DE940529C - Verfahren zur Herstellung von acylierten Sulfamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von acylierten Sulfamiden

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DE940529C
DE940529C DEF12877A DEF0012877A DE940529C DE 940529 C DE940529 C DE 940529C DE F12877 A DEF12877 A DE F12877A DE F0012877 A DEF0012877 A DE F0012877A DE 940529 C DE940529 C DE 940529C
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Germany
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acid
acylated
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DEF12877A
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Roderich Dr Graf
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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Publication date
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C307/00—Amides of sulfuric acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfate groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C307/02—Monoamides of sulfuric acids or esters thereof, e.g. sulfamic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von acylierten Sulfamiden Es wurde gefunden, daß man acylierte Sulfamide erhält, wenn man acylierte Sulfamidsäurechloride der allgemeinen Formel R (-CO -NH-SOZCl)n, wobei R für einen organischen Rest steht und n eine ganze Zahl bedeutet, mit Verbindungen, -die eine reaktionsfähige Aminogruppe enthalten, in Gegenwart halogenwasserstoffbindender Substanzen umsetzt.
  • Die als Ausgangsverbindungen dienenden Verbis: Jungen der allgemeinen Formel R (- CO -NH-SO,Cl)" sind gemäß Patent 931 225 durch Kondensation von N-Carbonyl-sulfamidsäurechlorid mit Verbindungen, die mindestens eine Carboxylgruppe enthalten, unter Kohlendioxydabspaltung herstellbar.
  • Als Verbindungen mit reaktionsfähiger Aminogruppe kommen beispielsweise Ammoniak, aliphatische, cycloaliphatische, aromatische, gemischt aliphatisch-aromatische, primäre oder sekundäre, gesättigte oder ungesättigte Amine, die auch substituiert sein können oder sich von einem Heteroringsystem ableiten, in Betracht, wie beispielsweise Methylamin, Äthylamin, n-Propylamin, Isopropylamin, n-Butylamin, Isobutylamin, tertiäres Butylamin, n-Hexylamin, Dodecylamin, Octadecylamin, Allylamin, Anilin, Toluidin, Phenetidin, p-Chloranilin, p-Aminobenzoesäure-äthylester, a-Naphthylamin, a-Aminopyridin, Äthylenimin; Dimethylamin, Diäthylamin, Dicyclohexylamin, Piperidin, Benzylamin, Äthylendiamin, Hexamethylendiamin, p-Phenylendiamin, 4, 4'-Diaminodiphenyhnethan und dessen Kernhydrierungsprodukte, Hydrazin und Phenylhydrazin.
  • Man führt das beanspruchte Verfahren in der Weise durch, daß man die acylierten Sulfamidsäurechloride, beispielsweise gelöst in einem indifferenten Lösungsmittel, . wie Benzol, mit äquivalenten Mengen des Amins unter Rühren und Kühlung zur Umsetzung bringt, wobei für die Bindung des Chlorwasserstoffs Sorge getragen wird. Die Amine kailn man zur Bindung des gebildeten Chlorwasserstoffs im Überschuß anwenden oder chlorwasserstoffbindende Mittel, wie beispielsweise Alkali- bzw. Erdalkahhydroxyde oder -carbonate, zusetzen. In manchen Fällen ist es zweckmäßig, in wasserfreiem Medium zu arbeiten. Man kann dabei -den gebildeten Chlorwasserstoff- außer durch bereits genannte Maßnahmen auch durch Zusatz wasserfreier tertiärer Basen, wie beispielsweise Pyridin, binden.
  • Es ist im allgemeinen nicht notwendig, das als Ausgangsstoff zu verwendende acylierte Sulfamidsäurechlorid in isolierter Form zu verwenden. Man kann mit dem gleichen Erfolg auch die Lösungen oder Suspensionen der acylierten Sulfamidsäurechloride, wie sie beispielsweise nach dem oben angeführten Verfahren erhalten werden, unmittelbar zur Umsetzung bringen. Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, daß man die Vorstufe und die beanspruchte Umsetzung hintereinander im gleichen Reaktionsgefäß ausführen kann.
  • Zur Isolierung des Verfahrensproduktes verdampft man das Lösungsmittel, nachdem man das gebildete Alkali-, _-Erdalkalichlorid oder chlorwasserstoffsaure Amin abgetrennt hat. In sehr vielen Fällen läßt sich der saure Charakter der Verfahrensprodukte zu deren Isolierung mit Vorteil benutzen. Die zwischen der C O- - und der S OZ-Gruppe stehende N H-Gruppe verleiht den Verfahrensprodukten im allgemeinen einen so stark sauren Charakter, daß deren in der Regel wasserlösliche Alkalisalze neutral reagieren. Durch verdünnte Alkalilauge oder Natriumcarbonatlösung lassen sich so die Verfahrensprodukte ihren Lösungen in den als Reaktionsmedium dienenden organischen Lösungsmitteln entziehen und werden aus den Lösungen ihrer Alkalisalze durch Ausfällen mit Säuren meist unmittelbar in großer Reinheit erhalten.
  • Die Verfahrensprodukte stellen eine neuartige und wertvolle Klasse von Verbindungen dar, die beispielsweise als Textilhilfsmittel, Arzneimittel und Schädlingsbekämpfungsmittel Verwendung finden. Durch die -Substituierbarkeit des sauren Iminowasserstoffs durch andere organische Reste nach bekannten Methoden bieten die neuen Verbindungen weitere technisch interessante Umsetzungsmöglichkeiten. Beispiel i In eine Suspension von 15,8 Gewichtsteilen N Acetylsulfamidsäurechlorid in 8o Gewichtsteilen Benzol läßt man unter Rühren und Kühlen bei etwa 2o° eine Lösung von ig Gewichtsteilen Anilin in 40 Gewichtsteilen Benzol zulaufen. Sodann verrührt man mit einer Lösung von 8 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd in xoo Gewichtsteilen Wasser. Aus der abgetrennten wäßrigen Lösung fällt man das entstandene N-Acetylsulfamidsäure-anilid CH3C0-NH-S02-NHCBH6 mittels verdünnter Salzsäure. Durch Lösen in Methanol und Zusatz von Wasser erhält man die Substanz in Form farbloser Nädelchen, die beim langsamen Erhitzen bei 157 bis z58° schmelzen. Die Ausbeute beträgt etwa 18 Gewichtsteile.
  • Die Substanz ist -löslich in Natriumcarbonatlösung und, fällt aus dieser Lösung auch nach längerem Erhitzen bei Säurezusatz wieder unverändert aus. Die Substanz ist in heißem Wasser ziemlich leicht löslich. Bei längerem Erhitzen der wäßrigen Lösung erfolgt Hydrolyse unter Bildung von Schwefelsäure. Wendet man statt Anilin die äquivalente Menge Phenetidin an, so erhält man Acetylsulfamidsäure-p-phenetidid der Formel CH3CU-NH-S02NH-C6H4OC2H6 in Form farbloser Nädelchen vom F. i69°. Beispiel 2 Zu einer Suspension von 22 Gewichtsteilen N-Benzoylsulfanlidsäurechlorid in 8o Gewichtsteilen Benzol läßt man unter Rühren und Kühlung bei etwa 2o° eine Lösung von ig Gewichtsteilen Anilin in 4o Gewichtsteilen Benzol zufließen. Sodann verrührt man mit einer Lösung von 8 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd in ioo Gewichtsteilen Wasser und fällt aus der abgetrennten wäßrigen Lösung mittels verdünnter Salzsäure das entstandene N-Benzoyl-sulfamidsäureanilid C,H5C0-NH-S02-NH-Cjl6 als farblosen kristallinen Niederschlag. Ausbeute etwa 23 Gewichtsteile. Nach . dem Umkristallisieren aus Methanol-Wasser erhält man die Verbindung in Form glänzender Blättchen vom F. 2o7°.
  • Bei analoger Umsetzung von @ N Benzoyl-sulfamidsäurechlorid mit Diäthylamin erhält man das N-Benzoyl-sulfamidsäurediäthylamid der Formel C,H"CONH-S02N(C,H6)Z, das aus der wäßrigen Lösung seiner Natriumverbindung mittels verdünnter Salzsäure als dickflüssiges Öl ausfällt und beim Stehen zu- einer kristallinen Masse vom F. 73 bis 75° erstarrt. Es ist leicht löslich in Methylenchlorid oder Methanol und wenig löslich in Wasser.
  • ' In analoger Weise erhält man mit Cyclohexylamin N-Benzoylsulfamidsäure-cyclohexylamid der Formel C,H6CONH- SO,NH- C6Hl,, in Form farbloser, feiner Nädelchen vom F. 186 bis i87° (beim langsamen Erhitzen).
  • Leitet man in die Suspension von N-Benzoylsulfamidsäurechlorid in Benzol unter Kühlung und Rühren Ammoniak, so erhält man bei ähnlicher Aufarbeitung, wie oben beschrieben, N-Benzoyl-sulfondiamid C.H5C0-NH-SOZNH2 vom F. x62°. Ebenso wurde durch Umsetzung des Kondensationsproduktes aus ß, ß-Dimethylacrylsäure und N-Carbonylsulfamidsäurechlorid mit Anilin ß, ß-Dimethyl-acryloyl-sulfamidsäureanilid der Konstitution (CHs)2C:CH-CO-NH-S02-NHC,Hs (aus Methanol-Wasser, farblose Nädelchen vom F. =4o bis z41°) erhalten.
  • Beispiel 3 5 Gewichtsteile N-Cinnamoylsulfamidsäurechlorid, C,H5CH =CH-CO-NH-S02C1, erhalten durch Umsetzung von Zimtsäure mit N-Carbonylsulfamidsäurechlorid, werden in 30 Gewichtsteilen wasserfreiem Aceton gelöst und zu einer Lösung von 8 Gewichtsteilen Anilin in 2o Gewichtsteilen Aceton unter Rühren und Kühlung bei etwa 2o° zutropfen gelassen. Durch Zusatz von Wasser und verdünnter Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion wird das Reaktionsprodukt als voluminöser Niederschlag ausgefällt. Das erhaltene Cinnamoylsulfamidsäureanilid der Konstitution C6Hr,CH=CH-CO-NH-S02-NHC,Hs bildet nach dem Lösen in Methanol und vorsichtigem Zusatz von Wasser bis zur beginnenden Kristallisation ein farbloses, feines Kristallmehl vom F. 152 bis i53°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von acylierten Sulfaaniden, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel R (-CO-NH-S02C1), wobei R für einen organischen Rest steht und n eine ganze Zahl bedeutet, mit Verbindungen, die eine reaktionsfähige Aminogruppe enthalten, in Gegenwart halogenwasserstoffbindender Stoffe umsetzt.
DEF12877A 1952-07-01 1952-07-01 Verfahren zur Herstellung von acylierten Sulfamiden Expired DE940529C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3741984A (en) * 1971-08-19 1973-06-26 Du Pont N-sulfamoyl-2-thiopenecarboxamides
DE102015104306A1 (de) 2015-03-23 2016-09-29 Papierfabrik August Koehler Se Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3741984A (en) * 1971-08-19 1973-06-26 Du Pont N-sulfamoyl-2-thiopenecarboxamides
DE102015104306A1 (de) 2015-03-23 2016-09-29 Papierfabrik August Koehler Se Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial
DE102015104306B4 (de) 2015-03-23 2018-05-03 Papierfabrik August Koehler Se Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial

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