37 an den
Eingriffsführungsabschnitt 10A am Endabschnitt des wicklungsseitigen Eingriffsabschnitts 8A, der
sich von der Eingriffsnut 7 weg erstreckt, anstößt, wird der Eingriffsvorsprung 37 in die
Eingriffsnut 7 an der Seite geführt, die bezüglich des ursprünglichen Anstoßpunktes des
Eingriffsvorsprungs der Wicklungsrichtung des Wickelkern 1 gegenüberliegt, während der
Eingriffsvorsprung an dem lang ausgebildeten Eingriffsführungsabschnitt 10A der Fig. 1
entlanggleitet.
-
Wenn im Gegensatz dazu das spitze Ende des Eingriffsvorsprungs 37 gegen
den Eingriffsführungsabschnitt 10B stößt, der am Endabschnitt des seitlichen
Eingriffsabschnitts 8B an der gegenüberliegenden Seite ausgebildet ist und der sich von der
Eingriffsnut 7 weg erstreckt, wird der Eingriffsvorsprung 37 in die Eingriffsnut 7 geleitet, die sich
bezüglich des ursprünglichen Anstoßpunkts des Eingriffsvorsprungs an der
Wicklungsrichtungsseite des Wickelkerns befindet, während der Eingriffsvorsprung den
Eingriffsführungsabschnitt 10B der Fig. 1 entlanggleitet, der als kurze schräge Fläche ausgebildet ist.
-
Mit dem Wickelkern 1 dieser Ausführungsform werden damit die
Eingriffsvorsprünge 37 am Aufwickelspulenkopf 35A sicher in die Eingriffsnuten 7 am Wickelkern 1
geleitet und kommen dort in Eingriff.
-
Bei dem Wickelkern 1 dieser Ausführungsform ist darüberhinaus, da der
Eingriffsführungsabschnitt 10B, der an einem Ende des gegenüberliegenden seitlichen
Eingriffsabschnitts 8B so ausgebildet ist, daß er sich von der Eingriffsnut 7 weg erstreckt, kurz
ist, die Wahrscheinlichkeit dafür, daß der Eingriffsvorsprung 37 gegen den
Eingriffsführungsabschnitt 10A stößt, der an einem Ende des wicklungsseitigen seitlichen
Eingriffsabschnitts 8A so ausgebildet ist, daß er sich von der Eingriffsnut 7 weg erstreckt, oder daß
der Eingriffsvorsprung in direkten Eingriff mit der Eingriffsnut 7 kommt, höher als die
Wahrscheinlichkeit dafür, daß der Eingriffsvorsprung 37 gegen den
Eingriffsführungsabschnitt 10B stößt. Wenn der Eingriffsvorsprung 37 an den Eingriffsführungsabschnitt 10A
stößt, der an einem Ende des wicklungsseitigen seitlichen Eingriffsabschnitts 8A so
ausgebildet ist, daß er sich von der Eingriffsnut 7 weg erstreckt, und am
Eingriffsführungsabschnitt 10A entlang in den Eingriff mit der Eingriffsnut 7 gleitet, dreht sich der Wickelkern
1 in die Richtung, in der das Gewebe im Gehäuse, etwa ein Farbband, auf den Wickelkern
gewickelt ist. Im Ergebnis wird ein durchhängendes Gewebe gespannt, so daß die Kassette
26 mit dem Wickelkern 1 in guten Zustand gebracht wird. Wenn umgekehrt der
Eingriffsvorsprung 37 an den Eingriffsführungsabschnitt 10B anstößt, der an einem Ende des
gegenüberliegenden seitlichen Endabschnitts 8B so ausgebildet ist, daß er sich von der
Eingriffsnut 7 weg erstreckt, und längs des Eingriffsführungsabschnitts 10B in den Eingriff
mit der Eingriffsnut 7 gleitet, dreht sich der Wickelkern 1 in eine Richtung, die der
Wicklungsrichtung des Gewebes, etwa des Farbbandes, auf dem Wickelkern 1 entgegengesetzt
ist. Da die Drehung jedoch nur gering ist (in dieser Ausführungsform nur die Hälfte der
Breite des Eingriffsvorsprungs 37 in Umfangsrichtung), wird das aufgewickelte Gewebe
nicht in einem Ausmaß gelockert, daß die Verwendung behindert ist.
-
Beim Aufwickeln stößt der mit der Eingriffsnut 7 in Eingriff stehende
Eingriffsvorsprung 37 seitlich an der Wicklungsrichtungsseite gegen den
wicklungsrichtungsseitigen Eingriffsabschnitt 8A und bewirkt die Übertragung einer Drehkraft. Bei der
vorliegenden Ausführungsform weist wie bereits erwähnt der Abschnitt zwischen dem
wicklungsseitigen seitlichen Eingriffsabschnitt 8A einer Eingriffsnut 7 und den
wicklungsseitigen seitlichen Eingriffsabschnitt 8A der benachbarten Eingriffsnut 7 eine Einführungsseite
an der axial gegenüberliegenden Endseite des Wickelkerns 1 auf. Auch bei großen Lasten
am Aufwickelspulenkopf 35A beim Aufwickeln des Gewebes ist daher eine große
Haltbarkeit gesichert.
-
Die Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht des Zustandes, bei dem ein
Eingriffsvorsprung des Aufwickelspulenkopfes 37 mit einer Eingriffsnut 7 des Wickelkerns 1
in Eingriff steht. Wie in dieser Darstellung und auch in der Fig. 4 gezeigt, stehen die
seitlichen Eingriffsabschnitte 8 mit beiden Seitenflächen des Eingriffsvorsprungs 37 in
Umfangsrichtung in Eingriff, und der obere Eingriffsabschnitt 9 verläuft längs der axialen
Spitzenfläche 11 des Eingriffsvorsprungs 37 und deckt die Spitzenfläche 11 ab.
-
Es ist damit möglich, das Eindringen von Staub in Axialrichtung des
Wickelkerns 1 von oben in die Eingriffsnut 7 durch den oberen Eingriffsabschnitt 9 zu verhindern.
Wenn die Kassette 26 zum Beispiel ein Band mit einer zu geringen Breite enthält und
daher nicht zum Aufsetzen auf die zu bestückende Einheit geeignet ist, stößt bei dem
Versuch, eine solche ungeeignete Kassette 26 auf die zu bestückende Einheit aufzusetzen, der
obere Eingriffsabschnitt 9 des Wickelkerns 1 der Kassette 26 gegen den oberen Abschnitt
des Eingriffsvorsprungs am Aufwickelspulenkopf 35A, so daß ein weiteres Eindringen
verhindert wird und damit das Aufsetzen einer ungeeigneten Kassette nicht möglich ist.
-
Bei dem Wickelkern 1 dieser Ausführungsform ist des weiteren eine
Eingriffsnut 7 mit einer Einführungsseite an einer axialen Endseite des Wickelkerns 1 und eine
Eingriffsnut 7 mit einer Einführungsseite an der gegenüberliegenden Endseite in
Umfangsrichtung in gleichen Abständen abwechselnd angeordnet, so daß beim Umdrehen der
Kassette 26 mit dem Wickelkern 1 in Axialrichtung des Wickelkerns 1 es möglich ist,
beide Seiten der Kassette 26 zu benutzen. Es ist in diesem Fall erforderlich, daß beim
Umdrehen der Kassette 26 der Wickelkern 1 in der Kassette auch als Kern auf der
Zuführseite dienen kann. In beiden Fällen kann der Kern als Wickelkern 1 bezeichnet werden.
Zum Beispiel muß eine Farbbandkassette 26 in einem Drucker manchmal auf beiden Seiten
verwendbar sein, in diesem Fall ist die Verwendung des Wickelkerns 1 dieser
Ausführungsform vorteilhaft. Die Fig. 7 ist eine abgewickelte Ansicht der inneren Umfangsfläche
eines Wickelkerns gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Wie in dieser Darstellung gezeigt, sind in Umfangsrichtung in gleichen Abständen in dem
mit 1 bezeichneten Wickelkern Eingriffsnuten 7 derart ausgebildet, daß die Einführseiten
aller Eingriffsnuten 7 an einer einzigen axialen Endseite des Wickelkerns 1 liegen. Die
Eingriffsnuten 7 können auf die gleiche Weise wie bei der vorherigen Ausführungsform
über Eingriffsführungsabschnitte 10 verbunden sein. Auch in diesem Fall lassen sich die
obigen Vorteile erhalten, mit der Ausnahme, daß es nicht möglich ist, beide Seite der
Kassette 26 zu verwenden. Eine Kassette 26 mit einem solchen Wickelkern 1 begrenzt die
Verwendung der Kassette auf eine Seite. In diesem Fall kann auf der Zuführseite nicht nur
ein erfindungsgemäßer Kern verwendet werden, sondern auch ein herkömmlicher Kern.
-
Die Fig. 8 zeigt die Abwicklungsansicht eines Wickelkerns 1 gemäß einer
dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei dem die
Eingriffsführungsabschnitte 10, die die einführungsseitigen Enden der Eingriffsnuten 7, deren
Einführungsseiten am gleichen Endabschnitt des Wickelkerns 1 liegen, mit den oberen
Eingriffsabschnitten 9 der Eingriffsnuten 7 verbinden, deren Einführseite am gegenüberliegenden
Endabschnitt liegt, nicht in Kombination wirken, sondern als separate Teile ausgebildet sind. Bei
dieser Ausführungsform hat der obere Eingriffsabschnitt die Form eines Kreisbogens.
-
Der Wickelkern 1 dieser Ausführungsform weist die gleichen Vorteile auf wie
der der vorherigen Ausführungsformen. Damit der Wickelkern 1 bei einer auf beiden
Seiten zu verwendenden Kassette 26 verwendet werden kann, können die Eingriffsnuten 7 so
ausgebildet werden, daß die Einführseiten für die Eingriffsvorsprünge 37 abwechselnd an
den beiden axialen Enden des Wickelkerns 1 angeordnet sind.
-
Die Fig. 9 ist eine Abwicklungsansicht eines Wickelkerns 1 gemäß einer
vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei dem Wickelkern 1 dieser
Ausführungsform ist der wicklungsseitige seitliche Eingriffsabschnitt 8A, der ein wesentlicher
Teil der Eingriffsnuten 7 in der inneren Umfangsfläche 2 des Wickelkerns ist, kürzer als
der gegenüberliegende seitliche Eingriffsabschnitt 8B, der ein Teil der Eingriffsnut 11 ist.
Zwischen dem einführseitigen Ende des wicklungsseitigen seitlichen Eingriffsabschnitts
8A und dem des gegenüberliegenden seitlichen Eingriffsabschnitts 8B der nächsten
Eingriffsnut 7, deren Einführseite in die gleiche Richtung, zeigt, ist als schräge Fläche ein
Eingriffsführungsabschnitt 10 ausgebildet. Bei dieser Ausführungsform ist der obere
Eingriffsabschnitt 9 der einzelnen Eingriffsnuten 7 konform zur schrägen Form des
Eingriffsführungsabschnitts 10 ausgebildet, so daß er auch als Eingriffsführungsabschnitt 10 dienen
kann.
-
Wenn die einzelnen Eingriffsvorsprünge 37 entlang dem
Eingriffsführungsabschnitt 10 in den Eingriff mit der Eingriffsnut 7 gleiten, dreht sich der Wickelkern 1 sicher
in die Aufwickelrichtung des gewebeartigen Gegenstandes, etwa eines Farbbandes, das an
der äußeren Umfangsfläche des Kerns angeordnet ist. Folglich wird ein Durchhängen des
Gewebes beseitigt, und die Kassette 26 mit dem Wickelkern 1 wird in einem guten Zustand
benutzt. Es erübrigt sich zu erwähnen, daß diese Vorteile sowie eine nicht aufwendige
Herstellung und ein leichter und zuverlässiger Eingriff der Eingriffsvorsprünge 37 in die
Eingriffsnuten 7 erhalten werden können. Damit der Wickelkern 1 auch bei einer
beidseitigen Kassette 26 verwendet werden kann, können die Eingriffsnuten 7 so ausgebildet
werden, daß die Einführungsseiten für die Eingriffsvorsprünge 37 abwechselnd an den beiden
axialen Enden des Wickelkerns 1 angeordnet werden.
-
Bei dem erfindungsgemäßen Wickelkern kann, wie oben erwähnt, die Kassette
in einem durchhängefreien Zustand des Gewebes in der Kassette auf den Schlitten
aufgesetzt werden. Außerdem ist es möglich, das Eindringen von Staub in die Eingriffsnuten
nach dem Aufsetzen der Kassette zu verhindern, und es kann nur eine solche Kassette
aufgesetzt werden, die dafür geeignet ist.