DE723822C - Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Abkoemmlingen von 1, 4-Diaminoanthrachinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Abkoemmlingen von 1, 4-Diaminoanthrachinonen

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DE723822C
DE723822C DEI54684D DEI0054684D DE723822C DE 723822 C DE723822 C DE 723822C DE I54684 D DEI54684 D DE I54684D DE I0054684 D DEI0054684 D DE I0054684D DE 723822 C DE723822 C DE 723822C
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DE
Germany
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parts
diaminoanthraquinones
mixture
leuco
substituted
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Expired
Application number
DEI54684D
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English (en)
Inventor
Dr Karl Koeberle
Dr Robert Schweizer
Dr Christian Steigerwald
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00—Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16—Amino-anthraquinones
    • C09B1/20—Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/26—Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals
    • C09B1/28—Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals substituted by alkyl, aralkyl or cyclo alkyl groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Abkömmlingen von 1, 4-Diaminoanthrachinonen Zusatz zum Patent 722 59,3 Durch das Patent 722 593 ist ein Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Abkömmlingen von i, 4-Diaminoanthrachinonen geschützt, hei dem man Leukoverbindungen von i, 4-Diaminoanthrachinonen mit Gemischen verschiedener primärer Amine mit. aliphatisch gebundener Aminogruppe umsetzt. Nach diesem Verfahren kann man i, 4-Diaminoanthrachinone mit gleich- oder verschiedenartigen Resten in den Aminogruppen herstellen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man N-substituierte Abkömmlinge von i, 4-Diaminoanthrachinonen Nebenfalls erhalten kann, wenn man Leuko-i-aminoanthrachinonie, die in der 4-Stellung eine Oxy- oder Methoxygruppe besitzen, öder ihre Abkömmlinge, z. B. solche, die im anderen Benzolkern des Anthrachinons noch beliebige Atome oder Atomgruppen, etwa Amino- oder Oxygruppen, enthalten können, mit Gemischen verschiedenartiger primärer Amine mit aliphatisch gebundener Aminogruppe umsetzt.
  • Die Umsetzungsbedingungen entsprechen im allgemeinen den im Hauptpatent geschilderten. Auch hier erhält man die Endstoffe in vorzüglicher Ausbeute und sehr guter Reinheit. Sie sind ebenfalls für die im Hauptpatent jerwähnten verschiedenartigsten technischen Zwecke mit Vörteil verwendbar; insbesondere zeichnen sie sich durch hervorragendes Aufziehvermögen auf Acetatseide und besondere Klarheit und Echtheit der Färbungen aus.
  • Im Vergleich zu den bekannten i, 4-Diaminoanthrachinonen, die in einer Aminogruppe statt eines Wasserstoffatoms einen Alkyl- oder Oxalkylrest und in der anderen Aminogruppe statt eines Wasserstoffatoms einen Arylrest enthalten, besitzen die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Farbstoffe, bei denen sich der Stickstoff der beiden Aminogruppen an einem aliphatisch gebundenen Kohlenstoffatom befindet, ein wesentlich besseres Aufziehvermögen auf Acetatseide und :eine erheblich bessere Löslichkeit in Kohlenwasserstoffen. Beispiel i Man erhitzt eine Mischung von 24,2 Teilen Leuko-i-amino-4-oxyanthrachinon, 15 Teilen einer 25prozentigen wäßrigen Methylaminlösung, 8 Teilen n-Butylamin und 25o Teilen Methanol unter Rühren 7 Stunden lang auf 6o bis 7o°. Dann gibt man i Teil Kupferacetat und 4 Teile Piperidin hinzu und leitet so lange Luft durch die siedende Mischung, bis die Farbstoffbildung beendet ist. Nach dem Abkühlen filtriert man das entstandene i-Methylamino-4-n-butylaminoanthrachinon ab: wäscht es mit Methanol aus und trocknet es. Es bildet blaue Nadeln, die Acetatseide in kräftigen blauen Tönen färben.
  • Ähnliche Farbstoffe erhält man, wenn man Mischungen von anderen aliphatischen Aminen benutzt, z. B. Methylamin -j- Äthylamin, Methylamin -- Propylamin, Äthylamin -f- Propylamin, Methylamin Monooxyäthylendiamin oder Methylamin -;- "-Dimethylaminopropylamin.
  • Beispiel 2 Man erhitzt eine Mischung von 25,6 Teilen Leuko-i-amino-4-methoxyanthrachinon, 15 Teilen .einer 25prozentigen Methylaminlösung, 7,2 Teilen Äthanolamin und Zoo Teilen Isobutylal.kohol unter Rühren so lange auf 6o bis 7o", bis kein Ausgangsstoff mehr nachweisbar ist. Dann gibt man o,6 Teile Kupferacetat und 6 Teile Piperidin hinzu und leitet so lange Sauerstoff durch die siedende Mischung, bis der Farbstoff gebildet ist. Das entstandene i-Methylamino-4-oxäthylaminoanthrachinon filtriert man dann ab, wäscht es mit Methanol aus und trocknet es. Es ist !ein blaues Pulver, das Acetatseide in kräftigen blauen Tönen färbt.
  • An Stelle von Methylamin kann man auch Ä thylamin, Propylamiii, Butylamin, i, 2-Propanolamin oder Butanolamin und an Stelle von Äthanolamin 1, 3-Propanol.amin verwenden, wobei man Farbstoffe mit ähnlichen. Eigenschaften erhält. Beispiel 3 Ein Gemisch von 24,2 Teilen Leukoi-amino-4-oxyanthrachinon, - 15 Teilen einer 25prozentigen wäßrigen Methylaminlösung, 11,8 Teilen Benzylamin und Zoo Teilen Isobutylalkohol erhitzt man unter Rühren so lange auf 6o bis 7o`, bis kein Ausgangsstoff mehr nachweisbar ist. Nach Zugabe von 12,5 Teilen Nitrobenzol kocht man die Mischung so lange, bis die Farbstoffbildung beendet ist. Man filtriert dann das so entstandene i-Methylamino-4-benzylaminoanthrachinon ab, wäscht es mit Methanol aus und trocknet ies. Es ist ein blaues Pulver, das Acetatseide in kräftigen blauen Tönen färbt.
  • An Stelle von Methylamin kann man auch andere Alkylamine, z. B. Äthylamin, Propylamin, Butylamin oder Amylamin, und an Stelle von Benzylamin, Phenyläthylamin oder Cyclohexylamin verwenden. Beispiel 4 Man erhitzt eine Mischung von 24,2 Teilen Lcuko-i-amino-4-oxyantlirachinon, 6,5 Teilen n-Propylamin, 8 Teilen n-Butylamin und Zoo Teilen Methanol 8 Stunden lang zum Sieden, gibt dann o,5 Teile Kupferacetat und 3 Teile Piperidin zu und. leitet so lange Luft durch die siedende Mischung, bis sich der Farbstoff gebildet hat. Das entstandene i-n-Propylamino-4-n-butylaminoanthrachinon filtriert man ab und wäscht es mit Methanol aus. Es bildet blaue Nadeln, die sich in Benzin oder Petroleum sehr gut mit blauer Farbe lösen. Beispiel 5 Zu einer Aufschlämmung von 5o Teilen Leuko - 1, 5 - diamino - 4 - oxyanthrachinon in i ioo Teilen 75prozentigem Methanol gibt man 6o Teile einer 25prozentigen wäßrigen Met'hylaminlösung und 3o Teile Äthanolamin, erhitzt die Mischung 5 Stunden lang unter Rühren auf 6o bis 70° und gibt dann i Teil Kupferacetat und 6 Teile Piperidin zu. Durch Einleiten von Luft oxydiert man die entstandene Leukoverbindung, Iäßt dann abkühlen, wäscht den Farbstoff mit Methanol aus und trocknet ihn. Er bildet blaue Nadeln und färbt Acetatseide in kräftigen blaugrünen Tönen.
  • Beispiel 6 Zu einer Aufschlämmung von 54 Teilen Leuko- i, 5, 8-triamino-4-oxyanthrachinon in iioo Teilen 75prozentigem Methanol gibt man 6o Teile 25prozentige wäßrige Methylaminlösung und 24 Teile n-Propylamin und erhitzt dann die Mischung unter Rühren 8 Stunden lang auf 6o bis 7o°. Darauf versetzt man sie mit i Teil Kupferacetat und 6 Teilen Piperidin und leitet so lange Luft durch die siedende Mischung, bis sich der Farbstoff gebildet hat. Man läßt darauf das Umsetzungsgemisch abkühlen, filtriert das entstandene blaue Pulver ab, wäscht es mit Methanol aus und trocknet es. Es färbt Acetatseide in blauen Tönen, die deutlich grünstichiger sind als die mit dem Ausgangsstoff erhältlichen Färbungen. Beispiel 7 Eine Mischung von 2o Teilen Leukoi-amino-4-oxyanthrachinon, 8o Teilen 1, 4-Dioxyanthrachinon, 6o Teilen einer 25prozentigen wäßrigen Lösung von Methylamin, 29 Teilen Äthanolamin und 7oo Teilen Isobutylalkohol erhitzt man unter Rühren 2o Stunden lang auf etwa 7o°. Dann läßt man erkalten, saugt das ausgeschiedene i-Methylamino-4-oxäthylaminoanthrachinon ab, wäscht es mit Mefhanol aus und trocknet. Es ist ein blaues Pulver und färbt Acetatseide in kräftigen blauen Tönen.
  • An Stelle des Gemisches aus Methylamin und Athanolamin kann man auch andere Amingemische verwenden, z. B. die im zweiten Absatz der Beispiele 2 und 3 genannten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:-i. Änderung des Verfahrens nach dem Patent 722 593 zur Herstellung von N-substituierben Abkömmlingen von i, q.-Diaminoanthrachinonen, dadurch gekennzeichnet, daß man hier Leuko-i-aminoanthrachinone, die in der 4-Stellung-eine Oxy- oder Methoxygruppe besitzen, oder ihre Abkömmlinge mit Gemischen verschiedenartiger primärer Amine mit aliphatisch gebundener Aminogruppe umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umset .hing in Gegenwart eines oxydierend wirkenden Stoffs durchführt.
DEI54684D 1934-09-08 1934-09-08 Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Abkoemmlingen von 1, 4-Diaminoanthrachinonen Expired DE723822C (de)

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