DE869558C - Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Kunststoffen, insbesondere Kunstharzen bzw. Kunstharzmischungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Kunststoffen, insbesondere Kunstharzen bzw. Kunstharzmischungen

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DE869558C
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DE
Germany
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synthetic resin
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plastics
resin mixtures
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Expired
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DEP565D
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English (en)
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Herbert Dipl-Ing Hobein
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Presswerk A G
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Presswerk A G
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Kunststoffen, insbesondere Kunstharzen bzw. Kunstharzmis chungen Bei der Herstellung von Formkörpern aus Kunststoffen, insbesondere bei der Verarbeitung von Kunstharzen mit Füllstoffen auf Phenol- bzw.
  • Kresol- oder Harustofibasis ist es bekanntlich sehr vorteilhaft, die in Frage kommenden Massen (Kunstharzmischungen) einer Vorwärmung zu unterwerfen, bevor die endgültige Fertigstellung des Formkörpers in einer Preßform stattfindet. Die zum Vorwärmen nötigen Einrichtungen beanspruchen jedoch, besonders wenn es sich um die Herstellung großer Preßteile handelt, einen erheblichen Raum. Ferner erfordern sie einen beträchtlichen Aufwand an Heizungsenergie, da die zur Erzielung einer gleichmäßigen und durchgreifenden Vorwärmung benötigten Vorwärmezeiten eine bestimmte Mindestgrenze nicht unterschreiten dürfen, die häufig bei einer losen oder vortablettierten Preßmasse etwa I Stunde oder auch mehr beträgt.
  • Durch die Erfindung wird die Aufgabe gelöst, ohne Verzicht auf die günstige Wirkung einer Vorwärmung der durch Pressen oder auch durch Spritzen oder Gießen zu verarbeitenden Massen besondere Vorwärmeeinrichtungen überhaupt überflüssig zu machen.
  • Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die Herstellung der Rohmasse (Kunstharz- mischung) ohnehin schon unter Wärmezufuhr stattfindet. Hierbei sind der Wärmezufuhr bzw. der Dauer des Aufbereitungsvorganges aber bekanntlich bestimmte Grenzen gesetzt. Das in der Mischung vorhandene Kunstharz darf nämlich nicht erhärten, d. h. es ist dafür Sorge zu tragen, daß beim Wiedererwärmen der Masse zu Beginn des eigentlichen Verarbeitens (Preßvorganges) bzw. beim Vorwärmen stets die erforderliche Fließfähigkeit gesichert bleibt. Die Einhaltung dieser Bedingung führt somit zu dem Ergebnis, daß der Aufbereitungsvorgang der Rohmasse (Kunstharzmischung) gerade in demjenigen Augenblick abgebrochen werden muß, in welchem die Masse durch das Aufbereitungsverfahren so innig durchwärmt ist, wie dies selbst im günstigsten Fall durch eine spätere, der Verarbeitung vorgeschaltete Vorwärmung kaum noch erreicht werden kann.
  • Zur Erläuterung des bisherigen Standes - der Technik hinsichtlich der Behandlung (Aufbereitung und Weiterverarbeitung) von Kunstmassen mag als Beispiel auf die unter der Bezeichnung Typ S bekannte pulverförmige Preßmasse verwiesew sein. -Bei dieser Masse werden pulverförmiges Kunstharz und pulverförmiger Füllstoff (Holzschliff) mit Hilfe von geheizten Walzen innig miteinander vermischt und erwärmt: Nach Beendigung des Walzvorganges wird dann das Walzgut als zusammenhängendes Fell von den Walzen abgezogen, abgekühlt, zerkleinert und zu einer pulverfwormig,en Masse vermahlen. Die so gewonnene Masse bildet dann den Roh- bzw. Ausgangsstoff für die Erzeugung von Formteilen durch die-in def iCunststofftechnik üblichen Arbeitsverfahren, die durchweg ein Wiedererwärmen, häufig sogar ein längeres Vorwärmen erfordern.
  • Die Erfindung macht nun den Vorschlag, an'die Aufbereitung der Preßmassen, die in der Regel ifi einem von der eigentlichen Verarbeitungsstätte (Presserei) räumlich getrennten chemischen Betrieb stattfindet, die Weiterverarbeitung der. noch warmen - Masse unmttelbar ,anzuschließen. -.Die in der Aufbereltungsanlage (Mischwalzen) anfallende Rohmasse braucht also weder zerkleinert bzw. vermahlen zu werden, vielmehr ist es - lediglich er- -forderlich, von dem etwa als - zusammenhängendes Fell entstehenden Walzgut gewisse, dem herzustellenden Formkörper gewichtsmäßig entsprechende Teilstücke abzutrennen, die dann sofort in eine Form gegeben werden können. Ebenso kommt ein besonderes Wiedererwärmen der Masse. in Fortfall; sie bracht nur bis zur Verarbeitung kurze Zeit -auf Temperatur gehalten zu werden, was im Bedarfsfall z. B. dadurch geschehen kann, daß man die von dem Walzgut abgetrennten Teilstücke den in Frage kommenden Formen durch einen beheizten Kanal zuführt.
  • Es liegt auf der Hand, daß durch eine kurzzeitige (unmittelbare) Aufeinanderfolge im Verein mit liner räumlichen Zusammenfassung der bisher zeitlich und auch räumlich ganz getrennten Arheitsstufen der Aufbereitung einerseits und der Weiterveràrbeitung andererseits ein bedeutender Gewinn an Arbeitszeit und Wärmeenergie erzielt wird, ganz abgesehen davon, daß auch die bisherigen Transportwege fortfallen bzw. auf ein unbedeutendes Mindestmaß herabgedrückt werden.
  • Bei der praktischen. Verwirklichung des Erfindungsgedankens empfiehlt es sich, die Aufbereitungsanlage für die Kunstmasse (Kunstharz--mischung) so zu bemessen, daß sie gleichzeitig den Bedarf mehrerer bzw. zahlreicher Fertig- oder Weiterverarheitungsformen deckt, was durch Einschaltung entsprechender Trenn- bzw. Wiegevorrichtungen keine Schwierigkeiten bietet.
  • Ein weiterer erfinderischer Vorschlag geht dahin, die durch Aufbereitung gewonnene Rohmasse nicht sofort in einer Fertigform zu der endgültigen Gestalt' des jeweils gewünschten Formteiles zu verarbeiten (auszupressen), sondern zunächst in einer besonderen Vorpreßform einen Vorpreßling von einfacher; z. B. schalen-, trichter- oder becherförmiger Gestalt zu erzeugen und diesen Vorpreßling, der durchweg plastisch bleibt und bereits volle Preßtemperatur angenommen hat, dann anschließend endgültig auszupressen.
  • Es erscheint einleuchtend, daß das Vorformen (Vorpressen) in verhältnismäßig kleinen Formen durchgeführt werden kann, die sich demgemäß auch auf kleinen, schnell und billig arbeitenden Pressen verarbeiten lassen. Andererseits ergibt sich durch die Einschaltung der vorerwähnten Zwischenstufe, d, h. durch die Herstellung eines Vorpreßlings., der 'bedeutsame Vorteil, daß insbesondere bei großen Formteilen, z. B. bei Radiogehäusen, die Endver-~ãrbëltung in der Fertig'EöTm wesentlich vereinfacht und beschleunigt wird, da beim endgültigen Auspressen der Masse, d. h. des auf volle Preßtemperatur erwärmten plastischen Vorpreßlings, das sonst kaum zu vermeidende mehrmalige Schließen und Offenen der Fertig form zum Zweck des Lüftens und Wendens des Preßlings, zum Entgasen der Masse, in Fortfall kommt.
  • - Auf diese Weise l'assen sich insbesondere schwere- hydraulische Fressen, die - infolge ihres großen Gewichtes nur sehr langsame Arbeitsbewegungen ausführen können und bedeutende Mengen án- Préßwasser verbrauchen, viel besser ausnutzen, -also in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich steigern. ueberdies hat man durch die Einschaltung der Zwischenstufe des Vorpressens u. a. auch die Möglichkeit, auf einfachste Weise gewisse Maserungseffekte hervorzubringen, indem man den Vor?reß-- ling aus verschiedeh gefärbten Massen-erzeugt.
  • PATENTANSPRCHE: I. Ver-fahren zur Herstellung von Formteilen aus Kunststuffen, Jnsbesondere . Kunstharzen bzw. Kunsfharzmischungen, dadurch - gekehnzeichnet, daß die durch Aufbereitung gewonnene Rohmasse in noch warmem Zustand unmittelbar zu dem fertigen Formteil weiter-- verarbeitet wird.

Claims (1)

  1. X. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die'Aufbereitungsanlage so bemessen ist, daß sie laufend den Bedarf mehrerer nachgeschalteter Fertig- bzw. Weiterverarbeitungsformen deckt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Aufbereitungsanlage und den einzelnen Fertig- bzw. Weiterverarbeitungsformen je eine Trenn- bzw. Wiegevorrichtung angeordnet ist.
    4. Verfahren, insbesondere nach Anspruch I oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Rohmasse zunächst ein Vorpreßling von einfacher Gestalt hergestellt wird, bevor unmittelbar anschließend die endgültige Formgebung in einer Fertigform stattfindet.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorpreßling zur Erzielung gewisser Maserungseffekte an dem endgültigen Formteil aus verschieden gefärbten Massen hergestellt wird.
DEP565D 1943-03-30 1943-03-30 Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Kunststoffen, insbesondere Kunstharzen bzw. Kunstharzmischungen Expired DE869558C (de)

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