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Einführung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
die Verwendung von ferritisch-austenitischem nicht rostendem Stahl für Seewasseranwendungen
und für
nahegelegene Bereiche, wo besonders günstige Eigenschaften für den Stahl
festgestellt wurden.
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Hintergrund
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Nicht rostende ferritisch-austenitische
(Duplex-) Stähle
werden heute in großem
Umfang als Werkstoff in Reihe von Industrien verwendet. Die Duplex-Stähle werden
oftmals für
besonders günstige
Verwendung auf speziellen Bereichen entwickelt. So soll beispielsweise
der Duplex-Stahl
SAF 2507 (UNS S 32750), der mit 25% Cr, 7% Ni, 4% Mo und 0,3% N
legiert ist und der in der schwedischen Patentanmeldung SE-A-453
838 beschrieben ist, besonders beständig gegen chlorinduzierte
Korrosion sein und findet daher Anwendungen als Baumaterial, wenn
die Prozeßlösung Chloride
enthält
oder wenn das Material Seewasser oder chlorhaltigem Kühlwasser,
wie beispielsweise in Wärmetauschern,
ausgesetzt wird.
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In der US-A-5 582 656 (SE-A-501 321)
sind Duplex-Stähle
beschrieben, die maximal 0,05 Gew.-% C, maximal 0,8 Gew.-% Si, 0,3–4 Gew.-%
Mn, 28–35
Gew.-% Cr, 3–10
(3–7)
Gew.% Ni, 1,0–3,0
(1,0–4,0)
Gew.-% Mo, 0,30–0,55
Gew.-% N, maximal 1,0 Gew.-% Cu, maximal 2,0 Gew.-% W, 0,010 Gew.-%
S und 0,2 Gew.-% Ce enthalten, wobei der Rest aus Fe zusammen mit üblicherweise
auftretenden Verunreinigungen und Zusätzen besteht, wobei der Ferritgehalt
30–70
Vol.-% ausmacht.
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Der Zweck der vorliegenden Erfindung
ist der, einen Duplex-Stahl für
die Verwendung in Seewasser zu bekommen.
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Wie in der SE-A-453 838 beschrieben,
ist die Zusammensetzung der Legierung nicht der wichtigste Faktor,
um solchen Stahl zu bekommen. Der Abgleich zwischen den verschiedenen
Komponenten der Legierung und strukturelle Faktoren sind wichtiger.
Außerdem
ist aus diesem Patent bekannt, daß große Mengen unter anderem beispielsweise
von Chrom die Neigung zur Ausfällung
intermetallischer Verbindungen so stark erhöhen, daß Probleme bei der Herstellung
und in Bezug auf das Schweißen
auftreten können.
Eine große Stickstoffmenge
ist erforderlich, um die Legierung gegen Ausfällung intermetallischer Phasen
und Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit zu stabilisieren,
doch wird diese durch beschränkte
Löslichkeit
in der Schmelze eingeschränkt,
die Ausfällung
von Chromnitriden verursacht. Aus diesen Gründen wird der Chromgehalt in
dieser Legierung auf maximal 27% und der Stickstoffgehalt auf 0,25–0,40% beschränkt.
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Kurze Beschreibung
der Erfindung
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Es zeigt sich überraschenderweise, daß einige
der Legierungen, die durch US-A-5 582 656 abgedeckt sind und durch
allgemeine Stahlzusammensetzungen definiert sind, speziell günstige und
in bestimmten Fällen
besonders gute Eigenschaften als Werkstoff auf dem Gebiet der Seewasseranwendungen
haben. Dies trifft trotz des hohen Gehaltes an Chrom und des hohen
Gehaltes an Stickstoff zu, d. h. über die Obergrenze hinaus,
die gemäß der SE-A-453
838 in Betracht gezogen wurde, um eine Ausfällung zu verhindern. Besonders gute
Eigenschaften erreicht man, wenn der PRE-Wert des Stahls wenigstens
40 ist.
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Die Erfindung liefert folglich eine
Verwendung eines Stahls, der maximal 0,05 Gew.-% C, maximal 0,8 Gew.-%
Si, 0,3–4
Gew.-% Mn, 28–35
Gew.-% Cr, 3–10
Gew.-% Ni, 1,0– 4,0
Gew.-% Mo, 0,2–0,6 Gew.-%
N, maximal 1,0 Gew.-% Cu, maximal 2,0 Gew.-% W, maximal 0,010 Gew.-%
S und maximal 0,2 Gew.-% Ce enthält,
wobei der Rest Fe zusammen mit üblicherweise
vorkommenden Verunreinigungen und Zusätzen ist und wobei der ferritische
Gehalt 30–70
Vol.-% ausmacht und der PRE-Wert wenigstens 40 ist.
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Nicht eine der Stahlqualitäten, die
besonders in der US-A-5 582 656 oder der SE-A-501 321 beschrieben
sind, liefert einen PRE-Wert über
40 in der ferritischen wie auch in der austenitischen Phase. Die
meisten Ausführungsformen
ergeben einen PRE-Wert unter 40 selbst auf die Gesamtzusammensetzung
berechnet.
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Charakterisierung
von Seewasser
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Man hat oftmals gedacht, daß Seewasser
in der ganzen Welt praktisch das gleiche ist. Die Abweichungen sind
jedoch offensichtlich. Die Gesamtmenge von gelöstem Salz kann bei etwa 8000
mg/l (ppm) in der Ostsee bis zu etwa dem 7,5fachen dieser Menge
im Persischen Golf betragen. Die Gesamtmenge an Salz, das aus künstlichem
Seewasser stammt, beruht auf 35000 mg/l, was als eine typische Menge
für Seewasser angesehen
werden kann. In der Tabelle 1 ist das Gemisch von künstlichem
Seewasser gezeigt. Es folgert, daß der Hauptanteil des gesamten
Salzes in Seewasser NaCl ist. Oftmals enthält Seewasser auch Sand und
andere feste Teilchen.
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Die folgende Tabelle zeigt das Gemisch
des künstlichen
Seewassers, das für
den Test eines Materials verwendet wurde, das zweckmäßig für Seewasseranwendungen
geeignet ist.
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Tabelle
1
Gemisch von künstlichem
Seewasser
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Die vorher interessierenden Faktoren
für die
Korrosivität
von Seewasser sind: der Chloridgehalt, der pH-Index, die Temperatur,
die Oxidierbarkeit, die biologische Aktivität und die Fließgeschwindigkeit.
Selbst Verunreinigungen in dem Wasser können die Korrosivität beeinflussen.
Die Temperatur des Seewassers ist stark variierend jeweils als Folge
dessen, wo es angesiedelt ist und in welcher Tiefe das Wasser abgenommen wurde.
Der pH-Wert von Seewasser ist etwa 8.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Nachfolgend wird die Erfindung in
weiteren Einzelheiten in Bezug auf spezielle Ausführungsbeispiele und
die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, worin 1 eine
schematische Darstellung ist, die zeigt, wie die Rißkorrosion
zunimmt, und die 2 – 11 Diagramme für die gemessenen
Eigenschaften unterschiedlicher Stahlqualitäten sind.
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Der Stahl für die Erfindung enthält demnach
maximal 0,05 Gew.-% C, maximal 0.8 Gew.-% Si, 0,3–4 Gew.-%
Mn, 28–35
Gew.-% Cr, 3–10
Gew.-% Ni, 1,0–4,0
Gew.-% Mo, 0,2–0,6
Gew.-% N, maximal 1,0 Gew.-% Cu, maximal 2,0 Gew.-% W, maximal 0,010
Gew.-% S und maximal 0,2 Gew.-% Ce.
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Der PRE-Wert, d. h. [%Cr] + 3,3 × [%Mo]
+ 16 × [N],
sollte wenigstens 40 in der gesamten Zusammensetzung sein, vorzugsweise
wenigstens 42 in der gesamten Zusammensetzung. Außerdem sollte
jede Phase einen PRE-Wert über
30, vorzugsweise wenigstens 41 haben.
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In der US-A-5,582,656 ist ausgeführt, daß die zusätzlichen
Legierungselemente die Beziehung %Cr + 0,9% Mn + 4,5% Mo – 12,9%
N < 35 erfüllen sollten,
um die Gefahr einer Ausfällung
von intermetallischen Phasen während
der Produktion auf einem Minimum zu halten. Es zeigte sich überraschenderweise,
daß man
das erwähnte
Verhältnis
in dem vorliegenden Stahl auf 35 oder mehr halten könnte und
dennoch die wesentlichen guten Eigenschaften behält, die erforderlich sind,
um den Stahl in Seewasseranwendungen einsetzen zu können. Es
ist vorteilhaft, das Verhältnis
bei 35 oder höher
zu halten, da es leichter ist, einen höheren PRE-Wert zu bekommen.
So erfüllt
derzeitiger Stahl vorzugsweise das Verhältnis %Cr + 0,9% Mn + 4,5%
Mo – 12,9%
N ≥ 35, um
einen ausreichend hohen PRE-Wert zu bekommen. Vorzugsweise ist das
Ergebnis von %Cr + 0,9% Mn + 4,5% Mo – 12,9% N höchstens 40 und besonders höchstens
38.
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Der bevorzugte Gehalt an Mn ist 0,3–3,0% und
der Gehalt von S zweckmäßig maximal
0,005%. Als ein Ergebnis hiervon bekommt man in dem Material eine
verminderte Menge an MnS-Schlacke. Jene Schlacken leiten leicht
Lochfraß in
Seewasserumgebung ein, und es ist aus diesen Gründen günstig, diese Schlackentype
auf einem niedrigen Prozentsatz in einem „Seewasserstahl" zu halten.
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Der Mo-Gehalt ist vorzugsweise 1,5–4,0%. Dies
gibt einen höheren
Mindestwert für
den PRE-Wert in dem
Stahl. Aus diesen Gründen
sollte jedoch die Gefahr einer Ausfällung von intermetallischen
Phasen der Mo-Gehalt vorzugsweise auf maximal 3,0%, stärker bevorzugt
auf maximal 2,5% beschränkt
werden.
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Um einen genügend hohen Gehalt an Cr in
der austenitischen Phase zu behalten und damit der PRE-Wert über 30 liegt,
ist der geringste Gesamtgehalt an Cr vorzugsweise etwa 29%. Im Hinblick
auf die Gefahr einer Ausfällung
intermetallischer Phasen sollte der Cr-Gehalt vorzugsweise maximal
33% betragen.
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Stickstoff steigert den relativen
Gehalt an Chrom und Molybdän
in der austenitischen Phase. Daher sollte der Gehalt an N vorzugsweise
wenigstens 0,30, doch vorzugsweise auch am niedrigsten 0,36 sein.
Hohe N-Gehalte könnten
die Bildung von Hohlräumen
unter Schweißungen
verursachen und daher sollte die Legierung vorzugsweise maximal
0,55% Stickstoff enthalten. Der Ni-Gehalt ist vorzugsweise maximal
8% und der Mindestgehalt vorzugsweise 5%.
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Wichtige Materialeigenschaften
für Seewasseranwendungen
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Eine wichtige Eigenschaft für Benutzung
in Seewasser ist die hohe Festigkeit (hohe Streckgrenze und hohe
Ermüdungsgrenze).
Die hohe Festigkeit ergibt, daß man
schlechteres Material (wie beispielsweise dünnere Wanddicke für Rohre)
verwenden kann und dadurch ein sicheres Gewicht. Oftmals ist es
wichtig, das Gewicht einer Konstruktion für Seewasseranwendungen niedrig
zu halten, da die Konstruktion oftmals auf schwimmenden Anlagen,
wie Booten, Ölplattformen
usw. angeordnet sein könnten,
so daß man
den verfügbaren
Auftrieb beim Transport von Gütern
ausnutzen würde.
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Eine andere wichtige Materialeigenschaft
für Seewasseranwendungen
ist eine gute Korrosionsbeständigkeit
in Cl–-haltigen
Umgebungen. Die Korrosionstypen, die leicht in Cl–-haltigen
Umgebungen eingeleitet werden können,
sind Lochfraßkorrosion,
Rißkorrosion
und Spannungskorrosionsreißen.
Lochfraß-
und Rißkorrosion
des Materials könnten
vermieden werden, wenn der „PRE-Wert" für dieses
Material ausreichend hoch ist. Der PRE-Wert ist als PRE = [%Cr]
+ 3,3 × [%
Mo] + 16 × [%
N]. Um eine gute Korrosionsbeständigkeit in
Seewasser zu haben, sollte der PRE-Wert höher als 40 für Duplex-Stahl
sein. Wie aus der Definition ersichtlich, könnte ein hoher PRE-Wert darauf
basieren, ob ein hoher Gehalt an Cr, Mo oder N vorliegt. Es ist
bekannt, daß ein
hoher Gehalt an Mo ein weniger strukturell beständiges Material in Bezug auf
die Ausfällung
der Sigmaphase ergibt. Es ist sogar bekannt, daß ein hoher N-Gehalt ein strukturell
stabileres Material ergibt. Daher ist es zweckmäßig, den hohen PRE-Wert auf
einem hohen Gehalt an N oder Cr im Vergleich mit einem hohen Gehalt
an Mo basieren zu lassen.
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Bei Gefahr von Rißkorrosion ist es auch mit
einem hohen N-Gehalt erwünscht,
da dieses H+-Ionen neutralisiert, welche in dem Riß gebildet
werden, und dadurch eine Abnahme des pH-Wertes, was die Umgebung schlechter
machen könnte,
vermieden wird. Der Weg der Rißkorrosion
ist schematisch in 1 gezeigt.
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Die dritte Korrosionstype, die in
Cl–-Umgebungen
auftreten kann, ist, wie oben erwähnt, ein Reißen durch
Spannungskorrosion. Diese tritt hauptsächlich in austenitischem nicht
rostendem Stahl auf und ist heimtückisch, da sie sich sehr schnell
entwickeln kann. Es ist bekannt, daß Duplex-Stähle sehr guten Widerstand gegen
Rißbildung
durch Spannungskorrosion wegen des vorteilhaften Synergieeffektes
zwischen der ferritischen und der austenitischen Phase in dem Material
haben.
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Eine andere Eigenschaft, die in einigen
Fällen
von Seewasseranwendungen wichtig ist, ist nämlich die Erosions-Korrosionsbeständigkeit
der Legierung. Die Erosions-Korrosion kann als Beschleunigung des
Korrosionsverlaufs als eine Folge rasch strömender Medien definiert werden,
die manchmal sogar feste Teilchen enthalten können. Ein starker Anteilsfaktor
für die
Erosions-Korrosion
ist der turbulente Fluß in
Röhren
(unterschiedlich zu laminar). Turbulenter Fluß kann durch hohe Geschwindigkeit
von Strömungseinschränkungen
in der Röhre,
beispielsweise Ventile in der Röhre
usw.), scharfe Biegungen usw. erhöht werden.
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Ein letzter Faktor, der zu berücksichtigen
ist, ist natürlich
der Preis der Legierung.
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Für
Seewasseranwendungen sollte es erwünscht sein, daß ein Material
gute Korrosionsbeständigkeit, besonders
in Cl–-Umgebungen,
und gleichzeitig die höchst
mögliche
Festigkeit hat.
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Eigenschaften
des Stahls nach der Erfindung
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Der Stahl für die Verwendung nach der Erfindung
hat eine sehr hohe Festigkeit (Streckgrenze beim Dehnen (0,2) ≥ 650 MPa).
Im Vergleich mit anderen typischen Stahlqualitäten für Seewasseranwendungen ist dies
beachtlich höher
[SAF 2507: Streckgrenze bei Spannung = 550 MPa; 6Mo-Stahl: Streckgrenze
bei Spannung = 300 MPa]. Dies ergibt, daß der vorliegende Stahl mit
beachtlich dünneren
Wanddicken als diese verwendet werden kann.
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Die hohe Festigkeit tritt jedoch
nicht für
alle Stähle
der US-A-5 582 656 auf. Beispielsweise wird dort Stahl (Nr. 10)
mit einer Streckgrenze bei Spannung von nur 471 MPa (Tabelle 1 und
2) beschrieben. Dieser Stahl hat einen PRE-Wert von nur 35,6 und
ist folglich nicht innerhalb des Gedankens der vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
die Wirkung der Streckgrenze bei Spannung auf die Wanddicke, die
erforderlich ist, um einen bestimmten Innendruck (gemäß der Formel
in dem schwedischen Leitungsstandard 1978, RN78) widersteht. Offensichtlich
ergibt sich hieraus, daß Steigerung
der Streckgrenze bei Spannung von 550 MPa auf 650 MPa eine Verminderung
der Wanddicke von 15% erlaubt und in Verbindung hiermit eine Verminderung
des gesamten Röhrengewichts
in dem Bereich erlaubt. Ein entsprechender Vergleich zwischen 300
MPa und 650 MPa spart etwa 50% des Gewichtes.
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Die Lochfraß- und Rißkorrosion des vorliegenden
Stahls ist gut. Dies hängt
davon ab, daß der PRE-Wert
der Legierung über
40 ist. Genauer ist der PRE-Wert um 42, was der gleiche Level wie
für anerkannte „Seewasserstähle" SAF 2507 (UNS S
32750) und austenitischen rostfreien Stahl der Type 6-Mo ist.
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Bei dem Annahmetest des Materials
ist es üblich,
Tests für
die Lochfraßkorrosion
anzuwenden, die als ein Anzeichen für die Seewasserbeständigkeit
gesehen werden kann. Die häufigste
Methode ist die, die modifizierte ASTM G48A-Methode zu verwenden,
bei der ein Material in eine Lösung
von 6% Eisen-III-Chlorid gegeben wird, wonach die Temperatur stufenweise
mit einem 24 Stunden-Intervall angehoben wird und das Material bezüglich der
Lochfraßkorrosion
nach jeder Testperiode inspiziert wird. Die Temperatur, bei der
Lochfraßkorrosion
auftritt, wird als kritische Lochfraßtemperatur bezeichnet. 3 zeigt die kritische Temperatur
für Proben
des Materials 254 SMO, SAF 2507 und nach der Erfindung. Hieraus
kann man schließen,
daß alle
diese Materialien hohe Werte für
die kritische Lochfraßtemperatur
haben, und aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, daß die Materialien äquivalente
Lochfraßkorrosionsbeständigkeit
in Seewasser besitzen.
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Entsprechendes Testen in FeCl3 kann mit aufgebrachten Rißbildnern
erfolgen. Der Stahl nach der Erfindung bekommt dann eine kritische
Rißkorrosionstemperatur
von etwa 40°C.
Selbst dies könnte
als etwa der gleiche Wert wie für
die üblichen „Seewasserstähle" angesehen wer den.
Die Entwicklung der Rißkorrosion nach
möglicher
Einleitung könnte
sogar auf einem niedrigen Niveau des hohen Stickstoffgehaltes in
der Legierung erwartet werden.
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Eine andere Methode zur Bestimmung
der Materialien-Lochfraßbeständigkeit,
die verwendet wird, ist elektrochemisch mit einem ständig an
das Material angelegten Potential. Um chloriertes Seewasser zu simulieren,
welches eine sehr aggressive Lösung
ist, wird es bei 600 mV/SCE getestet. Das Ergebnis dieses Testens
des Stahls nach der Erfindung ist in 4 gezeigt.
Es ist daraus ersichtlich, daß der
Stahl in dieser Umgebung unabhängig
von dem Gehalt an NaCl 70°C übersteht.
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Wie oben erwähnt, ist der Grund für gute Lochfraß- und Rißkorrosionsbeständigkeit
ein hoher PRE-Wert. Ein Vergleich kann mit SAF 2507 gemacht werden,
welches in Berücksichtigung
des PRE-Wertes so optimiert wird, daß der PRE-Wert in beiden Phasen
gleich ist. Dies erhält
man durch Legieren mit einer gut abgeglichenen Zusammensetzung von
Cr, Mo und N, und jemand hat gezeigt, daß 0,30% N einen Abgleich zwischen
PRE in der ferritischen und austenitischen Phase ergibt, wenn der
Gehalt an Chrom 25% ist und der Gehalt an Mo 4% beträgt. Ein
PRE-Wert über 40 wird
dann erreicht.
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Der Stahl nach der Erfindung basiert
auf den gleichen Annahmen – nämlich PRE-Abgleich –, aber
hier wird ein höherer
Cr-Gehalt und ein niedrigerer Mo-Gehalt gewählt, was es möglich macht,
einen höheren
Gehalt an N zu legieren. Infolgedessen ist Mo erheblich schädlicher
für die
strukturelle Stabilität
als Cr und auch dafür,
daß der
N-Gehalt höher
als in SAF 2507 ist, aus welchem Grund eine höhere strukturelle Beständigkeit in
dem Stahl nach der Erfindung (siehe 5 für die TTT-Kurve)
mit einem unterstützten
PRE-Wert in den Phasen erhalten wird.
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6 zeigt
den Einfluß der
Temperatur auf den PRE-Wert in ferritischer (BCC) und austenitischer (FCC)
Phase für
den vorliegenden Stahl. PRE-Abgleich erhält man bei etwa 1080°C, was die
Temperatur ist, bei welcher das Material hitzebehandelt wird, und
der PRE-Wert ist über
40. Die Bedeutung, einen hohen PRE-Wert sowohl in der ferritischen
als auch in der austenitischen Phase zu haben, ist in 7 gezeigt, wo das CPT gemäß ASTM G48A
als eine Funktion des PRE-Wertes für die etwas schwächere ferritische
Phase in einigen Testvarianten des Stahls nach der Erfindung gezeigt
ist. Ein PRE-Wert über
40 in beiden Phasen sollte aus diesem Grund als erfüllt in Verbindung
damit angesehen werden, daß das
CPT (G48A) 75°C
für die Endlegierung
ist.
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Der Spannungskorrosionswiderstand
des Stahles liegt auf einer Höhe
austenitischer Stähle
vom Typ 316, siehe 8.
Es sollte sogar daran gedacht werden, daß die Duplex-Stähle eine
sehr hohe Festigkeit in absoluten Zahlen haben, was ergibt, daß der Prozentsatz
der Reißfestigkeit,
welcher möglich
ist, um Vorteile zu bekommen, bevor die Spannungskorrosion auftritt,
für diese
Stähle
sehr hoch ist.
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Die Beständigkeit gegen Auftreffangriff
des Stahles ist gemäß der Erfindung
mit höchster
Zuverlässigkeit
sehr hoch wegen der hohen Festigkeit und der bei Experimenten ermittelten
guten Beständigkeit
von Duplex-Stählen.
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Materialien, die oftmals in Seewasser
verwendet werden, sind Legierungen auf Cu-Basis. Diese haben jedoch
den großen
Nachteil, gegenüber
Auftreffangriffen empfindlich zu sein. Andere konkurrierende Materialien
für Seewasseranwendungen
sind Legierungen auf Ti- und Ni-Basis. Diese sind aber erheblich
teurer als der vorliegende Stahl.
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Beispiel
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Nachfolgend werden einige Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben.
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Nachfolgend werden in der Tabelle
2 Zusammensetzungen für
fünf Legierungen
nach der Erfindung gezeigt. Diese sind die Beispiele, die aus der
großen
Anzahl unterschiedlicher Legierungen herausgenommen wurden, welche
während
der Entwicklung der vorliegenden Erfindung hergestellt und getestet
wurden.
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In extrudierten Stäben aus
den Legierungen Nr. 1, 2, 4 und 5 wurde der Gehalt an Cr, Ni, Mo
und N in der austenitischen bzw. der ferritischen Phase mit Hilfe
einer Analyse Stufe um Stufe in einer Mikronut gemessen. Das Ergebnis
dieser Messungen ist in der folgenden Tabelle 3 gezeigt.
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Die gemessenen Gehalte, die man aus
jenen PRE-Werten ([% Cr] + 3,3 [% Mo] + 16 [% N]) für die betreffende
Phase erhielt, und der Vergleich für die Gesamtzusammensetzung
sind in der folgenden Tabelle 4 gezeigt.
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Tabelle
4 PRE-Werte für
austenitische und ferritische Phase in Testlegierungen
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Hieraus ergibt sich als offenbar,
daß der
PRE-Wert höher
als 40 sowohl in der austenitischen als auch in der ferritischen
Phase in allen Legierungen ist. Diese ist eine Bedingung für eine gute
Korrosionsbeständigkeit
in Seewasser.
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Die Zusammensetzung und infolgedessen
der PRE-Wert in der betreffenden Phase konnte mit Hilfe des Computerprogrammes „Thermo-Kalk" berechnet werden.
Dies geschieht für
die Legierung 1 in unterschiedlichen Temperaturen und ist in 6 wiedergegeben.
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Die Temperatur von etwa 1080°C, die hier
erreicht wird, um den gleichen PRE-Wert in beiden Phasen zu erhalten,
kommt von berechneten Werten und ist dadurch nur ungefähr. Die
tatsächlichen
Werte für
PRE konnten etwas von dem Gleichgewicht abweichen.
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Die gemessenen Wert für die Festigkeit
der hergestellten Röhren
aus den Legierungen Nr. 2, 3 und 4 sind in den Diagrammen in 9–11 gezeigt.
Es ist ersichtlich, daß die
Legierungen nach der Erfindung eine Streckgrenze unter Spannung über 650
MPa bei der Produktanwen dung als dünnwandige Röhren (< 10 mm) haben, was die allgemeine Abmessung
ist, welche in Seewasser verwendet wird.
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Zusammenfassung
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Es wurde überraschenderweise gezeigt,
daß der
Stahl gemäß Anspruch
1 eine gute Brauchbarkeit für die
Verwendung in Seewasser hat. Dies ist eine Folge davon, daß der Stahl
eine Streckgrenze bei Spannung über
650 MPa hat, was bedeutet, daß etwa
15% des Röhrengewichtes
im Vergleich mit SAF 2507 und etwa 50% im Vergleich mit 6Mo-Stahl
durch Verminderung der Wanddicke eingespart werden konnten. Gleichzeitig hat
das Material eine gute Seewasserbeständigkeit, da es einen PRE-Wert über 40 in
beiden Phasen und eine hohe Beständigkeit
gegen Risse durch Spannungskorrosion hat.