DE964794C - Verfahren zur Vereinigung der Teile eines Topfmagnetsystems mit ringfoermigem Luftspalt sowie zur gleichzeitigen Zentrierung dieses Luftspaltes - Google Patents
Verfahren zur Vereinigung der Teile eines Topfmagnetsystems mit ringfoermigem Luftspalt sowie zur gleichzeitigen Zentrierung dieses LuftspaltesInfo
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Description
Zur Herstellung von Lautsprechermagnetsystemen mit ringförmigem Luftspalt benutzte man
bisher allgemein als Verbindungselemente Schraubenbolzen oder Kopfschrauben, welche die Anbringung
von Gewindebohrungen und daher einen erhöhten Arbeitsaufwand erfordern. Außerdem entstehen
bei Verwendung von Schraubenbolzen durch die überstehenden Bolzenköpfe Unebenheiten und
Vorsprünge an der Außenseite des Topfmagneten, die zu unerwünschten magnetischen Streuverlusten
Veranlassung geben.
Man hat auch schon vorgeschlagen, den Deckel durch Preßsitz in dem Topfboden zu befestigen.
Hierbei ist aber eine sehr genaue Bearbeitung sowohl der inneren Mantelfläche des Topfes als auch
des Deckels erforderlich, um einerseits einen festen Sitz und andererseits eine genügende Zentrierung
des auf dem Topfboden anliegenden Magneten zu erreichen.
Eine andere bekannte Magnetbefestigung besteht darin, daß bei einem Glockenmagneten für magnetelektrische
Maschinen, der aus geraden Profilstäben aus Magnetstahl und zwei an deren Enden
angeordneten Jochstücken zusammengebaut ist, die mechanische Verbindung zwischen den Jochstücken
und den Stäben durch Einbördeln von Rändern der Jochstücke in entsprechende Vertiefungen der
Magnetstäbe hergestellt ist. Diese Verbindungsart bedingt aber eine Verformung der Magnetstäbe
zwecks Herstellung der Vertiefungen, die bei den
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neueren Magnetwerkstoffen von hoher Koerzitätkraft wegen der großen Härte des Materials
Schwierigkeiten verursacht, zum mindesten aber die Herstellungskosten nicht unwesentlich erhöht.
Außerdem ist durch diese Vertiefungen die glatte äußere Fläche des Magnetsystems, wie sie bei
Ringspaltmagnetsystemen für Lautsprecher angestrebt wird, unterbrochen.
Die Nachteile der bekannten Herstellungsmethoden werden bei dem Verfahren gemäß der Erfindung
dadurch vermieden, daß der die Polplatte bildende glockenartige Deckel lose über den Rand des
Magnettopfmantels geschoben und darauf der Rand der Polplatte nach Einführen einer Lehre in den
Ringspalt umgebördelt und in eine an der Außenseite des Magnettopfmantels in entsprechender
Höhe angebrachte Nut oder Rille eingerollt wird. Hierdurch entsteht eine feste und vor allen Dingen
dauerhafte Verbindung zwischen Topfmantel und Poldecke. Außerdem ist die Zentrierung durch
das Umbördeln wesentlich vereinfacht, da der kurze Überstand des Poldeckels bedeutend schwächer
gehalten werden kann als der Topfmantel. Dieser dünne Überstand schmiegt sich leicht an den
Topfmantel an und nimmt die Spannungen auf, die sich beim Umbördeln ergeben. Die bei diesem Arbeitsvorgang
eingesetzte Ringlehre bedingt genaueste Maßhaltigkeit des Spaltes auf sehr einfache,
sichere und dauerhafte Weise durch die in radialer Richtung wirkenden Kräfte. Die Befesti'-gung
des Deckels durch Einrollen in der beschriebenen Weise verbilligt auch die Herstellung derartiger
Ringspaltmagnetsysteme, da nur wenige Arbeitsgänge und eine genaue Bearbeitung des
Topfes nur im Bereich des Deckelrandes erforderlich sind. Auch in magnetischer Hinsicht führt das
neue Verfahren zu einer sehr günstigen Bauweise, da der Kraftfluß sowohl an der Berührungsfläche
zwischen der oberen Kante des Topfmantels und der Deckelplatte als auch auf der Seite im Bereich
des angepreßten Glockenrandes übertreten kann. Die Umlenkung des Magnetflusses unter Vermeidung
plötzlicher Übergänge und Kanten verhindert jegliche Streuung und dadurch bedingte Energieverluste.
Auf diese Vorteile wird besonders beim Bau von Ringspaltmagnetsystemen für Lautsprecher
in der Praxis großer Wert gelegt, um in dem Arbeitsluftspalt eine möglichst große Liniendichte
zu erzielen.
Durch Versuche wurde festgestellt, daß die Feldstärke im Luftspalt eines nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Magnetsystems, die bei bekannten Ausführungen 7500 beträgt, auf
8200 Gauß, also· um etwa 10% anstieg. Die weitgehende
Verminderung der magnetischen Verluste infolge der ernndungsgemäßen Deckelverbindung
ermöglicht daher eine Einsparung an magnetischem Werkstoff, so daß die Steglänge des zur Verwendung
gelangenden Dauermagneten unter Berücksichtigung von Luftspaltbreite, Induktion und
Koerzitivkraft auf dem geringsten, durch Berechnung ermittelten Wert gehalten werden kann.
In der Zeichnung ist das Ausführungsbeispiel eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Topfmagnetsystems veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. ι einen Längsschnitt durch ein Topfmagnetsystem,
Abb. 2 eine Draufsicht auf das System.
Der Deckel 1 des Topfmagnetsystems greift mit seinem Rand 2 auf dem ganzen Umfang glockenförmig
über den Topfmantel 3. Die äußerste Kante 4 dieses Randes 2 ist umgebördelt und in eine Rille 5
des Mantels eingepreßt. Das Weicheisenpolstück 6 mit dem Magneten 7 wird durch einen zwischen der
Polplatte und einem Ansatz 8 des Polstückes angeordneten Zentrierring 9 aus unmagnetischem Werkstoff
gegen den Topf boden 10 angepreßt und gleichzeitig im Luftspalt 11 zentriert. Die Wandstärke
des Topfmantels 3 ist etwa 5o°/o geringer als die des Topfbodens 10.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Vereinigung der Teile eines Topfmagnetsystems mit ringförmigem Luftspalt und zur gleichzeitigen Zentrierung dieses Luftspaltes, dadurch gekennzeichnet, daß der die Polplatte bildende glockenartige Deckel lose über den Rand des Magnettopfmantels geschoben und darauf der Rand der Polplatte nach Einführen einer Lehre in den Ringspalt umgebördelt und in eine an der Außenseite des Magnettopfmantels in entsprechender Höhe angebrachte Nut oder Rille eingerollt wird.in Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 898 643; österreichische Patentschrift Nr. 141 001; schweizerische Patentschrift Nr. 101 507; britische Patentschrift Nr. 317 169.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 525/41«! 5.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK14635A DE964794C (de) | 1952-06-26 | 1952-06-26 | Verfahren zur Vereinigung der Teile eines Topfmagnetsystems mit ringfoermigem Luftspalt sowie zur gleichzeitigen Zentrierung dieses Luftspaltes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK14635A DE964794C (de) | 1952-06-26 | 1952-06-26 | Verfahren zur Vereinigung der Teile eines Topfmagnetsystems mit ringfoermigem Luftspalt sowie zur gleichzeitigen Zentrierung dieses Luftspaltes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE964794C true DE964794C (de) | 1957-05-29 |
Family
ID=7214364
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK14635A Expired DE964794C (de) | 1952-06-26 | 1952-06-26 | Verfahren zur Vereinigung der Teile eines Topfmagnetsystems mit ringfoermigem Luftspalt sowie zur gleichzeitigen Zentrierung dieses Luftspaltes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE964794C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH101507A (de) * | 1921-11-11 | 1923-10-01 | Bosch Robert Ag | Glockenmagnet für magnetelektrische Maschinen und Apparate. |
| GB317169A (en) * | 1928-06-12 | 1929-08-15 | Frederick William Lanchester | Improvements relating to the field magnets of microphones, loud speakers and the like |
| AT141001B (de) * | 1931-09-12 | 1935-03-11 | Magyar Wolframlampa Gyar Kreme | Mehrteiliger Topfmagnet. |
| DE898643C (de) * | 1943-01-16 | 1953-12-03 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Ringspaltmagnetsystem |
-
1952
- 1952-06-26 DE DEK14635A patent/DE964794C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH101507A (de) * | 1921-11-11 | 1923-10-01 | Bosch Robert Ag | Glockenmagnet für magnetelektrische Maschinen und Apparate. |
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| AT141001B (de) * | 1931-09-12 | 1935-03-11 | Magyar Wolframlampa Gyar Kreme | Mehrteiliger Topfmagnet. |
| DE898643C (de) * | 1943-01-16 | 1953-12-03 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Ringspaltmagnetsystem |
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