DE746482C - Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose

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DE746482C
DE746482C DEN41419D DEN0041419D DE746482C DE 746482 C DE746482 C DE 746482C DE N41419 D DEN41419 D DE N41419D DE N0041419 D DEN0041419 D DE N0041419D DE 746482 C DE746482 C DE 746482C
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DE
Germany
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viscose
rayon
resin
production
pulp
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DEN41419D
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English (en)
Inventor
Dr Hendrik Leendert Bredee
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HOLLANDSCHE KUNSTZIJDE IND NV
Original Assignee
HOLLANDSCHE KUNSTZIJDE IND NV
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/09Carboxylic acids; Metal salts thereof; Anhydrides thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zur -Herstellung von Kunstseide aus Viskose Für die Herstellung von Viskose wird bisher hauptsächlich nach dem Sulfitprozeß aus Nadelholz gewonnener Zellstoff reit 97 bis 89 °/o. a-Cellulose als Ausgangsmaterial verwendet, die neben verschiedenen anderen Verunreinigungen auch einen bestimmten Gehalt -an gefärbten Stoffen besitzt, die in die aus der Viskose hergestellten Gebilde, wie Kunstseide und Filme; übergehen und durch Bleichen allein schwer zu entfernen sind. In den letzten Jahren -wird daher auch mehr und mehr Sulfitzellstoff in deriHandel gebracht, der einer stärkeren Reinigung unterworfen worden ist, eine viel hellere Farbe aufweist und nach dem Verspinnen auch eine weißere Kunstseide liefert als der vorerwähnte Zellstoff.
  • Neben diesem Vorteil weisen solche stärker gereinigte Zellstoffsorteif aber auch Nachteile bei der.Fahrikätion von Viskasegebilden auf. Ähnliche. Nächteile ergeben sich auch bei der Verarbeitung --von Spezialsulfitzellstoffsortenmit einem durch eine alkalische Nachbehandlung erhaltenen hohen a-Cellulosegehält von 93 bis 95 %, z. B. sogenannten Alphafiber, ferner bei der Verarbeitung von Baumwolllinter"s und insbesondere auch von durch alka Tischen Prozeß aufgeschlossenem Sulfatzell-Stoff.
  • Die Nachteile sind u. a. folgende: i. Die durch Tauchen von Zellstoffblättern in Natronlauge erhaltene Alkalicellulose (insbesondere bei Verwendung von hohen Abpreßgraden) ist bei der darauffolgenden Mahlung oder Zerfaserung schwieriger in die gewünschte Form von leichten Flocken überzuführen und zerfasert mithin schwer, was auch in einem höheren Kraftverbrauch für die Zerfaserer zum Ausdruck kommt; Sulfatzellstoff ist für diese Verarbeitung sogar ganz iintaug-_ lich; _ - z. bei Viskose, die aus besonders gereinig= ten Zellstoffsorten hergestellt ist, stößt man meist auf-,Schwierigkeiten ,bei der Bereitung von für die Herstellung von bestimmten mattierten Gebilden gebrauchten Emulsionen von Öl-in der Viskose. Es ist dann schwer, Emulsionen von befriedigender Feinheit und Gleichmäßigkeit in der Teilchengröße zu erhalten; 3. das Verspinnen von Viskose aus besonders gereinigten Zellstoffsorten bietet oft Schwierigkeiten dadurch, daß der Spinnprozeß häufiger unterbrochen wird oder unterbrochen werden muß, u. a. infolge Abreißens von Ele , mentarfäden.
  • Es ist nun gefunden worden, daß die Schwierigkeiten und Nachteile darauf zurückzuführen sind, daß bei dem besonderen Reinigungsprozeß, dem die speziellen Sulfitzellstoffsorten unterworfen werden bzw. bei der alkalischen Aufschließung des Sulfatzellstoffes die ge-
    färbten imischungen, welche im normalen
    Sulfitzellstoff vorkommen, zusammen mit anderen Bestandteilen entfernt werden, -die bei der Viskoseherstellung bzw. beim Spinnprozeß eine günstige Wirkung ausüben. Die betreffenden Bestandteile bestehen aus Harzsäuren, wie Abietinsäuren, Pimarsäure oder Salzen derselben. _ Es ist nun gefunden worden, daß man in äußerst günstiger Weise die Herstellung von Kunstseide aus Viskose dadurch bewirken kann, daß man abgepreßte Alkalicellulose,- die aus einem durch besondere Nachbehandlung von gefärbten Stöffen und harzartigen Bestandteilen weitgehend befreiten Stilfit- oder -Sulfatzellstoff hergestellt worden ist, unter Zusatz von etwa o,3 0/0 Harzsäure oder harzsauren Salzen zerfasert, in bekannter Weise auf Viskose verarbeitet und verspinnt. Hierdurch werden die oben geschilderten Nachteile. und Schwierigkeiten ganz vermieden, die sich sonst nur zu häufig überaus lästig bemerkbar machen.
  • Gemäß der Erfindung werden die genannten Stoffe zweckmäßig beim Beginn des Zerfaserungsprozesses zur Alkalicellulose zugefügt, -wodurch es sogar möglich ist, ohne.besondere Schwierigkeiten Viskose aus Sulfatzellstoff herzustellen. e Zur Erläuterung des Verfahrens mögen die nachstehenden Arbeitsbeispiele dienen: Beispiel i i24 kg eines besonders gereinigten weißen Sulfitzellstoffes mit einem Feuchtigkeitsgehalt von z i °/o werden in der üblichen Weise in i80joiger Natronlauge getaucht und daraufauf ein Gewicht von 310 kg ab@gepreßt. Die Alkalicellulose wird in den Zerfaserer gebracht, und bei Beginn des Zerfaserns werden 300 g trockenen pulverförmigen technischen Natriumabietats in den Zerfaserer gestreut. Das Zerfasern kann dadurch erheblich verkürzt werden. Beim Zufügen von io kg Terpentin zu der bei der Weiterverarbeitung erhaltenen Viskose im Viskoseauflöser wird eine Terpentinemulsion mit einer Teilchengröße von i bis 2, maximal 4,u gewonnen, während ohne Harzzusatz Teilchen von 4 bis 8, maximal i5,u, erhalten werden.
  • Beispiel 2 Aus je i2q.kg Sulfatzellstoff werden in vollkommen gleicher Weise zwei Partien Alkalicellulose hergestellt und zu einem Gewicht von 370 kg abgepreßt. Zur ersten Partie werden bei Beginn des Zerfaserns 36o g technisches Natriumabietat zugefügt, zur zweiten Partie dagegen nicht. Hierbei werden folgende Zerfaserungsresultate erhalten:
    Ohne Harzzusatz
    Zerfaserungszeit Zerfaserungsgrad
    1/2 Stunde 49 0io
    - 71 °/o
    2 Stunden 84 0lo
    3 - 87%
    Mit Harzzusatz
    Zerfaserungszeit Zerfaserungsgrad
    112 Stunde 6801,
    i - _ 820/0
    - 2 Stunden 90110
    3 - 96110
    Die Partie mit Harzzusatz liefert ein gutes Xanthogenat und eine gute Viskose, während die Partie ohne Harzzusatz eine äußerst schlecht filtrierbare und faserige Viskose ergibt:

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose, dadurch gekennzeichnet, daß man abgepreßte Alkalicellulose, die aus -einem durch besondere Nachbehandlung von gefärbten Stoffen und harzartigen Bestandteilen weitgehend befreiten Stilfit- oder Sulfatzellstoff hergestellt worden ist, unter Zusatz, von etwa 0,3 % Harzsäuren oder harzsauren Salzen zerfasert, in bekannter Weise auf Viskose verarbeitet und verspinnt. -Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: österreichische Patentschrift Nr. iog i5o; -deutsche - - 381020-
DEN41419D 1937-12-10 1937-12-10 Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose Expired DE746482C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE381020C (de) * 1921-04-23 1923-09-14 Courtaulds Ltd Verfahren zur Herstellung von Faeden, Baendern u. dgl. aus Zellulose
AT109150B (de) * 1924-10-29 1928-03-26 Heinrich Ing Hawlik Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Fäden aus Viskose.

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE381020C (de) * 1921-04-23 1923-09-14 Courtaulds Ltd Verfahren zur Herstellung von Faeden, Baendern u. dgl. aus Zellulose
AT109150B (de) * 1924-10-29 1928-03-26 Heinrich Ing Hawlik Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Fäden aus Viskose.

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