-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine strahlungshärtbare Harzzusammensetzung
und insbesondere eine strahlungshärtbare Harzzusammensetzung,
die als Beschichtungsmaterial für
Substrate, insbesondere optische Fasern, geeignet ist.
-
Optische
Fasern, insbesondere optische Glasfasern, sind zerbrechlich und
werden leicht beschädigt und
deshalb werden diese mit einem Beschichtungsmaterial beschichtet.
Im Stand der Technik wurden verschiedene Arten von Beschichtungen
als Beschichtungsmaterial beschrieben. Im Allgemeinen werden zur
Beschichtung optischer Fasermaterialien zwei Beschichtungen angewandt:
Eine relativ weiche Primärbeschichtung
und eine vergleichsweise harte Sekundärbeschichtung. Beispielsweise
beschreiben die WO 96/17000, die
EP 0 336 653 A2 und die GB 2163755 Primärbeschichtungszusammensetzungen,
während
die
EP 0 301 733 A1 eine
Sekundärbeschichtung
beschreibt. Alternativ beschreibt die
EP 0 111 280 A1 eine Beschichtung, welche
die Eigenschaften einer Primär-
und einer Sekundärbeschichtung
in einer einzigen Beschichtung zu vereinigen versucht. Darüber hinaus
sind häufig
in einer zusätzlichen
Matrix- oder Gummibeschichtung Faseranordnungen enthalten. Solche
Beschichtungen wurden in der WO 97/19898 und der WO 98/32780 beschrieben.
-
Die
Eigenschaften, insbesondere der Elastizitätsmodul und dergleichen, eines
Beschichtungsfilms, der z.B. aus einem UV-härtbaren Harz hergestellt ist,
haben einen großen
Einfluss auf die Übertragungsleistungen
optischer Fasern. Wenn die optischen Fasern mit einem Primärbeschichtungsmaterial
beschichtet sind, das einen hohen Elastizitätsmodul aufweist, nimmt der Übertragungsverlust
der optischen Fasern aufgrund eines hohen Lateraldrucks zu. Ein
Material mit einem niedrigen Elastizitätsmodul ist deshalb als Primärbeschichtungsmaterial
bevorzugt. Herkömmliche
Beschichtungsmaterialien mit einem niedrigen Elastizitätsmodul
weisen jedoch die Nachteile auf, dass diese Materialien im Allgemeinen
eine geringe Reißfestigkeit
aufweisen und daher brüchig
sind. Insbesondere ist es bevorzugt, dass der Elastizitätsmodul
des Primärbeschichtungsmaterials
für optische
Fasern 0,15 kg/mm2 oder weniger beträgt, angegeben
als Sekantenmodul gemäß JIS K7127,
um einen hohen Lateraldruck zu absorbieren. Die Reißfestigkeit
gehärteter
Produkte mit einem solchen niedrigen Elastizitätsmodul weist jedoch einen
niedrigen Wert von 0,15 kg/mm2 oder weniger,
angegeben als Reißfestigkeit
gemäß JIS K7127,
auf. Diese Produkte weisen folglich nur eine schlechte Praxiseignung
auf.
-
Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer
strahlungshärtbaren
Harzzusammensetzung, die zur Verwendung als Substratbeschichtungsmaterial,
insbesondere als Beschichtungsmaterial für optische Fasern, geeignet
ist, und insbesondere als Primärbeschichtungsmaterial
für optische
Fasern, das eine hohe Reißfestigkeit
aufweist, während
es einen niedrigen Elastizitätsmodul
zeigt.
-
Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung eine beschichtete optische Faser bereit,
die eine Beschichtung mit einer Reißfestigkeit von mehr als 0,15
kg/mm2 und einen Sekantenmodul von 0,15
kg/mm2 oder weniger aufweist.
-
Ferner
stellt die vorliegende Erfindung eine strahlungshärtbare Harzzusammensetzung
bereit, umfassend:
- (A) Eine Polymerzusammensetzung,
weiche ein oder mehrere Polyetherpolyolurethanbasierende Polymere
mit im Durchschnitt 1,2 oder mehr polymerisationsfähigen ungesättigten
Gruppen in einem Molekül
und einem Molekulargewichts-Zahlenmittel von 3000 bis 30000 aufweist,
- (B) ein polyfunktionelles Monomer mit zwei oder mehr polymerisationsfähigen ungesättigten
Gruppen,
- (C) ein Monomer mit einer polymerisationsfähigen ungesättigten Gruppe und
- (D) einen strahlungsaktiven Initiator, wobei die strahlungshärtbare Zusammensetzung
mit
-
Ultraviolettstrahlung
an Luft bei einer Dosis von 1 J/cm2 bestrahlt
wird, so dass ein gehärtetes
Produkt mit einer Dicke von 200 μm,
einem Sekantenmodul von 0,15 kg/mm2 oder weniger und einer Reißfestigkeit von
mehr als 0,15 kg/mm2 bereitgestellt wird.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
wird nachstehend mittels einer bevorzugten Ausführungsform detailliert erläutert. In
dieser Beschreibung beziehen sich bestimmte Begriffe, falls nichts
anderes angegeben ist, auf bestimmte chemische Gruppen und Verbindungen.
Diese Begriffe sind nachstehend definiert.
-
„(Meth)acrylsäure" bezieht sich auf
substituierte und unsubstituierte Acrylsäure, Methacrylsäure und Gemische
davon, wobei unsubstituierte (Meth)acrylsäure bevorzugt ist.
-
„(Meth)acryloylgruppe" bezieht sich auf
eine substituierte und unsubstituierte Acryloylgruppe, Methacryloylgruppe
und Gemische davon, wobei eine unsubstituierte (Meth)acryloylgruppe
bevorzugt ist.
-
„(Meth)acrylat" bezieht sich auf
substituiertes und unsubstituiertes Acrylat, Methacrylat und Gemische davon,
wobei unsubstituiertes (Meth)acrylat bevorzugt ist.
-
Komponente (A)
-
Die
Komponente (A) ist eine Polymerzusammensetzung, die ein oder mehrere
Polyetherpolyolurethan-basierende Polymere (mit einem Molekulargewichts-Zahlenmittel
von 3000 bis 30000) derart aufweist, dass die gesamten vorliegenden
Polymere im Durchschnitt 1,2 oder mehr polymerisationsfähige ungesättigte Gruppen
pro Molekül
aufweisen. Die polymerisationsfähige
ungesättigte
Gruppe in der vorliegenden Beschreibung ist eine radikalisch polymerisierbare
ethylenisch ungesättigte
Gruppe, die z.B. (Meth)acryloyl- und (Meth)acrylatgruppen umfasst.
Die durchschnittliche Anzahl polymerisierbarer ungesättigter
Gruppen pro Polymermolekül
in der Polymerzusammensetzung, die für die Komponente (A) ausgewählt wird,
beträgt
1,2 oder mehr, vorzugsweise 1,2 bis 4 und insbesondere 1,5 bis 2,5.
Die Anzahl der polymerisierbaren ungesättigten Gruppen, die in jedem
Molekül
des Polymers enthalten sein kann, beträgt 1 oder zwei oder mehr. Es
ist jedoch erforderlich, dass die durchschnittliche Anzahl der polymerisierbaren
ungesättigten
Gruppen in der gesamten Komponente (A) 1,2 oder mehr pro Molekül beträgt. Wenn
die durchschnittliche Anzahl der polymerisierbaren ungesättigten
Gruppen weniger als 1,2 pro Molekül beträgt, wird nur eine unzureichende
Härtung
der Zusammensetzung erhalten. Wenn die durchschnittliche Anzahl
andererseits zu hoch ist, wird eine übermäßige Vernetzung verursacht,
wodurch das gehärtete
Produkt zur Brüchigkeit
neigt.
-
Das
Molekulargewichts-Zahlenmittel des Polymers beträgt 3000 bis 30000 und vorzugsweise
5000 bis 20000. Wenn das Molekulargewichts-Zahlenmittel weniger
als 3000 beträgt,
nimmt die Dehnung des resultierenden gehärteten Produkts ab, wodurch
die Zähigkeit
leicht abnehmen kann und eine Tendenz dahingehend besteht, dass
ein Übertragungsverlust
einer optischen Faser erzeugt wird, wenn die Zusammensetzung als Beschichtungsmaterial
für optische
Fasern verwendet wird. Wenn das Molekulargewichts-Zahlenmittel andererseits
30000 übersteigt,
wird die Viskosität
der resultierenden Zusammensetzung zu hoch, was eine einfache Handhabung
der Zusammensetzung schwierig macht.
-
Die
Polymere, die in der Polymerzusammensetzung der Komponente (A) enthalten
sind, umfassen diejenigen, die zwei oder mehr Urethanbindungen und
vorzugsweise 2 bis 10 Urethanbindungen enthalten. Wenn die Anzahl
der Urethanbindungen weniger als 2 beträgt, nimmt die Zähigkeit
des resultierenden gehärteten
Produkts ab, was zu einer Tendenz da hingehend führt, dass ein Übertragungsverlust
einer optischen Faser erzeugt wird, wenn die Zusammensetzung als
Beschichtungsmaterial für
optische Fasern verwendet wird.
-
In
der Polymerzusammensetzung, welche die Komponente (A) ist, gelten
bezüglich
der Anzahl der polymerisierbaren ungesättigten Gruppen, der Anzahl
der Urethanbindungen und des Molekulargewichts-Zahlenmittels die
vorstehend genannten Beschränkungen.
Die Hauptkette geeigneter Polymere sollte jedoch mindestens ein
Polyetherpolyol umfassen. Das Polyetherpolyolurethan-basierende
Polymer kann entweder einzeln oder in einer Kombination mit vielen
verschiedenen Polymergrundgerüsten
verwendet werden, einschließlich
einem Polyesterpolyolurethan-basierenden Polymer, einem Polycaprolactonpolyolurethan-basierenden
Polymer oder dergleichen. Entweder die gesamte Komponente (A) oder
ein Teil der Komponente (A) kann ein Polyetherpolyolurethan-basierendes
Polymer sein.
-
Das
Polymer, das als Komponente (A) verwendet wird, welche aus einem
Polyetherpolyolurethan-basierenden Polymer als Grundstruktur zusammengesetzt
ist, wird durch Umsetzen von (a) einem Polyetherpolyol (nachstehend
als „Polyetherpolyol
(a)" bezeichnet),
das durch eine Ringöffnungsreaktion
eines Alkylenoxids erhalten wird, (b) einem Polyisocyanat (nachstehend
als „Polyisocyanat
(b)" bezeichnet)
und (c) einer Verbindung (nachstehend als „Verbindung (c)" bezeichnet), die
sowohl aktiven Wasserstoff, der mit der Isocyanatgruppe reagieren
kann, als auch eine polymerisationsfähige ungesättigte Gruppe enthält, erzeugt.
-
Das
vorstehend genannte Polyetherpolyol (a) ist ein Polyol, das eine
Polyoxyalkylenstruktur aufweist, die aus einer Polyoxyalkylengruppe
mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen als Wiederholungseinheit zusammengesetzt
ist, wobei es sich vorzugsweise um ein Diol handelt.
-
Beispiele
für Diole,
welche die vorstehend genannte Polyoxyalkylenstruktur aufweisen,
sind Polyglykolverbindungen wie z.B. Polyethylenglykol, Polypropylenglykol,
Polytetramethylenglykol, Polyheptamethylenglykol, Polyhexamethylenglykol,
Polydecamethylenglykol und dergleichen, sowie Polyetherdiole, die
durch eine Ringöffnungscopolymerisation
von zwei oder mehr ionisch polymerisierbaren cyclischen Verbindungen erhalten
werden.
-
Beispiele
für ionisch
polymerisierbare cyclische Verbindungen umfassen cyclische Ether
wie z.B. Ethylenoxid, Propylenoxid, Buten-1-oxid, Isobutenoxid,
3,3-Bischlormethyloxetan, Tetrahydrofuran, 2-Methyltetrahydrofuran,
3-Methyltetrahydrofuran, Dioxan, Trioxan, Tetraoxan, Cyclohexenoxid,
Styroloxid, Epichlorhydrin, Glycidylmethacrylat, Glycidylacrylat,
Allylglycidylether, Allylglycidylcarbonat, Butadienmonoxid, Isoprenmonoxid,
Vinyloxetan, Vinyltetrahydro furan, Vinylcyclohexenoxid, Phenylglycidylether,
Butylglycidylether und Glycidylbenzoat, mit cyclischen Ethern wie
z.B. Ethylenoxid und Tetrahydrofuran.
-
Auch
Polyetherdiole, die durch eine Ringöffnungscopolymerisation der
vorstehend genannten ionisch polymerisierbaren cyclischen Verbindung
mit einem cyclischen Imin wie z.B. Ethylenimin oder dergleichen
erzeugt werden, ein cyclisches Lacton wie z.B. p-Propiolacton oder
Glycolsäurelactid
oder dergleichen, oder ein cyclisches Siloxan wie z.B. Dimethylcyclopolysiloxan
oder dergleichen können
verwendet werden.
-
Beispiele
für die
spezifischen Kombinationen von zwei oder mehr ionisch polymerisierbaren
cyclischen Verbindungen umfassen Kombinationen von Tetrahydrofuran
und Propylenoxid, Tetrahydrofuran und 2-Methyltetrahydrofuran, Tetrahydrofuran
und 3-Methyltetrahydrofuran, Tetrahydrofuran und Ethylenoxid, und
Propylenoxid und Ethylenoxid. Zwei oder mehr ionisch polymerisierbare
cyclische Verbindungen können
in dem resultierenden Ringöffnungspolymer
statistisch kombiniert sein.
-
Die
vorstehend genannten Diole mit einer Polyoxyalkylenstruktur sind
beispielsweise unter den Marken PTMG1000, PTMG2000 (von Mitsubishi
Chemical Corp. hergestellt), PPG1000, PPG2000, EXCENOL2020, EXCENOL1020
(von Asahi Oline Co., Ltd. hergestellt), PEG1000, Unisafe DC1100,
Unisafe DC1800 (von Nippon Oil and Fats Co., Ltd. hergestellt),
PPTG2000, PPTG1000, PTG400, PTGL2000 (von Hodogaya Chemical Co.,
Ltd. hergestellt) und dergleichen erhältlich.
-
Bei
der vorstehend genannten Herstellung kann bzw. können ein Diol ohne Polyoxyalkylenstruktur und/oder
ein Diamin in einer Kombination mit dem Polyetherpolyol (a) verwendet
werden. Beispiele für
ein Diol ohne Polyoxyalkylenstruktur sind ein Polyesterdiol, ein
Polycaprolactondiol, ein Polycarbonatdiol und dergleichen. Beispiele
für ein
Polyesterdiol umfassen Polyesterdiole, die durch Umsetzen eines
mehrwertigen Alkohols wie z.B. Ethylenglykol, Propylenglykol, Tetramethylenglykol,
1,6-Hexandiol, Neopentylglykol oder 1,4-Cyclohexandimethanol mit
einer mehrbasigen Säure
wie z.B. Phthalsäure,
Isophthalsäure,
Terephthalsäure,
Maleinsäure,
Fumarsäure,
Adipinsäure,
Sebacinsäure
oder dergleichen erhalten werden. Beispiele für ein Polycaprolactondiol umfassen
Polycaprolactondiole, die durch Umsetzen eines ε-Caprolactondiols mit einem
Diol wie z.B. Ethylenglykol, Tetramethylenglykol, 1,6-Hexandiol, Neopentylglykol,
1,4-Butandiol oder dergleichen erhalten werden. Beispiele für das Polycarbonatdiol
sind ein Polycarbonatdiol von Polytetrahydrofuran, ein Polycarbonat
von 1,6-Hexandiol oder dergleichen. Diese Polycarbonatdiole sind
unter den Marken DN-980, DN-981,
DN-982, DN-983 (von Nippon Polyurethane Industry Co., Ltd. hergestellt),
PC- 8000 (von PPG
in den USA hergestellt) und dergleichen erhältlich. Beispiele für das Diamin
sind Diamine wie z.B. Ethylendiamin, Tetramethylendiamin, Hexamethylendiamin,
p-Phenylendiamin,
4,4'-Diaminodiphenylmethan,
Diamine, die ein Heteroatom umfassen, und Polyetherdiamine.
-
Das
vorstehend genannte Polyisocyanat (b) ist eine Verbindung, die 2
bis 6 Isocyanatgruppen enthält, wobei
Diisocyanate bevorzugt sind. Spezifische Beispiele des Polyisocyanats
(b) umfassen 2,4-Toluylendiisocyanat, 2,6-Toluylendiisocyanat, 1,3-Xyloldiisocyanat,
1,4-Xyloldiisocyanat,
1,5-Naphthalindiisocyanat, p-Phenylendiisocyanat, 3,3'-Dimethyl-4,4'-diphenylmethandiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat,
3,3'-Dimethylphenylendiisocyanat,
4,4'-Biphenylendiisocyanat,
Hexamethylendiisocyanat, Isophorondiisocyanat, Dicyclohexylmethandiisocyanat,
Methylenbis(4-cyclohexylisocyanat), hydriertes Diphenylmethandiisocyanat, 2,2,4-Trimethylhexamethylendiisocyanat,
Bis(2-isocyanatoethyl)fumarat, 6-Isopropyl-l,3-phenyldiisocyanat, 4-Diphenylpropandiisocyanat
und Lysindiisocyanat.
-
Die
vorstehend genannte Verbindung (c) mit einem aktiven Wasserstoff
und einer polymerisierbaren ungesättigten Gruppe kann z.B. Verbindungen
des (Meth)acryl-Typs mit mindestens einer Hydroxylgruppe umfassen.
Spezielle Beispiele der Verbindung (c) umfassen 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat,
2-Hydroxypropyl(meth)acrylat, 2-Hydroxyoctyl(meth)acrylat, Pentaerythrittri(meth)acrylat,
Glycerindi(meth)acrylat, Dipentaerythritmonohydroxypenta(meth)acrylat,
1,4-Butandiolmono(meth)acrylat, 4-Hydroxycyclohexyl(meth)acrylat, 1,6-Hexandiolmono(meth)acrylat,
Neopentylglykolmono(meth)acrylat, Trimethylolpropandi(meth)acrylat,
Trimethylolethandi(meth)acrylat und (Meth)acrylate der folgenden
Formeln (1) und (2):
worin
R
1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe
darstellt,
worin
R
1 die vorstehend angegebene Bedeutung hat
und n eine ganze Zahl von 1 bis 5 ist. Ein bevorzugtes Beispiel
für diese
Gruppen ist 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat.
-
Das
Polymer (A) kann durch Umsetzen mindestens eines Polyether-basierenden
Polyols (a) mit mindestens einem Polyisocyanat (b) und mindestens
einer Verbindung (c) gemäß Verfahren
und in Anteilen hergestellt werden, die für die Durchführung solcher
Reaktionen bekannt sind. Bezüglich
der Polymer (A)-Bildungsreaktion des Polyetherpolyols (a) mit dem
Polyisocyanat (b) und der Verbindung (c) ist es beispielsweise, wenn
eine Diolverbindung mit einer Diisocyanatverbindung und einer Verbindung
mit einer ethylenisch ungesättigten
Gruppe umgesetzt wird, bevorzugt, einen Urethanisierungskatalysator
wie z.B. Kupfernaphthanat, Cobaltnaphthanat, Zinknaphthanat, Dibutylzinndilaurat,
Triethylamin, 1,4-Diazabicyclo[2.2.2]octan,
2,6,7-Trimethyl-l,4-diazabicyclo[2.2.2]octan oder dergleichen in
einer Menge von 0,01 bis 1 Gewichtsteil pro 100 Teile der Gesamtmenge
der Reaktionskomponenten zu verwenden. Diese Reaktion kann bei einer
beliebigen geeigneten Temperatur durchgeführt werden, wobei diese Reaktion
typischerweise bei einer Temperatur von 10 bis 90°C und vorzugsweise
von 30 bis 80°C
durchgeführt
wird.
-
Die
Komponente (A) kann entweder vollständig aus Polyetherpolyolurethan-basierenden
Polymeren zusammengesetzt sein oder Polyetherpolyolurethan-basierende
Polymere als Hauptkomponente sowie andere Polymere, die der Komponente
(A) entsprechen, umfassen. Beispiele für diese anderen Polymere, die
in die Kategorie der Komponente (A) fallen, umfassen Polyesterpolyolurethan-basierende
Polymere, Polycaprolactonpolyolurethanbasierende Polymere und dergleichen.
Wenn das Polyetherpolyolurethan-basierende Polymer in einer Kombination
mit den anderen Polymeren verwendet wird, beträgt der Anteil der Polyalkylenstruktur
in der Komponente (A) vorzugsweise mindestens 50, jedoch nicht mehr
als 98 Gew.-%, mehr bevorzugt mindestens 60, jedoch nicht mehr als
93 Gew.-% und insbesondere mindestens 70, jedoch nicht mehr als
90 Gew.-%. Wenn der Anteil der Polyoxyalkylenstruktur in der Komponente
(A) zu klein ist, nimmt der Elastizitätsmodul des resultierenden
gehärteten
Produkts bei einer niedrigeren Temperatur wie z.B. 0°C oder weniger
zu, was zu einer Tendenz dahingehend führt, dass ein Übertragungsverlust
einer optischen Faser verursacht wird, wenn die Zusammensetzung
als Beschichtungsmaterial für
optische Fasern verwendet wird.
-
Die
Anteilsmenge des Polymers der Komponente (A) in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung beträgt im Allgemeinen
25 bis 75 Gew.-% und vorzugsweise 40 bis 70 Gew.-%. Wenn der Anteil
der Komponente (A) zu klein ist, nimmt die Dehnung des resultierenden
gehärteten
Produkts aus der Zusammensetzung ab, wohingegen dann, wenn der Anteil
zu groß ist,
die Viskosität
der Zusammensetzung zunimmt, wodurch eine Tendenz dahingehend besteht,
dass die Handhabungseigenschaften beeinträchtigt werden.
-
Komponente (B)
-
Das
polyfunktionelle Monomer, das als Komponente (B) in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, enthält
zwei oder mehr, im Allgemeinen 2 bis 10 und vorzugsweise 2 bis 6
polymerisierbare ungesättigte
Gruppen. Es ist bevorzugt, als polymerisierbare ungesättigte Gruppe
eine (Meth)acryloylgruppe zu verwenden.
-
Um
zu ermöglichen,
dass die gehärtete
Beschichtungszusammensetzung eine hohe Reißfestigkeit erreicht, während ein
niedriger Elastizitätsmodul
beibehalten wird, wird das polyfunktionelle Monomer vorzugsweise
ein vergleichsweise niedriges Molekulargewicht aufweisen, insbesondere
800 oder weniger, vorzugsweise 100 bis 800 und mehr bevorzugt 150
bis 600. Bevorzugte Beispiele eines solchen polyfunktionellen Monomers
umfassen Di-, Tri- und Tetra(meth)acrylate, wobei Di- und Tri(meth)acrylate
bevorzugt sind und diejenigen mit einem Mw von 800 oder weniger
ganz besonders bevorzugt sind, wie z.B. Trimethylolpropantri(meth)acrylat,
Pentaerythrit(meth)acrylat, Ethylenglykoldi(meth)acrylat, Tetraethylenglykoldi(meth)acrylat, Polyethylenglykoldi(meth)acrylat,
1,4-Butandioldi(meth)acrylat, 1,6-Hexandioldi(meth)acrylat, 1,9-Nonandioldi(meth)acrylat,
Neopentylglykoldi(meth)acrylat, Trimethylolpropantrioxyethyl(meth)acrylat,
Tris(2-hydroxyethyl)isocyanurattri(meth)acrylat, Tris(2-hydroxyethyl)isocyanuratdi(meth)acrylat,
Tricyclodecandimethanoldi(meth)acrylat, Epoxy(meth)acrylat, das
durch Zugeben eines (Meth)acrylats zu dem Diglycidylether von Bisphenol
A erzeugt wird, und 3-Methyl-l,5-pentandioldiacrylat. Von diesen
Verbindungen umfassen ganz besonders bevorzugte polyfunktionelle
Monomere 1,6-Hexandioldiacrylat, 1,9-Nonandioldiacrylat, Triethylenglykoldiacrylat,
Trimethylolpropanalkoxytriacrylat und Tricyclodecandimethanoldiacrylat.
Diese Monomere als Komponente (B) können entweder einzeln oder
in Kombinationen von zwei oder mehr verwendet werden.
-
Diese
polyfunktionellen Monomere sind z.B. unter den Marken HDDA, L-C9A
(von Daiichi Kogyo Seiyaku Co., Ltd. hergestellt), Yupimer UV, SA1002,
SA2007 (von Mitsubishi Chemical Corp. hergestellt), 3-EGA, 14-EGA
(von Kyoeisha Co., Ltd. hergestellt), PHOTOMER4149 (Sun Nopco Co.,
Ltd.), Viscoat 700 (von Osaka Organic Chemical Industry Co., Ltd.
hergestellt), KAYARAD R-604, DPCA-20, 30, 60, 120, HX-620, D-310,
330 (von Nippon Kayaku Co., Ltd. hergestellt), Aronix M-210, 215,
315, 325 (von Toagosei Co., Ltd. hergestellt), A-MPD (Shin-Nakamura
Chemical Co., Ltd.) und dergleichen erhältlich.
-
Es
ist bevorzugt, dass die polyfunktionellen Monomere der Komponente
(B) in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 0,5 bis
5 Gew.-% vorliegen. Wenn die Menge der Komponente (B) zu klein ist,
nimmt die Reißfestigkeit
des resultierenden gehärteten
Produkts ab, wohingegen dann, wenn die Menge zu groß ist, der
Elastizitätsmodul
des gehärteten
Produkts übermäßig hoch
ist und die Dehnung des gehärteten
Produkts abnimmt, was zeigt, dass eine solche Zusammensetzung als
Primärbeschichtungsmaterial
für optische
Fasern nicht geeignet ist.
-
Komponente (C)
-
Monomere,
die eine polymerisierbare ungesättigte
Gruppe enthalten und die als Komponente (C) in der erfindungsgemäßen Beschichtungszusammensetzung
geeignet sind, umfassen z.B. Monomere, die nur eine polymerisierbare
ungesättigte
Gruppe enthalten, wie z.B. eine Vinylgruppe, und ein Molekulargewicht
von 1000 oder weniger und vorzugsweise von 70 bis 800 aufweisen.
Obwohl es bezüglich
der Art der polymerisierbaren Vinylgruppe keine speziellen Beschränkungen
gibt, ist es bevorzugt, dass als polymerisierbare Vinylgruppe eine
(Meth)acryloylgruppe, eine N-Vinylgruppe, eine (Meth)acrylamidgruppe,
eine Vinylethergruppe, eine Vinylestergruppe oder dergleichen enthalten
ist. Von diesen Gruppen ist eine (Meth)acryloylgruppe bevorzugt.
-
Die
Komponente (C) wirkt in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung als reaktives
Verdünnungsmittel
und es ist daher bevorzugt, dass die Komponente (C) bei 25°C flüssig ist.
Die Arten und Mengen der Verbindungen, die als Komponente (C) verwendet
werden, werden so eingestellt, dass die Viskosität der Zusammensetzung und der
Elastizitätsmodul
des resultierenden gehärteten
Produkts gesteuert werden. Wenn die Komponente (C) aus einer Mehrzahl
von Verbindungen zusammengesetzt ist, sind die ausgewählten Verbindungen
vorzugsweise Flüssigkeiten,
wenn sie gemischt werden, und führen
zu einem Gemisch, das bei 25°C
flüssig
ist.
-
Spezielle
Beispiele geeigneter Monomere zur Verwendung als Komponente (C)
umfassen 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat,
2-Hydroxypropyl(meth)acrylat, 2-Hydroxybutyl(meth)acrylat, Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat,
Propyl(meth)acrylat, Isopropyl(meth)acrylat, Butyl(meth)acrylat,
Amyl(meth)acrylat, Isobutyl(meth)acrylat, t-Butyl(meth)acrylat,
Pentyl(meth)acrylat, Isoamyl(meth)acrylat, Hexyl(meth)acrylat, Heptyl(meth)acrylat,
Octyl(meth)acrylat, Isooctyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylat,
Nonyl(meth)acrylat, Decyl(meth)acrylat, Isodecyl(meth)acrylat, Undecyl(meth)acrylat,
Dodecyl(meth)acrylat, Lauryl(meth)acrylat, Octadecyl(meth)acrylat,
Stearyl(meth)acrylat, Tetrahydrofurfuryl(meth)acrylat, Butoxyethyl(meth)acrylat,
Ethoxydiethylenglykol(meth)acrylat, Benzyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat,
Phenoxyethyl(meth)acrylat, Polyethylenglykolmono(meth)acrylat, Polypropylenglykolmono(meth)acrylat,
Methoxyethylenglykol(meth)acrylat, Ethoxy ethyl(meth)acrylat, Methoxypolyethylenglykol(meth)acrylat,
Methoxypolypropylenglykol(meth)acrylat, Dicyclopentadienyl(meth)acrylat,
Dicyclopentanyl(meth)acrylat, Dicyclopentenyl(meth)acrylat, Tricyclodecanyl(meth)acrylat,
Isobornyl(meth)acrylat, Bornyl(meth)acrylat, Diaceton(meth)acrylamid,
Isobutoxymethyl(meth)acrylamid, N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam,
N-Vinylformaldehyd, N,N-Dimethyl(meth)acrylamid, t-Octyl(meth)acrylamid,
Dimethylaminoethyl(meth)acrylat, Diethylaminoethyl(meth)acrylat,
7-Amino-3,7-dimethyloctyl(meth)acrylat, N,N-Diethyl(meth)acrylamid,
N,N'-Dimethylaminopropyl(meth)acrylamid,
(Meth)acryloylmorpholin, Hydroxybutylvinylether, Laurylvinylether,
Cetylvinylether, Vinylether wie z.B. 2-Ethylhexylvinylether, Maleate,
Fumarate und die Verbindungen der nachstehenden Formeln (3) bis
(5):

worin
R
2 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe
darstellt, R
3 unabhängig eine Alkylengruppe mit
2 bis 6 und vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt, R
4 an den aromatischen Ring (Ø) gebunden
ist und ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 und
vorzugsweise 1 bis 9 Kohlenstoffatomen darstellt und q eine ganze
Zahl von 0 bis 12 und vorzugsweise 1 bis 8 ist,
worin
R
2 die vorstehend angegebene Bedeutung hat,
R
5 unabhängig
eine Alkylengruppe mit 2 bis 8 und vorzugsweise 2 bis 5 Kohlenstoffatomen
darstellt und r eine ganze Zahl von 1 bis 8 und vorzugsweise 1 bis
4 ist und R
7 eine Tetrahydrofurylgruppe
darstellt,
worin
R
2 und R
5 die vorstehend
angegebene Bedeutung haben, s eine ganze Zahl von 1 bis 15 ist und
jedes R
6 unabhängig ein Wasserstoffatom oder
eine Methylgruppe darstellt.
-
Beispiele
für Verbindungen
der Formel (3) sind Nonylphenol-EO-modifiziertes (8 mol) Acrylat,
Phenol-EO-modifiziertes (4 mol) Acrylat, Nonylphenol-EO-modifiziertes
(4 mol) Acrylat, Nonylphenol-PO-modifiziertes (2,5 mol) Acrylat,
Nonylphenol-EO-modifiziertes (1 mol) Acrylat und Phenol-EO-modifiziertes
(2 mol) Acrylat.
-
Die
vorstehend als Beispiele genannten Verbindungen können unabhängig oder
in Kombinationen von zwei oder mehr verwendet werden.
-
Von
den vorstehend als Beispiele angegebenen Verbindungen umfassen bevorzugte
Verbindungen zur Verwendung als Komponente (C) N-Vinyllactame wie
z.B. N-Vinylpyrrolidon, N-Vinyl-ε-caprolactam
(nachstehend als „N-Vinylcaprolactam" bezeichnet) und
dergleichen. Es ist bevorzugt, dass die Komponente (C), bezogen
auf die Komponente (C), N-Vinylcaprolactam
im Bereich von 3 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise von 3 bis 15 Gew.-%
umfasst.
-
Es
ist bevorzugt, dass die Komponente (C) eine Verbindung mit einer
alicyclischen Struktur enthält,
da das resultierende gehärtete
Produkt dann eine Wasserbeständigkeit,
Heißwasserbeständigkeit,
Säurebeständigkeit,
Alkalibeständigkeit
und dergleichen sowie eine verbesserte Langzeitzuverlässigkeit
aufweist. Beispiele für
ein solches Monomer mit einer alicyclischen Struktur, insbesondere
für alicyclische
(Meth)acrylatverbindungen, umfassen Isobornyl(meth)acrylat, Dicyclopentenyl(meth)acrylat,
Tricyclodecanyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat, Tricyclodecandimethanoldi(meth)acrylat
und dergleichen. Von diesen Verbindungen sind Isobornylacrylat und
Tricyclodecandimethanoldiacrylat bevorzugt.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Komponente (C) eine Kombination aus N-Vinyllactamen und
einer Verbindung mit einer alicyclischen Struktur.
-
Monomere,
die zur Verwendung in der Komponente (C) geeignet sind, sind beispielsweise
unter den Marken Aronix M-102, M-111, M-113, M-114, M-117 (von Toagosei
Co., Ltd. hergestellt), KAYARAD TC110S, R629, R644 (von Nippon Kayaku
Co., Ltd. hergestellt), Viscoat 3700 (Osaka Organic Chemical Industry
Co., Ltd.) und dergleichen erhältlich.
-
Es
ist bevorzugt, dass die Komponente (C) in einer Menge von 20 bis
70 Gew.-% und vorzugsweise von 25 bis 55 Gew.-% bezogen auf die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
vorliegt.
-
Komponente (D)
-
Beispiele
für strahlungsaktive
Initiatoren, die als Komponente (D) in der vorliegenden Erfindung
geeignet sind, umfassen 1-Hydroxycyclohexylphenylketon, 2,2-Dimethoxy-2-phenylacetophenon,
Xanthon, Fluorenon, Benzaldehyd, Fluoren, Anthrachinon, Triphenylamin,
Carbazol, 3-Methylacetophenon, 4-Chlorbenzophenon, 4,4'-Dimethoxybenzophenon,
4,4'-Diaminobenzophenon,
Michler's Keton,
Benzoinpropylether, Benzoinethylether, Benzylmethylketal, 1-(4-Isopropylphenyl)-2-hydroxy-2-methylpropan-1-on,
2-Hydroxy-2-methyl-1-phenylpropan-1-on,
Thioxanthon, Diethylthioxanthon, 2-Isopropylthioxanthon, 2-Chlorthioxanthon, 2-Methyl-1-[4-(methylthio)phenyl]-2-morpholinopropan-1-on,
2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid, Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethylpentylphosphinoxid
und dergleichen. Diese Verbindungen können entweder einzeln oder
in Kombinationen von zwei oder mehr verwendet werden. Von diesen
Verbindungen sind 2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid,
Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethylpentylphosphinoxid und
1-Hydroxycyclohexylphenylketon bevorzugt.
-
Beispiele
für käufliche
Produkte, die zur Verwendung als Komponente (D) geeignet sind, umfassen
Irgacure 184, 651, 500, 907 (von Ciba Specialty Chemicals Co., Ltd.
hergestellt), Lucirin LR8728, Lucirin LR8953X (von BASF hergestellt),
Darocur E1116, 1173 (von Ciba Specialty Chemicals Co., Ltd. hergestellt) und
Ubecryl P36 (von UCB Co. hergestellt).
-
Die
Komponente (D) kann einen oder mehrere strahlungsaktive Initiatoren)
umfassen. Der Anteil der Komponente (D) in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
beträgt
im Allgemeinen 0,1 bis 10 Gew.-% und vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
-
Je
nach den Anforderungen der jeweiligen Anwendung kann zusätzlich zu
den strahlungsaktiven Initiatoren, die als Komponente (D) vorliegen,
auch ein Photoinitiator verwendet werden. Geeignete Beispiele für Photoinitiatoren
sind Triethylamin, Diethylamin, N-Methyldiethanolamin, Ethanolamin, 4-Dimethylaminobenzoesäure, Ethyl-4-dimethylaminobenzoat,
Isoamyl-4-dimethylaminobenzoat und dergleichen. Diese Verbindungen
sind z.B. unter den Marken Ubecryl P102, 103, 104, 105 (von UCB
Co. hergestellt) und dergleichen erhältlich.
-
Andere Komponenten
-
Darüber hinaus
kann es abhängig
von den speziellen Anforderungen der Endanwendung der Zusammensetzung
bevorzugt sein, Bestandteile zusätzlich
zu den Komponenten (A) bis (D) zu verwenden. Typische Beispiele
für solche
zusätzlichen
Bestandteile sind Antioxidationsmittel, UV-Absorptionsmittel, Lichtstabilisatoren,
Silanhaftvermittler, Alterungsverhinderungsmittel, thermische Polymerisationsinhibitoren,
Egalisiermittel, Farbmittel, oberflächenaktive Mittel, Konservierungsmittel,
Weichmacher, Gleitmittel, Lösungsmittel,
Füllstoffe, Benetzbarkeitsverbesserer,
Beschichtungsoberflächenverbesserer
und dergleichen. Beispiele für
Antioxidationsmittel sind Antioxidationsmittel des Phenoltyps, Antioxidationsmittel
des organischen Schwefeltyps und dergleichen. Diese Antioxidationsmittel
sind z.B. unter den Marken Irganox 1010, 1035, 1076, 1222 (von Ciba Specialty
Chemicals Co., Ltd. hergestellt) und dergleichen erhältlich.
-
Beispiele
für UV-Absorptionsmittel
sind UV-Absorptionsmittel des Benzotriazol-Typs und dergleichen. Beispiele
für käufliche
Produkte, die als UV-Absorptionsmittel verwendet werden, umfassen
Tinuvin P, 234, 320, 326, 327, 328, 213 (von Ciba-Geigy hergestellt),
Sumisorb 110, 130, 140, 220, 250, 300, 320, 340, 350, 400 (von Sumitomo
Chemical Industries Co., Ltd. hergestellt) und dergleichen.
-
Beispiele
für Lichtstabilisatoren
sind Lichtstabilisatoren des gehinderten Amintyps und dergleichen. Beispiele
für käufliche
Lichtstabilisatorprodukte umfassen Tinuvin 292, 144, 622LD (von
Ciba Specialty Chemicals Co., Ltd. hergestellt), Sanol LS-770, 765,
292, 2626, 1114, 744 (von Sankyo Chemical Co. hergestellt) und dergleichen.
-
Beispiele
für Verbindungen,
die als Silanhaftvermittler verwendet werden, umfassen γ-Aminopropyltriethoxysilan, γ-Mercaptopropyltrimethoxysilan, γ-Methacryloyloxypropyltrimethoxysilan
und käufliche
Produkte wie z.B. SH6062, SZ6030 (von Toray-Dow Corning Silicone
Co. hergestellt), KBE903, KBM803 (von Shin-Etsu Silicone Co., Ltd.
hergestellt) und dergleichen. Beispiele für Alterungsverhinderungsmittel
sind Alterungsverhinderungsmittel des Phenoltyps, des Allylamintyps
und des Ketonamintyps. Beispiele für käufliche Alterungsverhinderungsmittelprodukte
umfassen Antigene W, S, P, 3C, 6C, RD-G, FR, AW (von Sumitomo Chemical
Industries Co., Ltd. hergestellt) und dergleichen.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann durch Formulieren der vorstehend genannten Komponenten (A)
bis (D) und der Komponenten, die gegebenenfalls zugesetzt werden,
in den jeweiligen vorgeschriebenen erforderlichen Mengen hergestellt
werden.
-
Die
Viskosität
der resultierenden Zusammensetzung bei 25°C beträgt vorzugsweise 1000 bis 20000 cP
und mehr bevorzugt 1500 bis 15000 cP, um ein hervorragendes Beschichtungsvermögen auf
optischen Fasern sicherzustellen.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
ist strahlungshärtbar,
so dass sie durch Aussetzen gegenüber einer geeigneten Strahlung
gehärtet
werden kann. Dabei umfassen die Strahlungsquellen Infrarotlicht, sichtbare
Strahlung, Ultraviolettlicht, α-Strahlen, β-Strahlen, γ-Strahlen und dergleichen.
Wenn die Zusammensetzung gehärtet
wird, wie z.B. durch Aussetzen gegenüber Ultraviolettlicht, kann
sie bei einer Dosis von 2 bis 2000 mJ/cm2,
vorzugsweise von 50 bis 200 mJ/cm2 gehärtet werden.
-
Anwendungen
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
ist für
viele Anwendungen geeignet, einschließlich z.B. als Anstrichmittel,
Oberflächenerneuerungsmaterial,
Druckfarbe und Beschichtungsmaterial für Substrate, insbesondere für optische
Fasern.
-
Von
den gehärteten
Produkten, die durch Bestrahlen mit ultraviolettem Licht bei einer
Dosis von 1 J/cm2 an Luft erzeugt werden,
werden diejenigen mit einer gehärteten
Beschichtung mit einer Dicke von 200 μm mit einem Sekantenmodul (gemäß JIS K7127)
von 0,15 kg/mm2 oder weniger, mehr bevorzugt
von 0,1 bis 0,05 kg/mm2, und einer Reißfestigkeit
(gemäß JIS K7127)
von mehr als 0,15 kg/mm2, mehr bevorzugt
von 0,25 kg/mm2 bis 0,50 kg/mm2,
bevorzugt als Primärbeschichtung
für optische
Fasern verwendet, da diese Produkte einen geeigneten Elastizitätsmodul
und eine hervorragende Reißfestigkeit
aufweisen, wenn sie als Primärbeschichtung
für optische
Fasern verwendet werden. Um beschichtete optische Glasfasern mit
guten Handhabungseigenschaften zu erhalten, ist es bevorzugt, die
Glasfaser, die mit einer anhaftenden Primärbeschichtung beschichtet ist,
weiter mit einer härteren
Sekundärbeschichtung
zu beschichten.
-
Eine
Beschichtungsschicht aus der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann eine
Dicke im Bereich von 5 bis 500 μm,
vorzugsweise von 15 bis 300 μm
aufweisen. Eine Primärbeschichtung
für optische Glasfasern
weist im Allgemeinen eine Dicke von etwa 30 μm (15 bis 50 μm) auf.
-
In
einer bevorzugten Form der erfindungsgemäßen Zusammensetzung umfasst
die Zusammensetzung die Komponenten (A), (B), (C) und (D) in Bereichen,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, von 25 bis 75
Gew.-%, von 0,1 bis 10 Gew.-%, von 20 bis 70 Gew.-% bzw. von 0,1
bis 10 Gew.-%. Bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen umfassen
diejenigen mit einer Viskosität
von 1000 bis 20000 bei 25°C.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung
wird vorzugsweise zur Verwendung als Primärbeschichtung für optische
Fasern angepasst.
-
Beispiele
-
Die
vorliegende Erfindung wird detaillierter mittels Beispielen beschrieben,
die nicht beschränkend aufzufassen
sind. In den nachstehenden Beispielen steht „Teil(e)" für „Gewichtsteil(e)", falls nichts anderes
angegeben ist.
-
Synthesebeispiel 1
-
Synthese eines Polymers
für die
Komponente (A)
-
4,07
g Toluylendiisocyanat (das 97,5 Gew.-% oder mehr eines 2,4-Derivats
und 2,5 Gew.-% oder weniger eines 2,6-Derivats umfasst), 59,3 g
eines Ringöffnungscopolymers
von Ethylenoxid und Tetrahydrofuran mit einem Molekulargewichts-Zahlenmittel
(nachstehend als „Mn" abgekürzt) von
4000, 0,02 g 2,6-Di-t-butyl-p-kresol und 0,007 g Phenothiazin wurden
in einen mit einem Rührer
ausgestatteten Reaktionsbehälter
eingebracht. Dieses Gemisch wurde unter Rühren mit Eis gekühlt, bis
die Temperatur des Gemischs 10°C
oder weniger betrug. Wenn die Temperatur 10°C oder weniger betrug, wurden
dem Gemisch 0,08 g Dibutylzinndilaurat zugesetzt, worauf 2 Stunden
gerührt
wurde, während
die Flüssigkeitstemperatur
bei 20 bis 30°C
gehalten wurde. Dann wurden 0,33 g γ-Mercaptopropyltrimethoxysilan
(Marke: SH6062, von Toray-Dow Corning Silicone Co., Ltd. hergestellt),
bei dem es sich um einen Silanhaftvermittler handelt, zugesetzt
und das Gemisch wurde eine Stunde bei 40 bis 50°C gerührt. Nach beendetem Rühren wurden
1,15 g 2-Hydroxyethylacrylat zugesetzt und das resultierende Gemisch
wurde 30 min bei einer Flüssigkeitstemperatur
von 45 bis 55°C
gerührt.
-
Als
nächstes
wurden 0,13 g Methanol der Reaktionslösung zugesetzt, die vier Stunden
kontinuierlich bei 55 bis 60°C
gerührt
wurde. Die Reaktion wurde beendet, wenn die Menge des restlichen
Isocyanats 0,1 Gew.-% oder weniger betrug, wobei ein flüssiges Urethanacrylatpolymer
mit einem Mn von 8327 erhalten wurde, das der Komponente (A) entsprach.
-
Beispiele 1 bis 5 und
Vergleichsbeispiele 1 und 2
-
10
g Laurylacrylat, 17 g Polyoxyethylennonylphenyletheracrylat (Marke:
M113, von Toagosei Co., Ltd. hergestellt), 5 g N-Vinylcaprolactam,
0,8 g Irganox 1035 als Antioxidationsmittel, 2 g 2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid
und 0,15 g Diethylamin wurden 65 g des im Synthesebeispiel 1 hergestellten
flüssigen Urethanacrylatpolymers
zugesetzt. Das Gemisch wurde gerührt,
während
die Temperatur bei 50 bis 60°C
gehalten wurde, bis eine einheitliche und transparente Flüssigkeit
hergestellt wurde, um eine Harzlösung
l zu erhalten.
-
In
den Beispielen 1 bis 5 wurden 100 Teile der Harzlösung l und
jedes der in der Tabelle 1 gezeigten polyfunktionellen Monomere
in der in der Tabelle 1 gezeigten Menge in einen mit einem Rührer ausgestatteten Reaktionsbehälter eingebracht,
um eine Zusammensetzung herzustellen. Das Gemisch wurde 3 Stunden
gerührt,
während
die Temperatur bei 50 bis 60°C
gehalten wurde. Die Viskosität
jeder der resultierenden Zusammensetzungen wurde mit einem Viskosimeter
des B-Typs bei 25°C
gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 gezeigt. Die Viskosität aller
Zusammensetzungen lag in einem Bereich von 5000 bis 6000 cP. Im
Vergleichsbeispiel 1 wurde die Harzlösung l als solche ohne die
Verwendung eines polyfunktionellen Monomers eingesetzt. Tabelle
1
-
Jede
der Zusammensetzungen, die auf diese Weise hergestellt worden ist,
wurde unter Verwendung einer Auftragungsvorrichtung in einer Dicke
von 250 μm
auf die Oberfläche
einer Glasplatte aufgebracht und mit Ultraviolettlicht bei einer
Dosis von 1,0 J/cm2 an Luft unter Verwendung
einer 3,5 kW-Metallhalogenidlampe (SMX-3500/F-OS, von ORC Co., Ltd.
hergestellt) bestrahlt, so dass ein gehärteter Film mit einer Dicke
von 200 μm
erhalten wurde. Der gehärtete
Film wurde dann in Streifenprüfkörper mit
einer Breite von 0,6 cm geschnitten, um eine Testprobe herzustellen.
Die Bedingungen für
die Testprobe wurden in geeigneter Weise bei 23°C und einer Feuchtigkeit von
50 % für
12 Stunden oder mehr eingestellt und die Testprobe wurde dann Messungen
des Elastizitätsmoduls
und der Reißfestigkeit
unterworfen, die nachstehend veranschaulicht sind. Die Ergebnisse
sind in der Tabelle 2 gezeigt.
-
Messung des Elastizitätsmoduls
-
Der
Sekantenmodul wurde unter den Bedingungen einer Zuggeschwindigkeit
von 1 mm/min und einem Intervall zwischen Fixpunkten von 25 mm gemäß JIS K7127
gemessen.
-
Messung der
Reißfestigkeit
-
Die
Reißfestigkeit
wurde unter den Bedingungen einer Zuggeschwindigkeit von 50 mm/min
und einem Intervall zwischen Fixpunkten von 25 mm bei 23°C und einer
relativen Feuchtigkeit von 50 % gemäß JIS K7127 gemessen. Tabelle
2
-
Wie
es aus den Tabellen 1 und 2 ersichtlich ist, wies jede der Zusammensetzungen
der Beispiele 1 bis 5 eine Viskosität in einem zum Beschichten
optischer Fasern angemessenen Bereich auf und das resultierende
gehärtete
Produkt zeigte eine hohe Reißfestigkeit
von 0,26 bis 0,42 kg/mm2, während dessen
Sekantenmodul einen niedrigen Wert von 0,06 bis 0,11 kg/mm2 aufwies. Andererseits wies der gehärtete Film,
der aus den Zusammensetzungen der Vergleichsbeispiele 1 und 2, die
das polyfunktionelle Monomer nicht enthielten, hergestellt worden
ist, eine niedrige Reißfestigkeit
auf.
-
Aus
den vorstehenden Erläuterungen
wird deutlich, dass die erfindungsgemäße strahlungshärtbare Zusammensetzung
dadurch gekennzeichnet ist, dass das gehärtete Produkt eine hohe Reißfestigkeit
aufweist, während
dessen Elastizitätsmodul
niedrig ist. Wenn die strahlungshärtbare Zusammensetzung als
Beschichtungsmaterial für
optische Fasern verwendet wird, kann sie somit optische Fasern für einen
langen Zeitraum in einer sicheren und stabilen Weise schützen, während eine
hervorragende optische Übertragungsleistung beibehalten
wird.