DE764283C - Verfahren zur Herstellung von n-Butylen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von n-Butylen

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DE764283C
DE764283C DEI63724D DEI0063724D DE764283C DE 764283 C DE764283 C DE 764283C DE I63724 D DEI63724 D DE I63724D DE I0063724 D DEI0063724 D DE I0063724D DE 764283 C DE764283 C DE 764283C
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DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen
isobutane
butylene
production
hydrogen chloride
Prior art date
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Expired
Application number
DEI63724D
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Dr Cantzler
Hans Dr Krekeler
Martin Dr Mueller-Cunradi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE764283C publication Critical patent/DE764283C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C5/00—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms
    • C07C5/42—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms by dehydrogenation with a hydrogen acceptor
    • C07C5/44—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms by dehydrogenation with a hydrogen acceptor with halogen or a halogen-containing compound as an acceptor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von n-B-utylen Es wurde :gefunden, daß man auf einfache Weise n-Butylen herstellen kann, wenn man Isobutan in Anwesenheit von Halogenwasserstoff hohen Temperiaturen auseetzt. Hierbei erhält man ein Gasgemiisch; das. neben Halogenwasserstoff und Wasserstoff und gegebenenfalls unveränderteirn Isobutan ein Olefingemisch enthält, das aus etwa gleichen Teilen I,sobutylen und n-Butylen, besteht.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, H@ailogen-, wasserstoff bei der thermischen Behandlung von Kohlenwasserstoffen mitzuverwenden. So wird nachder b-ritischenP.atentsdh:rift 409 312 die Dehydrierunig flüssiger Kohlenwasserstoffe durch Halogenwasserstoff katalytisch begünstigt. In der britischen Patentschrift 315 890 wird,der Zusatz von. Halogenwas,sers.toff bei der Überführung von Kohlenwas.serstoffen in solche mit geringerer Kohlenstoffanzahl vorgeschlagen. In der britischen Patentschrift 283 ro5 ist die Mitverwendun.g von Halogen.wasstrgtoff beim Kracken von Kohlenwasserstoffen erwähnt. In keiner der entgegengehaltenen Patentschriften wird jedoch Isobutan als Ausgangsstoff genannt, geschweige denn offenbart, daß es möglich ist, durch Erhitzen dieses Kohlenwasserstoffs in Anwesenheit von Halogenwasserstoff auf Temperaturen oberhalb 400° in sehr einfacher Weise n-Bu,tylen herzustellen.
  • Die Umsetzung wird zweckmäßig @in der Weise bewirkt, daß man ein Gemisch laus Isohutan und Clilorwass:rstori durch leere, erhitzte Gefäße, insbesondere Rohre, leitet. Man benutzt zweckmäßig metallische U msetzungsgefäße. z. B. Rohre aus Gußstahl. um die für die Delirdrierung notwendige Wärmemenge gut zuführen zu können. Die Umsetzungstemperaturen liegen oberhalb .Ioo'#, im allgemeinen zwischen ;5o und 700=, jedoch unterhalb der Temperatur, bei der merkliclij Zersetzen-- unter Aufspaltung der Kohlenstoffkette eintritt. Es ist zweckmäßig, die Verweilzeit im Umsetzungsraum so kurz zu wähl-an, daß nicht alles Isobutan dehydriert wird. je höher die Temperatur ist, um so höher kann die Strömungsgeschwindigkeit gewählt werden. Die Umsetzung kann unter gewöhulichein oder vermindertem Druck ausgeführt werden. Gewiinschtenfalls kann die Umsetzung auch unter Zusatz von Katalvsatoren. z. B. großobc-rflächigen Körpern, vorgenommen werden.
  • Die lhenge des zuzusetzenden HalogenzLmeinen i- bis wasserstoffs beträgt im alig io Gewichtsteile auf i Gewichtsteil Isobtttan. Größere Mengen Halogenwasserstoff können zwar ebenfalls zugesetzt werden, doch sinkt naturgemäßdieZeitraumausheute mit Steigendem Halogenwasserstoffgehalt des Umsetzungsgemisches.
  • Den Anteil des bei der D4#livdrierung stets entstehenden Wasserstoffs 1.:ann man sehr stark verringern oder sogar ganz be;:itig:n. wenn man durch Zufuhr von Halogen. insbesondere Chlor. zu dein Umsetzungsgemisch den abgespaltenen Wasserstoff in Halogenwasserstoff überführt. Das Chlor darf mit den im Umsetzungsgemisch vorhandenen Kohlenwasserstofen erst bei hohen Temperaturen zusammentreffen, da es bei tiefen Temperaturen mit den Kohlenwasserstoffen in unerwünschter Weise reagieren würde. Wird das Chlor bei niedrigen Temperaturen beigemischt, so finden sich im Endgas Chlorkohlenwasserstoffe und Diolefine. Es wird daher, gegebenenfalls mit Chlorwasserstoff gemischt. an einer Stelle in den Umsetzungsraum gegeben, wo bereits freier Wasserstoff vorhanden ist. Die ölenge des Chlors kann Beliebig gewählt werden. sie sollte indessen zweckmäßigerweise nie größer sein, als der Menge des abgespaltenen Wasserstoffs entspricht. Die im einzelnen geeignete Menge läßt sich leicht ;furch einen Vorversuch ermitteln: man kann aber auch so vorgehen, daß man langsam die zugegebene Chlormenge steigert und dann konstant hält. wenn im Endgas nur noch wenig oder kein Wasserstoff und noch keine Clilorlzolilemwasstrstoff@e enthalten sind.
  • Die Zerlegung des, Endgases kann auf verschiedene. Weise bewirkt werden. Zweckmäßig verwendet man den darin enthaltenen Chlorwasserstoff zunächst zur _lbscheidung des Isobutcleris als tertiäres Butwlchlorid, beispielsweise indem man das Gasgemisch über Katalysatoren leitet, die die Anlagerung von Chlorwasserstoff an Isobutclen. nicht aber die an n-Butvlen begünstigen.
  • Das nach der Abtrennung des tertiären Butvlclilor:ds zurückbleibende. aus Isobutan. i.-Butclen, Chlorwasserstoff und gegebenenfalls ZVasserstoff bestehende Gemisch befreit man zunächst vorn Chlorwasserstoff und kann es dann unmittelbar C msetzungen unterwerfen. durch die das n-Butvlen weiterverarbeitet wird, z. B. einer Chlorierung in der Kälte zur Herstellung von Dichlorbutan. oder man wäscht das Batclen als solches aus. Das unveränderte Isobutan kann erneut der Dehvdriertmg zugeführt werden.
  • Das Verfahren eignet sich auch zur Herstellung von n-Butvlen aus Isobutan enthaltenden Gemischen, z. B. von natürlich vorkommenden oder bei Synthesen erhaltenen Rähbutangemischen, die n-Btttan und Isobutan nebeneinander enthalten.
  • Beispiel Durch ein leeres, 2 m langes Stahlgußrohr von 6o nim lichter'#Veite,das auf 65o geheizt ist. leitet man stündlich den Dampf von 720 g Isobutan, dem 1300 g Chlorwasserstoff beigemischt sind. In die Umsetzungszone führt man durch ein engeres. in der Mitte des L"msetzungsrahres endende: Rohr stündlich 300 g Chlor zu, die mit iooo g Chlormwasserstoff gemischt sind. Das Endaas wird in einem Turm mit Wasser gewaschen. wodurch der Chlorwasserstoff entfernt wird, und dann auf -So=- gekühlt. 'Man erhält so 62o g eines Kondensats. das aus etwa -too,o Isobutan. 300.%o Isobutvlen und 3 00;`o n-Btitwlen besteht. Zur Isolierung des ii-Butrlens behandelt man das Kondensat mit Chlorwasserstoff. scheidet das entstandene tertiäre Biatvlclilorid ab und zerlegt das zurückbleibende Gemisch von Isobutan und n-Butvlen durch Destillation.
  • Das bei der Kondensation des Umsetzungsgemisches erhaltene Restgas beträgt stündlich 12o 1. Es besteht zu ;oo/o aus Wasserstoff, zu ioo;o aus Butvlenen. davon etwa ; °'o ii-Butwlen. und zu 2o016 aus Isobutan. Die restlichen 260..'o bestehen im wesentlichen aus 'Methan. Durch Kompression scüe:det man aus dem Rest<zasdieKolilemwasserstoffe mit .1 Kohlenstoffatomen flüssig ab: inan kann sie erneut der U insetzung zuführen.
  • DieGesamtausbeuteanKohlenwasserstoffen mit .I Kohlenstoffatomen, Isobutan. IsobutvIen, n-Batvlen und etwa: n-Butan, beträgt ungefähr 9811/o. Der Umsatz beträgt stündlich etwa igog dbo!`o_ge: ti-Butwlen aus 1ao g Isobutan: in einem Durchgang, entsprechend etwa 27 °/a der Theorie.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von n-Butylen, dadure'h gekennzeichnet, daß man Isobwtan im Gemisch mit Halogenwasserstoff auf Temperaturen oberhalb 400° erhitzt.
  2. 2. Verfahren @ zur Herstellung von n-B-utrylen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Zugabe von Chlor in die Umsetzungszone den bei .der Behandlung von Isobutan abgespaltenen Wasserstoff ganz oder teilweise in Form von. Chlorwasserstoff bindet. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Britische Patentschriften Nr. 283 105, 315 890, 409 312.
DEI63724D 1939-02-07 1939-02-07 Verfahren zur Herstellung von n-Butylen Expired DE764283C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB283105A (en) * 1927-01-03 1928-12-06 Ig Farbenindustrie Ag Improvements in the manufacture and production of hydrocarbons poor in hydrogen
GB315890A (en) * 1928-01-18 1929-07-18 Adrianus Johannes Van Peski Process for the decomposition of hydrocarbons into hydrocarbons containing fewer carbon atoms
GB409312A (en) * 1932-09-22 1934-04-23 Ig Farbenindustrie Ag Improvements in the dehydrogenation of hydrocarbons

Patent Citations (3)

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