DE715760C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden der Indolreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden der Indolreihe

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DE715760C
DE715760C DEI63049D DEI0063049D DE715760C DE 715760 C DE715760 C DE 715760C DE I63049 D DEI63049 D DE I63049D DE I0063049 D DEI0063049 D DE I0063049D DE 715760 C DE715760 C DE 715760C
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DE
Germany
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weight
parts
sulfonamides
alcohol
preparation
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Expired
Application number
DEI63049D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Josef Haller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE715760C publication Critical patent/DE715760C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/34Oxygen atoms in position 2

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden der Indolreihe Es wurde ,gefunden, daß man zu Sulfonamiden der Indolreähe ,gelangt, wenn man auf die nach Patent 694 044 erhältlichen Sulfochloride der 3 # 3 - Dihalogenoxindole, die sich vom Isatin, seinen Halogen- oder Allcyl- bzw. Nitrosubstitutionsprodukten ableiten, Ammoniak bzw. primäre odersekundäre Amine reinwirken läßt. Es können die verschiedenartigsten - Amine, z. B. solche der aliphatischen oder aromatischen Reihe, benutzt werden. Es war nicht vorauszusehen, daß die in 3-Stellung befindlichen sehr reaktionsfähigen Halogenatome unter den angewendeten Bedingungen sich mit .den Aminen nicht umsetzen würden.
  • Die Umsetzung führt man in der Weise durch, daß man die Sulfochloride der 3 # 3-Dihalogenoxindole in Gegenwart von Wasaer und gegebenenfalls einem mit VGTasser mischbaren organischen Lösungs- oder Susp,ensions'mittel oder in organischen Lösungs- oder Suspeäsionsmitteln in Abwesenheit von Wasser bei niedrigen Temperaturen, vorzugsweise zwischen - 5 und 2o°, auf die Amine einwirken läßt. Man erhält hierbei die entsprechenden Sulfonamide in guter Ausbeute. Sie sind farblose, gut kristallisierende Verbindungen, deren beide in 3-Stellung befindlichen Halogenatome sehr reaktionsfähig sind. Infolge dieses Gehaltes an reaktionsfähigem Halogen stellen die Verfahrensproduktewertvolle Zwischenprodukte dar, z. B. zur Herstellung von Farbstoffen oder pharmazeutischen Produkten. Durch Erhitzen mit Wasser lassen sich die "in 3-Stellung verbliebenen Ilalogenatome glatt abspalten, wobei :entsprechende Isatinsulfonamide erhalten werden. Diesle Tatsache beweist, daß sich nur das Halogen der Sulfo.chloridgruppe mit dem Amin umgesetzt hat.
  • Beispiel i 9o Gewichtsteile des nach Patent 694044 f Beispiel i 1 erhältlichen Sulfochlorids des 3 # 3-Dichloroxindols werden bei einer Temperatur von -5 bis o° allmählich unter gutem Rühren in :ein Gemisch von 56 Gewichtsteilen wäßriger, 48%iger Dimethylaminlösung und 40o Gewichtsteilen Alkohol :eingetragen. Das Sulfochlorid geht rasch in Lösung, und nach kurzer Zeit beginnt das. Reaktionsprodukt sich abzuscheiden. `ach 2stündigem Rühren bei etwa o° werden 3oo Gewichtsteile Eiswasser und 3o Gewichtsteile 2oo.'oiger Salzsäure zugefügt, noch kurze Zeit gerührt. dann abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Man erhält in guter, Ausbeute eine farblose Verbindung, die aus Alkohol in farblosen Prismen vom Schmelzpunkt 195' kristallisiert. Es handelt sich um ein Sulfondimethylan-iid des ; # 3-Dichloroxindols. Erhitzt man eine Suspension dieser Verbindung in Wasser mehrere Stunden zum Sieden, dann erhält man das Isatinsulfonditnethylamid, das aus Alkohol in orangegelben Nadeln kristallisiert, die bei z27-- schmelzen. Die Sulfondimetliylamidogruppe nimmt sehr wahrscheinlich die 5-Stellung ein.
  • In ähnlicher Weise läßt sich das 3 # 3-Dicliloroxindol-5-sulfonbenz3#lamid darstellen, das aus Alkohol in farblosen Prismen vom Schmelzpunkt 223" kristallisiert und bei der Abspaltung der beiden Chloratome das Isatn-5-sulfonbenz3-l.zmid liefert, daß aus Dioxan in gelben Prismen kristallisiert, die bei 268' schmelzen.
  • Beispiele io Gewichtsteile 3 # 3-Dichlor-5-broinaxiaidol---sulfochlol-id (Beispiel 2 des Patents -0-(1940-14) werden in 6o Gewichtsteilen .U1, hol suspendiert und hierauf unter gutem Rühren bei einer Temperatur von 15 bis 20@' tropfenweise mit einem Gemisch von 5 Gewichtsteilen Ammoniaklösung !250,ö @ und 5 Gewichtsteilen Alkohol versetzt. wach .halbstündigem Rühren bei der angegebenen Temperatur werden io Gewichtsteile 2oo/oiger Salzsäure und 6o Geiwichtsteile Wasser zugegeben, worauf sich das Reaktionsprodukt, das 3 # 3-Dichlor-5-brom-oxindol-7-sulfonamid, in farblosen Prismen abscheidet. Aus Eisessig umkristallisiert, schmilzt die Verbindung bei z37 Beispiel 3 In eine Suspension von 7 5 Gewichtssteilen 3 # 3-Dichlor-5-b-romoti@ndol-"-sulfochlorid in ,5 Gewichtsteilen Aceton und I50 Gewichtsteilen Wasser läßt man unter Kühlung mit Eiswasser und gutem Rühren allmählich eine Lösung von 3o Gewichtsteilen Diäthylamin in 3o Gewichtsteilen Eiswasser :eintropfen. 1vIan rührt noch i Stunde nach, wobei die Temperatur schließlich auf 2o' ansteigen darf, daran wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Alkohol in farblosen Nadeln, die bei 1420 schmelzen, und stellt das 3 # 3-Dichlor-5-bromoxi;ndol-7-sulfondiäthylamid dar. Der Ersatz der beiden. Chloratome durch Sauerstoff führt zu 5-Bromis.atin-7-sulfondi.äthylamid, das aus Eisessig in orangegelben Nadeln kristallisiert, die bei 2oo@ schmelzen.
    Beispiel
    I6 Gewichtsteile 3 # 3-Dichlor-5-bromoxin-
    do1-7-sulfochlorid werden in ioo Gewichtstei-
    len Alkohol suspendiert. Dazu läßt man un-
    ter gutem Rühren i i Gewichtsteile Belizy1-
    amin tropfen, wobei die Temperatur bis auf
    35'- ansteigen darf. Nach i'istündigem Rüh-
    ren wird abgesaugt und mit Alkohol und
    Wasser gewaschen. Man erhält das 3 # 3-Di-
    clilor-5-bromoxnd0l-7--sulfonbenzylamid in gu-
    ter Ausbeute in Form eines farblosen Kristall-
    pulvers. Aus Chlorbenzol kristallisiert es in
    farblosen Prismen, die bei 230 schmelzen.
    Es l.äßt sich leicht in das 5-Bronlisatin-7 -stil-
    fonbenzylamid überführen, das aus Eisessig
    in orangegelben Nadeln vom Schmelzpunkt
    2I o! kristallisiert.
    Aus der großen Zahl der auf diese Art
    leicht erhältlichen Sulfonamide seien noch
    genannt:
    3 3-Dichlor-5-bromoxindol-7-sulfoilisopropyl-
    amid, farblose Prismen aus Alkohol, Schmelz-
    punkt 22a';
    3 # 3-Diclilor-5-bronioxiiidol-7-sulfonbutt-lamid,
    farblose Nadeln aus Eisessig, Schmelzpunkt
    173 bis z76°;
    --3 -Dichlor-5-b,:omoxindol-7-sulfondibutyl-
    amid, fast farblose Prismen aus Alkohol,
    Schmelzpunkt z34';
    3 . 3-Diclilor-5-broinozindol-7-sulfonanilid, farb-
    lose Prismen ausAlkohol, Schmelzpunkt 232=';
    3 # 3-Diclilor-5-bromoxindol-7-sulfonliexaliydro-
    anilid, fast farblöse Prismen aus Eisessig,
    Schmelzpunkt i8H";
    3 # 3-Dichlor-5-bromoxindol-7-sulfonisohexyl-
    amid, Schmelzpunkt i28-;
    3 - 3 - 6-Trichlor-7-methyloxindol-5-suliondi-
    methylamid, Schmelzpunkt-23o-';
    3 # 3 # 6-Trichlor -7-methyloxindol-5-stilfonis(i-
    propylamid, farblose Nadeln aus go"'"iger
    Essigsäure Schmelzpunkt 212 bis 2i3-.

Claims (1)

1'.1i1?-,; T-1@si'I,UCII: Verfahren zur Herstellung cnti Sulfon- amiden der Indolreihe, dadurch gekenn- zeichnet, daß die nach Patent 69.4o44 er- hältlichen SuIfochloride der 3 # 3-1)iIialo- geIlioxindolverbindungen, die sich vom Isa- tin, seien Halogen- oder Alkyl- bzw. Nitrosubstitutionsprodukten ableiten, mit Ammoniak bzw. primären oder sekun- dären Aminen umgesetzt ;werden.
DEI63049D 1938-12-02 1938-12-02 Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden der Indolreihe Expired DE715760C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1001933A4 (de) * 1997-07-30 2002-11-06 Smithkline Beecham Corp Caspase und apoptose

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1001933A4 (de) * 1997-07-30 2002-11-06 Smithkline Beecham Corp Caspase und apoptose

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