DE704560C - Entladungsroehre mit keramischem Gefaess, bei der die radialen Elektrodendurchfuehrungsleiter in einer Ebene liegen - Google Patents
Entladungsroehre mit keramischem Gefaess, bei der die radialen Elektrodendurchfuehrungsleiter in einer Ebene liegenInfo
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Description
- Entladungsröhre mit keramischem Gefäß, bei der die radialen Elektrodendurchführungsleiter in einer Ebene liegen Es sind bereits Entladungsröhren bekannt, deren Vakuumgefäß ganz oder teilweise aus keramischem Material besteht. Es ist weitterhin bereits bekannt, die Elektrodendurchführungen in einer Ebene senkrecht zur Achse des Elektrodensystems anzuordnen und sie in der Trennstelle zweier Glaskolbenhälfbeneinzuschmelzen. Auch ist schon vorgeschlagen worden, sie zwischen zwei keramischen Teilen einzuschmelzen. Schwierigkeiten treten bei der Ausführung der Einschmelzung auf. Da das Elektrodensystem vor dem Verschmelzen an den Durchführungen befestigt werden muß, verändert sich häufig während des Verschmelzens, insbesondere unter Ei,nfluß der 'Hitze, der Abstand der Elektroden, so daß die Röhre nach der Fertigstellung unbrauchbar ist.
- Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Entladungsröhre aus keramischem Stoff und ein Verfahren zu deren Herstellung, 'das die genannten Nachbeile vermeidet. Die Durchführungen werden erfindungsgemäß- zunächst für sich allein in einem keramischen, ringförmigen Haltekörper radial befestigt und dann der Aufbau des Elektrodensysbems und die Befestigung der übrigen . Teile des Entladungsgefäßes vorgenommen.
- In den Abbildungen sind zwei Ausführungen der erfindungsgemäßen. Entladungsröhre als Beispiel =dargestellt bzw. Einzelteile derselben gesondert gezeichnet.
- Die in Abb. i dargestellte Röhre besteht aus einem Vakuumgefäß, das aus dreieinzelnen keramischen Teilen aufgebaut ist. Das in Abb. 2 dargestellte Entladungsgefäß unterscheidet sich von demjenigen nach Abb. i dadurch, daß die Anode selbst einen Teil des Vakuumgefäßes bildet, um für eine gute Wärmeabfuhr zu sorgen. Die Abb.3 und q. stellen eine Ausbildung des keramischen Trägers in Ringform dar.
- Die Entladungsröhre nach Abb. i besteht aus einem topfförmigen Oberbeil i und beinern Bodenteil 2, zwischen die ein ringförmiger Träger 3 eingefügt ist. In diesem sind die Durchführungen 4 radial befestigt, an denen das Elektrodensystem 5 und ein Träger 6 für das Gettermaterial gehaltert ist. im Bodenteil befindet sich eine Durchführung;, an der ein Pumpstutzen S aus Glas befestigt ist, der nach dem Evakuieren abgeschinölzen wird.
- In der Abb. 2 ist auf einem Ring io aus keramischem Material ein metallischer Anodenzylinder i i z. B. durch Aufschrumpfen befestigt und die Aufschrumpfstelle mit einer Glasverschmelzung i2 überzogen. Der Ring io sitzt auf einem Ringträger 13, in dem erfindttngsgemäß die Durchführungen befestlgt sind. Abb.3 stellt eine Draufsicht auf den Ring 3 bnr. 13 dar, in dem die Durchführungen 4 bzw. 14 eingeschmolzen sind. Die Abb. - zeigt einen Schnitt durch den Rin- 3 bzw. 13, und zwar ist beispielsweise eine der Zuführungsleitungen 4. durch eine Metallkittung 15 in dem Ring 3 befestigt.
- Die Herstellung der Röhre erfolgt in folgender Weise: Zunächst werden die Durchführungen-1 bzw. 14 in den Halterin- 3 bzw. 13 eingefügt und mit einem schwer schmelzbaren Material befestigt, z. B. durch ein Kittinetall, das durch Hochfrequente Erhitzung verflüssigt wird und dann Durchführungen und Träger verbindet. Die Befestigung kann auch mit einem Glas von einer hohen Schmelztemperatur erfolgen. Dann wird das Elektrodensystem z. B. unter der Anwendung von Lehren u. dgl. auf den Durchführungen befestigt. Nach dieser Befestigung werden die übrigen "Teile des Entladungsgefäijes mit Hilfe eines Materials von geringerem Schmelzpunkt mit dem Träger der Durchführungen und des Elektrodensystems verbunden, d.li. in der Ausführung nach Abb. i die weiteren Keramikteile angefügt. Bei der Ausführung nach Abb.2 wird zunächst die Außenanode an dem keramischen Träger befestigt und dann die Anode mit Träger auf dem Haltekörper aufgeschmolzen.
- Die radialen Durchführungen 4 werden vorzugsweise während des Einschmelzvorganges in einer Halterung befestigt. Sie bestehen z. B. aus kurzen Stäben aus starrem Material. Die Verschmelzung mit Metall erfolgt nach Abb.4 beispielsweise derart, daß die radiale Durchbohrung des Halteringes mit einer konischen öffnung versehen wird, in die das Metall oder das Glas hineinlaufen kann. Die Verschmelzung mit den übrigen Teilen der Entladungsröhre erfolgt vorzugsweise in einem Ofen, und zwar z. B. mit einem Glaslot von einer Schmelztemperatur von maximal 5oo bis 6oo".
- Die Erfindung ist nicht auf die beschriebener Ausführungsformen beschränkt. Das Gefäß selbst kann verschiedene Formen besitzen, auch können z. B. Führungsnuten zur Halterung von Sockeln ti. dgl. an ihm angebracht sein.
Claims (4)
- PATRNTAN SPRÜCHE: 1. Entladungsröhre mit keramischem Gefäß, bei der die radialen Elektrodendurchführtingsleiter in einer Ebene liegen, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Durchführungsleiter in radialen Bohrungen eines ringförmigen Haltekörpers aus kerainischem Material eingeschmolzen sind, der einen Teil der Gefäßwand bildet und mit den übrigen keramischen Gefäßteilen verschmolzen ist.
- 2. Entladungsröhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den ringförmigen Haltekörper ein topfförmiges Oberteil und Bodenteil angeschmolzen sind.
- 3. Entladungsröhre nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode selbst einen Teil des Entladungsgefäßes bildet.
- 4. Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren gemäß den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Durchführungsleiter mit einem Material hoher Schmelztemperatur (Metall) in den ringförmigen Haltekörper eingeschmolzen werden, daß dann an ihnen das Elektrodensystern befestigt wird und darauf die übrigen Teile des Entladungsgefäßes mit einem Material geringer Schmelztemperatur (Glas) an den ringförmigen Haltekörper für die Elektrodendurchführungen angeschmolzen werden.
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