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Wasch- und Spülmaschine Gegenstand der Erfindung ist es, Außentrommel,
Außenmantel oder Behälter von Waschmaschinen und Waschvorrichtungen zum Waschen
und Spülen von Textilien aller Art, insbesondere Gebrauchswäsche, so zu gestalten,
daß diese neben dem eigentlichen Waschraum einen oder mehrere Spülräume besitzen,
so daß der Waschgang in einem besonderen Waschraum und Waschstrom und der Spülgang
in einem selbständigen Spülraum und Spülstrom so ablaufen können, daß die im Waschgang
gelösten und von den Fasern entfernten Verunreinigungen durch Bewegen der Flüssigkeit
durch mechanische oder physikalische Mittel abgeführt und in die vom Waschraum getrennt
angeordneten Spülräume befördert und dadurch räumlich von dem Reinigungsgut abgeschieden
werden, so daß eine Wiedervereinigung der Verunreinigungen mit den Textilien unterbunden
wird. Bei bekannten Vorrichtungen-und Maschinen kann nach dem gegenwärtigen Stand
der Technik das Lösen und Abheben der Verunreinigungen von den Textilfasern unter
Ansatz entsprechender chemisch-physi= kalischer Mittel nach dem gewünschten Endergebnis
gesteuert werden. Die Trennung der gelösten und ab;-gehobenen Verunreinigungen von
Waschgut ist äagegen bis heute noch nicht wirtschaftlich durchführbar. I" _ Erfahrungsgemäß
verbleiben nach dem Ablassen der Waschbäder in dem Waschgut noch bis zu 6ä% der
Verunreinigungen, die durch eine Reihe vori Spülvorgängen entfernt werden müssen.
Es ist daher schon lange versucht worden, durch entsprechende Gestal= tung des maschinellen
Teiles die Trennung der gelösten Verunreinigungen von der Wäsche in wirtschäftlich
einfacher und günstiger Weise zu erzielen.
Es sind insbesondere
Doppeltrommeln, Wasch- und Spülmaschinen mit sogenannten Spülrinnen vorbekannt,
in denen sich die gelösten Verunreinigungen sammeln sollen. Da diese Rinnen aber
wegen der Bewegung der Innentrommeln und wegen des veränderlichen Flüssigkeitsspiegels
durch den Drehsinnwechsel der Trommel keine dauernde Verbindung mit dem Wasch- oder
Spülbad haben, ist hierdurch kein wesentlicher Abtrieb der Verunreinigungen zu erreichen.
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Auch größere Ventile für den Ablaß der Wasch- und Spülbäder haben
sich als nicht sonderlich leistungssteigernd erwiesen, da mit der Größe des Ablaufquerschnittes
auch die Abfilterung durch das Waschgut ansteigt.
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Eine sichere und wirtschaftlich günstige Trennung der gelösten Verunreinigungen
von den Textilfasern kann nur dann erzielt werden, wenn es möglich ist,. die Verunreinigungen
bereits während des Wasch- oder Spülvorganges räumlich von dem Waschgut zu trennen.
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Erfindungsgemäß wird das gestellte Ziel durch eine neuartige Ausbildung
des maschinellen Teiles mit geeigneten Wasch- und Spülräumen erreicht derart, daß
die Außentrommel, der Außenmantel oder der Außenbehälter der Waschmaschine oder
der Waschvorrichtung mit einem oder mehreren Räumen in entsprechender Form versehen
werden, in welche die Verunreinigungen mit dem Flüssigkeitsstrom durch geeignete
Verbindungsöffnungen eintreten können.
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Es ist bisher nicht bekannt geworden, daß eine räumliche Trennung
der Verunreinigungen von Waschgut durch einen besonderen Spülstrom möglich ist,
dessen Oberfläche keine Verbindung mit der Oberfläche des Waschstromes oder des
Wasch- und Spülbades hat und der in einen oder mehrere getrennte Spülräume ohne
Untenablauf und Ausnutzung der Lagenenergie einfließt.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele von Waschvorrichtungen
nach der Erfindung näher veranschaulicht.
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Fig. i zeigt einen Querschnitt durch eine Haushaltwaschmaschine, die
erfindungsgemäß mit einem Wasch- und einem Spülraum ausgerüstet ist; Fig. 2 zeigt
eine teilweise geschnittene Ansicht einer Doppeltrommel, Wasch- und Spülmaschine;
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch eine Waschmaschine nach Fig. 2 ; Fig. 4 ist ein
Schnitt durch einen -seitlichen Spülraum einer Maschine nach Fig. 2 ; Fig.5
verdeutlicht einen Querschnitt durch eine Waschmaschine, deren Waschraum durch Anbau
eines Spülraums erweitert ist; Fig. 6 veranschaulicht im Querschnitt einen Maschinensatz,
der durch Zusammenbau mehrerer Maschinen nach den Fig, 2, 3, 4 und 5 entsteht; Fig.
7 zeigt diesen Maschinensatz in Draufsicht; Fig. 8 ist ein Querschnitt durch einen
Maschinensatz ähnlich dem, der in Fig. 6 und 7 dargestellt ist und aus dem insbesondere
die Verbindungsleitung zwischen den einzelnen Maschinen zu erkennen ist.
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Man erkennt in Fig. Z eine Haushaltswaschmaschine, in der nach Herausnehmen
des in gestrichelten Linien dargestellten Wäschequirls 12 auch von Hand gewaschen
und der Flüssigkeitsstrom bewegt werden kann. Diese Haushaltswaschmaschine ist erfindungsgemäß
mit einem Waschraum i und einem Spülraum 2 in einem Behälter 3 versehen, so daß
die gelösten Verunreinigungen, die sinnbildlich bei ii dargestellt sind, bei geöffnetem
Ventil 8 und bei laufendem Zutritt frischer Spülflüssigkeit, die mit 9 bezeichnet
ist, durch Löcher 5 in dem Innenbehälter 4 aus dem Waschraum i in den Spülraum 2
fließen und durch eine Austrittsöffnung io abfließen können. Bei geschlossenem Ventil
7 können auch bereits während des Waschvorganges oder bei einem teilweisen Spülvorgang
ohne Zulauf durch die Eintrittsöffnung Verunreinigungen aus dem Raum i von der Wäsche
räumlich nach 6 hin abgetrennt werden.
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In Fig. 2 ist in teilweise geschnittener Ansicht eine Doppeltrommel-Wasch-
und Spülmaschine dargestellt, in der der Flüssigkeitsstrom aus dem Waschraum i durch
geöffnete Ventile 8 in den Spülraum 2 mit den Verunreinigungen ii einströmen und
diese in die seitlichen Räume 13 weitertragen kann. Bei fortgesetztem Zulauf frischer
Spülflüssigkeit 9 werden die Verunreinigungen i1 durch Überlauf io oben abgeführt.
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Um die räumliche Trennung der Verunreinigungen auch bereits während
des Waschvorganges einleiten zu können, kann dem Waschraum i durch Öffnen des Ventils
15 in Stellung 16 an jeder Seite ein zusätzlicher Vorspülraum 14 zugeordnet werden.
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In dem -in Fig. 3 dargestellten Querschnitt durch eine Waschmaschine
gemäß Fig. 2 mit dem Waschraum i und dem Spülraum 2 fließen bei Ventilstellung 8
und entsprechendem Zulauf 9 die Verunreinigungen ii in den Spülraum 2 und von dort
durch die Öffnungen 22 in die seitlichen Spülräume 13 (Fig. 2). Die beiden Stellungen
des Ventils 7, 8 sind besonders deutlich in Fig. 2 zu erkennen.
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In dem Schnitt nach Fig. 4 durch einen seitlichen Spülraum 13 (Fig.
2) ist ein Überlaufrohr 25 eingebaut, welches je nach dem erforderlichen Überlauf
als Teleskoprohr verstellbar ist, so daß der Obenablauf io regelbar ist.
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Eine Waschmaschine, bei der der Waschraum i durch einen Anbau 26 so
erweitert wird, daß ein Spülraum 2 entsteht, ist in Fig. 5 näher veranschaulicht.
Der Spüliaum 2 ist hier durch Öffnungen 27 mit dem Waschraum i in ständiger Verbindung;
durch eine entsprechende Anordnung der Anbauten 26 und der Verbindungsöffnungen
27 können die einmal im Raum 2 befindlichen Verunreinigungen ii nicht mehr in den
Waschraum i zurück. Bei entsprechendem Zu-
lauf 9 fließen die Verunreinigungen
bei 22 in die seitlichen Räume und von dort nach dem Obenablauf io (Fig. 2) oder
durch das Teleskoprohr 25 (Fig.4) ab. Eine mehrfache Anordnung von Maschinen nach
dem Erfindungsgedanken ist im Querschnitt in Fig. 6 erläutert. Diese als Maschinensatz
anzusprechende Anordnung entsteht durch Zusammenbau mehrerer Maschinen nach den
Fig. 2, 3, 4 und 5. Die Waschräume i und die Spülräume 2 sind hierbei durch Verbindungsleitungen
31 und 32 so verbunden, daß bei fortgesetztem Zulaufen 9 ein getrennter Waschstrom
in 31 und ein selbständiger Spülstrom in 29 derart fließen können, daß die gelösten
Verunreinigungen ii keine Verbindung
mehr mit dem Waschgut bekommen.
Durch eine besondere Rohranordnung 30 wird der fließende Gesamtstrom in einen
mit Verunreinigungen gesättigten Strom ii und einen noch aktiven Strom 9 entsprechend
dem Zulauf getrennt.
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Eine Aufsicht auf diese Anordnung ist in Fig. 7 zu erkennen, aus der
besonders deutlich die getrennte Führung von Waschstrom 31 und Spülstrom 29 zu erkennen
ist.
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In einem weiteren Querschnitt durch einen Maschinensatz nach Fig.8,
dessen Aufbau etwa dem der Fig. 6 und 7 entspricht, ist besonders deutlich die Leitung
34, die die einzelnen Maschinen verbindet, zu erkennen. Diese Verbindungsleitung,
die im Querschnitt im linken oberen Teil der Fig. 8 deutlich herausgezeichnet ist,
besitzt eine Trennwand 35, durch die der Gesamtstrom in einen mit Verunreinigungen
abgesättigten Teil ii (Spülstrom) und in einen Waschstrom 9 getrennt wird. Durch
diese Führung des Gesamtwaschstromes in einer Verbindungsleitung 34 ist es möglich,
zwei vollkommen getrennte Ströme durch mehrere hintereinander oder nebeneinander
angeordnete Waschmaschinen fließen zu lassen.
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Der Waschraum i und der Spülraum 2 nach Fig. 8 können im Gegensatz
zu dem Waschraum i und Spülraum 2 nach Fig. 3, die durch die Öffnung 27 dauernde
Verbindung haben, mittels der Ventile 7 (Fig. 8) voneinander getrennt oder untereinander
verbunden werden.
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Aus der Fig. 8 ist weiterhin zu ersehen, daß die Trennung des Gesamtstromes
ebenfalls durch eine Pumpe 37 mittels der Leitungen 38, 39 und 44 getrennt werden
kann, da in der Trommel 4 durch die Verbindungsleitung 44 nur aktive Wäschelauge
befördert wird, während der abgesättigte Strom durch die Umführungsleitung 45 so
weiter fließt, daß die einmal abgehobenen Verunreinigungen nicht mehr mit dem Waschgut
in Verbindung gelangen können.
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Aus der Zeichnung ist deutlich zu ersehen, daß die räumliche Trennung
der Verunreinigungen von Wäschegut nur durch die zusätzliche Anordnung von Spülraum
2 bei Einzelmaschinen möglich ist und bei einem Maschinensatz von mehreren hintereinandergeschalteten
Aggregaten eine Verbindungsleitung gemäß Detaildarstellung (Fig. 8) erforderlich
ist, durch die der Gesamtstrom in einen gesättigten und einen ungesättigten Strom
unterteilt wird.