DE963547C - Flache Kulierwirkmaschine - Google Patents

Flache Kulierwirkmaschine

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DE963547C
DE963547C DEB23135A DEB0023135A DE963547C DE 963547 C DE963547 C DE 963547C DE B23135 A DEB23135 A DE B23135A DE B0023135 A DEB0023135 A DE B0023135A DE 963547 C DE963547 C DE 963547C
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DE
Germany
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thread guide
plating
stroke
knitting machine
weft knitting
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Expired
Application number
DEB23135A
Other languages
English (en)
Inventor
Curt Scheller
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MAG IAS GmbH Eislingen
Original Assignee
Gebrueder Boehringer GmbH
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE963547C publication Critical patent/DE963547C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04B—KNITTING
    • D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B15/38—Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
    • D04B15/54—Thread guides
    • D04B15/64—Thread guides for straight-bar knitting machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Flache Kulierwirkmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine flache Kulierwirkmaschine mit einem durch ein Kettenkulierzeug angetriebenen Grundfadenführer und mit einem diesem nacheilenden Plattierfadenführer. Bei bekannten Maschinen dieser Art erfolgt der Antrieb des Plattierfadenführers ausschließlich durch eine parallel zu den Fadenführern hin- und herlaufende Schiene mittels zweier Bremsen. Die eine Bremse treibt den Plattierfadenführer in der einen Richtung und, die andere Bremse in der anderen Richtung. Der Rückhub jeder Bremse ist durch einen ortsfesten, einstellbaren Anschlag begrenzt. Dabei wirken diese Bremsen auf einen Plattierschlitten, der seinerseits mit dem Plattierfadenführer verbunden ist. Der Plattierfadenführer muß dem Rößchen um einen gleichbleibenden Betrag voreilen, der möglichst klein bemessen sein soll. Je kleiner diese Voreilung eingestellt ist, um so größer ist der Weg, den jede der von der hin- und herlaufenden Schiene mitgenommenen Bremsen bei Hubbeginn zurücklegen muß, bis sie auf den Plattierschlitten auftrifft. Daher hat die Bremse im Augenblick des Auftreffens auf den Plattierschlitten eine verhältnismäßig hohe Geschwindigkeit, mit der sie den Plattierschlitten samt dem Plattierfadenführer in Bewegung versetzen muß. Infolgedessen werden der Plattierschlitten und der Plattierfadenführer aus der Ruhe heraus plötzlich bis zu einer ziemlich hohen Geschwindigkeit beschleunigt. Um diese Beschleunigung zu ermöglichen, muß die Bremse eine starke, stoßartige Beschleunigungskraft ausüben. Diese wirkt sich dahin aus, daß die die Bremse tragende Schiene um einen gewissen Betrag durch die Bremse hindurchgleitet. Beim Rückhub der Schiene gelangt dann die Bremse an den ortsfesten, einstellbaren Anschlag, bevor die Schiene an ihrem Hubende anlangt, so daß die Schiene beim Weiterlaufen bis zu ihrem Hubende durch die Bremse hindurch von neuem gleitet, wodurch dann die Bremse wieder in die Anfangslage gegenüber der Schiene gelangt. Mit der Verminderung der Warenbreite steigert sich das Maß der Verschiebung zwischen Bremsen und Schiene. Denn je geringer die Warenbreite ist, um so länger ist der Weg der Schiene bis zum Auftreffen und um so höher ist daher die Geschwindigkeit, mit welcher die Bremse auf den Kulierschlitten auftrifft. Das hängt damit zusammen, daß die Kuliergeschwindigkeit, mit der das Rößchen angetrieben wird, bis zur Mitte der Fontur wächst.
  • Um nun das Maß zu beschränken, um welches die Bremsen auf der sie mitnehmenden Schiene gleiten, spannt man die Bremsen verhältnismäßig fest und stellt sie so ein, daß sie nach dem Gleiten auf der Schiene die richtige Stellung haben. Das hat aber den Nachteil, daß die Schienen eine starke Antriebskraft erfordern, um jedesmal nach Auftreffen der Bremsen auf die ortsfesten Anschläge bis zu deren Hubende zu gelangen. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß sich das Maß der Verschiebung der Bremsen auf der Schiene mit der Betriebsgeschwindigkeit der Wirkmaschine ändert und daß sich daher auch der Vorlauf des Plattierfadenführers- gegenüber dem Rößchen ändert, wodurch leicht Plattierfehler entstehen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Antrieb für den Plattierfadenführer der flachen hulierwirkmaschine so auszugestalten, daß er mit hoher Geschwindigkeit auf die ganze Kulierbreite hin betrieben werden kann und gleichzeitig die Gefahr von Plattierfehlern zu verringern. Dabei soll der Antrieb für den Plattierfadenführer einfach und zuverlässig ausgestaltet werden, geringem Verschleiß unterliegen und sich mit billigen Kosten herstellen lassen.
  • Erfindungsgemäß wird der Plattierfadenführer in zweifacher Weise angetrieben, nämlich vom Beginn jedes Hubes an unmittelbar durch den Antrieb des Grundfadenführers bis zu dessen Hubende und erst dann bis zum Ende seines Hubes durch eine parallel zu den Fadenführern hin- und herlaufende, unabhängig vom Kettenkulierzeug angetriebene Schiene mittels Bremsen. Dadurch wird erreicht, daß der Plattierfadenführer, seine Tragschiene und der gegebenenfalls mit dieser verbundene Plattierschlitten durch das Kettenkulierzeug fast stoßfrei in Gang gesetzt und erst danach von der Bremse eingeholt werden, so daß diese Bremse stoßfrei den weiteren Antrieb des Plattierfadenführers übernehmen kann.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht zwischen dem den Mitnehmer des Grundfadenführers antreibenden Wechselkopf und dem Mitnehmer des Plattierfadenführers eine Verbindung mit totem Gang, welcher vorzugsweise einstellbar ist.
  • Der Wechselkopf, der in bekannter Weise durch das Kettenkulierzeug angetrieben wird und mit einem Mitnehmerfinger den Grundfadenführer antreibt, greift vorzugsweise mit einem zweiten Mitnehmerfinger mit Spielraum zwischen zwei Anschlagschrauben ein, die an dem Mitnehmer des Plattierfadenführers angeordnet sind.
  • Das den Grundfadenführer antreibende Kettenkulierzeug enthält in bekannter Weise zwei Schlitten, deren Abstand einstellbar ist und den Hub des Grundfadenführers bestimmt. Bei Anwendung der Erfindung auf eine derartige Kulierwirkmaschine sind verstellbare Endanschläge für den Plattierfadenführer je mit einem der beiden Schlitten des den Grundfadenführer antreibenden Kettenkulierzeuges verbunden. Das bietet den Vorteil, daß ein und dieselben Mittel zur Einstellung der Warenbreite sowohl den Hub des Grundfadenführers als auch den Hub des Plattierfadenführers bestimmen.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. In diesen zeigt Fig. i einen schematischen Aufriß der Plattiereinrichtung mit dem Kettenkulierzeug, dem Grundfadenführer, dem Plattierfadenführer und den zugehörigen Fadenführerschienen, Fig. 2 den Grundriß der in Fig. i gezeigten Einrichtung, insbesondere den Nockenantrieb für das Kettenkulierzeug und für das Rößchen und die den Plattierfadenführer antreibenden Bremsen, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2 zur Darstellung des Wechselkopfes mit den beiden Fadenführerschienen, Fig. q. einen Aufriß des in Fig. 2 gezeigten Nockenantriebes, Fig.5 einen Teilgrundriß entsprechend dem rechten unteren Teil der Fig. 2 zur Veranschaulichung der Fadenführer arn rechten Hubende und Fig. 6 den Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 2 zur Veranschaulichung der Rößchenschiene, des Plattierschlittens und der zugehörigen Bremsen.
  • In den Zeichnungen ist die Kulierwirkmaschine nur insoweit wiedergegeben, als ihre Bauart durch die Erfindung beeinflußt ist, während die anderen Elemente der Maschine, die in der üblichen Weise zusammenwirken, wie die Platinen, das Rößchen und die Nadeln, nicht gezeigt sind.
  • Beim veranschaulichten Ausführungsbeispiel wird der Antrieb sowohl des Rößchens als auch der Fadenführer in bekannter Weise von einer gemeinsamen, waagerechten Nockenwelle io abgeleitet, die im Rahmen der Maschine von vorn nach hinten verläuft. Sie steht über ein Kegelradpaar 11, i2 mit einer waagerechten Längswelle 13 in Verbindung, die in Lagern i:4 läuft, die am Maschinenrahmen 15 befestigt sind. Die Hauptwelle 13 erfährt ihren Antrieb durch einen Elektromotor 16 über Welle 2o und einen Riementrieb 17, 18 und i9, so daß sie die Nockenwelle io ständig in Umlauf versetzt. Auf dieser Nockenwelle sind zwei Nocken 2i und 22 befestigt. Der Nocken 2i dient dem Zweck, das später zu erläuternde Kettenkulierzeug anzutreiben, welches den Grundfadenführern eine Hin- und Herbewegung von einstellbarer Hublänge erteilt. Ein solcher Grundfadenführer ist bei a3 dargestellt. Der Nocken 22 dient dem Zweck, den Rößchen eine Hin- und Herbewegung im Takt mit den Fadenführern 23 zu erteilen.
  • Eine im wesentlichen waagerecht verlaufende Nockenstange 24 (Fig. 4) ist in ihrer Längsrichtung hin- und herbeweglich durch einen Lenker 25 geführt, der von einer waagerechten Querstange 26 des Maschinenrahmens aus abwärts ragt und durch einen Gelenkzapfen 27 mit dem rechten Ende der Stange 24 verbunden ist. Weiter wird die Nockenstange 24 durch einen aufrechten, zweiarmigen Hebel 28 geführt, dessen unterer Arm durch einen Gelenkzapfen 29 am Maschinenrahmen gelagert ist und dessen oberes Ende durch einen Zapfen 3o drehbar mit einem Stein 31 verbunden ist. Mit der Mitte des Hebels 28 ist die Nockenstange 24 durch einen Gelenkzapfen 32 verbunden. Auf der Nockenstange 24 sind zwei Nockenrollen 33 und 34 drehbar gelagert, die sich an gegenüberliegenden Stellen an den Umfang des Nockens 22 anlegen. Dieser versetzt daher bei seinem Umlauf den Hebel 28 und den damit verbundenen Stein 31 zwangläufig in eine Pendelbewegung.
  • An Konsolen 35 (Fig. 2) des Maschinenrahmens 15 ist eine Stange 36 befestigt, auf welcher ein Block 37 gleitend geführt ist. In diesem Block ist seitlich eine senkrechte Gleitbahn vorgesehen, in welcher der Stein 31 gleitet. Durch die Pendelbewegung des Hebels 28 wird daher der Block 37 auf der Stange 36 hin- und herbewegt. Parallel zur Stange 36 verläuft die Rößchenschiene 38, die im Maschinenrahmen in ihrer Längsrichtung verschiebbar geführt ist und dem Zweck dient, in den verschiedenen Fonturen die Rößchen anzutreiben, die in bekannter Weise die Platinen nacheinander verschieben. Die Rößchenschiene 38 ist durch einen Arm 39 mit dem Block 37 starr verbunden und wird von diesem hin- und herbewegt.
  • Die Teile 24, 33, 28, 31, 37 und 39 bilden also den für die Rößchenschiene 38 vorgesehenen Nockenantrieb, der durch den Nocken 22 in Gang gesetzt wird.
  • Der Nocken 21 hingegen dient dem Antrieb des Kettenkulierzeugs. Er wirkt auf einen ähnlich ausgestalteten Nockenantrieb, welcher aus einer horizontalen Nockenstange 124, einem Lenker 125 und einem aufrechten, doppelarmigen Hebel 128 besteht. Die Nockenstange i24 trägt zwei Nockenrollen 133 und 134, die beiderseits an der Nockenscheibe 21 anliegen. An dem oberen Ende des doppelarmigen Hebels 128 ist schwenkbar ein Stein 131 gelagert, der in einer senkrechten Gleitbahn eines Schlittens 137 geführt ist. Dieser Schlitten hat einen nach hinten vorspringenden Ansatz 42 und ist gleitend auf der Rückseite des Blockes 37 in einer waagerechten Gleitbahn geführt. Daher kann sich der Schlitten 137 unabhängig vom Block 37 hin- und herbewegen. Ihm wird durch den Nocken 21 zwangläufig eine Pendelbewegung erteilt, .die auf die Pendelbewegung des Rößchenantriebes abgestimmt ist. An dem Ansatz 42 ist eine Stange 43 befestigt (Fig. i), die in Lagern 44 des Rahmens gleitend geführt ist.
  • Wie Fig. i zeigt, dient die Stange 43 dem Zweck, das Kettenkulierzeug anzutreiben, welches seinerseits den Grundfadenführerschienen eine stoßfreie Hin- und Herbewegung mit einstellbarem Hub erteilt. Auf waagerechten, parallelen Stangen des Rahmens, von denen eine bei 47 in Fig. i gezeigt ist, sind zwei Schlitten 45 und 46 verschiebbar, die durch später zu erläuternde Mittel in einstellbarer Lage festgehalten werden. Zur Einstellung dienen gleichachsig angeordnete, waägerechte Gewindespindeln 48 und 49, die in einem Konsol 5o des Maschinenrahmens drehbar gelagert sind.
  • Der Schlitten 45, 46 trägt je zwei untere, gleichachsige Kettenräder 51 und 52 und je zwei obere, gleichachsige Kettenräder 53 und 54. An der hin-und hergehenden Stange 43 sind zwei Haken 55 und zwei Haken 56 befestigt. Von den Haken 55 aus erstrecken .sich zwei Ketten 57 in waagerechter Richtung und um die Kettenräder 52 herum, von dort aufwärts und um die Kettenräder 54 und von dort wieder waagerecht und um die Kettenräder 53 herum und verlaufen von dort abwärts zu. den Kettenrädern 51 und um diese herum waagerecht bis zu den Haken 56. An diesen Ketten 57 ist etwa in deren Mitte ein Stein 58 befestigt. Auf den Rahmenstangen 47 gleitet zwischen den beiden Schlitten 45 und 46 ein Halter 59, welcher mit einem senkrechten Schlitz 6o versehen ist. In diesem Schlitz gleitet der Stein 58. Jeder der beiden Schlitten 45 und 46 besteht aus zwei im Abstand voneinander verbundenen, parallelen Platten, in deren Zwischenraum der Halter 59 hineinlaufen kann.
  • Aus der vorstehenden Erläuterung ergibt es sich. daß die durch den Hub der Stange 43 der Kette 57 erteilte Hin- und Herbewegung den Stein 58 mitnimmt, und zwar längs einer Bahn, die aus einer waagerechten, tangential zu den Kettenrädern 53 und 54 verlaufenden Strecke und aus anschließenden Kreisbögen von 9o Bogengraden besteht, an welche sich senkrechte Strecken anschließen. Die eine dieser senkrechten Strecken verläuft tangential zu den Kettenrädern 52 und 54 und die andere tangential zu den Kettenrädern 51 und 53. Dem Halter 59 wird die waagerechte Bewegungskomponente des Steines 58 erteilt. Während dieser Stein zwischen den Kettenrädern 52 und 54 aufwärts wandert, wird daher der Halter 59 in seiner linken Endstellung festgehalten. Wenn dann der Stein um die Kettenräder 54 herumläuft, beschleunigt er allmählich den Halter 59 nach rechts. Wenn der Stein vom Kettenrad 54 zum Kettenrad 53 läuft, nimmt er den Halter 59 nach rechts mit derselben Geschwindigkeit mit, mit welcher die Stange 43 durch den Nockenantrieb in Bewegung versetzt wird. Wenn dann der Stein 58 um die Kettenräder 53 herumläuft, wird der Halter 59 allmählich verzögert, bis seine Geschwindigkeit auf Null verringert ist. Wenn dann der Stein von den Kettenrädern 53 in Richtung auf die Kettenräder 51 läuft, hält er den Halter 59 in seiner rechten Endstellung ortsfest, während die Stange 43 ihre Bewegung nach rechts fortsetzt. Nach Bewegungsumkehr der Stange :3 .3 wird der erläuterte Vorgang umgekehrt. Dabei wird der Halter 59 stoßfrei nach links bis auf die volle Geschwindigkeit der Stange 43 beschleunigt und dann schließlich beim Annähern an das linke Hubende stoß-irei bis zum Stillstand verzögert. Die rechte Endstellung und die linke Endstellung werden dabei durch die Einstellung der Halter 45 und 46 bestimmt.
  • Die Grzndfadenführer der Maschine, z. B. 23, sind reit dem Halter 59 bewegungsschlüssig verblinden. Zu diesem Zweck ist in der Längsrichtung der Maschine ein waagerechter Stab 61 parallel zur Stange 43 verschiebbar gelagert und am Halter 59 befestigt. Auf diesem Stab 61 ist ein Wechselkopf 62 befestigt, der auf einer Rahmenstange 63 gleitend geführt ist und zu diesem Zweck aus einem Stück mit einer auf der Stange 63 gleitenden Buchse 64 besteht. Diese Buchse 64 hat einen waagerechten, nach vorn gerichteten Arm 65 mit einem Ansatz 66, der zwei senkrechte Führungen aufweist. In jeder Führung ist gleitend ein Mitnehmerfinger 67 bzw. 68 geführt und von Hand einstellbar. Er wird in seiner jeweiligen Einstelllage durch eine nicht näher gezeigte Raste gesichert. Jeder der beiden Mitnehmerfinger 67 bzw. 68 des Wechselkopfes 62, 64, 65, 66 befindet sich über einer Fadenführerschiene 69 bzw. 70. Diese Fadenführerschienen erstrecken sich waagerecht in der Längsrichtung der Maschine über deren Länge und sind gleitend in am Rahmen der Maschine angebrachten Lagern 71 geführt. In jeder Fontur trägt die Fadenführerschiene 69 einen Grundfadenführer 23 und die Schiene 7o einen Plattierfadenführer 72 (Fig. 2). Die Schiene 7o hat einen Abschnitt 73 vergrößerter Breite und Höhe. Jedes Ende dieses Abschnittes ist mit einer waagerechten, einstellbaren Anschlagschraube 74 versehen, die in der Längsrichtung verläuft. Ferner hat die Oberseite des Abschnittes 73 der Fadenführerschiene eine Aussparung 75, deren einander gegenüberliegende, senkrechte Wände mit waagerechten Gewindebohrungen zurAufnahme von einstellbaren Anschlagschrauben 76 und 77 versehen sind, welche in die Aussparung 75 hineinragen. Zwischen diese beiden Anschlagschrauben 76 und 77 greift nun der Mitnehrrierfinger 68, sofern er in seine untere Stellung gebracht ist, wie es die Fig. i und 3 zeigen. In entsprechender Weise ist auch die Fadenführerschiene 69 mit einem verbreiterten Abschnitt 78 größerer Höhe versehen. Dieser Abschnitt hat eine Aussparung, in welche der Mitnehmerfinger 67 eingreift, sofern er in seine untere Lage gebracht ist. Während der Mitnehmerfinger 68 mit Spielraum zwischen den Anschlägen 76 und 77 der Plattierfadenführerschiene 7o eingreift, paßt der Miti:@hmerfinger 67 genau in die Aussparung des* Abschnittes 78 und kuppelt daher den Grundfadenführer 23 bewegungsschlüssig mit dem Kettenkulierzeug. Die Umkehrpunkte der Hin- und Herbewegung des Fadenführers 23 lassen sich durch Einstellung der Halter 45 und 46 bestimmen.
  • Der Wechselkopf mit den Mitnehmerfingern 6; und 68 bildet also mit den beiden einstellbaren Anschlagschrauben 76 und 77 der Fadenführerschiene 7o eine Leerlaufverbindung zwischen dem . Grundfadenführer 23 und dem Plattierfadenführer 72. Infolgedessen läuft der Plattierfadenführer dem Grundfadenführer nach, wenn dieser durch das Kettenkulierzeug in der einen oder der anderen Richtung angetrieben wird. Der nachlaufende Plattierfadenführer 72 hält dabei von dem Grundfadenführer 23 einen festen Abstand ein. Dieser Abstand wird durch die Einstellung der Stellschrauben 76 und 77 bestimmt. Er beläuft sich auf den Abstand dieser Stellschrauben, vermindert um die Breite des Fingers 68.
  • Es ist nun aber erforderlich, daß der Plattierfadenführer 72 den Grundfadenführer einholt, wenn dieser an dem einen oder dem anderen Hubende seiner Hin- und Herbewegung anlangt. Aus diesem Grunde sind nun Bremsen vorgesehen, welche die Plattierfadenführerschiene 70 mit der hin- und hergehenden Rößchenschiene 38 kuppeln, wodurch der Plattierfadenführer einen zusätzlichen Antrieb erfährt, durch den er über das letzte Ende der Strecke in der einen und der anderen Richtung bis ans Ziel gebracht wird.
  • Wie die Fig. 2 und 6 zeigen, läuft auf der Rahmenstange 36 und auf einer weiteren waagerechten Rahmenlängsstange 8o ein Schlitten 79 mit einem Arm 40, der auf der Rößchenschiene 38 angeschraubt ist. Ferner hat der Schlitten 79 einen nach vorn ragenden Ansatz 81, der bei 81' mit einer Schiene 82 verbunden ist. Diese verläuft in der Längsrichtung der Maschine und gleitet in Lagern 83 am Rahmen der Maschine. Diese Schiene 82 nimmt also an der Hin- und Herbewegung des Blockes 37 und der Rößchenschiene 38 teil, die durch den Kuliernocken 22 angetrieben werden.
  • Auf der Schiene 82 sitzen nun gleitend zwei Bremsen 84 und 85, die durch nicht näher dargestellte Mittel festgebremst sind. Jede dieser Bremsen hat einen nach vorn ragenden Ansatz 86 bzw. 87, in dessen Bahn ein Plattierschlitten 88 liegt. Dieser ist gleitend auf einer Rahmenlängsstange 89 angeordnet und hat seinerseits einen nach vorn gerichteten Mitnehmerfinger go, der spielraumfrei in eine Aussparung eines Blockes gi greift, welcher an der Plattierfadenführerschiene 70 befestigt ist. Gehen die Rößchenschiene 38 und der mit ihr verbundene Schlitten 79 nach - rechts (Fig. 2), so nehmen sie die Schiene 82 finit, die ihrerseits die Bremse 85 nebst Finger 87 mitnimmt. Der Finger 87 stößt dabei an den Plattierschlitten 88, welcher mit der Plattierfadenführerschiene 72 bewegungsschlüssig verbunden ist. Diese Bewegung findet aber mit etwa derselben Geschwindigkeit statt, mit welcher der Stab 61 durch das Kettenkulierzeug angetrieben wird und mit welcher er den Grundfadenführer 23 antreibt. Indessen dauert die Bewegung des Plattierschlittens 88 an, nachdem der Stab 61 und der an ihm befestigte Wechselkopf dadurch zum Stillstand gekommen sind, daß der Stein 58 um die Kettenräder 53 herumgelaufen ist und in den waagerechten Abschnitt seiner Bewegungsbahn einläuft. Dann kommt der Grundfadenführer 23 zum Stillstand und verbleibt in Ruhe, während.der Plattierfadenführer 72 nunmehr unter Antrieb durch die Bremse 85 seine Bewegung fortsetzt. Dabei wirkt die Bremse 85 auf den Fadenführer 72 mittels des Plattierschlittens 88. Erst wenn der Plattierfadenführer 72 den Grundfadenführer eingeholt hat, wird er dadurch stillgesetzt, daß der Abschnitt 73 der Plattierfadenführerschiene 70 an einen später zu erläuternden Anschlag 92 anstößt.
  • Nachdem der Plattierfadenführer 72 in seiner Endstellung stillgesetzt ist, in der er zum Grundfadenführer 23 ausgerichtet steht, setzt die Schiene 82 ihre Bewegung fort. Es sei nun angenommen, daß diese rndstellung der Fadenführer die rechte Endstellung ist, dann wird die Bremse 85 durch ihren Finger 87 von dem Plattierschlitten 88 festgehalten, während die Schiene 82 ihren Hub nach rechts fortsetzt und dabei durch die an Ort und Stelle bleibende Bremse 85 gleitet. Kehrt die Schiene 82 aber ihre Bewegung um, so nimmt sie die Bremse 85 nach links mit, bis -diese Bremse an eine einstellbare Anschlagschraube 94 stößt, die am Maschinenrahmen vorgesehen ist, z. B. an dem Lager 83. Alsdann wird die Bremse 85 durch die Anschlagschraube festgehalten, während die Schiene 82 ihren Hub nach links so lange fortsetzt, bis die ursprüngliche gegenseitige Stellung der Schiene 82 und der Bremse 85 wiederhergestellt ist. Eine entsprechende einstellbare Anschlagschraube 95, die in dem Rahmen befestigt ist, wirkt mit der Bremse 84 zusammen. Der Anschlag 92, der die Hin- und Herbewegung der Plattierfadenführerschiene 70 _ dadurch begrenzt, daß die Anschlagschraube 74 an ihn anstößt, ist an einem Halter 96 angebracht, der in der Längsrichtung des Maschinenrahmens gleitend geführt ist. Dieser Halter 96 besteht aus einem Stück mit einer Buchse 97 mit Innengewinde, welche auf die Schraubspindel 49 aufgeschraubt ist und einen Vorsprung 98 hat, der mit dem Schlitten 45 durch eine Kuppelstange 99 verbunden ist. Eine Drehung der Schraubspindel 49 in der einen oder der anderen Richtung bewirkt daher, daß der Schlitten 45 und der Halter 96 gemeinsam verstellt werden. In entsprechender Weise begrenzt ein Anschlag 93 den Hub des Plattierfadenführers nach links. Dieser Anschlag 93 sitzt an einem Halter ioo, der aus einem Stück mit einer Gewindebuchse ioi besteht, die auf die Schraubspindel 48 aufgeschraubt ist. Die Buchse ioi ist mit dem Schlitten 46 durch eine Kuppelstange io2 zu gemeinsamer Bewegung verbunden. Daher bewirkt jede Änderung der Hublänge s des Grundfadenführers 23 von selbst eine Verstellung der Anschläge 92 und 93, durch welche in entsprechender Weise die Hublänge des Plattierfadenführers geändert wird. Für den selbsttätigen Antrieb der Schraubspindel 48 und 49 sind Antriebswerke 103 und i o4 vorgesehen, die an sich bekannt sind und nicht näher erläutert zu werden brauchen.
  • In den Fig. z und 2 nehmen die dargestellten Teile die Stellung ein, bei welcher der Grundfadenführer 23 bei seinem Lauf nach rechts die Hubmitte durchläuft. Dabei folgt ihm mit der gleichen Geschwindigkeit und in gleichbleibendem Abstand der nachlaufende Plattierfadenführer 72. Dieser Abstand entspricht dem Abstand der Stellschraube 76 vom Finger 68. Auch die Schienen 38 und 82 und die Bremse 85 laufen etwa mit der gleichen Geschwindigkeit nach rechts wie die Fadenführerschienen 69 und 70, und der Finger 87 liegt entweder am Plattierschlitten E8 an oder folgt ihm in geringem Abstand, so daß er bereit ist, den Antrieb des Plattierfadenführers zu übernehmen, sobald der Wechselkopf und die mit ihm verbundene Fadenführerschiene 69 verzögert werden, was der Fall ist, wenn der Stein 58 an den beiden Kettenrädern 53 anlangt und über diese hinwegläuft. Wenn das geschieht, nimmt die Geschwindigkeit des Wechselkopfes und des Grundfadenführers stoßfrei bis auf Null ab, während der Plattierschlitten 88 und die damit starr verbundene Plattierfadenführerschiene 70 ihre Bewegung unter Antrieb durch die Bremse 85 fortsetzen. Diese Bewegung wird schließlich dadurch beendet, daß die Anschlagschraube 74 gegen den Anschlagfinger 92 stößt. Das geschieht etwa in dem gleichen Augenblick, in welchem der Plattierfadenführer 72 den Grundfadenführer 2 eingeholt hat. In diesem Zeitpunkt hat sich der Ab -schnitt 73 der Schiene 7o bis in eine Stellung bewegt, in welcher die Mitte der Aussparung 75 mit dem Finger 68 zusammenfällt, so daß dieser nunmehr von den Anschlagschrauben 76 und 77 einen wesentlich kleineren Abstand hat, als er der Länge des Bogens des Umfanges der Kettenräder 53 entspricht, der von der Kette umschlungen ist. Die Bremse 8,4 liegt nunmehr am Anschlag 95 (Fig. 5) und ist vom Plattierschlitten 88 um einen Abstand entfernt, der von der Stellung des Plattierschlittens abhängt, welche ihrerseits durch die Lage des Anschlages 92 bestimmt ist.
  • Bei Bewegungsumkehr der durch den Nocken angetriebenen.Stange .43, die nunmehr ihren Lauf nach links beginnt, wird auch die Bewegung der Schiene 38 gewendet, wobei diese die Schiene 82 und die Bremse 84 mitnimmt, so daß diese Bremse sich nunmehr dem Plattierschlitten 88 nähert. Bevor sie indessen den Plattierschlitten erreicht, ist der Stein 58 bis zu einer Stellung aufwärts gelaufen, in der er seine Wanderung über die Kettenräder 53 beginnt und dabei allmählich und stoßfrei den Wechselkopf beschleunigt, so daß der 1litnehmerfinger-67 den Grundfadenführer 23 in Gang setzt, wobei der Finger 68 sich gleichzeitig der Anschlagschraube 76 nähert. Kurz danach trifft der Mitnehmerfinger 68, der noch immer ziemlich langsam läuft, auf die Anschlagschraube 76 und nimmt daher ohne erheblichen Stoß die Schiene 70 und den Plattierfadenführer 72 mit und beschleunigt diese alsdann bis zur vollen Geschwindigkeit. Wen-n die volle Geschwindigkeit erreicht ist, hat die Bremse 84 inzwischen den Plattierschlitten 88 eingeholt und folgt ihm entweder in geringem Abstand oder in Anlage an ihm und ist daher bereit, den Antrieb zu übernehmen, sobald sich der Wechselkopf und der Grundfadenführer dem linken Ende ihres Hubes nähern und sich ihr Lauf verzögert.
  • Der Plattierfadenführer 72 und die mit ihm zu gemeinsamer Bewegung gekuppelten Teile werden also durch das Kettenkulierzeug und die dadurch angetriebenen Teile allmählich beschleunigt, bevor die Bremse 84 den Plattierschlitten 88 erreicht und mitnimmt, wodurch der nachteilige Stoß vermieden wird, der bei den vorbekannten Maschinen auftritt, wenn die Bremse 84 auf den Plattierschlitten 88 trifft.
  • Werden die Anschläge 92 und 93 auf geringen Abstand eingestellt, so daß sie die Hublänge des Plattierschlittens entsprechend beschränken, dann muß die Bremse 84 einen erheblich weiteren Weg zurücklegen, bevor sie den Plattierschlitten 88 erreicht und hat dann eine entsprechend hohe Geschwindigkeit. Das ist der Grund, weshalb es sich als so bedeutsam erwiesen hat; wenn dieser Stoß vermieden wird, was durgh die beschriebene Anordnung erreicht wird.
  • Da die Bremsen 84 und 85 den Plattierschlitten 88, die Fadenführerschiene 70 und den Plattierfadenführer 72 nicht zu beschleunigen brauchen, da sich diese Teile, angetrieben durch das Kettenkulierzeug, bereits in voller Bewegung befinden, wenn ihr Antrieb durch den Plattierschlitten 88 übernommen wird, können die beiden Bremsen 84 und 85 mit verhältnismäßig geringer Reibung auf ihrer Tragschiene 82 sitzen. Dadurch wird der Nockenantrieb der Rößchenschiene erheblich entlastet und eine höhere Betriebsgeschwindigkeit der Maschine ermöglicht.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flache Kulierwirkmaschine mit einem durch ein Kettenkulierzeug angetriebenen Grundfadenführer und mit einem diesem nacheilenden Plattierfadenführer, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattierfadenführer (72) in zweifacher Weise angetrieben wird, nämlich" vom Beginn jedes Hubes an unmittelbar durch den Antrieb (65, 61, 59) des Grundfadenführers (23) bis zu dessen Hubende und alsdann bis zum Ende seines Hubes durch eine parallel au den Fadenführern hin- und herlaufende, unabhängig vom Kettenkulierzeug angetriebene Schiene (82) mittels Bremsen (84, 85).
  2. 2. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Wechselkopf (62, 65), der den Grundfadenführer (23) ohne toten Gang antreibt, und dem Plattierfaderiführer (72) eine Verbindung (76, 68, 77) mit totem Gang besteht.
  3. 3. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der tote Gang einstellbar ist.
  4. 4. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch i oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem PlattierfadenführerkuppelbarerPlattierschlitten (88) in der Bahn zweier Bremsen (84,85) liegt, die durch die hin- und herlaufende Schiene (82) mitgenommen werden und deren Rückhub durch einen ortsfesten, einstellbaren Anschlag (94 bzw. 95) begrenzt ist.
  5. 5. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch 2, bei welcher der durch das Kettenkulierzeug angetriebene Wechselkopf mit einem Mitnehmerfinger den Grundfadenführer antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselkopf (62, 64, 65, 66) mit einem zweiten Mitnehmerfinger (68) mit Spielraum zwischen zwei Anschlagschrauben (76, 77) eingreift, die an dem Mitnehmer (73) des Plattierfadenführers (72) angeordnet sind.
  6. 6. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch i oder einem der folgenden Ansprüche, bei welcher das Kettenkulierzeug des Grundfadenführers zwei Schlitten enthält, deren einstellbarer Abstand den Hub des Grundfadenführers bestimmt, dadurch gekennzeichnet, daß verstellbare Endanschläge (92, 93) für den Plattierfadenführer (72) je mit einem der beiden Schlitten (45, 46) des den Grundfadenführer antreibenden Kettenkulierzeugs (45, 46, 57= 58, 59) verbunden sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 282 674; britische Patentschrift Nr. 642 12i.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE282674C (de) * 1925-06-24
GB642121A (en) * 1946-02-16 1950-08-30 Costruzioni Meccaniche Breda E Improvements in straight-bar knitting machines

Patent Citations (2)

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