-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Einwegartikel und insbesondere
auf Einwegartikel mit einem ansprechenden System, welches ein elektrisches
Betätigungselement
enthält.
-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
Heute
werden Einwegartikel, wie Windeln, Erwachsenen-Inkontinenzeinlagen,
Damenbinden und Tampons in größerem Maße bei der
Pflege von Kindern und Kleinkindern und bei der Pflege von inkontinenten
Erwachsenen als Mittel zum Aufnehmen, Isolieren und Entsorgen von
Körperausscheidungen verwendet.
Diese Artikel haben im Großen
und Ganzen wiederverwendbare, waschbare Kleidungsstücke als
die bevorzugten Mittel für
diese Anwendungen wegen ihrer Annehmlichkeit und Zuverlässigkeit ersetzt.
-
Obwohl
viele Fortschritte auf dem Gebiet von Einwegartikeln sowohl für Kinder
als auch für
Erwachsene gemacht wurden, welche diese in die Lage versetzt haben,
gegenüber
herkömmlichen
Tuchstücke
stark bevorzugt zu werden, bestehen noch ein Anzahl von Problemen.
Unter diesen Problemen, die sich mit diesen Einwegartikeln gezeigt
haben, sind die Leckage von Körperausscheidung
(z. B. Urin, Stuhlgänge,
Menstruationsfluide), Hautausschlag und -irritation, Verunreinigung
großer
Bereiche der Haut des Trägers
mit Stuhl, schwierige Reinigung von Körperausscheidungen, wie Stuhlgängen, schlechter
Geruch, Mangel an individueller Anpassung an Kunden (z. B. Sitz),
etc..
-
Es
wurden Versuche unternommen, diese Probleme anzugehen. Superabsorbierende
Polymere wurden z. B. verwendet, um die Fähigkeit eines absorbierenden
Artikels zu erhöhen,
Urin zu absorbieren und zurück
zu halten. Barrieren-Beinaufschläge
wurden auch verwendet, um den Sitz zu verbessern und eine Leckage
zu verringern.
-
Das
US Patent Nr. 3,860,003, unter der Bezeichnung "Contractible Side Portions For Disposable
Diaper", veröffentlicht
für Kenneth
B. Buell am 14. Januar 1975 beschreibt z. B. eine Einwegwindel mit einem
elastisch gemachten Beinaufschlag, die eine breite Akzeptanz und
wirtschaftlichen Erfolg erreicht hat. Einwegartikel haben auch Taschen,
Barrieren etc. verwendet, um eine Leckage von Stuhl aus dem Artikel
aufzunehmen und zu verhindern. Siehe z. B. US Patent Nr. 4,695,278,
unter der Bezeichnung "Absorbent
Article Having Dual Cuffs",
veröffentlicht
für Michael
I. Lawson am 22. September 1987; US Patent Nr. 4,795,454, unter
der Bezeichnung "Absorbent
Article Having Leakage-Resistant Dual Cuffs, veröffentlicht für Jerry
L. Dragoo am 03. Januar 1989 und US Patent Nr. 5,540,671, unter
der Bezeichnung "Absorbent
Article Having A Pocket Cuff With An Apex", veröffentlicht für Dreier
am 30. Juli 1996. Die WO 92/02005 beschreibt Gele, von welchen der
Phasenübergang
durch einen Stimulus gesteuert wird und welche auf eine Windel aufgebracht
werden können
und welche bei einem schlechten Geruch ein Parfüm freigeben. Einwegartikel
mit einer selektiv dehnbaren oder zusammendrückbaren Komponente, die an
einem Benutzungszeitpunkt aktiviert wird oder in Antwort auf eine
aktivierende Flüssigkeit,
wie Wasser oder Urin, aktiviert wird, um einen Stuhl-Lückenraum oder eine Verschiebung
einer Decklage zu liefern, um den Sitz zu verbessern, wurde auch
offenbart. Zum Beispiel beschreiben US Patent Nr. 5,330,459, unter
der Bezeichnung "Disposable
Absorbent Article Having an Inflatable Spacer", veröffentlicht für Gary D.
LaVon et al. am 19. Juli 1994 und US Patent Nr. 5,520,674, unter
der Bezeichnung Disposable Absorbent Article Having a Sealed Expandable
Component", veröffentlicht
für Gary
D. LaVon et al. am 28. Mai 1996, absorbierende Einwegartikel mit
einer Komponente, die an einem Benutzungszeitpunkt dehnbar ist oder
sich in Abhängigkeit von
einer aktivierenden Flüssigkeit,
wie Wasser oder Urin, expandiert. Diese expandierbaren Komponenten
sind jedoch problematisch dahin gehend, dass sie entweder eine Aktion
durch den Pfleger erforderlich machen, um die Komponente zu aktivieren,
oder kontinuierlich arbeiten und zu viel eines flüssigen Aktivators
benötigen,
um vollständig
zu expandieren, weil die Expansion proportional zu der Menge des flüssigen Aktivators
ist. Zudem wurden selbst kontrahierende Beinaufschläge offenbart,
die mit einem flüssigen
Aktivator, wie Wasser oder Urin, reagieren. Zum Beispiel US Patent
Nr. 4,246,900, unter der Bezeichnung " Diaper Including Moisture-Responsive Seal Means", veröffentlicht
für Friedrich-Wilhelm Schroder
am 27. Januar 1981. Wiederum haben die selbst kontrahierenden Aufschläge das Problem, dass
sie entweder eine Aktion durch den Pfleger erforderlich machen,
um die Komponenten zu aktivieren, oder kontinuierlich arbeiten und
zu viel eines flüssigen
Aktivators erfordern, um vollständig
zu kontrahieren, weil die Kontraktion proportional zu der Menge
des flüssigen
Aktivators ist.
-
ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung ist gerichtet auf einen Einwegartikel mit
einem ansprechenden System, das eine Rückführungskreis enthält, die
in Antwort auf und bei einem Stimulus, wie einer Körperausscheidung
(z. B., um diese zu isolieren), einer Komponente einer Körperausscheidung
(z. B., um eine Enzymaktivität
der Ausscheidung zu unterbinden) oder auf einen Druck, eine Bewegung
oder andere Wirkungen oder Zustände
des Trägers
(z. B., um die Haut zu fetten etc.) wirkt, mit einem Rückführungskreis
gemäß den Merkmalen
von Anspruch 1.
-
KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
Obwohl
die Beschreibung mit Ansprüchen konkludiert,
welche die vorliegende Erfindung besonders heraus stellen und deutlich
beanspruchen, wird angenommen, dass diese Ansprüche aus der folgenden Beschreibung
in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
besser verstanden wird, in welchen:
-
1 eine
Draufsicht des Artikels ist, der in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung hergestellt ist, und zwar in einem flach ausgelegten Zustand,
mit weg geschnittenen Bereichen der Struktur, um den Aufbau des
Artikels deutlicher zu zeigen, wobei der Artikel eine Windel ist.
-
2 eine
perspektivische Ansicht einer Einrichtung zur Isolierung einer Körperausscheidung der
vorliegenden Erfindung in einem komprimierten Zustand vor Aktivierung
zeigt.
-
2A eine
Schnittansicht entlang einer Linie 2A-2A in 2 zeigt.
-
3 eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform von 2 nach
Aktivierung zeigt.
-
3A eine
Schnittansicht von 3 entlang einer Linie 3A-3A
in 3 zeigt.
-
4 eine
perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform von 2 nach
Aktivierung zeigt.
-
4A eine
Schnittansicht von 4 entlang einer Linie 4A-4A
in 4 zeigt.
-
5 eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt, die eine lösliche
Kapsel enthält.
-
6B ein
Blockdiagramm eines beispielhaften ansprechenden Systems mit geschlossenem Kreis
zeigt.
-
6D ein
Blockdiagramm eines beispielhaften ansprechenden Systems mit geschlossenem Kreis
einschließlich
eines Reglers zeigt.
-
7A eine
ideale Ausgabefunktion eines kontinuierlichen Ansprechsystems der
vorliegenden Erfindung mit einem einzelnen Schwellenwert zeigt.
-
7B eine
ideale Ausgabefunktion eines diskontinuierlichen Ansprechsystems
der vorliegenden Erfindung mit mehreren Schwellenwert zeigt.
-
8A eine
beispielhafte Ausgabefunktion eines diskontinuierlichen Ansprechsystems
der vorliegenden Erfindung zusammen mit der ersten, zweiten und
dritten Ableitung der Ausgabefunktion zeigt.
-
8B eine Übertragungsfunktion
eines Steuersystems mit einer Reihe von Verschiebungen erster Ordnung
mit einer gleichen Zeitkonstante zeigt.
-
9A, 9B und 9C eine
Schnittansicht einer Ausführungsform
eines Ansprechsystems zeigt, das eine mechanische Pumpe der vorliegenden
Erfindung enthält.
-
10A und 10B eine
Ausführungsform
eines Ansprechsystems der vorliegenden Erfindung zeigen, die ein
elektrisch sensitives Gel enthält.
-
11A, 11B und 11C eine weitere Ausführungsform eines Ansprechsystems
der vorliegenden Erfindung zeigen, die ein elektrisch sensitives
Gel enthält.
-
DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Wie
hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "absorbierender Artikel" auf Vorrichtungen, welche
Körperausscheidungen
absorbieren und aufnehmen, und bezieht sich insbesondere auf Vorrichtungen,
welche an oder in der Nähe
des Körpers
des Trägers
angeordnet werden, um die verschiedenen Ausscheidungen, die vom
Körper
abgegeben werden, zu absorbieren und aufzunehmen. Der Ausdruck "Einweg" wird hier verwendet,
um absorbierende Artikel zu beschreiben, welche nicht dazu gedacht sind,
gewaschen oder in anderer Weise wieder hergestellt oder als absorbierende
Artikel wieder verwendet zu werden (das heißt, sie sind dazu gedacht, nach
einer einmaligen Benutzung weg geworfen zu werden und vorzugsweise
wieder aufbereitet, kompostiert oder in einer umweltverträglichen
Art deponiert zu werden). Wie hier verwendet, wird der Ausdruck "angeordnet" verwendet, um damit
auszudrücken,
dass ein oder mehrere Elemente der Windel an einer speziellen Stelle
oder Position als eine einheitliche Struktur mit anderen Elementen
der Windel oder als ein separates Element, das mit einem anderen
Element der Windel verbunden ist, gebildet ist (verbunden und positioniert
ist). Wie hier verwendet, umfaßt
der Ausdruck "verbunden" Konfigurationen, durch
welche ein Element direkt an einem anderen Element befestigt ist,
indem das Element direkt an dem anderen Element festgelegt ist,
und Konfigurationen, durch welche ein Element indirekt an dem anderen
Element befestigt ist, indem das Element an ein oder mehrere Zwischenelemente
festgelegt ist, welche wiederum an dem anderen Element festgelegt
sind). Ein "einheitlicher" absorbierender Artikel bezieht
sich auf absorbierende Artikel, welche aus separaten Teilen gebildet
werden, die miteinander zu einer Einheit verbunden sind, um eine
koordinierte Gesamtheit zu bilden, so dass sie keine separat zu manipulierenden
Teile benötigen,
wie separate Halter und Einlagen. Eine bevorzugte Ausführungsform
eines absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung ist der
einheitliche absorbierende Einwegartikel, Artikel 20, der
in 1 gezeigt ist. Wie hier verwendet, bezieht sich
der Ausdruck "Windel" auf einen absorbierenden
Artikel, der im Allgemeinen von Kindern und inkontinenten Personen
um den unteren Rumpf herum getragen wird. Die vorliegende Erfindung
ist auch anwendbar auf andere absorbierende Artikel, wie Inkontinenzeinlagen,
Inkontinenzunterwäsche,
absorbierende Einlagen, Windelhalter und -einlagen, Kolostomie-Beutel
für einen
natürlichen oder
künstlichen
Anus, Frauenhygienewäsche,
Tampons, Wischtücher,
Einweg-Tücher,
Tissues, wasserabsorbierende Artikel, ölabsorbierende Artikel, Spuckbeutel,
Trocknungsbeutel, Einweg-Mops, Verbände und dergleichen.
-
1 ist
eine Draufsicht eines Artikels 20 der vorliegenden Erfindung,
welcher in dieser Figur als eine Windel gezeigt ist, in einem flach
ausgelegten Zustand, wobei Bereiche der Struktur weg geschnitten
sind, um den Aufbau des Artikels 20 deutlicher zu zeigen.
Der Bereich des Artikels 20, welcher dem Träger zugewandt
ist, ist dem Betrachter zugewandt. Wie in 1 gezeigt
ist, umfaßt
der Artikel 20 vorzugsweise eine flüssigkeitsdurchlässige Decklage 24,
eine flüssigkeitsundurchlässige Außenlage 26, einen
absorbierenden Kern 28, welche vorzugsweise zwischen wenigstens
einem Bereich der Decklage 24 und der Außenlage 26 positioniert
ist, Seitenfelder 30, elastisch gemachte Beinaufschläge 32,
ein elastisches Taillenmerkmal 34 und ein Befestigungssystem,
das allgemein mit 40 bezeichnet ist. Der Artikel 20 ist
in 1 so gezeigt, dass er eine erste Taillenregion 36,
eine zweite Taillenregion 38 entgegen gesetzt zur ersten
Taillenregion 36 und eine Schrittregion 37, die
zwischen der ersten Taillenregion und der zweiten Taillenregion
liegt, aufweist. Der Umfang des Artikels 20 wird begrenzt
durch die äußeren Ränder des
Artikels 20, in welchen die Längsränder 50 im Wesentlichen
parallel zur längs
verlaufenden Mittellinie 100 des Artikels 20 verlaufen
und die Stirnränder 52 zwischen
den Längsrändern 50
im Wesentlichen parallel zu der quer verlaufenden Mittellinie 110 des Artikels 20 verlaufen.
-
Der
Grundkörper 22 des
Artikels 20 umfaßt den
Hauptkörper
des Artikels 20. Der Grundkörper 22 umfaßt wenigstens
einen Bereich des absorbierenden Kerns 28 und vorzugsweise
eine äußere Deckschicht,
die die Decklage 24 und die Außenlage 26 enthält. Falls
der absorbierenden Artikel einen separaten Halter und eine Einlage
umfaßt,
umfaßt
der Grundkörper 22 im
Allgemeinen den Halter und die Einlage. (Zum Beispiel kann der Halter
ein oder mehrere Schichten eines Materials umfassen, welche die äußere Abdeckung
des Artikels zu bilden, und kann die Einlage eine absorbierende
Einheit, einschließlich
einer Decklage, einer Außenlage
und eines absorbierenden Kerns, umfassen. In solchen Fällen können der
Halter und/oder die Einlage ein Befestigungselement umfassen, welches
verwendet wird, um die Einlage während
der Benutzungszeit an Ort und Stelle zu halten.) Für einheitliche
absorbierende Artikel umfaßt
der Grundkörper 22 die
Hauptstruktur der Windel, wobei andere Merkmale hinzu gegeben sind,
um die zusammen gesetzte Windelstruktur zu bilden. Obwohl die Decklage 24,
die Außenlage 26 und
der absorbierende Kern 26 in einer Vielfalt von allgemein
bekannten Konfigurationen zusammen gebaut sein können, sind bevorzugte Windelkonfigurationen
allgemein beschrieben in US Patent Nr. 3,860,003, unter der Bezeichnung "Contractible Side Portions
for Disposable Diaper",
veröffentlicht
für Kenneth
B. Buell am 14. Januar 1975; US Patent Nr. 5,151,092, veröffentlicht
für Buell
am 09. September 1992 und US Patent Nr. 5,221,274, veröffentlicht
für Buell
am 22. Juni 1993 und US Patent Nr. 5,554,145, unter der Bezeichnung "Absorbent Article
With Multiple Zone Structural Elastic-Like Film Web Extensible Waist
Feature", veröffentlicht
für Roe
et al. am 10. September 1996; US Patent Nr. 5,569,234, unter der Bezeichnung "Disposable Pull-On
Pant", veröffentlicht
für Buell
et al. am 29. Oktober 1996; US Patent Nr. 5,580,411, unter der Bezeichnung "Zero Scrap Method
For Manufacturing Side Panels For Absorbent Articles, veröffentlicht
für Nease
et al. am 03. Dezember 1996 und US Patentanmeldung, amtliches Aktenzeichen
Nr. 08/915,471, unter der Bezeichnung "Absorbent Article With Multi-Directional Extensible
Side Panels", eingereicht
am 20. August 1997 im Namen von Robles et al..
-
Die
Außenlage 26 ist
im Allgemeinen der Bereich des Artikels 20, der angrenzend
an die wäscheseitige
Oberfläche 45 des
absorbierenden Kerns 28 positioniert ist, welche verhindert,
dass Ausscheidungen, die darin absorbiert und aufgenommen sind,
Artikel beschmutzen, welche den Artikel 20 berühren, wie
Bettlaken und Unterwäsche.
In bevorzugten Ausführungsformen
ist die Außenlage 26 undurchlässig für Flüssigkeiten
(z. B. Urin) und umfaßt
einen dünnen
Kunststofffilm, wie einen thermoplastischen Film mit einer Dicke
von etwa 0,012 mm (0,5 mil) bis etwa 0,051 mm (2,0 mil). Geeignete
Außenlagefilme
umfassen solche, die hergestellt werden durch Tredegar Industries
Inc. aus Terre Haute, IN und unter dem Markennamen X15306, X10962
und X10964 verkauft werden.
-
Weitere
geeignete Außenlagematerialien können atmungsfähige Materialien
umfassen, welche Dämpfen
erlauben, aus dem Artikel 20 zu entweichen, während sie
noch verhindern, dass Ausscheidungen durch die Außenlage 26 hindurch
gelangen. Beispielhafte atmungsfähige
Materialien können
Materialien umfassen, wie Gewebebahnen, Vliesstoffbahnen, Verbundmaterialen,
wie filmbeschichtete Vliesstoffbahnen und mikroporöse Filme,
wie sie hergestellt werden durch Mitsui Toatsu Co., aus Japan unter
der Bezeichnung ESPOIR NO und durch EXXON Chemical Co., aus Bay
City, TX unter der Bezeichnung EXXAIRE. Geeignete atmungsfähige Verbundmaterialien,
welche Polymergemische umfassen, sind erhältlich von Clopay Corporation,
Cincinnati, OH, unter dem Namen HYTREL Mischung P18-3097. Solche
atmungsfähigen
Verbundmaterialien sind beschrieben in größerem Detail in PCT-Anmeldung
Nr. WO 95/16746, veröffentlicht
am 22. Juni 1995 im Namen von E. I. DuPont. Weitere atmungsfähige Außenlagen,
welche Vliesstoffbahnen und mit Öffnungen
versehene geformte Filme umfassen, sind beschrieben in US Patent
Nr. 5,571,096, veröffentlicht
für Dobrin
et al. am 05. November 1996. In einigen Ausführungsformen, wie einem Einsatz
für den Artikel 20,
kann die Außenlage
jedoch flüssigkeitsdurchlässig sein
und kann z. B. die gleichen Materialien umfassen, wie sei mit Bezug
auf die Decklage 24 unten beschrieben werden.
-
Die
Außenlage 26,
oder irgendein Bereich derselben, kann in ein oder mehreren Richtungen elastisch
dehnbar sein. In einer Ausführungsform kann
die Außenlage 26 eine
strukturell elastikartige Filmbahn ("SELF")
umfassen. Eine strukturell elastikartige Filmbahn ist ein dehnbares
Material, das ein elastikartiges Verhalten in der Längungsrichtung zeigt,
ohne die Verwendung hinzu gefügter
elastischer Materialien. Die SELF-Bahn umfaßt ein streckbares Netzwerk
mit wenigstens zwei aneinander angrenzenden, unterscheidbaren und
unähnlichen
Regionen. Vorzugsweise sind die Regionen so konfiguriert, dass sie
Widerstandskräfte
zeigen in Antwort auf eine beaufschlagte axiale Längung in
einer Richtung parallel zu der vorbestimmten Achse, bevor ein wesentlicher
Bereich der anderen Region signifikante Widerstandskräfte auf
die beaufschlagte Längung entwickelt.
Wenigstens eine der Regionen hat eine Oberflächenweglänge, welche größer als
diejenige der anderen Region, gemessen im Wesentlichen parallel
zu der vorbestimmten Achse, während
das Material sich in einem ungespannten Zustand befindet. Die Region,
welche die längere
Weglänge
zeigt, umfaßt
ein ober mehrere Verformungen, welche sich über die Ebene der anderen Region
hinaus erstrecken. Die SELF-Bahn zeigt wenigstens zwei signifikant
unterschiedliche Stufen einer kontrollierten Widerstandskraft auf
eine Längung
entlang wenigstens einer vorbestimmten Achse, wenn sie einer beaufschlagten
Längung
in einer Richtung parallel zu der vorbestimmten Achse ausgesetzt
wird. Die SELF-Bahn zeigt erste Widerstandskräfte auf die beaufschlagte Längung, bis
die Längung
der Bahn ausreichend ist, um einen wesentlichen Bereich der Region
mit der längeren
Oberflächenweglänge zu veranlassen,
in die Ebene der beaufschlagten Längung einzutreten, woraufhin
die SELF-Bahn zweite Widerstandskräfte auf eine weitere Längung zeigt.
Die gesamten Widerstandskräfte
auf eine Längung
sind höher
als die ersten Widerstandskräfte
auf eine Längung,
die durch die erste Region bereit gestellt werden. SELF-Bahnen,
die für
die vorliegende Erfindung geeignet sind, sind vollständiger beschrieben
in US Patent Nr. 5,518,801 unter der Bezeichnung "Web Materials Exhibiting
Elastic-Like Behavior",
veröffentlicht
für Chappell
et al. am 21. Mai 1996. In anderen Ausführungsformen kann die Außenlage 26 elastomere
Filme, Schäume,
Stränge
oder Kombinationen dieser oder anderer geeigneter Materialien mit
Vliesstoffen oder synthetischen Filmen umfassen.
-
Die
Außenlage 26 kann
mit der Decklage 24, dem absorbierenden Kern 28 oder
irgendeinem anderen Element des Artikels 20 durch Anbringungsmittel,
die im Stand der Technik bekannt sind, verbunden sein. Zum Beispiel
kann das Anbringungsmittel eine gleichförmige kontinuierliche Schicht
eines Haftmittels, eine gemusterte Schicht eines Haftmittels oder
eine Anordnung von separaten Linien, Spiralen oder Punkten eines
Haftmittels umfassen. Ein bevorzugtes Anbringungsmittel umfaßt ein offenes
Musternetzwerk aus Filamenten eines Haftmittels, wie dies offenbart
ist in US Patent 4573,986 unter der Bezeichnung "Disposable Waist-Containment Garment", veröffentlicht
für Minetola
et al. am 04. März 1986.
Weitere geeignete Anbringungsmittel umfassen mehrere Linien von
Haftmittelfilamenten, welche in ein Spiralmuster verwirbelt sind,
wie dies dargestellt ist durch die Vorrichtung und die Verfahren,
die gezeigt sind in US Patent 3,911,173, veröffentlicht für Sprague,
Jr. am 07. Oktober 1975; US Patent 4,785,996, veröffentlicht
für Ziecker
et al. am 22. November 1978; und US Patent 4,842,666, veröffentlicht
für Werenicz
am 27. Juni 1989. Haftmittel, welche sich als zufriedenstellend
heraus gestellt haben, werden hergestellt durch H. B. Fuller Company
aus St. Paul, Minnesota, und vermarktet als HL-1620 und HL-1358-XZP.
Alternativ können
die Anbringungsmittel Wärmebindungen,
Druckbindungen, Ultraschallbindungen, dynamische mechanische Bindungen und
irgendein ein anderes geeignetes Anbringungsmittel oder Kombinationen
dieser Anbringungsmittel umfassen, wie sie im Stand der Technik
bekannt sind.
-
Die
Decklage 24 ist vorzugsweise angrenzend an die körperseitige
Oberfläche 47 des
absorbierenden Kerns 28 positioniert und kann mit dieser und/oder
mit der Außenlage 26 durch
irgendein Anbringungsmittel, das im Stand der Technik bekannt ist,
verbunden sein. Geeignete Anbringungsmittel sind oben mit Bezug
Mittel zum Verbinden der Außenlage 26 mit
anderen Elementen des Artikels 20 beschrieben. In einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung sind die Decklage 24 und die Außenlage 26 direkt
miteinander in einigen Stellen verbunden und sind in anderen Stellen
indirekt miteinander verbunden, indem dieser mit anderen Elementen
des Artikels 20 direkt verbunden sind.
-
Die
Decklage 24 ist vorzugsweise nachgiebig, weichfühlig und
nicht störend
für die
Haut des Trägers.
Ferner ist wenigstens ein Bereich der Decklage 24 flüssigkeitsdurchlässig und
erlaubt Flüssigkeiten,
ohne weiteres durch ihre Dicke hindurch zu dringen. Eine geeignete
Decklage 24 kann hergestellt sein aus einem breiten Bereich
von Materialien, wie porösen
Schäumen;
retikulierten Schäumen; mit Öffnungen
versehenen Kunststofffilmen; oder Gewebe- oder Vliesstoffbahnen
aus natürlichen
Fasern (z. B. Holz- oder Baumwollfasern), synthetischen Fasern (z.
B. Polyester- oder Polypropylenfasern), oder eine Kombination aus
natürlichen
und synthetischen Fasern. Falls die Decklagen Fasern umfassen, können die
Fasern spunbonded, kardiert, naß gelegt, schmelzgeblasen,
hydroverheddert oder in anderer Weise behandelt sein, wie dies im
Stand der Technik bekannt ist. Eine geeignete Decklage 24 mit
einer Bahn aus stapellangen Polypropylenfasern wird hergestellt
durch Veratec, Inc., einer Division der International Paper Company
aus Walpole, Massachusetts unter der Bezeichnung P-8.
-
Geeignete
geformte FilmDecklagen sind beschrieben in US Patent Nr. 3,929,135,
unter der Bezeichnung "Absorptive
Structures Having Tapered Capillaries", veröffentlicht für Thompson
am 30. Dezember 1975; US Patent Nr. 4,324,246, unter der Bezeichnung "Disposable Absorbent
Artikel Having A Stain Resistant Topsheet", veröffentlicht für Mullane et
al. am 13. April 1982; US Patent 4,342,314, unter der Bezeichnung "Resilient Plastic
Web Exhibiting Fiber-Like Properties", veröffentlicht für Radel
et al. am 03. August 1982; US Patent Nr. 4,463,045, unter der Bezeichnung "Macroscopically Expanded
Three-Dimensional Plastic Web Exhibiting Non-Glossy Visible Surface
and Close-Like-Tactile Impression", veröffentlicht für Ahr et
al. am 31. Juli 1984; und US Patent Nr. 5,006,394 "Multilayer Polymeric
Film", veröffentlicht
für Baird
am 09. April 1991. Weitere geeignete Decklagen 30 werden
hergestellt in Übereinstimmung
mit US Patent Nrn. 4,609,518 und 4,629,643, veröffentlicht für Curro
et al. am 02. September 1986 bzw. 16. Dezember 1986. Solche geformten
Filme sind erhältlich
von The Procter & Gamble
Company aus Cincinnati, Ohio, als "DRY-WEAVE" und von der Tredegard Corporation aus
Terre Haute, Indiana, als "CLIFF-T".
-
Vorzugsweise
ist die Decklage 24 hergestellt aus einem hydrophoben Material
oder ist so behandelt, dass sie hydrophob ist, um die Haut des Trägers gegenüber Flüssigkeiten
zu isolieren, die in dem absorbierenden Kern 28 enthalten
sind. Falls die Decklage 24 aus einem hydrophoben Material
hergestellt ist, ist vorzugsweise wenigstens die obere Oberfläche der
Decklage 24 so behandelt, dass sie hydrophil ist, so dass
Flüssigkeiten
durch die Decklage schneller hindurch gebracht werden. Dies vermindert
die Wahrscheinlichkeit, dass Körperausscheidungen
aus der Decklage 24 ausfließen, anstatt durch die Decklage 24 hindurch
gezogen und von dem absorbierenden Kern 28 absorbiert zu
werden. Die Decklage 24 kann hydrophil gemacht werden durch
Behandeln derselben mit einem grenzflächenaktiven Stoff oder durch
Einbau eines grenzflächenaktiven
Stoffes in die Decklage geeignete Verfahren zum Behandeln der Decklage 24 mit
einem grenzflächenaktiven
Stoff umfassen ein Besprühen
des Materials der Decklage 24 mit dem grenzflächenaktiven
Stoff und ein Eintauchen des Materials in den grenzflächenaktiven
Stoff. Eine detailliertere Diskussion einer solchen Behandlung und
Hydrophilizität
ist enthalten in US Patent Nr. 4,988,344, unter der Bezeichnung "Absorbent Articles
with Multiple Layer Absorbent Layers", veröffentlicht für Reising
et al. am 29. Januar und US Patent Nr. 4,988,345, unter der Bezeichnung "Absorbent Articles
with Rapid Aquiring Absorbent Cores", veröffentlicht für Reising
am 29. Januar 1991. Eine detailliertere Diskussion einiger geeigneter
Verfahren zum Einbauen eines grenzflächenaktiven Stoffes in die Decklage
kann gefunden werden in US Statutory Invention Registration Nr.
H1670, veröffentlicht
am 01. Juli 1997 in den Namen von Aziz et al.. Alternativ kann die
Decklage 24 eine mit Öffnungen
versehene Bahn oder einen solchen Film umfassen, welche/welcher
hydrophob ist. Dies kann herbeigeführt werden, indem der hydrophilisierende
Behandlungsschritt aus dem Produktionsverfahren weg genommen wird und/oder
indem eine hydrophobe Behandlung auf die Decklage 24 aufgebracht
wird, wie beispielsweise eine Polytetrafluorethylenverbindung, wie
SCOTCHGUARD oder eine hydrophobe Lotionszusammensetzung, wie unten
beschrieben wird. In solchen Ausführungsformen wird vorgezogen,
dass die Öffnungen
groß genug
sind, um die Durchdringung von wäßrigen Fluiden,
wie Urin, ohne einen signifikanten Widerstand zu erlauben.
-
Ein
Bereich der Decklage 24 kann mit einer Lotion beschichtet
werden, wie dies im Stand der Technik bekannt ist. Beispiele geeigneter
Lotionen umfassen solche, die beschrieben sind, in US Patent Nrn.
5,607,760, unter der Bezeichnung "Disposable Absorbent Article Having
A Lotioned Topsheet Containing an Emollient and a Polyol Polyester
Immobilizing Agent",
veröffentlicht
für Roe
am 04. März
1997; US Patent Nr. 5,609,587, unter der Bezeichnung "Diaper Having A Lotioned
Topsheet Comprising A Lipquid Polyol Polyester Emollient And An
Immobilizing Agent",
veröffentlicht
für Roe
am 11. März
1997; US Patent Nr. 5,635,191, unter der Bezeichnung "Diaper Having A Lotioned
Topsheet Containing A Polysiloxane Emollient", veröffentlicht für Roe et
al. am 03. Juni 1997; und US Patent Nr. 5,643,588, unter der Bezeichnung "Diaper Having A Lotioned
Topsheet", veröffentlicht
für Roe
et al. am 01. Juli 1997. Die Lotion kann allein oder in Kombination
mit einem anderen Mittel als hydrophobisierende Behandlung, wie
dies oben beschrieben wurde, funktionieren. Die Decklage kann auch
antibakterielle Mittel enthalten oder damit behandelt werden, von
denen einige Beispiele offenbart sind in der PCT-Veröffentlichung
Nr. WO 95/24173, unter der Bezeichnung "Absorbent Articles Containing Antibacterial
Agents in the Topsheet For Odor Control", veröffentlicht am 14. September
1995 im Namen von Theresa Johnson. Ferner kann die Decklage 24,
die Außenlage 26 und
ein Bereich der Decklage oder der Außenlage geprägt und/oder
mattiert sein, um ein mehr kleidungsähnliches Erscheinungsbild zu
liefern.
-
Der
absorbierende Kern 28 kann irgendein absorbierendes Material
umfassen, welches im Allgemeinen komprimierbar, verformbar, nicht
störend für die Haut
des Trägers
ist und in der Lage ist, Flüssigkeiten,
wie Urin und andere bestimmte Körperausscheidungen
zu absorbieren und aufzuhalten. Der absorbierende Kern 28 kann
in einer breiten Vielfalt von Größen und
Formen hergestellt werden (z. B. rechtwinklig, sanduhrförmig, "T"-förmig,
asymmetrisch etc.) und kann eine breite Vielfalt von flüssigkeitsabsorbierenden
Materialien umfassen, die allgemein in Einwegwindeln und anderen
absorbierenden Artikeln verwendet werden, wie zermahlener Holzzellstoff,
wie er allgemein als Luftfilz bezeichnet wird. Beispiele weiterer
geeigneter absorbierender Materialien umfassen gekreppte Zellulosewatte;
schmelzgeblasene Polymere, einschließlich Coform; chemisch versteifte,
modifizierte oder vernetzte Zellulosefasern; Tissue, einschließlich Tissuehüllen und
Tissuelaminate; absorbierende Schäume; absorbierende Schwämme; superabsorbierende
Polymere; absorbierende Geliermaterialien oder irgendein anderes
bekanntes absorbierendes Material oder Kombinationen von Materialien.
-
Die
Konfiguration und die Konstruktion des absorbierenden Kerns 28 kann
auch variiert werden (z. B. können
der oder die absorbierenden Kerne oder die eine oder mehrere absorbierende
Struktur variierende Dickezonen, einen hydrophilen Gradienten, einen
superabsorbierenden Gradienten oder Annahmezonen geringerer mittlerer
Dichte und geringerem mittlerem Basisgewichtes aufweisen; oder können ein
oder mehrere Schichten oder Strukturen umfassen). Die gesamte Absorptionskapazität des absorbierenden
Kerns 28 sollte jedoch mit der geplanten Fracht und der
gedachten Verwendung des Artikels 20 kompatibel sein.
-
Beispielhafte
absorbierende Strukturen für die
Verwendung als absorbierender Kern sind beschrieben in US Patent
4,610,678, unter der Bezeichnung "High-Density Absorbent Structures", veröffentlicht
für Weisman
et al. am 09. September 1986; US Patent 4,673,402, unter der Bezeichnung "Absorbent Articles
With Dual Layered Cores",
veröffentlicht
für Weisman
et al. am 16. Juni 1987; US Patent 4,834,735, unter der Bezeichnung "High Density Absorbent
Members Having Lower Density and Lower Basis Weight Acquisition
Zones", veröffentlicht
für Alemany
et al. am 30. Mai 1989; US Patent 4,888,231, unter der Bezeichnung "Absorbent Core Having
A Dusting Layer",
veröffentlicht
für Angstadt am
19. Dezember 1989; US Patent Nr. 5,137,537, unter der Bezeichnung "Absorbent Structure
Containing Individualized, Polycarboxylic Acid Corsslinked Wood
Pulp Cellulose Fibers",
veröffentlicht
für Herron et
al. am 11. August 1992; US Patent 5,147,345, unter der Bezeichnung "High Efficiency Absorbent
Articles For Incontinence Management", veröffentlicht für Young
et al. am 15. September 1992; US Patent Nr. 5,342,338, unter der
Bezeichnung Disposable Absorbent Article For Low-Viscosity Fecal
Material", veröffentlicht
für Roe
am 30. August 1994; US Patent Nr. 5,260,345, unter der Bezeichnung "Absorbent Foam Materials
For Aqueous Body Fluids and Absorbent Articles Containing Such Materials", veröffentlicht
für DesMarais
et al. am 09. November 1993; US Patent Nr. 5,387,207, unter der
Bezeichnung "Thin-Until-Wet
Absorbent Foam Materials For Aqueous Body Fluids And Process For
Making Same", veröffentlicht für Dyer et
al. am 07. Februar 1995; und US Patent Nr. 5,625,222, unter der
Bezeichnung "Absorbent Foam
Materials For Aqueous Fluids Made From high Internal Phase Emulsions
Having Very High Water-To-Oil Ratios", veröffentlicht für DesMarais
et al. am 22. Juli 1997.
-
Der
Artikel 20 kann auch wenigstens ein elastisches Taillenmerkmal 34 umfassen,
das dabei hilft, einen verbesserten Sitz und eine verbesserte Aufnahme
zu schaffen. Das elastische Taillenmal 34 ist im Allgemeinen
dazu gedacht, sich elastisch zu dehnen und zusammen zu ziehen, um
dynamisch an der Taille des Trägers
zu sitzen. Das elastische Taillenmerkmal 34 erstreckt sich
vorzugsweise wenigstens in Längsrichtung
von wenigstens einem Taillenrand 62 des absorbierenden
Kerns 28 nach außen und
bildet im Wesentlichen wenigstens einen Bereich des Stirnrandes 52 des
Artikels 20. Einwegwindeln werden häufig so konstruiert, dass sie
zwei elastische Taillenmerkmale Haben, eines positioniert in der
ersten Taillenregion 36 und eines positioniert in der zweiten
Taillenregion 38. Ferner kann das elastische Taillenmerkmal 34,
obwohl das elastische Taillenmerkmal 34 oder eines seiner
Bestandteilselemente ein oder mehrere separate Elemente umfassen
kann, die an dem Artikel 20 befestigt sind, als eine Erstreckung
weiterer Elemente des Artikels 20 konstruiert sein, wie
der Außenlage 26,
der Decklage 24 oder sowohl der Außenlage 26 als auch
der Decklage 24.
-
Das
elastische Taillenmerkmal 34 kann in einer Anzahl unterschiedlicher
Konfigurationen konstruiert sein, einschließlich solcher, die beschrieben sind
in US Patent Nr. 4,515,595, veröffentlicht
für Kievit
et al. am 07. Mai 1985; US Patent Nr. 4,710,189, veröffentlicht
für Lash
am 01. Dezember 1987; US Patent Nr. 5,151,092, veröffentlicht
für Buell
am 09. September 1992 und US Patent Nr. 5,221,274, veröffentlicht
für Buell
am 22. Juni 1993. Weitere geeignete Taillenkonfigurationen können Taillenkappenmerkmale
umfassen, wie solche, die beschrieben sind in US Patent Nr. 5,026,364,
veröffentlicht
für Robertson am
25. Juni 1991 und US Patent Nr. 4,816,025, veröffentlicht für Foreman
am 28. März
1989.
-
Der
Artikel 20 kann auch ein Befestigungssystem 40 umfassen.
Das Befestigungssystem 40 hält vorzugsweise die erste Taillenregion 36 und
die zweite Taillenregion 38 in einer überlappenden Konfiguration,
um so Querspannungen um den Umfang des Artikels 20 herum
zu erzeugen, um den Artikel 20 am Träger zu halten. Das Befestigungssystem 40 umfaßt vorzugsweise
Bandstreifen und/oder Haken- und Schlingen-Befestigungskomponenten,
obwohl jedes andere bekannte Befestigungsmittel im Allgemein akzeptabel
ist. Einige beispielhafte Befestigungsssystme sind offenbart in
US Patent 3,848,594, unter der Bezeichnung "Tape Fastening System für Disposable
Diaper", veröffentlicht
für Buell
am 19. November 1974; US Patent B1 4,662,875, unter der Bezeichnung "Absorbent Article", veröffentlicht
für Hirotsu
et al. am 05. Mai 1987; US Patent 4,846,815, unter der Bezeichnung "Disposable Diaper
Having An Improved Fastening Device", veröffentlicht für Scirpps
am 11. Juli 1989; US Patent 4,894,060, unter der Bezeichnung "Disposable Diaper
With Improved Hook Fastener Portion, veröffentlicht für Nestegard am
16. Januar 1990; US Patent 4,946,527, unter der Bezeichnung "Pressure-Sensitive
Adhesive Fastener And Method of Making Same, veröffentlicht für Battrell
am 07. August 1990; und das hier vorher erwähnte US Patent Nr. 5,151,092,
veröffentlicht
für Buell
am 09. September 1992 und US Patent Nr. 5,221,274, veröffentlicht
für Buell
am 22. Juni 1993. Das Befestigungssystem kann auch ein Mittel zum Halten
des Artikels in einer Wegwerfkonfiguration umfassen, wie dies offenbart
ist in US Patent Nr. 5,963,140, veröffentlicht für Robertson
et al. am 16. Oktober 1990. In alternativen Ausführungsformen können gegenüber liegende
Seiten der Wäsche
vernäht
oder verschweißt
sein, um ein Höschen
zu bilden. Dies erlaubt dem Artikel, als Anziehwindel verwendet
zu werden, wie als ein Übungshöschen.
-
Der
Artikel 20 kann auch Seitenfelder 30 umfassen.
Die Seitenfelder 30 können
elastisch oder dehnbar sein, um einen bequemeren oder anschmiegsameren
Sitz zu liefern, indem der Artikel 20 anfänglich bequem
an den Träger
angelegt wird und dieser Sitz während
der Tragezeit und auch noch nach einem Zeitpunkt, an welchem der
Artikel 20 mit Ausscheidungen befrachtet wurde, beibehält, da die elastisch
gemachten Seitenfelder 30 den Seiten des Artikels 20 erlauben,
sich zu dehnen und zusammen zu ziehen. Die Seitenfelder 30 können auch
eine effektivere Anlegung des Artikels 20 liefern, weil,
selbst dann, wenn der Windelanleger ein elastisch gemachtes Seitenfeld 30 bei
der Anlegung weiter zieht als das andere, der Artikel 20 sich
während
des Tragens "selbst
einstellen" wird.
-
Obwohl
der Artikel 20 der vorliegenden Erfindung vorzugsweise
die Seitenfelder 30 in der zweiten Taillenregion 38 hat,
kann der Artikel 20 mit Seitenfeldern 30 versehen
sein, die in der ersten Taillenregion 36 oder sowohl in
der ersten Taillenregion 36 als auch in der zweiten Taillenregion 38 angeordnet
sind. Die Seitenfelder 30 können in irgendeiner geeigneten Konfiguration
konstruiert sein. Beispiele von Windeln mit elastisch gemachten
Seitenfeldern sind offenbart in US Patent 4857,067, unter der Bezeichnung "Disposable Diaper
Having Shirred Ears",
veröffentlicht für Wood et
al. am 15. August 1989; US Patent 4,381,781, veröffentlicht für Sciaraffa
et al. am 03. Mai 1983; US Patent 4,938,753, veröffentlicht für Van Gompel
et al. am 03. Juli 1990; das hier vorher erwähnte US Patent Nr. 5,151,092,
veröffentlicht
für Buell
am 09. September 1992 und US Patent Nr. 5,221,274, veröffentlicht
für Buell
am 22. Juni 1993; US Patent Nr. 5,669,897, veröffentlicht für LaVon
et al. am 23. September 1997, unter der Bezeichnung "Absorbent Articles
Providing Sustained Dynamic Fit".
-
Der
Artikel 20 umfaßt
vorzugsweise ferner Beinaufschläge 32,
welche eine verbesserte Aufnahme von Flüssigkeiten und anderen Körperausscheidungen
bereitstellt. Die Beinaufschläge
können
auch als Beinbänder,
Seitenklappen, Banierenaufschläge oder
elastische Aufschläge
bezeichnet werden. US Patent 3,860,003 beschreibt eine Einwegwindel,
welche eine zusammenziehbare Beinöffnung mit einer Seitenklappe
und ein oder mehreren elastischen Elementen liefert, um einen elastisch
gemachten Beinaufschlag (einen Dichtungsaufschlag) zu schaffen. Das
US Patent Nr. 4,808,178 und 4,909,803, veröffentlicht für Aziz et
al. am 28. Februar 1989 bzw. am 20. März 1990, beschreibt Einwegwindeln
mit "aufstehenden" elastisch gemachten
Klappen (Barrierenaufschlägen),
welche die Aufnahme der Beinregionen verbessern. Die US Patente
Nrn. 4,695,278 und 4,795,454, veröffentlicht für Lawson
am 22. September 1987 bzw. für
Dragoo am 03. Januar 1989 beschreiben Einwegwindeln mit Doppelaufschlägen, die
einen Dichtungsaufschlag und einen Barrierenaufschlag umfassen.
In einigen Ausführungsformen kann
es wünschenswert
sein, die Gesamtheit oder einen Bereich der Beinaufschläge mit einer
Lotion zu behandeln, wie dies oben beschrieben wurde.
-
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
auch Taschen umfassen, um Abfall aufzunehmen, Abstandhalter, welche
einen Lückenraum für Abfall
liefern, Barrieren, um die Bewegung des Abfalls in dem Artikel zu
begrenzen, Abteilungen oder Lücken,
welche Abfallmaterialien, die in der Windel abgeschieden werden,
annehmen und aushalten, und dergleichen oder irgendeine Kombination derselben.
Beispiele von Taschen und Abstandhaltern für die Verwendung in absorbierenden
Produkten sind beschrieben in US Patent 5,514,121, veröffentlicht
für Roe
et al. am 07. Mai 1996, unter der Bezeichnung "Diaper Having Expulsive Spacer", US Patent 5,171,236,
veröffentlicht
für Dreier
et al. am 15. Dezember 1992, unter der Bezeichnung "Disposable Absorbent
Article Having Core Spacers",
US Patent 5,397,318, veröffentlicht
für Dreier
am 14. März
1995, unter der Bezeichnung "Absorbent
Article Having A Pocket Cuff',
US Patent 5,540,671, veröffentlicht
für Dreier
am 30. Juli 1996, unter der Bezeichnung "Absorbent Article Having A Pocket Cuff
With An Apex" und
PCT-Anmeldung WO 93/25172, veröffentlicht
am 03. Dezember 1993, unter der Bezeichnung "Spacers For Use in Hygienic Absorbent
Articles And Disposable Absorbent Articles Having Such Spacer" und US Patent 5,306,266,
unter der Bezeichnung Flexible Spacers For US In Disposable Absorbent
Articles", veröffentlicht
für Freeland
am 26. April 1994. Beispiele von Abteilungen oder Lückenräumen sind offenbart
in US Patent 4,968,312, unter der Bezeichnung "Disposable Fecal Compartementing Diaper", veröffentlicht
für Khan
am 06. November 1990; US Patent 4,990,147, unter der Bezeichnung
Absorbent Article With Elastic Liner For Waste Material Isolation", veröffentlicht
für Freeland
am 05. Februar 1991; US Patent 5,62,840, unter der Bezeichnung "Disposable Diapers", veröffentlicht
für Holt
et al. am 05. November 1991 und US Patent 5,269,755, unter der Bezeichnung "Trisection Topsheets
For Disposable Absorbent Articles And Disposable Absorbent Articles
Having Such Trisection Topsheets",
veröffentlicht für Freeland
et al. am 14. Dezember 1993. Beispiele für geeignete Querbarrieren sind
beschrieben in US Patent Nr. 5,554,142, unter der Bezeichnung "Absorbent Article
Having Multiple Effective Height Transverse Partition", veröffentlicht
am 10. September 1996 in den Namen von Dreier et al.; PCT-Patent
WO 94/14395, unter der Bezeichnung "Absorbent Article Having An Upstanding
Transverse Partition",
veröffentlicht
am 07. Juli 1994 in den Namen von Freeland et al. und
US 5,653,703 "Absorbent Article Having Angular Upstanding
Transverse Partition",
veröffentlicht
am 05. August 1997 für
Roe et al..
-
Der
Artikel 20 umfaßt
auch wenigstens einen Sensor 60. Wie dieser Anmeldung verwendet,
bezieht sich der Ausdruck "Sensor" auf eine Vorrichtung,
die verwendet wird, um ein Ereignis oder einen Parameter zu erfassen,
der mit einem Ereignis verbunden ist. Ein Parameter, der mit einem
Ereignis verbunden ist, ist irgendein meßbares Signal, das mit dem
Auftritt eines Ereignisses innerhalb des Bezugsrahmens des Systems
korreliert (das heißt,
ein Signal, das durch den Abfall, den Träger oder eine Komponente davon
veranlaßt
wird). Sensoren umfassen irgend etwas, das auf ein oder mehrere
Eingaben reagiert. Beispiele von Eingaben, die durch den Sensor der
vorliegenden Erfindung erfaßt
werden können, umfassen,
sind aber nicht beschränkt
darauf, Verhalten, Druck, Bewegung, Feuchtigkeit, Enzyme, Bakterien,
pH-Wert, Leitfähigkeit,
Widerstand, Kapazität, Induktanz
oder andere chemische, biochemische, biologische, mechanische oder
elektrische Eigenschaften und/oder Komponenten von Körperausscheidungen.
Die Sensoren umfassen vorzugsweise "nicht umgebungsbedingte" Einträge, wie
einen nicht thermischen oder nicht relativ luftfeuchten Stimulus, um
die Anzahl der falschen Antworten zu minimieren, indem die Möglichkeit
eines Umgebungszustandes, welcher den Sensor auslöst, anstatt
das der Sensor einen Stimulus erfaßt, der von dem Abfall, dem
Träger
oder einer Komponente derselben veranlaßt wird, zu minimieren. Ein
elektrischer oder biologischer Sensor kann z. B. eine Beseitigung
eines Körperabfall-Ereignisses, wie
eine Defäkation,
eine Urinierung oder eine Ausscheidung von Menstruationsfluiden,
durch Erfassen einer Komponente der Ausscheidung erfassen. Ein Sensor
kann ein oder mehrere Ereignisse oder ein oder mehrere Parameter
erfassen, die mit einem Ereignis verbunden sind und eine Eingabe
an ein Stellglied oder an einen Kontroller liefern. Ferner kann
ein Sensor der vorliegenden Erfindung auch reversible oder irreversibel
sein. Ein sich auflösender
Film oder eine solche Kapsel ist ein Beispiel eines irreversiblen
Sensors, während
ein elektrischer Sensor, der sie elektrische Aktivität in Muskeln
des Trägers
erfaßt,
mehrere sequentielle Eingangssignale erhalten kann (das heißt, reversibel ist).
-
Wie
oben diskutiert, können
die Sensoren 60 der vorliegenden Erfindung irgend etwas
enthalten, das auf eine spezifische Eingabe antwortet. Zum Beispiel
kann der Sensor 60 der vorliegenden Erfindung chemisch,
mechanisch, elektrisch, etc. sein. Ein chemischer Sensor kann auf
chemische und/oder biochemische Einträge antworten, wie Enzyme, die
typischerweise in Körperausscheidungen
vorhanden sind, ein pH-Wert, Wasser, biologische Einträge, wie Bakterien,
Blut oder irgendeine oder mehrere anderer Komponenten von Körperausscheidungen,
wie Stuhl, Urin, oder Menstruationsfluide etc.. Ein chemischer Sensor
kann eine chemische Reaktion als Erfassungsmittel nutzen oder kann
eine Auflösung
eines Materials umfassen, das in einem Stimulusmaterial von Interesse
lösbar
ist. Beispiele chemischer oder biologischer Sensoren umfassen das
Lösen oder
Aufreißen
von Filmen, Kapseln oder Zellen, Dichtungen etc., die sich in Antwort
auf einen spezifischen chemischen, biochemischen oder biologischen
Stimulus oder auf eine spezifische Klasse chemischer, biochemischer
oder biologischer Einträge auflösen oder
reißen.
Ein mechanischer Sensor kann auch auf eine Bewegung, ein Verhalten,
einen Druck, etc. reagieren. Ein Beispiel eines mechanischen Sensors
ist ein Blasebalg, in welchem, wenn ein Baby auf dem Sensor sitzt,
das Gewicht auf den Blasebalg nach unten drückt, um einen Bereich des Sensors
aufzublasen. Ein mechanischer Sensor kann auch einen Sensor mit
einem Bereich des Sensors umfassen, der unter einem Vordefiniert,
beaufschlagten Druck bricht oder getrennt wird. Ein elektrischer Sensor
kann auch verwendet werden, um die Feuchtigkeit, Urin, Stuhl, Menstruationsfluide,
Druck, Widerstand, Kapazitanz, Induktanz, etc. zu reagieren. Ein
elektrischer Sensor kann z. B. einen Sensor umfassen, in welchem
ein leitfähiger
Stimulus, wie Urin oder Stuhl einen elektrischen Schaltkreis schließt; Ein
Sensor, in welchem der Stimulus, wie als Druck oder Spannung einen
elektrischen Kontakt schließt, um
einen Schaltkreis zu schließen;
ein piezoelektrischer Sensor, der ein Signal erzeugt, und zwar über einen
Druck, der von dem Träger
induziert wird oder einem Teil des Trägers (z. B. von einer Bewegung oder
einem Muskeltonus); ein Sensor, in welchem der Widerstand, die Kapazitanz
oder Induktanz bei Vorhandensein des Stimulus variiert, worauf der
Sensor reagiert; oder ein Sensor, der elektrische Signale von dem
Körper
des Trägers
erhält
(z. B. aus den subkutanen Muskeln), und zwar durch einen Kontakt, wie
einen Hautkontaktsensor. Optional kann der Sensor ein Biosensor
sein, wie dies im Stand der Technik bekannt ist (z. B. ein Enzymsensor,
ein Organellasensor, ein Tissuesensor, Mikroorganismussensor oder
ein elektrochemischer Sensor). Der Sensor kann daran angepaßt sein,
Proteine, Zucker, Gallenbestandteile, etc., zu erfassen, wie dies
beschrieben ist in US Patent Nr. 4,636,474, unter der Bezeichnung "Toilet Apparatus", veröffentlicht
für Kenji
Ogura et al. am 13. Januar 1987. Biosensoren können Bio-Erkennungssysteme
umfassen, typischerweise Enzyme oder Bindungsproteine, wie Antikörper, die
auf der Oberfläche
der physikochemischen Transducer immobilisiert sind. Die Biosensoren
können
Komponenten von Körperausscheidungen
erfassen, wie Ammoniak und Phenol (z. B. über Biosensoren, die Enzymelektroden
aufweisen). Eine spezifische Spannung von Bakterien kann erfaßt werden über Biosensoren, welche
Antikörper
verwenden, die gegen diese bakterielle Spannung gewachsen sind.
Beispielhafte Enzymelektroden, die verwendet werden können, um Phenole
zu erfassen (das heißt,
in Urin oder Stuhlgängen)
umfassen auf Tyrosinase basierende Elektroden oder Polyphenyloxidaseenzym-Elektroden, die
beschrieben sind in US Patent Nr. 5,676,820, unter der Bezeichnung "Remote Electrochemical
Sensor", veröffentlicht
für Joseph
Wang et al. am 14. Oktober 1997 bzw. in US Patent Nr. 5,091,299,
unter der Bezeichnung "An
Enzym Electrode for Use In Organic Solvents", veröffentlicht für Anthony
P. F. Turner et al. am 25. Februar 1992.
-
Optional
kann der Sensor 60 ein "proaktiver Sensor" sein, der in der
Lage ist, Veränderungen oder
Signale in oder auf dem Körper
des Trägers,
in dem Artikel oder in der Ausscheidung zu erfassen, das heißt, Eingaben,
die sich direkt auf das Auftreten eines unmittelbaren Ereignisses
beziehen oder wenigstens mit diesem korrelieren, wie bei einer Defäkation,
einer Urinierung oder anderen Ausscheidungen von Körperabfall.
Ein proaktiver Sensor kann z. B. ein unmittelbares Ereignis, wie
eine Defäkation, Urinierung
oder Ausscheidung oder einem Parameter erfassen, der mit einem solchen
Ereignis korreliert. Das unmittelbare Ereignis kann auf die Körperaussheidung,
den Träger,
den Artikel oder eine Komponente oder Komponenten desselben bezogen sein.
Ein Parameter, der mit einem Ereignis korreliert, ist irgendein
meßbares
Eingangssignal, das mit dem Auftritt des Ereignisses innerhalb des
Bezugsrahmens des Systems korreliert (das heißt, ein Signal, das durch die
Ausscheidung oder durch den Träger veranlaßt wird).
Der proaktive Sensor kann z. B. den Auftritt einer Defäkation,
Urinierung oder Ausscheidung von Körperabfall vorhersagen oder
kann Signale erfassen, die einem Hautausschlag oder einer Irritation
vorher gehen. Proaktive Sensoren in einem Artikel können viele
unterschiedliche Eingaben messen, um ein Ereignis vorher zu sagen.
Zum Beispiel kann der proaktive Sensor den äußeren analen Schließmuskel
auf eine Relaxation in dem analen Schließmuskel überwachen, die der Freigabe
von Stuhlgängen
und/oder Urin voraus geht, eine Separierung der Gesäßhälften, eine
Druckänderung
im Abdomen, eine Gaskonzentration im Artikel oder irgendein ein
anderes Anzeichen, das verwendet werden kann, um den Auftritt eines
Ereignisses, wie einer Defäkation,
einer Urinierung oder einer Ausscheidung von Körperabfällen vorherzusagen oder nahezulegen.
Alternativ kann ein proaktiver Sensor der vorliegenden Erfindung
Signale erfassen, die einer Hautirritation voraus gehen. Zum Beispiel
kann der Sensor eine restliche Stuhl-Verunreinigung der Haut des
Trägers
erfassen (z. B. Stuhl-Enzymrest, der nach der Reinigung einer beschmutzten
Windel zurück
geblieben ist}, die über
die Zeit zu einer irritierten Haut führen kann. Die Erfassung eines
hohen pH-Wertes, einer erhöhten
Hautfeuchtigkeit, die zu einer meßbaren Zunahme in der Leitfähigkeit
oder in einer Abnahme der Impedanz der Haut, etc. führt, kann
auch verwendet werden, um eine potentielle Hautirritation vorher
zu sagen.
-
Der
Sensor 60 kann in oder operativ verbunden an irgendeinem
Bereich eines Einwegartikels angeordnet sein, der einem Stimulus
ausgesetzt sein wird, für
den der Sensor zur Erfassung ausgelegt ist. Für die Zwecke der vorliegenden
Erfindung bezieht sich der Ausdruck "operativ verbunden" auf Kommunikationsmittel, derart, dass
der Sensor 60 einen gewissen Bereich des Artikels 20 signalisieren
kann, wenn der Sensor 60 einen Stimulus erfaßt. Der
Sensor 60 kann von einem Bereich des Sensors 60,
einem anderen Sensor 60, einem Stellglied 70,
einem Kontroller 80 oder irgendeinem anderen Bereich oder einer
Komponente des Artikels 20 getrennt sein und mit diesem
operativ verbunden sein. "Operativ
verbunden" kann
z. B. ein Kommunikationsmittel umfassen, wie eine elektrische Verbindung über einen
Leitungsdraht oder ein solches Element, über ein übertragenes Signal, wie einer
Radiofrequenz, einer Infrarot- oder anderen übertragenen Frequenzkommunikation.
Alternativ kann der Sensor 60 über eine mechanische Verbindung,
wie eine pneumatische oder eine hydraulische Verbindung operativ
verbunden sein.
-
Im
Artikel 20 kann z. B. der Sensor 60 in der vorderen
Taillenregion 36, in der hinteren Taillenregion 38 oder
in der Schrittregion 37 des Artikels angeordnet sein und
kann mit einem Bereich des Grundkörpers 22, der Decklage 24,
der Außenlage 26,
des absorbierenden Kerns 28, der Seitenfelder 30,
der Beinaufschläge 32,
einem Taillenmerkmal 34, einem Befestigungssystem 40,
dem Längsrand 50 oder dem
Stirnrand 52, etc. einstückig sein, an diese angrenzend
angeordnet sein, mit diesen verbunden sein oder einen solchen umfassen.
Der Sensor 60 kann mit dem Artikel 20 einstückig sein.
Der Sensor 60 kann innerhalb des Artikels, wie dem Artikel 20, vollständig enthalten
sein oder kann einen Empfangsbereich haben, der in dem Artikel liegt,
derart, dass dieser in Kontakt mit dem gewünschten Stimulus kommt, und
einen anderen Bereich, wie einen Übertragungsbereich, haben,
der entweder in dem Artikel oder außerhalb des Artikels liegt.
Der Sensor 60 kann außerhalb
des Artikels 20 sein, aber noch operativ mit irgendeinem
Bereich des Artikels 20 derart verbunden sein, dass der
Sensor 60 einen Stimulus außerhalb des Artikels 20 erfassen
kann und ein Signal zu einem Regler 80 und/oder einem Betätigungselement 70 liefern
kann.
-
Der
Sensor 60 kann ferner ein erfassendes "System" umfassen, das zwei oder mehr Sensoren enthält, von
denen jeder die gleichen oder unterschiedliche Signale von den gleichen
oder unterschiedlichen Quellen erfassen können. Das Erfassungssystem
kann Komponenten umfassen, die innerhalb, außerhalb und/oder getrennt von
dem Artikel angeordnet sind. Zum Beispiel kann das Erfassungssystem
einen Sensor aufweisen, der innerhalb des Artikels liegt, welcher
elektrische Signale in dem äußeren analen
Schließmuskel
des Trägers
erfaßt, und
einen Sensor, der außerhalb
des Artikels liegt, welcher die Bewegungs-, Spannungs- oder Muskelaktivität in dem
Abdomen des Trägers
erfaßt.
Das Erfassungssystem kann auch oder alternativ andere Komponenten
als die Erfassungelemente innerhalb, außerhalb und/oder separat von
dem Artikel aufweisen. Das Erfassungssystem kann z. B. einen Transmitter
enthalten, der außerhalb
des Artikels liegt und ein Signal zu einem anderen Teil des Erfassungssystems überträgt, das
mit dem Artikel 20 verbunden ist oder in diesem angeordnet
ist.
-
Der
Artikel 20 umfaßt
auch ein Betätigungselement 70.
Wie in dieser Anmeldung verwendet, bezieht sich der Ausdruck "Betätigungselement" auf eine Einrichtung,
die ein "Potential" aufweist und ein Mittel
zum Umformen dieses Potentials, um eine "Ansprechfunktion" durchzuführen oder zu aktivieren. Das
Potential des Betätigungselements 70 kann
entweder eine gespeicherte oder potentielle Energie oder ein gespeichertes
Material umfassen. Das Betätigungselement 70 kann
auf diese Weise eine Ansprechfunktion durchführen oder aktivieren, indem die
potentielle Energie in kinetische Energie umgewandelt wird oder
indem ein gespeichertes Material frei gegeben oder ausgegeben wird.
Eine "Ansprechfunktion" ist für die Zwecke
dieser Anmeldung definiert als eine Funktion, die bei einem Stimulus
bestehend aus einer Körperausscheidung,
dem Träger, dem
Artikel oder einer Komponente oder Komponenten derselben, durchgeführt wird.
Für die
Zwecke der vorliegenden Erfindung wird eine Funktion als bei dem
Stimulus durchgeführt
angesehen, wenn die Funktion von dem wahr genommenen Element durchgeführt wird,
z. B. Wahrnehmen eines pH-Wertes und Aktivieren bei dem pH-Wert,
oder kann enthalten ein Aktivieren bei einer Zusammensetzung, von
der das wahrgenommene Element eine integrale Komponente ist, z.
B. wahrnehmen eines Stuhlenzyms oder einer Stuhlfeuchtigkeit und
Aktivierung bei Stuhlgängen.
Eine Einrichtung, die nur ein Signal liefert, welches anzeigt, das
ein Ereignis aufgetreten ist, wird jedoch nicht als ein "Betätigungselement" angesehen, wie dies
für die
Zwecke dieser Erfindung definiert ist. Eine Komponente einer Körperausscheidung
kann z. B. Feuchtigkeit, Elektrolyten, Enzyme, flüchtige Gase,
Bakterien, Blut, etc. enthalten. Eine Komponente des Trägers kann
auch die Haut, Genitalien, den Anus, den analen Schließmuskel,
etc. enthalten. Eine Komponente des Artikels kann auch Beinaufschläge, Taillenaufschläge oder
andere Ausscheidungsbarrieren und/oder Aufnahmekomponenten, Seitenfelder,
Flügel,
einen Grundkörper,
einen absorbierenden Kern, eine Annahmekomponente, ein Befestigungssystem,
die Längs-
oder Stirnränder, etc.,
umfassen. Die potentielle Energie kann als mechanische, elektrische,
chemische oder thermische Energie gespeichert werden. Die "kinetische Energie", wie sie in dieser
Anmeldung verwendet wird, bezieht sich auf die Kapazität, eine
Arbeit zu leisten oder eine Ansprechfunktion durchzuführen, wie
dies oben beschrieben wurde (z. B. Expansion einer komprimierten
Einrichtung, Drehung einer verdrehten Einrichtung, ein Gel, das
sich bewegt, wenn es seine Phasen ändert, Beschichten oder Behandlung
der Haut bzw. des Stuhls, Unterbindung eines Enzyms, Einstellung
eines pH-Wertes, etc.).
-
Das
Auslösen
der Erzeugung einer dreidimensionalen Struktur, um eine Ausscheidung
festzuhalten, umfaßt
z. B. Ansprechfunktionen, die an der Komponente des Artikels und
schließlich
an der Ausscheidung durchgeführt
werden. Das Festhalten von einer Ausscheidung, das Abwischen der
Haut des Trägers
oder das Behandeln der Haut mit einer Hautpflegezusammensetzung
sind z. B. Ansprechfunktionen, die an der Ausscheidung und/oder
am Träger durchgeführt werden.
Das Einstellen der Geometrie des Artikels (in einer, zwei oder drei
Abmessungen) oder die physikalischen Eigenschaften (z. B. Biegemodul
Geometrie etc.) sind Beispiele von Ansprechfunktionen, welche an
dem Artikel durchgeführt
werden können.
Das Signalisieren einem Pfleger und/oder dem Träger, dass ein Ereignis aufgetreten ist,
führt jedoch
keine Ansprechfunktion durch, weil dies nicht eine Funktion beim
Stimulus durchführt.
Signalisierungseinrichtungen erfordern ein Mittel außerhalb
des System (z. B. einen Menschen, etc.), um als ein Betätigungselement
zu wirken, um zu einer durchzuführenden
Funktion zu kommen. Ein Betätigungselement
eines Einwegartikels kann z. B. ein Deodorant, einen Enzymhemmer,
eine Hautpflegezusammensetzung oder ein pH-Regulierungsmittel freigeben oder liefern;
eine Körperausscheidung
festhalten, abwischen, abdecken, einfangen, immobilisieren, abdichten,
pumpen oder speichern; oder die Freigabe oder die Erzeugung einer
Struktur oder eines Elements auslösen, dass so ausgebildet ist,
dass eine oder mehrere dieser Funktionen durchgeführt werden
können,
oder einer anderen Ansprechfunktion bei einer Ausscheidung, einem
Träger,
einem Artikel oder einer Komponente derselben.
-
Ein
Betätigungselement 70 der
vorliegenden Erfindung kann eine potentielle Energie freigeben, um
eine Ansprechfunktion bei einem Stimulus durchzuführen oder
zu aktivieren. Die Freigabe von potentieller Energie kann eine mechanische,
elektrische, chemische oder thermische potentielle Energie in eine
mechanische, elektrische oder chemische kinetische Energie umwandeln,
um die Ansprechfunktion durchzuführen.
Betätigungselemente
können
durch einen Schwellenwertniveau eines Stimulus ausgelöst werden,
um eine potentielle Energie frei zu geben, um eine Ansprechfunktion
bei dem Stimulus durchzuführen,
oder kann kontinuierlich bei dem Stimulus ansprechen, wie dies unten
beschrieben wird. Zum Beispiel hat ein komprimierter Schaum eine
gespeicherte kompressive mechanische potentielle Energie und kann
eine mechanische kinetische Energie bereit stellen, wenn sie frei
gegeben wird. Ein verdrehter Schaum hat eine mechanische kinetische
Verdrehungsenergie, die eine mechanische kinetische Energie bereitstellen
kann, das heißt,
eine Drehung, wenn sie frei gegeben wird. Zudem kann eine gespeicherte,
chemische, elektrische oder thermische Energie verwendet werden,
um eine elektrische, mechanische, chemische oder thermische kinetische Energie
frei zu geben. Ein Betätigungselement
eines Einwegartikels kann z. B. ein oder mehr des Folgenden enthalten:
gespeicherte Lotion, Stuhl-Modifizierungsmittel,
Enzymhemmer, pH-Puffer, Farbstoffe, Druckgas, einen komprimierten
Schaum, eine Pumpe, ein Transportelement mit geschlossenem Flüssigkeitssystem,
ein elektrisch sensitives Gel, ein auf einen pH-Wert sensitives
Gel, ein auf eine Salzkonzentration sensitives Gel, etc..
-
Die
potentielle Energie kann in irgendeiner Weise gespeichert werden,
die ausreicht, um solange beibehalten/zurück gehalten zu werden, bis
sie angefordert wird. Beispiele enthalten Batterien und/oder Kondensatoren,
elastisch, torsionsmäßig, kompressiv
gedehnte Materialien oder Strukturen, eine Form von nicht in Reaktion
gebrachte Reagenzmittel und Materialien, die in der Lage sind, physikalische
oder chemische Funktionen durchzuführen (z. B. Absorptionsmittel,
Emollienten, pH-Puffer,
Enzyminhemmer, Stuhl-Modifikationsmittel; Druckgase, etc.).
-
Alternativ
kann ein Betätigungselement 70 der
vorliegenden Erfindung eine Menge eines gespeicherten Materials
umfassen, das die Kapazität hat,
eine Ansprechfunktion bei einem Stimulus durchzuführen oder
zu aktivieren. In einer Ausführungsform
kann das Betätigungselement 70 z.
B. ein gespeichertes Material passiv freigeben oder aktiv ausgeben,
welches eine Ansprechfunktion beim Stimulus durchführt. In
dieser Ausführungsform
kann das Betätigungselement 70 durch
einen Schwellenwert eines Stimulus ausgelöst werden, um das gespeicherte
Material zu einem gegebenen Zeitpunkt frei zu geben oder auszugeben,
oder kann das Material kontinuierlich freigeben oder ausgeben. Das
Betätigungselement 70 kann
z. B. eine gespeicherte Lotion, Hautpflegezusammensetzungen, ein
Stuhl-Modifikationsmittel,
Enzyminhemmer, pH-Puffer, Farbstoffe, etc. enthalten. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsförmen kann
das Material durch ein Betätigungselement 70 ausgegeben
werden, wie einem expandierenden elastischen Material, einem frei
gegebenen Hochdruckgas, etc..
-
In
alternativen Ausführungsformen
umfassen der Sensor und/oder das Betätigungselement ein geschlossenes
System eines Flüssigkeitstransportelements.
Ein "geschlossenes
System eines Flüssigkeitstransportelements" oder ein "Transportelement" umfaßt ein mit
Flüssigkeit
gefülltes
Element mit einem Einlaßanschluß und einem
Auslaßanschluß, welches
bei Erhalt auch nur einer geringen Menge einer Flüssigkeit
am Einlaßanschluß praktisch
unmittelbar die Flüssigkeit
am Auslaßanschluß freigibt.
Die aus dem Auslaßanschluß frei gegebene
Flüssigkeit kann
als Stimulussignal für
einen Sensor dienen. Zum Beispiel kann die Flüssigkeit Wasser sein, welches
frei gegeben wird, wenn das Transportelement eine Stuhl-Feuchtigkeit
am Einlaßanschluß einsaugt, welche
dahin gehend wird, eine Dichtung aufzulösen, um eine gespeicherte mechanische
Energie frei zu geben, um einen Stuhl-Lückenraum zu erzeugen. In einer
weiteren Ausführungsform
kann das Transportelement Urin an einem Einlaßanschluß einsaugen und das Urin zu
einem anderen Bereich des Artikels zur Speicherung transportieren.
Alternativ kann das Transportelement selbst ein Betätigungselement auslösen (z.
B. sich mit Mittels vermischen, um eine chemische Reaktion durchzuführen), oder
kann wenigstens einen Teil der Funktion des Betätigungselementes durchführen (z.
B. das frei gegebene Wasser wird durch ein superabsorbierendes Polymer
eingesaugt, welches in einer speziellen Geometrie angesaugt ist
und welches quillt und ein Stuhl-Lückenvolumen
bildet). Der Flüssigkeitstransport
durch solche Transportelemente basiert auf einer direkten Ansaugung
statt auf einer Kapillarität.
Die Flüssigkeit
wird durch eine Region hindurch transportiert, in welche keine signifikante
Menge an Luft (oder einem anderen Gas) eintreten kann. Die Antriebskraft
für den Flüssigkeitsstrom
durch ein solches Element hindurch, kann durch eine Flüssigkeitssenke
erzeugt werden (z. B. einer kapillar oder osmotisch absorbierenden
Struktur) oder durch eine Quelle in Flüssigkeitsverbindung mit dem
Element. So muss ein Flüssigkeits-Transportelement
eine relativ hohe Flüssigkeitsdurchlässigkeit
haben.
-
Es
gibt vorzugsweise wenigstens zwei Regionen innerhalb des Transportelements
mit unterschiedlichen Porengrößen, nämlich die
ein oder mehreren Anschlußregionen
mit kleineren Poren und die innere Region mit einer viel größeren Porengröße. Die
innere Region des Transportelements hat eine Durchlässigkeit,
die relativ hoch ist im Vergleich zu der Durchlässigkeit einer Anschlußregion
(eine höhere
Flüssigkeitsdurchlässigkeit
liefert einen geringeren Strömungswiderstand),
welcher ein Teil einer äußeren Wandregion
sein kann, welche die innere Füllregion
umgibt. Nicht beschränkende
Beispiele von hoch porösen
Materialien, die für
die Verwendung als das Material der inneren Region geeignet sind,
umfassen faserige Strukturen, umfassend Polyolefin, PET; Zellulose
und auf Zellulose basierende Fasern und ein poröser, offenzelliger Schaum,
wie retikulierte Schäume,
Zelluloseschwämme,
Polyurethanschäume
und HIPE-Schäume. In
einer Ausführungsform
sind die Lücken
der inneren Region im Wesentlichen vollständig gefüllt mit einem im Wesentlichen
nicht komprimierbaren Fluid. Der Ausdruck "im Wesentlichen vollständig" bezieht sich auf die
Situation, in welcher ausreichend Lückenvolumen der inneren Region
mit der Flüssigkeit
gefüllt
ist, derart, dass ein kontinuierlicher Strömungsweg zwischen Einlaß- und Auslaßanschlüssen eingerichtet werden
kann.
-
Die
Anschlußregionen
des Transportelements umfassen Materialien, welche für die Transportflüssigkeit
durchlässig
sind, nicht aber für
das Umgebungsgas (die Luft), wenn sie einmal mit der Transportflüssigkeit
benäßt worden
sind. Häufig
werden solche Materialien als Membrane beschrieben, welche als Regionen
definiert sind, die für
eine Flüssigkeit,
ein Gas oder eine Suspension aus Teilchen in einer Flüssigkeit
oder einem Gas durchlässig
sind. Die Membrane kann z. B. eine mikroporöse Region umfassen, um eine
Flüssigkeitdurchlässigkeit
durch die Kapillaren hindurch bereit zu stellen. In einer alternativen
Ausführungsform
kann die Membrane eine monolithische Region umfassen, die in Block-Copolymer
aufweist, durch welches die Flüssigkeit
auf dem Wege einer Diffusion hindurch transportiert wird. Beispielhafte
Membranen für
die Anschlußregionen umfassen
Zelluloseacetatmembranen, wie solche die offenbart sind, in US Patent
Nr. 5,108,383, unter der Bezeichnung "Membranes For Absorbent Articles", veröffentlicht
für White
am 28. April 1992, PET-Filme, wie sie offenbart sind in EP-A-0451797,
Nitrozellulosemembranen, Zellulosenitratmembranen, PTFE-Membranen, Polyamidmembranen
und Polyester. Weitere geeignete Materialien sind gewobene Polymermaschen,
wie Polyamid- oder Polyethylenmaschen, wie sei erhältlich sind
von Verseidag in Geldern-Waldbeck, Deutschland oder SEFAR in Rüschlikon,
Schweiz.
-
Das
Betätigungselement 70 kann
alternativ ein elektrisch sensitives Gel umfassen. Elektrisch sensitive
Gele sind polymere Gelnetzwerke, die, wenn sie wenigstens teilweise
in Wasser gequollen sind, unter der Aufbringung eines elektrischen
Stromes oder Feldes ihr Volumen und/oder ihre Geometrie ändern. Zum
Beispiel werden sich bestimmte teilweise ionisierte Polyacrylamidgele
ein anisotropen Kontraktion von etwa 50% unter schwachen elektrischen
Feldern (z. B. 0,5 Volt/cm) unterziehen, wenn sie in Aceton und
Wasser eingetaucht werden. Alternativ können elektrisch sensitive Gele
sich einer elektrisch induzierten Biegung bei Vorhandensein von Wasser
und einem grenzflächenaktiven
Stoff unterziehen oder können
sich einer oszillierenden Wellenbewegung unterziehen, wenn sie einem
oszillierenden elektrischen Feld ausgesetzt sind. Es wird angenommen,
dass eine örtliche
Schrumpfung in einem Bereich des Gels induziert werden kann, z.
B. auf einer Seite eines Gelelements, durch Konzentrieren positiv
geladener Moleküle
eines grenzflächenaktiven
Stoffes auf dem negativ geladenen Gelpolymer in einem elektrischen
Feld. Eine Veränderung
der Intensität
und/oder der Polarität
des Feldes induziert eine Bewegung in dem Gel, dass sich eine Seite
in ihrer Länge
verringert (z. B. ein in einem Streifen geformtes Gel kann sich
kräuseln).
Elektrisch sensitive Gele können
variable Geometrien umfassen, wie rechtwinklig, kreisförmig, retikulierte
Gittermuster, etc., um ein Ventil bereit zu stellen, um ein Material frei
zu geben, einer Körperausscheidung
zu erlauben, hindurch zu fließen,
eine Körperausscheidung daran
zu hindern, hindurch zu fließen,
eine Körperausscheidung
einzukapseln, etc., und zwar wenn sie ihr Volumen und/oder ihre
Geometrie ändern.
Ein elektrisch sensitives Gel, das in einem Streifen geformt ist,
kann z. B. sich so biegen, dass es einen Stuhl transportieren kann,
wenn eine Stuhl-Feuchtigkeit erfaßt wird. In den 10A und 10B ist
z. B. ein Streifen eines elektrisch sensitiven Gels in einem Schaltkreis
gezeigt, in welchem eine Stuhl- Feuchtigkeit
die Kontakte 485 überbrücken und
einem Strom erlauben kann, zu dem elektrisch sensitiven Gel zu fließen und
entweder den Streifen zu biegen oder zu begradigen. Alternativ kann
ein in einem retikulierten Gittermuster geformtes elektrisch sensitives
Gel, wie in den 11A, 11B und 11C gezeigt, elektrisch induziert werden, um zu
quellen oder zu schrumpfen, wenn Urin erfaßt wird, um ein Ventil zu bilden,
das einen Urinfluß zu
einem anderen Bereich des Artikels 20 erlaubt oder verhindert. 11A zeigt z. B. einen Schaltkreis, der ein retikuliertes
Gittermuster eines elektrisch sensitiven Gels enthält. Die 11B und 11C zeigen
ferner einen mikroskopische Ansicht des Gitters in einer geschrumpften bzw.
in einer gequollenen Konfiguration. Ein beispielhaftes Material
ist ein schwach vernetztes PAMP-Gel (Poly(acrylamid-2-methylpropan)sulfonsäure). Dieser
Geltyp kann verschiedene Funktionen durchführen, wie die Erzeugung eines
Lückenraumes
von Stuhlgängen,
das Wischen der Haut, Aufbringen und Ausgeben von einem chemischen
Stuhl-Behandlungsmittel oder funktionieren als Ventil, um ein Material
frei zu geben. Weitere beispielhafte elektrisch sensitive Gele sind
beschrieben in US Patent Nr. 5,100,933, veröffentlicht für Tanaka
am 31. März 1990
und WO 9202005. Alternativ können
pH-sensitive Gele oder auf einer Salzkonzentration sensitive Gele,
die ihr Volumen und/oder ihre Geometrie bei einem spezifischen pH-Wert
oder Salzkonzentrationen ändern,
als ein Betätigungselement
der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
-
Eine
Ausführungsform
eines Artikels der vorliegenden Erfindung kann ein oder mehrere
proaktive Sensoren und ein oder mehrere Betätigungselemente 70 enthalten.
Beim Erfassen eines Eingangssignals vor dem unmittelbar bevor stehenden
Ereignis kann ein Ansprechsystem ausgelöst werden, um das unmittelbar
bevor stehende Ereignis zu verzögern oder
vorzubereiten. Dies wird die Konstruktion von Artikeln zulassen,
in welchen die Ausscheidung-Management-Technolgie anfänglich „verborgen" oder unwahrnehmbar ist, aber an oder
kurz vor dem Augenblick ihrer Benötigung verfügbar ist. Ungeachtet des spezifischen
Stimulus kann der proaktive Sensor in diesen Ausführungsformen
ein Betätigungselement
auslösen,
um eine Aktion beim Stimulus durchzuführen, um den Auftritt des unmittelbar
bevor stehenden Ereignisses zu verzögern oder vorzubereiten. Falls
z. B. eine unmittelbar bevor stehende Defäkation oder Urinierung auf
dem Wege der elektrischen Aktivität der äußeren analen Schließmuskel erfaßt werden
soll, wird das System vorzugsweise durch ein Signal ausgelöst (das
heißt,
das Ansprechsystem wird aktiviert}, das sich auf eine Relaxation des
analen Schließmuskels
bezieht. Das Betätigungselement
kann dann eine Funktion durchführen, wie
ein Behandeln der Haut des Trägers,
um eine Hautirritation zu verhindern oder zu minimieren; eine Körperausscheidung-Management-Einrichtung durch
Aktivieren eines Stuhl-Volumenhalters vorzubereiten; ein Ventil
zu öffnen,
um Urin in eine Speichereinrichtung fließen zu lassen; einen Enzymhemmer,
eine Hautpflegezusammensetzung, ein pH-Regulierungsmittel oder andere Haut-Behandlungshilfen
freizusetzen, wie sie im Stand der Technik bekannt sind.
-
Das
Betätigungselement 70 kann
in einem Bereich des Einwegartikels angeordnet sein und/oder operativ
mit diesem verbunden sein, der dem Betätigungselement erlaubt, eine
Ansprechfunktion bei der Körperausscheidung,
dem Träger, dem
Artikel oder einer Komponente derselben durchzuführen. Im Artikel 20 kann
das Betätigungselement 70 z.
B. in der vorderen Taillenregion 36, der hinteren Taillenregion 38 oder
der Schrittregion 37 des Artikels 20 liegen und
kann einstöckig
mit einer Komponente des Grundkörpers 22,
der Decklage 24, der Außenlage 26, des absorbierenden
Kerns 28, der Seitenfelder 30, der Beinaufschläge 32,
eines Taillenmerkmals 34, eines Befestigungssystems 40,
der Längsränder 50 oder
Stirnränder 52,
etc: sein, angrenzend an diese angeordnet sein oder mit diesen verbunden sein.
Das Betätigungselement 70 kann
auch vollständig
in dem Artikel, wie dem Artikel 20, enthalten sein, kann
mit einem Bereich in dem Artikel liegen und mit einem Bereich außerhalb
des Artikels 20 liegen oder kann vollständig außerhalb des Artikels 20 liegen.
Ein Betätigungselement 70 oder
ein Bereich eines Betätigungselements 70 kann
operativ mit ein oder mehreren Sensoren 60, ein oder mehreren
Reglern 80, einem anderen Bereich des Betätigungselements 70 oder
einem anderen Bereich des Artikels 20 verbunden sein. Ferner
kann das Betätigungselement 70 mit dem
Artikel 20 einstückig
sein oder kann durch den Pfleger oder den Träger installiert werden.
-
Der
Artikel 20 kann auch einen Regler 80 enthalten.
Ein "Regler" ist für die Zwecke
dieser Anmeldung als eine Einrichtung definiert, die einen Eingang
von einem Sensor erhält
und bestimmt, ob ein oder mehrere Aktionen aufgrund des Eingangs durchzuführen sind.
Der Regler kann ein Signal von dem Sensor 60 erhalten und
dieses zum Betätigungselement 70 lenken,
um eine Ansprechfunktion bei Vorliegen des Eingangs durchzuführen. Alternativ kann
das Betätigungselement 70 das
Signal direkt von dem Sensor 60 erhalten und eine Ansprechfunktion
bei Vorliegen des Eingangs durchführen. Ein Regler kann Materialien
enthalten, die sich einer chemischen oder physischen Änderung
unterziehen, kann eine chemische, mechanische oder elektrische Einrichtung
sein, die eine Information von einem Sensor, etc. verarbeitet. Zum
Beispiel kann in einem Artikel mit einem komprimierten plastischen
Schaummaterial, das unter Vakuum in einem bei Feuchtigkeit löslichen
Beutel eingekapselt und eingezwängt
ist, der Sensor 60 den bei Feuchtigkeit löslichen
Beutel umfassen. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften
des Films, das heißt,
der Polymertyp, die Dicke, etc., welche bestimmen, wie viel Stimulus vorhanden
sein muss, bevor der Film sich auflöst, wirken als der Regler 80 und
bestimmen des Schwellenwert des Stimulus, der erreicht werden muss,
bevor der Regler 80 dem Betätigungselement 70 erlaubt,
die gespeicherte Energie frei zu geben, um eine Ansprechfunktion
bei Vorliegen des Stimulus durchzuführen. Das Betätigungselement 70 ist
die Kombination aus komprimierten Schaum und dem Verlust des Vakuums,
welcher die Freigabe der gespeicherten mechanischen Energie des
komprimierten Schaums erlaubt. In diesem Beispiel wirkt der Regler 80 als
ein Einmalschalter. Ein elektrischer Regler 80, der von
dem Sensor 60 Signale erhält, wie die elektrische Aktivität von Muskeln
des Trägers, kann
jedoch mehrere elektrische Signale erhalten und überwachen und kann wiederholt
das Betätigungselement
auslösen,
um bei Vorliegen des Stimulus zu arbeiten. Der Regler kann mit der
Sensorkomponente einstückig
sein, mit der Betätigungskomponente
einstückig
sein oder eine separate Komponente des Systems sein.
-
Der
Regler 80 kann in irgendeinem Bereich des Einwegartikels
angeordnet und/oder operativ mit diesem verbunden sein, der dem
Regler 80 erlaubt, ein Signal vom Sensor 60 zu
erhalten und ein Signal für
das Betätigungselement 70 bereit
zu stellen. Im Artikel 20 kann z. B. der Regler 80 in
der vorderen Taillenregion 36, der hinteren Taillenregion 38 oder der
Schrittregion 37 des Artikels 20 angeordnet sein und
kann mit dem Grundkörper 22 oder
einer Komponente der Decklage 24, der Außenlage 26,
dem absorbierenden Kern 28, Seitenfeldern 30,
Beinaufschlägen 32,
einem Taillenmerkmal 34, einem Befestigungssystem 40,
den Längsrändern 50 oder
den Stirnrändern 52,
etc. sein, angrenzend an diese angeordnet sein oder mit diesen verbunden
sein. Der Regler 80 kann mit dem Artikel einstückig sein
oder kann durch den Pfleger oder den Träger installiert werden. Der
Regler 80 kann vollständig
innerhalb des Artikels, wie dem Artikel 20, enthalten sein,
kann einen Bereich haben, der im Artikel liegt, und einen Bereich
haben, der außerhalb
des Artikels liegt, oder kann vollständig außerhalb des Artikels 20 angeordnet
sein. Ein Regler 80 oder ein Bereich des Reglers 80 kann
operativ mit ein oder mehreren Sensoren 60 verbunden sein,
ein oder mehreren Betätigungselement 70,
einem anderen Bereich des Reglers 80 oder einem anderen
Bereich des Artikels 20. Der Regler 80 kann z.
B. ein Signal von dem Sensor 60 erhalten und ein Signal
an das Betätigungselement 70 liefern, z.
B. durch eine Hochfrequenz (Hf)-Übertragung.
-
Die
Funktionen des Sensors 60 und des Reglers 80 können z.
B. durch das gleiche strukturelle Element, wie einem Film, der sich
bei Kontakt mit einer Komponente einer Körperausscheidung auflöst, durchgeführt werden.
In diesem Beispiel wirkt der Film als ein Sensor und spricht auf
die Stimuluskomponente der Körperausscheidung
an. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Films, das
heißt,
der Polymertyp, die Dicke, etc., welche bestimmen, wie viel Stimulus
vorhanden sein muss, bevor der Film aufgelöst wird, wirken als der Regler
und bestimmen den Schwellenwert des Stimulus, der vorhanden sein
muss, bevor der Regler dem Betätigungselement
erlaubt, eine gespeicherte Energie frei zu geben, um eine Ansprechfunktion
bei Vorliegen des Stimulus durchzuführen. In einer weiteren Ausführungsform
kann das Ansprechsystem Zellen oder Kapseln 290 (siehe 5)
umfassen, die ein oder mehrere Materialien enthalten, wie Hautpflegezusammensetzungen,
pH-Regulierungsmittel oder Enzymhemmer. Die Zellen oder Kapseln
können
z. B. unter einem Schwellenwer-Druck bersten oder sich bei Vorhandensein
eines Schwellertwerts einer gegebenen Flüssigkeit oder einer anderen
Komponente einer Körperausscheidung
auflösen
und die gespeicherte Hautpflegezusammensetzung oder einen Enzymhemmer
frei geben. In dieser Ausführungsform wirken
die Zellen oder die Kapseln sowohl als Sensor, z. B. beim Erfassen
einen Druckpegels, als auch als Regler, z. B. beim Definieren des
Schwellenwerts, bevor erlaubt wird, dass die gespeicherte Hautpflegezusammensetzung
oder die Enzymhemmer frei gegeben wird/werden. In einer Ausführungsform,
in welcher das Flüssigkeitstransportelement
mit geschlossenem System Urin am Einlaßanschluß erhält und eine Flüssigkeit,
wie beispielsweise Wasser, aus dem Auslassanschluss ausgibt, um
z. B. einen löslichen
Film, der ein komprimiertes elastisches Material hält, aufzulösen, kann
das Flüssigkeitstransportelements
mit geschlossenem System z. B. als der Sensor und als der Regler
wirken. In dieser Ausführungsform
kann das Transportelement als ein Sensor wirken, indem das Urin
angenommen wird, wobei die Durchlässigkeit des Einlaßanschlusses
oder des Auslaßanschlusses
als der Regler funktionieren können
und die Schwellenwertmenge der Flüssigkeit bestimmen können, die
erforderlich ist, bevor das Transportelement die Flüssigkeit
an den löslichen Film
abgibt.
-
Der
Artikel 20 der vorliegenden Erfindung umfaßt ein diskontinuierliches
Ansprechsystem mit einem Rückführungskreis.
Das Ansprechsystem kann alternativ ein kontinuierliches Ansprechsystem mit
einem Rückführungskreis
enthalten, dass auf die Körperausscheidung
wirkt, wenn der Artikel durch den Träger beschmutzt worden ist.
Ein "Ansprechsystem" wird für die Zwecke
dieser Anmeldung als ein System definiert, welches einen Sensor 60 und ein
Betätigungselement 70 enthält, die
auf die Körperausscheidung,
den Träger,
den Artikel oder eine Komponente derselben wirkt, wenn der Sensor 60 den
richtigen auslösenden
Stimulus erfasst. Beim Erfassen eines gegebenen Stimulusparameters
bewirkt das Betätigungselement 70 die
Freigabe einer gespeicherten Energie oder eines gespeicherten Materials,
um eine Ansprechfunktion durchzuführen, z. B. Wirken auf die
Körperausscheidung,
den Träger,
den Artikel oder eine Komponente derselben.
-
Das
Ansprechsystem der vorliegenden Erfindung kann entweder in einer "kontinuierlichen" oder in einer "diskontinuierlichen" Weise reagieren.
Wie in dieser Anmeldung verwendet, bezieht sich ein "kontinuierliches
Ansprechsystem" auf
ein Ansprechsystem, in welchem die Ausgabe quantitativ abhängig ist von
der Quantität
des Stimulus, das heißt,
kontinuierlich steigende Quantitäten
des Stimulus werden benötigt,
um kontinuierlich steigende Quantitäten der Ausgabe zu bewirken,
oder in welchem die Ausgabe des Ansprechsystems eine passive Freisetzung
eines gespeicherten Materials aufweist. Ein superabsorbierendes
Polymer, das in einem absorbierenden Kern eines Artikels angeordnet
ist, liefert zum Beispiel eine kontinuierliche Reaktion, in welcher
die Ausgabe quantitativ abhängig
ist von der Menge des Stimulus, das heißt, mit steigenden Mengen,
mit denen eine flüssige
Ausscheidung das superabsorbierende Polymer berührt, enthält eine steigende Menge des
Polymers diese Flüssigkeit,
bis die Kapazität
des Polymers überschritten
wird. Eine stöchiometrische chemische
Reaktion ist ein weiteres Beispiel eines Systems mit einer kontinuierlichen
Reaktion auf eine steigende Ausgabe. In der Reaktion A + überschüssiges B → C ist z.
B. die Menge des überschüssigen B,
das in C umgeandelt ist, stöchiometrisch
und deshalb „kontinuierlich" in Bezug auf ein
im System verfügbares
A. Ein Ansprechsystem, welches ein gespeichertes Material passiv
frei gibt, liefert jedoch im Allgemeinen eine kontinuierliche Reaktion,
ungeachtet dessen, wie das Material selbst frei gesetzt wird, weil
die aufgrund der Körperausscheidung,
des Trägers,
des Artikels oder einer Komponente durchgeführte tatsächliche Ansprechfunktion durch
das Material, nicht durch die Freisetzung des Materials ausgeführt wird.
So wird, sei es, dass das Material kontinuierlich in Antwort auf
einen gegebenen Stimulus frei gesetzt wird oder diskontinuierlich
zu einem Zeitpunkt frei gesetzt wird, wenn ein Schwellenwert eines gegebenen
Stimulus erfasst wird, die durch das frei gesetzte Material durchgeführte Ansprechfunktion derart
durchgeführt,
dass kontinuierlich steigende Mengen des Stimulus benötigt werden,
um kontinuierlich steigende Mengen der Ausgabe zu bewirken, bis
das frei gesetzte Material verbraucht ist.
-
Ein "diskontinuierliches
Ansprechsystem" bezieht
sich jedoch auf ein Ansprechsystem, das ein Ausgangfunktion hat,
die im wesentlichen unabhängig
ist von der Menge des Stimulus über
einen Schwellenwert hinaus. Wenn zum Beispiel ein oder mehrere Schwellenwerte
eines gegebenen Stimulus erreicht werden, kann das Ansprechsystem
die Gesamtheit oder einen vorbezeichneten Teil dieser gespeicherten
Energie frei setzten, um eine spezifische Ansprechfunktion durchzuführen. In
einer idealen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung enthält die
Ausgangsfunktion eine "Schritt"-Funktion, wie sie in 7A gezeigt
ist. In dieser Ausführungsform
ist die Rate der Veränderung
in der Ausgabe mit zunehmenden Werten des Stimulus (d(Ausgang)/d(Eingang)),
das heißt,
die Steigung der ersten Ableitung f'(x) der Ausgangsfunktion f(x) ist vorzugsweise
im Wesentlichen Null, wenn die Menge des Eingangs über oder
unterhalb des Schwellenwertes liegt. Am Schwellenwert jedoch erreicht
die d(Ausgang)/d(Eingang)-Rate der Veränderung vorzugsweise unendlich.
So ist in der idealen diskontinuierlichen Reaktion der Grenzwert
der Funktion f(x – ε), mit ε→0, nicht gleich
dem Grenzwert der Funktion f(x + ε)
mit ε→0, das heißt, lim
f(x – ε) ≠ lim f(x + ε).
ε→0 ε→0
-
Die
vorliegende Erfindung erkennt jedoch, dass in der physikalischen
Welt eine ideale unmittelbare Stufenänderung an dem Schwellenwert
nicht notwendig ist und in vielen Fällen sogar nicht einmal möglich ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist es nur notwendig, dass die Ausgabefunktion eine virtuelle Stufenänderung
mit einer sehr geringen Änderung
im Stimulus an oder um den Schwellenwert des Stimulus herum aufweist.
So berücksichtigt
die vorliegende Erfindung ein diskontinuierliches ansprechendes
System der vorliegenden Erfindung mit einer Ausgabefunktion, die
in einer ausreichend diskontinuierlichen Weise in der Übergangsregion
reagiert, derart, dass die Ausgabefunktion wenigstens einen minimalen
relativen Grad an Stufigkeit in der Übergangsregion aufweist. Obwohl
nicht auf ein spezielles Verfahren zum Beschreiben oder Modellieren eines
diskontinuierlichen Systems beschränkt sein zu wollen, wird in
einem bevorzugten Verfahren zum Bestimmen, ob eine gegebene Ausgabefunktion
in einer ausreichend diskontinuierlichen Weise funktioniert, wie
dies für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung definiert ist, die Steigung
der Ausgabekurve an dem Wendepunkt mit der relativen Steigung einer
Linie zwischen dem ersten und dem letzten Punkt der Übergangsregion
verglichen. Zum Beispiel zeigt 8A eine
graphische Darstellung einer beispielhaften Ausgabefunktion, f(x)
zusammen mit ausgerichteten Kennlinien der ersten f(x) und zweiten
f'(x) und dritten
f''(x) Ableitungen der
beispielhaften Ausgabefunktion. Die Ausgabefunktion f(x) beschreibt den
Effekt des Stimulus (x oder I) auf die Ausgabe bzw. die Reaktion
(R(I)). Für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung ist die Übergangsregion als die Region
zwischen den relativen Maxima R(I1) und
den Minima R(I2) der zweiten Ableitung f''(x) der Ausgabefunktion f(x) definiert.
Die relativen Maxima R(I1) und die relativen
Minima R(I2) sind Punkte, an welchen die
dritte Ableitung f'''(x) gleich Null ist. Der Wendepunkt
I0 ist als der Punkt in der Übergangsregion
definiert, an welchem die zweite Ableitung f''(x)
Null ist, das heißt,
-
-
Der
Vergleich der Steigung der Ausgangsfunktion an dem Wendepunkt mit
der Steigung einer Linie zwischen dem ersten und letzten Punkt der Übergangsregion
kann beschrieben werden durch die Gleichung:
-
-
In
dieser Gleichung ist dR/dI an dem Wendepunkt die erste Ableitung
der Ausgangsfunktion an diesem Punkt. Der Ausdruck ΔIT ist die Änderung im Stimulus des ansprechenden
Systems zwischen dem ersten I1 und dem letzten
I2. der Übergangsregion,
das heißt,
I2 – I1 und der Ausdruck Δ RT ist
die Veränderung
in der Antwort der Ausgangsfunktion zwischen dem ersten und dem
letzten Punkt der Übergangsregion,
das heißt,
R(I2) – R(I-1).
Der Koeffizient k ist eine proportionale Konstante, welche die relative Stufigkeit
der Steigung der Ausgangsfunktion an dem Wendepunkt I0 im
Vergleich zu der Steigung einer Linie zwischen dem ersten und letzten
Punkt der Übergangsregion
beschreibt. Damit das ansprechende System eine diskontinuierliche
Ausgangsfunktion aufweist, muss die proportionale Konstante k wenigstens
2,0, vorzugsweise wenigstens 3,0, ganz bevorzugt wenigstens 5,0,
noch bevorzugter wenigstens 10,0 betragen, wobei wenigstens 100
am meisten bevorzugt wird.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
kann der relative Grad an Stufigkeit in der Übergangsregion eines diskontinuierlichen
ansprechenden Systems auch durch eine Übergangsfunktion eines Kontrollsystems
mit einer Reihe einer ganzzahligen Zahl n, Verschiebungen mit gleicher
Zeitkonstante erster Ordnung, modelliert werden. Die Übergangsfunktion des
ansprechenden Systems wird für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung als das Verhältnis der
Laplace-Transformationen der Ausgabe (reagierende Variable) zu dem
Stimulus (störende
Variable) definiert. Siehe z. B. Robert H. Perry & Don Green, Perry's Chemical Engineers' Handbook, sechste
Ausgabe, Kapitel 22, (McGraw Hill, Inc. 1984). Wie in 10B gezeigt ist, kann der relative Grad an Stufigkeit
einer Ausgabefunktion angenähert
werden durch die Formel: KG(s) = K/(Ts + 1)n,
in welcher KG(s) die Übergangsfunktion
ist, K ein proportionales Element ist, T die Zeitkonstante des Systems
ist und n die ganze Zahl von Zeitverschiebungen erster Ordnung ist.
In diesem Modell nimmt mit Zunahme der Zahl n die Stufigkeit der
Ausgabefunktion in der Übergangsregion
zu und beginnt das Modell, sich einem diskontinuierlichen ansprechenden
System zu nähern.
Bestimmte diskontinuierliche ansprechende Systeme der vorliegenden
Erfindung können
vorzugsweise durch die obige Formel modelliert werden, wenn n größer als
oder gleich 25 ist, wobei n größer als
oder gleich 50 bevorzugt wird, und n größer als oder gleich 100 am
meisten bevorzugt wird.
-
Wie
in 7A gezeigt ist, kann ein ansprechendes System
der vorliegenden Erfindung einen einzelnen Schwellenwert aufweisen,
an welchem das ansprechende System die Gesamtheit seiner gespeicherten
Energie freisetzen kann, um eine spezifische Ansprechfunktion auszuüben, oder
kann mehrere Schwellenwerte enthalten, an welchen das System einen
vorbestimmten Anteil seiner gespeicherten Energie freisetzen kann,
um ein oder mehrere spezifische Ansprechfunktionen an jedem der
Schwellenwerte auszuüben.
In einer Ausführungsform
mit einem einzelnen Schwellenwert kann das ansprechende System z.
B. die Gesamtheit seiner gespeicherten Energie frei setzen, um die
gesamte Ansprechfunktion auszuüben,
wenn der Schwellenwert erreicht wird. In einer solchen Ausführungsform
mit einem einzigen Schwellenwert umfasst in diesem Beispiel das
diskontinuierliche ansprechende System ein System, welches zwei
Zustände
hat, wie beispielsweise Ein oder Aus. Wenn die Schwellenwertmenge eines
Stimulus solcher Körperausscheidungen
in dem absorbierenden Artikel vorhanden ist, kann das ansprechende
System eine einzelne Ansprechfunktion auf die Ausscheidung, den
Träger,
den Artikel oder eine Komponente derselben ausüben, wie beispielsweise ein
Einhüllen
der Ausscheidung, weg von der Haut des Benutzers. So kann das diskontinuierliche
ansprechende System eine einmalige „schalterähnliche„ Funktion ausüben, welches
sich bei Vorhandensein eines Schwellenwerts eines Stimulus von einem
Zustand zu einem anderen ändert.
-
Alternativ,
wie in 7B gezeigt ist, kann das ansprechende
System mehrere Schwellenwerte haben, wie It1 und It2, an welchen,
wenn jeder Schwellenwert erreicht wird, das System eine gegebene "Menge" einer Energie freisetzen
kann oder eine Menge eines Materials abgeben kann, um eine spezifische
Ansprechfunktion auszuüben.
In dieser Ausführungsform
kann, wenn jeder Schwellenwert erreicht wird, ein Anteil der gesamten
ansprechenden Funktion ausgeübt
werden und oder können
unterschiedliche unabhängige
Ansprechfunktionen in Antwort auf erreichte unterschiedliche Schwellenwerte
ausgeübt
werden. Zum Beispiel kann ein ansprechendes System ein Stuhlgangenzym überwachen und
kann, wenn jeder Enzym-Schwellenwert erreicht wird, eine gleiche
oder ungleiche Menge von ein oder mehreren Enzymhemmern abgeben,
oder kann eine Speicherkomponente des Artikels aufblähen oder
expandieren oder einen pH-Puffer an dem ersten Schwellenwert abgeben
und eine weitere Ansprechfunktion ausüben, wie das Ausgeben einer
Menge von ein oder mehreren Enzymhemmer an dem zweiten Schwellenwert.
In jeder Übergangsregion
reagiert das ansprechende System im Wesentlichen in der gleichen
Weise wie in der Übergangsregion
in der oben beschriebenen Ausführungsform
mit einem einzigen Schwellenwert.
-
Zusätzlich kann
das Ansprechsystem mehrere Stimuli überwachen, wie Feuchtigkeit
und/oder ein oder mehrere Stuhlenzyme, und ein oder mehrere Ansprechfunktionen
durchführen,
wenn die Schwellenwerte der unterschiedlichen Stimuli erreicht werden,
oder kann eine Ansprechfunktion nur dann durchführen, wenn zwei oder mehr der
Schwellenwerte der unterschiedlichen Stimuli erreicht werden. So
kann ein Regler mehrere unterschiedliche Stimuli überwachen
und eine unterschiedliche Ansprechfunktion durchführen, wenn
der Schwellenwert der unterschiedlichen Stimuli erreicht werden.
Alternativ kann der Regler eine Logik-ODER-Gate-Funktion durchführen, derart, dass eine Ansprechfunktion durchgeführt werden
kann, wenn ein oder mehrere Schwellenwerte der mehreren Stimuli
erreicht werden. Der Regler kann auch eine Logik-UND-Gate-Funktion
durchführen,
derart, dass eine Ansprechfunktion durchgeführt werden kann, wenn jeder
Schwellenwert von zwei oder mehreren unterschiedlichen Stimuli erreicht
wird. Der Regeler kann auch eine Kombination von oben agegebenen Funktionen
ausführen
oder kann andere im Stand der Technik bekannte Logik-Gate-Funktionen
ausführen.
-
Das
Ansprechsystem der vorliegenden Erfindung umfaßt ein System eines "geschlossenen Kreises", welches auch als
ein System eines "Rückführungskreises" bezeichnet wird,
umfaßt
getrennte Komponenten eines Sensors 60 und eines Betätigungselements 70 und
führt bei
Vorliegen des Stimulus eine Ansprechfunktion durch. In einigen bevorzugten
Ausführungsformen
kann das System auch eine Erfassung oder eine Messung eines Elements oder
eines Parameters des Ausgangszustands als wenigstens einen Auslöser der
Ansprechfunktion verwenden, der bei Vorliegen des Stimulus durchgeführt wird.
Der Ausgangszustand kann der Zustand des Stimuluszustands sein,
nachdem das Betätigungselement 70 die
Gelegenheit hatte, eine Ansprechfunktion auf den Stimuluszustand
durchzuführen.
Falls z. B. der Sensor 60 einen pH-Wert in dem Artikel 20 überwacht
und Urin in den Artikel 20 abgeschieden wird, welches den
pH-Wert des Systems verändert,
das heißt,
den Ausgangszustand des Ansprechsystems, kann das Ansprechsystem
eine vorbestimmte Menge eines pH-Puffers
frei geben, um den pH-Wert des Systems zurück auf den gewünschten
Ziel-pH-Wert oder
in pH-Bereich zu bringen oder kann einen Puffer frei geben, bis
der pH-Wert zu dem Ziel-pH-Wert oder dem Ziel-pH-Bereich zurück kehrt. Ein
absorbierendes Material, wie ein superabsorbierendes Polymer, das
kontinuierlich einen Flüssigkeitsstimulus
absorbiert, bis die Flüssigkeit
vollständig
absorbiert worden ist oder die Kapazität des Polymers erreicht worden
ist, wird jedoch nicht als ein System mit geschlossenem Kreis angesehen,
weil das absorbierende Material keine getrennten Komponenten eines
Sensors 60 und eines Betätigungselements 70 hat.
Die Ansprechfunktion kann durchgeführt werden, wenn der Ausgangszustand
einen Schwellenwert erreicht, oder kann nur durchgeführt werden,
wenn der Ausgangszustand und ein oder mehrere Zustände erfüllt sind.
Das Wirken bei Vorliegen eines Stimulus kann ein Wirken bei Vorliegen des
erfaßten
Elements enthalten, z. B. Erfassen eines pH-Wertes und Wirken bei
Vorliegen eines pH-Wertes,
oder kann ein Wirken bei Vorliegen einer Zusammensetzung enthalten,
von welcher das erfaßte
Element eine integrale Komponente ist, z. B. Erfassen eines Stuhlenzyms
oder einer Stuhl-Feuchtigkeit und Wirken bei Vorliegen von Stuhlgängen. Wie
oben beschrieben, enthält
das Rückführungskreis-System
wenigstens zwei getrennte Komponenten: den Sensor 60 und
das Betätigungselement 70. Ein
Blockdiagramm eines beispielhaften Rückführungskreises mit einem Sensor 60 und
einem Betätigungselement 70 ist
in 6B gezeigt. Der Sensor 60 erfaßt ein Ereignis
oder ein Parameter, das mit dem Ereignis verbunden ist. Das Betätigungselement 70 erhält ein Signal
und führt
eine Ansprechfunktion aufgrund des durch den Sensor 60 erfaßten Stimuluszustandes
durch. Der Rückführungskreis
kann ferner einen Regler 80 enthalten. In diesem Fall kann der
Sensor 60 ein Signal an den Regler 80 liefern, und
der Regler 80 kann dieses an das Betätigungselement 70 lenken,
um eine Ansprechfunktion bei Vorliegen des Stimuluszustandes durchzuführen. Der Regler 80 kann
eine separate Komponente des Ansprechsystems sein, oder die Reglerfunktion
kann durch den Sensor 60 und/oder das Betätigungselement 70 durchgeführt werden.
-
Der
Rückführungskreis
der vorliegenden Erfindung kann "nicht
modulierend" oder "modulierend" sein. In einem "nicht modulierenden" Rückführungskreis-Ansprechsystem wirkt
das Ansprechsystem als ein Einmalschalter, in welchem das Betätigungselement
eine Ansprechfunktion auf den Stimulus durchführt, wenn der Schwellenwert
des Ausgangszustands erreicht ist. Der Sensor 60 kann z.
B. ein spezifisches Stuhlenzym erfassen, und das Betätigungselement 70 kann
einen komprimierten Schaum in Antwort darauf frei geben, um den
Stuhl einzufangen, oder einen Enzyminhibitor in Anwort darauf frei
zu geben, der auf das in dem Stuhl erfaßte Enzym wirkt. Alternativ
kann der Sensor 60 Urin oder Menstruationsfeuchtigkeit
erfassen und einen komprimierten Schaum oder ein absorbierendes
Material in Antwort darauf frei geben, welcher/welches die Feuchtigkeit in
das Material einzieht, wenn es expandiert. Der Sensor 60 kann
auch ein flüchtiges
Gas erfassen, welches einen offensiven Geruch erzeugt, und das Betätigungselement 70 kann
in Antwort darauf ein Deodorant frei geben, welches den Geruch des
flüchtigen
Gases beseitigt. In jedem dieser Beispiele wirkt das Betätigungselement 70 bei
Vorliegen des durch den Sensor 60 erfaßten Stimulus. Falls der Sensor 60 Urin
erfaßt
und das Betätigungselement 70 ein komprimiertes
Schaummaterial frei gibt, um eine geformte Lücke von ausreichendem Volumen
zu erzeugen, um Stuhl aufzunehmen, wirkt das Betätigungselement 70 jedoch
auf etwas anderes als dem durch den Sensor 60 erfaßten Stimulus,
das heißt,
es wirkt auf den Stuhl statt auf das Urin und ist deshalb kein Rückführungskreis.
Ein "modulierender" Rückführungskreis
umfaßt
jedoch einen Sensor 60, ein Betätigungselement 70 und
einen Regler 80. In einem modulierenden Rückführungskreis
wird der Ausgangszustand konstant oder wiederholt überwacht und
weist der Regler 80 das Betätigungselement an, eine Ansprechfunktion
bei Vorliegen des Stimulus durchzuführen, um den Ausgangszustand
auf einem gewünschten
eingestellten Punkt zu halten oder innerhalb eines gewünschten
Bereichs zu halten. Ein modulierendes Ansprechssystem kann konstant
oder wiederholt den pH-Wert in der Ausscheidung messen und eine
gegebene Menge eines pH-Regulierungsmittels abgeben (wie einen pH-Puffer
oder ein pH-Verminderungsmittel),
und zwar jedesmal, wenn der pH-Wert der Ausscheidung als über den
Schwellenwert des pH-Pegels liegend erfaßt wird, um ein Ansprechsystem
mit Rückführungskreis
zu schaffen.
-
Die
vorliegende Erfindung umfasst ein Ansprechsystem, das eine diskontinuierliche
Reaktion liefert, mit einem geschlossenen Kreis. Die vorliegende
Erfindung umfasst auch ein Ansprechsystem, das eine kontinuierliche
Reaktion liefert und auch einen Rückführungskreis umfasst (das heißt, ein
System mit geschlossenem Kreis). Jeder dieser Typen von Ansprechsystemen
liefert verschiedene Vorteile gegenüber den im Stand der Technik
bekannten Ansprechsystemen mit kontinuierlich offenem Kreis.
-
In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfaßt
eine Körperausscheidung-Isolierungseinrichtung
ein komprimiertes elastisches Material, das innerhalb eines Beutels
komprimiert gehalten wird, wobei wenigstens ein Bereich desselben wasserlöslich ist.
Vorzugsweise wird das komprimierte elastische Material innerhalb
des Beutels in einer Vakuumkomprimierung gehalten. Wenn ein Schwellenwert
von Feuchtigkeit einen Teil der wasserlöslichen Region auflöst und das
Vakuum diskontinuierlich freisetzt, expandiert das komprimierte
Material und kann eine Ansprechfunktion auf ein oder mehrere Körperausscheidungen
ausüben.
Das komprimierte Material kann z. B. ein elastischer plastischer Schaum
sein, der eine geformte Lücke
mit ausreichendem Volumen hat, um Stuhlgänge einzufangen. Die Körperausscheidung-Isolierungseinrichtung kann
in dem Artikel 20 angrenzend an den Anus des Trägers angeordnet
werden, so dass sie, wenn diese expandieren kann, Körperausscheidungen,
wie Stuhlgänge,
einfangen kann und die Ausscheidung abseits von der Haut des Trägers speichern
kann. In dieser Ausführungsform,
wenn der lösliche
Beutel auf Stuhlfeuchte i diskontinuierlicher Weise reagiert und
die Körperausscheidung-Isoliereinrichtung
Stuhl in Reaktion auf die Stuhlfeuchte fängt, wie in 1 gezeigt,
umfasst das Ansprechsystem ein Ansprechsystem mit diskontinuierlich
geschlossenem Kreis, weil das System auf den erfassten Stimulus
in einer diskontinuierlichen Weise wirkt, wenn ein Schwellenwert
für den
Stimulus vorhanden ist.
-
Alternativ
kann das komprimierte Material ein absorbierendes Material sein,
das als eine Pumpe funktioniert, indem es ein Fluid in seinen Körper hinein
zieht, wenn es expandiert. Wie in 9A bis 9C gezeigt
ist, kann z. B. ein hoch poröser,
großzelliger,
elastischer Schaum 394, wie oben beschrieben, komprimiert
und in einem Film, einem Umschlag, einem Beutel oder einer Kapsel
mit wenigstens einem löslichen
Bereich 392 und einer unlöslichen Unterlage 393 eingeschlossen
sein. 9A zeigt eine beispielhafte
mechanische Pumpe der vorliegenden Erfindung. 9B zeigt
Stuhl auf der Struktur und 9C zeigt
die Struktur, nachdem der Stuhl absorbiert wurde. Vorzugsweise wird
jede Zelle mit dem komprimierten Schaum einzeln unter Vakuum gehalten.
Wenn eine Flüssigkeit,
wie Urin, Menstruationsfluide oder Stuhlfeuchtigkeit, den löslichen Film
berührt,
löst sich
der Film auf und erlaubt dem komprimierten Schaum in den Zellen,
die durch den Stuhl berührt
werden, zu expandieren und ein Fluid in den Schaum einzuziehen,
wenn dieser expandiert. In einer Ausführungsform kann das absorbierende
Material mehrere Zellen umfassen, um eine Saugwirkung bei überlagernder
Ausscheidung aufrecht zu erhalten. In dieser Ausführungsform
umfaßt,
wenn das Ansprechsystem das Fluid pumpt, das durch das lösliche Material
erfaßt
wurde, das Ansprechsystem ein diskontinuierliches Ansprechsystem
mit geschlossenem Kreis, weil das System auf den durch den Sensor
erfaßten
Stimulus wirkt.
-
In
der in 2, 2A, 3 und 3A gezeigten
Ausführungsform
der Körperausscheidungs-Isolierungseinrichtung 90 kann
das komprimierte Material 94 irgendeinen elastische Schaum umfassen,
der geeignete Kompressions- und Erholungseigenschaften aufweist,
so dass dieser in der Lage ist, komprimiert und in dem Beutel 92 gehalten zu
werden, und auch in der Lage ist, sich in einem wesentlichen Anteil
auf seine ursprünglichen
Höhe zu
erholen, vorzugsweise wenigstens etwa 75%, nach Freigabe einer einzwängenden
Kraft. Wenigstens ein Bereich des Beutels 92 umfaßt eine
lösliche Region
oder eine lösliche
Dichtung. Die lösliche
Region oder Dichtung kann sich bei Kontakt mit z. B. Stuhlfeuchtigkeit,
Stuhlenzymen etc. auflösen.
Der Beutel 92 hält
vorzugsweise ein komprimiertes Material 94 in einem Kompressionszustand
unter Vakuum zurück,
bis ein Bereich der löslichen
Region des Beutels 92 genug aufgelöst ist (das heißt, der
Schellenwert von Wasser erfaßt
wird), um das Vakuum diskontinuierlich frei zu geben. Wenn der Schaum
einmal expandiert ist, ist dieser vorzugsweise auch steif genug,
um dem Gewicht eines Babys zu widerstehen, so dass z. B. der Schaum
nicht signifikant komprimiert wird, vorzugsweise weniger als etwa
50%, und die eingefangene Ausscheidung. Es kann z. B, ein EVA-Schaum
verwendet werden, wie diejenigen, die erhältlich sind von Foamex Corporation
aus Eddystone, Pennsylvania, identifiziert als SIF/210PP1 oder Aquazone
80A Schaum, oder von Sentinal Producty Corporation aus Hyannis;
MA identifiziert als MC 1900 EVA 2 lg/ft3,
oder ein Schaum, wie er beschrieben ist in US Patent 5,260,345,
unter der Bezeichnung "Absorbent
Foam Materials For Aqueous Body Fluids and Absorbent Articles Containing
Such Materials",
veröffentlicht
für DesMarais
et al. am 09. November 1993; US Patent Nr. 5,387,207, unter der Bezeichnung "Thin-Until-Wet Absorbent
Foam Materials For Aqueous Body Fluids And Process For Making Same", veröffentlicht
für Dyer
et al. am 07. Februar 1995 und US Patent Nr. 5,625,222, unter der
Bezeichnung "Absorbent
Foam Materials For Aqueous Fluids Made From high Internal Phase
Emulsions Having Very High Water-To-Oil Ratios", veröffentlicht für DesMarais
et al. am 22. Juli 1997, sie können
alle verwendet werden als das Stuhl-Einschluß-Kompressionsmaterial 94.
Wie in den 2 und 2A gezeigt
ist, kann das Kompressionsmaterial 94 eine Öffnung aufweisen,
die offen ist, wenn das Kompressionsmaterial 94 nicht komprimiert
ist. Wenn sich das Kompressionsmaterial 94 expandiert,
kann die Öffnung
durch den Umfang des Kompressionsmaterials 94 geschlossen
werden, wie dies in den 3 und 3A gezeigt
ist. Dies erlaubt, dass die Ausscheidung von der Haut des Trägers innerhalb
der Öffnung des
Kompressionsmaterials weg von der Haut des Trägers innenseitig der Öffnung 96 des
Kompressionsmaterials 94 fest gehalten oder eingekapselt
werden kann. Alternativ kann, wie in den 4 und 4A gezeigt
ist, das Kompressionsmaterial 194 eine offene Öffnung 196 haben,
die als ein Abstandhalter wirkt und einen Lückenraum mit einem ausreichenden
Volumen liefert, um in dem Artikel 20 abgeschiedene Körperausscheidungen
zu speichern. Dies erlaubt der Öffnung 196 des
Kompressionsmaterials 194, mehrere Einträge von Körperausscheidungen
aufnehmen kann, nachdem das Kompressionsmaterial 194 expandiert
worden ist.
-
Der
Beutel 92 kann bei Vorhandensein von ein oder mehreren
Stimulustypen, wie Wasser, Urin, Stuhlenzymen, einem pH-Wert, etc.
löslich
sein, und kann physikalische und/oder chemische Eigenschaften haben
(z. B. die Dicke), die so ausgebildet sein können, dass ein Schwellenwert
für den
Stimulus eingestellt wird, der den Beutel lösen soll. Der lösliche Beutel 92 kann
z. B. einen Kunststofffilm aufweisen, der in Wasser löslich ist,
wie ein PVA-Film, der geliefert wird von Chris-Craft Industrial
Procducts, Inc. aus South Holland, IL als MONOSOL M 70331 Film oder H.
B. Fuller Company aus St. Paul, N als HL 1636 oder HL 1669-X. Die Filmdicke
kann z. B. auch modifiziert werden, dass eine gewünschte Aktivierung
bereit gestellt wird. Der verwendete Film kann z. B. auch eine Dicke
im Bereich von 0,0013 bis 0,0038 cm (0,0005 bis 0,0015 Inch) haben.
Ein HL 1636 Film mit einer Dicke von 0,0025 cm (0,001 Inch) wird
z. B. bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,0076 g/cm2 (0,049 Gramm
pro Qudratinch) aktiviert werden.
-
In
dieser Ausführungsform
arbeitet die Körperausscheidung-Isolierungseinrichtung 90 als
ein nicht modulierendes, diskontinuierliches Ansprechsystem mit
einem Rückführungskreis.
Der lösliche Bereich
des Beutels 92 wirkt als ein Sensor, der auf einen spezifischen
Stimulus reagiert. Der Sensor kann z. B. ansprechend sein auf eine
Stuhlfeuchtigkeit und/oder Stuhlenzyme. Wenn ein löslicher
Bereich des Beutels einen Schwellenwert einer Stuhlfeuchtigkeit
oder eines Stuhlenzyms berührt,
löst sich der
lösliche
Bereich des Beutels 92 auf und gibt das Kompressionsmaterial
frei, welches expandiert, um den auf dem Artikel 20 abgeschiedenen
Stuhl einzufangen, zu umgeben oder einzuschließen. Die physikalischen und
chemischen Eigenschaften des verwendeten Materials, um den Beutel 92 zu
bilden, definieren des Schwellenwert des Stimulus und wirken als
ein Regler, der bestimmt, wann das Kompressionsmaterial 94 frei
zu geben ist. Wenn der Beutel sich auflöst, funktionieren die Freigabe
des Vakuums und die Expansion des Kompressionsmaterials 94 als
ein Betätigungselement,
um die Körperausscheidung
einzufangen. So wirkt die Körperausscheidung-Isolierungseinrichtung 90 als
ein einmaliger diskontinuierlicher Schalter, der die gespeicherte
mechanische Energie des Kompressionsmaterials 94 freigibt,
wenn ein Schwellenwert eines gegebenen Stimulus erfaßt wird.
Die nützliche
Energie für
das Ansprechsystem umfaßt:
(gespeicherte Energie) – (Hystereseverlust).
Das verwendete Kompressionsmaterial 94 hat vorzugsweise
einen minimalen Hystereseverlust und eine maximale Erholung. Ganz
bevorzugt ist der kompressive Hystereseverlust geringer als etwa
25%, so dass die Erholung bei Freigabe wenigstens etwa 75% beträgt.
-
Eine
Ausführungsform
mit kontinuierlich geschlossenem Kreis der vorliegenden Erfindung
kann einen pH-empfindlichen, wasserlöslichen Film umfassen, der
einen Umschlag um ein pH-Puffersystem herum bildet. Das lösliche Material,
das oben beschrieben wurde, kann pH-empfindlich sein. Als solches
kann das lösliche
Material einen pH-Schwellenwert haben. Der "pH-Schwellenwert" eines löslichen Materials ist der pH-Wert,
bei welchem sich das Material von löslich zu unlöslich oder
umgekehrt ändert. Zum
Beispiel kann das lösliche
Material im. Wesentlichen unlöslich
sein bei einem pH-Wert von weniger als 6, aber löslich sein bei einem pH-Wert von größer als
6. So ist der pH-Schwellenwert des Materials ein pH-Wert von 6.
In bevorzugten Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung ist der pH-Schwellenwert des löslichen Materials vorzugsweise
zwischen etwa 5 und etwa 9 und vorzugsweise zwischen etwa 5,5 und
etwa 8,5, obwohl andere pH-Schwellenwert
berücksichtigt
werden. Die Änderung
im pH-Wert kann die Veranlassung oder Auslösung für die Auflösung des löslichen Materials sein oder
sie kann auch verwendet werden, um eine Zunahme oder Abnahme der
Auflösegeschwindigkeit
des Ausscheidungs-Durchgangselements zu unterstützen.
-
So
kann die Leistungsfähigkeit
des Ausscheidungs-Durchgangselements in Abhängigkeit von Faktoren variiert
werden, wie dem Typ und der Menge des auf dem Artikel abgeschiedenen
Abfalls. Ein Ausscheidungs-Durchgangselement ist ferner beschrieben
in der US-Patentanmeldung Nummer 09/106,423 (P&G Case Nummer 7191, unter der Bezeichnung „Directionally
Preferential Waste Passage Member For Use With Disposable Absorbent
Article", eingereicht
am 29. Juni 1998. Der pH-empfindliche Film hat vorzugsweise einen
pH-Schwellenwert im Bereich von etwa 5 bis 7. Der pH-Puffer kann
z. B. ein pH 7 Phosphatpuffer sein, erhältlich von Corning, Inc. Corning,
NY (Cat#473650). Wenn der Schwellenwert pH erreicht ist, wird der
pH-Puffer frei gegeben und funktioniert in einer kontinuierlichen
Weise auf dem Wege einer stöchiometrischen
chemischen Reaktion. Das System ist ein geschlossener Kreis, wobei das
System den pH-Wert erfaßt
und auf den pH-Wert wirkt, das heißt, den Stimulus.
-
In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann ein Schaum, wie er in dem obigen
Beispiel beschrieben ist oder ein anderes elastisches Material,
verdreht sein und eine mechanische potentielle torsionale Energie
erzeugen und in einem löslichen
Filmumschlag, Beutel oder einer Kapsel eingeschlossen sein, wie
dies oben beschrieben ist. Vorzugsweise wird das verdrehte elastische Material
in der verdrehten Position in dem löslichen Film, Umschlag, Beutel
oder in der Kapsel unter Vakuum gehalten. In dieser Ausführungsform
löst sich, wenn
ein Schwellenwert an Feuchtigkeit, ein pH-Wert etc. erfaßt wird,
der Film oder die Kapsel auf und gibt diskontinuierlich das Vakuum
frei und gibt den Schaum frei. Die gespeicherte mechanische potentielle
torsionale Energie veranlaßt
den Schaum, sich zu entwinden und eine Ansprechfunktion durchzuführen, wie
ein Speichern, Einfangen oder Festhalten einer Körperausscheidung, wie Stuhl,
Urin oder Menstruationsfluide, ein Wischen der Haut des Trägers, ein
Aufbringen eines Hautbehandlungsmittels auf die Haut des Trägers, etc..
In dieser Ausführungsform liefert
das Ansprechsystem eine nicht modulierende, diskontinuierliche Ansprechung.
Wie entgegen gesetzt zu der Ausführungsform
mit geschlossenem Kreis der vorliegenden Erfindung, umfaßt jedoch, wenn
das Betätigungselement
auf irgend etwas anderes wirkt, als den Stimulus, d. h., es wirkt
auf die Haut des Trägers,
das Ansprechsystem ein System mit offenem Kreis.
-
In
einer anderen Ausführungsform
kann ein elektrischer Sensor Änderungen
in der elektrischen Aktivität
der äußeren analen
Schließmuskeln
des Trägers
erfassen, um eine unmittelbar bevorstehende Urinierung und/oder
Defäkation
vorher zu sagen, das heißt,
ein proaktiver Sensor sein. Bei Erfassung eines Schwellenwertsignalabfalls
in der elektrischen Aktivität
der Muskeln können
der Sensor oder der Regler z. B. die Öffnung eines Ventil auslösen, um
einen wasserlöslichen
Bereich oder eine Dichtung eines Beutels aufzuösen, der einen komprimierten Schaum
unter Unterdruck hält,
wie oben beschrieben, in Vorbereitung auf ein Einfangen einer Ausscheidung
der kurz bevorstehenden Urinierung und/oder Defäkation. Alternativ kann der
Schaltereffekt die Freigabe einer Hautpflegezusammensetzung zu bewirken,
um die Hautoberfläche
zu behandeln, bevor Stuhl die Haut berührt. In dieser Ausführungsform
umfaßt
das Ansprechsystem ein diskontinuierliches Ansprechsystem, dass
die elektrische Aktivität des äußeren analen
Schließmuskels
des Trägers
reagiert, wenn die elektrische Aktivität einen Schwellenwert erreicht.
Dieses Ansprechsystem umfasst auch ein System mit offenem Kreis,
weil das System auf etwa anderes wirkt, als das elektrische Aktivitäts-Eingangssignal,
das heißt,
es wirkt auf den Stuhl oder den Artikel. Alternativ kann der Regler
das Betätigungselement
auslösen,
um einen elektrischen Betätigungsstrom
an den analen Schließmuskel
zu schicken, um diesen geschlossen zu halten, bis eine Defäkation für den Träger gelegen
kommt.
-
In
noch einer weiteren Ausführungsform kann
das pH-Steuermittel in einem Film oder in Körnchen eingebettet sein oder
unter einem Film eines pH-empfindlichen Materials gehalten werden,
das unlöslich
ist, das heißt,
einem Feststoff, und zwar unterhalb eines vorher definierten pH-Wertes
(z. B. weniger als einem pH-Wert von etwa 6,0), aber löslich oberhalb
des pH-Pegels. Bei Erfassung des pH-Schwellenwertes oder darüber löst sich
die pH-empfindliche Einbettung oder das überlagernde Material auf, gibt
das pH-Regulierungsmittel frei, um die Ausscheidung und/oder die
Haut des Trägers
zu behandeln. In dem Falle des eingebetteten pH-Regulierungsmittels
gibt das Ansprechsystem das Mittel in einer kontinuierlichen Weise
frei, so wie sich das Einbettmaterial auflöst. In dem Falle, dass das
pH-Regulierungsmittel unter einem Film gehalten wird, gibt das Ansprechsystem
das Mittel in einer diskontinuierlichen Weise frei, nachdem der
Film aufgelöst
worden ist. Ein pH-Regulierungsmittel kann ein Puffer sein, ein
pH-Verminderungsmittel,
z. B. eine Säure, oder
ein pH-Steigerungsmittel, z. B. eine Base. Eine Variation dieser
Ausführungsform
kann ein Substrat umfassen, das zu einem pH-Wechsel bei einer Hydrolyse
zu ein oder mehrere Zielenzyme wird, die in einer Körperausscheidung
vorhanden sein können, wie
in Stuhlgängen,
Urin oder Menstruationsfluiden. Wenn das Zielenzym mit dem Substrat
reagiert, erzeugt die Reaktion einen pH-Wechsel, der mit einem pH-empfindlichen
Material, ähnlich
dem oben beschriebenen reagieren kann, um ein pH-Regulierungsmittel
frei zu geben. Ein Enzyminhibitor kann auch in dem pH-empfindlichen
Material eingebettet sein. Das Vorhandensein des Zielenzyms, z.
B. einem Fäkalenzym,
kann zur Umwandlung des Substrats führen und zu einer Änderung
in dem pH-Wert, was zu einer Auflösung des pH-empfindlichen Materials
führt und
zur Freigabe des Enzyminhibitors, um die Stuhlgänge oder die Haut des Trägers zu
behandeln. Beispielhafte pH-empfindliche Materialien sind im Stand
der Technik bekannt und umfassen Polyacrylamide, Phthalatderivate,
formalisiertes Gelatin, Schellack, Keratin, Zellulosederivate, z.
B. oxidierte Zellulose und Polyacrylsäurederivate. Bevorzugte Materialien
umfassen Zelluloseacetatphthalat, Vinylacetat, Polyvinylacetaphthalat,
Hydroxypropylmethylzellulosephthalat und Polymethacrylat, gemischt mit
Acrylsäure
und Acrylestercopolymeren. Weitere beispielhafte Materialien sind
beschrieben in
EP 612,520
A2 unter der Bezeichnung "pH Triggered Osmotic Bursting Delivery
Devices", welche
hier durch Bezugnahme mit aufgenommen ist.
-
Eine
weitere Ausführungsform
eines Ansprechsystems der vorliegenden Erfindung kann ein Mittel
an einen Stimulus oder an eine Körperausscheidung,
einen Träger
oder an einem Artikel, von welchen der Stimulus eine Komponente
ist, um eine Ansprechfunktion durchzuführen, liefern, das heißt, aktiv
transportieren. In dieser Ausführungsform
kann z. B. das Betätigungselement 70 einen
komprimierten elastischen Schaum oder ein Flüssigkeits-Transportelement
mit geschlossenem System umfassen, welches ein Mittel zu dem Stimulus
oder zu einer Körperausscheidung,
einem Träger
oder einem Artikel, von welchem der Stimulus eine Komponente ist, wenn
der Sensor einen Stimulus erfaßt,
liefern. Das Mittel kann z. B. eine Hautpflegezusammensetzung umfassen,
einen Enzyminhibitor, ein pH-Regulierungsmittel, etc..
-
Die
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, die oben aufgelistet sind, welche pH-Regulierungsmittel
in Antwort auf die Auflösung
des pH-empfindlichen Materials liefern, umfassen ein Ansprechsystem
mit einem Rückführungskreis
der auf dem pH-Pegel wirkt, nachdem ein Schellenwert des pH-Pegels
erreicht worden ist. Diese Ausführungsformen
können
entweder modulieren oder nicht modulieren. Falls das frei gegebene
pH-Regulierungsmittel z. B. ein Puffer ist, das sowohl pH-erhöhende und
pH-vermindernde Komponenten enthält,
umfaßt das
System ein Modulierungs-Rückführungskreissystem,
das den pH-Wert in dem Artikel kontinuierlich überwacht und den pH-Pegel in
dem Artikel auf den gewünschten
eingestellten Punkt hält
oder innerhalb eines Zielbereichs des Puffers hält, ob der pH-Wert erhöht oder
gesenkt wird. Falls das Ansprechssystem jedoch nur ein pH-Verminderungsmittel
an dem pH-Schwellenwert frei gibt, umfaßt das System z. B. ein nicht
modulierendes Rückführungskreissystem, weil
das pH-Verminderungsmittel
den pH-Wert des Systems senken wird, bis das Mittel aufgebraucht
ist und wird nicht den pH-Wert des Systems auf einem gewünschten pH-Pegel
oder innerhalb eines pH-Zielbereichs halten. Falls jedoch bekannt
ist, dass die in dem Artikel abgeschiedenen Körperausscheidungen den pH-Pegel
anheben werden und das System eine vorbestimmte Menge eines pH-Verminderungsmittels
frei gibt, jedesmal, wenn der pH-Pegel in dem Artikel den Schwellenwert
des pH-Wertes erreicht, kann
das System ein modulierendes Rückführungskreissystem
umfassen, weil dieses wiederholt das pH-Regulierungsmittel frei
gibt, wann immer der pH-Wert des Artikels oberhalb des gewünschten
eingestellten Punkts des Systems liegt. Die oben aufgelisteten Beispiele,
die ein Mittel freigeben oder ausgeben, das auf etwa anderes als
den pH-Pegel wirkt (z. B. ein Stuhlenzyminhibitor), und zwar in
Antwort auf das Erreichen des pH-Pegel-Schwellenwertes, umfassen Ansprechsysteme
mit offenem Kreis. In diesen Beispielen gibt das Ansprechsystem
ein Mittel ab, das den Eingangszustand, der überwacht wird, nicht beeinflußt, das
heißt,
den pH-Pegel.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
kann eine ausreichende Menge an Wasser, das die Eletrolyten enthält (z. B.
von Urin oder Stuhlgängen)
durch einen elektrischen Sensor erfaßt werden, wenn das Elektrolytwasser
einen Schaltkreis schließt,
das heißt,
ein Schalter ist, der einen Strom aus einer gespeicherten Energiequelle
veranlaßt,
wie einer Batterie, um eine chemische Reaktion zu initiieren, wie
einem Phasenübergang,
etc.. Zum Beispiel kann der Strom an ein elektrisch sensitives Gel
angelegt werden und dieses dazu veranlassen, seine Geometrie zu
verändern und
einen Lückenraum
für Stuhlgänge in dem
Artikel zu erzeugen. Wieder umfaßt diese Ausführungsform ein
diskontinuierliches Ansprechsystem, dass ein Rückführungskreisssystem ist. Falls
der Sensor jedoch Stuhlfeuchtigkeit erfasst, umfaßt das Ansprechsystem
ein Rückführungskreissystem,
weil dieses auf den Stimulus, der erfaßt wird, wirkt. In diesem Beispiel
kann das Rückführungskreissystem
ferner ein modulierendes System umfassen, falls der Lückenraum
die Stuhlfeuchtigkeit zusammen mit den Stuhlgängen einfängt, die Feuchtigkeit verdampft oder
von dem Sensorelement weg gezogen wird, wodurch der Schaltkreis öffnet und
der Regler einen weiteren Lückenraum
aktiviert, wenn der Sensor wieder Stuhlfeuchtigkeit erfaßt.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann ein absorbierendes Material, das
quillt, wenn eine Flüssigkeit
absorbiert wird, als Sensor verwendet werden, der, wenn ein Schwellenwert
des Anquellens aufgetreten ist, mechanisch ein paar elektrischer
Kontakte schließt,
um einen elektrischen Schaltkreis zu schließen. In dieser Ausführungsform
kann der elektrische Schaltkreis ein Betätigungselement in einer diskontinuierlichen
Weise auslösen,
um eine Ansprechfunktion auf die Körperausscheidung, den Träger, den
Artikel oder eine andere Komponente oder Komponenten derselben auszuführen. Zum
Beispiel kann das Betätigungselement
ein Ventil öffnen,
um der Flüssigkeit
zu erlauben, zu einem anderen Bereich des Artikels zu fließen, die
Flüssigkeit
zu einem anderen Bereich des Artikels zu pumpen, eine Änderung
der Geometrie in einem elektrisch sensitiven Gel zu initiieren,
um die Geometrie in einem elektrisch sensitiven Gel zu ändern und
einen Lückenraum
zu erzeugen, eine Hautpflegezusammensetzung, ein pH-Regulierungsmittel oder
ein Deodorant, etc. freizusetzen.
-
Ein
Material, wie eine Faser, ein Film, ein Vliesstoff oder eine andere
zellulare Struktur kann auch in einer gegebenen Konfiguration durch
ein Material eingezwängt
sein, das auf eine Körperausscheidung
reagiert, wie auf Stuhlgänge
oder eine Komponente der Körperausscheidung.
Wenn die Körperausscheidung
das einzwängende
Material berührt,
kann das einzwängende
Material die Faser, den Film, den Vliesstoff oder die andere zellulare Struktur
frei geben, um die Ausscheidung von der Haut des Trägers entfernt
festzuhalten oder zu isolieren. Eine elastische Barriere kann z.
B. an zwei Einspannpunkten eingespannt werden sein, entfernt von einem
Lückenraum
in einem Artikel, und zwar durch ein Material, welches sich in Antwort
auf Urin, Stuhlfeuchtigkeit oder einem Stuhlenzym auflöst, schwächt etc..
Wenn die Stuhlgänge
in den Lückenraum
abgeschieden worden sind und das Einspannmaterial an einem oder
an beiden der Einspannpunkte aufgelöst ist, kann die elastische
Barriere sich in einer diskontinuierlichen Weise zusammen ziehen
und den Lückenraum überdecken,
um die Stuhlgänge von
der Haut des Träger
zu isolieren.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann das Ansprechsystem einen pH-Puffer
aufweisen, der in einem pH-empfindlichen Material eingebettet ist,
welches eine kontinuierliche Freigabe des pH-Puffers in einer kontinuierlichen
Auflösung
in Wasser mit erhöhtem "nicht zielgerichteten" pH-Wert. Da die
Feuchtigkeit mit einem nicht zielgerichteten pH-Pegel in Kontakt
mit dem pH-empfindlichen Material kommt, löst sich das Material in einer
kontinuierlichen Weise und gibt eine Menge des pH-Puffers frei,
woraufhin sich der pH-Pegel der Feuchtigkeit zu dem Zielpegel des pH-Wertes ändert, das
heißt,
das Ansprechsystem wirkt auf den Stimulus. Eine zunehmende Menge
von Feuchtigkeit mit einem nicht zielgerichteten pH-Pegel berührt das
pH-empfindliche Material, das Material gibt eine zunehmende Menge
des pH-Puffers frei. Deshalb umfaßt das Ansprechsystem ein Ansprechsystem
mit kontinuierlich geschlossenem Kreis.
-
In
noch einer weiteren Ausführungsform
können
ein oder mehrere Stuhlenzyme durch einen Sensor erfaßt werden,
wie durch einen durch Enzym abbaubaren Film oder eine solche Kapsel
oder durch einen Biosensor, wie dies oben beschrieben ist, um ein separates
Betätigungselement
auszulösen,
z. B. ein elektrisch betriebenes Ventil, um einen Enzymhemmer frei
zu geben und die Haut damit zu behandeln. In noch einer weiteren
Ausführungsform
können
bestimmte pH-Zustände
durch die Verwendung eines pH-empfindlichen Gels erfaßt werden,
welches ein Ventil öffnen
kann, um ein pH-Regulierungsmittel frei zu geben, mit welchem die
Haut behandelt werden kann. In einer weiteren Ausführungsform
wird ein vordefinierter Druck-Schwellenwert
erfaßt,
was zu einem Reißen
einer Kapsel oder einer "Blase" führt, was
wiederum die Freigabe eines Hautpflege-Behandlungsmittels oder einer
Zusammensetzung führt.
Beispielhafte Hautpflegezusammensetzungen (oder Lotionen) sind offenbart
in US Patent Nrn. 5,607,760, unter der Bezeichnung "Disposable Absorbent
Article Having A Lotioned Topsheet Containing An Emollient And A
Polyol Polyester Immobilizing Agent", veröffentlicht für Donald
C. Roe am 04. März
1997, 5,609,587, unter der Bezeichnung "Diaper Having A Lotioned Comprising
A Liquid Polyol Polyester Emollient And An Immobilizing Agent", veröffentlicht
für Donald
C. Roe am 11. März
1997; 5,635,191, unter der Bezeichnung "Diaper Having A Lotioned Topsheet Containing
A Polysiloxane Emollient",
veröffentlicht
für Donald
C. Roe et al. am 03. Juni 1997 und 5,643,588, unter der Bezeichnung "Diaper Having A Lotioned
Topsheet", veröffentlicht
für Donald
C. Roe et al. am 01. Juli 1997.
-
Die
vorliegende Erfindung kann auch z. B. in Artikeln verwendet werden,
die vor der Anlegung einer Einwegwindel oder an Stelle einer Einwegwindel, in
einer Anziehwindel, einem Windeleinsatz, einer Damenbinde, einem
Tampon, etc. direkt angelegt werden.